Katholische Fachhochschule Freiburg
Hochschule für Sozialwesen, Religionspädagogik und Pflege
Eingereicht von: Mirian Menéndez Carricajo
Abkürzungsverzeichnis
ANAES: Asociación Nuevo Amanecer de El Salvador
CDI, CDIs: Centro de desarrollo Infantil, Centros de
DIGESTYC: Dirección General de Estadística y Censos de
IDHUCA: Instituto de Derechos Humanos de la Universi-
IPEC: International Program on the Elimination of
ISNA: Instituto Salvadoreño para el desarrollo de
KRK: UN-Kinderrechtskonvention
NRO, NROen: Nichtregierungsorganisation, Nichtregierungsorganisationen
OIT: Organización Internacional de Trabajo (engl.: ILO, Internationale Arbeitsorganisation)
PDDH: Procuraduria para la defensa de derechos huma-
PDDHN: Procuraduria para la defensa de derechos huma-
PNUD: Programa de las Naciones Unidas para el Desar-
RIA: Red para la Infancia y Adolescencia (Netzwerk für Kinder und Jugendliche)
UCA: Universidad Centroamericana (Zentralamerikanische Universität)
UN: United Nations (Vereinte Nationen)
UNICEF: United Nations International Children's Emer-
INHALTSVERZEICHNIS
1. EINLEITUNG 8
2. KINDERRECHTE 12
2.1 Historische Entwicklung der Kinderrechte 12
2.2 UN-Kinderrechtskonvention 13
2.2.1 Aufbau der KRK 13
2.2.2 Die Zusatzprotokolle zur KRK 15
2.2.3 Verpflichtungen der Vertragsstaaten 15
2.3 Der UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes 16
2.4 Die Rolle der NROen 18
2.5 Kritik an der KRK 19
3. KINDHEIT IN EL SALVADOR 21
3.1 Ratifikation der KRK in El Salvador 21
3.2 Kindheit in El Salvador 21
3.3 Armut in El Salvador 22
3.4 Kriminalität und Gewalt in El Salvador 23
3.5 Kinderarbeit in El Salvador 24
3.5.1 Gesetzlich verboten, aber weit verbreitet 24
3.5.2 Formen und Risiken der Kinderarbeit in El Salvador 25
3.6 Bildung in El Salvador 27
3.6.1 Alphabetisierung 27
3.6.2 Bildung von Mädchen 29
3.7 Straßenkinder in El Salvador 29
3.8 Jugendbanden in El Salvador 30
4. EXPERTENINTERVIEWS 32
4.1 Forschungsdesign 32
4.1.1 Ausgangspunkt 32
4.1.2 Erhebungsmethode: Qualitatives Interview 32
4.1.3 Problemzentriertes Interview nach Witzel 33
4.1.4 Vorbereitung und Durchführung der Experteninterviews
35
4.1.5 Auswertungsmodus 36
4.1.6 Aussagekraft 39
4.2 Vorstellung der Interviewpartner und der
Einrichtungen 39
4.3 Auswertung der Interviews - Umsetzung von
Kinderrechten in El Salvador auf nationaler Ebene
44
4.3.1 Auswirkungen der Ratifikation der KRK in El Salvador
44
4.3.2 Die Verantwortung des salvadorianischen Staats bei
der Umsetzung von Kinderrechten 45
4.3.3 Die meistverletzten Kinderrechte in El Salvador 46
4.3.4 Ursachen für die Missachtung von Kinderrechten in El
Salvador auf nationaler Ebene 47
4.3.5 Ursachen für die Missachtung von Kinderrechten in El
Salvador auf familiärer Ebene 48
4.3.6 Ursachen für die Missachtung der Kinderrechte von
M ädchen in El Salvador 48
4.3.7 Die Armut und ihre Konsequenzen in Bezug auf die
Umsetzung von Kinderrechten in El Salvador 49
4.3.8 Naturkatastrophen und ihre Konsequenzen in Bezug auf
die Umsetzung von Kinderrechten in El Salvador 50
4.3.9 Bildungsarbeit zum Thema Kinderrechte auf
gesellschaftlicher Ebene in El Salvador 51
4.4 Zusammenfassung der Auswertung 52
5. DIE SOZIALE ARBEIT IM EINSATZ FÜR DIE
KINDERRECHTE IN EL SALVADOR AM BEISPIEL DER
NRO ANAES 55
5.1 Beschreibung der NRO 55
5.2 Zielgruppe 58
5.3 Gesundheitsprojekte 59
5.3.1 Klinik 59
5.3.2 Gesundheitsprojekt in den comunidades 1 60
5.3.3 Ernährung der Kinder in den CDIs 61
5.3.4 Beratung der Eltern zum Thema Gesundheit 61
5.4 Die Ergebnisse der ärztlichen Untersuchungen in
den CDIs 62
5.5 Elternschulungen in den CDIs 64
5.5.1 Die Wirkung der Elternschulung in den CDIs nach
Meinung der Erzieherinnen 63
5.5.2 Die Wirkung der Elternschulung in den CDIs nach
Meinung der Sozialarbeiterin 67
5.6 Elternbefragung 67
5.7 Ergebnisse der Befragung - Wirkung von
Elternschulungen in den CDIs von ANAES 68
5.7.1 Kinderrechte 69
5.7.2 Recht auf angemessenen Lebensstandard 71
5.7.3 Recht auf Schutz vor Kinderarbeit 76
5.7.4 Recht auf gewaltfreie Erziehung 77
5.7.5 Recht auf Gesundheit 79
5.7.6 Recht auf Spiel und Freizeit 80
5.7.7 Recht auf freie Meinungsäußerung 82
5.7.8 Elternschulungen 83
5.8 Schlussfolgerung der Elternbefragung 87
6. AUSBLICK 89
QUELLENVERZEICHNIS 92
EIDESTATTLICHE ERKLÄRUNG 98
ANHANG: 99
1 Kommunen, Gemeinden, in denen in der Regel arme Familien leben, im Ge-
gensatz zu den colonias, in denen in der Regel reiche Familien leben
1. Einleitung 8
1. Einleitung
„Kinder haben Rechte - das Recht auf Überleben etwa, auf Bildung, auf Beteiligung an wichtigen Entscheidungen, auf Schutz vor Missbrauch und Gewalt. Wer würde dem widersprechen wollen.“ (UNICEF, 2001, S.6)
Mit der UN-Kinderrechtskonvention (KRK) von 1989 liegt zum ersten Mal eine verbindliche Rechtsform vor, in der die Rechte des Kindes festgehalten sind(vgl. National Coalition, 1996, S.12). Sie ist in kürzester Zeit zu dem internationalen Menschenrechtsabkommen mit den meisten Mitgliedern geworden. Alle Staaten bis auf die USA und Somalia haben die KRK ratifiziert(vgl. UNICEF, 2001, S.6).
El Salvador hat die KRK im Jahre 1990 ratifiziert und sich damit verpflichtet, diese im eigenen Staat umzusetzen(vgl. Save the children, 2001, S.11). Der kleinste Staat Mittelamerikas hat gerade einmal 6,4 Mio. Einwohner. Jährlich sterben hier noch immer rund 231.000 Kinder, bevor sie das fünfte Lebensjahr vollendet haben(vgl. UNICEF, 2004, S. 163). Rund 60.000 Kinder müssen arbeiten um zum Familieneinkommen beizutragen(vgl. IPEC Country Profile: El Salvador, 2004, S.1) und rund 500 leben auf der Strasse und kämpfen dort täglich um ihr Überleben (vgl. CIR, 2002). Kriminalität und Gewalt spiegeln die Realität der Kinder und Jugendlichen in diesem Land wieder(vgl. Terre des Hommes, 2004).
All das und vieles mehr, hat auch die KRK nicht verhindern können, denn die zugrunde liegenden Ursachen lassen sich durch die Verabschiedung eines internationalen Abkommens natürlich nicht einfach so abschaffen(vgl. UNICEF, 2001, S.6). Die KRK hat den Grundstein für ein kinderfreundlicheres Auf- wachsen in El Salvador gelegt. Zum einen wurden durch sie
1. Einleitung 9
viele Verstöße gegen die Grundrechte von Kindern erst als solche bewusst und zum anderen ist es durch die KRK weltweit, so auch in El Salvador, zu einer Bewegung in der Kinder- und Jugendpolitik gekommen(vgl. Terre des Hommes, 2004)
Bereits längere Zeit beschäftigte ich mich theoretisch mit der Situation El Salvadors, ihrer Kultur und Vergangenheit. Mein besonderes Interesse galt dabei der Lebenssituation von Kindern. So entschloss ich mich meine Diplomarbeit über das Thema: Kinderrechte in El Salvador zu schreiben. Im September des vergangenen Jahres ging ich schließlich nach El Salvador, um die notwendigen Recherchen vor Ort durchzuführen. Zuvor hatte ich mich mit der Nichtregierungsorganisation (NRO) Asociación Nuevo Amanecer de El Salvador 2 (ANAES) in Verbindung gesetzt und darum gebeten, ihre Organisation als Basis für meine Forschung zu verwenden. Vor Ort wurde ich von den Mitarbeitern sehr herzlich aufgenommen und bei meiner Arbeit unterstützt.
Zentrale Fragen in den Anfängen meiner Auseinandersetzung mit dem Thema meiner Diplomarbeit waren: Zum einen, wie es um die Kinderrechte in El Salvador gestellt ist und zum anderen, was die Soziale Arbeit von Nichtregierungsorganisationen (NROen), am Beispiel der NRO ANAES, in Hinblick auf die Umsetzung dieser Rechte, in diesem Land bewirken können. Das Ziel dieser Arbeit ist es, die KRK in den Blick zu nehmen und eine möglichst genaue Analyse der Umsetzung von Kinderrechten in El Salvador zu entwerfen.
Für die Einfindung in das Thema werden im zweiten Kapitel der vorliegenden Arbeit der Historische Hintergrund der Kinderrechte sowie die aktuell gültige KRK beschrieben.
2 Verein Neuer Tagesanbruch von El Salvador
1. Einleitung 10
Um zu erfassen, wie es um die Kinderrechte in El Salvador gestellt ist, wird im dritten Kapitel die Kindheit und insbesondere die Situation derer Kinder in El Salvador, die sich in besonderen Problemlagen befinden, dargestellt.
Das darauf folgende Kapitel umfasst einen empirischen Teil mit Experteninterviews. Hier gilt es herauszufinden, was die Experten, zu den Themen, die über die Darstellung der Situation der Kinder hinausgehen, wie Ursachen für die Missachtung von Kinderrechten, die Auswirkung der Ratifikation der KRK in El Salvador u. a., zu sagen haben. Zunächst wird die Vorgehensweise für die Durchführung der Interviews beschrieben. Im Anschluss daran werden die Interviewpartner sowie die Einrichtungen, in denen die vier interviewten Experten tätig sind, vorgestellt. Nach dieser Beschreibung wird die Auswertung der durchgeführten Interviews mittels Kategorien dargestellt.
Im fünften Kapitel wird die Arbeit der NROen am Beispiel der NRO ANAES in El Salvador beschrieben. Hier ist das Ziel, die Wirkung ihrer Arbeit zu analysieren. Zunächst wird die gesamte Arbeit der NRO vorgestellt. Im Anschluss daran wird ein Projekt für die Gesundheit beschrieben und analysiert. Anschließend wird ein Projekt über Elternschulungen genauer unter die Lupe genommen. Eine quantitative Befragung von Eltern soll Aufschluss über die Wirkung von Elternschulungen geben. Es wird zunächst die Vorgehensweise für die Befragung beschrieben und darauf folgend, werden die Ergebnisse in Form von Schaubildern dargelegt und dann erklärt.
Abgeschlossen wird die vorliegende Arbeit mit einem Ausblick. Hier wird Bezug auf die gesamte Arbeit genommen und die An- forderungen an die Soziale Arbeit werden benannt.
1. Einleitung 11
Die folgenden Informationsquellen bestehen vorwiegend aus Literatur, Internetquellen sowie Zeitschriften und Berichten der Einrichtung ANAES. Zudem wurde dies durch Interviews mit Experten sowie durch eine Elternbefragung ergänzt. Um den Lesefluss nicht zu beeinträchtigen, wird bei Internetquellen, im laufenden Text darauf verzichtet, die gesamte Internetadresse anzugeben. Es werden lediglich der Autor und das Jahr der letzten Aktualisierung genannt. Die genaue Adresse ist dann im Quellenverzeichnis aufzufinden.
Abschließend sei angemerkt, dass im Verlauf der vorliegenden Arbeit personelle Bezeichnungen, sofern sie sich ausschließlich auf weibliche Personen beziehen, in der weiblichen Form verwendet werden. Die männliche Form findet Gebrauch, wenn männliche und weibliche Personen einbezogen werden. Wenn von Eltern die Rede ist werden auch andere Erziehungsberechtigten mit eingeschlossen. Dieses macht Sinn um die bessere Lesbar- keit zu gewährleisten.
2. Kinderrechte 12
2. Kinderrechte
2.1 Historische Entwicklung der Kinderrechte
Im Jahr 1924 wurde die so genannte Genfer Erklärung über die Rechte des Kindes von der damaligen „International Union for Child Welfare“ entworfen und vom Völkerbund anerkannt. Die Erklärung war das erste Konzept für Rechte von Kindern auf internationaler Ebene(vgl. National Coalition, 1996, S.12). Dieses fünf-Punkte-Programm war jedoch wenig ausdifferenziert und rechtlich unverbindlich (vgl. Fesenfeld, 1997, S. 35). So wurden die Beratungen über Rechte von Kindern 1948 fortgesetzt. Schließlich wurde am 20. November 1959 der in zehn Artikeln überarbeitete und erweiterte Text von der Vollversammlung der Vereinten Nationen als „Deklaration über die Rechte des Kindes“ einstimmig verabschiedet (vgl. National Coalition, 1996, S.12).
Anlässlich des Internationalen Jahres des Kindes 1979, wurde eine Arbeitsgruppe der Menschenrechtskommission bei den Vereinten Nationen beauftragt, eine Konvention über die Rechte des Kindes zu erarbeiten. Die Grundlage hierfür war eine polnische Initiative. Diese sollte völkerrechtlich für die unterzeichnenden Staaten eine größere Verbindlichkeit als die Genfer Deklaration bedeuten. Seit 1983 bemühte sich auch eine Arbeitsgruppe internationaler NROen erfolgreich darum, auf den Fortgang der Verhandlungen Einfluss zu nehmen (vgl. ebd., S. 12).
Im März 1989 wurde die umfangreiche Vorlage von der Menschenrechtskommission verabschiedet. Der Rat für Wirtschaft und Soziales der Vereinten Nationen stimmte im Mai 1989 dem Ent- wurf zu. Am 20. November 1989, 30 Jahre nach der Deklaration
2. Kinderrechte 13
über die Rechte des Kindes und zehn Jahre nach dem Internationalen Jahr des Kindes, wurde die Konvention über die Rechte des Kindes von der Generalversammlung der Vereinten Nationen schließlich angenommen(vgl. National Coalition, 1996,, S.12). Mittlerweile haben bis auf die Vereinigten Staaten und Somalia alle Staaten die Konvention ratifiziert(vgl. UNICEF, 2003, S.3).
Mit der Konvention über die Rechte des Kindes liegt zum ersten Mal eine für die vertragsschließenden Parteien, verbindliche Rechtsform vor. In dieser werden persönliche, politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte von Minderjährigen in einem internationalen Übereinkommen verdeutlicht und zusammengestellt(vgl. National Coalition, 1996, S.12).
2.2 UN-Kinderrechtskonvention
2.2.1 Aufbau der KRK
Die Konvention umfasst 54 Artikel und ist neben der Präambel in drei Teile gegliedert. Teil I stellt mit 41 Artikeln den umfangreichsten dar und behandelt die materiellen Rechte des Kindes. Teil II enthält in seinen Artikeln 42 - 45 Verfah-rensvorschriften zur Überprüfung dieser Rechte. Teil III normiert in den Artikeln 46 - 54 die Schlussbestimmungen(vgl. National Coalition, 1996, S.12f).
Die Konvention beinhaltet vier Grundsätze, zu denen die Vertragsstaaten in ihren Berichten Stellung beziehen sollten:
• den Grundsatz der Gleichbehandlung(vgl. KRK, Artikel 2,
siehe Anhang: Anlage 1),
2. Kinderrechte 14
• den Grundsatz des besten Interesses(vgl. KRK, Artikel 3,
siehe Anhang: Anlage 1),
• das Grundrecht auf Überleben und persönliche Entwick-
lung(vgl. KRK, Artikel 6, siehe Anhang: Anlage 1) und • die Achtung vor der Meinung des Kindes (vgl. KRK, Artikel
12, siehe Anhang: Anlage 1).
Thematisch können die Rechte in folgende Gruppen zusammengefasst werden:
• Rechte in der Familie(vgl. KRK, Artikel 5 - 11, siehe
Anhang: Anlage 1),
• bürgerlich - politische Grundrechte(vgl. KRK, Artikel 12
- 17, siehe Anhang: Anlage 1),
• wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte(vgl. KRK,
Artikel 24 - 26, siehe Anhang: Anlage 1),
• Einzelprobleme (Adoptionskinder, Flüchtlingskinder, Be-hinderte)(vgl. KRK, Artikel 19ff, siehe Anhang: Anlage 1) und
• Schutz vor der Lebensumwelt / Ausbeutungsparagra-
phen(vgl. KRK, Artikel 32 - 36, siehe Anhang: Anlage 1).
Zudem können die Rechte in drei Gruppen eingeteilt werden, die gleichberechtigt nebeneinander stehen(vgl. National Coalition, 1996, S.13):
• Versorgungsrechte,
• Schutzrechte und • Beteiligungsrechte.
2. Kinderrechte 15
2.2.2 Die Zusatzprotokolle zur KRK
Die KRK hat noch Präzisierungen erfahren, weshalb zwei Zusatzprotokolle entstanden sind(vgl. UNICEF, 2003, S. 3). Diese wurden am 25. Mai 2002 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen angenommen (vgl. Fespad ediciones, 2002, S.109)
Das Zusatzprotokoll betreffend die Verwicklung von Kindern in bewaffneten Konflikten legt fest, dass Kinder unter 18 Jahren nicht zwangsweise zum Militärdienst eingezogen werden dürfen. Somit wird die Altersbegrenzung von 15 Jahren aus Artikel 38 der Konvention präzisiert. Wer sich freiwillig zum Militärdienst melden will, muss mindestens 16 Jahre alt sein. Doch auch dann gilt: Niemand unter 18 Jahren darf an Kampfhandlungen teilnehmen (vgl. UNICEF, 2003, S.3).
Das zweite Zusatzprotokoll zur KRK betreffend den Kinderhandel, die Kinderprostitution und die Kinderpornographie verbietet diese ausdrücklich und fordert die Staaten auf, diese Form der Ausbeutung als Verbrechen zu verfolgen und unter Strafe zu stellen (vgl. ebd., S. 3).
2.2.3 Verpflichtungen der Vertragsstaaten
Mit der Ratifizierung verpflichten sich die Vertragsstaaten dazu, alle in der Konvention aufgeführten Prinzipien und Standards einzuhalten. Sie dürfen allerdings Vorbehalte äußern, welche jedoch nicht im Widerspruch zu Ziel und Zweck der Konvention stehen dürfen(vgl. KRK, Artikel 51,2, siehe Anhang: Anlage 1). Diejenigen Prinzipien und Standards zu denen die Vertragsstaaten Vorbehalte geäußert haben, müssen nicht eingehalten werden. Die Vorbehalte können zurück-
2. Kinderrechte 16
genommen werden (vgl. KRK, Artikel 51,3, siehe Anhang: Anlage 1).
Nach Artikel 4 der KRK sind Regierungen dazu verpflichtet, alle rechtlichen, verwaltungsmäßigen und andere Maßnahmen zu ergreifen, um die in der Konvention enthaltenen Rechte umzusetzen. Die Konvention stellt völkerrechtlich, verbindliche Rechtsnormen auf, die dem einfachen nationalen Recht vorgehen und an dieses angepasst werden muss. Die Verfassung des entsprechenden Landes muss dahingehend überprüft werden, inwiefern sie der Konvention entspricht(vgl. National Coalition, 1996, S.14).
Die Vertragsstaaten verpflichten sich zu einer regelmäßigen Berichterstattung über die Fortschritte und Schwierigkeiten bei der Umsetzung der Konvention(vgl. KRK, Artikel 44, siehe Anhang: Anlage 1).
Zudem garantieren die Vertragsstaaten, die Texte der Konvention selbst sowie die Ergebnisse der Beratungen mit dem UN-Ausschuss auf breiter Ebene bekannt zumachen (vgl. KRK, Artikel 42 und Artikel 44,6, siehe Anhang: Anlage 1).
2.3 Der UN-Ausschuss für die Rechte des Kin-
des
Um sicherzustellen, dass die Staaten ihren Verpflichtungen aus der Konvention nachkommen, ist ein Ausschuss für die Rechte des Kindes (vgl. KRK, Artikel 43, siehe Anhang: Anlage 1) eingerichtet worden. Dieser überprüft die staatlichen Fortschritte bei der Erfüllung der Vertragsverpflichtungen.
2. Kinderrechte 17
Die Prüfung der Maßnahmen zur Umsetzung der KRK geschieht zum einen durch die Staatenberichte, die die Regierungen in regelmäßigen Abständen(Erstbericht zwei Jahre nach Ratifizierung, danach alle fünf Jahre) abgeben müssen(vgl. National Coalition, 1996, S.15). Zum anderen hat der Ausschuss die Möglichkeit, einen alternativen Bericht (auch „Schattenbericht“ genannt) von NROen der betreffenden Staaten einzuholen und Vertreter der NROen anzuhören(KRK, Artikel 45 a, siehe Anhang: Anlage 1). Nur so kann sich der Ausschuss ein vollständiges Bild über die Umsetzung der KRK in den jeweiligen Staaten machen(vgl. UNICEF, 2003, S. 4).
In den Staatenberichten ist auf
„bestehende Umstände und Schwierigkeiten hinzuweisen, welche die Vertragsstaaten daran hindern, die in diesem Übereinkommen vorgesehenen Verpflichtungen voll zu erfüllen.“ (KRK, Artikel 44,2, siehe Anhang: Anlage 1).
Das Komitee kann überdies einzelne Konventionsartikel kommentieren und Anregungen zur besseren Umsetzung der Konvention geben. Daneben kann er säumige Staaten mahnen, ihrer Berichtspflicht nachzukommen. Zur Erleichterung der Ausschussarbeit ist vorgesehen, dass der UNO-Generalsekretär bei Bedarf von der Generalversammlung beauftragt wird, für den Ausschuss Untersuchungen im Zusammenhang mit den Rechten des Kindes durchzuführen(vgl. National Coalition, 1996, S.15).
Das Komitee tagt zweimal im Jahr jeweils drei Wochen lang, um die Länderberichte mit Vertretern der Regierungen zu erörtern. Dabei misst er den Schattenberichten und den Kommentaren der NROen große Bedeutung bei. Nicht zuletzt dadurch werden die Ausschuss-Mitglieder sehr oft auf Themenbereiche auf- merksam gemacht, die in den Regierungsberichten nur unzurei-
2. Kinderrechte 18
chend behandelt werden und die Anregungen für zusätzliche Fragen enthalten. Die Sitzungen sind öffentlich, und das Komitee ermutigt die NROen der jeweiligen Länder, daran teilzunehmen und ihre Expertisen einzubringen(vgl. National Coalition, 1996, S.15).
2.4 Die Rolle der NROen
Bereits im Vorbereitungsprozess zur Entstehung der Konvention hatten verschiedene NROen in Genf einen maßgeblichen Einfluss auf die Formulierung mancher Artikel. Um den Einfluss von NROen im weiteren Prozess zu gewährleisten, wurde in Genf ein Verbindungsbüro zum UN-Komitee eingerichtet. Die Hauptaufgabe des Büros besteht darin, einen guten Informationsfluss zwischen den NROen und dem UN-Ausschuss zu gewährleisten(vgl. National Coalition, 1996, S.15).
In vielen Fällen hat das UN-Komitee die alternativen Berichte und Kommentare der NROen aufgegriffen und von den Regierungsvertretern genauere Auskünfte erbeten. Insofern spielen die NROen eine wichtige Rolle im UN-System, da nur ihre Beteiligung eine ausgewogene Urteilsbildung über den tatsächlichen Stand der Erfüllung der KRK in allen Ländern der Welt sichert(vgl. ebd., S.16).
Bei der Umsetzung der Konvention für die Rechte des Kindes sind alle gesellschaftlichen Kräfte gefordert. Die Hauptver-antwortung liegt zwar bei den Regierungen, aber NROen haben oftmals einen direkteren Kontakt zu der Bevölkerung und deshalb im Hinblick auf Beteiligung von Kindern und Jugendlichen bessere Umsetzungsmöglichkeiten(vgl. ebd., S.16).
2. Kinderrechte 19
2.5 Kritik an der KRK
Die KRK ist allerdings nicht perfekt. Im Folgenden werden einige Kritikpunkte aufgezeigt(vgl. Fesenfeld, 1997, S. 28f):
• Manche Vorschriften sind unklar: Es wird nicht deutlich,
wann die Kindheit endet: Die Konvention nennt 18 Jahre, macht aber die Einschränkung „wenn die Volljährigkeit nicht nach nationalem Recht früher beginnt“. • Ökologische Kinderrechte sind nicht ausdrücklich veran-kert, obwohl Kinder massiv von Umweltbelastungen betroffen sind.
• Die besonderen Probleme von Mädchen sind kein Thema in
der Konvention, obwohl weltweit Mädchen besonders benachteiligt werden.
• Warum haben gerade die ärmsten Länder der Erde so
schnell diese Konvention unterzeichnet - wohl wissend, dass die in ihr enthaltenen Vorgaben in absehbarer Zeit nicht Wirklichkeit werden können? Ist es womöglich „politisch ungefährlich“, eine solche Konvention zu unterschreiben.
• Kritiker bezweifeln die Wirksamkeit der Konvention, wenn
selbst längst vorhandene gesetzliche Regelwerke nicht vollständig umgesetzt werden. Da die Vereinten Nationen nur bei Kriegshandlungen direkt eingreifen dürfen, nicht aber bei Angelegenheiten, die ihrem Wesen nach zur inneren Zuständigkeit des Staates gehören, kann die UNO letztlich bei Menschen- und Kinderrechtsverletzungen nur bedingt tätig werden.
Mit der KRK sollte ein für alle Staaten verbindliches Rechtswerk gestaltet werden. Die KRK ist ein Kompromiss, bei dem es galt, die unterschiedlichen Vorstellungen der Staaten einzu-
2. Kinderrechte 20
binden. Dabei blieben manche Fragen ungeklärt, manche Probleme ungelöst(vgl. Fesenfeld, 1997, S. 29).
„Reine Paragraphen reichen selbstverständlich nicht aus, um die Situation der Kinder zu verbessern. Die Konvention muss mit Leben gefüllt werden. Sonst ist sie vielleicht nicht mehr als ein Mittel, sich für einen geringen Preis ein gutes Gewissen zu verschaffen“(ebd., S.29).
3. Kindheit in El Salvador 21
3. Kindheit in El Salvador
3.1 Ratifikation der KRK in El Salvador
Im Jahre 1990 hat El Salvador die KRK ratifiziert(vgl. Save the children, 2001, S.11). Zu diesem Zeitpunkt herrschte in El Salvador ein Bürgerkrieg. Dieser hatte im Jahr 1980 begonnen und hielt zwölf Jahre an(vgl. Wikipedia, 2005). Im Jahr 2001 ratifizierte El Salvador das Zusatzprotokoll betreffend der Verwicklung von Kindern und Jugendlichen in bewaffneten Konflikten(vgl. Fespad ediciones, 2002, S.109). Drei Jahre später hat El Salvador zudem das Zusatzprotokoll, betreffend den Kinderhandel ratifiziert(vgl. Comité sobre los derechos del niño, 2004, S.2).
3.2 Kindheit in El Salvador
Der Artikel 1 der KRK besagt, dass jede Person unter 18 Jahren als Kind angesehen wird, wenn nicht nationale Gesetze das Erwachsenenalter früher festlegen. Die Salvadorianische Verfassung, hält im Familiengesetzbuch im Artikel 345 fest, dass alle Personen die das 18. Lebensjahr nicht vollendet haben, als Minderjährig gelten(vgl. Fespad ediciones, 2002, S.6).
„Kindheit bezeichnet [jedoch] nicht nur die Zeitspanne zwischen Geburt und Eintritt ins Erwachsenenalter“, so eine Definition von UNICEF(2004), „vielmehr geht es um die Voraussetzungen und die Verhältnisse, unter denen Kinder geboren werden und bis zum 18. Lebensjahr aufwachsen. Kindheit ist ein qualitativer Begriff“(UNICEF, 2004, S.11)
3. Kindheit in El Salvador 22
Ein Kind, das sexuell ausgebeutet wird, ein Kind, das auf den Müllkippen den Müll durchwühlt, Kinder, die in tiefster Armut leben, ohne ausreichende Ernährung, ohne Zugang zu Bildung, sauberem Trinkwasser, sanitären Einrichtungen und einer angemessenen Unterbringung, werden ihrer Kindheit beraubt(vgl. UNICEF, 2004, S.11). Armut raubt Kindern ihre Würde, bedroht ihr Leben und schränkt ihre Fähigkeiten ein. Gewalt und Kriminalität zerstören ihre Familien, verletzen ihr Vertrauen und verraten ihre Hoffnungen(vgl. ebd., S.7). Kindheit ist für diese jungen Menschen nichts weiter als ein leeres Wort und ein gebrochenes Versprechen. Zwischen der Wirklichkeit und dem Konzept einer Kindheit, demzufolge Kinder sich frei entfalten, zur Schule gehen und in einer schützenden Umgebung aufwachsen können, liegen in El Salvador Welten(vgl. ebd., S.11).
3.3 Armut in El Salvador
„Armut hat viele Gesichter. Sie entzieht Kindern die Grundlagen zum Überleben und zur Entwicklung. Sie zementiert und verschärft soziale, wirtschaftliche und geschlechtsspezifische Benachteiligung. Arme Familien sind kaum in der Lage, Kinder gegen Missbrauch, Ausbeutung, Gewalt, Diskriminierung und Stigmatisierung zu schützen (…). Eine Kindheit in Armut ist der Beginn eines Teufelskreises: Arme Kinder wachsen oft zu armen Erwachsenen heran, die ihre eigenen Kinder wiederum in Armut aufziehen (…)“(UNICEF, 2004, S.27).
In El Salvador, einem Land, dass gerade einmal so groß ist wie das Bundesland Hessen in Deutschland(vgl. Wikipedia, 2005), verfügen 80 Prozent der Familien, laut Untersuchungen des Entwicklungsprogramms der UN und des Welternährungspro-
3. Kindheit in El Salvador 23
gramms, nicht über das Grundeinkommen von 571,43 US Dollar monatlich. Jede vierte Person verdient weniger als einen Dollar pro Tag und lebt damit in extremer Armut. Die Armut veranlasst täglich etwa 200-300 Personen, El Salvador zu verlassen und allein oder mit Hilfe von Schleusern in die USA aus-zuwandern. Insbesondere Kinder und Frauen werden dabei oft Opfer von Menschenhandel, Prostitution und Missbrauch(vgl. Amnesty International, 2002).
Im Jahre 2001 wurde in El Salvador der US Dollar als Zahlungsmittel eingeführt. Zudem wurden vermehrt Dienstleistungen wie z. B. Telefon- und Stromversorgung privatisiert. Dies führte zu einer deutlichen Verteuerung des Lebensunterhaltes, ohne dass die Höhe der Löhne angepasst worden wäre. Der Mindestlohn in Höhe von 158 US Dollar monatlich reicht nicht aus, um eine Familie zu ernähren(vgl. ebd.).
3.4 Kriminalität und Gewalt in El Salvador
El Salvador ist eines der gefährlichsten Länder Lateinamerikas. Täglich werden in diesem Land sechs bis sieben Morde begangen, 86 Prozent davon sind das Ergebnis sozialer Gewalt. Diese finden ohne Bezug zum organisierten Verbrechen statt. Nach einer Untersuchung des Meinungsforschungsinstituts der Zentralamerikanischen Universität (UCA) besitzt jeder zehnte Salvadorianer, der mindestens das 13. Lebensjahr vollendet hat, eine Waffe(vgl. Amnesty International, 2002).
Frauen und Kinder werden in El Salvador immer wieder Opfer von innerfamiliärer Gewalt. Jährlich sind es 5.000 Fälle von häuslicher Gewalt, die bekannt werden. Im Jahre 2002 kostete die innerfamiliäre Gewalt 238 Frauen das Leben. Laut Amnesty International, leiden acht von zehn Kindern im Jahre 2001 un-
3. Kindheit in El Salvador 24
ter irgendeiner Form von Misshandlung. Auch sexueller Missbrauch und Kinderhandel nehmen an Häufigkeit zu. Drogenkonsum unter Kindern und Jugendlichen ist weit verbreitet(vgl. Amnesty International, 2002).
3.5 Kinderarbeit in El Salvador
3.5.1 Gesetzlich verboten, aber weit verbreitet
Kinderarbeit vor Abschluss der Grundschulerziehung unter 14 Jahren, ist in El Salvador gesetzlich verboten. Sie wird in extremen Fällen, in welchen sie für das Überleben der Familie notwendig ist, geduldet. Allerdings darf auch dann die Arbeit nicht zu Lasten der Schulbildung gehen. Für unter 18 jährige sind Nachtarbeit und gefährliche sowie gesundheitsgefährdende Tätigkeiten verboten. Allerdings werden diese Gesetze in der Praxis von armen Familien und skrupellosen Arbeitgebern weitgehend ignoriert(vgl. IPEC Country Profile: El Salvador, 2004, S.3).
Elf Prozent (etwa 683.000) der Gesamtbevölkerung sind zwischen zehn und 14 Jahren alt. Von dieser Altersgruppe, arbeiten ungefähr 60.000 Kinder, um zum Familieneinkommen beizutragen. Diese Zahlen sind Folgen des jahrelangen Bürgerkrieges und der neoliberalen Wirtschaftspolitik des letzten Jahrzehnts. Durch diese Wirtschaftspolitik wurde die wirtschaftliche und soziale Infrastruktur des Landes teilweise zerstört und besonders in ländlichen Regionen die Armut vergrößert. Im letzten Jahrzehnt hat Kinderarbeit ständig zugenommen. Schätzungen, laut IPEC 3 , gehen davon aus, dass etwa 20 Prozent des
3 International Program on the Elimination of Child Labour (Internationa- les Programm für die Abschaffung von Kinderarbeit)
3. Kindheit in El Salvador 25
Einkommens armer Familien aus Kinderarbeit stammt(vgl. IPEC Country Profile: El Salvador, 2004, S.1).
3.5.2 Formen und Risiken der Kinderarbeit in El Sal-
vador
Zwei Drittel der arbeitenden Kinder befinden sich auf dem Land, wo 60 Prozent der Bevölkerung unter der Armutsgrenze leben. Kinderarbeit gefährdet nicht nur die Gesundheit dieser Kinder, sondern auch deren Bildung. Sie können in der Regel die Grundschule nicht erfolgreich abschließen und haben somit kaum eine Chance, aus dem Teufelskreis der Armut auszubrechen. Daran ändert auch die Landflucht in die Stadt nichts, wo aufgrund der Arbeitslosigkeit allenfalls der informelle Sektor bleibt(vgl. IPEC Country Profile: El Salvador, 2004, S.1).
Bereits Mädchen ab dem neunten Lebensjahr arbeiten in häuslichen Diensten, oftmals bis zu 12 Stunden am Tag, sechs Tage die Woche und erhalten dafür ein Lohn zwischen 40 und 100 Dollar monatlich. In einer Studie der Internationalen Ar-beitsorganisation (OIT) von 2002 gaben 60 Prozent der befragten Mädchen an, Opfer physischer und psychischer Misshandlungen durch ihre Arbeitgeber, geworden zu sein(vgl. El Salvador Solidaritätskomitee, 2005 - Misshandlung und sexuelle Übergriffe).
Viele Mädchen zwischen zehn und 18 Jahren werden Opfer von Kinderprostitution. Zentrum der sexuellen Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen ist die Hauptstadt San Salvador. Viele der jungen Prostituierten wurden im Milieu drogenabhängig(vgl. ebd., S.5). Nach Angaben des Arbeitsministeriums in El Salvador wurden im Kampf gegen die Kinderprostitution je-
3. Kindheit in El Salvador 26
doch wichtige Erfolge erzielt. Durch Fortbildungsprogramme und gezielte Überwachung, werden Kinder und ihre Eltern über ihre Rechte aufgeklärt, wobei Polizei, Finanzamt und andere Stellen eng zusammenarbeiten(vgl. El Salvador Solidaritätskomitee, 2005 - Kinderarbeit in El Salvador).
Viele Kinder arbeiten in der Fischerei, hauptsächlich in Kleinst- und Familienbetrieben. Sie sind hohen, oftmals sogar lebensbedrohenden Risiken ausgesetzt. Sie können ertrinken, sich mit Messern oder Sprengstoff verletzen und auch intensive Sonnenbestrahlung und Pilzinfektionen gefährden diese Kinder. Unter ihnen ist der Missbrauch von Amphetaminen oder Tabak (als Schutz gegen die Moskitos) weit verbreitet. Als besonders gefährlich wird die Shrimpsfischerei eingestuft. Der von den Gezeiten bestimmte Arbeitsrhythmus erfordert Nachtarbeit und unregelmäßige Arbeitsstunden, sodass die meisten dieser Kinder früher oder später die Schule aufgeben (müssen)(vgl. IPEC Country Profile: El Salvador, 2004, S.5f.).
IPEC schätzt, dass etwa 2000 Kinder in der extrem gefährlichen Produktion von Feuerwerkskörpern tätig sind. Sie mischen und verpacken Sprengstoff und andere Chemikalien und befestigen die Zündschnüre. Die Risiken sind schwere Verletzungen, Verbrennungen, Verätzungen und immer wieder werden Kinder bei Explosionen getötet(vgl. ebd., S.6).
Auf den Müllkippen El Salvadors, finden sich Kinder beim Sammeln von wieder verwertbarem Müll, wie Glas, Plastikflaschen und Dosen. Die Risiken von Schnittverletzungen, Infektionen aufgrund unhygienischer Bedingungen und tödliche Unfälle mit Baggern und Müllautos sind hoch(vgl. ebd., S.6).
Die Mehrheit der Kinderarbeiter befindet sich auf den Kaffee- und Zuckerrohrplantagen. Die Kinder in der Zuckerrohrindust-
3. Kindheit in El Salvador 27
rie schneiden und schaben das Zuckerrohr. Dabei können sie sich mit den Werkzeugen und dem scharfkantigem Zuckerrohr schwere Schnittwunden und andere Verletzungen zuziehen. Das Tragen schwerer Lasten schädigt die Wirbelsäule. Der Kontakt mit den zahlreichen Chemikalien (Dünger, Insektizide, Fungizide) kann Atemprobleme und Lungenkrankheiten auslösen. Während der langen Arbeitsstunden sind die Kinder hoher Luftfeuchtigkeit sowie den Moskitos und Schlangenbissen ausgesetzt. Die Zuckerrohrernte beginnt im November und dauert fünf Monate. Die ersten drei Monate fallen mit den Ferien zusammen, die beiden letzten Monate überlappen mit dem beginnenden Schuljahr, sodass die Kinder oft den Beginn des Schuljahres versäumen und dann die Schule verlassen (vgl. IPEC Country Profile: El Salvador, 2004, S.6).
3.6 Bildung in El Salvador
3.6.1 Alphabetisierung
„Analphabetismus ist eine Ursache für Armut - nur wer lesen und schreiben kann, hat die Möglichkeit, der Armutsfalle zu entkommen“ (El Salvador Solidaritätskomitee, 2005 - Bildung für alle), so das Solidaritätskomitee El Salvador.
Vor allem auf dem Land ist in El Salvador die Analphabetenrate noch immer sehr hoch. In den letzten Jahren hat sich hier jedoch einiges zum Positiven verändert(vgl. ebd.). Betrug die Analphabetenrate im nationalen Durchschnitt der über 15 jährigen im Jahr 1993 noch 26,3 Prozent, so konnte diese bis 2002 auf 18,3 Prozent verringert werden. Große Unterschiede gibt es allerdings zwischen städtischen und ländli- chen Gebieten: Im Jahr 2002 konnten 30,3 Prozent der ländli-
3. Kindheit in El Salvador 28
chen Bevölkerung weder schreiben noch lesen, in der städtischen Bevölkerung jedoch nur 11,1 Prozent(vgl. CIPED, 2003, S.14).
Viele Kinder können, vor allem in der Erntezeit, nicht regelmäßig am Unterricht teilnehmen. Schulen sind in dieser Zeit oft nur zur Hälfte besucht. Ein anderes Problem ist die Erreichbarkeit: Kinder müssen oft bis zu 30 Minuten zur nächstgelegen Schule gehen und in der Regenzeit mit regelmäßigen Überschwemmungen sind viele Straßen unpassierbar. Naturgewalten ist man in solchen Regionen, vor allem im gebirgigen Norden des Landes, noch immer (fast) hilflos ausgeliefert (vgl. ebd.).
Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen(PNUD) zeigt die niedrige Teilnahme in der Schule im Schulpflichtsalter. 75 Prozent der Kinder, die vier Jahre alt sind, nehmen nicht am Vorschulunterricht teil. 50 Prozent der Kinder im Alter von fünf Jahren und 30 Prozent der sechs jährigen sind nicht eingeschrieben. Bei acht bis zwölf jährigen ist die Zahl geringer. Es sind zehn Prozent, die keine Schule besuchen. Ab diesem Alter steigt die Abwesenheit in der Schule jedoch wieder. Am deutlichsten zeigt sich diese Problematik ab dem Alter von 15 Jahren. In dieser Altersklasse sind es 30 Prozent, die keiner Schulbildung nachgehen(vgl. PNUD, 2003, S.85)
Der Artikel 28 der KRK besagt, dass jedes Kind das Recht auf Bildung hat. Es ist dabei die Aufgabe des Staates, den kostenlosen Besuch der Grundschule zur Pflicht zu machen, verschiedene Formen der weiterbildenden Schulen zu entwickeln und Kindern entsprechend ihren Fähigkeiten den Besuch von Hochschulen zu ermöglichen(vgl. KRK, Artikel 28, siehe Anhang: Anlage 1). Die oben aufgeführten Daten zeigen, dass dieses Recht noch immer nicht geachtet wird.
3. Kindheit in El Salvador 29
3.6.2 Bildung von Mädchen
Nach Angaben des statistischen Amtes der Regierung El Salva-dors (DIGESTYC) waren, im Jahre 2003 auf dem Land 28,9% der Frauen Analphabeten, aber nur 22,7% der Männer. Hieraus geht hervor, dass eine geschlechtsspezifische Ungleichheit in Bezug auf Zugang und Nutzung des Erziehungssystems besteht. Der Frauenanalphabetismus hängt nicht nur mit dem Zugang zum Bildungssystem zusammen, sondern auch mit den Bedingungen, die sie in den Schulen und Bildungseinrichtungen vorfinden. Auch die familiäre Situation entscheidet mit über die Dauer und den Abschluss von formaler Erziehung. Bereits beim Fernbleiben von der Schule in der Altersgruppe der sechs bis 18 jährigen, zeigen sich geschlechtsspezifische Unterschiede(vgl. El Salvador Solidaritätskomitee, 2005 - Mehr Bildung für die Mädchen und Frauen). Während Jungen und männliche Jugendliche die Schule nicht besuchen, weil sie aufgrund der wirtschaftlichen Situation arbeiten müssen, werden Mädchen aus wirtschaftlichen Gründen sowie aufgrund der Mithilfe bei der Hausarbeit vom Schulbesuch abgehalten(vgl. ebd.).
3.7 Straßenkinder in El Salvador
Kinder, die den Kontakt mit ihrer Familie abgebrochen haben und auf der Straße leben, stellen ein wachsendes soziales Problem in El Salvador dar. Existierte dieses Phänomen bis vor wenigen Jahren nur in der Hauptstadt San Salvador, so ist es heute auch in mehreren Provinzhauptstädten anzutreffen. Laut der „Fundación Olof Palme“ 4 leben im allein im Stadtzentrum von San Salvador ca. 500 Kinder zwischen fünf und 18
4 Einrichtung, die mit Strassenkindern in El Salvador arbeitet
3. Kindheit in El Salvador 30
Jahren auf Straßen, Plätzen, in Parks und auf Märkten (vgl. CIR, 2002).
Diese Kinder sind gesellschaftlich marginalisiert und erheblichen Risiken bezüglich ihrer körperlichen und psychischen Integrität ausgesetzt. Eine zentrale Rolle spielen hierbei der Konsum von Drogen, insbesondere Klebstoff und Crack, von denen die Mehrzahl der Kinder und Jugendlichen abhängig ist. Psychologisch sind die Kinder und Jugendlichen durch geringes Selbstbewusstsein, Aggressionen, defizitäre soziale Beziehungen und problematisches Sexualverhalten gekennzeichnet. Sie erhalten keine Schulausbildung und besitzen keine eigene Lebensperspektive jenseits von Straße und Kriminalität (vgl. ebd.).
3.8 Jugendbanden in El Salvador
Die so genannten „Maras“ 5 sind wegen ihrer Brutalität und Gewaltbereitschaft berüchtigte Jugendbanden in El Salvador. Schätzungen, nach Amnesty International, gehen von insgesamt 30.000-35.000 Mitgliedern aus(vgl. Amnesty International, 2002). Viele von den Mitgliedern, haben Erfahrungen in den Gangs der so genannten Latino-Ghettos von Los Angeles gesammelt, als sie während des Bürgerkrieges von 1980 bis 1992 mit ihren Familien in die USA flüchteten(vgl. Terre des Hommes, 2004). Der größte Teil der Mitglieder sind Kinder, im Sinne der KRK, also unter 18 Jahre alt. Zwei Drittel der „mareros“ 6 sind zwischen 16 und 21 Jahre alt, es gibt jedoch auch Neun-oder Siebenjährige unter ihnen. Mädchen und Frauen machen etwa ein Fünftel der Bandenmitglieder aus. Nach einer Studie der Technologischen Universität von El Salvador kommen fast
5 Name der Jugendbanden in El Salvador
6 Mitglieder der Jugendbanden
3. Kindheit in El Salvador 31
83 Prozent der Mitglieder aus Familien, die in extremer Armut leben(vgl. Lateinamerika Nachrichten, 2004). Armut und mangelnde Bildungschancen begünstigen die Entstehung von Gewaltbereitschaft. Hinzu kommt jedoch ein ganzes Geflecht von Gründen, wie die psychosozialen Folgen des Krieges, die Verbreitung von Waffen, die Perspektivlosigkeit und der Drogenkonsum, aber auch der Mängel im Erziehungswesen sowie die Suche nach festen Beziehungen und Orientierungen. Fast die Hälfte der befragten „mareros“ ist bereits in Erziehungsheimen oder in Gefängnissen gesessen. Ein Drittel der Jugendlichen hatte die Ermordung von Freunden und Bekannten miterlebt. Die Jugendgewalt ist in El Salvador ein Ausdruck der Hilflosigkeit(vgl. Terre des Hommes, 2004). Fast 73 Prozent, so die Studie der Technologischen Universität, sind ohne Vater aufgewachsen. Für viele stellt das soziale Netzwerk der Jugendbande eine Art Familienersatz dar(vgl. Lateinamerika Nachrichten, 2004). Jugendliche schließen sich den „Maras“ an, so das Fazit der Befragung der Universität von El Salva-dor (vgl. Terre des Hommes, 2004),
„weil es unter gewalttätigen Lebensbedingungen und trotz der großen Gefahren besser ist, einer Gruppe anzugehören, in der man angenommen und wertgeschätzt wird, als ein Nichts zu sein“(ebd.).
4. Experteninterviews 32
4. Experteninterviews
4.1 Forschungsdesign
4.1.1 Ausgangspunkt
Wie bereits erwähnt, hat El Salvador 1990 die KRK ratifiziert(vgl. Kapitel 3.1) und damit nicht nur anerkannt, dass Kinderrechte wichtig sind, sondern ist eine verbindliche, völkerrechtliche Verpflichtung eingegangen, diese im eigenen Land umzusetzen(vgl. Save the children, 2001, S.11). Im vorherigen Kapitel wurde jedoch deutlich, dass in El Salvador Kinderrechte in hohem Maße missachtet werden. Wie es tatsächlich auf nationaler Ebene um die Kinderrechte gestellt ist, also welche Auswirkungen die Ratifikation der KRK hatte, welche Rechte am meisten verletzt werden, welche Ursachen die Missachtung von Kinderrechten in El Salvador hat und anderes, was Bezug auf die Umsetzung von Kinderrechten hat, ist in der Literatur kaum erwähnt worden. Aus diesem Grund entschied ich mich dazu, mit Hilfe einer eigenen Untersuchung entsprechende Daten anhand Experteninterviews zu erheben und auszuwerten.
4.1.2 Erhebungsmethode: Qualitatives Interview
Qualitative Methoden eignen sich vor allem dann, wenn das zu untersuchende Forschungsfeld wenig erkundet ist:
In der qualitativen Forschung gibt es mehrere Möglichkeiten der Datengewinnung. Ich habe mich für das qualitativ orien- tierte Interview zur verbalen Datengewinnung entschieden.
4. Experteninterviews 33
„Die besondere Zielstellung des qualitativen Interviews besteht darin, umfassende Gedanken befragter Personen und deren Strukturen und Muster auf ein bestimmtes Thema bezogen in Zusammenhängen zu erfassen“(Steinert/Thiele, 2000, S.110).
Es gibt eine Vielzahl an Vorgehensweisen und Verfahren des qualitativ orientierten Interviews wie beispielsweise das fokussierte Interview, das halbstandardisierte Interview, das problemzentrierte Interview, das narrative Interview oder das episodische Interview (vgl. Mayring, 2002, S.94ff).
4.1.3 Problemzentriertes Interview nach Witzel
Für die vorliegende Forschung wurde von mir das problemzentrierte Interview gewählt, das ich für besonders geeignet halte, weil seine Prinzipien
„auf eine möglichst unvoreingenommene Erfassung individueller Handlungen sowie subjektiver Wahrnehmungen und Verarbeitungsweisen gesellschaftlicher Realität [zielen]“ (Witzel, 2000, S.1).
Kurzfragebogen
Um Informationen über die befragte Person und die Einrichtung, die sie repräsentiert zu erfahren, stellte ich meinen Interviews einen Kurzfragebogen voran. Dieser entlastet das Interview von denjenigen Fragen, die als Frage-Antwort-Schema aufgebaut sind (vgl. Witzel, 2000, S.3).
4. Experteninterviews 34
Dies erwies sich als sinnvoll, denn so konnte ich eine Beschreibung der jeweiligen Einrichtungen vorlegen. Anders wäre es schwierig gewesen, denn die Einrichtungen verfügen nicht über ein Prospekt, eine Konzeption oder etwas ähnlichem. So dass ich mit dem Kurzfragebogen überwiegend nach Aufgaben und Zielen der Einrichtung sowie biographischen Daten der befragten Personen fragte(siehe Anhang: Anlage 3 und 4).
Interviewleitfaden
„Im Leitfaden sind die Forschungsthemen als Gedächtnisstütze und Orientierungsrahmen zur Sicherung der Vergleichbarkeit der Interviews festgehalten“ (Witzel, 2000, S.4).
Der Interviewleitfaden sollte dem Interviewer als eine Art Hintergrundfolie zur Kontrolle darüber dienen, inwieweit alle Frageelemente behandelt werden (vgl. ebd.).
Für meine Studie entwickelte ich einen Leitfaden mit dem Ziel, die Situation der Kinderrechte in El Salvador auf nationaler Ebene genauer kennen zu lernen. Die Leitfragen formulierte ich in Form von Erzählaufforderungen (siehe Anhang: Anlage 5 und 6).
Tonbandaufzeichnungen
Jedes Gespräch wurde auf Tonband aufgezeichnet, was im Gegensatz zum Protokollieren die authentische und präzise Erfassung des Kommunikationsprozesses gewährleistet. Der Interviewer kann sich voll auf das Gespräch und auf sein Gegenüber konzentrieren(vgl. Witzel, 2000, S.5).
4. Experteninterviews 35
Die Aufzeichnung habe ich anschließend vollständig transkribiert (siehe Anhang: Anlage 7). Dabei stand der Inhalt des Gesagten im Vordergrund, so dass ich darauf verzichtet habe, paralinguistische Auffälligkeiten festzuhalten.
4.1.4 Vorbereitung und Durchführung der Expertenin-
terviews
Die Kriterien für die Auswahl der Experten für die Interviews waren folgende: Meine Interviewpartner sollten in irgendeiner Form auf nationaler Ebene tätig sein und sich für Kinderrechte einsetzen.
Nach jeweils einem Telefongespräch mit den vier von mir zuvor ausgewählten Experten erklärten diese sich für ein Interview bereit. Daraufhin suchte ich die entsprechenden Einrichtungen auf, um die Interviews zu realisieren. Ausnahmslos fanden diese in den Büros der Befragten statt. Die Dauer der Interviews lag zwischen 30 und 60 Minuten.
Auffallend bei der Durchführung der Interviews war, dass bei jedem Interview Störfaktoren vorlagen sei es, das ständige Klingeln eines Telefons, der laute Ventilator oder das ständige Auftauchen anderer Mitarbeiter mit Fragen, womit der Fortlauf des Interviews zeitweise unterbrochen war.
Ebenfalls auffällig war, dass die befragten Experten, insgesamt emotional sehr betroffen schienen und mir das Gefühl vermittelten, dass das Thema Kinderrechte in El Salvador ein hoffnungsloser Fall sei.
4. Experteninterviews 36
4.1.5 Auswertungsmodus
Methode
Für die Auswertung des vorhandenen Materials wurde die Methode der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring (1997) an-gewandt.
„Ziel der Analyse ist es, das Material so zu reduzieren, dass die wesentlichen Inhalte erhalten bleiben, durch Abstraktion einen überschaubaren Corpus zu schaffen, der immer noch Abbild des Grundmaterials ist“ (Mayring, 1997, S. 58).
Verfahren
Für die Aufbereitung von den Antworten der Kurzfragebogen, habe ich direkt vom Tonband übersetzt und eine Zusammenfassung vorgenommen. Diese habe ich für die Beschreibung der Einrichtung verwendet.
Die Auswertung der Interviews erfolgte in Anlehnung an die Methode der qualitativen Inhaltsanalyse von Mayring (1997). Die Regeln und Verfahrensschritte wurden dem Material angepasst. Folgende Verfahrensschritte wurden bei der Auswertung beachtet:
1. Bestimmung der Analyseeinheiten bzw. inhaltstragenden Textstellen,
2. Übersetzung und gleichzeitig Paraphrasierung der inhaltstragenden Textstellen, 3. Generalisierung und Reduktion der Paraphrasen zu Kernaussagen,
4. Experteninterviews 37
4. Induktive Kategorienbildung,
5. Zuordnung der Kernaussagen zu den Kategorien 6. sowie kategoriale Zusammenfassung der Kernaussagen aller Interviews zu Kategoriensystemen
Bestimmung der Analyseeinheiten bzw. der inhaltstragenden Textstellen
Durch die Auswahl von inhaltstragenden Textstellen erfolgte eine erste Reduzierung des Ausgangsmaterials.
„Um zu entscheiden, was überhaupt aus dem Material heraus interpretierbar ist, muss am Anfang eine genaue Analyse dieses Ausgangsmaterials stattfinden“ (Mayring, 1997, S. 46).
In dieser Untersuchung galt alles, was die Experten zum Thema Kinderrechte in El Salvador gesagt haben als inhaltsreich. In einem tabellarischen Auswertungsprotokoll wurden die inhaltstragenden Textstellen eingefügt und anschließend mit einem Code versehen. Die erste Ziffer des Codes steht für das Interview und die zweite für die Nummer der Textstelle. Die Ergebnisse der Untersuchung, die im folgenden Kapitel dargestellt werden, sind mit den entsprechenden Codierungen durch inhaltstragende Textstellen belegt und überprüfbar (siehe Anhang: Anlage 8).
Übersetzung und gleichzeitiges Paraphrasieren der ausgewählten Textstellen
Bei diesem Schritt wurden die Textstellen durch Streichen von ausschmückenden und wiederholenden Textbestandteilen auf eine
4. Experteninterviews 38
einheitliche Sprachebene gebracht, das Ganze ins Deutsche übersetzt und hierbei auf eine grammatikalische Kurzform reduziert. Dabei darf die Aussage inhaltlich nicht verfälscht werden. Anhand eines beispielhaften Auswertungsprotokolls im Anhang wird dieser Schritt nachvollziehbar (siehe Anhang: Anlage: 8).
Generalisierung und Reduktion der Textstellen zu Kernaussagen
In einem weiteren Schritt wurden die Paraphrasen auf eine Kernaussage reduziert (siehe Anhang: Anlage 8). Diese Aussagen sind weit möglichst fallübergreifend und ebenso zu allgemeinen Einschätzungen der Situation der Kinderrechte in El Salvador generalisiert.
Induktive Kategorienbildung
Die Kategorien dieser Untersuchung wurden induktiv gebildet.
„Eine induktive Kategoriendefinition […] leitet die Ka-tegorien direkt aus dem Material in einem Verallgemeinerungsprozess ab, ohne sich auf vorab formulierte Theoriekonzepte zu beziehen“ (Mayring, 1997, S. 75).
Zuordnung der Kernaussagen zu den Kategorien
Nach der Festlegung der Kategorien wurden die Kernaussagen nacheinander durchgearbeitet und bestimmte Kategorien teilweise nochmals verändert oder gestrichen. Andere Kategorien entstanden neu. Die Ergebnisse jeder Kategorie werden in den
4. Experteninterviews 39
folgenden Kapiteln dargestellt und abschließend zusammengefasst und interpretiert.
4.1.6 Aussagekraft
Aufgrund der geringen Fallzahl und der speziellen Auswahlkriterien der Interviewpartner können die Aussagen keine Allgemeingültigkeit beanspruchen. Demnach ist die Studie nicht repräsentativ. Es wird jedoch der Versuch unternommen, strukturelle Aussagen aus dem qualitativen Material herauszuarbeiten, die dann durchaus einen Allgemeinheitsgrad repräsentieren können.
4.2 Vorstellung der Interviewpartner und der
Einrichtungen
Zielgruppe: Experten zum Thema Kinderrechte in El Salvador
Interviewpartner und Einrichtung 1: Procuraduría para la defensa de derechos humanos de la Niñez 7 (PDDHN)
Mein Interviewpartner Luis Salazar ist Jurist, 45 Jahre alt und arbeitet hauptamtlich seit März 2001 in seiner jetzigen Position.
Die so genannte Procuraduria para la defensa de los derechos humanos 8 (PDDH) ist eine staatliche, jedoch regierungsunabhängige Instanz. Die Stelle hat den Auftrag, die Rechte der Bürger gegenüber staatlichen und privaten Institutionen zu
7 Ombudstelle für die Verteidigung von Kinderrechten
8 Ombudstelle für die Verteidigung von Menschenrechten
4. Experteninterviews 40
schützen und für die Einhaltung der Menschenrechte einzustehen. Die PDDH wird nicht nur bei Anzeigen aus der Bevölkerung aktiv, sondern kann auch auf eigene Initiative bei Machtmissbrauch von öffentlichen Funktionsträgern in Verwaltung, Justiz, Polizei oder Militär intervenieren.
Hier mit eingeschlossen ist die PDDHN. Diese hat die Funktion der Überwachung von staatlichen Einrichtungen die Kinder und die Umsetzung ihrer Rechte betreffen, wie z.B. das so genannte Instituto Salvadoreño para el Desarrollo Integral de la Niñez y la Adolescencia 9 (ISNA), die Polizei, das Bil-
dungs- sowie Gesundheitsministerium. Zudem ist eine der wichtigsten Aufgaben der PDDHN die Forschung, mit dem Ziel die Situation der Kinderrechte in El Salvador genau zu erfassen.
Interviewpartner und Einrichtung 2: La Red para la Infancia y Adolescencia 10 (RIA)
Meine Interviewpartnerin Georgina Vialta, Psychologin und Geschäftsführerin des Netzwerkes, ist 43 Jahre alt und arbeitet seit 1994 in ihrer jetzigen Position.
Das so genannte Red para la Infancia y Adolescencia ist ein Zusammenschluss von 64 Organisationen, die in der Kinder- und Jugendarbeit aktiv sind. Diese Organisationen zeichnen sich dadurch aus, dass sie ausschließlich sozial benachteiligte Randgruppen der Bevölkerung betreuen.
Das Netzwerk bezweckt mit seiner Arbeit zum Thema Kinderrechte eine Veränderung auf gesellschaftspolitischer Ebene zu erreichen. Die Hauptaufgabe der RIA ist die Forschung. Sie
9 Nationale Institut für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen
10 Das Netzwerk für Kinder und Jugendliche
4. Experteninterviews 41
sammelt Daten zur Situation und zum Status der Kinder in El Salvador. Dies soll dazu beitragen, dass das Thema Kinderrechte thematisiert und in der Öffentlichkeit diskutiert wird. Durch diese Diskussion können auch Vorschläge zur Veränderung der aktuellen Situation entwickelt werden.
Um zu erreichen, dass Kinderrechte geltend gemacht werden, führt die RIA spezielle Ausbildungskurse für ihre Mitglieder durch. Diese Ausbildungskurse behandeln Themen wie Kinderrechte, Struktur der KRK sowie die Situation der Kinderrechte auf nationaler Ebene. Gemeinsam werden hier Methoden entwickelt um die Prinzipien der KRK praktisch umzusetzen.
Des Weiteren beobachtet und kontrolliert die RIA die Regierung bei der Umsetzung der Konvention. Sie stellt Informationen für die Regierung bereit und erarbeitet und verbreitet Reformvorschläge im Sinne der UN-Konvention.
Letztlich ist die RIA auch zuständig für die Anfertigung des Schattenberichts(vgl. Kapitel 2.3) für den Kinderrechtsausschuss der Vereinten Nationen.
Interviewpartner und Einrichtung 3: Instituto de Derechos Humanos de la Universidad Centroamericana 11 (IDHUCA)
Mein Interviewpartner Julio Sosa ist Jurist, 38 Jahre alt und arbeitet hauptamtlich seit Oktober 1997 in seiner jetzigen Position.
Im Institut werden Menschen, die unter Menschenrechtsverletzungen gelitten haben und deren Fälle von staatlichen Insti-
11 Das Menschenrechtsinstitut der Zentralamerikanischen Universität
4. Experteninterviews 42
tutionen nicht verfolgt werden, gratis juristisch betreut. Es werden regelmäßig Dokumentationen, Seminare und Ausbildungskurse, Sendungen vor allem im universitätseigenen Radio sowie Erklärungen und festliche Aktivitäten durchgeführt. Damit wird einerseits versucht, einen Beitrag zu liefern, um den Respekt vor den Menschenrechten zu garantieren. Andererseits soll die Bevölkerung, die keinen Zugang zur Justiz hat, ermutigt werden, von ihren Rechten Gebrauch zu machen und die zuständigen Institutionen zu nutzen.
Seit Mitte des vergangenen Jahres führt das IDHUCA in verschiedenen comunidades 12 das Projekt der so genannten „Defen-sorias de la Niñez“ 13 durch. Hier werden Freiwillige dazu ausgebildet, die Kinderrechte in ihren comunidades zu vertreten. Nach abgeschlossener Ausbildung werden drei Arbeitsausschüsse gegründet. Es gibt die Kommission, deren Mitglieder dazu ausgebildet wurden Strafanzeigen aufzunehmen, d.h. sie können von Betroffenen aufgesucht werden, welche dann dort ihre Anzeigen aufgeben können. Die Mitglieder des zweiten Ausschusses sind dazu ausgebildet worden, um Öffentlichkeits- bzw. Aufklärungsarbeit zu leisten. Diese Kommission hat somit die Aufgabe übernommen Vorträge in Schulen und anderen Einrichtungen über das Thema Kinderrechte zu halten. Der dritte Ausschuss ist für die gesamte Organisation verant-wortlich. Die Mitglieder der Ausschüsse sind aufgefordert konkret auf die verschiedenen Arten der Missachtung von Kinderrechten zu schauen und diese direkt zur Anzeige zu bringen.
12 Kommunen, Gemeinden, in denen in der Regel arme Familien leben, im Gegensatz zu den colonias, in denen in der Regel reiche Familien leben.
13 Verteidiger der Kindheit
4. Experteninterviews 43
Interviewpartner und Einrichtung 4: United Nations International Children's Emergency Fund 14 (UNICEF) in El Salvador
Meine Interviewpartnerin Karla de Varela, Soziologin ist 44 Jahre alt und arbeitet seit 12 Jahren hauptamtlich in ihrer jetzigen Position.
UNICEF versteht sich als Anwalt für die Verwirklichung der Kinderrechte. In erster Linie stärkt diese Institution bestehende Selbsthilfe-Initiativen in El Salvador. Sie führt keine eigenen Projekte und Programme durch. UNICEF ist entwicklungspolitisch tätig. Deren Aufgaben beinhalten die Umsetzung der Grundrechte von Kindern auf Überleben, Schutz und Entwicklung, etwa durch den Aufbau sozialer Grunddienste oder der Reform der Kinder- und Jugendpolitik. Die KRK ist Grundlage aller Beratungen. UNICEF hilft der Regierung in El Sal-vador bei der Anpassung der nationalen Gesetzgebung an die Konvention. Mit speziellen Programmen der Öffentlichkeitsarbeit zielt UNICEF zudem darauf ab, das Bewusstsein für die Rechte der Kinder zu schärfen. Weiter unterstützt sie den Kinderrechtsausschuss. Aufgrund der Einnahmen aus privaten Spenden, dem Erlös der UNICEF-Grußkarten und freiwilligen Regierungsbeiträgen verfügt UNICEF über einen eigenen Etat, um verschiedene Projekte finanziell unterstützen zu können.
14 Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen
4. Experteninterviews 44
4.3 Auswertung der Interviews - Umsetzung von
Kinderrechten in El Salvador auf nationaler
Ebene
4.3.1 Auswirkungen der Ratifikation der KRK in El
Salvador
Der UN-Kinderrechtsausschuss nimmt in der letzten Analyse des, vom salvadorianischen Staat, vorgelegten Berichts wahr, dass es einige Fortschritte gegeben hat. Seit der Ratifikation der KRK wurden unter anderen verschiedenen Gesetzes-grundlagen geschaffen, wie das Familiengesetzbuch, das Gesetz für Menschen mit Behinderung, das Gesetzbuch für minderjährige Rechtsbrecher sowie das Gesetz gegen die Gewalt innerhalb der Familie. Ein Fortschritt zeigt auch die Ratifikation der Konvention von der so genannten Organización Internacional del Trabajo 15 (OIT) gegen die schlimmsten Formen der Kinderarbeit sowie die Ratifikation der Zusatzprotokolle der Vereinten Nationen über die Verwicklung von Kindern im Krieg und das Zusatzprotokoll gegen den Kinderhandel(vgl. Comité sobre los derechos del niño, 2004, S.1f.).
Aus den Interviews mit den oben genannten Experten ergab sich außerdem folgendes:
Einer der Befragten stellt fest, dass die KRK ein Instrument sei, um die Probleme, die ein Kind durchlebt, sichtbar zu machen (2/6). El Salvador stehe durch die Ratifikation dieser Konvention unter dem Druck des Kinderrechtsausschusses der Vereinten Nationen, was auch notwendig sei, um eine Verbesserung der Situation zu erlangen (2/7).
15 Internationale Arbeitsorganisation
4. Experteninterviews 45
Zunächst, so einer der Befragten, habe die Kriegssituation zum Zeitpunkt der Ratifikation nicht zugelassen, dass die Konvention umgesetzt wird (3/10). Nach Beendigung des Krieges habe es jedoch Fortschritte bei der Schaffung von Gesetzen und Verwaltungsinstanzen wie der PDDHN und des ISNA gegeben (2/5). Jedoch haben ISNA sowie die PDDHN nicht die benötigte personelle Kapazität (1/7). Der Staat müsse hierfür mehr finanzielle Mittel zur Verfügung stellen (3/13). Eine der Befragten hält fest, dass es nicht ausreiche, neue Gesetzestexte zu entwerfen und Verwaltungsinstanzen zu schaffen, wenn viele der Gesetze nur auf dem Papier bestehen (4/7).
4.3.2 Die Verantwortung des salvadorianischen Staats
bei der Umsetzung von Kinderrechten
Aus den Aussagen der befragten Experten, ob der salvadorianische Staat der Verantwortung bei der Umsetzung der Kinderrechte nachkommt, ergab sich folgendes:
Die Umsetzung der KRK sei, so einer der befragten Experten, noch immer eine Herausforderung für El Salvador (2/25). Der Kinderrechtsausschuss mache der Regierung Druck, mehr finanzielle Mittel für soziale Programme zur Verfügung zu stellen. Denn die finanzielle Unterstützung für die Verwaltungsinstanzen PDDHN sowie für das ISNA, sei zwingend notwendig (2/25). Der Staat komme seiner Verantwortung nicht nach. Vor allem
4. Experteninterviews 46
die Verteilung des Bruttoinlandsprodukts zeige deutlich, dass die Priorität nicht bei den Kindern liege (1/9).
Es gibt jedoch auch Dinge, die der Staat durchgesetzt habe, wie die erfolgreiche Immunitätskampagne auf nationaler Ebene (1/31). Kinder würden in El Salvador also zumindest nicht mehr an den Folgen von traditionellen Krankheiten wie Windpocken, Masern etc. sterben, aber weiterhin vor Hunger (1/32).
Einer der befragten Experten stellt zudem fest, dass die Regierung nur handle, wenn sie von internationalen Organisationen oder von der Gesellschaft unter Druck gesetzt wird (3/32). Die aktuelle Regierung habe den Willen in dieser Legislaturperiode das Bestmögliche zu unternehmen, um die Konvention umzusetzen, so eine der befragten Experten. Hierzu möchte sie den Vorschlägen des Kinderrechtsausschusses der Vereinten Nationen nachgehen (4/17). Ein anderer der befragten Experten stellt dies jedoch in Frage und äußert, dass bisher keine Investition in Sichtweite sei und die aktuelle Regierung zur Zeit so weiter mache wie ihre Vorgänger bisher (1/27).
4.3.3 Die meistverletzten Kinderrechte in El Salva-
dor
Aus den Aussagen der Experten ergab sich zu dieser Kategorie folgendes:
Eine der Interviewten sagt, dass die meistverletzten Rechte in El Salvador, das Recht auf Bildung, das Recht auf Ernährung sowie das Recht auf gewaltfreie Erziehung (2/9) seien. Zwei andere Interviewte fügten im Hinblick auf die meist ver- letzten Kinderrechte den Schutz vor sexueller und wirtschaft-
4. Experteninterviews 47
licher Ausbeutung sowie das Recht auf Gesundheitsvorsorge hinzu (4/11; 3/16; 3/17). Zudem wurden die Rechte auf Gesundheit, auf Bildung (1/14; 3/18; 3/19) sowie das Recht auf Schutz vor Misshandlung und Vernachlässigung (1/15) genannt. Es seien jedoch alle Kinderrechte miteinander verknüpft (2/12), so eine Expertin, weshalb auch keines mehr oder weniger hervorgehoben werden könne. Allgemein könne gesagt werden, so einer der Interviewten, dass die meistverletzten Kinderrechte diejenigen seien, die nicht bei den zuständigen Instanzen angezeigt werden (1/13).
4.3.4 Ursachen für die Missachtung von Kinderrechten
in El Salvador auf nationaler Ebene
Es gibt eine Vielzahl von Gründen für die Missachtung von Kinderrechten in El Salvador. Im Folgenden möchte ich aufführen, was sich aus den Interviews zu diesem Thema ergab:
Einer der interviewten Experten nannte als Ursache die Arbeitslosigkeit der Eltern und die damit verbundenen Folgen der Armut (2/10). Die Kinder würden unter den Mängeln leiden, die im politischen und sozialen System El Salvadors vorherrschen (1/25).Die zuständigen Instanzen zur Umsetzung der Konvention würden nicht flächendeckend arbeiten können, sagte einer der interviewten Experten, weil ihnen die Kapazitäten fehlen würden (2/16). Die Kinder seien keine Priorität bei der Verteilung des Haushaltsbudgets von Seiten des Staates (3/29). Zudem habe sich der Staat verpflichtet, die Kinderrechte bekannt zu machen. Die Kinder, die Eltern und die Gesellschaft sollten ihre Rechte kennen, allerdings kenne man sie noch zu wenig(4/15). Dies führe zu der Einstellung, das Kind als Besitz anzusehen (2/15) und nicht als Person mit Rechten (1/24).
4. Experteninterviews 48
4.3.5 Ursachen für die Missachtung von Kinderrechten
in El Salvador auf familiärer Ebene
Zu dieser Kategorie ergab sich aus den Interviews folgendes:
Auch wenn Armut keine Rechtfertigung sei, könne man doch sagen, dass Armut Ursache für Misshandlungen und Vernachlässigungen innerhalb des Familiensystems sei(1/3). Die Familie bekomme in dieser Lage sehr wenig Unterstützung von Staat und Gesellschaft(1/4). Außerdem wurde von einem der Befragten gesagt, dass das patriarchalische System Grund für die Missachtung der Kinderrechte in der Familie sei(3/6). In der Regel seien es die Männer, die die Rechte der Kinder und Frauen in der Familie missachten. Einer der Befragten meinte, dass Frauen große Angst haben, von ihren Männern verlassen zu werden, da sie finanzielle Mittel und schutzlos zurückzubleiben würden. Deshalb ließen sie es zu, dass ihre und die Rechte ihrer Kinder verletzt werden(3/8). Grund für die Missachtung sei sicher auch, so eine weitere Aussage, die Unkenntnis bezüglich der Kinderrechte(4/1). Wenn Eltern ihre Kinder schlagen, täten sie dies, auf Grund mangelnder Alternativen und weil sie es selber nicht anders kennen gelernt haben, sich somit keiner Schuld bewusst seien(4/2).
4.3.6 Ursachen für die Missachtung der Kinderrechte
von Mädchen in El Salvador
Zu dieser Kategorie ergaben sich aus den Interviews folgende Aussagen der Befragten:
Die Missachtung der Kinderrechte von Mädchen hänge eng mit der Macho-Kultur zusammen (2/13). Dies sei vor allem in den ländlichen Gemeinden, in den Armenvierteln der Stadt der
4. Experteninterviews 49
Fall. Der Junge solle mit seiner Schulbildung eine bessere Arbeit finden, um so die Familie zu unterstützen (1/22). Die Mädchen blieben zu Hause, um ihren Müttern im Haushalt zu helfen (4/14) und um auf ihre jüngeren Geschwister aufzupassen (2/14). Insgesamt würden Frauen in El Salvador als weniger kompetent eingeschätzt (3/27).
4.3.7 Die Armut und ihre Konsequenzen in Bezug auf
die Umsetzung von Kinderrechten in El Salvador
Der Kampf gegen die Armut ist ein Kampf für die Rechte von Kindern, so UNICEF in seinem Bericht zur Situation der Kinder in der Welt (2004). Dazu gehört das Recht auf Überleben und Gesundheit, aber auch das Recht auf Chancengleichheit und Beteiligung sowie Schutz vor Ausbeutung und Diskriminierung.
Die Vereinten Nationen beschreiben Armut als
„menschliche Lebensumstände, charakterisiert durch dauernde oder chronischen Mangel an Ressourcen, Fähigkeiten, Wahlmöglichkeiten, Sicherheit und Kraft, die für einen angemessenen Lebensstandard und die Wahrnehmung anderer bürgerlicher, kultureller, wirtschaftlicher, politischer und sozialer Rechte notwendig sind“(UNICEF, 2004, S.28).
Armut ist demzufolge mehr als nur materieller Mangel. Für Kinder bedeutet Armut, eine Störung ihrer geistigen, körperlichen und seelischen Entwicklung. Deswegen ist es besonders wichtig, dass die Definition von Kinderarmut über traditionelle Kriterien, wie niedriges Haushaltseinkommen oder gerin- gen Konsum, hinausgeht(vgl. ebd., S.28).
4. Experteninterviews 50
Die Fachleute konnten zu diesem Thema folgendes sagen:
Armut stehe im direkten Zusammenhang mit der Erfüllung der KRK(4/6), so eine der Fachfrauen, Kinder würden das Recht auf einen angemessenen Lebensstandard haben, welches wegen ärmlichen Verhältnissen nicht geachtet werden könne(4/3). Folgen der Armut seien Jugendbanden, der Zerfall der Institution Familie, Gewalt innerhalb und außerhalb des Familiensystems, Kinder, die auf der Straße leben sowie Kinder die ar-beiten(2/2). Jedoch, so eine der Fachfrauen, sei Armut nur ein Faktor, welcher der Umsetzung der KRK im Wege stehe(2/1). Eine größere Gefahr für die Umsetzung der KRK seien die Marginalisierungstendenzen und die gleichzeitig auftretende Reduzierung sozialer Sicherungssysteme sowie der Zerfall der Institution Familie(2/3).
4.3.8 Naturkatastrophen und ihre Konsequenzen in Be-
zug auf die Umsetzung von Kinderrechten in El Salva-dor
Der Hurrikan „Mitch“ hinterließ im Oktober 1998 in El Salva-dor verheerende Verwüstungen. El Salvador meldete damals 225 Todesopfer. Am 14. Januar 2001 richtete ein Erdbeben mit zahlreichen Nachbeben in El Salvador erneut schwere Verwüstungen an und forderte fast 1.000 Tote sowie zigtausend Verletzte und Obdachlose. Am 13. Februar 2001 wurde El Salvador erneut von einem heftigen Erdbeben erschüttert. Knapp 300 Menschen kamen ums Leben, fast 3.000 wurden verletzt (vgl. Areion Weltalmanach, 2005).
Besonders stark betroffen waren und sind — wie bei allen Naturkatastrophen — diejenigen, die aufgrund der politischen, sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse in existenzieller
4. Experteninterviews 51
Not leben. Deren oft nur provisorische und/oder aus Lehm gebaute Häuser waren nicht erdbebensicher. In vielen Dörfern und Kleinstädten wurden bis zu 90 Prozent der Häuser gravierend beschädigt (vgl. SoZ-sozialistische Zeitung Nr. 05 vom 01.03.2001).
Aus den Aussagen der Interviewten ergab sich, dass El Salva-dor keine Maßnahmen getroffen habe, um Naturkatastrophen vor-zubeugen(4/13). El Salvador sei somit ständig der Gefahr ausgesetzt, erneut unter einer Naturkatastrophe zu Schaden zu kommen(1/21). Dass Naturkatastrophen vor allem arme Familien treffen, findet auch einer der interviewten Experten. Er sagt, dass Naturkatastrophen die Spanne zwischen arm und reich entblöße (3/26). Viele arme Familien haben ihren Wohn-raum(3/22) und ihre Arbeit verloren(3/24), sie mussten umsiedeln und alles zurücklassen(3/23). Obwohl die Häuser zerstört seien, müssen sie viele weiter abbezahlen(3/25). Kinder seien sehr verletzlich und somit diejenigen, die am meisten unter Naturkatastrophen zu leiden haben(1/19). Die posttraumatischen Folgen der Kinder seien im Verborgenen geblieben(1/20).
4.3.9 Bildungsarbeit zum Thema Kinderrechte auf ge-
sellschaftlicher Ebene in El Salvador
Bildungsarbeit zum Thema Kinderrechte, findet in der Regel in Form von Schulungen statt. Hier erfahren Eltern und andere Erwachsene grundlegende Dinge in Erziehungsfragen, Ernährung und Gesundheitsprävention. Es wird über die Rechte der Kinder aufgeklärt und darüber, welchen Einfluss Eltern und andere Erwachsene ausüben müssen, um eine positive Entwicklung ihrer Kinder anzuleiten. Dies ist ein Ansatz um auf gesellschaftlicher Ebene, die Umsetzung von Kinderrechten zu unterstüt- zen(vgl. Asociación Nuevo Amanecer, 2004, 2).
4. Experteninterviews 52
Zu dieser Kategorie ergab sich folgendes aus der Befragung:
Das Hauptproblem im Einsatz für die Kinderrechte, sei die fehlende Rechtspflege(3/20). Bei der Bildungsarbeit zum Thema Kinderrechte würden Kinder und Erwachsene ausgebildet ihre Rechte zu pflegen(3/21). Wichtig und nicht zu vergessen bei der Bildungsarbeit sei, dass die Verantwortung für die Umsetzung der Konvention auf Staat, Gesellschaft und Familie verteilt ist(1/16). Die Verantwortung solle nicht komplett auf die Familie abgeschoben werden(1/17). Einer der Fachmänner sagte, dass Bildungsarbeit nur dann sinnvoll sei, wenn gleichzeitig ein Netzwerk von infrastrukturellen Hilfen angeboten werde(1/18).
4.4 Zusammenfassung der Auswertung
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Ratifikation der KRK Fortschritte mit sich gebracht hat, wie z.B. die Schaffung von verschiedenen Verwaltungsinstanzen und Gesetzen. Der Druck, den der Kinderrechtssausschuss auf El Salvador ausübt, führt zu einer Verbesserung der Lage für die Kinder in diesem Land, auch wenn das noch nicht ausreichend ist. Es wird deutlich, dass die Institutionen, die für die Umsetzung der Kinderrechte mitverantwortlich sind, nicht genügend finanzielle Unterstützung bekommen (vgl. Comité sobre los derechos del niño, 2004, S.4), was zu einer Überlastung der personellen Kapazitäten führt. Der salvadorianische Staat ist seiner Ver-antwortung bisher nicht nachgekommen. Die Regierung muss für den sozialen und öffentlichen Bereich mehr Gelder zur Verfügung stellen. Laut dem Bericht von PNUD (2003) ist El Salva-dor mit einem Prozentsatz von 8,1 Prozent des Bruttoinland- produkts für soziale und öffentliche Ausgaben weit unter dem
4. Experteninterviews 53
Durchschnittswert von 13,8 Prozent in Lateinamerika und der Karibik (vgl. PNUD 2003, S.65).
Es gibt kaum ein Recht das die Experten, zum Thema meistverletzte Kinderrechte in El Salvador, nicht genannt haben. Es kann demnach nicht gesagt werden, welches der Kinderrechte am meisten verletzt wird. Wie eine Expertin sagte, sind im Grunde alle miteinander verknüpft und es gibt kein Recht, das in El Salvador nicht verletzt wird.
Ursachen für die Missachtung von Kinderrechten in El Salvador sind vor allem die politischen und gesellschaftlichen Missstände. Die zuständigen Instanzen kümmern sich nicht ausreichend. Viele Familien sehen ihre Kinder nicht als Personen mit Rechten an, was sicher auch mit der Unkenntnis der Rechte zusammenhängt. Die Armut und das patriarchalische System, welches in El Salvador vorherrscht, sind ebenfalls Gründe für die Missachtung von Kinderrechten in der Familie. Dass vor allem die Rechte von Mädchen in El Salvador missachtet werden, wird durch ein strukturelles Problem der salvadorianischen Gesellschaft und das patriarchalische System, her-vorgerufen. Die Frauen werden in den Haushalt verbannt und gleichzeitig als Eigentum der Männer innerhalb ihres Hauses betrachtet. Dazu kommt das geringe Selbstbewusstsein der Frauen, ihre eigenen Rechte einzufordern. Diese Tatsachen spiegeln sich in der Erziehung von Mädchen wider.
Armut steht in direktem Zusammenhang mit der Achtung von Kinderrechten. Wenn auch viele andere Faktoren der Umsetzung der KRK im Wege stehen, so muss bei ihrer Umsetzung stets die Armut der Kinder bedacht werden. Marginalisierungstendenzen und die gleichzeitig auftretende Reduzierung sozialer Sicherungssysteme sowie der Zerfall der Institution Familie, spielen eine ebenso große Rolle. Als Folge von Naturkatastrophen wer-
4. Experteninterviews 54
den in El Salvador sehr viele Kinder, hauptsächlich armer Familien geschädigt. El Salvador ist ein Land, das ständig der Gefahr ausgesetzt ist, von Naturkatastrophen heimgesucht zu werden. Tatsache ist, dass El Salvador, keine Maßnahmen ergreift um größere Schäden zu vermeiden.
Bildungsarbeit ist ein wichtiger Ansatz, um eine Veränderung im Familien- und Gesellschaftssystem hervorzurufen, doch dieser Ansatz darf nicht alleine stehen. Bildungsarbeit ist nur dann sinnvoll, wenn ein Netzwerk von infrastrukturellen Hilfen angeboten wird. Die Verantwortung darf nicht komplett auf die Familie abgeschoben werden. Es darf hierbei nicht vergessen werden, dass die Verantwortung für die Umsetzung der Kon- vention auch auf Staat und Gesellschaft verteilt liegt.
5. Die Soziale Arbeit im Einsatz für die Kinderrechte in El Salvador 55 am Beispiel der NRO ANAES
5. Die Soziale Arbeit im Einsatz für die
Kinderrechte in El Salvador am Beispiel
der NRO ANAES
5.1 Beschreibung der NRO
Die salvadorianische NRO ANAES ist eine Organisation, die den Ansatz verfolgt, dass der Einsatz für die Umsetzung der Kinderrechte, neben der direkten Arbeit mit den Kindern, auf den verschiedenen Ebenen Staat, Gesellschaft und Familie erfolgen muss.
Die salvadorianische NRO unterstützt fünf Centros de Desarrollo Infantil 16 (CDIs): eine in der Hauptstadt San Salvador, eine auf dem Land in Perquin sowie drei weitere auf dem Land am Bajo Lempa in Usulutan. Insgesamt werden hier 450 Kinder von 235 Familien im Alter von sechs Monaten bis zu zehn Jahren sowie deren Familien betreut und gefördert. Die Eltern dieser Kinder verfügen über sehr geringe finanzielle Mittel. Sie hatten selbst kaum eine Möglichkeit der eigenen Bildung nachzugehen. In El Salvador sind alle Kindertageseinrichtungen in privater Hand und nur die Kinder, deren Eltern über entsprechend gute Einkünfte verfügen, können dieses Angebot wahrnehmen. ANAES versucht gerade die Kinder aus sozial schwachen Familien, in ihre Einrichtungen einzubinden(vgl. Asociación Nuevo Amanecer, 2004, 2).
In den CDIs bekommen Kinder im Alter von zwei bis sieben Jahren, die Möglichkeit motorisch, emotional und sozial gefördert zu werden (vgl. Asociación Nuevo Amanecer, 2002, S. 7). Für Kinder, in jeder Alterskategorie, die sich keine Schul-
16 Kindertagesstätten
5. Die Soziale Arbeit im Einsatz für die Kinderrechte in El Salvador 56 am Beispiel der NRO ANAES
bildung leisten können, werden von ANAES jährlich einige Stipendien, mit Hilfe von internationalen Organisationen, finanziert. Im Jahre 2002, wurden 72 Stipendien vergeben(vgl. Asociación Nuevo Amanecer, 2002, S. 11). Kinder, die zwischen sieben und zehn Jahre alt sind, bekommen Unterstützung bei den Schulaufgaben(vgl. ebd., S.10).
In den CDIs sorgt ANAES täglich für eine ausgewogene Ernährung der Kinder, was viele Familien sich selbst nicht leisten könnten(vgl. ebd., S. 10). Alle vier Monate finden in den CDIs von ANAES medizinische Untersuchungen statt: hier wird neben der Kontrolle auch die medizinische Versorgung im Krankheitsfall der Kinder angeboten. Für diesen Fall verfügt ANAES über eine eigene Klinik, in der Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene behandelt werden(vgl. ebd., S.12).
Zudem führt ANAES regelmäßig Bildungsarbeit zum Thema Kinderrechte durch. In den CDIs von ANAES findet diese Bildungsarbeit in Form von Elternschulungen statt. Hier erfahren die Eltern grundlegende Dinge in Erziehungsfragen, Ernährung und Gesundheitsprävention. Sie werden über die Rechte ihrer Kinder aufgeklärt und darüber, welche Rolle sie als Eltern spielen müssen, um ihren Kindern bestmögliche Entwicklungschancen zu bieten. Bildungsarbeit finden in Form von Schulungen auch in den comunidades 17 statt. Hier werden Erwachsene, Kinder und Jugendliche über die Verantwortung aufgeklärt, die sie als Gesellschaft tragen, um die Umsetzung von Kinderrechten zu gewährleisten(vgl. Asociación Nuevo Amanecer, 2004,2).
Die „Erzieherinnen“ sind Autodidakten, die oft nur eine unzureichende Schulbildung erfahren haben, sich aber über Fortbildungen, die von ANAES unterstützt und finanziert werden,
17 Kommunen, Gemeinden, in denen in der Regel arme Familien leben, im Ge- gensatz zu den colonias, in denen in der Regel reiche Familien leben.
5. Die Soziale Arbeit im Einsatz für die Kinderrechte in El Salvador 57 am Beispiel der NRO ANAES
ihr Wissen angeeignet haben. Wichtig ist hier, dass es von Seiten des Personals eine Kontinuität gibt, die bis auf wenige Ausnahmen auch gewährleistet ist(vgl. Asociación Nuevo Amanecer, 2002, S. 8).
Jedes Kind hat das Recht auf einen angemessen Lebensstandard. Dies können die Eltern nicht sicherstellen, wenn ihnen die finanziellen Mittel dazu fehlen. Dieses Defizit war der Ausgangspunkt für die Planung und Durchführung von verschiedenen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, wie z.B. die Ausbildung von Maurern, die ihre Dienstleistung anbieten, die Bildung von Gesundheitsausschüssen zum Thema Ernährung, landwirtschaftliche Projekte etc. (vgl. Asociación Nuevo Amanecer, 2002, S.14f).
Viele Familien in El Salvador leben noch immer in provisorischen Hütten, die seit Jahren baufällig, regendurchlässig und voller Unfallgefahren und Ungeziefer sind. Insbesondere die Gesundheit und Sicherheit der Kinder ist in ihnen nicht gewährleistet. Deshalb erhalten diese Familien durch ein weiteres Projekt von ANAES, Unterstützung für den Bau kleiner Wohnhäuser. Diese Häuser sollen vor allem stabil und hygienisch sein(vgl. Asociación Nuevo Amanecer, 2002, S.16).
Die NRO versucht ganzheitlich eine Verbesserung der Lebenssituation von Kindern aus armen Familien zu erreichen und setzt sich so auf den verschiedenen Ebenen für die Achtung deren Rechte ein. So ist ANAES darüber hinaus Mitglied der RIA 18 und setzt sich damit auch auf Staatsebene für die Rechte der Kinder ein.
18 Red para la Infancia y Adolescencia (Netzwerk für Kinder und Jugendli- che)(vgl. Kapitel 4.2)
5. Die Soziale Arbeit im Einsatz für die Kinderrechte in El Salvador 58 am Beispiel der NRO ANAES
Um den Rahmen der vorliegenden Arbeit nicht zu sprengen wird im Folgenden konkret auf das Gesundheitsprojekt in den comunidades und in den CDIs sowie auf das Projekt der Elternschulungen in den CDIs eingegangen.
5.2 Zielgruppe
Die Kinder und deren Familien, welche als Zielgruppe von ANAES betreut werden, verfügen, wie oben bereits erwähnt(vgl. Kapitel 5.1), über ein sehr geringes Einkommen. Im Folgenden werde ich kurz aufzeigen, wovon die 235 Familien monatlich leben(vgl. Asociación Nuevo Amanecer, 2004, 1):
• 29 % sind Fabrikarbeiter mit einem Gehalt in Höhe von
ca. $ 158 monatlich,
• 20 % sind Haushaltshilfen mit einem Gehalt in Höhe von
ca. $80 monatlich,
• 13 % sind Straßenverkäufer ohne festes Gehalt • 22 % keine Anstellung oder zumindest keine feste Anstellung. Bei einigen wenigen Fällen helfen die remesas 19 von den Familienangehörigen aus den USA, andere haben Gelegenheitsarbeiten in verschiedenen Bereichen, • 12 % haben andere Anstellungen mit einem Gehalt das hö-
her ist als $158 monatlich,
• und 4 % haben andere Anstellungen mit einem Gehalt das
niedriger ist als $158 monatlich.
19 Geldsendungen aus dem Ausland, in der Regel aus den USA
5. Die Soziale Arbeit im Einsatz für die Kinderrechte in El Salvador 59 am Beispiel der NRO ANAES
5.3 Gesundheitsprojekte
5.3.1 Klinik
Die Gesundheit ist ein Menschenrecht und sowohl für Kinder, als auch für Erwachsene ist es wichtig auf diese zu achten, um ihr Überleben zu sichern. ANAES versucht in ihrer Klinik möglichst viele Bereiche abzudecken, um der Achtung dieses Rechts nachzukommen. So werden allgemeine Untersuchungen, klinische Laboruntersuchungen, zahnärztliche Versorgung, psychologische Behandlung und präventive Maßnahmen für psychische Gesundheit bei den Kindern der Einrichtung und in den comunidades angeboten. Eine Apotheke, mit 98 Prozent Naturmedizin und Homöopathie ist ebenfalls ein Bereich dieser Klinik. All diese Dienstleistungen sind legalisiert und werden von den zuständigen Gesundheitsautoritäten kontrolliert(vgl. Asociación Nuevo Amanecer, 2002, S.12).
Die Kinder der CDIs erhalten diese Maßnahmen in Form von den drei im Folgenden beschriebenen Systemen(vgl. ebd., S.12):
• Regelmäßig finden Kampagnen statt, in denen Eltern und
Kinder geschult werden. Hier werden Themen bearbeitet, wie die Stärkung von Abwehrkräften sowie Prävention von Mundkrankheiten und psychischer Krankheiten. • Bei Bedarf werden zahnärztliche Behandlungen, psycholo-
gische Einzelberatungen sowie Familienberatungen angeboten.
• Alle vier Monate finden medizinische Untersuchungen
statt. Diese beinhalten Laborproben, allgemeine Untersu- chungen und bei Bedarf die erforderliche Behandlung.
5. Die Soziale Arbeit im Einsatz für die Kinderrechte in El Salvador 60 am Beispiel der NRO ANAES
Jede Untersuchung wird zuvor eng mit den Verantwortlichen der CDIs koordiniert. Die Ergebnisse, Beobachtungen und Empfehlungen werden mit den Eltern sowie mit den Erzieherinnen ausgetauscht(vgl. Asociación Nuevo Amanecer, 2002, S. 12). Neben den Kindern der CDIs werden auch Patienten aus verschiedenen Teilen des Landes betreut(vgl. ebd., S. 13).
5.3.2 Gesundheitsprojekt in den comunidades
ANAES möchte mit ihrer Arbeit den Kindern eine ganzheitliche Betreuung bieten und bezieht deshalb auch die Gesellschaft, die comunidades, mit ein. Hier bieten die Mitarbeiter der Klinik Bildungsarbeit zum Thema Gesundheit und Gesundheits-vorsorge an. Es werden so genannte promotores 20 ausgebildet, um eine ganzheitliche Gesundheitspflege zu erreichen. Ein wichtiger Aspekt ist hier die Arbeit mit Naturmedizin. Die promotores werden geschult Heilpflanzen anzubauen, Naturmedizin selbst herzustellen, und gleichzeitig ihre Wirkungen zu kennen, um dieses Wissen weitergeben zu können(vgl. Asociación Nuevo Amanecer, 2002, S.14).
Ziel ist es, neben der Schaffung einer Einkommensquelle für die promotores, in den comunidades mit Hilfe zur Selbsthilfe eine physische und psychische Gesundheit auch für Menschen mit geringen finanziellen Mitteln zu schaffen(vgl. ebd., S.14).
Die Klinik ist nicht mit dem Gesundheitsministerium verknüpft. Bei bestimmten Kampagnen wie z.B. bei Impfungen und Ausräucherungen zur Bekämpfung von krankheitsübertragenden Insekten etc. arbeitet ANAES jedoch mit dem Ministerium zusammen. Bei Naturkatastrophen wie beispielsweise bei Über-
20 Führungskräfte
5. Die Soziale Arbeit im Einsatz für die Kinderrechte in El Salvador 61 am Beispiel der NRO ANAES
schwemmungen, Erdbeben oder bei Epidemien, hat ANAES medizinische Hilfe organisiert, um die betroffenen comunidades zu versorgen(vgl. Asociación Nuevo Amanecer, 2002, S. 13).
Die Projekte der Klinik von ANAES decken viele Bereiche ab, doch ist sie noch nicht 100 Prozent darauf vorbereitet, um in jedem Notfall eingreifen zu können. Das hängt damit zusammen, dass die nötigen finanziellen Mittel dazu nicht zur Verfügung stehen(vgl. ebd., S. 13).
5.3.3 Ernährung der Kinder in den CDIs
In den CDIs erhalten die Kinder eine ausgewogene Ernährung. Sie bekommen während des Tages zwei Zwischenmahlzeiten und dazu ein Getränk sowie ein Mittagessen. Für die Auswahl des Menüs werden professionelle Ernährungsberater hinzugezogen. ANAES ist sich bewusst, dass die Ernährung ein sehr wichtiges Element ist, damit die Kinder wachsen und sich vollständig entwickeln können (vgl. Asociación Nuevo Amanecer, 2002, S. 10). Die Eltern, deren Kinder unterernährt sind, werden beraten und den Kindern wird die notwendige Behandlung gewährt. Einmal im Monat werden diese Kinder zu einer erneuten Kontrolle in die Klinik bestellt(vgl. ebd., 2003, 1). Kinder, die eine Unterernährung aufzeigen, bekommen zu den ausgewogenen Mahlzeiten in den CDIs zusätzliche Vitamine verabreicht(vgl. ebd., 2).
5.3.4 Beratung der Eltern zum Thema Gesundheit
Die Bemühungen in den CDIs können nur Fortschritte aufzeigen, wenn die Familien in den Ferien und an den Tagen, an denen die Kinder zu Hause sind, ebenfalls auf die Gesundheit ihrer
5. Die Soziale Arbeit im Einsatz für die Kinderrechte in El Salvador 62 am Beispiel der NRO ANAES
Kinder achten. Oft zeigt sich in den Familien das Fehlen von hygienischen Gewohnheiten, wie das die Kinder barfuss laufen, obwohl sie Schuhe haben. Es zeigen sich auch unangemessene Ernährungsgewohnheiten, wie das sie ein Stück Kuchen essen und dann kein Geld mehr haben für eine richtige Mahlzeit. Dies begünstigt viele Krankheiten(vgl. Asociación Nuevo Amanecer, 2004, 3). Mit dem Ziel eine Veränderung in den alltäglichen Gewohnheiten einzuleiten, werden regelmäßig Beratungsgespräche mit den Eltern durchgeführt. Hier wird sowohl auf die hygienischen Standards zur Vorbeugung vor Infektionen als auch auf die Ernährungsgewohnheiten eingegangen. Den Eltern werden Tipps Nahe gelegt, die im Folgenden aufgelistet sind(vgl. Asociación Nuevo Amanecer, 2004,4):
•
Hände waschen vor und nach dem Essen,
•
Hände waschen nach der Toilette,
•
Hände waschen nach dem Spielen auf dem Hof,
•
Hände waschen mit Wasser und Seife,
•
dafür Sorge tragen, dass Trinken und Essen ständig abgedeckt ist, um sich und die Kinder vor Infektionen durch krankheitsübertragende Insekten zu schützen,
•
mindestens zweimal täglich Zähneputzen etc.,
•
Schuhe anziehen um Infektionen vorzubeugen
•
sowie eine ausgewogene Ernährung sofern möglich
5.4 Die Ergebnisse der ärztlichen Untersu-
chungen in den CDIs
Um die Wirkung der Arbeit von ANAES im gesundheitlichen Bereich zu analysieren, habe ich die Ergebnisse der jeweils drei Untersuchungen des Jahres 2002 und 2004 im Folgenden, in einer Tabelle zusammengestellt.
5. Die Soziale Arbeit im Einsatz für die Kinderrechte in El Salvador 63 am Beispiel der NRO ANAES
Die Ergebnisse der Untersuchungen haben folgendes ergeben:
Tabelle 1: Untersuchungen 2002
Tabelle 2: Untersuchungen 2004
Um die Tabellen besser zu verstehen, werde ich kurz ein Beispiel an Hand der 1. Untersuchung im Jahre 2004, geben:
Von 305 Kindern, die insgesamt bei der Untersuchung teilgenommen haben, zeigen 222 ein Normalgewicht und somit noch 83 Untergewicht auf. Wiederum von den 305 Kindern, konnten 230 als gesund und somit wurden noch 75 als krank eingestuft.
Diese Tabellen zeigen, dass die gesundheitliche Lage der Kinder noch immer bedenkenswert ist. In der letzten Untersuchung im Jahre 2004 sind immerhin 35% der untersuchten Kinder krank und fast 20% untergewichtig. In der 2. Untersuchung sind es sogar 57% kranke und 41% untergewichtige Kinder.
5. Die Soziale Arbeit im Einsatz für die Kinderrechte in El Salvador 64 am Beispiel der NRO ANAES
Im Vergleich 2002 zu 2004 ist zu sehen, dass die Anzahl der untergewichtigen Kinder im Jahre 2004 im Vergleich zum Jahre 2002 zugenommen hat. Es wird jedoch auch deutlich, dass die gesundheitliche Situation insgesamt besser geworden ist. Während in der letzten Untersuchung des Jahres 2002 lediglich 52% der untersuchten Kinder als gesund galten, waren es in der letzten Untersuchung im Jahre 2004 immerhin 65%. Zudem zeigen die Tabellen eine Zunahme der Teilnahme an den Untersuchungen. Im Jahre 2002 waren es im Schnitt 293 Kinder und im Jahre 2004 durchschnittlich 316. Dies zeigt, auch wenn nur leicht, dass das Bewusstsein auf die Gesundheit der Kinder zu achten, gestiegen ist.
Die schlechte gesundheitliche Lage der Kinder, insbesondere die Tatsache das so viele Kinder unterernährt sind, ist zurückzuführen auf wirtschaftliche Armut, das Fehlen von familiären hygienischen Gewohnheiten ebenso wie auf unangemessenen Ernährungsgewohnheiten. Es reiche nicht aus, so die Ärztin von ANAES, wenn die Kinder unter der Woche, tagsüber eine ausgewogene Mahlzeit erhalten und in den CDIs ständig auf die hygienischen Standards geachtet wird. Wenn sie abends und am Wochenende kaum etwas zu Essen bekommen, weil es die wirtschaftliche Armut nicht zulässt und noch dazu die Hygiene zu Hause zu wünschen übrig lässt(Vgl. Asociación Nuevo Amanecer, 2004,3).
5.5 Elternschulungen in den CDIs
Die Elternschulungen in den CDIs von ANAES werden von der Sozialarbeiterin der Einrichtung geplant und durchgeführt. Wie oben bereits erwähnt, erfahren Eltern hier grundlegende Dinge in Erziehungsfragen, Ernährung und Gesundheitsprävention(vgl. Asociación Nuevo Amanecer, 2004, 2). Der Erziehungsprozess in
5. Die Soziale Arbeit im Einsatz für die Kinderrechte in El Salvador 65 am Beispiel der NRO ANAES
den CDIs soll nicht isoliert bleiben. Eine enge Zusammenarbeit mit der Familie ist wichtig um die Entwicklung der Kinder erfolgreich zu fördern. Schließlich sind gerade Eltern die wichtigsten Ansprechpartner und Vorbilder für Kinder. Neben der Zusammenarbeit mit den Eltern in den Elternschulungen, streben die Erzieherinnen im Alltag eine gute und enge Kooperation mit den Familien an und bemühen sich diese aufrechtzuerhalten(vgl. Asociación Nuevo Amanecer, 2002, S.10).
Ziel der Elterschulungen ist:
• Die Eltern sollen neue Erziehungsmethoden kennen lernen.
Ihnen soll bewusst werden, dass sie mit physischer und psychischer Gewaltanwendung ihren Kindern dauerhaft
Schaden zufügen können. Alte kulturelle und soziale Muster mit denen sie selbst erzogen wurden, sollen hier thematisiert und überdacht werden. • Themen wie Kinder-, Frauenrechte u.a. Themen, die von
Interesse für die Familien sind, sollen angesprochen und diskutiert werden.
• Die Eltern sollen hier erkennen, dass sie die wichtigsten
Ansprechpartner für ihre Kinder sind und dass sie die Entwicklung ihrer Kinder stark beeinflussen. • Außerdem möchte ANAES die Möglichkeit bieten, Familie und
CDIs zusammenzubringen, um Themen die für Familie und CDIs wichtig sind, anzusprechen(vgl. Asociación Nuevo Amanecer, 2002, S. 10).
5. Die Soziale Arbeit im Einsatz für die Kinderrechte in El Salvador 66 am Beispiel der NRO ANAES
5.5.1 Die Wirkung der Elternschulung in den CDIs
nach Meinung der Erzieherinnen
Die Erzieherinnen der CDIs von ANAES teilten bei der Abschlussevaluation am Jahresende Folgendes zum Thema Elternschulungen mit(vgl. Asociación Nuevo Amanecer, 2004, 5):
Die Erzieherinnen der CDIs konnten in ihrem alltäglichen Umgang mit den Kindern und mit den Eltern beobachten, dass die Kinder seit der Einführung von Elternschulungen weniger Spuren von Misshandlungen aufzeigen. Die Kinder sprechen über ihre Rechte und machen diese geltend. Sie haben ein sichereres Auftreten und ihre sozialen Kompetenzen sowie ihre Konzentrationsfähigkeit haben sich verbessert. Die Kinder sind sehr ehrlich und sprechen hin und wieder über die Erziehungsmethoden der Eltern. Immer öfter kommen auch Kommentare wie „no pude ver la televisión, porque no me porte bien“ 21 oder „no pude jugar con mis amigos, porque no me porte bien“ 22 . Dies zeigt also, dass die Eltern bei ihrer Erziehung nicht mehr ausschließlich zu Schlägen greifen. Schon deshalb, haben sich die Erziehungsmethoden der Eltern verändert, bis hin zur Verbesserung. Die Kinder strahlen zunehmend Zufriedenheit aus, auch dies zeigt, dass es zu Veränderungen im Umgang zu Hause gekommen ist. Die Eltern zeigen vermehrt Interesse für ihre Kinder, schenken ihnen mehr Aufmerksamkeit und kümmern sich um ihr Wohlergehen. Dies zeigt sich beispielsweise bei Versammlungen, wenn die Kinder zunehmend von ihren Eltern wie „mi mama me contó“ 23 oder „mi papa estuvo jugando conmigo“ 24 , sprechen.
21 „ich durfte kein fernsehen, weil ich frech gewesen bin“
22 „ich durfte nicht mit meinen Freunden spielen weil ich frech gewesen bin“
23 „Mama hat erzählt“
24 „Papa hat mit mir gespielt“
5. Die Soziale Arbeit im Einsatz für die Kinderrechte in El Salvador 67 am Beispiel der NRO ANAES
5.5.2 Die Wirkung der Elternschulung in den CDIs
nach Meinung der Sozialarbeiterin
Die Sozialarbeiterin des CDIs, die ebenfalls an der Abschlussevaluation beteiligt war, findet dass sich mit Hilfe der Elternschulungen nicht das Leben der Familien verändert. Den Eltern wird hier jedoch bewusst, dass sie ihren Kindern beispielsweise ohne Gewaltanwendung eine bessere Entwicklungschance bieten können. Eltern lernen in den Schulungen vor allem auch, wie wichtig es ist Kinder zu loben. Während der ersten Treffen war vielen Eltern nicht klar, wieso Kinder nicht bestraft werden sollen oder warum es wichtig sei, Kinder zu loben. Sie selber hätten diese Erfahrung als Kind gemacht und erkannten nicht, dass dies negative Konsequenzen hat, heute sehen viele das anders. Elternschulungen helfen ein wenig, die Erziehungsmethoden und die Grundeinstellung der Eltern zu verändern und somit zu langsamen Verbesserungen beizutragen(vgl. Asociación Nuevo Amanecer, 2004, 5).
5.6 Elternbefragung
Im Rahmen der Elternschulungen von ANAES habe ich eine Befragung durchgeführt. Ziel war es die Wirkung von Elternschulungen kennen zu lernen.
Zur Datenerhebung wurde mit der Methode des teilstandardisierten Interviews mit offenen und größten Teils geschlossenen Fragen (Mehrfachnennungen waren teilweise möglich) gearbeitet. Die Fragebögen(siehe Anhang: Anlagen 10 und 11) wurden zunächst ausgearbeitet und anschließend nicht an die Eltern ausgegeben, sondern diese wurden vor Ort direkt von mir befragt. An vier Tagen wurden insgesamt 102 Eltern befragt: In Usulutan(24), Perquin(38) und San Salvador(40).
5. Die Soziale Arbeit im Einsatz für die Kinderrechte in El Salvador 68 am Beispiel der NRO ANAES
Für die Frageformulierung wurden die von Payne (1951) gegebenen Faustregeln verwendet(vgl. Schnell/ Hill/ Esser, 1999, S. 312):
•
Fragen sollen einfache Worte erhalten.
•
Fragen sollen kurz formuliert werden.
•
Fragen sollten konkret sein.
•
Fragen sollen keine bestimmte Beantwortung provozieren.
•
Fragen sollen neutral formuliert sein.
•
Fragen sollen nicht hypothetisch formuliert werden.
•
Fragen sollen sich nur auf einen Sachverhalt beziehen.
•
Fragen sollen keine doppelten Negationen enthalten.
•
Fragen sollen den Befragten nicht überfordern.
5.7 Ergebnisse der Befragung - Wirkung von
Elternschulungen in den CDIs von ANAES
Die Kinder von 40 der befragten Eltern werden im CDI in der Hauptstadt San Salvador betreut, 38 auf dem Land in Perquin und 24 auf dem Land am Bajo Lempa in Usulutan. An der Befragung nahmen insgesamt 76 Mütter, 13 Väter, acht Großmütter, ein Großvater sowie vier andere Erziehungsberechtigte der Kinder, teil.
Zielgruppe der Befragung: Eltern, die an den Elternschulungen der CDIs von ANAES, teilnehmen.
5. Die Soziale Arbeit im Einsatz für die Kinderrechte in El Salvador 69 am Beispiel der NRO ANAES
Aussagekraft: Die Ergebnisse können als repräsentativ betrachtet werden. Die quantitativen Daten dürfen in ihrer Aussagekraft jedoch nicht überschätzt werden.
5.7.1 Kinderrechte
Wie die Expertin von UNICEF bei den Experteninterviews bereits sagte (vgl. Kapitel 4.3.9), sollten die Kinderrechte den Kindern, den Eltern und der Gesellschaft bekannt sein(4/15). In der Grafik 1 soll aufgezeigt werden, inwieweit die Eltern, die an den Elternschulungen teilnehmen, diese Rechte kennen.
GRAFIK 1: Kinderrechte (mehrere Antwortmöglichkeiten)
In Bezug auf die Kenntnis der Kinderrechte wurde festgestellt, dass 89 der Befragten das Recht auf Gesundheit, 94 das Recht auf Spiel und Freizeit, 96 das Recht auf Bildung kennen. 98 konnten das Recht auf gewaltfreie Erziehung nennen, 31 das Recht auf freie Meinungsäußerung, 74 das Recht auf Schutz vor Kinderarbeit und Kinderprostitution und nur 13 der Befragten konnten gar kein Recht nennen.
5. Die Soziale Arbeit im Einsatz für die Kinderrechte in El Salvador 70 am Beispiel der NRO ANAES
Der Experte der Ombudstelle sieht das Hauptproblem im Einsatz für die Kinderrechte(vgl. Kapitel 4.3.9) bei der fehlenden Rechtspflege(3/20). In der Bildungsarbeit zum Thema Kinderrechte, so also auch bei den Elternschulungen, soll dazu ausgebildet werden Rechte zu pflegen(3/21). In der Grafik 2 wird dargestellt, ob die befragten Eltern Rechtspflege betreiben.
GRAFIK 2: Handlung bei Verletzung von Kinderrechten
17 der Befragten gaben an, bei Verletzung von Kinderrechten eine Anzeige bei der Polizei bzw. bei der PDDHN aufzugeben. 15 der Befragten äußerten Angst zu haben und deshalb lieber wegzugucken und sich nicht in die Angelegenheiten anderer einzumischen. Die meisten, nämlich 41 der Befragten gaben an, die Person, die das Kinderrecht verletzt anzusprechen. Neun der Befragten kümmern sich in diesem Moment um das betroffene Kind und 20 der Befragten antworteten auf diese Frage gar nicht.
5. Die Soziale Arbeit im Einsatz für die Kinderrechte in El Salvador 71 am Beispiel der NRO ANAES
5.7.2 Recht auf angemessenen Lebensstandard
Der Artikel 27 der KRK besagt, dass jedes Kind das Recht auf einen angemessenen Lebensstandard hat, der seine volle körperliche, seelische, geistige, sittliche und soziale Entwicklung erlaubt. Es ist in erster Linie die Pflicht der Eltern, den angemessenen Lebensstandard für ihr Kind sicherzustellen. Die Pflicht des Staates aber besteht darin, dafür zu sorgen, dass dieses Recht verwirklicht werden kann(vgl. KRK, Artikel 27, siehe Anhang: Anlage 1). Die sozioökonomische Situation der Familien hängt eng mit dem angemessenen Lebensstandard zusammen. Die im Folgenden aufgeführten Grafiken sollen die sozioökonomische Situation der befragten Familien aufzeigen.
GRAFIK 3: Anzahl der im Haushalt lebenden Personen
Die Befragten leben im Schnitt mit sechs Personen in einem Haushalt und bei 17 von 102 Familien reicht die Anzahl der Haushaltsmitglieder sogar bis zu über sieben Personen aus dem engen und weiteren Verwandtenkreis. Aufgrund der Wohnsituation auf engsten Raum besteht nur wenig Möglichkeit für die Entwicklung und Entfaltung der einzelnen Mitglieder, insbe- sondere der Kinder.
5. Die Soziale Arbeit im Einsatz für die Kinderrechte in El Salvador 72 am Beispiel der NRO ANAES
GRAFIK 4: Personenanzahl die zum Familieneinkommen beiträgt
Die Befragten gaben an, dass in ihren Familien die Anzahl der Personen, die zum Einkommen beiträgt, wie folgt ist: eine Person (46), zwei Personen (35), drei Personen (neun) und keiner (zwölf). In den meisten Fällen wird das Familieneinkommen von nur einer oder zwei berufstätigen Personen bestritten. Die Anzahl der Familien, in denen drei Personen zum Einkommen beitragen ist wesentlich geringer. Diese Zahl wird sogar von der Anzahl der Familien, in denen keiner etwas beiträgt, übertroffen. Dies ist auffallend, wenn man die große Anzahl der Familienmitglieder in den meisten Familien be- denkt.
5. Die Soziale Arbeit im Einsatz für die Kinderrechte in El Salvador 73 am Beispiel der NRO ANAES
GRAFIK 5: Trinkwasserversorgung
Die meisten Häuser der Befragten, nämlich 43 Prozent, sind mit einer Trinkwasserleitung ausgestattet. 38 Prozent bekommen nach Angaben nur manchmal Wasser ins Haus und 19 Prozent der Befragten gar nicht und müssen es von Händlern kaufen, die einmal die Woche in die comunidades fahren.
GRAFIK 6: Stromversorgung
Strom ist ein Grundbedürfnis und somit Bestandteil für einen angemessenen Lebensstandard. 78 Prozent der Befragten haben Strom im Haus und 22 Prozent haben keinen.
5. Die Soziale Arbeit im Einsatz für die Kinderrechte in El Salvador 74 am Beispiel der NRO ANAES
GRAFIK 7: Telefon
Die Mehrheit der Befragten, nämlich 63 Prozent gab an, dass sie auf Telefonzellen angewiesen ist. 13 Prozent verfügen über einen Festnetzanschluss in ihren Häusern, 22 Prozent können das Telefon in der Nachbarschaft gegen Bezahlung mitbenutzen und keiner der Befragten verfügen über ein Handy.
GRAFIK 8: Toilette
69 Prozent der Befragten haben Latrinen als Toilette und 20 Prozent haben eine Toilette mit Wasserspülung. Elf Prozent
5. Die Soziale Arbeit im Einsatz für die Kinderrechte in El Salvador 75 am Beispiel der NRO ANAES
gaben an, die „Katzenmethode“ 25 zu benutzen. Dies stellt eine ständige Infektionsgefahr dar, weil sich hier Parasiten und andere Krankheitserreger festsetzen. Häufige Durchfallerkrankungen sind die Folge.
GRAFIK 9: Geldsendungen von Verwandten
Die so genannten remesas 26 von Familienangehörigen aus dem Ausland, stellen die Haupteinnahmequelle an Devisen im Land dar. Durch diese Geldsendungen kommen mehr Devisen nach El Salvador als durch die Exporte von Kaffee und Textil. Auf-grund wirtschaftlicher Relevanz haben sie starken Einfluss auf die sozialen Bedingungen einiger Bevölkerungssektoren (vgl. RIA, 2004, S.14). Bei den befragten Eltern ist die Relevanz nicht so groß. Vier Prozent der Befragten erhalten remesas, die ihnen bei der Deckung ihrer Grundbedürfnisse helfen sollen.
25 Ein Loch in die Erde graben und anschliessend zudecken
26 Geldsendungen aus dem Ausland, in der Regel aus den USA
5. Die Soziale Arbeit im Einsatz für die Kinderrechte in El Salvador 76 am Beispiel der NRO ANAES
5.7.3 Recht auf Schutz vor Kinderarbeit
Der Artikel 32 der KRK besagt, dass jedes Kind ein Recht auf Schutz vor Arbeit hat, die seine Gesundheit gefährdet oder seine Bildung und Entwicklung behindert. In El Salvador liegt das Mindestalter bei 14 Jahren(vgl. IPEC Country Profile: El Salvador, 2004, S.3).
GRAFIK 10: Recht auf Schutz vor Kinderarbeit
Kinderarbeit ist in El Salvador dennoch ein weit verbreitetes Problem. Auch hier geben vier Eltern an, dass ihre Kinder hin und wieder beim Straßenverkauf oder in der Landwirtschaft arbeiten müssten um ihr Überleben zu sichern. Die betroffenen Kinder seien zwischen 9 und 13 Jahre alt und sie würden es nicht tun, wenn die finanzielle Situation der Familie es ver- meiden ließe.
5. Die Soziale Arbeit im Einsatz für die Kinderrechte in El Salvador 77 am Beispiel der NRO ANAES
5.7.4 Recht auf gewaltfreie Erziehung
Jedes Kind sollte, laut Artikel 19 der KRK, Schutz vor Gewaltanwendung, Misshandlung und Verwahrlosung durch die Eltern genießen. Welche Erziehungsmethoden die befragten Eltern haben, soll in den nächsten Grafiken dargestellt werden.
GRAFIK 11: Verhalten der Eltern, wenn Kinder unartig sind
Wenn die Kinder unartig sind, verbieten 37 der Befragten ihren Kindern Dinge, die sie gerne tun, wie zum Beispiel fernsehen. 19 der Befragten gaben an, dass es situationsabhängig sei. Auf körperliche Gewaltanwendung in Form von Schlägen greifen sieben der Befragten zurück. Außerdem wird folgendes angegeben: „Ich schreie sie an“ (zwölf), „Ich drohe ihnen mit einer Strafe“ (neun), „ich schimpfe mit ihnen“ (13), ich rede mit ihnen (fünf).
5. Die Soziale Arbeit im Einsatz für die Kinderrechte in El Salvador 78 am Beispiel der NRO ANAES
GRAFIK 12: Bestrafung der Kinder
Auf die Frage, ob es notwendig sei, Kinder zu bestrafen, haben 42 Prozent der Befragten mit „Nein“, 26 Prozent mit „Ja“ und 32 Prozent mit „Manchmal“ geantwortet. Mit Bestrafung ist hier, die Bestrafung in Form von Gewaltanwendung (physisch und psychisch) gemeint.
5. Die Soziale Arbeit im Einsatz für die Kinderrechte in El Salvador 79 am Beispiel der NRO ANAES
5.7.5 Recht auf Gesundheit
Jedes Kind hat ein Recht auf höchstmöglichen Standard in der Gesundheitsfürsorge, so der Artikel 24 der KRK. Wie die befragten Eltern, ihre Kinder unterstützen, damit sie diesen Standard erreichen, soll im Folgenden dargelegt werden.
GRAFIK 13: Unterstützung der Eltern für ein gesundes Leben der Kinder (mehrere Antwortmöglichkeiten)
98 der Befragten gaben an, auf die Ernährung der Kinder zu achten, 95 sorgen sich um die Hygiene des Kindes und 76 der Befragten achten auf die Kleidung, die ihr Kind trägt, um die Kinder dabei zu unterstützen, ein gesundes Leben zu führen.
5. Die Soziale Arbeit im Einsatz für die Kinderrechte in El Salvador 80 am Beispiel der NRO ANAES
5.7.6 Recht auf Spiel und Freizeit
Der Artikel 31 der KRK hält fest, dass jedes Kind das Recht hat, Ruhe und Freizeit zu genießen sowie ein Recht auf Spiel und Beteiligung am kulturellen und künstlerischen Leben. Im Folgenden zeigt sich, ob letzteres in den Familien der Befragten, gewährleistet ist.
GRAFIK 14: Spielen mit den Kindern
Auf die Frage, wie oft die Befragten letzte Woche mit ihren Kindern gespielt haben, antworteten 25 Prozent mit vier bis sechs Mal, 34 Prozent mit einem bis drei Mal, 31 Prozent mit fast jeden Tag und zehn Prozent mit gar nicht. Die Eltern die gar nicht mit ihren Kindern spielen, argumentierten entweder damit, dass ihre Kinder bereits ausreichend mit anderen Kindern spielen und sie es daher nicht für notwendig hielten. Oder sie sagten, dass sie entweder selber nicht gerne spielen oder dass ihnen die Zeit dafür fehle.
5. Die Soziale Arbeit im Einsatz für die Kinderrechte in El Salvador 81 am Beispiel der NRO ANAES
GRAFIK 15: Unternehmungen mit den Kindern
40 Prozent der Befragten geben an, jedes Wochenende etwas mit ihren Kindern zu unternehmen, zwei Prozent sogar fast jeden Tag, acht Prozent einmal die Woche, zehn Prozent zweimal die Woche, 13 Prozent dreimal die Woche, vier Prozent viermal die Woche und 23 Prozent gar nicht. Dies begründen sie mit Zeit- mangel, Lustlosigkeit oder fehlender finanzieller Mittel.
5. Die Soziale Arbeit im Einsatz für die Kinderrechte in El Salvador 82 am Beispiel der NRO ANAES
5.7.7 Recht auf freie Meinungsäußerung
Artikel 12 der KRK: Berücksichtigung des Kindeswillens: Jedes Kind hat ein Recht darauf, seine Meinung frei zu äußern. Das Kind hat ein Recht darauf, bei allen Angelegenheiten oder Maßnahmen, die es betreffen, angehört zu werden.
GRAFIK 16: Meinungsfreiheit
33 Prozent der Befragten finden, dass die Meinung ihrer Kinder sehr wichtig ist, 60 Prozent finden sie wichtig und nur sieben Prozent der Befragten finden, dass die Meinung der Kinder nicht so wichtig sei, weil diese noch zu klein sind.
5. Die Soziale Arbeit im Einsatz für die Kinderrechte in El Salvador 83 am Beispiel der NRO ANAES
5.7.8 Elternschulungen
GRAFIK 17: Teilnahme an den Elternschulungen
Jedes Mal haben 33 Prozent der Befragten an den Elternschulungen teilgenommen. 42 Prozent haben sechs bis zehn Mal teilgenommen. Drei bis sechs Mal teilgenommen haben 21 Prozent und weniger als drei Mal vier Prozent der Befragten. Diejenigen, die weniger als drei Mal an den Elternschulungen teilgenommen haben fügten hinzu, dass in der Regel ein ande- rer Erziehungsberechtigter an der Elternschule teilnimmt.
5. Die Soziale Arbeit im Einsatz für die Kinderrechte in El Salvador 84 am Beispiel der NRO ANAES
GRAFIK 18: Wirkung der Elternschulungen in Bezug auf die Kinder
87 der Befragten gaben an, seit der Teilnahme an den Elternschulungen ihre Kinder anders als mit körperlicher oder psychischer Gewaltanwendung zu korrigieren. Sie haben die Wichtigkeit erkannt ihren Kindern Werte zu vermitteln. Derweilen tun dies 93 der Befragten zu Hause, 87 schenken ihren Kindern seither mehr Aufmerksamkeit, 45 unternehmen öfters mal etwas mit ihren Kinder (wie ein Spaziergang, Blumen pflücken etc.), 51 geben an mit ihren Kindern mehr zu spielen als vorher und vier der Befragten gaben eine andere Antwort, wie „Ich nehme mir nicht mehr alles so zu Herzen.“
5. Die Soziale Arbeit im Einsatz für die Kinderrechte in El Salvador 85 am Beispiel der NRO ANAES
GRAFIK 19: Wirkung der Elternschulungen
54 der Befragten äußerten, ihre Kinder jetzt mit anderen Augen zu sehen, nicht mehr als Eigentum, sondern als Person mit Rechten. 67 gaben an, seit der Teilnahme an den Elternschulungen die Rechte ihrer Kinder zu kennen, 83 sagten aus ihren Kindern seither mehr Aufmerksamkeit zu schenken und 54, dass sich die Beziehungen in der Familie insgesamt verbessert haben.
GRAFIK 20: Grund für die Teilnahme an den Elternschulungen
5. Die Soziale Arbeit im Einsatz für die Kinderrechte in El Salvador 86 am Beispiel der NRO ANAES
87 der Befragten kamen zu den Elternschulungen, weil sie etwas lernen möchten, 93 kamen zu den Schulungen, weil sie ihnen gefallen und bei 14 der Befragten ist der Beweggrund die Pflicht an den Schulungen teilzunehmen. 13 Eltern sagten andere Gründe aus, wie sie wollen andere Eltern oder/ und die Mitarbeiter von ANAES treffen.
GRAFIK 21: Gründe für das Fernbleiben an den Elternschulungen
21 der Befragten gaben an, nicht an allen Elternschulungen teilgenommen zu haben, weil sie krank waren, 13 weil sie keine Lust hatten, 19 weil sie arbeiten musste und fünf nannten andere Gründe wie, dass sonst der Partner an den Schulungen teilnimmt. Eine Person begründete dies mit der Krankheit von anderen Familienmitgliedern, die sie nicht alleine lassen konnte.
5. Die Soziale Arbeit im Einsatz für die Kinderrechte in El Salvador 87 am Beispiel der NRO ANAES
5.8 Schlussfolgerung der Elternbefragung
Die sozioökonomische Situation der Befragten ist mangelhaft bis schlecht. Die Befragten leben im Schnitt mit sechs Personen in einem Haushalt. Aufgrund der Wohnsituation auf engstem Raum besteht nur wenig Möglichkeit für die Entwicklung und Entfaltung der einzelnen Mitglieder, insbesondere der Kinder. Trotz der großen Anzahl von Familienangehörigen, erfährt man bei der Befragung, dass im Durchschnitt nur einer bis zwei Familienangehörige zum Familieneinkommen beitragen. Eine nicht zu unterschätzende Anzahl von Familien muss sogar ohne regelmäßige Einkünfte auskommen. Noch immer verfügt ein beachtlicher Prozentsatz der befragten Familien nicht über die Basisdienstleistungen, wie Trinkwasser, Strom, Toiletten und Telefon. Die so genannten remesas 27 von Familienangehörigen aus dem Ausland haben keinen wirklichen Einfluss auf die finanzielle und wirtschaftliche Situation dieser Familien, nur ein geringer Anteil dieser profitiert davon.
Trotz der schwierigen sozioökonomischen Situation der Familien, wird durch die Elternbefragung deutlich, dass die Wirkung der Elternschulungen insgesamt positiv ist.
Es wird festgestellt, dass der größte Teil der Eltern, bei den Elternschulungen über die Rechte ihrer Kinder aufgeklärt wurden und diese nun kennen. Außerdem zeigte sich, dass einige Eltern sich gegen die Missachtung von Kinderrechten einsetzen, indem sie Verletzung von Kinderrechten anzeigen oder die Täter über ihre Missduldung aufklären und somit für Aufmerksamkeit sorgen.
27 Geldsendungen aus dem Ausland, in der Regel aus den USA
5. Die Soziale Arbeit im Einsatz für die Kinderrechte in El Salvador 88 am Beispiel der NRO ANAES
Die Erziehungsmethoden der befragten Eltern sind unterschiedlich. Die Befragung ergab, dass die Elternschulungen Bewusstsein geschaffen haben und derweilen nur ein geringer Teil der Befragten in ihrer Erziehung auf Gewaltanwendung zurückgreift. Zudem gibt die Mehrheit der befragten Eltern an, dass keines ihrer Kinder arbeiten gehe, auch hier hat es einen Wandel gegeben.
Auch wenn teilweise keine regelmäßige Teilnahme der Eltern bei den Schulungen besteht kann trotzdem festgehalten werden, dass die Mehrheit gerne zu diesen erscheint. Die meisten sagen aus, dass sie etwas lernen möchten und zeigen damit ihr Interesse, ihren Kindern bestmögliche Entwicklungschancen bieten zu wollen.
Viele haben erkannt, dass für die richtige Erziehung nicht die Bestrafung im Vordergrund stehen darf. Stattdessen versuchen sie, ihren Kindern mehr Aufmerksamkeit zu schenken, indem sie Wert auf ihre Meinung legen, mit ihren Kindern spielen und auf deren Gesundheit achten. Die Elternschulungen haben ihnen geholfen, andere Erziehungsmethoden sowie die Rechte ihre Kinder kennen zu lernen und diese nicht mehr als ihr Eigentum, sondern als Personen mit Rechten anzusehen. Mehr als die Hälfte der Befragten sagte sogar aus, dass die Bezie- hungen in der Familie sich insgesamt verbessert haben.
6. Ausblick 89
6. Ausblick
Die Kinder El Salvadors sind besonders von den bestehenden gesellschaftlichen Missständen betroffen. Straßenkinder, arbeitende Kinder, Drogen, Gewalt und Kriminalität spiegeln die gesellschaftliche Realität wider. Im Verlauf der vorliegenden Arbeit wurde deutlich, dass Armut die Hauptursache, jedoch nicht alleinige Ursache für die Missachtung von Kinderrechten ist. Die zunehmenden Marginalisierungstendenzen und die gleichzeitig auftretende Reduzierung sozialer Sicherungssysteme sowie der Zerfall der Institution Familie, führen ebenso zu einer massiven Zunahme von Missachtung dieser Rechte. Vor allem am Beispiel der Sozialen Arbeit der NRO ANAES wird festgestellt, dass es für die Familien wichtig ist, nicht zu resignieren, selbst Initiative zu ergreifen um Veränderungen hervorzurufen. Sie sollen dafür kämpfen, dass es ihren Kindern jetzt und in der Zukunft einmal besser geht, um so den Teufelskreis zu durchbrechen.
Aufgrund der aufgezeigten Realität in El Salvador, befürworten ANAES und andere NROen El Salvadors im Einsatz für die Rechte des Kindes, einen Ansatz, indem die Kinder nicht alleine, sondern im Kontext Familie, Gesellschaft und Staat gesehen werden. Viele NROen, so auch ANAES gehen gesellschaftskritisch vor und begreifen sich als Teil einer sozialen Bewegung, welche soziale Gerechtigkeit zum Ziel hat. Die Kinder armer Familien werden hier nicht ausgegrenzt und die Gesellschaft wird zur Mitverantwortung gegenüber ihren Kindern herangezogen. Im Mittelpunkt des sozialarbeiterischen Handelns steht der Prozess der Bewusstseinsbildung. Die kritische Reflexion gesellschaftlicher Verhältnisse, soll zur Veränderung derselbigen, zu einer stärkeren Partizipation der Kinder in der Gesellschaft und zu mehr sozialer Gerechtigkeit führen.
6. Ausblick 90
Die Arbeit der NRO ANAES ist, im Vergleich zu anderen NROen in diesem Land, besonders umfangreich. ANAES deckt in ihrer Arbeit die verschiedenen Ebenen ab und erreicht so eine Veränderung der Lebenssituation der Kinder. Die Mitgliedschaft in der RIA 28 , ist politische Arbeit auf Staatsebene und trägt dazu bei, Druck auf die Regierung auszuüben, um auf nationaler Ebene eine Verbesserung der sozialen Sicherungssysteme zu erlangen. Auf gesellschaftlicher und familiärer Ebene setzt sich ANAES durch die Gesundheitliche Betreuung von Kindern und Erwachsenen für eine Verbesserung dieses Missstandes ein. Daneben wird auf dieser Ebene durch Gemeinwesen- und Elternarbeit, mit Hilfe von Schulungen in den Bereichen Gesundheit und Kinderrechte, Bewusstsein geschaffen. Durch Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen wird für die Familien eine Einkommensquelle geschaffen und mit Hilfe für den Bau kleiner Wohnhäuser, die stabil und hygienisch sind, verändert sich die Wohnsituation dieser, erheblich zum positiven. All diese Maßnahmen sind wichtig um wesentliche Probleme innerhalb der Familie zu lösen und eine Umsetzung der Kinderrechte zu gewährleisten.
Auch die KRK sieht die Verantwortung für die Umsetzung der Rechte des Kindes auf Staat, Gesellschaft sowie Familie verteilt. Die vorliegende Arbeit zeigt, dass die Soziale Arbeit aufgefordert ist, auf diesen drei Ebenen tätig zu werden um sich für die Umsetzung der Kinderrechte einzusetzen.
Am Beispiel der salvadorianischen NRO ANAES dargestellt, wird also deutlich, dass der Einsatz für die Rechte des Kindes in El Salvador eine Herausforderung ist, die einen langen Atem erfordert. Dennoch kann aufgezeigt werden, dass dieser ganz-
28 Red para la Infancia y Adolescencia (Netzwerk für Kinder und
Jugendliche)(vgl. Kapitel 4.2)
6. Ausblick 91
heitliche Ansatz auf den drei Ebenen, selbst unter schwierigen wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen Erfolge erzielen kann.
Quellenverzeichnis
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ASOCIACIÓN NUEVO AMANECER (2004)5: Evaluación final
Spanisch
ANLAGE 4: Kurzfragebogen Experteninterviews - übersetzt auf Deutsch
ANLAGE 5: Interviewleitfaden Experteninterviews- original auf Spanisch
ANLAGE 6: Interviewleitfaden Experteninterviews- übersetzt auf Deutsch
ANLAGE 7: Transkription der Experteninterviews- original auf Spanisch
101
Übereinkommen über die Rechte des Kindes (Infostelle
Kinderpolitik )
http ://www.kinderpolitik.de/bibliothek/content/index.html?a /bibliothek/content/3 1.htm. Datum des
Zugriffs : 17.03.2005
UN -Kinderrechtskonvention im Wortlaut Texte in amtlicher Übersetzung
bearbeitet und bereitgestellt durch die Infostelle Kinderpolitik beim Deutschen Kinderhilfswerk e.V.
vom 20. November 1989
INHALT
Pr äambel
Teil I
Artikel 1 Geltung für das Kind Begriffsbestimmung
Artikel 2 Achtung der Kindesrechte Diskriminierungsverbot
Artikel 3 Wohl des Kindes
Artikel 4 Verwirklichung der Kindesrechte
Artikel 5 Respektierung des Elternrechts
Artikel 6 Recht auf Leben
Artikel 7 Geburtsregister, Name, Staatsangehörigkeit
Artikel 8 Identität
Artikel 9 Trennung von den Eltern persönlicher Umgang
Artikel 10 Familienzusammenführung grenzüberschreitende Kontakte
Artikel 11 Rechtswidrige Verbringung von Kindern ins Ausland
Artikel 12 Berücksichtigung des Kindeswillens
Artikel 13 Meinungs- und Informationsfreiheit
Artikel 14 Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit
Artikel 15 Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit
Artikel 16 Schutz der Privatsphäre und Ehre
Artikel 17 Zugang zu den Medien Kinder- und Jugendschutz
Artikel 18 Verantwortung für das Kindeswohl
Artikel 19 Schutz vor Gewaltanwendung, Misshandlung, Verwahrlosung
Artikel 2O Von der Familie getrennt lebende Kinder Pflegefamilie Adoption
Artikel 21 Adoption
Artikel 22 Flüchtlingskinder
Artikel 23 Förderung behinderter Kinder
Artikel 24 Gesundheitsvorsorge
Artikel 25 Unterbringung
Artikel 26 Soziale Sicherheit
Artikel 27 Angemessene Lebensbedingungen Unterhalt
Artikel 28 Recht auf Bildung Schule Berufsausbildung
Artikel29 Bildungsziele Bildungseinrichtungen
Artikel 30 Minderheitenschutz
Artikel 31 Beteiligung an Freizeit, kulturellem und künstlerischem Leben, staatliche Förderung
Artikel 32 Schutz vor wirtschaftlicher Ausbeutung
Artikel 33 Schutz vor Suchtstoffen
Artikel 34 Schutz vor sexuellem Missbrauch
Artikel 35 Maßnahmen gegen Entführung und Kinderhandel
Artikel 36 Schutz vor sonstiger Ausbeutung
Artikel 37 Verbot der Folter, der Todesstrafe, lebenslanger Freiheitsstrafe, Rechtsbeistandschaft
jedem ihrer Hoheitsgewalt unterstehenden Kind ohne jede Diskriminierung unabhängig von der Rasse, der Hautfarbe, dem Geschlecht, der Sprache, der Religion, der politischen oder sonstigen Anschauung, der nationalen, ethnischen oder sozialen Herkunft, des Vermögens, einer Behinderung, der Geburt oder des sonstigen Status des Kindes, seiner Eltern oder seines Vormunds.
2. Die Vertragsstaaten treffen alle geeigneten Maßnahmen, um sicherzustellen, dass das Kind vor allen Formen der. Diskriminierung oder Bestrafung wegen des Status, der Tätigkeiten, der Meinungsäußerungen oder der Weltanschauung seiner Eltern, seines Vormunds oder seiner Familienangehörigen geschützt wird.
tungen der sozialen Fürsorge, Gerichten, Verwaltungsbehörden oder Gesetzgebungsorganen getroffen werden, ist das Wohl des Kindes ein Gesichtspunkt, der vorrangig zu berücksichtigen ist. 2. Die Vertragsstaaten verpflichten sich, dem Kind unter Berücksichtigung der Rechte und Pflichten seiner Eltern, seines Vormunds oder anderer für das Kind gesetzlich verantwortlicher Personen den Schutz und die Fürsorge zu gewährleisten, die. zu seinem Wohlergehen notwendig sind; zu diesem Zweck treffen sie alle geeigneten Gesetzgebungs- und Verwaltungsmaßnahmen.
3. Die Vertragsstaaten stellen sicher, dass die für die Fürsorge für das Kind oder dessen Schutz verant-wortlichen Institutionen, Dienste und Einrichtungen den von den zuständigen Behörden festgelegten Normen entsprechen, insbesondere im Bereich der Sicherheit und der Gesundheit sowie hinsichtlich der Zahl und der fachlichen Eignung des Personals und des Bestehens einer ausreichenden Aufsicht
Kindes.
Namen von Geburt an, das Recht, eine Staatsangehörigkeit zu erwerben, und soweit möglich das Recht, seine Eltern zu kennen und von ihnen betreut zu werden.
2. Die Vertragsstaaten stellen die Verwirklichung dieser Rechte im Einklang mit ihrem innerstaatlichen Recht und mit ihren Verpflichtungen aufgrund der einschlägigen internationalen Übereinkünfte in diesem Bereich sicher, insbesondere für den Fall, dass das Kind sonst staatenlos wäre.
seiner Staatsangehörigkeit, seines Namens und seiner gesetzlich anerkannten Familienbeziehungen, ohne rechtswidrige Eingriffe. zu behalten.
2. Werden einem Kind widerrechtlich einige oder alle Bestandteile seiner Identität genommen, so gewähren die Vertragsstaaten ihm angemessenen Beistand und Schutz mit dem Ziel, seine Identität so schnell wie möglich wiederherzustellen.
trennt wird, es sei denn, dass die zuständigen Behörden in einer gerichtlich nachprüfbaren Entscheidung nach den anzuwendenden Rechtsvorschriften und Verfahren bestimmen dass diese Trennung zum Wohl des Kindes notwendig ist. Eine solche Entscheidung kann im Einzelfall notwendig werden, wie etwa wenn das Kind durch die Eltern. misshandelt oder vernachlässigt wird oder wenn bei getrennt lebenden Eltern eine Entscheidung über den Aufenthaltsort des Kindes zu treffen ist.
2. In Verfahren nach Absatz 1 ist allen Beteiligten Gelegenheit zu geben, am Verfahren teilzunehmen und ihre Meinung zu äußern.
3. Die Vertragsstaaten achten das Recht des Kindes, das von einem oder beiden Elternteilen getrennt ist, regelmäßige persönliche Beziehungen und unmittelbare Kontakte zu beiden Elternteilen zu pflegen, soweit dies nicht dem Wohl des Kindes widerspricht.
4. Ist die Trennung Folge einer von einem Vertragsstaat eingeleiteten Maßnahme, wie etwa einer Freiheitsentziehung, Freiheitsstrafe, Landesverweisung oder Abschiebung oder des Todes eines oder beider Elternteile oder des Kindes (auch eines Todes, der aus irgendeinem Grund eintritt, während der Betreffende sich in staatlichem Gewahrsam befindet), so erteilt der Vertragsstaat auf Antrag den Eltern, dem Kind oder gegebenenfalls einem anderen Familienangehörigen die wesentlichen Auskünfte über den Verbleib des oder der abwesenden Familienangehörigen, sofern dies nicht dem Wohl des Kindes abträglich wäre. Die Vertragsstaaten stellen ferner sicher, dass allein die Stellung eines solchen Antrags keine nachteiligen Folgen für den oder die Betroffenen hat.
oder seinen Eltern zwecks Familienzusammenführung gestellte Anträge auf Einreise in einen Vertragsstaat oder Ausreise aus einem Vertragsstaat von den Vertragsstaaten wohlwollend, human und beschleunigt bearbeitet. Die Vertragsstaaten stellen ferner sicher, daß die Stellung eines solchen Antrags keine nachteiligen Folgen für die Antragsteller und deren Familienangehörige hat. 2. Ein Kind, dessen Eltern ihren Aufenthalt in verschiedenen Staaten haben, hat das Recht, regelmäßige persönliche Beziehungen und unmittelbare Kontakte zu beiden Elternteilen zu pflegen, soweit nicht außergewöhnliche Umstände vorliegen. Zu diesem Zweck achten die Vertragsstaaten entsprechend ihrer Verpflichtung nach Artikel 9 Absatz 1 das Recht des Kindes und seiner Eltern, aus jedem Land einschließlich ihres eigenen auszureisen und in ihr eigenes Land einzureisen. Das Recht auf Ausreise aus einem Land unterliegt nur den gesetzlich vorgesehenen Beschränkungen, die zum Schutz der nationalen Sicherheit, der öffentlichen Ordnung (ordre public), der Volksgesundheit, der öffentlichen Sittlichkeit oder der Rechte und Freiheiten anderer notwendig und mit den anderen in diesem Übereinkommen anerkannten Rechten vereinbar sind.
und ihre rechtswidrige Nichtrückgabe zu bekämpfen.
2. Zu diesem Zweck fördern die Vertragsstaaten den Abschluss zwei- oder mehrseitiger Übereinkünfte oder den Beitritt zu bestehenden Übereinkünften. -
diese Meinung in allen das Kind berührenden Angelegenheiten frei zu äußern, und berücksichtigen die Meinung des Kindes angemessen und entsprechend seinem Alter und seiner Reife. 2. Zu diesem Zweck wird dem Kind insbesondere Gelegenheit gegeben, in allen das Kind berührenden Gerichts- oder Verwaltungsverfahren entweder unmittelbar oder durch einen Vertreter oder eine geeignete Stelle im Einklang mit den innerstaatlichen Verfahrensvorschriften gehört zu werden.
der Staatsgrenzen Informationen und Gedankengut jeder Art in Wort, Schrift oder Druck, durch Kunstwerke oder andere vom Kind gewählte Mittel sich zu beschaffen, zu empfangen und weiterzugeben. 2. Die Ausübung dieses Rechts kann bestimmten, gesetzlich vorgesehenen Einschränkungen unterworfen werden, die erforderlich sind
a. für die Achtung der Rechte oder des Rufes anderer oder
b. für den Schutz der nationalen Sicherheit, der öffentlichen Ordnung (ordre public), der Volks-gesundheit oder der öffentlichen Sittlichkeit.
Kind bei der Ausübung dieses Rechts in einer seiner Entwicklung entsprechenden Weise zu leiten. 3. Die Freiheit, seine Religion oder Weltanschauung zu bekunden, darf nur den gesetzlich vorgesehenen Einschränkungen unterworfen werden, die zum Schutz der öffentlichen Sicherheit, Ordnung, Gesundheit oder Sittlichkeit oder der Grundrechte und -freiheiten anderer erforderlich sind.
sich friedlich zu versammeln.
2. Die Ausübung dieses Rechts darf keinen anderen als den gesetzlich vorgesehenen Einschränkungen un- terworfen werden, die in einer demokratischen Gesellschaft herrschen.
Wohnung oder seinen Schrittverkehr oder rechtswidrigen Beeinträchtigungen seiner Ehre und seines Rufes ausgesetzt werden.
und kulturellem Nutzen sind und dem Geist des Artikels 29 entsprechen;
b. die internationale Zusammenarbeit bei der Herstellung, beim Austausch Und bei der Verbreitung dieser Informationen und dieses Materials aus einer Vielfalt nationaler und internationaler kultureller Quellen fördern;
Wohlergehen beeinträchtigen, fördern, wobei die Artikel 13 und 18 zu berücksichtigen sind.
len, dass beide Elternteile gemeinsam für die Erziehung und Entwicklung des Kindes verantwortlich sind. Für die Erziehung und Entwicklung des Kindes sind in erster Linie die Eltern oder gegebenenfalls der Vormund verantwortlich. Dabei ist das Wohl des Kindes ihr Grundanliegen. 2. Zur Gewährleistung und Förderung der in diesem Übereinkommen festgelegten Rechte unterstützen die Vertragsstaaten die Eltern und den Vormund in angemessener Weise bei der Erfüllung ihrer Aufgabe, das Kind zu erziehen, und sorgen für den Ausbau von Institutionen, Einrichtungen und Diensten für die Betreuung von Kindern.
3. Die Vertragsstaaten treffen alle geeigneten Maßnahmen, um sicherzustellen, dass Kinder berufstätiger Eltern das Recht haben, die für sie in Betracht kommenden Kinderbetreuungsdienste und -einrichtungen zu nutzen.
nahmen, um das Kind vor jeder Form körperlicher oder geistiger Gewaltanwendung, Schadenszufügung oder Misshandlung, vor Verwahrlosung Oder Vernachlässigung, vor schlechter Behandlung oder Ausbeutung einschließlich des sexuellen Missbrauchs zu schützen, solange es sich in der Obhut der Eltern oder eines Elternteils, eines Vormunds oder anderen gesetzlichen Vertreters oder einer anderen Person befindet, die das Kind betreut.
2. Diverse Schutzmaßnahmen sollen je nach den Gegebenheiten wirksame Verfahren zur Aufstellung von Sozialprogrammen enthalten, die dem Kind und denen, die es betreuen, die erforderliche Unterstützung gewähren und andere Formen der Vorbeugung vorsehen sowie Maßnahme zur Aufdeckung, Meldung, Weiterverweisung, Untersuchung, Behandlung und Nachbetreuung in den in Absatz 1 beschriebenen Fällen schlechter Behandlung von Kindern und gegebenenfalls für das Einschreiten der Gerichte.
dem der Verbleib in dieser Umgebung im eigenen Interesse nicht gestattet werden kann, hat Anspruch auf den besonderen Schutz und Beistand des Staates.
2. Die Vertragsstaaten stellen nach Maßgabe ihres innerstaatlichen Rechts andere Formen der Betreuung eines solchen Kindes sicher.
nach islamischem Recht, die Adoption oder, falls erforderlich, die Unterbringung in einer geeigneten Kinderbetreuungseinrichtung in Betracht. Bei der Wahl zwischen diesen Lösungen sind die erwünschte Kontinuität in der Erziehung des Kindes sowie die ethnische, religiöse, kulturelle und sprachliche Herkunft des Kindes gebührend zu berücksichtigen.
nach den anzuwendenden Rechtsvorschriften und Verfahren und auf der Grundlage aller verlässlichen einschlägigen Informationen entscheiden, dass die Adoption angesichts des Status des Kindes in Bezug auf Eltern, Verwandte und einen Vormund zulässig ist und dass, soweit dies erforderlich ist, die betroffenen Personen in Kenntnis der Sachlage und auf der Grundlage einer gegebenenfalls erforderlichen Beratung der Adoption zugestimmt haben;
a. erkennen an, dass die internationale Adoption als andere Form der Betreuung angesehen werden kann, wenn das Kind nicht in seinem Heimatland in einer Pflege- oder Adoptionsfamilie untergebracht oder wenn es dort nicht in geeigneter Weise betreut werden kann;
künfte und bemühen sich in diesem Rahmen sicherzustellen, dass die Unterbringung des Kindes in einem anderen Land durch die zuständigen Behörden oder Stellen durchgeführt wird.
stellung eines Flüchtlings begehrt oder nach Maßgabe der anzuwendenden Regeln und Verfahren des Völkerrechts oder des innerstaatlichen Rechts als Flüchtling angesehen wird; angemessenen Schutz und humanitäre Hilfe bei der Wahrnehmung der Rechte erhält, die in diesem Übereinkommen oder in anderen internationalen Übereinkünften über Menschenrechte oder über humanitäre Fragen, denen die genannten Staaten als Vertragsparteien angehören, festgelegt sind, und zwar unabhängig davon, ob es sich in Begleitung seiner Eltern oder einer anderen Person befindet oder nicht. 2. Zu diesem Zweck wirken die Vertragsstaaten in der ihnen angemessen erscheinenden Weise bei allen Bemühungen mit, welche die Vereinten Nationen und andere zuständige zwischenstaatliche oder nichtstaatliche Organisationen, die mit den Vereinten Nationen zusammenarbeiten, unternehmen, um ein solches Kind zu schützen, um ihm zu helfen und um die Eltern oder andere Familienangehörige eines Flüchtlingskinds ausfindig zu machen mit dem Ziel, die für eine Familienzusammenführung notwendigen Informationen zu erlangen. Können die Eltern oder andere Familienangehörige nicht ausfindig gemacht werden, so ist dem Kind im Einklang mit den in diesem Übereinkommen enthaltenen Grundsätzen derselbe Schutz zu gewähren wie jedem anderen Kind, das aus irgendeinem Grund dauernd oder vorübergehend aus seiner familiären Umgebung herausgelöst ist.
menschenwürdiges Leben unter Bedingungen führen soll, welche die Würde des Kindes wahren, seine Selbständigkeit fördern und seine aktive Teilnahme am Leben der Gemeinschaft erleichtern. 2. Die Vertragsstaaten. erkennen das Recht des behinderten Kindes auf besondere Betreuung an und treten dafür ein und stellen sicher, dass dem behinderten Kind und den für seine Betreuung Verantwortlichen im Rahmen der verfügbaren Mittel auf Antrag die Unterstützung zuteil wird, die dem Zustand des Kindes sowie den Lebensumständen der Eltern oder anderer Personen, die das Kind betreuen, angemessen ist.
3. In Anerkennung der besonderen Bedürfnisse eines behinderten Kindes ist die nach Absatz 2 gewährte Unterstützung soweit irgend möglich und unter Berücksichtigung der finanziellen Mittel der Eltern oder anderer Personen, die das Kind betreuen, unentgeltlich zu leisten und so zu gestalten, dass sichergestellt
ist, dass Erziehung, Ausbildung, Gesundheitsdienste, Rehabilitationsdienste, Vorbereitung auf das Berufsleben und Erholungsmöglichkeiten dem behinderten Kind tatsächlich in einer Weise zugänglich sind, die der möglichst vollständigen sozialen Integration und individuellen Entfaltung des Kindes einschließlich seiner kulturellen und geistigen Entwicklung förderlich ist.
4. Die Vertragsstaaten fördern im Geist der internationalen Zusammenarbeit den Austausch sachdienlicher Informationen im Bereich der Gesundheitsvorsorge und der medizinischen, psychologischen und funktionellen Behandlung behinderter Kinder einschließlich der Verbreitung von Informationen über Methoden der Rehabilitation, der Erziehung und der Berufsausbildung und des Zugangs zu solchen Informationen, um es den Vertragsstaaten zu ermöglichen, in diesen Bereichen ihre Fähigkeiten und ihr Fachwissen zu verbessern und weitere Erfahrungen zu sammeln. Dabei sind die Bedürfnisse der Entwicklungsländer besonders zu berücksichtigen.
sowie auf Inanspruchnahme von Einrichtungen zur Behandlung von Krankheiten und zur Wiederherstellung der Gesundheit. Die Vertragsstaaten bemühen sich sicherzustellen, dass keinem Kind das Recht auf Zugang zu derartigen Gesundheitsdiensten vorenthalten wird.
2. Die Vertragsstaaten bemühen sich, die volle Verwirklichung dieses Rechts sicherzustellen, und treffen insbesondere geeignete Maßnahmen, um a. die Säuglings- und Kindersterblichkeit zu verringern;
b. sicherzustellen, dass alle Kinder die notwendige ärztliche Hilfe und Gesundheitsfürsorge erhalten, wobei besonderer Nachdruck auf den Ausbau der gesundheitlichen Grundversorgung gelegt wird; c. Krankheiten sowie Unter- und Fehlernährung auch im Rahmen der gesundheitlichen Grundversorgung zu bekämpfen, unter anderem durch den Einsatz leicht zugänglicher Technik und durch die Bereitstellung ausreichender vollwertiger Nahrungsmittel und sauberen Trinkwassers, wobei die Gefahren und Risiken der Umweltverschmutzung zu berücksichtigen sind;
d. eine angemessene Gesundheitsfürsorge für Mütter vor und nach der Entbindung sicherzustellen; e. sicherzustellen, dass allen Teilen der Gesellschaft, insbesondere Eltern und Kindern, Grundkenntnisse über die Gesundheit und Ernährung des Kindes, die Vorteile des Stillens, die Hygiene und die Sauberhaltung der Umwelt sowie die Unfallverhütung vermittelt werden, dass sie Zugang zu der entsprechenden Schulung haben und dass sie bei der Anwendung dieser Grundkenntnisse Unterstützung erhalten;
f. die Gesundheitsvorsorge, die Elternberatung sowie die Aufklärung und die Dienste auf dem Gebiet der Familienplanung auszubauen.
3. Die Vertragsstaaten treffen alle wirksamen und geeigneten Maßnahmen, um überlieferte Bräuche, die für die Gesundheit der Kinder schädlich. sind, abzuschaffen.
4. Die Vertragsstaaten verpflichten sich, die internationale Zusammenarbeit zu unterstützen und zu fördern, um fortschreitend die volle Verwirklichung des in diesem Artikel anerkannten Rechts zu erreichen. Dabei sind die Bedürfnisse der Entwicklungsländer besonders zu berücksichtigen.
lich der Sozialversicherung an und treffen die erforderlichen Maßnahmen, um die volle Verwirklichung dieses Rechts in Übereinstimmung mit dem innerstaatlichen Recht sicherzustellen. • Die Leistungen sollen gegebenenfalls unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Verhältnisse und der sonstigen Umstände des Kindes und der Unterhaltspflichtigen sowie anderer für die Beantragung von Leistungen durch das Kind oder im Namen des Kindes maßgeblicher Gesichtspunkte gewährt werden.
schen, sittlichen und sozialen Entwicklung angemessenen Lebensstandard an.
men ihrer Fähigkeiten und finanziellen Möglichkeiten die für die Entwicklung des Kindes notwendigen Lebensbedingungen sicherzustellen. 3
• Die Vertragsstaaten treffen gemäß ihren innerstaatlichen Verhältnissen und im Rahmen ihrer Mittel geeignete Maßnahmen, um den Eltern und anderen für das Kind verantwortlichen Personen bei der Verwirklichung dieses Rechts zu helfen, und sehen bei Bedürftigkeit materielle Hilfs- und Unterstützungsprogramme insbesondere im Hinblick auf Ernährung, Bekleidung und Wohnung vor.
• Die Vertragsstaaten treffen alle geeigneten Maßnahmen, um die Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen des Kindes gegenüber den Eltern oder anderen finanziell für das Kind verantwortlichen Personen sowohl innerhalb des Vertragsstaats als auch im Ausland sicherzustellen. Insbesondere fördern die Vertragsstaaten, wenn die für das Kind finanziell verantwortliche Person in einem anderen Staat lebt als das Kind, den Beitritt zu internationalen Übereinkünften oder den Abschluss solcher Übereinkünfte sowie andere geeignete Regelungen.
Rechts auf der Grundlage der Chancengleichheit fortschreitend zu erreichen, werden sie insbesondere
a. den Besuch der Grundschule für alle zur Pflicht und unentgeltlich machen;
b. die Entwicklung verschiedener Formen der weiterführenden Schulen allgemein bildender und berufsbildender Art fördern, sie allen Kindern verfügbar und zugänglich machen und geeignete Maßnahmen wie die Einführung der Unentgeltlichkeit und die Bereitstellung. finanzieller Unterstützung bei Bedürftigkeit treffen;
c. allen entsprechend ihren Fähigkeiten den Zugang zu den Hochschulen mit allen geeigneten Mitteln ermöglichen;
d. Bildungs- und Berufsberatung allen Kindern verfügbar und zugänglich machen; e. Maßnahmen treffen, die den regelmäßigen Schulbesuch fördern und den Anteil derjenigen, welche die Schule vorzeitig verlassen, verringern.
• Die Vertragsstaaten treffen alle geeigneten Maßnahmen, um sicherzustellen, dass die Disziplin in der Schule in einer Weise gewahrt wird, die der Menschenwürde des Kindes entspricht und im Einklang mit diesem Übereinkommen steht.
• Die Vertragsstaaten fördern die internationale Zusammenarbeit im Bildungswesen, insbesondere um zur Beseitigung von Unwissenheit und Analphabetentum in der Welt beizutragen und den Zugang zu wissenschaftlichen und technischen Kenntnissen und modernen Unterrichtsmethoden zu erleichtern. Dabei sind die Bedürfnisse der Entwicklungsländer besonders zu berücksichtigen.
a. die Persönlichkeit, die Begabung und die geistigen und körperlichen Fähigkeiten des Kindes voll zur Entfaltung zu bringen;
b. dem Kind Achtung vor den Menschenrechten und Grundfreiheiten und den in der Charta der Vereinten Nationen verankerten Grundsätzen zu vermitteln;
c. dem Kind Achtung vor seinen Eltern, seiner kulturellen Identität, seiner Sprache und seinen kulturellen Werten, den nationalen Werten des Landes, in dem es lebt und gegebenenfalls des Landes, aus dem es stammt, sowie vor anderen Kulturen als der eigenen zu vermitteln; d. das Kind auf ein verantwortungsbewusstes Leben in einer freien Gesellschaft im Geist der Verständigung, des Friedens, der Toleranz; der Gleichberechtigung der Geschlechter und der Freundschaft zwischen allen Völkern und ethnischen, nationalen und religiösen Gruppen sowie zu Ureinwohnern vorzubereiten;
e. dem Kind Achtung vor der natürlichen Umwelt zu vermitteln.
• Dieser Artikel und Artikel 28 dürfen nicht so ausgelegt werden, dass sie die Freiheit natürlicher oder juristischer Personen -beeinträchtigen, Bildungseinrichtungen zu gründen und zu führen, sofern die in Absatz 1 festgelegten Grundsätze beachtet werden und die in solchen Einrichtungen vermittelte Bildung den von dem Staat gegebenenfalls festgelegten Mindestnormen entspricht.
ße aktive Erholung sowie auf freie Teilnahme am kulturellen und künstlerischen Leben.
• Die Vertragsstaaten achten und fördern das Recht des Kindes auf volle Beteiligung am kulturellen und künstlerischen Leben und fördern die Bereitstellung geeigneter und gleicher Möglichkeiten für die kulturelle und künstlerische Betätigung sowie für aktive Erholung und Freizeitbeschäftigung.
nicht zu einer Arbeit herangezogen zu werden, die Gefahren mit sich bringen, die Erziehung des Kindes behindern oder die Gesundheit des Kindes oder seine körperliche, geistige, seelische, sittliche oder soziale Entwicklung schädigen könnte.
• Die Vertragsstaaten treffen Gesetzgebungs-, Verwaltungs-, Sozial- und Bildungsmaßnahmen, um die Durchführung dieses Artikels sicherzustellen. Zu diesem Zweck und unter Berücksichtigung der einschlägigen Bestimmungen anderer internationaler Übereinkünfte werden die Vertragsstaaten insbesondere
a. ein oder mehrere Mindestalter für die Zulassung zur Arbeit festlegen; b. eine angemessene Regelung der Arbeitszeit und der Arbeitsbedingungen vorsehen; c. angemessene Strafen oder andere Sanktionen zur wirksamen Durchsetzung dieses Artikels vorsehen.
lung oder Strafe unterworfen wird. Für Straftaten, die von Personen vor Vollendung des achtzehnten Lebensjahrs begangen worden sind, darf weder die Todesstrafe noch lebenslange Freiheitsstrafe ohne die Möglichkeit vorzeitiger Entlassung verhängt werden:
b. dass keinem Kind die Freiheit rechtswidrig oder willkürlich entzogen wird. Festnahme, Freiheitsentziehung oder Freiheitsstrafe darf bei einem Kind im Einklang mit dem Gesetz nur als letztes Mittel und für die kürzeste angemessene Zeit angewendet werden;
c. dass jedes Kind, dem die Freiheit entzogen ist, menschlich und mit Achtung vor der dem Menschen innewohnenden Würde und unter Berücksichtigung der Bedürfnisse von Personen seines Alters behandelt wird. Insbesondere ist jedes Kind, dem die Freiheit entzogen ist, von Erwachsenen zu trennen, sofern nicht ein anderes Vorgehen als dem Wohl des Kindes dienlich erachtet wird; jedes Kind hat das Recht, mit seiner Familie durch Briefwechsel und Besuche in Verbindung zu bleiben, sofern nicht außergewöhnliche Umstände vorliegen;
d. dass jedes Kind, dem die Freiheit entzogen ist,, das Recht auf umgehenden Zugang zu einem rechts-kundigen oder anderen geeigneten Beistand und das Recht hat, die Rechtmäßigkeit der Freiheitsentziehung bei einem Gericht oder einer ,anderen zuständigen, unabhängigen und unparteiischen Behörde anzufechten, sowie das Recht auf alsbaldige Entscheidung in einem solchen Verfahren.
anwendbaren humanitären Völkerrechts, die für das Kind Bedeutung haben, zu beachten und für deren Beachtung zu sorgen.
2. Die Vertragsstaaten treffen alle durchführbaren Maßnahmen, um sicherzustellen, dass Personen, die das fünfzehnte Lebensjahr noch nicht vollendet haben, nicht unmittelbar an Feindseligkeiten teilnehmen. 3. Die Vertragsstaaten nehmen davon Abstand, Personen, die das fünfzehnte Lebensjahr noch nicht vollendet haben1 zu ihren Streitkräften einzuziehen. Werden Personen zu den Streitkräften eingezogen, die zwar das fünfzehnte, nicht aber das achtzehnte Lebensjahr vollendet haben, so bemühen sich die Vertragsstaaten, vorrangig die jeweils ältesten einzuziehen.
4. Im Einklang mit ihren Verpflichtungen nach dem humanitären Völkerrecht, die Zivilbevölkerung in bewaffneten Konflikten zu schützen, treffen die Vertragsstaaten alle durchführbaren Maßnahmen, um sicherzustellen, dass von einem bewaffneten Konflikt betroffene Kinder geschützt und betreut werden.
tigt, beschuldigt oder überführt wird, in einer Weise behandelt zu werden, die das Gefühl des Kindes für die eigene Würde und den eigenen Wert fördert, seine Achtung vor den Menschenrechten und Grundfreiheiten anderer stärkt und das Alter des Kindes sowie die Notwendigkeit berücksichtigt, seine soziale Wiedereingliederung sowie die Übernahme einer konstruktiven Rolle in der Gesellschaft durch das Kind zu fördern.
2. Zu diesem Zweck stellen die Vertragsstaaten unter Berücksichtigung der einschlägigen Bestimmungen internationaler Übereinkünfte insbesondere sicher,
a. dass kein Kind wegen Handlungen oder Unterlassungen, die zur Zeit ihrer Begehung nach innerstaatlichem Recht oder Völkerrecht nicht verboten waren, der Verletzung der Strafgesetze verdächtigt, beschuldigt oder überführt wird;
b. dass jedes Kind, das einer Verletzung der Strafgesetze verdächtigt oder beschuldigt wird, An- spruch auf folgende Mindestgarantien hat:
hörden. und Einrichtungen zu fördern, die besonders für Kinder, die einer Verletzung der Strafgesetze verdächtigt, beschuldigt oder überführt werden, gelten oder zuständig sind; insbesondere a. legen sie ein Mindestalter fest, das ein Kind erreicht haben muss, um als strafmündig angesehen zu werden,
b. treffen sie, soweit dies angemessen und wünschenswert ist, Maßnahmen, um den Fall ohne ein gerichtliches Verfahren zu regeln,. wobei jedoch die Menschenrechte und die Rechtsgarantien uneingeschränkt beachtet werden müssen.
1. Um sicherzustellen, dass Kinder in einer Weise behandelt. werden, die ihrem Wohl dienlich ist und ihren Umständen sowie der Straftat entspricht, muss eine Vielzahl von Vorkehrungen zur Verfügung stehen, wie Anordnungen über Betreuung, Anleitung und Aufsicht, wie Beratung, Entlassung auf Bewährung, Aufnahme in eine Pflegefamilie, Bildungs- und Berufsbildungsprogramme und andere Alternativen zur Heimerziehung.
men eingegangenen Verpflichtungen gemacht haben, wird ein Ausschuss für die Rechte des Kindes eingesetzt, der die nachstehend festgelegten Aufgaben wahrnimmt.
2. Der Ausschuss besteht aus zehn Sachverständigen von hohem sittlichen Ansehen und anerkannter Sachkenntnis auf dem von diesem Übereinkommen erfassten Gebiet. Die Mitglieder des Ausschusses werden von den Vertagstaaten unter ihren Staatsangehörigen ausgewählt und sind in persönlicher Eigenschaft tätig, wobei auf eine gerechte geographische Verteilung zu achten ist sowie die hauptsächli- chen Rechtssysteme zu berücksichtigen sind.
von den Vertragsstaaten vorgeschlagen worden sind. Jeder Vertragsstaat kann einen seiner eigenen Staatsangehörigen vorschlagen.
4. Die Wahl des Ausschusses findet zum ersten Mal spätestens sechs Monate nach Inkrafttreten dieses Übereinkommens und danach alle zwei Jahre statt. Spätestens vier Monate vor jeder Wahl fordert der Generalsekretär der Vereinten Nationen die Vertragsstaaten schriftlich auf, ihre Vorschläge innerhalb von zwei Monaten einzureichen. Der Generalsekretär fertigt sodann eine alphabetische Liste aller auf diese Weise vorgeschlagenen Personen an unter Angabe der Vertragsstaaten, die sie vorgeschlagen haben, und übermittelt sie den Vertragsstaaten.
5. Die Wahlen finden auf vom Generalsekretär am Sitz der Vereinten Nationen einberufenen Tagungen der Vertragsstaaten statt. Auf diesen Tagungen, die beschlussfähig sind, wenn zwei Drittel der Vertragsstaaten vertreten sind, gelten die Kandidaten als in den Ausschuss gewählt, welche die höchste Stimmenzahl und die absolute Stimmenmehrheit der anwesenden und abstimmenden Vertreter der Vertragsstaaten auf sich ,vereinigen.
6. Die Ausschussmitglieder werden für vier Jahre gewählt. Auf erneuten Vorschlag können sie wieder gewählt werden. Die Amtszeit von fünf der bei der ersten Wahl gewählten Mitglieder läuft nach zwei Jahren ab; unmittelbar nach der ersten Wahl werden die Namen dieser fünf Mitglieder vom Vorsitzenden der Tagung durch das Los bestimmt.
7. Wenn ein Ausschussmitglied stirbt oder zurücktritt oder erklärt, dass es aus anderen Gründen die Aufgaben des Ausschusses nicht mehr wahrnehmen kann, ernennt der Vertragsstaat, der das Mitglied vorgeschlagen hat, für die verbleibende Amtszeit mit Zustimmung des Ausschusses einen anderen unter seihen Staatsangehörigen ausgewählten Sachverständigen.
deren vom Ausschuss bestimmten geeigneten Ort statt. Der Ausschuss tritt in der Regel einmal jährlich zusammen. Die Dauer der Ausschusstagungen wird auf einer Tagung der Vertragsstaaten mit Zustimmung der Generalversammlung festgelegt und wenn nötig geändert.
11. Der Generalsekretär der Vereinten Nationen stellt dem Ausschuss das Personal und die Einrichtungen zur Verfügung, die dieser zur wirksamen Wahrnehmung seiner Aufgaben nach diesem Übereinkommen benötigt.
12. Die Mitglieder des nach diesem Übereinkommen eingesetzten Ausschusses erhalten mit Zustimmung der Generalversammlung Bezüge aus Mitteln der Vereinten Nationen zu den von der Generalversammlung' zu beschließenden Bedingungen.
Berichte über die Maßnahmen, die sie zur Verwirklichung der in diesem Übereinkommen anerkannten Rechte getroffen haben, und über die dabei erzielten Fortschritte vorzulegen, und zwar: a) innerhalb von zwei Jahren nach Inkrafttreten des Übereinkommens für den betreffenden Vertragsstaat, b) danach alle fünf Jahre.
2. In den nach diesem Artikel erstatteten Berichten ist auf etwa bestehende Umstände und Schwierigkeiten hinzuweisen, welche die Vertragsstaaten daran hindern ,die in diesem Übereinkommen vorgesehenen Verpflichtungen voll zu erfüllen. Die Berichte müssen auch ausreichende Angaben enthalten, die dem Ausschuss ein umfassendes Bild von der Durchführung des Übereinkommens in dem betreffenden Land vermitteln.
3. Ein Vertragsstaat, der dem Ausschuss einen ersten umfassenden Bericht vorgelegt hat, braucht in seinen nach Absatz 1 Buchstabe b vorgelegten späteren Berichten die früher mitgeteilten grundlegenden Angaben nicht zu wiederholen.
4. Der Ausschuss kann die Vertragsstaaten um weitere Angaben über die Durchführung des Übereinkommens ersuchen.
5. Der Ausschuss legt der Generalversammlung über den Wirtschafts- und Sozialrat alle zwei Jahre einen Tätigkeitsbericht vor.
6. Die Vertragsstaaten sorgen für eine weite Verbreitung ihrer Berichte im eigenen Land.
Vereinten Nationen das Recht, bei der Erörterung der Durchführung derjenigen Bestimmungen des Übereinkommens vertreten zu sein, die in ihren Aufgabenbereich fallen. Der Ausschuss kann, wenn er dies. für angebracht hält, die Sonder-Organisationen, das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen und andere zuständige Stellen einladen, sachkundige Stellungnahmen zur Durchführung des Übereinkommens auf Gebieten abzugeben, die in ihren jeweiligen Aufgabenbereich fallen. Der Ausschuss kann die Sonderorganisationen, das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen und andere Organe der Vereinten Nationen einladen, ihm Berichte über die Durchführung des Übereinkommens auf Gebieten vorzulegen, die in ihren Tätigkeitsbereich fallen;
b. übermittelt der Ausschuss, wenn er dies für angebracht hält, den Sonderorganisationen, dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen und anderen zuständigen Stellen. Berichte der Vertragsstaaten, die ein Ersuchen um fachliche Beratung oder Unterstützung oder einen Hinweis enthalten, dass ein diesbezügliches Bedürfnis besteht; etwaige Bemerkungen und Vorschläge des Ausschusses zu diesen Ersuchen oder Hinweisen werden beigefügt;
c. kann der Ausschuss der Generalversammlung empfehlen, den Generalsekretär zu ersuchen, für den Ausschuss Untersuchungen über Fragen im Zusammenhang mit den Rechten des Kindes durchzuführen;
d. kann der Ausschuss aufgrund der Angaben, die er nach den Artikeln 44 und 45 erhalten hat, Vorschläge und allgemeine Empfehlungen unterbreiten. Diese Vorschläge und allgemeinen Empfehlungen werden den betroffenen Vertragsstaaten übermittelt und der Generalversammlung zusammen mit etwaigen Bemerkungen der Vertragsstaaten vorgelegt.
bereinkommen ratifiziert oder ihm beitritt, tritt es am dreißigsten Tag nach Hinterlegung seiner eigenen Ratifikations- oder Beitrittsurkunde in Kraft.
nen einreichen. Der Generalsekretär übermittelt sodann den Änderungsvorschlag den Vertragsstaaten mit der Aufforderung, ihm mitzuteilen, ob sie eine Konferenz der Vertragsstaaten zur Beratung und Abstimmung über den Vorschlag befürworten. Befürwortet, innerhalb von vier Monaten nach dem Datum der Übermittlung wenigstens ein Drittel der Vertragsstaaten eine solche Konferenz, so beruft der Gene-
ralsekretär die Konferenz unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen ein. Jede Änderung,' die von der Mehrheit der auf der Konferenz anwesenden und abstimmenden Vertragsstaaten angenommen wird, wird der Generalversammlung zur Billigung vorgelegt.
2. Eine nach Absatz 1 angenommene Änderung tritt in Kraft, wenn sie von der Generalversammlung der Vereinten Nationen gebilligt und von einer Zweidrittelmehrheit der Vertragsstaaten angenommen worden ist
3. Tritt eine Änderung in Kraft so ist sie für die Vertragsstaaten die sie angenommen haben, verbindlich, während für die anderen Vertragsstaaten weiterhin die Bestimmungen dieses Übereinkommens und alle früher von ihnen angenommenen Änderungen gelten.
Ratifikation oder beim Beitritt anbringt, entgegen und leitet ihn allen Staaten zu
bezügliche Notifikation zurückgenommen werden; dieser setzt alle Staaten davon in Kenntnis. Die Notifikation wird mit dem Tag ihres Eingangs beim Generalsekretär wirksam.
1. ¿En que área de la niñez esta trabajando la institución? 2. ¿Que tipo de población atiende la institución?n ustedes? 3. ¿Cual es el propósito de la institución? 4. ¿Que tipo de actividades desempeña la institución? 5. ¿Que tareas realiza usted en la misma? 6. ¿Con que otras organizaciones coordina la institución? 7. ¿Que impacto ha tenido el trabajo realizado por la institución?
1. Welchen Bereich deckt Ihre Einrichtung in Bezug auf Kinder ab? 2. Welche Bevölkerungsgruppe betreut Ihre Einrichtung? 3. Was ist das Ziel Ihrer Einrichtung? 4. Welche Aktivitäten führt Ihre Einrichtung aus? 5. Welche Aufgaben führen Sie selbst in der Einrichtung aus? 6. Mit welchen anderen Organisationen koordiniert Ihre Einrichtung? 7. Welche Wirkung hat die Arbeit Ihrer Einrichtung bisher gehabt?
los derechos del Niño y la Niña de la ONU. En su opinión ¿cual ha sido la consecuencia de esta ratificación?
2. En este país hay muchos niños y muchas niñas a los que le son negados sus derechos. ¿Cuales piensa usted son los derechos que más son violados en El Salvador?
3. En su opinión ¿cual es la causa o cuales son las causas principales que mantienen el desprecio de estos derechos?
infantiles no gubernamentales. ¿En que han beneficiado este tipo de atenciones?
la de las niñas. ¿Que explicación tiene usted para esto? Porque los padres deciden mandar al niños antes que a la niña a la escuela?
10. ¿Puede mencionar causas por las que en El Salvador se violan los derechos de la niñez en la familia?
país. ¿Cuales fueron en este momento las consecuencias para los niños y las niñas salvadoreños?
12. ¿Que hace el gobierno salvadoreño para establecer los derechos de la niñez en este país?
13. Finalmente, ¿Cómo piensa usted debería actuar el gobierno en el ámbito político y estratégico para mejor la situación?
¡Muchas gracias por atenderme!
brachte dies Ihrer Meinung nach mit sich?
2. In diesem Land gibt es viele Kinder, denen die Rechte verweigert werden. Welche Rechte werden Ihrer Meinung nach in El Salvador am meisten verletzt?
3. Was glauben Sie ist die Hauptursache bzw. was sind die Hauptursachen für die Missachtung dieser Rechte?
betreut. Welchen Einfluss haben diese Einrichtungen auf die Kinder?
Schule. Wie erklären Sie sich das? Warum entscheiden die Eltern zunächst den Sohn und erst dann die Tochter in die Schule einzuschreiben?
10. Was sind Ihrer Meinung nach die Ursachen für die Verletzung von Kinderrechten innerhalb der Familie?
11. Der Hurrikan Mitch und die Erdbeben des Jahres 2001, haben dem Land sehr gescha- det. Was waren in diesem Moment die Folgen für die Kinder aus El Salvador?
derrechte in diesem Land?
13. Zum Abschluss dieses Interviews möchte ich nun von Ihnen wissen, was der Staat Ihrer Meinung nach auf politischer und strategischer Ebene tun sollte um die Situation zu verbessern?
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
I: Ahora quiero que usted me haga una pequeña reflexión sobre la situación de los derechos de la niñez en el ámbito nacional. Para esto las siguientes preguntas. En el año 1990 la Asamblea Legislativa de El Salvador ratificó la Convención sobre los derechos del Niño y la Niña de la ONU. ¿En su opinión cual ha sido la consecuencia de esta ratificación? E: Bueno yo creo que sobre todo ha habido antelaciones en el ámbito de los niños y si se ha creado una
institucionalidad, a raíz de eso se creo el instituto salvadoreño de protección al menor, que se llama instituto salvadoreño para niñez y adolescencia, pero las mayores alteraciones han sido en materia de justicia penal juvenil, pero resulta que en lo que más se avanzo, en año pasado se comenzó a retroceder en ello, pero el mayor déficit del sistema en materia de niñez, desde el ámbito estatal, es que todavía la debilidad política de institución rectora y la valididad de funciones con la secretaria nacional de(375), nosotros tenemos un sistema de protección a la familia, la mujer, la juventud y la adolescencia, basada en la figura de la primera dama a la (378) del primer danismo latinoamericano de los años 60, me explico, o sea todavía, eso hace que todavía prevalezca a algunas concepciones de situación irregular y tutelaje del antiguo modelo, previa a la convención sobre los derechos de la niñez, entonces tenemos legislación y retórica, eh, doctrina de la protección integral, de doctrina de la convención sobre los derechos del niño, pero tenemos practicas estatal, de la situación,
inspiradas en la doctrina de la situación irregular. En eso es el mayor déficit. ¿Avances? Bueno, por ejemplo a raíz de la firma de la convención, el marco conceptual, bajo el cual se ha aplicado el esquema de la vacunación,
se ha basado en la convención sobre el derecho de los niños a estar inmunizados, verdad, entonces son áreas de mayor avances, el tema de inmunización, pero por ejemplo, nosotros manejamos con una niñez que tiene un 20% de desnutrición crónica, entonces si uno lo ve en términos de inversión, tenemos apenas un 2.4 % del PIB de inversión el la educación, es decir si uno quisiera ver reflejada, que la convención sobre los derechos del niño se les tome en serio, primero los tendría que ver reflejado en, y no ha tenido mayor impacto en las decisiones políticas presupuestarias. I: En este país hay muchos niños y sobre todo niñas a las que le son negados sus derechos. ¿Cuales piensa usted son los derechos que más son violados en El Salvador? E: Mira, aquí decimos que los derechos mas violados son los que no se denuncian. Dos cosas son las que sufre principalmente nuestra niñez, verdad, una es niveles de desatención altísimas en materia de servicios sociales básicos de salud, de educación, tenemos 160,000 niños en la edad de educación obligatoria que no estudian, verdad, tenemos el 20% de niños que están en una situación de desnutrición crónica, verdad, tenemos por otro lado tenemos un 80% de niños que padece de alguna forma de violencia y un 33% de niños, o sea 1 de cada 3 niños nuestros a sufrido alguna forma de abuso sexual, todavía son las dos dimensiones, ¿qué ataca a nuestra niñez? Por un lado la violencia y por otro lado la desatención, que es otra forma de violencia, desatención, o sea la política social de este país, no mira entorno a (423)sino que mira entorno a los intereses del modelo económico, que este momento se ha abierto totalmente la economía y que servicios como salud, educación, van a estar en el juego de libre comercio, por ejemplo, y donde por ejemplo se ha descubierto que las ayudas alimentarías que suplen las deficiencias en materia, de producción de alimentos del país, incluso se están introduciendo alimentos
transgénicos, o sea que en este momento, imagínese con un 20% de niños con desnutrición crónica, estamos formando una generación, enferma, desnutrida. Ahora lo grave, obviamente somos un país pobre con atrasos, pero lo grave es que la niñez no logra convocar a los actores políticos ni a los sectores de poder o sea usted ve ahora una campaña, donde dice un súper “compre comida se lo vamos a llevar a los pobres”, o sea es toda una tradición de calidad, todavía prevalece en la practica publica una visión hacia la infancia de calidad. I: ¿En su opinión cual es la causa o cuales son las causas principales que mantienen el desprecio de estos derechos? E: Bueno son dos cosas, una es la concepción de niñez que tenemos, verdad, todavía no tenemos el concepto de niñez, como sujeto de derechos y dos es el tema de que en la niñez van a redactar van a todas las deficiencias del sistema político y sociales, retroceso del estado social que tuvimos algunos inicios a partir de los años 50 se ha comenzado a desparcelar a partir de mediados de los 80, nos hemos vuelto violentologos(459)cual es porque nos distrae de los temas sociales, de la niñez, que son los que están a la base de la trata de la violencia. I: ¿ Hasta que punto piensa usted que el desprecio de estos derechos tiene algo que ver con la cultura salvadoreña? E: Si, en la base hay una concepción de niñez objeto, verdad, ese es el tema, de que parte de la violencia, el desprecio, de coincidir que la niñez no pueda recibir cualquier tipo de tratamiento porque no, entonces la niñez es objeto, que era la concepción, eso tiene mucho que ver con que en etapa posconflicto no hemos superado los efectos, los traumas de la violencia, de valorizar la vida y como vida a los niños, o sea somos una sociedad en ciertos puntos suicida, si no vea manejamos. I: ¿Que derechos de la niñez piensa usted deberían tener empeño principalmente?
E: Bueno yo creo que derechos humanos que tener una visión más sistémica, verdad, integral, obviamente que es tan grave la violencia hacia la infancia y desde la infancia, como el tema de educación, pero si hay algo que hay que apostar en este momento es el tema de educación, por eso nosotros hemos iniciado esta reflexión sobre el derecho de la educación, porque esto es un derecho que tiene la capacidad, tiene respectos enérgicos, importantes, la puesta debería ser esencialmente al tema de la educación y hacer esfuerzos serios con, atacar de fondo las causas que dominan la violencia de los jóvenes y hacia los jóvenes, hay que ver las tasas de violencia que se dirige hacia los niños y adolescentes. I: En los últimos años muchas niñas y muchos niños han sido atendidos en centros infantiles no gubernamentales. ¿En que han beneficiado este tipo de atenciones? E: Mire en este momento hay una sobre institucionalización de centros. Existen 2,000 que atienden a niños, sin un modelo claro de control, hay un problema de control, por eso pueden en este momento estarse dando abusos y no tener el estado, nosotros desde el ámbito del estado todo el pleno conocimiento de que es lo que esta pasando, ¿que modelos?, porque si se están aplicando modelos de familia en estas entidades o si se están aplicando modelos tutelares nada mas, en el ISNA, como primer rectora, no tiene capacidad de darle control monitoreo, seguimiento, sanción cuando se dea el caso. Esto es un tema que tiene que tener mayor control, yo no quiero decir que OESES e ISNA han tomado decisiones iniciales, no que digo es que no veo, puedo confirmar que no hay la capacidad del ISNA de ejercer rectorías sobre este tipo de procesos, y sobre todo de administrar programas para esto. I: ¿Puede mencionar causas por las que hoy en día se violan los derechos de la niñez en la familia? E: Mire esto tiene que ver con lo que hemos estado hablando, con la concepción que se tiene de los niños, con el hecho
que por ejemplo en el tema del maltrato y el castigo corporal, el sistema educativo y la propia familia no nos hemos preocupado porque incorporen un nuevo modelo de disciplina y también que hay, son una serie de factores multicausales como por ejemplo como la familia ha dejado de cumplir sus roles tradicionales, por supervivencia, tenemos que tener en cuenta de que 40% de familias, viven en esquemas de su existencia, con esquemas sumamente frágiles, dentro de los cuales, son los niños de estas familias son vulnerables a la violencia, al descuido, al maltrato, entonces no hay que, no es que le restemos responsabilidad al ámbito familiar, pero hay que verificar que apoyo recibe de la sociedad y del estado, a perdido rol el ámbito comunitario, muy poca incidencia que esta teniendo actualmente, nosotros que venimos de una
tradición, por nuestra misma cultura indígena, de una vida comunitaria con esquemas impuestos, eh, visión
individualista del mundo, nos han despojado de los valores, de la vida comunitaria. I: ¿Que posibilidad ve usted en el trabajo con padres y madres de familia? E: Yo creo que es un gran, si esto se hace con la visión que nos da la convención de la estricta responsabilidad, del estado, comunidad, familia, si se hace con esa visión integrada de garantes y de responsables desde el estado de la niñez, eso es correcto, verdad, pero mi temor es, de que estemos invulcando una visión de traslado de responsabilidades a las familias sin los apoyos
necesarios, eso es valido siempre y cuando el estado aclare cuando hacer su apoyo a la unidad familiar, como la unidad que proporciona las necesidades de su existencia de afecto, de identidad, o sea si se apoya, o sea si esto esta en el marco de que se le brindan a las familias los apoyos, la infraestructura, la red de apoyo para que saque adelante proyectos familiares, eso es correcto.
I: ¿Dónde cree usted están las dificultades, los limites en este trabajo? E: En eso, debe ser sobre la base que se aclare cual va a ser los programas, servicios, apoyos, instituciones que van a dar a la familia los apoyos necesarios para sacar adelante. Y el limite, el mayor, eh, la pobreza es una condicional de pertinencia de sacar adelante un proyecto familiar, no es el único y puede llegar en un momento determinado a no ser el más importante, a la base esta que la niñez es responsabilidad compartida, de la familia, estado y comunidad, una cosa importantísima, los apoyos comunitarios, la red de apoyo comunitarias que puedan ser activadas y promovidas. I: Según la experiencia de Nuevo Amanecer la tasa de matriculación de la niña suele ser mas baja que la del niño. ¿Que explicación tiene usted para este resultado? ¿Porque los padres deciden mandar a los hijos antes que a las hijas? E: Bueno esto no es igual en todos los sectores, en la clase media, urbana, tiende a ser igual o incluso inferior la tasa de matriculación del niño, problema es en cuanto nos acercamos a los extractos urbanos-marginales al área rural, donde la valoración social desde la educación familiar es baja donde el destino a tareas de domestico. Se tiene la creencia de que el niño tiene mas posibilidad de brindar apoyos si estudia, se valora mas si estudia el niño, porque se tiene la creencia de que lo puede aprovechar mas, en términos de apoyos económicos al sujeto familiar y que puede haber una incorporación al trabajo, pero en esencia es la prevalencia, es la concepción machista de la sociedad, que ha servido para lizar la formación de las niñas. I: Hasta el año 1992 no se firmo el acuerdo de paz. Los padres y las madres de los niños y las niñas del país todos han vivido la guerra. ¿Piensa usted que esto puede
ser una de las causas por las que hoy en día se violan los derechos de la niñez en la familia? E: No, ya a doce años de los acuerdos de paz ya tendríamos que estar viendo créditos de la democracia formal a la que estábamos en el año 1992, el problema es, que los temas pendientes son los que están, por ejemplo el sistema económico, social, el tema de abordaje de violencia, por el efecto postraumáticos, no se abordo, aquí no hubo abordaje serio, de la violencia social como fenómeno postraumático, por un afecto postraumático, verdad, eso quedo fuera de la agenda en los acuerdos de paz, quedo fuera de la agenda, eh, situaciones de seguridad social de las familias. I: Los terremotos del año 2001 afectaron mucho al país. ¿Cuales fueron en este momento las consecuencias para los niños y las niñas salvadoreñas? E: O sea las consecuencias, fueron quizás la población mas afectada, no solamente por la incidencia económica, educativa en el caso, hubo alrededor de 6,000 niños que no regresaron a la escuela, verdad, después de los
terremotos, eso nos refleja la alta vulnerabilidad, o sea que estamos en esquemas sumamente frágiles de
supervivencia, además al igual que con la guerra no se abordo el efecto del estrés postrauma, porque no abordamos, no se tuvo la capacidad de una campaña de salud mental con los niños y eso ha quedado, o sea no sabemos que efectos, y lo que es mas grave, este país esta amenazado cíclicamente por ese fenómeno, no estamos formando una generación preparada para eliminar, no hemos eliminado muchas de las condiciones de vulnerabilidad de hecho se han incrementado por el deterioro del medio ambiente, por la falta de control en las reglas constructivas, se han incrementado algunas profesiones de vulnerabilidad ambiental y no hemos preparado esta generación para un nuevo déficit, aquí somos un país altamente vulnerable a los fenómenos naturales, nosotros
no recibimos el impacto directo de Mitch, pero lo que recibimos del Mitch fue suficiente para poner en situación de revindicados a un numero relevante de personas no estante no estamos como Nicaragua y Honduras cerca de donde sugirieron estos fenómenos a nosotros no nos tendrían que haber afectado tanto, pero esto indica que hay una gran vulnerabilidad ambiental I: ¿Que opina usted hace el gobierno salvadoreño para establecer los derechos de la niñez? E: Mire para empezar, este gobierno comenzó con la misma tónica de que sea una primera dama rectora de la política de la infancia, no hemos salido de nada, verdad, no hay indicios de que va haber incrementos supuestarios en el área de educación, verdad, no hay indicios, se dictaron las observaciones finales del comité de los derechos del niño en junio y el gobierno ni siquiera las ha dado a conocer y no ha convocado a un dialogo nacional entorno a las observaciones finales del comité. Hemos emitido esa serie de informe y tengo aquí el seguimiento a los informes para hacer la redundancia y son informes de papel, todavía no, hay áreas que sencillamente todavía no hay respuesta no hay ninguna evolución positiva ni oferta de hacerla a mediano plazo, hay áreas como es el tema de la inmunización, es uno, pero acá es para que no se mueran de enfermedad si no que se mueran de hambre, porque se mueren acá los niños hambre en este país, pero por lo menos de las enfermedades tradicionales, como la varicela, sarampión, el tétanos, la tuberculosis no, porque para eso hay vacunas, o sea mantener una población en estado letargo a pura vacuna. I: ¿Piensa usted que el gobierno tiene culpa en la violencia de los derechos de las niñas y de los niños? E: Bueno que vino hacer con el plan mano dura, a incrementar la situación de violencia, o sea el efecto fue que el municipio mas violente del país, Soyapan incremento el índice de luicidio, con la aplicación del plan mano dura,
alborotado al lapicero, como decimos acá, a cuando se da soluciones a la violencia de los jóvenes y la violencia en general que no atacan las causas reales del problema y soluciones de ley y orden de mano dura el efecto a la larga es contraproducente y altera, va elevando índices de violencia, o sea a lograr paz momentánea pero acumular violencia para un momento posterior. El tema de este país es que no hay posibilidades, el 90% de los jóvenes su aspiración es irse del país, entonces este es un país que ya tiene un rendimiento en términos de producción de vienes, y de producción cultiva tan bajo que no es eficiente van estar en ello, para los jóvenes, es bueno para el que viene con dinero para invertir y montar una maquila, pero eso solo, tiene un rango, entonces hay una infraestructura hotelera, hay carreteras, pero hay un 60% de pobreza y los jóvenes se enfrentan a un desempleo abierto de casi el 20% y o a incorporarse a un economista formal que no les saca de ahí, sin seguridad social, sin posibilidades de desarrollo, entonces en este momento ser joven es una cosa dura. En este país hay dos cosas que son duras, ser joven y ser viejo. Porque ser viejo en este país es tener o no tener pensión o tener una pensión de miseria, tener que seguir trabajando, verdad, la situación de la población adulta mayor es critica. La pregunta es cual es la opción, verdad, estamos en un momento en que puede aparecer una opción aumentaría o estamos en un momento donde puede haber un viraje hacia un modelo de democracia mas abierta, porque el modelo de desarrollo y el modelo de democracia simplemente formal ya colapso. I: ¿Cómo piensa usted debería actuar el gobierno en el ámbito político y estratégico para mejor la situación? E: Para empezar hay que decir que tenemos un gobierno altamente pendiente un poco mas en la maniobra respecto acceder al poder, verdad, no es un gobierno nacional si no que es un gobierno oligárquico, verdad, entonces con ni tan poco más de maniobra la alianza nacional la tienen que
generar los actores de poder y incidencia en este país, y ambos y lamentablemente tenemos una sociedad civil tan desfortalecida que por ejemplo por eso es que somos escuchado la procuraduría, porque ante la ausencia de una sociedad civil y un posición política real, ya tan débil y tan fragmentada como la que tenemos verdad y tan indebida en sus propios, entonces la esperanza acá es, hay una propuesta, se ha girado una propuesta desde la
procuraduría cuando se presento el informe de la niñez y es que se asume el tema de niñez como el primer tema de impacto nacional, ósea es uno de los temas que pueden prestarse a generar un consenso nacional importante, base para un consenso nacional amplio. I: ¡Muchas gracias por atenderme!
I: Ahora quiero que usted me haga una pequeña reflexión sobre la situación de los derechos de la niñez en el ámbito nacional. Para esto las siguientes preguntas. En el año 1990 la Asamblea Legislativa de El Salvador ratificó la Convención sobre los derechos del Niño y la Niña de la ONU. ¿En su opinión cual ha sido la consecuencia de esta ratificación? E: Bueno la consecuencia, los efectos o la consecuencia de la ratificación tiene varios efectos, por un lado obliga al estado, en este caso a los gobiernos al ratificarse de la convención, para el caso El Salvador a hacer toda un red legislativa por un lado, como poder vincular toda la parcialidad que había en materia legal a un solo cuerpo de ley por un lado y ahí se esta haciendo el esfuerzo de lo que es código de la niñez y la adolescencia en principio hubo unos avances términos de lo que fue la creación del código de familia, la parte la ley del menor infractor y otras leyes relativas. También por un lado en la parte legal doctrinaria pero también en la parte de creación de instancias administrativas lo que es la creación de la procuraduría adjunta, el mismo ISNA, o antes Instituto Salvodoreño Protección al menor y otras instancias similares pero por otro también a poder visibilizar con mayor fuerza los problemas que la niñez atraviesa y otro aspecto de la ratificación es de que exista un comité en naciones unidas que en cierta forma tiene los ojos hacia El Salvador, tiene vida, se esta aplicando o no la convención, también ha obligado a revisar sobre la importancia de hacer asignaciones presupuestarias
especificas para los programas. Y al poder hacer ese balance por cual son los obstáculos que han imposibilitado a hacer una aplicación practica e integral de la convención porque haciendo un balance, aurita hace 20 años
de ratificar la convención esta no esta teniendo una aplicación. I: En este país hay muchos niños y sobre todo niñas a las que le son negados sus derechos. ¿Cuales piensa usted son los derechos que más son violados en El Salvador? E: Bueno, cuando uno hace ese ejercicio y les hace esa pregunta directamente a los niños y las niñas, por su vivencia, eso depende tanto, si lo vemos dentro del análisis de vivencia practica y toda la interrelación que tiene el tema de derechos, pero cuando se les pregunta por ejemplo a los niños y a las niñas cual es el derecho mas violado, parto primero al derecho de la educación, el derecho a la alimentación y la otra parte el derecho al afecto, lo ven vinculado en el marco de las relaciones familiares, por otro lado la relación se puede hacer en el sentido de poder reflejar las condiciones es por ejemplo el desempleo que sus papas pueden estar viviendo, entonces tiene una interrelación directa, si uno ve los indicadores de niñez, por ejemplo acá en El Salvador 8 de cada 10 niños son maltratados en cualquiera de sus
manifestaciones, ya sea dentro de la casa o fuera de la casa, entonces eso es un indicador que nos refleja la parte de la cultura misma, de ver a la niñez mas que como sujeto social de derechos, se sigue viendo como propiedad, entonces esto es un aspecto que llama la atención. Entonces en este sentido la niñez puede remarcar el derecho a no ser violentados y lo vemos que la violentación de este derecho puede estar remarcado no solamente por golpe físico si no general en la
alimentación, una vivienda adecuada, un acceso a la educación, entonces todos tienen una interrelación bastante directa. I: ¿En su opinión cual es la causa o cuales son las causas principales que mantienen el desprecio de estos derechos? E: Son diversas, las causas son variadas y también los factores interrelacionados a la violación, quizás son
fuertes en el aspecto cultural que ya mencionaba, el aspecto de ver a la niñez como propiedad, por otro lado es la desatención de las instancias desde el cumplimiento de la convención y por otro lado la ausente de una política integral, entonces esos tres elementos como que fueran un aspecto bastante importante que están interrelacionados y que en esta forma han impedido que la convención tenga una aplicación practica. I: ¿Cómo piensa usted que afecta la pobreza en los derechos de la niñez? E: Bueno la pobreza es UN elemento, pero como decía son una serie de factores interrelacionados y obviamente si en países en desarrollo en proceso de desarrollo como El Salvador es donde por un lado casi 6 MIO de habitantes con una deuda externa bastante amplia, con problemas sociales como pandillas, como la desintegración familiar, la violencia intra familiar, niños en situación de calle, niños y niñas que se incorporan temprano al trabajo infantil, son reflejos, todo esto es efecto de la misma situación de pobreza Salvador, pero esto es un factor, entonces habría que revisar los otros factores que también están vinculados a políticas extranjeras políticas de ajuste económicos, políticas económicos que están como golpeando muy fuerte la economía salvadoreña, entonces el tema de migración también, trafico, entonces realmente son una serie de factores que obviamente la pobreza, tiende a visibilizarse mas, entonces quizás, mas que la pobreza hacer el aspecto de la exclusión social. I: ¿Que derechos de la niñez piensa usted deberían tener empeño principalmente? E: Bueno si lo queremos ver desde un aspecto integral lo que es el mismo derecho a la vida, en la medida en que el derecho a la vida tenga una connotación practica, concreta, que se van su ventando todos los otros derechos, el derecho a la educación, la salud.
Esto es cuestionable en el sentido de que todos los derechos son indivisibles, no tiene uno primacía sobre otro, entonces ahí no podemos poner en orden de importancia los derechos. I: En los últimos años muchas niñas y muchos niños han sido atendidos en centros infantiles no gubernamentales. ¿En que han beneficiado este tipo de atenciones? E: Esa es una iniciativa todo lo que son los centros de desarrollo infantil, lo que antes tenia una concepción de guardería que fue como desarrollándose y avanzando en tanto de constituirse en centros de desarrollo infantil, mas que la concepción de ir a guardar a los niños, en termino de potenciar su desarrollo integral, por todos los otros aspectos de salud, educación, obviamente ha
fortalecido, potenciado o tribuido mejor dicho a una obligación que el estado tanto garantizar el derecho a la educación, desde la primera infancia. Entonces en cierta forma, las ONGs a través de programas no formales y por otro lado luego que se inscriben a lo que es el ISNA de retomarlo como ya un programa mas formal, han contribuido esta iniciativa de la atención inicial y en cierta forma también por las metodologías innovadoras que se pueden aplicar en programas iniciales contribuyen en cierta forma al desarrollo cognoscitivo, si como triste, los niños y las niñas pero que son programas que requieren también su fortalecimiento no solo en la vía cognoscitiva sino en la complementariedad de las otras áreas de salud de educación entonces de hecho son programas que han contribuido y contribuyen a la misma a despertar la misma, lo mismos procesos de creatividad, criticidad en los niños y las niñas y el mismo conocimiento que se va impregnando desde las edades iniciales al conocimiento de sus derechos que les asisten. I: ¿En su institucion trabajan con madres y padres de familia? E: Si
I: ¿Ha visto usted en su trabajo un impacto en los padres y las madres de familia? E: En todos los programas que parten las organizaciones miembros de la RED uno de los grupos metas la constituyen las mamas y los papas.
En cierta forma si he visto un impacto, en el sentido de que por lo menos algunos padres de familia conocen que las niños y las niñas tienen sus derechos hoy se detienen antes de poder maltratarlos aunque también hace falta profundizar sobre el aspecto también cultural es el mas fuerte que todas las acciones de promoción y divultacion que se puedan hacer. Y ahí si es importante trabajar el aspecto de la educación, lo que es el aspecto de la educación integral. I: Según la experiencia de Nuevo Amanecer la tasa de matriculación de la niña suele ser mas baja que la del niño. ¿Teniendo en cuenta que en el pueblo salvadoreño hay mas mujeres que hombres, que explicación tiene usted para este resultado? ¿Porque los padres deciden mandar a los hijos antes que a las hijas? E: Esto esta vinculado al aspecto cultural y al aspecto si lo queremos revisar mas allá en el tema por ejemplo lo que es el enfoque del genero, el tema relacionado al machismo, al poder, entonces este tiene como mas posibilidades los niños que se vinculen a un sistema formal que las niñas y dentro de la visión de los papas es la utilidad practica que puede tener las niñas en el hogar a hacer las tareas domesticas, a cuidar de los hermanitos a los niños. Entonces la turicacion de roles, dentro de la misma familia, a las niñas mas el rol de cuidadoras, amas de casas, amas domesticas, que a los niños, con la visión de que el niño, para el trabajo del campo o adjudicar otros trabajos, por su condición de niño y niña que llevan mayor o menor riesgo desde la visión de los adultos. I: Hasta el año 1992 no se firmo el acuerdo de paz. Los padres y las madres de los niños y las niñas del país
todos han vivido la guerra. ¿Piensa usted que esto puede ser una de las causas por las que hoy en día se violan los derechos de la niñez en la familia? E: Es posible, nosotros hicimos una investigación, en tanto en que que medida la guerra a contribuido al menos la experiencia traumática de guerra de los adultos pueden estar contribuyendo o constituirse factores de riesgos para el maltrato, la variable no resultó como muy significativa. Es posible que algunos grupos familiares todavía no hayan elaborado, que ahí haya un sentimiento de trauma, verdad de haber vivido la guerra. Pero si puede ser un factor, que había que profundizar mas, en que medida pero puede constituir como un factor de riesgo para los pasos de maltrato. En un acento puede ser la misma situación de pandillerismo juvenil que esta aurita, porque habría que investigar en que medida es un efecto, recordemos que lo que son los postraumáticos no suceden de la noche a la mañana sino que requieren todo un proceso, entonces es posible que la misma situación del
pandillerismo se constituyen como un efecto, postrauma. I: ¿Puede mencionar otras causas? E: Bueno aparte de la situación de exclusión social, que ahí esta la mayoría de las causas, el aspecto cultural, la poca importancia, que revise el ratificar, estos tratados internacionales, se establecen o se ratifican mas que por una competencia internacional, que quien la ratifica primero, pero que en la practica no se traduce, con medidas y programas específicos y la otra causa, es la misma parte de la cultura y los procesos de socialización que hemos tenido, no hemos estado acostrumbados a un proceso de desarrollo en donde se respeten nuestro derechos, en culturas antidemocráticas, entonces creo que esto es un factor que también contribuyen. Pero no son los únicos. I: ¿Que opina usted hace el gobierno salvadoreño para establecer los derechos de la niñez?
E: Bueno a habido ciertos avances pero también las mismas recomendaciones emitidadas del comité de los derechos del niño a la revisión del examen el informe de la aplicación de la convención establece que es importante primero tener una política clara de atención integral, asignar recursos específicos para programas sociales, tener como las mismas procuradurías adjuntas en este caso la niñez tiene que tener un apoyo presupuestario, los mismos sistemas de administrativos legal, tienen que proveerse, fortalecerse, las mismas instancias del estado mas practicantes en materia de derechos humanos, porque a veces se constituyen los principales violadores, entonces realmente para el estado y los gobiernos, la aplicación de la convención, se constituyen todavía en un reto. I: ¿Piensa usted que el gobierno tiene culpa en la violencia de los derechos de las niñas y de los niños? E: Parte, no es del todo, pero si es un aliado al tema de noaplicación practica misma de los derechos porque en la medida que el estado se desatiende de las políticas publicas y de los programas sociales, esta contribuyendo, hace de violente de los derechos y ahí la parte que le corresponde, como un desgarrante del sufrimiento de los derechos. I: ¿Cómo piensa usted debería actuar el gobierno en el ámbito político y estratégico para mejor la situación? E: Uno teniendo voluntad política, dos enseñando políticas integrales y tres la parte de los recursos, y la otra parte que es la descentralización y proveer las
condiciones necesarias y suficientes a la familia para que también cumplan con su rol de familia y esto esta vinculado a la generación de empleo, programas sociales en el caso para la niñez discapacitada, el tema del desempleo, entonces esta aunado a una serie de programas y políticas. I: ¡Muchas gracias por atenderme!
I: Ahora quiero que usted me haga una pequeña reflexión sobre la situación de los derechos de la niñez en el ámbito nacional. Para esto las siguientes preguntas. En el año 1990 la Asamblea Legislativa de El Salvador ratificó la Convención sobre los derechos del Niño y la Niña de la ONU. ¿En su opinión cual ha sido la consecuencia de esta ratificación? E: Pues fíjate que hay que ubicar en contexto los
acontecimientos, verdad, justamente cuando se ratifica, cuando se firma a finales del 1989 la convención y luego se ratifica en el 1990 estamos en una etapa de conflicto, conflicto armado que justamente no permite, que ese instrumento cobre vida, verdad, aunque al igual que muchas otras leyes que se incorporan a nuestro sistema jurídico, pero que la gente desconoce, claro a estas alturas hay una yo diría que el tema de la niñez y adolescencia a cobrado mas vigencia esta mas visible, hay muchas organizaciones que están en función de la niñez y yo diría que también aquí donde llevo protagonismo el que el tema estea a la agenda. Es de la mismo estado que firmo y se comprometió a ello. Esa es lo que ha empujado, ha ido empujando que por ejemplo presionando, no hay una política de niñez, no hay una política de juventud etc. Entonces siempre bueno en nuestro país casi siempre pasa así adquirimos compromisos jurídicos pero si no hay una presión para que eso se cumpla que se lleve a la practica es letra muerta yo creo que después del 1992 con los acuerdos de paz, verdad, en principio, luego con el sufrimiento de la procuraduría para la defensa de los derechos humanos, que justamente tiene una procuraduría adjunta que se dedica al tema de la niñez y es el 1994 sale con la idea de la defensorias, verdad, entonces eso lo que ha ido moviendo el tema, obligando a que mire desde el ejecutivo tiene que haber
mas recursos etc. Claro muchas veces el discurso oficial es muy diferente a lo que en la realidad sucede, si tu reflexionas y miras a la luz de los derechos de la niñez y la adolescencia, políticas publicas y presupuesto de la nación te vas a dar cuenta que no se esta haciendo todo lo que se debería hacer. I: En este país hay muchos niños y sobre todo niñas a las que le son negados sus derechos. ¿Cuales piensa usted son los derechos que más son violados en El Salvador? E: Pues fíjate que un estudio recién, bueno no tan reciente, pero que ha movido a que el Salvador firme un convenio con la OIT en primer lugar esta la explotación del trabajo con kill hay varias manifestaciones, justamente en uno de los municipios donde estamos iniciando el esfuerzo, que es en la costa, en el departamento de USULUTAN a escasos Km. de ahí, hay una de las formas, en que la niñez es explotada laboralmente, recogen cubiles, cubiles son un molusco que esta en los manglares, en el iodo, en medio del iodo, entonces los niños para andar sacando eso, tienen que andar fumando un puro porque hay muchos mosquitos que les afecta, no. Entonces es un trabajo que les toma mucho el tiempo imagínate el impacto en sus pulmones, aparte de que la picad de los zancudos les puede dar cantidad de enfermedades como el dengue etc., ese es uno. Otro , otra actividad en la que los niños son explotados laboralmente y con un alto riesgo es en la fabrica de la coeteria, le llamamos nosotros, para fuegos artificiales, muchas veces, bueno no siempre, no prestan las condiciones de seguridad necesarias entonces es bien frecuente los accidentes en los que de repente toda la fabrica voló, y se encuentra un montón de niños. Otro trabajo peligroso es el de los niños que andan vendiendo en las calles, que se suben en los autobuses a vender frutas, verduras, hortaliza, cualquier otra cosa, dulces, entonces ahí los niños no solo están expuestos a que los atropellen si no a abusos sexuales por ejemplo, otra forma de abuso así muy particular sexual en
una defensoria, en un municipio donde esta la defensoria aquí en el puerto de ACAJUTLA. Ahí es un problema dicho desde hace ratos, que hay centros de prostitución infantil y que, este, poco se hace, incluso la misma gente como conviven con esa situación todo los días, no consideran que es problema, verdad. Otra forma es el hecho de que bueno cuantos niños que no pueden asistir a las escuelas que se quedan fuera del sistema educativo, las mismas enfermedades, las principales causas de mortalidad
infantil, en los primeros años de vida, que son enfermedades prevenibles, verdad, enfermedades respiratorias, enfermedades del aparato digestivo,
entonces para mi por ahí son las principales violaciones en materia de salud, de educación y en explotación laboral. I: ¿En su opinión cual es la causa o cuales son las causas principales que mantienen el desprecio de estos derechos? E: En el caso del trabajo infantil, resulta que donde se presenta con mas evidencia, es en los lugares pobres, entonces en el campo, en la zona rural, bueno el padre prefiere que la hija se quede ayudando a la mama en las tareas del hogar y al varón, al niño se lo lleva a los trabajos agrícolas, verdad, entonces no van a la escuela, entonces ahí le esta afectando ¿Porque? Porque el no tiene la capacidad económica para mandarles a la escuela, porque sin la ayuda del niño no puede hacer todo el trabajo etc. Entonces siempre la justificación es la falta de recursos económicos. Desde el estado cuando se señala que porque no cumple con las obligaciones que mandan de la convención y etc. se argumenta siempre la falta de recursos, pero en esencia lo que esta detrás de esta aparente falta de recursos, lo que no es cierto, porque tu ves como se distribuyen los ingresos te vas a dar cuenta, que hay otras prioridades que la niñez y la adolescencia no son prioridad entonces por lo tanto lo que esta detrás es una falta de decisión política que defina con claridad la
niñez y la adolescencia. Para mi son de los principales causas, verdad, entonces siempre se va a argumentar que los recursos son los insuficientes cada vez para las presidentes necesidades de la población. I: ¿Cómo piensa usted que afecta la pobreza en los derechos de la niñez? E: La pobreza es principal insulto, no solo a la condición y a la dignidad del ser humano sino particularmente a la niñez también. Imagínate que en nuestra constitución el articulo uno que es el que le da, que marca el sentido del estado dice: “El Salvador reconoce a la persona humana desde el momento de la concepción con el origen y el fin de la actividad del estado. Ósea mandato mas claro no puede haber, de que todo demás dicen consecuencias, todo la organización del gobierno estea en función del ser humano, y si partimos de que los derechos humanos son, eh, sin destinación de ningún tipo para todos por igual, entendemos que la niñez, particularmente por ser uno de los sectores mas vulnerables, verdad, tendrá seriedad de privilegiados, entonces la pobreza viene a ser como solo un insulto en general del sentido particular de la vida. I: ¿Que derechos de la niñez piensa usted deberían tener empeño principalmente? E: Es que es ahí donde entra en un dilema bien complicado. Por un lado decimos que los derechos humanos son integrales son compleméntales, tu no puedes vivir una vida digna si no tienes educación, si no tienes salud, si no tienes recreación, si no tienen acceso a un medio amiente sano, saludable etc. entonces todos los derechos se deberían de privilegiar o sea es que esa es la idea que debería de prevalecer en la mente de los gobernantes que demás han sido lentos para que justamente cumplan con eso que dice la constitución . Entonces debería de existir esta visión, verdad, entonces yo no haría separación de cuales si cuales no, cuales habría que sacrificar y cuales habría que priorizar, todos.
I: En los últimos años muchas niñas y muchos niños han sido atendidos en centros infantiles no gubernamentales. ¿En que han beneficiado este tipo de atenciones? E: Fíjate que sobre las ONGs o centros de atención alternativas, muchas instituciones, muchas ONGs surgieron en la etapa del conflicto y posterior al conflicto justamente, entonces surge la interrogante verdad y esto por experiencia verdad de que si se esta substituyendo el papel que obligadamente el estado debería de cumplir pero por otro lado, si no se hace eso, entonces ahí esta la población siempre padeciendo las dificultades propias, no. A veces a nosotros por ejemplo, en el IDHUCA, nos alegra que cada vez viene mas gente a poner denuncia. Entonces decimos nosotros, bueno eso es, es indicativo puede es indicativo o una señal en varios sentidos, vea, que se puede prestar ahora interpretaciones una que la gente no acude a las instituciones del estado, porque no confía en ellas, verdad, lo cual es preocupante, dos que viene a nosotros, o ONGs, justamente porque tiene mas,
credibilidad en nosotros, en la organización de la sociedad civil, pero cual es el riesgo que se corre con esto, que de repente nosotros, o otros instituciones, nos vemos saturados de un montón de gente insatisfecha con la institucionalidad y entonces nosotros de pronto nos saturamos en la capacidad, entonces si es cierto queda en evidencia que considero, las deficiencias que prestan las instituciones estatales, pero ahí se complica, lo que debería de ser el rol digamos de nuestras instituciones, además de acompañar y de resolver esas necesidades inmediatas de la población, entonces ese es un punto que siempre amerita como mucha reflexión y una reflexión critica, verdad. I: ¿Su institucion trabaja con madres y padres de familia? E: Si I: ¿Ha visto usted en su trabajo un impacto en los padres y las madres de familia?
E: Fíjate que hay un espacio, que nosotros como IDHUCA, acompañamos a una organización que se llama visión mundial, una institución que tiene referentes en otros países y que básicamente han apoyado del exterior con una visión católica, religiosa, entonces de pronto a ellos les surgió la inquietud de formas promotores de justicia, es una figura que se supone que es gente que son lideres comunales, lideres y lideresas, entonces eso es lo que mas destaca y que están en los proyectos que ellos ya tienen, entonces nos dijeron hemos identificado que justamente uno de los principales problemas en este país es la falta de justicia. Mucha gente desconoce, entonces vamos a formar un equipo de personas que al final den un proceso de capacitación, se va a constituir en promotores de justicia, verdad, entonces decía, en una de las
actividades que estaba con esta gente, reflexionando. Dice una mujer: de acuerdo, bueno ahora que hemos hablado del maltrato infantil, del abuso hacia la niñez comprendo”dijo “ y esto lo voy a decir lo digo aquí frente a todos ustedes y lo voy a decir en mi comunidad que hay algunos comportamientos que yo he tenido con mi niño con su aparato genital que son incorrectos y que incluso puede ser constitutivo de abuso incluso hasta de delito, y lo digo porque lo reflexiono y ahora no caigo en la cuenta”, entonces eso valora posibilidad como que haya modificación. I: Según la experiencia de Nuevo Amanecer la tasa de matriculación de la niña suele ser mas baja que la del niño. ¿Teniendo en cuenta que en el pueblo salvadoreño hay mas mujeres que hombres, que explicación tiene usted para este resultado? ¿Porque los padres deciden mandar a los hijos antes que a las hijas? E: Alguien podría decir, porque los niños son mas
inteligentes que las niñas, otro podría decir que porque los niños tienen mas interés en estudiar que las mujeres están hechas para estar en el hogar y que los hombre para
trabajar y por lo tanto para suplir las necesidades del hogar. Todas son justificaciones que se pueden escuchar en los diferentes ámbitos, lo que esta detrás de todo eso, es una concepción del rol histórico que el hombre y la mujer han jugado históricamente, de cuando los esquemas
socioculturales que tenemos, entonces en el fondo hay una visión de que, aunque o se acepte implícitamente, pero de que la mujer es menos capaz que el hombre, en el fondo es una idea que esta respaldada ese desequilibrio, esa desigualdad. Por supuesto desde mi punto de vista tanto el hombre como la mujer el niño, la niña tiene las mismas capacidades, nacemos con la misma base anatómica y fisiológica y si tenemos la posibilidad de alimentarnos bien tener estímulos tempranos, adecuados, pues ahí estamos en buenas condiciones para poder adjuntar los diferentes retos, ahora el asusto es que como todo el esquema social esta armado de esa manera esa es una explicación, mas no una justificación, es nada mas una explicación y eso lo pueden ver en el ámbito político cuantas mujeres ejercen poder o administran el poder en lo económico en lo social etc. pues igual en el sistema educativo hay muchos espacios que se refleja. Esta mañana justamente he estado revisando un dato de una porción de San Salvador con la que tenemos una defensoria y ahí exactamente se ve con claridad, en la matricula de los seis centros educativos que están allí, hay muchos mas hombres que mujeres y todavía mas en la zona rural. Es todavía mas marcada esa diferencia. I: Hasta el año 1992 no se firmo el acuerdo de paz. Los padres y las madres de los niños y las niñas del país todos han vivido la guerra. ¿Piensa usted que esto puede ser una de las causas por las que hoy en día se violan los derechos de la niñez en la familia? E: No, no creo. Se han violado los derechos de la niñez y adolescencia, lo que pasa es que ahora es mas evidente, habrá que valorar porque, la gente ya conoce sus derechos
y tiene la capacidad de denunciar, porque la gente ya esta mas atenta, hace poco veías padres que habían violado a sus cinco hijas y eso era parte de la costumbre, para la mama era natural que eso sucediera entonces el que, yo diría que ciertamente la misma guerra en si, es una clara violación de los derechos de todas las personas, pero el hecho de que ahora se evidencia una violencia a los derechos de la niñez no es necesariamente es porque en este momento histórico existan unas violaciones, pienso, puede haber varias explicaciones yo creo que es de tomar muchas variables en cuenta para hacer un estudio comparativo entre antes del conflicto, durante el
conflicto y después del conflicto, pero yo diría que últimamente el hecho de que hay muchas instituciones que han trabajado que han trabajado en el tema de la niñez y que por lo tanto la niñez ya sabe cuales son sus derechos ese es un factor muy positivo para que se denuncie y por lo tanto para evidenciar, para acrecentar otros pros estadísticos. Que es un labor, hace unos años, no procedía, porque no había institución siquiera que identificara un problema. I: ¿Puede mencionar otras causas? E: Un poco lo que te decía, el esquema patriargial, en buena medida, también la idea de que acá hay muchos hogares, donde los hijos son propiedad de los padres, y que por lo tanto pueden hacer lo que les venga en ganas, otro es la misma estructura familiar. Bastaría identificar cuantos hogares en el país son sostenidos fundamentalmente por la madre, por la mujer, porque el padre se desentendió de su responsabilidad pero en aquellos hogares, donde existe la figura paterna y materna, ahí existe el temor por ese número bastante importante de mujeres que son cabezas de hogar, ahí existe un temor de que el marido se vaya, y por lo tanto las deje desprotegida sin el sostén económico y si son mujeres que además han crecido con la idea de que la mujer ha sido hecha para el hogar y el hombre nada mas
para suplir y no pudiera conseguir trabajo no se educaron, imagínate, en que dificultad se enfrentan estas mujeres, que nivel de dependencia, entonces eso puede llevar en que en algún momento en el hogar departe de la mujer y de las niñas se soporte todo tipo de insultos, de vejaciones, es un mal necesario, para poder sobrevivir en el hogar, para tener alimentos. I: Los terremotos del año 2001 afectaron mucho al país. ¿Cuales fueron en este momento las consecuencias para las niñas y los niños salvadoreños? E: Bueno en general el hecho de que se privilegien al grupo vulnera como la niñez, la mujer, que aquí ya no decimos grupo, si es que son la mayoría de este país, casi el 53 % y los adultos mayores, el hecho de que se privilegie sus derechos, es justamente porque son los sectores, voy a utilizar este termino con todo el respecto mas
vulnerables, en el termino porque están desprotegidos por todo, por una serie de problemas, falta de política, desde el hogar tampoco existe como idea muy clara de todo lo que se implica, entonces sin lugar a duda descubierto una serie de situaciones que deberían de considerar grave por ejemplo el mayor impacto es haber dejado sin techo a un montón de familias. Yo estuve de cerca en Santa Tecla, hay hubo, bueno Santa Tecla tiene zona rural y zona urbana, entonces la figura mas pequeña poblacional es el caserío, en nuestro país, es el caserío, le sigue el cantón, entonces hay dos cantones en Santa Tecla que
desaparecieron del mapa con los terremotos, quedaron subterrados, buen en fin desaparecieron, toda la gente tuvo que desplazarse para otras zonas, entonces en un primer momento estuvieron conviviendo en unas champas, en unas tiendas de campaña, viviendo de la calidad, significado después desplazarse, ir a vivir a otra zona que era totalmente ajena de donde ellos vivían, perdieron sus empleos, perdieron sus casas, muchos de ellos tuvieron que continuar pagándoles cuotas de sus casas, sin tener
donde vivir. Porque los seguros no lo cubrían etc. entonces en esta dinámica sin lugar a duda hubo el impacto psicológico principalmente en la niñez como consecuencia de los terremotos, gente que queda a esta altura de que, después de los terremotos no pueden evidenciar todavía el trastorno que la gente vive. Ahora que ha estado temblando un poco. Inmediatamente la gente lo asocia con el pasado. Entonces yo diría que los terremotos vienen a poner al descubierto todavía mas las diferencias, la gran brecha que existe entre ricos y pobres, y consecuentemente, cuando hablamos de niñez en general, habría que decir con mas propiedad que quienes mas sufren las consecuencias son las niñas y los niños, pero en los sectores pobres, fundamentalmente los otros pues, no se les cayeron las casas pues se ven afectados psicológicamente, pero tienen el acceso a poder pagar las consultas particulares etc., pero el resto de niñas y niños que vienen de otras circunstancias, por si ¿lo primero que es? Pues la alimentación, donde mas o menos ubicarse. Entonces si yo diría que vienen a evidenciar aun mas la situación difícil de mucha gente pobre. I: ¿Que opina usted hace el gobierno salvadoreño para establecer los derechos de la niñez? E: Bueno decía antes de que sin lugar a duda el gobierno esta haciendo algo, porque tampoco se pueden cerrar los dos ojos, pero ese algo que esta haciendo, obedece
principalmente a la presión, interna y externa por ejemplo este año, yo creo que hace dos años debería de haber entregado el informe de cómo va el avance en el complemento de lo que la convención de la niñez manda. Entonces existe la oportunidad de que desde la sociedad civil se presente un informe alterno un informe paralelo, entonces justamente desde la Red para la infancia y la adolescencia que es de donde nosotros también nos incorporamos, desde ahí también se recogieron elementos para presentar ese informe alterno y dejo mal parado al
gobierno. O sea fue cuestionado en el sentido de que siempre el argumento de que los recursos etc. Entonces cuando tu me dices que que nivel de cumplimiento en los derechos, te diría que ha avanzado y que ha avanzado un poco, pero principalmente ese avance no se debe a la voluntad propia a una visión de que realmente merece esta, sino justamente porque existe esta presión de los organismos internacionales y de la sociedad civil también, que ahora ya tiene mas claro, que una forma de traducir desde el gobierno eso que se menciona de que la niñez es lo primero es justamente con hechos concretos, políticas publicas, fotos que incrementan los niveles de
escolaridad, las oportunidades de trabajo, de recreación. Comparativamente con lo que debería hacer, no ha hecho nada mas que crear alguna institución. I: ¿Piensa usted que el gobierno tiene culpa en la violencia de los derechos de las niñas y de los niños? E: Es que fíjate que cuando nos referimos a ese articulo que te menciono de la constitución y si todos los funcionarios públicos cuando toman posición de su cargo y protestan, dicen: juramos depender la constitución y desde ahí están obligando con lo que les mandan, y entonces justamente tienen un deber moral y de todo tipo con el ser humano y el ser humano somos todos, adultos, niños, mujeres, hombres, adolescentes etc.
Entonces no se esta atendiendo debidamente por ejemplo, una manifestación de esa tensión de las necesidades es la violencia juvenil, la violencia social, son
manifestaciones claras, de que algo esta pasando en el dramaje social, y quien es principal llamado a resolver la situación ¿la iglesia? ¿la escuela? No el estado, supongo. Si lo observamos desde ahí. Si hay una clara violación de derechos porque acuérdate que se puede cometer violación de derechos por acción porque un policía te detiene, te captura literalmente, te golpea o por omisión o sea cuando el gobierno no atiende debidamente por ejemplo hay un
alerta de que hay una epidemia de dengue y los principales afectados son los niños y no se toman las medidas preventivas necesarias para desaparecerlo. Hay violación de derechos humanos. Por omisión. I: ¿Cómo piensa usted debería actuar el gobierno en el ámbito político y estratégico para mejor la situación? E: ¿A nivel político? Bueno yo creo que en primer lugar es necesario. Perdón que me repita mucho sobre ese articulo, pero para mi es el articulo que marca el rumbo del norte que cualquier gobierno debe seguir, cualquier gobierno, este, el que se venga dentro de cinco años, el que viene después, cualquier gobierno y en cualquier signo político. Es de tomarlo es fundamental al ser humano a ello se debe las organizaciones, eso en primer lugar, en segundo lugar si partimos de que dentro del proceso evolutivo del ser humano, la niñez es clave para simular que la población este sana etc. Justamente esos primeros niveles a esos escalones, es donde mas hay que prestar atención, fíjate que en nuestro país el sistema educativo formal deja por fuera a un sector de población infantil y no aprovecha justamente todo el potencial que existe, o sea aquí se incorporan, generalmente la niñez, al sistema educativo formal publico, a los 6, 7 años, pero esa etapa anterior que es tan importante para el aprendizaje esta descuidado. Esta descuidado. Entonces eso indica que si es prioridad o no la niñez, por ejemplo que tanto se dedica recurso y esfuerzo a la atención preventiva en salud. Aquí mas el énfasis esta puesto en lo curativo, no en lo preventivo. Y eso en todos los espacios, en viviendas igual, se va a construir en una zona donde no se debería construir y después esta todo ocupado resbalando los daños, o lamentándose o haciéndose los desentendidos con el caso de la afectación que hubo de las personas en la desgracia de los terremotos, un montón de gente que queda subte rada, perdió sus casas y vienen ahora porque se dan cuenta que no se debería de haber dado permiso para construir en esa
zona y entonces vienen los familiares, ponen una denuncia, se hacen acompañar de una organización no gubernamental para reindicar sus derechos y al final se encuentran que resuelve la fuerza suprema de la justicia, de que los familiares no son las victimas, que quienes tendrían que reclamar o reindicar ese derecho son las personas fallecidas. ¿Pero cuando lo van hacer? En otra vida, en otro mundo, es ridículo. Si en el mismo código penal, cuando hablan de victimas, se refiere a los familiares, en este caso que murió pues.
A nivel político profundizar mas en el estado democrático de derecho que realmente algo se ha superado en la separación de poderes acá, la independencia judicial es clara de hay se les ha dado un poco de espacio. Alguna reforma que se vienen planteados de otras instituciones, como por ejemplo de que cualquier gente debería de poder postulado, aspirar actos de la elección popular sin necesidad de estar afiliado o estar respaldado por un partido político. Esa es una idea importante. En el sistema político hay un montón reformas que se deberían hacer. La representación como esta establecida etc. La corrupción es un mal que corroe a muchos gobiernos bueno particularmente en este país, siempre vas a encontrar que eso ha sido un elemento común y si uno se pone a pensar por ejemplo un señor que esta en Francia Carlos Perla, que le robo al estado una cantidad impresionante de millones y otros funcionarios que están al alrededor de el, esto se debería de haber sanciones todavía mas ejemplarizantes contra estos funcionarios, que justamente están enquistados en instituciones donde se prestan servicios vitales para la población, imagínate el agua potable, cuanta gente no tiene acceso al agua potable en este país, en la zona rural por ejemplo y darnos el lujo de que un personaje como este siendo presidente de la institución responsable de atraer recursos se robo una cantidad de dinero y ahí esta.
Y una reforma importante también, poner a la mujer en primer plazo, ya basta de que ha sido renegada por mucho tiempo hay que darle, debería de haber algún tipo de reforma que ponga la mujer en la posibilidad real, no solo formal, de que tenga acceso a cargo de elección popular de que participe mas en la política. I: ¡Muchas gracias por atenderme!
I: Ahora quiero que usted me haga una pequeña reflexión sobre la situación de los derechos de la niñez a nivel nacional. Para esto las siguientes preguntas. En el año 1990 la Asamblea Legislativa de El Salvador ratificó la Convención sobre los derechos del Niño y la Niña de la ONU. En su opinión cual ha sido la consecuencia de esta ratificación? E: Bueno ha sido muy interesante la consecuencia, porque se ha generado todo un debate, de que significa la ecuación de la legislación y hemos ido entendiendo que la ecuación no solamente es una ecuación legislativa, si no que es una ecuación cultural, es una ecuación cultural, que tiene que ver con el cambio de las instituciones, con la forma de trabajar y con la manera de entender a los niños, niñas y adolescentes desde las políticas publicas, al principios se creía que era solamente las reformas legales, hoy nos vamos dando cuenta que las reformas legales, es apenas el primer paso y que las reformas legales tienen que dar paso a la construcción a las políticas publicas participativas, para ver cambios reales en el nivel de vida de los niños. I: ¿En este país hay muchos niños y sobre todo niñas a las que le son negados sus derechos. Cuales piensa usted son los derechos que más son violados en El Salvador? E: Yo le voy a dar la opinión de los niños, que creo que es la mas valiosa. Los niños según una encuesta, no fue una encuesta, fue una votación infantil, que hicimos con la universidad tecnológica en 1999 donde participaron como 25000 niños y ellos creían que el principal derechos mas violado era el derecho a no ser, a que no se hiciera con su cuerpo lo que ellos no querían, o sea en otras palabras el maltrato, en segundo lugar, el derecho a no trabajar antes de la edad permitida, o sea el trabajo infantil prematuro y en tercer lugar a vivir en un ambiente sano y
limpio, ellos creen que viven en un ambiente sucio, contaminado etc.(296) I: ¿En su opinión cual es la causa o cuales son las causas principales que mantienen el desprecio de estos derechos? E: El desconocimiento de los niños, ese es el principal, porque el estado adquirió un compromiso cuando ratifico la convención de dar a conocer ampliamente a todos los sectores niños, niñas, padres de familia, sociedad los derechos de la niñez y se conocen todavía muy poco. I: ¿Como piensa usted que afecta la pobreza en los derechos de la niñez? E: Es uno de los derechos, el derecho a un nivel de vida, es uno de los derechos que esta en la convención y por eso, justamente es que la ecuación de la convención no puede ser solamente de tipo legal y tiene que tener una influencia en el presupuesto nacional y en los niveles de inversión, que el estado decide hacer por ejemplo en educación y en salud, entonces el tema de la pobreza esta directamente relacionado con el cumplimiento de los derechos de la niñez. I: ¿Hasta que punto piensa usted que el desprecio de estos derechos tiene algo que ver con la cultura salvadoreña? E: Si tiene que ver con la cultura salvadoreña, porque fíjese que el tema del maltrato es un ejemplo. Culturalmente se entiende que el niño es propiedad de sus padres y su usted golpea a su hijo es un problema entre usted y su hijo y que es un problema privado, la convención esta diciendo que no, que es un problema publico, que tiene que ver con todos, todos tenemos que intervenir, entonces ese cambio cultural esta costando y es ahí donde el estado tiene que intervenir para que esto salga, este maltrato salga de fuera de las tareas del hogar donde se mantenía oculto, escondido, todavía bastante. I: ¿Que derechos de la niñez piensa usted deberían tener empeño principalmente?
E: Yo le digo que hay un derecho mas importante que otro, estaría violando el principio de la interdependencia de los derechos. Lo que si puede haber es un jerarquía de derechos, porque por ejemplo si usted no se le respeta el derecho a la vida, el derecho a la identidad, usted es una persona que no existe para el estado, entonces si, hay derechos, los derechos de sobre vivencia, son en orden de jerarquía son los primeros. Los derechos de derecho a la vida, el derecho a la alimentación, el derecho a la salud, el derecho a la identidad y el derecho a tener una familia. I: ¿En los últimos años muchas niñas y muchos niños han sido atendidos en centros infantiles no gubernamentales. En que han beneficiado este tipo de atenciones? E: Ah, no le sabría responder, como han beneficiado, nosotros no hemos evaluado estos programas. I: ¿Puede mencionar causas por las que hoy en día se violan los derechos de la niñez en la familia? E: Si, el desconocimiento de los derechos, los hábitos, o pautas, aquí se llama pautas de crianza, pautas de crianza son como la gente esta acostumbrada a criar a sus hijos, o sea la cultura de cómo criar a un niño, por ejemplo la gente nos dice, a no antes todos los niños hacíamos caso porque nos pegaban si no sacábamos buenas notas nos golpeaban, nos hincaban, nos ponían de rodillas en semillitas de maíz para que nos doliera mas, nosotros fuimos aprendiendo y ahora somos hombres de bien, entonces, como a nosotros nos educaron así, entonces creemos que esa es la mejor forma de educar a nuestros hijos y por eso estamos haciendo lo que hacemos. I: Que posibilidad ve usted en el trabajo con padres y madres de familia? E: Ah, ese es trabajo numero uno que hay que hacer, es el trabajo principal, para educar a los jóvenes para ser padres y madres, porque en este momento hay una dificultad una crisis en términos de juventud en el país y hay un
alto nivel en embarazos en adolescentes entonces si necesitamos trabajar con jóvenes, primero para que sean adolescentes plenos, o sea a prepararles para que tengan una vida responsable. I: Donde cree usted estan las dificultades, los limites en este trabajo? E: En la cultura. Con una adecuada organización local se puede hacer un buen proceso, pero tiene que ser descentralizado, desde comunidades no desde arriba para abajo. I: En caso de que la institución trabaje con las madres y los padres de la familia. ¿Ha visto usted en su trabajo un impacto en los padres y las madres de familia? E: Recuerde que nosotros no realizamos proyectos
directamente, pero si tenemos relación con la gente y hemos podido conversar con padres de familia. He visto un impacto en la gente, cuando se les explica, ellos entienden, mucha gente golpea y maltrata a sus hijos, porque desconoce la consecuencia que esto puede tener en sus hijos y porque a si fueron criados ellos. Entonces es importante la información, la sensibilizacion, el dialogo con los padres. I: Según la experiencia de Nuevo Amanecer la tasa de matriculación de la niña suele ser mas baja que la del niños. Teniendo en cuenta que en el pueblo salvadoreño hay mas mujeres que hombres, que explicación tiene usted para este resultado? Porque los padres deciden mandar a los hijos antes que a las hijas? E: Puede haber muchas explicaciones, una de ellas es que las niñas se quedan desempeñando las tareas del hogar y ayudándoles a sus madres mientras los niños mas pequeños van a la escuela. I: Hasta el año 1992 no se firmo el acuerdo de paz. Piensa usted que esta puede ser una de las causas por las que hoy en día se violen los derechos de la niñez en este país?
E: Pienso que los acuerdos de paz abrieron la puerta, para que los derechos de la niñez pudieran entrar en la sociedad salvadoreña. Bueno los mismos acuerdos de paz son un proceso nuevo. I: Los terremotos del año 2001 y el Mitch del 2000 afectaron mucho al país. Cuales fueron en este momento las consecuencias para los niños y las niñas salvadoreños? E: Los terremotos fueron como una prueba de fuego, fueron como el telón que se abrió, que se pudo ver la dura realidad, que los niños realmente no eran prioridad y no habia planificación para un momento de desastre. I: Que opina usted hace el gobierno salvadoreño para establecer los derechos de la niñez? E: Bueno tenemos un gobierno que tiene apenas dos meses de estar y ellos nos han manifestado sobre la voluntad de querer hacer lo mejor posible y sobre todo de seguir las recomendaciones del comité de derechos del niño que hizo hace unos meses que nosotros vamos a ayudarles a que ellos los cumplan. I: Piensa usted que el gobierno tiene culpa en la violencia de los derechos de las niñas y de los niños? E: Bueno la culpa la tenemos todos, las tenemos repartida, porque la convención dice bien claramente que los responsables de la aplicación de los derechos del niño son la familia, la sociedad y el estado. Cada uno de nosotros tenemos un rol que cumplir y obviamente no la hemos cumplido bien. I: Como piensa usted debería actuar el gobierno a nivel político y estratégico para mejorar la situación? E: Lo que hemos hablado con ellos y que ellos están entendiendo, que deben de concentrarse en grandes áreas estrategias de sus derechos principales que los niños tienen que tener satisfechos, que es la educación, la alimentación y centrarse en modernizar y reestructurar el sistema nacional de protección, el sistema local de la niñez y adolescencia ampliando la participación y
promoviendo ese sentido de co-responsabilidad de la sociedad y de la empresa privada, los gobiernos locales para que nuevamente el tema de las políticas de la niñez no de arriba para abajo, si no que se gesten allá donde los niños viven. I: Muchas gracias por atenderme!
1. ¿Cuantas personas están viviendo en su casa?
1 2 3 4 5 6 7 mas de 7
2. ¿Cuántas personas trabajan en su familia con un salario fijo?
1 2 3 4 5 6 7 mas de 7
¿Trabajan niños menores de 14 años? Si No 3.
¿Cuántos años tienen estos niños?_____________________________
Si No 4. ¿Reciben remesas familiares en su hogar?
¿Cuanto?_________________________________________________
A veces ¿Tienen agua potable en su hogar? Si No 5.
Si No 6. ¿Tienen electricidad en su hogar?
Latrina aseo con agua 7. ¿Que tipo de aseo tienen?
otro ________________________________________________
8. ¿Tienen telefono?
alquilado Publico en la casa mobil
9. ¿Piensa usted que es necesario castigar a los niños/as?
Si A veces
10. ¿Cómo actúa usted cuando sus niños/as no le obedecen?
Les golpea Les regaña
No hace nada
Otras formas ___________________________
________________________________________________________
11. ¿Cuántas veces ha ido a pasear con sus niños/as en el último mes?
Menos de 3 veces a la semana
Ninguna vez ¿por qué?____________________________________
¿Que hacen, cuando van de paseo?_____________________________
12. ¿Cuántas veces ha jugado con sus niños/as en el último mes?
Menos de 3 veces
Ninguna vez ¿por qué?_______________________
si juegan ¿qué juegan?______________________________________
13. ¿Cómo actúa usted, si ve, que alguien esta violando los derechos de un niño/ una niña?
Pongo una denuncia ¿donde?______________
Otra respuesta ____________________________________________________
14. ¿Porque viene usted a la escuela de padres?
otra razón ______________________________________________
15. ¿Cuantas veces ha asistido a la escuela de padres en este año?
A todas
16. ¿Por qué no vino a todas las reuniones?
Porque no tuve ganas
Porque tuve que trabajar Por otras razones___________
_________________________________________________________
17. ¿La formación que ha recibido en las escuelas de padres para que les ha servido?
Dar mas atención a los niños
Ver a los niños con otra mirada saber mas sobre los derechos de sus hijos/as
No me ha servido de nada
Otra respuesta _________________________________________
________________________________________________________
_________________________________________________________
18. ¿Cómo ha cambiado su actitud en relacion con sus niños/as después de recibir la formación en las escuelas de padres?
19. ¿Cómo apoya usted a sus niños/as, para que ellos tengan una vida sana?
Otra respuesta _______________________________________________
20. ¿Puede mencionar alguno de los derechos de sus niños/as?
Otros _________________________________________________
21. ¿Cuanto valor da usted a la opinion de sus niños?
22. ¿Qué opinión tiene usted de las escuelas de padres?
_________________________________________________________
_________________________________________________________
UMFRAGE AN DIE ELTERN (Mehrfachantworten möglich):
ZIEL: Die sozioökonomische Situation der Familien und die Wirkung der Elternschulungen kennen lernen.
Mutter andere erziehungsberechtigte Person __________
1. Wie viele Personen leben in ihrem Haushalt?
1 2 3 4 5 6 7 mehr als 7
2. Wie viele Personen tragen zum Familieneinkommen bei?
1 2 3 4 5 6 7 mehr als 7
3. Arbeiten auch Kinder unter 14 Jahren?
Wie alt sind diese Kinder?__________________________________________
4. Erhalten Sie Geldsendungen von Verwandten aus dem Ausland?
Wie viel? ________________________________________________________
5. Haben Sie Trinkwasser im Haus?
6. Haben Sie Strom im Haus?
7. Welche Art von Toilette haben Sie?
8. Haben Sie Telefon?
9. Glauben Sie, dass es notwendig ist Kinder zu bestrafen?
10. Wie verhalten Sie sich, wenn Ihre Kinder unartig sind?
Anders ________________________________________________ _____________________________________________________________
11. Wie oft haben Sie im letzten Monat etwas mit ihren Kindern unternommen?
Dreimal die Woche Viermal die Woche
Gar nicht wieso nicht?____________________
12. Wie oft haben Sie letzte Woche etwas mit ihren Kindern etwas gespielt?
Gar nicht wieso nicht? ____________________
Wenn Sie mit Ihren Kindern spielen, was spielen Sie?
__________________________________________________________
13. Was tun Sie, wenn Sie mitbekommen, dass die Rechte eines Kindes auf irgendeine Art verletzt werden?
Anzeige erstatten bei? ______________
Andere Antwort ______________________________________________
14. Warum kommen Sie zu den Elternschulungen?
Anderer Grund ______________________________________________ _____________________________________________________________
15. Wie oft haben Sie bei den Elternschulungen teilgenommen?
6 bis 10 mal
16. Warum sind Sie nicht zu allen Elternschulungen gekommen?
Aus anderen Gründen _________________________________________
17. Was hat Ihnen die Teilnahme an den Elternschulungen bisher gebracht?
Andere Antwort ______________________________________________
18. Was hat sich nach der Ausbildung, die sie in den Elternschulung erhalten haben, im Verhalten Ihren Kindern gegenüber verändert?
Andere Antwort _____________________________________________
19. Wie unterstützen Sie ihre Kinder, damit sie ein gesundes Leben führen?
Andere Antwort ______________________________________________
20. Welche Kinderrechte kennen Sie?
Andere ______________________________________________
21. Wie wichtig ist Ihnen die Meinung Ihrer Kinder?
22. Was halten Sie von diesen Versammlungen?
_____________________________________________________________ _____________________________________________________________ _____________________________________________________________ _____________________________________________________________
Arbeit zitieren:
Mirian Menendez, 2005, Kinderrechte in El Salvador, München, GRIN Verlag GmbH
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