4. Praktische Vorbereitungen • Der Parcours: o 10 Hütchen o 2 Startmarkierungen o 2 Kastenteile o 2 Bodenmatten o 2 kleine Kästen • Für Durchlauf Nr.1: o 2 Bingofelder
o Zifferkärtchen von 1 bis 9 in doppelter Ausführung • Für Durchlauf Nr. 2: o 2 Schuhkartons mit je 10 Gegenständen:
o 2 Stifte zum Notieren der Gegenstände
o 2 Blätter
o Liste mit Gegenständen zum Überprüfen • Raum o Ich benutze die Sporthalle. • Zeit und dauer
o Das von mir durchgeführte angebot wird etwa 50 min. in anspruch
nehmen.
5. Beschreibung
Hier müssen die Kinder einen Parcours (siehe Skizze) durchlaufen und zusätzlich in den drei Durchläufen drei verschiedene Aufgaben im Team bewältigen. Die Aktivität besteht also aus einer Staffel, einem Geschicklichkeitsparcours und drei verschiedenen Denk‐ und Glücksspielen. Anders als beim typischen Staffellauf, bei dem ein Stab oder Ähnliches von Teammitglied zu Teammitglied befördert wird, stehen bei diesem Lauf alle Teammitglieder jeden Teams in einer Reihe und müssen die Hindernisse des Parcours bis ans Ende der Halle durchlaufen. Bei jedem Durchlauf wartet eine andere Aufgabe am Ende der Halle. Auf dem Rückweg zum Team werden die Hindernisse nochmals überquert. Angekommen beim Team, darf der nächste loslaufen bis alle Teammitglieder den Parcours durchlaufen haben. Bei den verschiedenen Durchläufen sind insgesamt 5 Punkte zu erreichen. Ein Unentschieden ist somit ausgeklammert.
Zwischen den zwei nebeneinander aufgebauten Parcouren werde ich einen Abstand von etwa 3 Metern einhalten, sodass sich die zwei Teams nicht in die Quere kommen.
Selbstverständlich ist die obige Skizze nicht maßstabsgetreu. Die einzelnen Geräte verteile ich mit verschiedenen Abständen längs des Hallenviertels. Der Start wird mit Slalomstangen (=Stange in Ständer, steht hochkant; genaue Bezeichnung nicht bekannt) gekennzeichnet.
Regeln: Kinder, die z.B. ein Slalomhütchen auslassen oder nicht beim Kasten durchkriechen müssen den Durchgang nochmals am Start beginnen, bzw. vom Hallenende, falls sie auf dem Rückweg „schummeln“. Die drei Durchläufe:
Bemerkung: Bei allen drei Varianten müssen die Spieler beim Hin‐ und Rückweg die Hindernisse überqueren! 1) Bingo ‐ Punkte: 1
Jedes Team bekommt ein Bingofeld mit je neun Feldern. Am Ende der Halle warten die entsprechenden Bingokärtchen mit den Ziffern 1‐9. Die Kärtchen werden hier verdeckt hingelegt. Der jeweilige Spieler, der den Parcours durchläuft, darf am Ende der Halle ein Kärtchen nehmen, dem Team bringen und aufs Bingofeld legen. Der Punkt wird an die Gruppe erteilt, die als erstes eine waagerechte, senkrechte oder querliegende Reihe auf dem Bingofeld hat. Der Durchlauf ist bei dem Ruf „Bingo“ einer Mannschaft beendet. Besondere Regel: Spieler, die am Ende der Halle Karten aufdecken, um die benötigte Ziffer herauszusuchen, müssen ohne Kärtchen zurücklaufen und laufen somit eine „Nullrunde“.
2) Gegenstände merken ‐ Punkte: 2 (P1 für Schnelligkeit; P2 für höchste Anzahl gemerkter Gegenstände)
Am Ende des Parcours wartet auf die jeweiligen Teams je ein geschlossener Schuhkarton mit je 8 verschiedenen Gegenständen. Jeder Spieler der das Hallenende erreicht darf in den Schuhkarton schauen und sich die Gegenstände einprägen. Die Mannschaft, dessen Spieler als erstes den Parcours durchlaufen haben, bekommt den ersten Punkt. Nach dem Durchlauf erhalten die beiden Mannschaften einen Zettel und einen Stift und müssen innerhalb einer Minute alle Gegenstände aufschreiben, an die sie sich erinnern können. Die Mannschaft, die sich die meisten Gegenstände merken konnten, erhält den zweiten Punkt. Wichtig: Der Schuhkarton muss geschlossen sein, da sonst die Kinder die Gegenstände schon bei den vorherigen Durchgängen betrachten könnten. Außerdem sollte jede Mannschaft andere Gegenstände haben, da sonst die Kinder bei der gegnerischen Mannschaft lauschen könnten, weil der Abstand nur drei Meter beträgt.
Aufzählung der Gegenstände jeder Mannschaft ‐ siehe Materialliste.
Bei der Auswahl der Gegenstände für dieses Spiel, habe ich stark auf die Ähnlichkeit der beiden Schuhkartons geachtet. Auf der einen Seite ist zu beachten,
dass die beiden Mannschaften nicht die gleichen Gegenstände haben aber auch nicht zu unterschiedliche, da sonst der Vorwurf der Ungerechtigkeit aufkommen könnte. Auch die Länge der einzelnen Wörter sind ähnlich, alle Wörter können in der gleichen Zeit aufgeschrieben werden. Dies habe ich unter der Berücksichtigung der „Schreibschnelligkeit“ von Fünft‐ und Sechsklässlern überprüft.
6. Verlaufsplanung
o Sobald alle da sind, werden wir uns kurz vorstellen. Nun möchte ich den Kindern eine kleine Übersicht über die Aktivität geben und die Teams gleich wählen lassen, indem ich sage: „Wie ihr wisst, machen wir heute einen Staffellauf, der noch mit anderen kleinen Aufgaben gespickt ist. Wir machen insgesamt 2 Durchgänge. Für den Staffellauf brauchen wir zunächst zwei Teams. NN und NN wollt ihr wählen?“ Die Teams werde ich nun mit Team 1 und Team 2 betiteln. (=Bessere Übersicht für mich, so kann ich die Teams bei der Punkteverteilung benennen)
o Nachdem die Teams gebildet sind, gehe ich etwas näher auf die heutige Aktion ein, wobei ich sage: „Jetzt möcht ich mit euch den Parcours durchsprechen, dazu müsstet ihr aufstehen. Hier an den Hütchen müsst ihr Slaloms laufen, danach kommt nun das Kastenteil‐bitte durchkriechen und schließlich die Kästen zum drüberspringen. Wer möchte es mal vormachen, dass keiner einen Fehler macht, denn fürs Nichteinhalten muss man nochmals starten.“ o Wenn das Kind am Hallenende angekommen ist sage ich: „Bleib da hinten stehen, da wartet eure Aufgabe. Da hinten liegen Bingo‐ Kärtchen für euch, NN zeig mal drauf und komm zurück, aber durch den Parcours, das ist wichtig, es wird nicht außenrum gelaufen! Da hinten liegen auch noch andere Sachen, die euch erst mal gar nicht interessiere Die Spieler, die dran sind, schnappen sich hinten ein Kärtchen und komm zum Team zurück durch Parcours und legen dies auf Bingofeld (zeige Bingofeld).“
o „Wer kennt Bingo nicht?“ Antwort abwarten, falls es jemand nicht kennt, frage ich, wer es erklären will (und auch kurz erklären lassen). o Auch wenn alle mit „ich kenns“ antworten sage ich: „Was könnte es hier dann mit den Bingozahlen auf sich haben?“... „Die Karte, die als erstes angefasst wird, muss auch genommen werden, wer schummelt muss ohne Karte zum Team zurücklaufen. Nun beginnt der erste Durchgang indem ich anpfeife und vorher „Achtung, fertig, los“ rufe. Während des Spiels feure ich unparteiisch an. Bei Sieg eines Teams vergebe ich den Punkt an die Siegermannschaft. Erreichte Punkte notiere ich auf einem Block, indem auch die Lösungen von Durchlauf 2.
o Wenn der Durchgang fertig ist, leite ich zum nächsten Durchlauf über: „So gut gemacht, war glückssache. Ihr habt bestimmt schon den Schuhkarton dahinten gesehen, der ist für den nächsten Durchlauf. Da sind 8 Gegenstände drin, bei jedem Team andere. Der Läufer, der vorne ankommt, darf ihn aufmachen und offen lassen. Die Gegenstände müsst ihr euch gut einprägen. Sobald ein Team durch ist, bekommt diese einen Punkt. Und was könnte es nun mit den Gegenständen auf sich haben? ...Genau, dann warte ich noch kurz und dann bekommt ihr einen Zettel und einen Stift und notiert innerhalb 40 Sekunden alles, was euch noch einfällt. Die Mannschaft, die am meisten Gegenstände weiß, kriegt auch nen Punkt. Wichtig ist, dass ihr FERTIG ruft, sobald von eurem Team alle den Parcours durchlaufen haben.“ o „Hat noch jemand eine Frage?“ (Falls nötig nochmals von Kind erklären lassen)
o Nun erfolgt die Durchführung. Wie erwähnt, werde ich sobald alle Kinder einer Mannschaft den Parcours durchgegangen sind, kurz warten und dann auf los den beiden Mannschaften gleichzeitig Zettel und einen Stift geben.
o Nach 40 Sekunden sage ich STOPP und die Kinder legen nun ihren Stift aus der Hand. Wörter, die nach dem STOPP notiert werden, werden be der Bewertung nicht beachtet.
o Nach den 40 Sekunden werde ich mit Hilfe einer Liste, in die auch die Kinder einsehen dürfen, die notierten Gegenstände überprüfen und den Punkt an die entsprechende Mannschaft verteilen. o Vielleicht bleibt nach diesem Durchgang noch kurz Zeit um kurz etwas über den Durchgang zu sagen (Je nach verbleibender Zeit, bzw. Auffälligkeit). Wenn z.B. eine Mannschaft oder einzelne Kinder gar nicht in den Karton geschaut haben.
Arbeit zitieren:
Ruben Fenzlein, 2006, Sozialpädagogisches Angebot, München, GRIN Verlag GmbH
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