asdfa Universität Hamburg
Seminar zur Regional - und Verkehrswissenschaften
Bedeutung der „Billigflieger“
Inhaltsverzeichnis
ABK ÜRZUNGSVERZEICHNIS II
ABBILDUNGSVERZEICHNIS II
TABELLENVERZEICHNIS II
1 EINLEITUNG. 1
2 WETTBEWERB IM LUFTVERKEHR. 2
2.1 DEREGULIERUNG DES LUFTVERKEHRS IN DEN USA 2
2.2 DEREGULIERUNG DES EUROPÄISCHEN LUFTVERKEHRS. 3
3 STRATEGIEN IM INTERNATIONALEN LUFTVERKEHR. 4
3.1 HUB-AND-SPOKE-NETZWERKE 4
3.2 DEZENTRALER PUNKT-ZU-PUNKT-VERKEHR. 6
3.3 DAS KONZEPT DER BILLIGFLIEGER. 7
4 KOSTENVORTEILE DER NO-FRILLS 9
4.1 PRODUKTION. 9
4.2 NETZSTRUKTUR 10
4.3 VERTRIEB. 11
4.4 PERSONAL. 12
4.5 SERVICE. 13
4.6 PREIS. 13
5 WETTBEWERBSSITUATION DER LOW-COST-CARRIER 14
5.1 INTERMODALER WETTBEWERB 14
5.2 INTRAMODALER WETTBEWERB 15
6 SCHLUSSBETRACHTUNG UND AUSBLICK. 16
7 LITERATURVERZEICHNIS 18
I
asdfa Universität Hamburg
Seminar zur Regional - und Verkehrswissenschaften
Abkürzungsverzeichnis
d.h.
Mio.
u.a.
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Hub-and-Spoke Verkehr
Abbildung 2: Punkt-zu-Punkt Verkehr
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Cost advantages of low-cost carriers on short-haul routes
Tabelle 2: Mitarbeiter pro Flugzeug ausgewählter Airlines
II
1 Einleitung
Die Jahre 2001 und 2002 gehörten zu den verlustreichsten Jahre der internationale Luftfahrtindustrie. Allein für die europäische Luftfahrtindustrie beliefen sich die Verluste für 2001 auf 3 Mrd. US$ (AEA 2002, S. I -2). Einer der Gründe waren die Terroranschläge vom 11. September, deren Folgen sich unmittelbar auf die Gewinne der Industrie auswirkten. Die gestiegen Versicherungsaufwendungen, sowie zusätzliche Kosten für Gepäck- und Personenkontrollen der Fluggesellschaften bei einem gleichzeitigen Rückgang des Passagieraufkommens führten letztendlich zu den hohen Verlusten und in den darauffolgenden Monaten zum Konkurs der Schweizer Fluggesellschaft Swissair, der belgischen Sabena, sowie von US Airways (FAZ 13.8.02, S. 19).
Allerdings sind nicht alle Fluglinien von der Krise betroffen. Unternehmen, wie die britische Easy-Jet oder die irische Ryanair konnten in den abgelaufen Quartalen mit erheblichen Steigerungsraten bei den Passagierzahlen auf sich aufmerksam machen. Diesen sog. „Billigfliegern“ 1 ist es gelungen, trotz der anhaltenden Marktschwäche nicht nur rentabel zu fliegen, sondern die Gewinne noch auszuweiten (Ryanair 2002 S.3, Easyjet 2002, S.16f).
Das Konzept dieser Airlines ist denkbar einfach. Sie reduzieren das Gut „Flug“ auf den Transport von A nach B. Angeboten werden Punkt-zu-Punkt-Verbindungen zu vergleichsweise niedrigen Preisen. Dabei wird auf sämtliche Zusatzleistungen traditioneller Fluggesellschaften verzichtet. Gestartet wird von abgelegenen Kleinflughäfen, Bordverpflegung wird angeboten, muss allerdings extra bezahlt werden. Buchungen sind nur über das Internet oder per 0190-Nummer möglich, wobei Sitzplätze nicht reserviert werden können (Berg/Schmidt, S.73). Die etablierten Anbieter haben auf die zunehmende Konkurrenz der Billigflieger reagiert. Sie haben ihre Preise gesenkt oder versuchen über Tochtergesellschaften ebenfalls im Markt der Niedrigpreisanbieter aktiv zu werden (Sull, S. 31). Für den Verbraucher hat das zunehmende Angebot an günstigen Flugverbindungen positive Auswirkungen. Es drängt sich jedoch die Frage auf, wie z.B. Ryanair mit Tarifen von 20 Euro für die einfache Strecke von Lübeck nach London kostendeckend fliegen kann. Des weiteren ist zu untersuchen, ob die
1 Die Begriffe: Billigflieger, No-Frills -Airline, Low-Cost-Carrier, usw. werden hier als Synonyme verwendet.
1
dynamische Entwicklung nachhaltig anhalten und die Low-Cost-Airlines eine dauerhafte wettbewerbspolitische Bedeutung im europäischen Luftverkehr haben werden.
Hierzu sollen zunächst in Kapitel 2 die in den USA und Europa im Luftverkehr durchgeführten Deregulierungsmaßnahmen beschrieben werden. Kapitel 3 beschreibt die grundlegenden Unternehmensstrategien im Wettbewerb sowie das Konzept der Billigflieger. Anschließend werden die Kostenvorteile der Low-Cost-Airlines detailliert dargestellt, um in Kapital 4 die Wettbewerbssituation der Gesellschaften zu untersuchen. Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung und einem Ausblick in Kapitel 6.
2 Wettbewerb im Luftverkehr
2.1 Deregulierung des Luftverkehrs in den USA
Im internationalen Luftverkehr existierte in der Vergangenheit ein umfassendes System bilateraler Luftverkehrsabkommen, in denen sich die Unterzeichnerstaaten gegenseitig vertraglich festgelegte Verkehrsrechte gewährten (Höfer, S.96ff). Die Liberalisierung des Luftverkehrs begann Ende der 70er Jahre in den USA. Zuvor war der Luftverkehrsmarkt in den USA noch streng reguliert. Aufgrund des Civil Aeronautics Act von 1938 unterlag d ie US-Zivilluftfahrt vierzig Jahre einer ausgeprägten Regulierung (Köberlein S.163f.). Zuständig für den Verkehr zwischen den einzelnen Bundesstaaten war das Civil Aeronautics Board (CAB), welches weitreichende Kompetenzen hinsichtlich der Lizenzierung von Fluggesellschaften, der Kontrolle des Marktein- und Marktaustritts sowie der Genehmigung von Tarifen hatte (Wiezorek S.64 f). Entscheidende rechtliche Veränderungen traten mit dem Airline Deregulation Act of 1978 2 ein. Durch mehrere Stufen wurde die Kontrolle des CAB über Flugpreise und Streckenangebot der Airlines aufgegeben. Ziel war die Förderung des Wettbewerbs durch freien Marktzugang sowie die Erhöhung der Flexibilität der Airlines bei der Tarifgestaltung durch den Wegfall der Genehmigungspflicht. Alle noch verbliebenen staatlichen Aufgaben wurden dem Verkehrsministerium (Department of Transportation, DOT) übertragen (Wittmann S. 5 ff).
2 Airline Deregulation Act of 1978, October 24, 1978, Pub. L. no. 95-504, 92 Stat. 1705.
2
2.2 Deregulierung des europäischen Luftverkehrs
Der Luftverkehr innerhalb der Europäischen Union wurde lange Zeit durch ein komplexes Netz bilateraler Luftverkehrabkommen geregelt (Krahn, S.108). Da die Mehrzahl der EU-Mitgliedsländer den Luftverkehr als öffentliche Aufgabe ansah und durch eine etwaige Liberalisierung den Verlust eines Teils ihrer nationalen Souveränität befürchtete, unterblieben Anstrengungen, das bestehende System zu ändern. Liberalisierungsbestrebungen gingen daher im wesentlichen von der EU-Kommission aus (Button S.171). Durch die insgesamt positiven Erfahrungen der US-Deregulierung und gestärkt durch das „Untätigkeitsurteil“ 3 des Europäischen Gerichtshofs sowie die Mailänder Beschlüsse von 1985 4 , gelang es, den Ministerrat zur Verabschiedung konkreter Liberalisierungsschritte zu veranlassen (Wiezorek S.103 ff). Die Liberalisierung des europäischen Luftverkehrs erfolgte in drei Stufen. Die 1987, 1989, sowie 1993 in Kraft getretenen Liberalisierungspakete sahen eine schrittweise Aufhebung aller Beschränkungen hinsichtlich Strecken, Kapazitäten und Tarifen vor (Krahn, S. 108ff.; Maurer S.16). 5
Die Deregulierung und Liberalisierung bildeten somit die Grundlage für den Eintritt neuer Wettbewerber. Die Konsumenten können nunmehr in Europa, ähnlich wie in den USA, zwischen unterschiedlichen Preis-Leistungs-Optionen wählen. In den USA orientierten sich einige der neuen Fluggesellschaften am Angebot der etablierten Unternehmen. Die große Mehrzahl konzentrierte sich allerdings auf ein bestimmtes Marktsegment, welches durch die Angebotspolitik der großen Gesellschaften nur unzureichend oder gar nicht berücksichtigt wurde (Wiecorek, S.71 f). Allen voran die unter 3.1. beschriebene Southwest Airlines versuchte das Potential preissensibler Kunden zu erschließen, die bisher aufgrund hoher Ticketpreise selten oder nie geflogen waren. Southwest hat damit maßgeblich zur Entwicklung eines neuen Geschäftskonzepte in der Luftfahrtbranche beigetragen. Zunächst soll allerdings auf die
3 In seiner Entscheidung zur „Untätigkeitsklage des Europäischen Parlaments“ stellte der Gerichtshof fest, dass es bisher unterlassen worden sei, „die Dienstleistungsfreiheit auf dem Gebiet des internationalen Verkehrs sicherzustellen“. Den Ministerrat forderte er daher auf, entsprechende Schritte zu veranlassen. (Vgl. EuGH: Rs. 13/83, Urteil vom 22.5.1985)
4 Die Mailänder Beschlüsse sahen eine Vollendung des Europäischen Binnenmarktes unter ausdrücklicher Einbeziehung des Luftverkehrs vor.
5 Verordnungen (EWG) Nr.3975/87, Nr.2343/90, Nr. 2407/92 des Ministerrates.
3
Arbeit zitieren:
Gordon Ohrtmann, 2002, Die wettbewerbspolitische Bedeutung der Billigflieger, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Die Preispolitik der traditionellen Fluggesellschaften und sich ergebe...
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Seminararbeit, 39 Seiten
Die Positionierung kleinerer Flughäfen im Interkontinentalverkehr - ei...
Diplomarbeit, 79 Seiten
Flughäfen und Airlines im Wettbewerb - Partnerschaften als Chance in d...
Hausarbeit, 23 Seiten
Die europäischen Low Cost Carrier und deren Bedeutung für die Entwickl...
Diplomarbeit, 121 Seiten
Yield Management als Erfolgsfaktor der Hotellerie - eine kritische Eva...
Diplomarbeit, 90 Seiten
Yield Management - ein sinnvoller Weg für Destinationen?
Seminararbeit, 24 Seiten
Zahlen einer Rechnung durch Überweisung (Unterweisung Industriekaufman...
AdA Kaufmännische Berufe / Verwaltung
Unterweisung / Unterweisungsentwurf, 11 Seiten
Effektivzinsberechnung bei einer Kreditaufnahme (Unterweisung Industri...
AdA Kaufmännische Berufe / Verwaltung
Unterweisung / Unterweisungsentwurf, 12 Seiten
Überprüfen eines Urlaubsantragsformulars (Unterweisung Industriekaufma...
AdA Kaufmännische Berufe / Verwaltung
Unterweisung / Unterweisungsentwurf, 12 Seiten
Gordon Ohrtmann hat den Text Die wettbewerbspolitische Bedeutung der Billigflieger veröffentlicht
Gordon Ohrtmann hat einen neuen Text hochgeladen
Noch mehr City-Trips mit Billigfliegern
Weitere 25 Städte Europas prei...
Lutz Strobel, Margit Thomann
City-Trips mit Billigfliegern. Urlaubshandbuch
25 Metropolen Europas preiswer...
Lutz Strobel, Margit Thomann
Reading Seminar XI: Lacan's Four Fundamental Concepts of Psychoanalysi...
Richard Feldstein, Maire Jaanus, Bruce Fink
International Seminar on Nuclear War and Planetary Emergencies - 32nd ...
R. Ragaini, A. Zichichi
How to Develop and Promote Successful Seminars and Workshops: The Defi...
Howard L. Shenson, Shenson
0 Kommentare