Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 3
2 Licht im Film. 4
2.1 Die Funktionen des Lichts. 4
3 Lichtquellen. 5
3.1 Führungslicht. 5
3.2 Fülllicht 5
3.3 Spitzlicht 6
3.4 Hintergrundlicht 6
4 Kategorien des Lichts. 6
4.1 Seitenlicht. 6
4.2 Vorderlicht 7
4.3 Gegenlicht 7
4.4 Oberlicht. 8
4.5 Unterlicht. 8
4.6 Akzentlichter 8
5 Beleuchtungsstile 9
5.1 Normalstil. 9
5.2 High-Key-Stil. 9
5.3 Low-Key-Stil. 10
6 Arten von Licht 11
6.1 Tageslicht 11
6.2 Kunstlicht 11
6.3 Hartes Licht 11
6.4 Weiches Licht. 12
7 „Der Dritte Mann“ 13
7.1 Entstehung. 13
7.2 Film Noir 13
7.3 Handlungsort 14
7.4 Inhalt 15
7.5 Titel 16
7.6 Licht- und Schattengestaltung 16
8 Fazit. 18
9 Literaturverzeichnis. 19
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1 Einleitung
Bereits Johann Wolfgang Goethe sagte: „Wo viel Licht ist, ist auch starker Schatten“. Er erkannte dementsprechend, dass Licht und Schatten untrennbar zusammen gehören und nicht differenziert voneinander betrachtet werden dürfen (Dunker, S.17). Licht und Schatten werden meist nicht als besondere Gestaltungsmittel im Film wahrgenommen (Hickethier, S.82), dennoch haben sie eine entscheidende Bedeutung für Film- und Fernsehszenen (Faulstich, S. 199). Aus diesem Grund sollen Licht und Schatten sowie deren Funktion im Film in dieser Arbeit genauer betrachtet werden. Zunächst muss dafür erläutert werden, welche vielfältigen Aufgaben die Lichtgestaltung im Film wahrnehmen kann und welche Wirkungen damit erzielt werden. Im Folgenden soll dann auf die verschiedenen Quellen des Lichts, wie Führungslicht, Fülllicht, Spitzlicht sowie Hintergrundlicht eingegangen werden. Weiterhin sind die verschiedenen Richtungen, aus denen das Licht auf das Geschehen fallen kann, bedeutend. Man unterscheidet dabei zwischen Seitenlicht, Vorderlicht, Gegenlicht, Oberlicht, Unterlicht und Akzentlicht. Die Beleuchtungsstile High-Key-, Low-Key- und Normalstil werden nachfolgend erläutert. Ausschlaggebend ist auch die Art des Lichtes. Einerseits, ob Tageslicht oder Kunstlicht eingesetzt wird, andererseits, ob speziell zur charakteristischen Darstellung von Personen hartes oder weiches Licht verwendet wird. Beispielgebend für den gezielten Einsatz von Licht und Schatten ist Carol Reeds „Der Dritte Mann“. Zwei Szenen aus dem britischen Spielfilm der vierziger Jahre, bei denen die Bedeutung der Lichtgestaltung besonders zum Ausdruck kommt, sollen abschließend analysiert werden. Dabei soll deutlich werden, inwiefern Licht und Schatten die dramaturgische Aussage dieses Films unterstützen.
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2 Licht im Film
2.1 Die Funktionen des Lichts
Die Lichtsituation im Film wird von dem Rezipienten meist unbewusst wahrgenommen. Erst wenn das Licht blendet oder die Schatten überwiegen, also der Bereich des Angenehmen verlassen wurde, wird dem Zuschauer das Gestaltungsmittel Licht bewusst (Dunker, S. 8). Dennoch werden Licht und Schatten in der Film- und Fernsehanalyse als eine der wirkungsvollsten Mittel angesehen (Dunker, S. 11). Licht und Schatten unterstützen zunächst die Dramaturgie der Erzählung (Faulstich, S. 204). Die Gestaltung des Lichteinsatzes richtet sich nach der filmischen Absicht und der zu transportierenden Aussage (Dunker, S. 11). Dennoch ist die Lichtgestaltung der Erzählung meist untergeordnet. Sie soll die Information des Plots unterstreichen, Hinweise auf die Story geben (Faulstich, S. 200) und handelnde Personen charakterisieren (Faulstich, S. 203). Eine der wesentlichsten Funktionen des Lichts ist die Stimmung. Durch Licht und Schatten können verschiedene Gemütszustände erzeugt werden, die das Publikum als Eigenschaften einer Situation wahrnimmt (Hickethier, S. 79). „Diese Möglichkeit des direkten Zugriffs auf die Stimmungslage des Zuschauers ist ein phantastisches Mittel für die Filmgestaltung“ (Dunker, S. 14). Erst durch den Einsatz von Licht und Schatten entsteht in der Filmszene der Eindruck von Räumlichkeit und Plastizität, jedoch ohne dass die Kamera durch den Raum bewegt werden muss. Bei der Darstellung des gesamten Raums müssen dafür Vorder-, Mittel- und Hintergrund partiell oder ganz mit Licht und Schatten gestaltet werden. So entsteht ein räumlicher Tiefeneindruck (Kamp, S. 31). Weiterhin ordnen Licht und Schatten die Objekte im Raum (Faulstich, S. 199) und können bestimmten Personen und Objekten eine spezielle Bedeutung beimessen, in dem einzelne Dinge der Szene durch Licht hervorgehoben werden, währenddessen andere unbetont bleiben (Faulstich, S. 199). Zusammenfassend trägt die Lichtgestaltung im Film immens zur Glaubwürdigkeit und zur realistischen Darstellung des Gezeigten bei (Hickethier, S. 81) Dennoch entfaltet sich das volle Potential von Licht und Schatten erst im Zusammenwirken mit anderen Mitteln der Filmgestaltung (Faulstich, S. 204).
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3 Lichtquellen
Die Beleuchtung in einem Film besteht immer aus einer oder mehreren gleicher oder unterschiedlicher Lichtquellen (Dunker, S. 35). Innerhalb dieser Ausleuchtung können diese Lichtquellen unterschiedliche Funktionen haben und somit bestimmte Wirkungen hervorrufen (Dunker, S. 36). Es wird dabei in Führungslicht, Fülllicht, Spitzlicht sowie Hintergrundlicht unterschieden.
3.1 Führungslicht
Bei dem Führungslicht handelt es sich meist um die dominanteste Lichtquelle in der Szene (Faulstich, S. 202). Das Licht fällt dabei für gewöhnlich aus einem 45° Winkel zur Kamera-Objekt-Achse auf das Geschehen (Monaco, S. 197). Das Führungslicht, oder auch Hauptlicht genannt, hat viele grundlegende Bedeutungen. Zunächst muss es die natürliche Lichtsituation der Szene imitieren (Faulstich, S. 202), also der im Bild zu erkennenden Lichtquelle entsprechen. Das Hauptlicht ist in der Regel auf den Handlungsträger gerichtet (Hickethier, S. 82) und entscheidend für die Dramaturgie der Szene (Faulstich, S. 202). Denn die Position des Führungslichts zur Kamera und zum Objekt, wie auch Farbe, Stärke und Qualität der Lichtquelle beeinflussen die dramaturgische Aussage.
Zusammenfassend wird das Führungslicht also nicht durch seine Position zur Kamera definiert, sondern über seine prägende Funktion innerhalb der Szene (Dunker, S.38).
3.2 Fülllicht
Das Fülllicht ist ein zusätzliches Licht zum Führungslicht (Kühnel, S. 61) und hat die Funktion, die vom Hauptlicht verursachten Schatten aufzuhellen. Meist nimmt diese Lichtquelle keine genaueren Aufgaben innerhalb der Filmszene wahr (Faulstich, S. 202), ausgenommen, es hat eine besondere dramaturgische Bedeutung. Durch das Fülllicht wirken die beleuchteten Objekte plastischer (Hickethier, S. 82) und die Kontraste werden weicher (Kühnel, S. 61).
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3.3 Spitzlicht
Das Spitzlicht scheint meist von hinten. Bei dargestellten Personen ist es auf den Kopf gerichtet (Dunker, S. 39), so sollen sich die beleuchteten Personen und Objekte besser vom Hintergrund abheben und dem Raum soll mehr Tiefe verliehen werden (Faulstich, S. 202). Die Szene soll plastischer und demnach auch realistischer wirken. Eine spezielle Form des Spitzlichts ist die Gloriole. Dabei entsteht ein dominanter Lichtsaum an den Haaren der beleuchteten Person, so dass dieser Saum wie eine Art „Heiligenschein“ erscheint (Dunker, S. 39).
3.4 Hintergrundlicht
Als Hintergrundlicht wird die gewisse Grundausleuchtung einer Szene bezeichnet (Dunker, S. 40). Durch diese Art von Licht werden Kontraste in einer Filmszene angeglichen (Faulstich, S. 202) und dargestellte Personen und Objekte optisch besser vom Hintergrund getrennt. So wirkt die gesamte Filmszene räumlicher (Kamp, S. 34). Bei vielen Daily-Soaps und Serien ist das Hintergrundlicht meist die häufigste Lichtart. Da eine aufwendige Ausleuchtung jeder Szene zu zeitintensiv und zu kostspielig wäre (Faulstich, S. 202).
4 Kategorien des Lichts
Die Kategorien des Lichts geben die grundsätzlichen Richtungen vor, aus denen das Licht auf die Szene fällt. Man unterscheidet unterschiedliche Kategorien. Die sechs Arten, die am Häufigsten im Film angewandt werden, sollen im Folgenden erläutert werden (Hickethier, S. 81).
4.1 Seitenlicht
Beim Seitenlicht wird die Beleuchtungsquelle seitlich von der Kamera positioniert (Faulstich, S. 202). Dadurch wirkt die Szene räumlicher (Dunker, S. 39) und Schatten werden für den Zuschauer gut sichtbar.
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Arbeit zitieren:
Carolin Biebrach, 2007, Lichtgestaltung im Film - Der Dritte Mann, München, GRIN Verlag GmbH
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Leitfaden für die Herstellung von Zeitzeugen-Interviews
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