Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis 2
1) Begründung des Themas und Aufgabenstellung 3
2) Theoretische Grundlagen zur Begründung von „Entspannungstraining“ in der
Gesundheitsf örderung und Prävention 4
2.1) Kennzeichnung der Wirkungsrichtungen eines gezielten Entspannungstrainings 4
2.2) Charakterisierung der progressiven Relaxation und Bezug auf die Zielgruppe. 5
2.3) Grundlegende methodisch-didaktische Aspekte in Bezug auf die Zielstellung 6
3) Inhalte und Aufbau des Kurskonzeptes 8
3.1) Darstellung der Übungseinheiten. 8
4) Organisation des Kurskonzeptes. 19
5) Vermarktung des Kurskonzeptes 20
6) Fazit und Schlussfolgerung. 21
7) Literaturverzeichnis 22
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1) Begründung des Themas und Aufgabenstellung
Das Movemed-Institut für Freizeit- und Gesundheitssport ist eine Einrichtung, die sich aus den Schwerpunkten Rückenschule, Herz-Kreislauftraining und unterschiedlichen Entspannungsverfahren in Form angebotener Kursprogramme zusammensetzt. Die Entspannungsverfahren als fest integrierter Bestandteil der Kurse stellen einen Baustein der ganzheitlichen Philosophie von Körper, Geist und Seele des Instituts dar. Neben den Entspannungsprogrammen „Yoga„, „Qigong“ und „Tai-Chi Do“ sind auch Elemente von Entspannung in den Rückenschulkursen vorzufinden. Durch die bereits regelmäßig stattfindenden Entspannungsverfahren ist auch von Seiten der Kursleiter als feste Mitarbeiter des Instituts die notwendige offene Einstellung zur Thematik Entspannung vorhanden. Für ein über 8 Übungseinheiten geplantes Entspannungs-Kurskonzept soll das Entspannungsverfahren der progressiven Relaxation für Büroangestellte mittleren Alters zwischen 35 und 55 Jahren dargestellt werden. Diese Zielgruppe ergibt sich aus der bisherigen Kundenstruktur des Instituts, die zu zwei Dritteln aus älteren Personen und einem Drittel aus Personen mittleren Alters besteht. Zusätzlich sollen Büroangestellte aus Firmen in der Nähe des Movemed-Instituts für das Konzept geworben werden. Das Entspannungs-Kurskonzept zielt hierbei auf die primäre und sekundäre Prävention ab und ist auf gesunde Personen und Personen mit leichten Beschwerden ausgerichtet. Die einfache Vermittlung einer Entspannungstechnik mit schnellem Stressabbau und Förderung des Abbaus psychischer und physischer Erkrankungen kann als vorwiegender Nutzen für die Büroangestellten angesehen werden.
Die Umsetzung des Entspannungskonzepts erfolgt in den Räumlichkeiten des Movemed-Instituts außerhalb des festen Kursprogrammes. Helle Räumlichkeiten mit Durchführung des Programms in einem großen Gymnastikraum schaffen dabei die notwendigen Voraussetzungen für die richtige Atmosphäre für Entspannung und stellen somit die geeigneten Rahmenbedingungen für den Erfolg des Konzepts dar. Durch die bereits in das Dienstleistungsangebot des Instituts fest integrierten Entspannungskurse, zu denen ein fester Kundenstamm zählt, ist auch von Seiten des Kunden eine entsprechende Akzeptanz und Offenheit für Entspannung vorhanden. Ein in der Vergangenheit mit Erfolg durchgeführtes Betriebssportprojekt mit Büroangestellten in Form eines kombinierten Programms aus Rücken-, Herz-Kreislauf- und Entspannungstraining in den Räumlichkeiten des Movemed-Instituts verdeutlicht das Interesse und den Bedarf an dem Entspannungs-Kurskonzept.
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2) Theoretische Grundlagen zur Begründung von „Entspannungstraining“ in der Gesundheitsförderung und Prävention
2.1) Kennzeichnung der Wirkungsrichtungen eines gezielten Entspannungstrainings
Gezieltes Entspannungstraining beinhaltet die drei Wirkungsrichtungen der körperlichen und psychischen Entspannung, der Konzentration auf sich selbst in entspanntem Zustand und der Körperwahrnehmung.
Die Wirkungsrichtung der körperlichen und psychischen Entspannung beschreibt in körperlicher Hinsicht eine Muskelentspannung, auf psychischer Ebene wird durch die Entspannung mehr Gelöstheit und Ausgeglichenheit erzielt. Die Konzentration auf sich selbst in entspanntem Zustand führt dazu, dass äußere Umweltreize weniger stark wahrgenommen werden und die Vorstellungskraft z.B. mit imaginären Bildern vergrößert wird. Mit der Körperwahrnehmung werden der Umgang und die Erfahrung mit dem eigenen Körper angesprochen, wodurch das Gefühl für das eigene Körperbewusstsein geschult wird.
In Bezug auf die Zielgruppe von Büroangestellten mittleren Alters sind alle drei Wirkungsbereiche von entscheidender Bedeutung. Geprägt durch Bewegungsmangel oder Fehlhaltungen der Wirbelsäule mit Folgen von Muskelverspannungen spielt einerseits die Muskelentspannung und bewusste Körperwahrnehmung für die Entwicklung der eigenen Körperbewusstheit und den richtigen Umgang mit dem eigenen Körper eine wichtige Rolle. Andererseits sind auch psychische Belastungen eines Büroangestellten wie Stresssituationen oder eine hohe Leistungsdichte im Alltag, die unter anderem zu Schlafstörungen oder Depressionen führen können, von Relevanz. Hier setzt die psychische Entspannung und die verbesserte Konzentration auf sich selbst im Entspannungstraining an, wodurch wieder zu mehr Ausgeglichenheit und Gelöstheit gefunden werden kann.
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2.2) Charakterisierung der progressiven Relaxation und Bezug auf die Zielgruppe
Die Progressive Relaxation geht zurück auf Edmund Jacobson aus dem Jahr 1939 und stammt aus den USA. Die ursprüngliche Bedeutung „voranschreitende Entspannung“ beschreibt eine Muskelentspannung, durch die sowohl körperliche wie psychische Anspannungszustände gelöst werden mit der Wirkung, z.B. Stress abzubauen oder ein besseres Wahrnehmungsgefühl für den Körper zu entwickeln. Der Anspannungsphase der Muskulatur folgt dabei eine Entspannungsphase der entsprechenden Muskelgruppe, wodurch ein bewusster Entspannungseffekt wahrgenommen wird. Methodisch kann die Durchführung für die Entspannung im gesamten Körper beispielsweise vom Kopf bis zu den Füßen erfolgen.
Für die Berufsgruppe der Büroangestellten stellen in erster Linie Rückenschmerzen in Form chronischer Nackenschmerzen eine dauerhafte Belastung dar. Weiterhin besteht beispielsweise durch den Bildschirmarbeitsplatz eine einseitige Belastungsform mit Folgen einseitiger Fehlhaltungen der Wirbelsäule, durch die Bandscheibendegenerationen hervorgerufen werden können. Als weitere beispielhafte Krankheitssymptome für das Belastungsbild des Büroangestellten sind Durchblutungsstörungen, Bewegungsmangel oder Augenbeschwerden zu nennen. Psychische Belastungen mit Stress oder hoher Zeitbelastung in einer schnelllebigen und leistungsorientierten Gesellschaft komplettieren das Belastungsbild des Büroangestellten.
Die Anwendung der Progressiven Relaxation an der Zielgruppe von Büroangestellten soll dabei einerseits auf physischer Basis zur Schmerzreduktion führen. Auf der psychischen Ebene soll andererseits vermehrte Ausgeglichenheit und Abbau von Stress zu einer besseren Bewältigung des Berufsalltages führen.
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2.3) Grundlegende methodisch-didaktische Aspekte in Bezug auf die Zielstellung
Das methodische Grundprinzip der Progressiven Relaxation ist charakterisiert durch die Anspannung eines Muskels oder einer Muskelgruppe mit nachfolgender Entspannung des vorher angespannten Muskels. Die An- und Entspannung stellt dabei einen wesentlichen Punkt dar, durch die die Zielgruppe der Büroangestellten durch die bewusste Körperwahrnehmung wieder zur Gelöstheit und Ausgeglichenheit finden soll. Durch die Entspannung der Muskulatur tritt hierbei über die körperliche Entspannung auch die psychische Entspannung ein, durch die Stress abgebaut werden kann.
Für die Durchführung des Entspannungs-Kurskonzeptes in Form der Progressiven Relaxation ist in erster Linie die Offenheit für Entspannung von Seiten der Teilnehmer eine notwendige Voraussetzung für den Erfolg des Konzepts. Darauf aufbauende zu nennende methodischdidaktische Aspekte der Progressiven Relaxation sind die Qualität der An- und Entspannung, das zeitliche Verhältnis zwischen An- und Entspannung, die Ausführung der Progressiven Relaxation in Verbindung mit der Atmung und die Durchführung der Übungen in der richtigen Reihenfolge. Die Grundlage für die Qualität der An- und Entspannung stellt hierbei die richtige Anspannung dar. Durch die korrekte Bewegungsausführung der Anspannung kann die nachfolgende Entspannung bewusst wahrgenommen werden. Das zeitliche Verhältnis zwischen An- und Entspannung beträgt in etwa 1:3 von Anspannung zu Entspannung und ist eine für das Erleben und Erspüren der Entspannung notwendige Voraussetzung. Die Anspannungsphase beträgt dabei zwischen 5-10 Sekunden, die Entspannungsphase zwischen 15-30 Sekunden. Die längere Entspannungsphase dient einem bewussten Nachspüren der Entspannung und ist für das Entspannungserlebnis entscheidend. Die Progressive Relaxation in Verbindung mit der Atmung dient einem zusätzlich positiven Einfluss auf die Entspannungswirkung. Hierbei sollte bei der Anspannung eingeatmet, bei der Entspannung ausgeatmet werden.
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Arbeit zitieren:
Philip Mantler, 2006, PR-Planung eines Entspannungs-Kurskonzeptes für Büroangestellte in Form der Progressiven Relaxation, München, GRIN Verlag GmbH
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