Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Darstellung der Stoffauswahl
1.1 Klärung der Sachstruktur
1.1.1 Organonmodell von Bühler (1934)
1.1.2 Die 5 Axiome von Watzlawick
1.1.3 Das Kommunikationsquadrat von Schulz von Thun
2. Sachaspekte des Unterrichtsinhalts
3. Begründung vom Bildungsziel her
4. Begründung von der Individuallage her
5. Allgemeine Angaben zum Unterricht
6. Unterrichtsverlaufplanung
7. Arbeitsblatt I
Arbeitsblatt A
Arbeitsblatt B
8. Erwartete SchülerInnenergebnisse
Folie 1
Literaturverzeichnis
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Einleitung
Die folgende Ausarbeitung entstand aus dem Seminar „Kommunikative Prozesse in beruflichen Situationen im Wintersemester 2006/2007 bei Frau X. In dem Seminar wurden verschiedene Kommunikationstheorien- und Modelle in Referaten und durch Eigenarbeit vorgestellt und erarbeitet. Zudem wurden verschiedene Möglichkeiten der Kommunikation mit SchülerInnen an beruflichen Schulen mit den Seminarteilnehmerinnen erprobt.
In dieser Arbeit wird eine Unterrichtsstunde an einer beruflichen Schule für Sozialpädagogik geplant, in der sich die SchülerInnen mit dem Kommunikationsquadrat von Schulz v. Thun mit Blick auf den Doppelten Theorie-Praxis-Bezug auseinandersetzen. Der doppelte Theorie-Praxis-Bezug ist immer dann vorhanden, wenn nicht nur „reines Wissen“ vermittelt wird. Die SchülerInnen einer beruflichen Schule für Sozialpädagogik werden in ihrem späteren Berufsleben immer mit Menschen zusammenarbeiten. So muss der Unterricht darauf ausgelegt werden, dass das Wissen, das sich die SchülerInnen aneignen, weiter getragen wird. Gerade das Kommunikationssquadrat von Schulz von Thun eignet sich für SchülerInnen an beruflichen Schulen für Sozialpädagogik, da das Modell nicht nur die theoretische Seite der Kommunikation erläutert. Nach Leupold (1995, S. 17) sind „Theoretische und praktische Kenntnisse aus der Kommunikationspsychologie eine wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Problem- und Konfliktbewältigung der ErzieherInnen (…).“
Hintergrundinformationen zu Kommunikationsmodellen, Arbeitsblätter für die geplante Unterrichtsstunde und erwartete SchülerInnenergebnisse vervollständigen diese Ausarbeitung.
1. Darstellung der Stoffauswahl
Nach der Kommunikativen Pädagogik, die in den 70er Jahren in Anlehnung an die Kommunikationstheorie entstand, ist es Aufgabe des Lehrers, den Lernprozess über Kommunikation zu organisieren und dem Schüler durch Kommunikation spezifische Lernmöglichkeiten zu eröffnen. Dies wird als symmetrische Kommunikation (s. 1.1.2,
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S. 5) bezeichnet. Demnach wird Kommunikation als zentrale Kategorie pädagogischen Handelns gesehen. 1
Kommunikationspsychologische Grundlagen, wie sie in dieser Arbeit von Bühler, Watzlawick und von Thun aufgezeigt werden, sind die Basis für SchülerInnen, um bewusst kommunikativ handeln zu können. Nach Hobmair (2002, S. 80) ist Erziehung „immer soziale Interaktion und Kommunikation“. Gerade im sozialen Bereich ist es daher wichtig, dass die SchülerInnen erkennen, dass Sprache auch sichtbar (durch Mimik, Gestik, Schrift und Bild), hörbar oder fühlbar (z.B. Berührung) zum Ausdruck gebracht werden kann.
Es gilt auch zu erkennen, dass Kommunikationsstörungen zur Kommunikation gehören und nicht vollständig ausgeschlossen werden können.
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Hier gilt der Merksatz
Wer?
Im Bereich der Kommunikation planen, führen und reflektieren die SchülerInnen eigene Gespräche, lernen verschiedene Gesprächsarten kennen, tragen vor, präsentieren und kommunizieren schriftlich.
1.1 Klärung der Sachstruktur
Nach Behr (1980, S. 268) ist das „Wissen über die Grundlagen der Kommunikation die Voraussetzung für die Anleitung zur Kommunikation“. Daher werden zuerst die Kommunikationsmodelle von Bühler und Watzlawick vorgestellt, bevor im weiteren Verlauf der Arbeit das Kommunikationsmodell von Schulz v. Thun betrachtet wird, mit dem in der geplanten Unterrichtsstunde gearbeitet wird. Die Kommunikationsmodelle dienen dazu, Kommunikation als „wahrnehmbare Erscheinungen“ zu betrachten.
1 vgl. PFEIFFER, SILKE (2007): Lehren und Lernen aus Sicht der kommunikativen Pädagogik, S. 51
2 vgl. vgl. WATZLAWICK, PAUL/BEAVIN, JANET H./JACKSON, DON D. (1990): Menschliche Kommunikation - Formen, Störungen, Paradoxien - 8. unveränderte Auflage, Verlag Hans Huber, Bern Stuttgart Toronto
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1.1.1 Organonmodell von Bühler (1934)
Das Kommunikationsmodell des Psychologen Karl Bühler (1879-1962) wurde 1934 in seiner „Sprachtheorie“ veröffentlicht. Nach Deutschland gelangte es erst 1965, da Bühler in die USA emigrieren musste. 3 Bühlers Organonmodell verdankt seinen Namen dem „Kratylos“ von Platon. Für Platon stellt die Sprache ein Organon dar ( Werkzeug), mit dem man einer anderen Person etwas mitteilt. Bühlers Organonmodell unterscheidet zwischen Sender und Empfänger und sieht die Sprache als ein Kommunikationsmodell, dessen Ausgangspunkt das „Sprechen“ ist. Das „Sender-Empfänger-Modell“ war in Deutschland schon vorher, seit 1949, aus der Informationstheorie bekannt.
Dabei steht die „objektive Darstellung eines Sachverhaltes“ oder die Ansicht oder ein Appell des Senders an den Empfänger im Vordergrund.
Nach Bühler erfüllt die Sprache drei Funktionen. Diese nennt er die „drei Aspekte“ in der Sprache. Das Zeichen steht für Gegenstände und Sachverhalte (Darstellungsfunktion) den Ausdruck (es sagt etwas über den Sender aus) und die Appellfunktion (der Empfänger soll zu etwas aufgefordert werden).
(Quelle: http://www.romanistik.uni- (Februar 2007) )
3 http://www.romanistik.uni-freiburg.de/raible/Lehre/2005_06/Materialien/Buehler_Seminar.pdf
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Sein Modell stellt demnach eine Kommunikationssituation dar. Gleichzeitig kann man anhand seines Modells auch die Verwendung von Zeichen erläutern; es ist also zudem ein Zeichenmodell.
1.1.2 Die 5 Axiome von Watzlawick
Paul Watzlawick wurde 1921 in Österreich geboren und war als Psychotherapeut tätig. Er beschäftigte sich vor allem mit Kommunikationsstörungen. Sein Kommunikationsmodell entstand als Denkmodell unter besonderer Berücksichtigung von Verhaltensstörungen.
Sein Buch „Menschliche Kommunikation“ erschien in Deutschland zuerst 1969. Er beschäftigt sich darin mit dem „pragmatischen“ Aspekt der Sprache. Seine Kommunikationstheorie baut auf fünf pragmatischen Axiomen auf, die als Grundlage einer gelingenden Kommunikation zu sehen sind. Pragmatik definiert Watzlawick (1990, S.23) folgendermaßen: „Nicht nur Worte, ihre Konfiguration und ihre Bedeutung- also die Daten der Syntaktik und der Semantik-, sondern auch alle nichtverbalen Begleiterscheinungen, die sogenannte Körpersprache inbegriffen (…) in dieser pragmatischen Sicht ist demnach nicht nur die Sprache, sondern alles Verhalten Kommunikation, und jede Kommunikation -selbst die kommunikativen Aspekte jedes Kontextes- beeinflusst das Verhalten.“
Das Verhalten besitzt nach Watzlawick (1990) verschiedene Bewusstseinsgrade: voll bewusst
unbewusst, aber erkennbar nach Hinweis unbewusst und auch nicht durch Hinweis erkennbar
Seiner Annahme nach besitzt alles Verhalten in zwischenmenschlichen Situationen Mitteilungscharakter und ist somit Kommunikation. Verhalten und Kommunikation sind demnach theoretisch, nicht aber praktisch trennbar. 4 Daraus leitet sich sein erstes Axiom ab:
4 vgl. WATZLAWICK, PAUL/BEAVIN, JANET H./JACKSON, DON D. (1990): Menschliche Kommunikation - Formen, Störungen, Paradoxien - 8. unveränderte Auflage, Verlag Hans Huber, Bern Stuttgart Toronto, S.51
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Man kann nicht nicht kommunizieren
Das Axiom besagt, dass man nicht nur mit Sprache, sondern mit jeglichem Verhalten, wie Gestik, Mimik, Tonfall, etc. kommuniziert und der Empfänger darauf nicht nicht reagieren kann.
Störungen können durch ignorieren des Gesprächspartners oder zum Beispiel durch Abweisung der Kommunikation entstehen.
2. Axiom: Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt Eine Kommunikation besitzt immer zwei Aspekte: Den Inhaltsaspekt, der die Information der Nachricht weitergibt (WAS wird weitergegeben) und den
Beziehungsaspekt (WIE wird weitergegeben), auch Metakommunikation genannt, der dem Empfänger der Nachricht mitteilt, wie die Nachricht des Senders zu verstehen ist. „..der Inhaltsaspekt vermittelt die „Daten“, der Beziehungsaspekt weist an, wie die Daten aufzufassen sind.“ (Watzlawick et. Al., 1990, S. 55) In einer Kommunikation werden demnach immer Beziehungen hergestellt, die den Inhaltsaspekt beeinflussen. Die Kommunikation kann misslingen, wenn die Beziehung der Gesprächspartner gestört ist.
3. Axiom: Die Natur der Beziehung ist durch die Interpunktion der Kommunikationsabläufe seitens der Partner bedingt Als Merksatz gilt hier: Auf jede Aktion folgt eine Reaktion. Bei jeder Kommunikation setzt jeder Teilnehmer eine Struktur, die als Interpunktion betrachtet wird. Störungen in der Interaktion können so zu Beziehungskonflikten führen. Wenn ein Gesprächsteilnehmer z.B. sein Verhalten „nur“ als Reaktion auf die Aktion des Gesprächspartners sieht. Das bekannteste Beispiel stammt von Watzlawick, der ein Ehepaar beschreibt. Der Ehemann zieht sich zurück, die Frau nörgelt. Der Ehemann sieht die Schuld bei der Ehefrau und meint er zieht sich zurück, weil sie nörgelt. Die Ehefrau interpretiert die Struktur anders herum und ist der Meinung sie nörgelt, weil er sich zurückzieht. Jeder interpretiert die Kommunikation anders; Schuld hat immer der andere. Man kann demnach gar nicht sagen, womit das Ganze angefangen hat. Dieser Ablauf wird „Interdependenz“ genannt. Die Kommunikation ist nur dann erfolgreich, wenn sich die Gesprächspartner über Wirkung und Ursache einig sind und darin übereinstimmen, dass Kommunikation“ kreisförmig“ verläuft; man demnach keine Interpunktion für die Ursache setzen kann.
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4. Axiom: Menschliche Kommunikation bedient sich digitaler und analoger Modalitäten
Der Beziehungsaspekt und der Inhaltsaspekt einer Nachricht können als „analoger“ und „digitaler“ Aspekt bezeichnet werden. Die analoge (nonverbale) Objektdarstellung ist die abbildende, die bezeichnende. Hierzu kann Mimik und Gestik gezählt werden. Während Tiere sich nur einer analogen Kommunikation bedienen, können Menschen ihre Kommunikation durch die digitale Objektdarstellung ergänzen. Die analoge Kommunikation ist mehrdeutig und so kann es hier bei Fehlinterpretationen leicht zu Störungen der Kommunikation, zu Konflikten, kommen. Denn jeder weiß, ein Lächeln kann zum Beispiel Sympathie oder auch das genaue Gegenteil, Verachtung, ausdrücken.
5. Axiom: Zwischenmenschliche Kommunikationsabläufe sind symmetrisch oder komplementär
Das 5. Axiom wird durch den Begriff der „Schismogenese“ bestimmt. Bateson prägte diesen Begriff 1935. Er definierte ihn als „durch die Wechselbeziehungen zwischen Individuen verursachter Differenzierungsprozess der Normen individuellen Verhaltens.“ 5 Was hier etwas kompliziert beschrieben wird ist nichts anderes als eine Beziehung, die auf Unterschieden oder auf Gleichheit beruht. Eine komplementäre (asymmetrische) Beziehungsform ist zum Beispiel die zwischen einer Lehrperson und einem/einer SchülerIn, zwischen Arzt/Ärztin und PatientIn, etc. Jeder der beiden Kommunikationspartner hat eine Stellung, die er einnimmt. Das Verhalten was Person A zeigt, wird durch das Verhalten von Person B ergänzt und bestimmt. Umgekehrt ist dies derselbe Fall. Der Interaktionsprozess wird also durch Ungleichheiten bestimmt. Eine symmetrische Interaktion hingegen beruht darauf, dass beide Partner eine gleichrangige Position einnehmen. Die folgende Abbildung veranschaulicht beide Beziehungsformen noch einmal.
5 WATZLAWICK, PAUL/BEAVIN, JANET H./JACKSON, DON D. (1990): Menschliche Kommunikation - Formen, Störungen, Paradoxien - 8. unveränderte Auflage, Verlag Hans Huber, Bern Stuttgart Toronto, S. 68
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(Quelle: http://teachsam.de/deutsch/d_lingu/mmf/soz_beziehung.gif (März 2007) )
In einer erfolgreichen Kommunikation sind beide Kommunikationsabläufe zu finden.
1.1.3 Das Kommunikationsquadrat von Schulz von Thun
Einer der bekanntesten Psychologen für zwischenmenschliche Kommunikation in Deutschland ist Friedemann Schulz von Thun. Das von ihm entwickelte Kommunikationsmodell wird seit den 90er Jahren in beruflichen Seminaren und in der Schule verwendet, um die zwischenmenschliche Kommunikation und den Ursprung möglicher Kommunikationskonflikte zu erklären. 6 Nach einem Studium der Psychologie, Philosophie und Pädagogik in Hamburg arbeitete von Thun zu Beginn der 70er Jahre mit dem Erziehungspsychologen Reinhard Tausch zusammen. Ziel war es LehrerInnen und ErzieherInnen in „partnerschaftlichem Umgang“ zu schulen, damit Sie sich Kindern gegenüber nicht mehr „unhöflich, herablassend, demütigend“ verhalten. 7 Dahinter stand der Gedanke, dass „zwischenmenschliche Umgangsformen erlernbar sind“. 8 Schulz von Thun war von dieser Thematik fasziniert. Nach Schulungen für LehrerInnen trainierte er zusammen
6 http://www.schulz-von-thun.de/vita.html
7 SCHÄFER, ANNETTE : Friedemann Schulz von Thun „Eigentlich bin ich ein Kommunikationsmuffel“ S.42-47, in: PSYCHOLOGIE HEUTE Januar 2005
8 vgl. SCHÄFER, ANNETTE : Friedemann Schulz von Thun „Eigentlich bin ich ein Kommunikationsmuffel“ S.44, in: PSYCHOLOGIE HEUTE Januar 2005
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mit Anderen Führungskräfte in zwischenmenschlicher Kommunikation und entwickelte im Laufe dieser Zeit ein Kommunikationsmodell. Ziel dieses Modell war es die Ansätze aus der Psychologie von Carl Rogers, Alfred Adler, Ruth Cohn und Paul Watzlawick zu vereinen und Möglichkeiten für Kommunikationsstörungen anschaulich darzustellen. 9
Teil des entstandenen Modells ist das „Nachrichtenquadrat“. „All diese Probleme im Kopf und eine ferne Erinnerung daran, dass Karl Bühler Symbol, Symptom und Appell unterschieden hatte, kam ich schließlich auf den Gedanken, (…) das Ganze als quadratisches Gebilde darzustellen.“ (v. Thun 1998, S. 14)
Die Basis des Modells ist das schon bekannte „Sender-Empfänger-Modell“. Es veranschaulicht, wie der Austausch einer Nachricht funktioniert und zu welchen Problemen es zwischen Sender und Hörer kommen kann.
Nach von Thun besitzt jede Nachricht vier Seiten. Die „Anatomie“ einer Nachricht besteht aus: 1) der Sachinhaltsseite, 2) der Selbstoffenbarungsseite, 3) der Beziehungsseite und 4) der Appellseite.
Die Sachinhaltsseite gibt ganz klar Informationen über den Sachverhalt. Gleichzeitig gibt der Sender (der Sprecher) über die Selbstoffenbarungsseite Informationen über sich selber preis. von Thun nennt dies eine „gewollte Selbstdarstellung“ und gleichzeitige „unfreiwillige Selbstenthüllung“. 10 Doch der Sender gibt nicht nur etwas von sich selber preis, er teilt dem Empfänger (dem Hörer) auch mit, wie er zu ihm steht und was er von ihm hält (Beziehungsseite). Es ist möglich die Selbstoffenbarung durch Techniken, wie z.B. Übertreibung, oder ähnliches, zu schützen. Dies erschwert die Kommunikation
. „Soweit ich sehe, liegen die Ursprünge der Selbstoffenbarungsängste in früher Kindheit, sie ergeben sich als beinahe zwangsläufige Folge des Zusammenstoßes von kindlichem Individuum und Gesellschaft. Die Selbstoffenbarungsangst gehört zu den bleibenden Unfallschäden dieses Zusammenstoßes.“ (v. Thun 1996, S.101)
9 VON THUN, SCHULZ (1998): Miteinander reden - Band 1, rororor, Reinbeck bei Hamburg, S. 13
10 V. THUN, SCHULZ (2001): Miteinander reden - Band 1, Störungen und Klärungen- allgemeine Psychologie der Störungen, 34. Auflage, Rowohlt-Taschenbuch-Verlag, Reinbek bei Hamburg
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Diesen Punkt gilt es bei der Arbeit mit Kindern im Elementarbereich zu berücksichtigen.
Zuletzt beinhaltet jede Nachricht auch immer einen Appell. Der Sender versucht mit jeder Nachricht Einfluss auf den Empfänger zu nehmen. Wie soll er denken, fühlen, handeln? Die Appellseite ist fast immer negativ besetzt und so werden beim Empfänger häufig Abwehrreaktionen ausgelöst. An der Appellseite kann man auch gut aufzeigen, wie es zu kulturellen Kommunikationsstörungen kommen kann. So wird zum Beispiel in der spanischen Sprache ständig der Imperativ, die Befehlsform benutzt. So wird nicht „Setz dich bitte hin“ gesagt, sondern „¡Sienta te!“, was so viel wie „Setz dich!“ heißt. Deutsche empfinden diese Art der Kommunikation häufig als sehr unhöflich und müssen sich erst daran gewöhnen.
Schulz von Thun fasst die vier Seiten einer Nachricht knapp und verständlich zusammen:
„Der Sender teilt Sachinformationen mit; stellt sich dabei gleichzeitig selbst dar; drückt aus, wie er zum Empfänger steht, so dass dieser sich in der einen oder anderen Weise behandelt fühlt; und versucht Einfluss auf das Denken, Fühlen und Handeln des anderen zu nehmen.“ 11
Der Sprecher muss sich also beim Sprechen darüber bewusst sein, dass er mit jeder Botschaft immer 4 Nachrichten sendet. Werden diese 4 Seiten vom Sender nicht beherrscht, kommt es zu einer misslungenen Kommunikation; Kommunikationsstörungen entstehen.
Umgekehrt heißt das auch für den Empfänger, dass er alle vier Botschaften einordnen können muss. Schulz von Thun bezeichnet die Aufnahme der Nachricht durch den Empfänger als „4-Ohren-Modell“. So wie jede Nachricht vier Seiten hat, wird sie mit vier Ohren gehört.
Es gibt also ein Selbstoffenbarungsohr, ein Beziehungsohr, ein Sachinhaltsohr und ein Appellohr. Das problematische ist, dass der Empfänger meistens auf einem Ohr ganz besonders gut hört und dementsprechend reagiert. 12
Beispiel:
Person A sagt zu Person B: „Wir haben kein Brot mehr.“
11 HOBMAIR, HERMANN (Hrsg.) u.a. (2003): Psychologie, 3. Auflage, korrigierter Nachdruck, Bildungsverlag EINS GmbH, Troisdorf, S. 359
12 vgl. HOBMAIR, HERMANN (Hrsg.) u.a. (2003): Psychologie, 3. Auflage, korrigierter Nachdruck, Bildungsverlag EINS GmbH, Troisdorf, S. 359
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Person B hört besonders gut auf dem Appellohr Die Botschaft, die Person B verstanden hat lautet: „Kauf Brot!“ Nun wird Person B entweder Brot kaufen gehen oder zum Beispiel antworten: „Immer muss ich einkaufen gehen!“
Ein gutes Feedback ist nach Schulz v. Thun dann gegeben, wenn sich der Empfänger beim Sender versichert, ob er den Sinn der Nachricht auch richtig verstanden hat.
Das Zusammenspiel der vier Seiten einer Nachricht und den vier Ohren wird als Kommunikationsquadrat bezeichnet.
(Quelle: http://www.schulz-von-thun.de/mod-komquad.html (Februar 2007) )
Sprache und Kommunikation bestehen nach Schulz von Thun aus drei Systemen. Das 1. System ist das „verbale“ System und beinhaltet Schrift, Wort und Sprache. Als zweites System nennt er das „paraverbale“ System. Tonfall und -höhe, die Lautstärke und Sprechpausen zählen hierzu. Als drittes kommt das „nonverbale“ System hinzu, Körpersprache und Objektsprache zeichnen dieses System aus. 13 Hinzu kommen noch verschiedene Kommunikationsstile. Nach von Thun wird jede Kommunikation durch Geschlecht, Erziehung, Alter, Status, Macht und Rollenverteilung beeinflusst. Acht Kommunikationsstile, die bei jedem kombiniert oder einzeln stärker auftreten, benennt von Thun: 1) Der bedürftig-abhängige Stil 2) Der helfende Stil 3) Der selbst-lose Stil
13 http://www.lehrer-online.de/dyn/9.asp?url=446931.htm (Februar 2007)
12
4) Der aggressiv-entwertende Stil 5) Der sich beweisende Stil 6) Der bestimmend-kontrollierende Stil 7) Der sich distanzierende Stil 8) Der mitteilungsfreudig-dramatisierende Stil
Das Kommunikationsmodell von Schulz von Thun wurde in Anlehnung an das Organonmodell Karl Bühlers und den 5Axiomen von Watzlawick entwickelt. Die drei Aspekte der Sprache bei Bühler gleichen der 4-Seiten-Botschaft von Schulz von Thun. So ist der Aspekt der Darstellung gleichzusetzen mit der Sachinhaltsseite, der Aspekt des Ausdrucks mit der Selbstoffenbarungsseite und der Appell mit der Appellseite. Paul Watzlawicks Beziehungsebene vereint gleich drei Seiten des
Kommunikationsmodells Schulz von Thuns: die Selbstoffenbarung, die Beziehung und den Appell. Die Inhaltsebene kann mit der Sachinhaltsseite verglichen werden. Schulz v. Thun sagte selber über sein Modell aus, dass es eine „bessere Einordnung der Vielfalt von Kommunikationsstörungen“ 14 ermöglicht und somit einen Vorteil gegenüber anderen Kommunikationsmodellen besitzt. Mit dem Kommunikationsquadrat ist es möglich alltägliche Kommunikationsprobleme leicht zu erklären und mögliche Lösungsansätze zu finden. Dies war sein Ziel, eine Verbesserung der zwischenmenschlichen Kommunikation. Um dieses Ziel zu erreichen nennt er drei Bereiche, damit eine bestmögliche Kommunikation gelingt. 1. Individuell
Man verbessert selbstständig und in Eigenarbeit seine Kommunikationsfähigkeit. 2. Miteinander in der Gruppe
Im Team wird über Gesprächstechniken und Kommunikationsstörungen diskutiert. 3. institutionelle Bedingungen
Hier spielt der Rahmen, in dem Kommunikation stattfindet eine große Rolle. Was für Gespräche müssen geführt werden, was gibt es für Räumlichkeiten dafür, etc.
14 HOBMAIR, HERMANN (Hrsg.) u.a. (2003): Psychologie, 3. Auflage, korrigierter Nachdruck, Bildungsverlag EINS GmbH, Troisdorf, S. 360
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2. Sachaspekte des Unterrichtsinhalts
In unserer heutigen Informations- und Wissensgesellschaft wird die Verwendung von Sprache im Beruf immer wichtiger. Sprache ist ein Kommunikationsmittel und nach Arens/Rahn (1992) das „wichtigste Mittel um sein Leben zu bewältigen“. 15
Ein Kommunikationsprozess ist immer eine Kommunikationssituation, in der Lösungen für Probleme gesucht werden.
Eine Aufgabe des Deutschunterrichtes berufsbildender Schulen ist die Förderung der „Kommunikativen Kompetenz“. Nach Rubin (1990, S. 96) beinhaltet diese Kompetenz
a) das „Wissen“ darüber, wie man sein kommunikatives Verhalten richtig einsetzen kann,
b) das Schaffen einer Sammlung von „konkreten“ kommunikativen Fähigkeiten und
c) die „Motivation“, sich dementsprechend kommunikativ verhalten zu wollen. Nach Linke/Nussbaumer/Portmann (2001, S. 174) ist die Kommunikative Kompetenz dass Beherrschen von „Regeln und Normen des Kommunizierens“ und die Fähigkeit diese einzusetzen und damit einen „kommunikativen Austausch“ gestalten zu können. Die wirklichen berufsspezifischen kommunikativen Kompetenzen werden nach Efing/Janich (2007, S.1) allerdings erst im „konkreten Tätigkeitsfeld“ ausgebildet. Eine allgemein gültige Definition für den Ausdruck „Beruflich-Fachliche-Sprachkompetenz“ gibt es nach Ihnen noch nicht. 16
15 Anm.: Lat. communicare „jmd. an etwas teilnehmen lassen/sich mit jmd. verständigen (soziale Interaktion)
16 vgl. EFING,CHRISTIAN/JANICH, NINA: Kommunikative Kompetenz im Beruf (2007, S. 2-9)
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3. Begründung vom Bildungsziel her
Die Rahmenrichtlinien des Niedersächsischen Kultusministeriums für den Berufsbezogenen Unterricht der Berufsfachschule - Sozialassistentin/Sozialassistent -Schwerpunkt Sozialpädagogik (Stand Mai 2002), zu dem der Bereich der Sprache und Kommunikation zählt, sind am Lernfeldkonzept orientiert.
„Die Lernfelder dieser Rahmenrichtlinien bilden thematische Einheiten, die sich auf die komplexen beruflichen Anforderungen und Aufgabenstellungen der Erzieherin/des Erziehers beziehen. Diese beinhalten einerseits konkrete berufliche Handlungen, andererseits aber nicht direkt erschließbare innere Prozesse, z.B. Einstellungen, Bewertungen und Haltungen.
Das ebenfalls notwendige fachwissenschaftliche Grundlagen- und Überblickswissen soll in die berufsbezogenen Handlungszusammenhänge eingebettet werden.“ 17
Aus den Rahmenrichtlinien des niedersächsischen Kultusministeriums geht hervor, dass es Ziel der Lernfeldorientierung ist, den „Erwerb von Kompetenzen in berufsbezogenen und fächerübergreifenden Zusammenhängen zu fördern, den Handlungsorientierten Unterricht zu unterstützen, sowie die Verzahnung von Theorie und Praxis voranzutreiben 18
Das generelle Lernziel des Deutschunterrichtes ist die Sprachhandlungskompetenz (Behr, S. 399). Hierzu zählt die Inhaltskommunikation, bei der Sprache als Teil von Wirkungszusammenhängen verwendet wird, um „Reales“ zu bezwecken und die Beziehungskommunikation, in den Beziehungen berücksichtigt und verändert werden. Zudem hilft die Sprachhandlungskompetenz, unterschiedlichste
Kommunikationssituationen, seien sie verbal, paraverbal oder nonverbal, zu bewältigen. Auch Reflexion über die Sprache, ein Sprachdifferenzbewusstsein und praktische Anwendungsmöglichkeiten werden in der Schule aufgezeigt. Das zentrale Ziel des Deutschunterrichtes an berufsbildenden Schulen ist die Vermittlung von
17 Amelie Ruff: Das Lernfeldkonzept in der Ausbildung der Erzieher/innen in Niedersachsen. (http://www.nibis.ni.schule.de/~fbsoh.html)
18 NIEDERSÄCHSISCHES KULTUSMINISTERIUM (Stand: Mai 2002): Rahmenrichtlinien für das Fach Berufsbezogener Unterricht der Berufsfachschule - Sozialassistentin/Sozialassistent - Schwerpunkt Sozialpädagogik, S. 4 (http://www.nibis.ni.schule.de/haus/dez3)
15
Kommunikationsfähigkeit. Gesprächsführung, Schreiben, Lesen, Medien- und Kulturkompetenz, all dies wird damit angesprochen.
Das Thema der Lernsituation „Kommunikationspsychologische Grundlagen“ bezieht sich auf das Lernfeld „Teamarbeit gestalten und mit Familien kooperieren.“ Dieses Lernfeld findet sich in den Rahmenrichtlinien für die Ausbildung zum/zur ErzieherIn. Für die Ausbildung der SozialassistentInnen ist daher der Bereich der Anwendung von kommunikationspsychologischen Grundlagen in der Analyse von Gesprächen wichtig. Die SchülerInnen bekommen so einen bewussteren Umgang mit non- und paraverbalen Botschaften der Kommunikation.
Die SchülerInnen haben in ihrem späteren Beruf einen Bildungsauftrag, sie müssen fähig sein, „die Entwicklung des Kindes insbesondere im Bereich der sprachlichen Kompetenz zu fördern.“ 19
Nach Leupold (1995, S. 42) sollte der/die ErzieherIn in der Lage sein, „im Umgang mit Eltern und KollegInnen auf allen 4 Kommunikationsebenen klare Botschaften zu senden und Mitteilungen an ihre Person ohne große Verzerrungen und Fehldeutungen wahrzunehmen, indirekte Botschaften zu entschlüsseln, Kommunikationsstörungen zu erkennen und aufzulösen.“
Der Einsatz des 4-Ohren-Modells von Schulz von Thun in der Arbeit im Kindergarten professionalisiert Gespräche und fördert ein bewusstes Umgehen mit Sprache. Auch die Aussagen von Kindern sollen überdacht werden. Wenn ein Kind beispielsweise sagt „Du bist blöd und doof, ich mag dich nicht mehr“, sollte dies nicht auf der Beziehungsseite aufgefasst werden. Vielmehr kann die Überlegung, warum das Kind das jetzt gesagt hat, klare Verhältnisse schaffen.
Berufliche Bildung ist auch immer Persönlichkeitsbildung. 20 Der/Die SozialassistentIn muss demnach in der Lage sein, die eigene Person ständig kritisch zu reflektieren und teamfähig zu sein, da er/sie als Vorbild für die Kinder agiert.
19 NIEDERSÄCHSISCHES KULTUSMINISTERIUM (Stand: Mai 2002): Rahmenrichtlinien für das Fach Berufsbezogener Unterricht der Berufsfachschule - Sozialassistentin/Sozialassistent - Schwerpunkt Sozialpädagogik, S. 7 (http://www.nibis.ni.schule.de/haus/dez3)
20 vgl. EFING,CHRISTIAN/JANICH, NINA: Kommunikative Kompetenz im Beruf (2007, S. 2-9)
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4. Begründung von der Individuallage her
In der Ausbildung zur/zum SozialassistentIn steht die Arbeit mit Kindern im Vordergrund.
Die Ausbildung besteht aus 12 Unterrichtsstunden pro Woche in den Fächern Deutsch/Kommunikation, Fremdsprache/Kommunikation, Politik, Sport, Religion, Wahlpflichtangeboten und dem Berufsbezogenen Unterricht, der aus den folgenden Lernfeldern besteht:
• Lern- und Arbeitstechniken für das sozialpädagogische Handeln erwerben und berufliche Identität entwickeln
• Beziehungen zu Kindern und Jugendlichen aufbauen und pädagogische Prozesse begleiten
• Grundlegende Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen im sozialpädagogischen Handeln berücksichtigen
• Verhalten von Kindern und Jugendlichen beobachten und in das sozialpädagogische Handeln einbeziehen
• Musisch-kreative Prozesse gestalten und Medien pädagogisch anwenden
• Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsprozesse planen, durchführen und evaluieren
• Sozialpädagogische Arbeit strukturieren und organisieren
• An konzeptionellen Aufgaben in sozialpädagogischen Einrichtungen mitarbeiten
Im ersten Jahr der Ausbildung wird ein achtwöchiges Praktikum in einer sozialpädagogischen Einrichtung, im zweiten Jahr eines von 20 Wochen Dauer, durchgeführt. Nach Bestehen der Abschlussprüfung, die aus einem praktischen und einem theoretischen Teil besteht, wird der Titel „Staatlich geprüfte Sozialassistentin/Staatlich geprüfter Sozialassistent“ verliehen. 21 Die spätere Rolle der/des SozialassistentIn ist die Mitwirkung und Unterstützung der Fachkräfte. Durch die enge Zusammenarbeit mit den ErzieherInnen trägt er/sie weniger Verantwortlichkeit.
21 vgl. http://www.evrs.de
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Im Vordergrund stehen dabei die Betreuung, Erziehung und Bildung. Gerade für das quantitativ bedeutendste Tätigkeitsfeld der Elementarpädagogik wird die Sozialassistentin im niedersächsischen Kindertagesstättengesetz als eine mögliche zweite Fach- und Betreuungskraft aufgeführt. 22
Ziel der Ausbildung zum/zur SozialassistentIn ist es Handlungskompetenz zu entwickeln. Die Handlungskompetenz setzt sich aus der Fach-/Personal- und Sozialkompetenz zusammen, die nach den Niedersächsischen Rahmenrichtlinien von 2002 (S. 4) wie folgt definiert werden:
a) Fachkompetenz ist die „Bereitschaft und Fähigkeit“ Aufgaben und Probleme auf der Grundlage fachlichen Wissens und Könnens „zielgerichtet, sachgerecht, methodengeleitet und selbstständig“ lösen und das Ergebnis beurteilen zu können.
b) Personalkompetenz besteht aus der Bildung von „Selbstständigkeit, Kritikfähigkeit, Selbstvertrauen, Zuverlässigkeit, Verantwortungs-und
Pflichtbewusstsein“ und der Entwicklung eines Wertebewusstseins.
c) Sozialkompetenz ist die Fähigkeit, „soziale Beziehungen leben und gestalten zu können“. Die soziale Verantwortung wird herausgebildet.
In der SozialassistentInnenausbildung werden grundlegende Kenntnisse über die Sprachentwicklung und die Fähigkeit Sprachprozesse von Kindern analysieren zu können und zu fördern erworben. Hierzu müssen grundlegende Kenntnisse über Kommunikation vermittelt werden.
Thuns Modell ist nicht so theoretisch wie das von Watzlawick und eignet sich daher besonders für das Berufsleben von SchülerInnen. 23
22 (Gesetz über Tageseinrichtungen für Kinder - KiTaG -, http://www.bezreghannover.niedersachsen.de/dez407/ftp/se_rglt1.pdf).
23 http://www.lehrer-online.de/dyn/9.asp?url=446931.htm (Februar 2007)
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5. Allgemeine Angaben zum Unterricht
Unterrichtseinheit: Kommunikationsmodelle und Kommunikationstheorien -Kommunikation im späteren Berufsleben
Thema der vorangegangenen Unterrichtsstunde:
Gruppenarbeit zu dem Kommunikationsmodell
Themen der nachfolgenden Unterrichtsstunden:
• Kommunikationsprobleme in der Praxis (Elterngespräche, Gespräche im Team, eigene Kommunikationsschwierigkeiten)
• Besonderheiten in der Kommunikation mit Kindern
• Praktische Übungen, um auf allen 4 Kommunikationsebenen klare Botschaften zu senden und Mitteilungen ohne große Verzerrungen und Fehldeutungen wahrzunehmen
Klasse: SozialassistentInnenklasse II, 2. Halbjahr
Die Klasse besteht aus 22 SchülerInnen, 3 Schüler. Die SchülerInnen haben schon ein achtwöchiges Praktikum in einer sozialpädagogischen Einrichtung hinter sich und können infolge dessen auf Erfahrungen aus dem Bereich „Kommunikation mit Kindern, Eltern und AnleiterInnen“ zurückgreifen.
5.1 Lernziele
Die Rahmenrichtlinien schreiben Lernziele und Lerninhalte „verbindlich“ vor. Das Richtlernziel dieser Unterrichtseinheit über Kommunikation ist die „Ausstattung mit
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Qualifikationen für die Bewältigung sprachlicher Kommunikationssituationen im späteren Berufsleben.“ 24
Die SchülerInnen müssen später, Elterngespräche führen, im Team arbeiten, Supervisionen mitmachen, sich Ihrer Wirkung bewusst sein und auf Kinder eingehen und sie verstehen können. Wenn sinnvoll kommuniziert werden soll, muss man sich auf den Gesprächspartner einstellen und seine Nachricht auf ihn abstimmen. Bei Untersuchungen kam zu Tage, dass bei der „Face-toFace“-Kommunikation nur 35%! der übermittelten Nachricht über die Sprache geschieht. 25
5.1.3 Groblernziele
Die SchülerInnen …
- lernen verschiedene Kommunikationstheorien und -modelle kennen und vergleichen sie miteinander. (GLZ 1. kognitiv)
- „ziehen Folgerungen aus den Modellen und analysieren und optimieren ihre kommunikativen Fähigkeiten im Berufsalltag“ 26 (GLZ 2. kognitiv)
- lernen soziale Beziehungen durch Sprache verantwortlich aufzubauen und zu gestalten. (GLZ 3. kognitiv, sozial)
5.1.4 Feinlernziele
Die SchülerInnen ..
- erarbeiten zusammen in Gruppen Ihre Ergebnisse. (FLZ 2. sozial)
- stellen im Plenum ihre Ergebnisse der Klasse vor. (FLZ 2. sozial, kognitiv)
- präsentieren Ihre Ergebnisse sprachlich kompetent. (FLZ 2. kognitiv)
- lernen, sich adressatengerecht zu äußern. (FLZ 2. sozial, kognitiv)
24 vgl.: BEHR/Grönwoldt/Nündel/Röseler/Schlotthaus (1980, 5. Auflage): Grundkurs für Deutschlehrer: Sprachliche Kommunikation: Analyse der Voraussetzungen und Bedingungen des Faches Deutsch in schule und Hochschule, Beltz Verlag, Weinheim und Basel, S. 23
25 EFING, CHRISTIAN/JANICH, NINA: Kommunikative Kompetenz im Beruf. In:Der
Deutschunterricht-Beiträge zu seiner Praxis und wissenschaftlichen Grundlegung (1/2007): Sprache und Kommunikation im Beruf, S. 3
26 http://www.lehrer-online.de/dyn/9.asp?url=446931.htm (Februar 2007)
20
6. Unterrichtsverlaufplanung
Phase/ geplantes erwartetes Didaktische-/ Medien/
Zeit Lehrerverhalten
L. begrüßt die S.
Einstieg
ca.5 min und schreibt den Satz „Sobald ich etwas von mir gebe, gebe ich etwas von mir“ an die Tafel. L. bittet S. ihre Ideen zu dem „Selbstoffenbarun gs“-Satz an die Tafel zu schreiben. L. beendet das Brainstorming.
L. unterrichtet L. fasst kurz LV S. hören zu.
Theorie I
ca. 10 - 15 zusammen, dass Folie I min in das Thema Sie zusammen in OHP einzuführen. den letzten Stunden schon Kommunikations modelle kennen gelernt haben und Sie heute ein neues bearbeiten werden. Steht schon etwas über Schulz v. Thun an der Tafel, nimmt der L. dies als Anknüpfungspun kt. S. melden sich L. fragt S. was
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Sie über Schulz und erzählen, was
von Thun wissen. kennen. Die S. hören, wie L. berichtet den S. hören zu,
S. über das Leben und die Arbeit von Schulz von Thun. L. legt eine Folie mit dem Kommunikations einordnen. quadrat auf und erläutert es kurz. L. bittet die S. Folie
Erarbeit-
sichin 5 Gruppen
ung I
ca. 30-35 a 5 S. einzuteilen. min L. gibt einen Text über das Kommunikationsquadrat in die Klasse. L. teilt die Arbeitsblatt in der Arbeitsblätter, 5 Folien GA zu bearbeiten Folien und mehrfar
Folienstifte aus. 2 Gruppen erhalten das Arbeitsblatt A, drei Gruppen das Arbeitsblatt B. L. steht für Verständnisfragen zu nehmen. zur Verfügung.
Die S. lernen ein L. beendet die SV S. tragen mit
Ergebnis-
GAund bittet die
sicherung
nacheinander 2
I
ca. 5-10 Gruppen, ihre min festgehaltenen Bearbeitungserge bnisse zu der ersten Aufgabe vorzutragen. L. gibt keine 22
Wertung ab; er sich dann auf Ihren
ergänzt gegebenfalls. Die Ergebnisse konzentrieren. werden an der Tafel fest gehalten. Danach stellen Durch 2
Ergebnis-
diebeiden
sicherung
Gruppen mit dem
II
ca. 15 Arbeitsauftrag A min. ihre Ergebnisse vor. Daraufhin die drei Gruppen mit dem Arbeitsauftrag B. lässt nicht nach. L. regt S. zu einer Diskussi Abschluss Diskussion über on / Didak- diebisher kennen tische gelernten Reserve Kommunikations modelle an. Wo sehen Sie Vorteile und Nachteile.
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6. Arbeitsblätter
Text Schulz von Thun
Menschliche Kommunikation Das Kommunikationsquadrat
Das Kommunikationsquadrat ist das bekannteste und inzwischen auch weit verbreitete Modell von Friedemann Schulz von Thun. Bekannt geworden ist dieses Modell auch als "Vier-Ohren-Modell". Die vier Ebenen der Kommunikation haben nicht nur Bedeutung für das private Miteinander, sondern auch und vor allem für den beruflichen Bereich, wo das Professionelle und das Menschliche ständig miteinander "verzahnt" sind.
Wenn ich als Mensch etwas von mir gebe, bin ich auf vierfache Weise wirksam. Jede meiner Äußerungen enthält, ob ich will oder nicht, vier Botschaften gleichzeitig:
• eine Sachinformation (worüber ich informiere) - blau
• eine Selbstkundgabe (was ich von mir zu erkennen gebe) - grün,
• einen Beziehungshinweis (was ich von dir halte und wie ich zu dir stehe) - gelb,
• einen Appell (was ich bei dir erreichen möchte) - rot.
Schulz von Thun hat daher 1981 die vier Seiten einer Äußerung als Quadrat dargestellt und dementsprechend dem Sender "vier Schnäbel" und dem Empfänger "vier Ohren" zugeordnet. Psychologisch gesehen, sind also wenn wir miteinander reden auf beiden Seiten 4 Schnäbel und 4 Ohren daran beteiligt, und die Qualität des Gespräches hängt davon ab, in welcher Weise diese zusammen spielen.
Auf der Sachebene des Gesprächs steht die Sachinformation im Vordergrund, hier geht es um Daten, Fakten und Sachverhalte. Dabei gilt zum einen das Wahrheitskriterium wahr
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oder unwahr (zutreffend/nicht zutreffend), zum anderen das Kriterium der Relevanz (sind die aufgeführten Sachverhalte für das anstehende Thema von Belang/nicht von Belang?) und zum Dritten erscheint das Kriterium der Hinlänglichkeit (sind die angeführten Sachhinweise für das Thema ausreichend, oder muss vieles andere auch bedacht sein?)
Für den Sender gilt es also den Sachverhalt klar und verständlich zu vermitteln. Der Empfänger, der das Sachohr aufgesperrt hat, hört auf: die Daten, Fakten und Sachverhalte und hat entsprechend der drei genannten Kriterien viele Möglichkeiten einzuhaken.
Selbstkundgabe: Wenn jemand etwas von sich gibt, gibt er auch etwas von sich . Jede Äußerung enthält auch, ob ich will oder nicht, eine Selbstkundgabe, einen Hinweis darauf, was in mir vorgeht, wie mir ums Herz ist, wofür ich stehe und wie ich meine Rolle auffasse. Dies kann explizit ("Ich-Botschaft") oder implizit geschehen. Dieser Umstand macht jede Nachricht zu einer kleinen Kostprobe der Persönlichkeit, was dem Sender nicht nur in Prüfungen und in der Begegnung mit Psychologen einige Besorgnis verursachen kann.
Während der Sender also mit dem Selbstkundgabe-Schnabel, implizit oder explizit, Informationen über sich preis gibt, nimmt der Empfänger diese mit dem Selbstkundgabe-Ohr auf: Was sagt mir das über den Anderen? Was ist der für einer? Wie ist er gestimmt? etc...
Die Beziehungsseite. Ob ich will oder nicht: Wenn ich jemanden anspreche, gebe ich (durch Formulierung, Tonfall, Begleitmimik) auch zu erkennen, wie ich zum Anderen stehe und was ich von ihm halte — jedenfalls bezogen auf den aktuellen Gesprächsgegenstand. In jeder Äußerung steckt somit auch ein Beziehungshinweis, für welchen der Empfänger oft ein besonders sensibles (über)empfindliches Beziehungs-Ohr besitzt. Aufgrund dieses Ohres wird entschieden: "Wie fühle ich mich behandelt durch die Art, in der der andere mit mir spricht? Was hält der andere von mir und wie steht er zu mir?"
Appellseite: Wenn jemand das Wort ergreift und es an jemanden richtet, will er in der Regel auch etwas bewirken, Einfluss nehmen; den anderen nicht nur erreichen sondern auch etwas bei ihm erreichen. Offen oder verdeckt geht es auf dieser Ebene um Wünsche,
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Appelle, Ratschläge, Handlungsanweisungen, Effekte etc. Das Appell-Ohr ist folglich besonders empfangsbereit für die Frage: Was soll ich jetzt machen, denken oder fühlen?
Literatur:
Schulz von Thun: Miteinander reden 1, Störungen und Klärungen. 1981.
Schulz von Thun: Miteinander reden 2, Stile, Werte und Persönlichkeitsentwicklung. 1989. S. 19-27
Schulz von Thun/Ruppel/Stratmann: Miteinander reden für Führungskräfte. 2000. S. 33-41
Nachzulesen auf: http://www.schulz-von-thun.de/mod-komquad.html
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ARBEITSBLATT A
Arbeitsauftrag:
(I) Beschreiben Sie das Kommunikationsquadrat von Schulz von Thun in eigenen Worten.
(II) Finden Sie drei berufsrelevante Sachaussagen und beschreiben Sie die dazugehörige Beziehungs-, Selbstoffenbarungs- und Appellseite. Beachten Sie, dass es immer mehrere Möglichkeiten gibt, die Seiten zu interpretieren. Vielleicht finden Sie eigene Beispiele aus der erlebten Praxis.
Halten Sie Ihre Ergebnisse auf Folie fest. Seien Sie kreativ!
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ARBEITSBLATT B
Arbeitsauftrag:
(I) Beschreiben Sie das Kommunikationsquadrat von Schulz von Thun in eigenen Worten.
(II) Finden Sie drei berufsrelevante Sachaussagen und beschreiben Sie, wie diese mit dem Beziehungs-, Selbstoffenbarungs- und Apellohr gehört werden. Beachten Sie, dass es immer mehrere Möglichkeiten gibt, die Seiten zu interpretieren. Vielleicht finden Sie eigene Beispiele aus der erlebten Praxis.
Halten Sie Ihre Ergebnisse auf Folie fest. Seien Sie kreativ!
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7. Erwartete Ergebnisse der SchülerInnen
(I) Beschreiben Sie das Kommunikationsquadrat von Schulz von Thun in eigenen Worten.
Das Kommunikationsquadrat ist ein Sender-Empfänger-Modell. Es besteht aus den vier Seiten einer Nachricht und den vier Ohren, mit denen die Nachricht gehört wird. Diese werden
- Selbstoffenbarungsseite/Selbstoffenbarungsohr
- Beziehungsseite/Beziehungsohr
- Sachinhaltsseite/Sachinhaltsohr
- Appellseite/Appellohr genannt.
Bei einer gesendeten Nachricht werden Informationen übermittelt (Sachinhalt), der Sender gibt Informationen über sich selber preis (Selbstoffenbarung), die Beziehung zwischen Sender und Empfänger wird deutlich (Beziehung) und die Nachricht nimmt Einfluss auf den Empfänger (Appell). Je nachdem, mit welchem Ohr der Empfänger besser hört, werden unterschiedliche Informationen aus einer Nachricht gezogen. Der Empfänger kann reine Sachinformationen aufnehmen, er kann etwas über das Wesen und den Gemütszustand des Senders erfährt, er erhält Aufschluss darüber, was der Sender von ihm hält und er kann sich beeinflusst fühlen. (Was soll ich denken, fühlen, tun?). Die Reaktion des Empfängers auf die Nachricht hängt davon ab, mit welchem „Ohr“ die Nachricht aufgenommen wird.
(II A) Finden Sie drei berufsrelevante Sachaussagen und beschreiben Sie die dazugehörige Beziehungs-, Selbstoffenbarungs- und Appellseite. Beachten Sie, dass es immer mehrere Möglichkeiten gibt, die Seiten zu interpretieren. Vielleicht finden Sie eigene Beispiele aus der erlebten Praxis.
a) Die Anleiterin sagt zu der Auszubildenden in einem energischen Ton: „Nächste Woche gehe ich mit den Kindern in den Wald“. Sachinhaltsseite: Die Kinder gehen in der nächsten Woche in den Wald. Selbstoffenbarungsseite: Der Sender ist eine Frau, die Deutsch spricht und etwas geplant hat. Diese Planung ist unumstößlich. Beziehungsseite: Die Anleitern stellt dar, dass sie über der Auszubildenden steht und die Entscheidungen trifft und nicht umgekehrt. Appellseite: Bereite dich darauf vor, dass wir mit den Kindern in den Wald gehen.
b) Eine Erzieherin, die 2 Wochen krank war kommt wieder, sieht den Toberaum und sagt konsterniert zu der Auszubildenden: „Hier sieht es ja total chaotisch aus!“
Sachinhaltsseite: Der Toberaum ist nicht aufgeräumt. Selbstoffenbarungsseite: Der Sender ist eine Frau, die Deutsch spricht und sich darüber ärgert, dass der Raum nicht ordentlich aufgeräumt ist und nicht alle Dinge an ihrem Platz liegen.
Beziehungsseite: Die Senderin stellt klar, dass es ohne sie nicht funktioniert
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und die Auszubildende noch nicht weiß, wie man richtig Ordnung hält. Sie dagegen schon.
Appellseite: Die Erzieherin möchte eine Entschuldigung und eine Erklärung dafür, dass der Raum nicht ordentlich aufgeräumt ist.
c) Der Leiter des Kindergartens ruft der Auszubildenden die gerade die Kinder anzieht zu: „Ein bisschen schneller könnte das schon gehen! Bei diesem Lärm kann man ja nicht arbeiten.“ Sachinhaltsseite: Das Anziehen dauert zu lange.
Selbstoffenbarungsseite: Der Leiter des Kindergartens spricht Deutsch und ärgert sich darüber, dass die Kinder vor seinem Büro so einen Lärm beim anziehen machen. Er stellt klar, dass er wichtig ist und Ruhe braucht, um seine Arbeit zu erledigen.
Beziehungsseite: Er sieht die Auszubildende nicht als gleichgestellt an und sagt nicht, was ihn stört, sondern kritisiert ihr Arbeitstempo. Appellseite: Er möchte, dass sie die Kinder schneller fertig macht und dabei nicht so einen Lärm macht.
(II B) Finden Sie drei berufsrelevante Sachaussagen und beschreiben Sie, wie diese mit dem Beziehungs-, Selbstoffenbarungs- und Appellohr gehört werden. Beachten Sie, dass es immer mehrere Möglichkeiten gibt, die Seiten zu interpretieren. Vielleicht finden Sie eigene Beispiele aus der erlebten Praxis.
a) Die Anleiterin sagt zu der Auszubildenden:“ Die Kinder bekommen zu Hause zu wenig vorgelesen.“
Beziehungsohr: Zu unseren Aufgaben hier im Kindergarten gehört es, dass wir den Kindern den Weg in die literarische Welt eröffnen. Selbstoffenbarungsohr: Ich bin besorgt darüber, dass so viele Kinder zu Hause nur vor den Fernseher gesetzt werden und auch keine Gute Nacht Geschichten vorgelesen bekommen. Appellohr: Lesen Sie häufiger vor! (Was soll ich tun?)
b) Zwei Praktikantinnen sind in der gleichen Einrichtung. „Ich durfte in meiner Gruppe schon mit den Kindern alleine sein!“ erählt die eine der anderen. Beziehungsohr: Ich scheine besser als akzeptiert zu werden. Mir wird mehr vertraut als dir.
Selbstoffenbarungsohr: Ich bin stolz auf mich. Appellohr: Bewundere mich! Sei neidisch! (Was soll ich fühlen?)
c) Die Erzieherin sagt zur Praktikantin „Wie du vorhin den Streit geschlichtet hast, das war richtig professionell.“
Beziehungsohr: Du bist zwar erst am Anfang deiner Ausbildung, machst deine Sache aber richtig gut. Ich schätze dich als sehr engagiert ein. Selbstoffenbarungsohr: Ich stehe hinter dir. Appellohr: Ich mache meine Arbeit gut und habe ein Talent dafür mit Menschen umzugehen. (Was soll ich denken?)
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Literatur
ARENS, ROLF/RAHN, KLAUS-DIETRICH (1992): Deutsch für berufsbildende Schulen, 11. überarbeitete Auflage, Darmstadt, Winklers Verlag, Gebrüder Grimm
BEHR/Grönwoldt/Nündel/Röseler/Schlotthaus (1980, 5. Auflage): Grundkurs für Deutschlehrer: Sprachliche Kommunikation: Analyse der Voraussetzungen und Bedingungen des Faches Deutsch in schule und Hochschule, Beltz Verlag, Weinheim und Basel
HOBMAIR, HERMANN (Hrsg.) u.a. (2003): Psychologie, 3. Auflage, korrigierter Nachdruck, Bildungsverlag EINS GmbH, Troisdorf
LEUPOLD, EVA MARIA (1996): Handbuch der Gesprächsführung. Problem- und Konfliktlösung im Kindergarten. Herder Verlag, Freiburg i. Br.
LINKE, ANGELIKA/NUSSBAUMER, MARKUS/PORTMANN, PAUL R. (2001): Studienbuch Linguistik, 4., unveränderte Auflage, Max Niemeyer Verlag GmbH, Tübingen 2001
VON THUN, SCHULZ (1998): Miteinander reden - Band 1, rororor, Reinbeck bei Hamburg
VON THUN, SCHULZ (2001): Miteinander reden - Band 1, Störungen und Klärungen- allgemeine Psychologie der Störungen, 34. Auflage, Rowohlt-Taschenbuch-Verlag, Reinbek bei Hamburg
WATZLAWICK, PAUL/BEAVIN, JANET H./JACKSON, DON D. (1990): Menschliche Kommunikation - Formen, Störungen, Paradoxien - 8. unveränderte Auflage, Verlag Hans Huber, Bern Stuttgart Toronto
Artikel/Rahmenrichtlinien
EFING, CHRISTIAN/JANICH, NINA: Kommunikative Kompetenz im Beruf. In: Der Deutschunterricht-Beiträge zu seiner Praxis und wissenschaftlichen Grundlegung (1/2007): Sprache und Kommunikation im Beruf
NIEDERSÄCHSISCHES KULTUSMINISTERIUM (Stand: Mai 2002):
Rahmenrichtlinien für das Fach Berufsbezogener Unterricht der Berufsfachschule -Sozialassistentin/Sozialassistent - Schwerpunkt Sozialpädagogik (http://www.nibis.ni.schule.de/haus/dez3)
PFEIFFER, SILKE (2007): Lehren und Lernen aus Sicht der kommunikativen Pädagogik,
S. 51-56. In: PÄD Forum: Unterrichten - Erziehen, Januar/Februar 2007
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RUFF, AMELIE: Das Lernfeldkonzept in der Ausbildung der Erzieher/innen in Niedersachsen. (http://www.nibis.ni.schule.de/~fbsoh.html) (März 2007)
SCHÄFER, ANNETTE : Friedemann Schulz von Thun „Eigentlich bin ich ein Kommunikationsmuffel „S.42-47. In: PSYCHOLOGIE HEUTE Januar 2005
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http://www.bezreg-hannover.niedersachsen.de/dez407/ftp/se_rglt1.pdf). (Februar 2007)
http://www.evrs.de (Januar 2007)
http://www.lehrer-online.de/dyn/9.asp?url=446931.htm (Februar 2007)
http://www.net-part.rlp.de/basiswissen/basiswissen_e3_komm_text2.htm(Februar 2007)
http://www.net-part.rlp.de/basiswissen/basiswissen_e3_komm_text3.htm (Februar 2007)
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(März
http://www.schulz-von-thun.de/mod.html (Februar 2007)
http://www.schulz-von-thun.de/vita.html (Februar 2007)
http://teachsam.de/deutsch/d_lingu/mmf/soz_beziehung.gif (März 2007)
33
Arbeit zitieren:
Katharina Spohn, 2007, Kommunikationsprozesse in beruflichen Situationen - Das Kommunikationsquadrat von Schulz von Thun, München, GRIN Verlag GmbH
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