1. Einleitung 3
2. zeitlicher Verlauf der Gastarbeitereinwanderung 4
2.1 Entwicklung in der BRD 4
2.2 Entwicklung in der DDR 7
3. Räumliche Verteilung 8
4. Auswirkungen auf das Gastland 9
4.1 Integration in der BRD 9
4.2 Integration in der DDR 9
4.3 Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt 10
5. zukünftige Entwicklung 11
6. Fazit 12
7. Literatur 13
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1. Einleitung
Der Begriff „Gastarbeiter“ entspringt einer öffentlichen Diskussion die den Begriff des Fremdarbeiters ablöste. Der Begriff des Gastarbeiters entsprang aus dem Gedanken des arbeiten „Gastes“. Der „Gast“ sollte eine zeitlich begrenzte Arbeit im Gastland verrichten und nach dem vorübergehendem Aufenthalt wieder in sein Heimatland zurück reisen. In einem Bericht der Bundesanstalt für Arbeit tauchte 1969 erstmals der Begriff der „Ausländischen Arbeitnehmer“ auf. Diese Bezeichnung ersetzte bei offiziellen Stellen und bei Gewerkschaften den damals zunehmenden Begriff „Gastarbeiter“. Heute werden ausländische Arbeitskräfte in Deutschland vorrangig als Arbeitsmigranten bezeichnet (WIKIPEDIA 2006).
In Zeiten des wirtschaftlichen Aufschwungs in der Nachkriegszeit gab es einen dringenden Bedarf an ausländischen Arbeitskräften und den Mangel zu kompensieren. Große Anwerbeverfahren wurden gestartet. So bekam der einmillionste Gastarbeiter aus Portugal bei seiner Ankunft im Jahr 1964 sogar ein Moped geschenkt. Heute findet eine starte öffentliche und politische Debatte um die Zukunft von Arbeitsmirgration nach Deutschland statt. Auf der einen Seite greift die Angst der Verdrängungsprozesse deutscher Arbeitskräfte in wirtschaftlich schwierigen Zeiten um sich. Auf der anderen Seite der Debatte steht der Gedanke der verstärkten Migration nach Deutschland auf Grund des demographischen Wandels in Deutschland, der bei andauernder schwachen Geburtenziffern ein starkes Schrumpfen der Bevölkerung nach sich ziehen wird. Des Weiteren gibt es weiterhin einen großen Bedarf an hoch qualifizierten Arbeitskräften in der Deutschen Wirtschaft, der momentan nicht durch deutsche Akademiker gedeckt werden kann.
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2. zeitlicher Verlauf der Gastarbeitereinwanderung
2.1 Entwicklung in der BRD
In Deutschland markierte das Ende unmittelbare Nachkriegszeit den Beginn Arbeitskräftezuwanderung. Durch die hohe Wachstumsrate der deutschen
Nachkriegswirtschaft und dem kriegsbedingten Ausfall eines großen Teils der männlichen Arbeitskräfte, wurden konnten unmittelbar nach dem Kriegsende Flüchtlinge und Vertriebene der Jahre 1945 - 1948, einfach in das Beschäftigungssystem integriert werden. Zunächst bestand, durch die hohe Zahl von Übersiedlern aus der ehemaligen DDR, wenig Bedarf an zusätzlichen, ausländischen Arbeitskräften, weswegen vom ersten Westdeutschen Anwerbevertrag mit Italien, aus dem Jahr 1955, nur spärlich Gebrauch gemacht wurde. Erst nach dem Bau der Berliner Mauer 1961 kam, es zu einer nennenswerten Ausweitung der Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte (FASSMAN, MÜNZ, SEIFERT 2000: 58-69). Im Folgenden wurden mit Spanien und Griechenland (1960), Türkei (1961), Marokko (1963), Portugal (1964), Tunesien (1965) und Jugoslawien (1968) weitere Anwerbeverträge abgeschlossen. Die ausländischen Arbeitskräfte sollten dabei relativ junge Männer sein und sollten maximal einen Realschulabschluss haben. Sie wurden als Unterstützung nach Deutschland geholt, um Stellen zu besetzen, für die keine deutschen Arbeitskräfte zur Verfügung standen. Ihre Anstellung richtete sich nach dem deutschen Tarifrecht um ein Lohndumping in Deutschland zu verhindern. Die Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte sollte einem Rotationsprinzip folgen. Nach Ablauf der, auf ein Jahr befristeten Aufenthaltserlaubnis, sollten sie in ihr Heimatland zurückkehren und durch die nächste „Generation“ von Gastarbeitern ersetzt werden. In den ersten fünf Jahren nach der ersten Anwerbevereinbarung kam es nur zu einem spärlichen Zuzug von ausländischen Arbeitskräften auf Grund der Übersiedlung aus der ehemaligen DDR. In der Zeit kam es zu einem Zuzug von knapp 273.000 Arbeitskräften. Nach dem Bau der Berliner Mauer kam es zu einem sprunghaften Anstieg der Zuzüge nach Deutschland. 1965 wurde die Marke von einer Million überschritten und zwei Jahre später wurde der zwei Millionste registriert. 1973 waren dann schließlich 2,6 Millionen Gastarbeiter in Deutschland tätig (PFLUGBEIL 2005: 65).
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Zu einer drastischen Reduzierung der Gastarbeiter kam es mit Beginn der ersten Öl-Krise, die zu einer schlagartigen Verfierfachung des Rohölpreises führte, worauf sich die allgemeine wirtschaftliche Situation verschlechterte. Einem weiteren Zuzug ausländischer Arbeitskräfte sollte ein Riegel vorgeschoben werden. Im November 1973 wurde deshalb ein Anwerberstopp verhängt, der bis heute die Zuwanderung von Nicht-EU-Staatsangehörigen grundsätzlich nicht gestattet (PFLUGBEIL 2005: 65). Die Abb. zeigt die Anzahl ausländischer Arbeitskräfte in Deutschland. Ab dem Jahr 1973 ist eine deutliche Trendwende der ausländischen Arbeitskräfte zu erkennen, die den Zeitpunkt des Anwerberstopps markiert.
Ausländische Arbeitskräfte in Deutschland (bis 1990 nur Westdeutschland)
Quelle: Statistisches Bundesamt. - aus: (FASSMAN, MÜNZ, SEIFERT 2000: 59)
Da es in einigen Bereichen weiterhin eine Arbeitskräftemangel in Deutschland vorherrschte, wurden seit 1973 ca 30 Ausnahmeregelungen eingeführt, die mittlerweile in der Anwerberstoppausnahmeverordnung und der Arbeitsaufenthaltsverordnung geregelt sind. Teilweise wurden auch aus außenpolitischen Gründen im Rahmen des politischen Umbruchs mit den Regierungen einiger mittel- und osteuropäischer Länder seit Anfang der 90er Jahre geschlossen. Demnach können einige wenige, genau definierte, Berufs- und Personengruppen eine Arbeitserlaubnis als Saison-, Werkvertrags- und Gastarbeitnehmer in Deutschland erhalten. Dabei werden die Aufenthaltsdauer und die ausgeführte Tätigkeit genau kontrolliert.
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Mit mittlerweile fast 320.000 Personen in 2003, stellen Saisonarbeiter den mit Abstand größte Gruppe in Deutschland da. Saisonarbeiter können maximal für drei Monate in Deutschland eine Tätigkeit ausüben. Zu 90% findet diese in der Land- und Forstwirtschaft und zu 7% im Hotel- und Gaststättengewerbe statt (PFLUGBEIL 2005: 65). Nach dem Anwerberstopp war in Deutschland eine gegenläufige Entwicklung zwischen der Zahl der ausländischen Arbeitskräfte auf der einen Seite und der Zahl, der in Deutschland lebenden Ausländer zu verzeichnen. Dies beruhte auf den verstärkten Familiennachzug der mittlerweile in Deutschland lebenden Gastarbeiter. Diese standen vor der Wahl, in ihr Heimatland zurückzukehren, ohne die Chance zu haben wieder nach Deutschland zu kommen, oder sich dauerhaft in Deutschland niederzulassen. So entschloss sich die Mehrheit in Deutschland zu bleiben und holten ihre Familien nach oder gründeten hier neue. In (West-)Deutschland verdoppelte sich zwischen 1971 und 1997 die ausländische Wohnbevölkerung (Fassman, Münz, Seifert 2000: 60). Nicht nur durch Familiennachzug erhöhte sich in Deutschland die Zahl an ausländischer Wohnbevölkerung. Seit 1989/1990 stieg in Deutschland die Zahl der Arbeitskräfte aus östlichen Nachbarländern (Polen, Tschechische Republik, Ungarn), aber auch die Zahl der Asylbewerber aus den genannten Ländern sowie Kriegsflüchtlinge aus Bosnien. Deutschland reagierte auf den zunehmenden Migrationsdruck aus Osteuropa mit strengeren Grenzkontrollen, einer Einschränkung des Asylrechts und mit anderen gesetzlichen Restriktionen.
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Die Abb. zeigt die ausländische Bevölkerung in Deutschland zwischen 1951 und 2005. Ausländische Bevölkerung in Deutschland zwischen 1951 und 2005
Quelle: statistisches Bundesamt
2.2 Entwicklung in der DDR
In der DDR nahmen die Vertragsarbeiter eine ähnliche Rolle ein, wie in der BRD. 1989 waren 94.000 Vertragsarbeitnehmer in der DDR tätig. Diese wurden ausschließlich aus anderen sozialistischen Ländern angeworben. Etwa zwei Drittel waren vietnamesischer Herkunft. Andere Herkunftsländer waren: Kuba, Mosambik, Polen und Angola. Die Vertragsarbeitnehmer erhielten eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis von fünf Jahren und wurden in speziellen Wohnsiedlungen konzentriert. Eine Integration dieser ausländischen Arbeitnehmer, die häufig unzureichende Deutschkenntnisse hatte, war nicht angestrebt und fand auch nur in den seltensten Fällen statt.
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3. Räumliche Verteilung
Naturgemäß waren nicht alle Regionen gleichmäßig von der Gastarbeitereinwanderung betroffen. Es lassen sich durchaus einige charakteristische Merkmale erkennen, die teilweise bis heute noch, wenn auch in abgeschwächter und veränderter Form, vorzufinden sind. Die Verteilung innerhalb der Bundesrepublik erstreckte sich, im zeitlichen Verlauf, zunächst vom Süden in Richtung Norden. Hierarchisch wurden zunächst die Großstädte und Verdichtungsräume erfasst, später dann die Mittel- und Kleinstädte. Zudem war eine räumliche Konzentration einzelner Nationalitäten im Zusammenhang mit dem Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zu verzeichnen.
Türkische Gastarbeiter wurden verstärkt in das Ruhrgebiet und nach Westberlin angeworben. Italienische hingegen vermehrt nach Baden-Württemberg. Zudem kam es auch auf lokaler Ebene zu ethnischen Konzentrationen. Das lag daran, dass auf der einen Seite, die eingereisten Gastarbeiten bestrebten sich lokal zu konzentrieren, um unter sich zu bleiben, auf der anderen Seite wollten Arbeitgeber, dass ihre angeworbenen Gastarbeiter möglichst die gleiche Nationalität hatten, um innerbetriebliche Sprach- und Kulturbarrieren zu vermeiden.
Durch die räumliche Konzentration entstanden in vielen Städten ganze Wohngebiete, in denen sich die Gastarbeiter mit ihren Familien konzentrierten und so mancherorts eine ethnische Segregation in den Städten entstand. Dies hat bis heute noch Auswirkungen auf das Stadtbild, was sich im veränderten Angebot im Einzelhandel und in der Gastronomie verdeutlicht.
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4. Auswirkungen auf das Gastland
4.1 Integration in der BRD
Die bundesdeutsche Regierung war immer davon ausgegangen, dass die Gastarbeiter nach Ablauf ihrer Arbeitsverträge wieder in ihr Heimatland zurückkehren würden. In der Praxis stellte es sich aber anders heraus. Viele Gastarbeiter hatten mittlerweile ihre Familie nachgeholt, bzw neue gegründet und sich eine Existenz aufgebaut. Zwar versuchte die Regierung, seit Mitte der 70er Jahre, durch Prämien die Gastarbeiter zur Rückwanderung zu überzeugen. Dem standen allerdings seit den 80er Jahren zahlreiche Familienzusammenführungen gegenüber, die zu einem deutlichen Wandel der Alters- und Geschlechtstruktur führte. Nach nunmehr über 40 Jahren „Gastarbeiterwanderungen“, leben mittlerweile drei Generationen unterschiedlicher Nationen in Deutschland. Das Zusammenleben unterschiedlicher ethnischer Gruppen führt zu zahlreichen Assimilations- und Integrationsprozessen. Kulturen vermischen sich und ergänzen sich gegenseitig. Besonders deutlich wird es am vermehrten auftreten von ausländischen Speiseangeboten, die das Gesamtangebot erweitern aber auch in Konkurrenz zueinander treten.
Hinzu kommen aber auch zu einigen Konfliktpotentialen zwischen den verschiedenen Kulturen. Unterschiedliche Wertevorstellungen und Traditionen können zu Problemen in kultureller, sozialer und gesellschaftlicher Hinsicht führen.
4.2 Integration in der DDR
Die Integration und Akzeptanz von ehemaligen Gastarbeitern scheint im Vergleich von alten zu neuen Bundesländern unterschiedlich zu sein. In Westdeutschland sind Ausländer schon seit mehreren Jahrzehnten ein fester Bestandteil der Gesellschaft. In der DDR hingegen lebte nur ein vergleichsweise geringer Anteil an Ausländern (1991: 1,2% der Bev., i.d.R. Gastarbeiter, Studenten aus anderen sozialistischen Ländern). Zudem bewirkte die starke Wohnsegregation in der DDR eine nur spärliche Präsenz von Ausländern in der Alltagswelt.
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Dadurch ergibt sich, auch nach dem Mauerfall, eine eher zurückhaltende Integrationsbereitschaft von Ausländern und ehemaligen Gastarbeitern in den neuen Bundesländern. Zudem verstärkt der wirtschaftliche Wandel nach der Wiedervereinigung die eher ablehnende und distanzierte Haltung.
4.3 Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt
Während der 60er Jahre gab es keine Arbeitslosigkeit unter den Ausländern. Schließlich wurden sie auch gezielt angeworben um den Bedarf an Arbeitskräften in der boomenden Industrie zu decken. Auf Grund des Aufenthaltsrechts mussten arbeitslos werdende Gastarbeiter zudem das Gastland kurzfristig verlassen. Nach der Ölkrise von 1973 erreichte die Arbeitslosigkeit der ausländischen Arbeitnehmer einen ersten Höhepunkt, der sich im Jahresdurchschnitt bei 100.000 einpendelte. Nach schwankenden Arbeitslosenzahlen stieg die Anzahl nach 1990 sprunghaft an. 1994 wurden erstmals über 400.000 Arbeitslose registriert. 1997 lag die Zahl bei 550.000 Arbeitslosen (FASSMAN, MÜNZ, SEIFERT 2000: 61). Dadurch ergibt sich eine zunehmende Belastung der deutschen Sozialsysteme. Durch die fortwährende Tertärisierung der Wirtschaft und der damit gestiegenen Qualifikationen wird die Wiedereingliederung der ehemaligen Gastarbeiter zunehmend erschwert, da sie vorwiegend einen niedrigen Bildungsabschluss vorweisen. Auch die nachkommenden Generationen weisen einen eher niedrigeren Bildungsabschluss auf und haben mit Schwierigkeiten auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu kämpfen (Jugendbildungsbericht 2005). Somit weisen ausländische Arbeitnehmer eine deutlich höhere Arbeitslosigkeit auf als deutsche
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5. zukünftige Entwicklung
Auf Grund der demographischen Entwicklung wird es in Zukunft aber einen gesteigerten Bedarf an ausländischen Arbeitskräften geben. Besonders in Berufen, die eine hohe Qualifikation benötigen, wird es zukünftig eine gesteigerte Nachfrage nach Spezialisten geben, die durch deutsche Absolventen nicht bedarfsgerecht gedeckt werden kann. Schon jetzt herrscht in der deutschen Wirtschaft eine kaum zu deckende Nachfrage an Fachkräften. In Zukunft wird sich das Problem noch mehr verschärfen, wenn immer mehr ältere Arbeitskräfte mit Hochschulabschluss aus dem Berufsleben ausscheiden ohne dass die nachfolgenden (geburtenschwache) Jahrgänge weder zahlen- noch bildungsmäßig in der Lage sein werden sie zu ersetzen (Fassman, Münz, Seifert 2000: 80-81). Aus diesem Trend ergibt sich eine gesteigerte Nachfrage an hochausgebildeten Arbeitskräften aus dem Ausland um die Nachfrage der deutschen Industrie zu decken. Die deutsche Politik reagierte zum Teil mit der Einführung der Green Card 2000 für spezielle Berufsgruppen auf den Mangel an Fachkräften. Migration, nicht nur im Bereich des Arbeitsmarktes, ist in Zukunft auch von Nöten, um dem demographischen Wandel und der damit einhergehenden Schrumpfen der Bevölkerung entgegenzutreten. Eine von den Vereinten Nationen vorgelegte Studie aus dem Jahr 2000 verdeutlicht mit Zahlen die zukünftig nötige Migration an Bevölkerung und Arbeitskräften um dem demographischen Wandel entgegenzutreten und den Mangel auszugleichen. Nach der Studie müssten in den nächsten 50 Jahren die Zuwanderung folgende Zahlen erreichen:
- 17,2 Millionen für eine konstante Wohnbevölkerung
- 24,3 Millionen für eine konstante Erwerbsbevölkerung
- 181,5 Millionen für ein konstantes Verhältnis der über 64- zu den 15- bis 64-Jährigen (Fassman, Münz, Seifert 2000: 60, Vgl. Statistisches Bundesamt 2000: 16).
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6. Fazit
Ohne die Gastarbeiter, insbesondere aus dem Süden, wäre der deutsche Wirtschaftsaufschwung in der Nachkriegszeit unmöglich gewesen. Sie glichen den dringend benötigten Bedarf an Arbeitskräften in der Wirtschaft aus. Durch die Niederlassung der Gastarbeiter mit ihren Familien in Deutschland kam es zu kulturellen Gewinnen. Viele Gastarbeiter brachten Gewohnheiten und Traditionen mit, die sie auch der deutschen Bevölkerung anbieten. Besonders bemerkbar macht es sich in der kulinarischen Vielfalt, die vielerorts angeboten werden.
Doch nicht nur ein Gewinn and kulturellen und kulinarischen Angeboten steht mittlerweile in der Debatte. Heute haben viele nachkommende Gastarbeitergenerationen mit mangelnder Bildung, schlechter Berufsausbildung und der damit verbundenen mangelnder Beschäftigungschancen zu kämpfen. Daher steht man momentan, auch aus Angst vor Verdrängungseffekten auf dem Arbeitsmarkt, der Migration von Arbeitskräften eher skeptisch entgegen.
In Zukunft kann und müsste sich das Blatt aber wieder wenden, wenn die Auswirkungen des demographischen Wandels verstärkt bemerkbar machen. Dann werden wohl aber Gastarbeiter oder dauerhafte Arbeitsmigranten mit veränderten Ansprüchen benötigt. Bedarf wird es dann mehr an hochausgebildeten Spezialisten geben, die dann auch eher aus anderen Regionen rekrutiert werden.
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7. Literatur
BUNDESMINISTERIUM DES INNEREN (2005): Migrationsbericht 2005 DEMIR, M. & SÖNMEZ, E. (2001): Die anderen Deutschen: 40 Jahre Arbeitsmigration. Von Gastarbeitern zur nationalen Minderheit
DEUTSCHE BUNDESREGIERUNG (Hrsg) (2005): 12. Kinder und Jugendbericht FASSMANN H., MÜNZ R., SEIFERT, W. (2000): Was wurde aus Gastarbeitern? - Türken und (Ex-)Jugoslawen in Deutschland und Österreich. - In: Demographische Informationen. 1997/99: 57-69
MCRAE, V. (1980): Die Gastarbeiter. Daten, Fakten, Probleme. - In: Becksche Schwarze Reihe. 225
PFLUGBEIL, S. (2005): Auswirkungen der internationalen Migration auf die Bundesrepublik Deutschland. - Regensburg
SCHULTE, A. (1993): Von der Gastarbeiter- und Ausländerpolitik zur Minderheiten- und Zuwanderungspolitik? - In: Zwischen Diskriminierung und Demokratisierung , Seite 11-40 Internet:
Statistisches Bundesamt: http://www.destatis.de Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Gastarbeiter http://www.geographie.uni-marburg.de/vgt/deutsch/brd/module/m3/U3.htm http://www.migration-info.de
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Arbeit zitieren:
Markus Corsten, 2006, Gastarbeiter aus dem Süden - eine raum-zeitliche Analyse der Gastarbeiterwanderung und deren Auswirkung auf das "Gastland", München, GRIN Verlag GmbH
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geheim
Rechtschreibfehler.
Ich finde diese Hausarbeit äussert gut, allerdings gibt es einige Rechtschreib und Grammatikfehler zu bemängeln.
Insgesamt sind 8 Fehler in dieser hausarbeit, sonst finde ich sie aber super gelungen.
am Wednesday, May 28, 2008-