INHALTSVERZEICHNIS
1. EINLEITUNG. 3
2. DEFINITIONEN 3
3. DIAGNOSE 4
3.1. SYMPTOME UND AUFFÄLLIGKEITEN 4
3.2. BEGLEITERSCHEINUNGEN. 6
3.3. HÄUFIGKEIT 6
4. URSACHEN 7
5. THERAPIEMÖGLICHKEITEN 8
5.1. VERSCHIEDENE THERAPIEFORMEN BEI ADHS 8
5.2. MEDIKAMENTÖSE BEHANDLUNG. 9
6. HILFEN FÜR DEN UMGANG MIT ADHS-KINDERN 10
6.1. PRAKTISCHE TIPPS UND REGELN 10
6.2. IN DER SCHULE MIT ADHS UMGEHEN LERNEN 11
6.3. HILFEN FÜR DIE HAUSAUFGABENSITUATION 11
6.4. TRAININGSPROGRAMME. 12
7. LITERATURVERZEICHNIS. 14
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1. EINLEITUNG
Als es darum ging, ein Thema für die Miniarbeit zum Abschluss der Arbeit in Sozialpädagogik zu schreiben, war mir klar, dass ich über etwas schreiben wollte, das mit meinem Beruf zu tun hat. In meinen bisherigen beruflichen Tätigkeiten als Horterzieherin, Lehrerin und Legasthenietrainerin sowie auch als Trainerin einer Sportgruppe für Kinder hatte ich sehr häufig mit Kindern zu tun, die durch besonders schwieriges Verhalten auffielen. Oftmals fiel das Schlagwort „hyperaktiv“ oder „ADHS“, worauf ich leider in meiner Ausbildung zu wenig vorbereitet wurde. So besorgte ich mir Bücher und Informationen zum Thema. Nun möchte ich diese Arbeit nützen, meine Kenntnisse im Bereich Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom mit Hyperaktivität aufzufrischen beziehungsweise zu vertiefen und erhoffe mir dadurch auch eine Bereicherung für meine berufliche Arbeit mit den Kindern. Ein starker Aspekt soll daher neben Definitionen und Symptombeschreibungen darauf liegen, was für die praktische Arbeit mit hyperaktiven Kindern besonders wichtig ist und welche Tipps es dafür gibt.
2. DEFINITIONEN
Im Internetlexikon Wikipedia findet man folgende Definition von ADHS: „Die Aufmerksamkeitsdefizitstörung (ADS, ADHS) ist eine bereits im Kindesalter beginnende Störung, die sich primär durch leichte Ablenkbarkeit und geringes Durchhaltevermögen, ein leicht aufbrausendes Wesen mit der Neigung zum Handeln ohne nachzudenken und möglicher Hyperaktivität auszeichnet.“ (www.wikipedia.de) Neben der Bezeichnung Aufmerksamkeitsstörung mit Hyperaktivität (ADHS) findet man auch Bezeichnungen wie Hyperkinetisches Syndrom, Psychoorganische Syndrom (POS) oder Minimale Cerebrale Dysfunktion (MCD). Die Bezeichnung „Hyperkinetisches Syndrom“ verwenden Ärzte und Psychologen für Kinder und Jugendliche, die durch eine überstarke Aktivität, starke Impulsivität und Erregbarkeit sowie nicht situationsgerechte Gefühlsäußerungen auffallen, die sich schlecht in die Gruppe eingliedern oder Leistungs- und Entwicklungsstörungen zeigen.
Nach der international gebräuchlichen Klassifikation von Krankheiten ICD-10 (Dillinger 2004) werden unter dem Begriff „Hyperkinetisches Syndrom“ Verhaltensauffälligkeiten mit folgenden charakteristischen Merkmalen verstanden:
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• Ein früher Beginn in der Vorschulzeit (gewöhnlich bereits in den ersten fünf Lebensjahren)
• Eine Kombination von überaktivem, wenig gesteuertem Verhalten mit deutlicher Unaufmerksamkeit.
• Ein Mangel an Ausdauer bei Aufgabenstelllungen, die einen kognitiven Einsatz verlangen.
• Eine Tendenz, nicht vorhersehbar von einer Tätigkeit zur anderen rasch zu wechseln, ohne etwas zu Ende zu bringen.
• Eine desorganisierte, mangelhaft gesteuerte und überschießende motorische Aktivität, die sich sowohl im grobmotorischen Bereich als ständiges Herumlaufen, Aufstehen und Platzveränderung äußern kann, als auch im feinmotorischen Bereich in Form von Koordinationsproblemen wie krakeliger Schrift, Problemen bei allen zeichnerischen Tätigkeiten und beim Malen sowie allgemein in der Heftführung.
3. DIAGNOSE
3.1. SYMPTOME UND AUFFÄLLIGKEITEN
Woran erkennt man nun ein Kind mit hyperkinetischen Verhaltensauffälligkeiten? Döpfner, Schürmann und Lehmkuhl sowie auch Peters nennen folgende Merkmalsliste, anhand derer man ADHS diagnostizieren kann:
Merkmale für die Diagnose einer hyperkinetischen Störung:
A Unaufmerksamkeit
1. Beachtet häufig Einzelheiten nicht oder macht Flüchtigkeitsfehler bei den Schularbeiten, bei der Arbeit oder bei anderen Tätigkeiten. 2. Hat oft Schwierigkeiten, längere Zeit die Aufmerksamkeit bei Aufgaben oder
3. Scheint häufig nicht zuzuhören, wenn andere ihn ansprechen. 4. Führt häufig Anweisungen anderer nicht vollständig durch und kann Schularbeiten, andere Arbeiten oder Pflichten am Arbeitsplatz nicht zu Ende
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6. Vermeidet häufig, hat eine Abneigung gegen oder beschäftigt sich häufig nur widerwillig mit Aufgaben, die länger andauernde geistige Anstrengungen erfordern (wie Mitarbeit im Unterricht oder Hausaufgaben). 7. Verliert häufig Gegenstände, die er/sie für Aufgaben oder Aktivitäten benötigt
(z.B. Spielsachen, Hausaufgabenhefte, Stifte, Bücher oder Werkzeug). 8. Lässt sich oft durch äußere Reize leicht ablenken. 9. Ist bei Alltagstätigkeiten häufig vergesslich.
B Hyperaktivität
1. Zappelt häufig mit Händen oder Füßen oder rutscht auf dem Stuhl herum. 2. Steht häufig in der Klasse oder in anderen Situationen auf, in denen Sitzenbleiben erwartet wird.
3. Läuft häufig herum oder klettert exzessiv in Situationen, in denen dies unpassend ist.
4. Hat häufig Schwierigkeiten, ruhig zu spielen oder sich mit Freizeitaktivitäten ruhig zu beschäftigen.
5. Ist häufig „auf Achse“ oder handelt oftmals, als wäre er „getrieben“, oder zeigt ein anhaltendes Muster exzessiver motorischer Aktivität, das durch die soziale
Umgebung oder durch Aufforderungen nicht durchgreifend beeinflussbar ist.
C Impulsivität
1. Platzt häufig mit der Antwort heraus, bevor die Frage zu Ende gestellt ist. 2. Kann häufig nur schwer warten, bis er/sie an der der Reihe ist bei Spielen oder in Gruppensituationen.
3. Unterbricht oder stört andere häufig (platzt z.B. in Gespräche oder in Spiele anderer hinein).
4. Redet häufig übermäßig viel, ohne angemessen auf soziale Beschränkungen zu
(Döpfner, Schürmann & Lehmkuhl 2000,16-17)
Im Kindergarten und in der Schule fallen ADHS-Kinder dadurch auf, dass sie sich nicht ruhig beschäftigen können und immer in Bewegung sind. „Sie werden leicht wütend und können sich nur schwer beruhigen. Beständige Freundschaften werden
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nur schwer geschlossen, weil jähzorniges und streitsüchtiges Verhalten im Vordergrund steht. Ermahnungen und Aufforderungen von Erwachsenen werden nicht gehört oder nicht beachtet. Grenzen werden nicht eingehalten. Das Verhalten Erwachsenen gegenüber kann trotzig und aggressiv sein.“ (Peters 2006, 13) Ebenso ergeben sich auch im Elternhaus große Probleme.
3.2. BEGLEITERSCHEINUNGEN
Mehr als die Hälfte aller Kinder mit ADHS zeigt auch Begleitstörungen. Dies können sein:
• Störungen des Sozialverhaltens
• Angststörungen und Depressionen
• Teilleistungsstörungen
• Tics
• Störungen der Koordination (vgl. Peters 2006, 16-18)
3.3. HÄUFIGKEIT
Nach Döpfner, Schürmann und Lehmkuhl haben etwa fünf Prozent aller Kinder ausgeprägte Symptome einer Aufmerksamkeitsstörung. Leichtere Auffälligkeiten sind bei viel mehr Kindern zu sehen. Durchschnittlich befindet sich in jeder Schulklasse mindestens ein Kind mit ADHS. Jungen sind dreimal so oft betroffen wie Mädchen. (vgl. Döpfner, Schürmann & Lehmkuhl 2000, 26-27)
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4. URSACHEN
Heutzutage geht man von einem multifaktoriellen Ursachenmodell aus. Das heißt, dass nicht nur eine, sondern mehrere Ursachen beteiligt sind. Dabei können folgende Faktoren eine Rolle spielen:
• Funktionsstörungen des Gehirns, winzige Gehirnschäden
• Komplikationen während der Schwangerschaft, der Geburt oder im Neugeborenenalter
• Mütter, die während der Schwangerschaft Alkohol getrunken oder geraucht haben
• Erbliche Faktoren
• Nahrung, Lebensmittelallergien
• Bleivergiftung
(vgl. Döpfner, Schürmann & Lehmkuhl 2000, 27-30)
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5. THERAPIEMÖGLICHKEITEN
Hyperaktivität ist nicht heilbar, aber sie kann behandelt werden. In vielen Fällen reicht es nicht aus, wenn Eltern, Erzieher und Lehrer über den richtigen Umgang mit ADHS-Kindern Bescheid wissen. Die Palette professioneller Hilfe und Therapieangebote ist breit.
5.1. VERSCHIEDENE THERAPIEFORMEN BEI ADHS
Die Familientherapie bietet Unterstützung und Beratung für alle Familienmitglieder, was einen wichtigen Aspekt für das Zusammenleben darstellt. Sehr häufig werden verhaltenstherapeutische Maßnahmen angewandt. Eine wichtige Rolle spielen dabei positive Verstärkung und negatives Nichtbeachten. Wichtig ist dabei, dass diese Maßnahmen sofort erfolgen und nicht erst, wenn abends der Vater nach Hause kommt oder ähnliches. Bei der kognitiven Verhaltensmodifikation lernen die Kinder inneres Sprechen zur Selbstinstruktion und Selbststeuerung und lautes Denken. Selbstkontrollprogramme werden eingeübt. In der Spieltherapie kann das Kind seelische Konflikte und Probleme spielen und unter fachlicher Anleitung aufarbeiten. Eine häufig sehr wirksame Therapieform ist auch das sensorische Integrationstraining nach Jean Ayres. Durch gelenkte Bewegungsübungen soll ein möglichst harmonisches Zusammenspiel aller Sinnes- und Körperfunktionen erreicht werden. Ähnlich angelegt sind auch das Visio-Motor-Training nach Marianne Frostig mit Wahrnehmungs- und Koordinationsübungen und die Psychomotorik oder Mototherapie, bei der Balance, Körperschema, Lateralität usw. durch körperliche Übungen gefördert werden. All dies kann sehr stark das Verhalten positiv beeinflussen, wirkt allerdings nicht bei jedem Kind gleich gut. Bei manchen Kindern zeigt auch Ergotherapie gute Erfolge. Musiktherapie oder Hippotherapie sind weitere Therapiemöglichkeiten für die Behandlung hyperkinetischer Kinder. Zu den sehr stark umstrittenen Therapien zählen die Festhaltemethode, die Klang-oder Horchtherapie und die Kinesiologie. ( vgl. EÖDL 2005, 50-52) „Zusammenfassend ist zu sagen, dass nicht DIE EINE Therapie gibt, die bestimmt hilft. Es kommt immer darauf an, wer eine Therapie, wie und für welchen einzelnen Fall er sie durchführt.
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Es sind manchmal psychologische oder diätetische und übende oder andere Kombinationen mit der medikamentösen Therapie angebracht. (…) Manchmal muss eine Therapie nach der anderen versucht werden, ehe man zu Ergebnissen kommt.“ (EÖDL 2005, 52-53)
5.2. MEDIKAMENTÖSE BEHANDLUNG
Die Frage, ob man ADHS mit Medikamenten wie beispielsweise Ritalin behandeln sollte, ist sehr umstritten. Wichtig ist in jedem Fall eine sorgfältige Diagnose und genaue Untersuchung durch einen erfahrenen Arzt. Es ist sinnvoll, vor der Verschreibung eines Medikaments zuerst alle anderen Möglichkeiten auszuschöpfen. „Bei gesicherter Diagnose gehören zum Mindeststandard jeder medikamentösen Behandlung eine ausführliche Beratung und intensive Begleitung. Meist ist es wünschenswert und sinnvoll eine begleitende Psychotherapie durchzuführen.“ (Peters 2006, 28)
Ich persönlich denke, dass Ritalin oft zu vorschnell verschrieben wird. Es gibt aber sicherlich auch so schwere Fälle von ADHS, dass es für Eltern, Lehrer und vor allem aber für die Kinder selbst eine enorme Erleichterung sein kann.
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6. HILFEN FÜR DEN UMGANG MIT ADHS-KINDERN
6.1. PRAKTISCHE TIPPS UND REGELN
Die folgenden Tipps und Regeln im Umgang mit hyperaktiven Kindern habe ich aus verschiedener Literatur zusammengesucht und teilweise um eigene Ideen ergänzt:
• Wenige, sorgfältig vorüberlegte Regeln aufstellen, die für alle Gruppenmitglieder gelten.
• Auf die Einhaltung bestimmter Regeln bestehen.
• Bei Regelübertretungen vorwarnen.
• Wutanfälle ignorieren, Publikum nehmen.
• Positives Verhalten verstärken, Erfolgserlebnisse vermitteln.
• Verhaltenserwartungen von vornherein festsetzen - in ruhigem, festem und freundlichem Ton.
• Auf Motzen und Verweigern nicht eingehen. Gegebenfalls Missbefindlichkeit thematisieren („Ich weiß, es nervt dich, aber…“).
• Nicht erpressen.
• Nicht an Kleinigkeiten herummeckern!
• Sofortige Rückmeldung, häufige Rückmeldung, Lob in kleinen Dosen
• Viel nonverbales und verkürztes Korrigieren (auch mit Körperkontakt)
• Grundsätzlich ein Gespräch zuerst mit Positivem beginnen.
• Humor anwenden! Blickkontakt und Lächeln.
• Klare Strukturen schaffen, fixe Rituale einführen.
• Den Kindern Problembewältigung zutrauen.
• Kommunikative Verhaltensweisen einüben, Verständnis für andere wecken.
• Bewegungsdrang kanalisieren.
• Beruhigende, entspannende Phasen einbauen.
• Ein gemeinsames Erziehungskonzept mit den Eltern erarbeiten.
• Mit gutem Vorbild vorangehen.
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6.2. IN DER SCHULE MIT ADHS UMGEHEN LERNEN
Spitczok von Brisinski (vgl. 2005, 47-48) gibt verschiedene Anregungen, wir Lehrer besser mit hyperaktiven Kindern umgehen können. So ist er der Meinung, dass offene Unterrichtsgestaltung und Freiarbeit für ADHS-Kinder häufig weniger geeignet sind, weil sie im Hinblick auf Selbstständigkeit, Eigenverantwortung und Teamfähigkeit besonders stark beeinträchtigt sind, so dass ein besonders starkes Überforderungsrisiko besteht. „Schüler mit ADS/ADHS benötigen (…) in der Regel ein erhöhtes Maß an Vorgaben, Fremdsteuerung und engmaschiger Kontrolle statt erweiterter Freiräume, mit denen sie meist nur schwer umgehen können. Bewährt hat sich ein freundlich-zugewandter, konsequent-direktiver Erziehungsstil. Erforderlich ist dabei ein hohes Maß an Außensteuerung mit engmaschigen Kontrollen, unmittelbarer Rückmeldung über erwünschte und unerwünschte Verhaltensweisen und sofortigen Konsequenzen.“ (Spitczok von Brisinski 2005, 47) Weitere wichtige Punkte sind positive Verstärkung, das Akzeptieren von individuellen störungsbedingten Stärken und Schwächen, Lob für Anstrengungen und das Unterlassen von Bloßstellungen. Material, das Lernen mit allen Sinnen ermöglicht, kann für alle Kinder, besonders aber für jene mit ADHS, hilfreich sein und bleibt länger im Gedächtnis. Da Schüler mit Aufmerksamkeitsstörungen oft auditive Wahrnehmungsschwächen aufweisen, sollte dies im Unterricht berücksichtigt und visuelle Information zur Verfügung gestellt werden. (vgl. Spitczok von Brisinski 2005, 47)
6.3. HILFEN FÜR DIE HAUSAUFGABENSITUATION
Bei meinen eigenen Erfahrungen mit hyperaktiven Kindern im Hort und in der Lernbetreuung stellte die Erledigung der Hausaufgaben immer ein besonderes Problem dar.
Folgende Tipps können dabei hilfreich sein:
• Hausaufgaben an einem festen Platz
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• Keine Ablenkungsmöglichkeiten für den Hausaufgabenplatz (leider war dies bei den von mir betreuten Kindern im Hort nicht möglich, da immer 10-15 andere Kinder im Raum waren. Wir fanden schließlich die Möglichkeit, dass die schwierigen Kinder mit einer Kollegin zumindest in der Kleingruppe von 2-3 Schülern arbeiten konnte, was schon viel besser funktionierte)
• Feste Zeiten für die Hausaufgaben vereinbaren. (z.B. machten wir im Hort die Hausaufgaben immer nach dem Essen und einer kurzen Bewegungspause im Turnsaal)
• Pausen einlegen.
• Teilschritte; Plan für die Abfolge einzelner Hausaufgabenschritte
• Hausaufgabenheft anlegen und kontrollieren. (Das sprach ich teilweise mit der Lehrerin ab)
• Sachen für den nächsten Tag vorbereiten.
• Für Belohnung sorgen. (Bei mir im Hort gab es einen HÜ-Pass, wo jedes Kind nach braver Erledigung der Hausübung einen Stempel erhielt. War dieser Pass voll, gab es einen Gutschein für die Wahl eines Spiels mit allen Kindern und eine kleine Belohnung).
• Für Bewegung sorgen.
6.4. TRAININGSPROGRAMME
Auf dem Markt finden sich einige Trainingsprogramme, mit deren Hilfe Eltern, Lehrer und Therapeuten mit den Kindern positives Verhalten und Aufmerksamkeit einüben können.
Ich persönlich habe bei Kindern mit Problemen bei der Aufmerksamkeit schon gute Erfahrungen mit dem Marburger Konzentrationstrainingsprogramm (MKT) für Schulkinder gemacht.
Ein umfassendes Programm für Kinder mit hyperaktivem und oppositionellem Verhalten vor allem für die Anwendung im Elternhaus stellen Döpfner, Schürmann und Lehmkuhl in ihrem Buch „Wackelpeter und Trotzkopf“ vor. Das umfassende Programm ist unter dem Namen Therapieprogramm für Kinder mit hyperkinetischem und oppositionellem Problemverhalten (THOP) erschienen und enthält hilfreiche und einfach zu realisierende Regeln für Eltern und Kinder.
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Mit zusätzlichen Arbeitsblättern und Memokarten, die motivierend auf die Kinder wirken sollen, soll Schritt für Schritt das Verhalten und Zusammenleben von Eltern und Kindern verbessert werden. Weitere Programme sind beispielsweise:
• Training mit aufmerksamkeitsgestörten Kindern von Lauth und Schlottke
• Training mit aggressiven Kindern von Petermann und Petermann
• Konzentrationstraining im 3. und 4. Schuljahr. Ein systematisches Förderprogramm. von Uta Stücke
• Aufmerksamkeitstraining mit impulsiven Kindern von Ingeborg Wagner
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7. LITERATURVERZEICHNIS
Dilling, H. (Hrsg.): Internationale Klassifikation psychischer Störungen. Bern: Huber, 2000 4 .
Döpfner, M. & Schürmann, S. & Lehmkuhl, G.: Wackelpeter und Trotzkopf. Hilfen für Eltern bei hyperkinetischem und oppositionellem Verhalten. Weinheim: Beltz, 2000 2 .
Ehnle, Isolde: Problemkinder integrieren. Gemeinsam Probleme lösen, richtig miteinander umgehen. Übungen und Praxistipps. München: Südwest, 1997.
Erster österreichischer Dachverband Legasthenie - EÖDL (Hrsg.): Unterlagen für die Ausbildung zum Dipl. Legasthenietrainer. Modul 4. Klagenfurt: KLL, 2005.
Imhof, M. & Skrodzki, K. & Urzinger, M: Aufmerksamkeitsgestörte, hyperaktive Kinder und Jugendliche im Unterricht. Donauwörth: Auer, 1999.
Krowatschek, D. & Albrecht, S. & Krowatschek, G.: Marburger Konzentrationstraining (MKT) für Schulkinder. Dortmund: borgmann, 2004 6 .
Peters, U.: adhs. aufmerksamkeitsdefizit/hyperaktivitätsstörung… …was bedeutet das? http://www.adhs.ch/download/BZGA_ADHS_05.pdf [Stand 21.1.2006]
Spitczok von Brisinski, I: Täumer-Zappelphilipp-Störenfried. ADS/ADHS (Aufmerksamkeitsstörungen) in der Schule. In: Pädagogik. 57 (2005) 1, 45-50. Voß R. & Wirtz, R.: Keine Pillen für den Zappelphilipp. Hamburg: rowohlt 1990.
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Arbeit zitieren:
Mag. Maria Ablinger, 2006, Kinder mit ADHS und ihre Betreuung, München, GRIN Verlag GmbH
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