Das Frauenbild des Film Noir
von Katrin Shams-Eddien
Inhaltsverzeichnis:
Einleitung: Kurzerläuterung
zum Film Noir S.1
Die Femme Fatale S.4
The Good Girl S.8
The Marrying Kind S.10
Die Visuelle Darstellung
der Frau im Film Noir S.11
Quellen
Einleitung
Die Betrachtung der Plazierung der Frau im Film Noir, trägt zu unserem allgemeinen Verständnis der Stellung der Frau innerhalb eines kulturellen Produkts, maßgebend bei.
Es zeigt sich deutlich, daß die Darstellung der Frau im Film Noir immer die gleichen Strukturen aufweist, indem sehr stark am Patriachart festgehalten wird.
Der Film Noir reflektiert den ununterbrochenen ideologischen Kampf innerhalb des Patriacharts um die Kontrolle der weiblichen Sexualität.
Der Film Noir ist kennzeichnend für die andersartige Behandlung der Frauenrolle.
Betrachtet man die Stellung der Frau in anderen Genres, wie z. Bsp. im klassischen Western, sieht man die Frau in ihrer ihr konventionell zugedachten Rolle als Mutter, Tochter, Verlobte oder Prostituierte, wobei sie jedoch nur den Hintergrund bilden, denn die ideologische Arbeit des Films wird allein von den männlichen Protagonisten ausgeführt.
Im Film Noir jedoch hat die Rolle der Frau einen erheblichen Einfluß auf das Geschehen, indem die Frau meist das Zentrum der Intrige darstellt.
In der Regel erhält sie auch keine der oben erwähnten familienbezogenen Rollen, sondern tritt fast immer als "Femme Fatale" auf, deren Funktion darin besteht, das Hindernis auf der Wahrheitssuche des Helden zu sein.
Ob der Protagonist erfolgreich sein wird, hängt von seiner Fähigkeit ab, sich der Manipulation der Femme Fatale zu entziehen.
Kurzerläuterung zum Film Noir
Im klassischen Hollywoodkino, wie auch allgemein in der amerikanischen Kultur, haben Familie und Familienleben einen sehr hohen Stellenwert. Die Familie wird als Zufluchtsort angesehen, nach dem alle Generationen sich sehnen und streben sollten.
Wenn wir bei einem Film von einem Happy End sprechen, meinen wir meistens, daß der Held mit seiner großen Liebe vereinigt wird, eventuelle Heirat nicht ausgeschlossen....
Tatsächlich wurde in den beliebtesten Filmen der 30èr und 40èr Jahre die Familie als ein "Allheilmittel" gesehen, die den Protagonisten aus noch so aussichtslosen Situationen eretten konnte, so lange er nur in der Lage war, ihren Wert zu erkennen und so seine Chance ergriff, zu ihr zurück zu kehren.
Betrachten wir zum Beispiel den Klassiker "The Wizard of Oz" (1939), sehen wir das Mädchen Dorothy, das von zu Hause wegrennt, nur um zu erkennen "There is no place like home".
Der zweite Weltkrieg verstärkte schließlich auch noch die dominante Famillienideologie der Gesellschaft und die Notwendigkeit diese miteinander zu teilen. Die Sehnsucht nach einer kleinen heilen Welt und dem damit verbundenden Drang Heirat und Familie zu bejahen, der auch schon zu einem sehr profitablen Filmgenre vor dem Weltkrieg geführt hatte, wurde während des Krieges sowohl politisch als auch kulturell zu einem gesellschaftlichen Leitbild.
Als der Krieg schließlich endetet, begann der Film auch mit anderen gesellschaftlichen Strukturen und Wertvorstellungen herum zu experimentieren und führte eine völlig neue visuelle und erzählerische Ebene ein.
Diese neue Serie von Filmen, die Verbrechen aus einer Perspektive der moralischen Ambivalenz zeigten und deren Wirkungsstruktur in der subjektiven Betrachtung und Sympathie des Verbrechers und seiner menschlichen Schwächen bestand, wurden aufgrund ihrer dunklen visuellen Gestaltung und düsteren Thematik, als Film Noir bekannt.
Natürlich beschäftigte sich der Film Noir nicht nur mit der Familie, sondern stellte auch viele andere "Status Quo-Werte" in Frage. In vielen Filmen finden wir ein korruptes Polizeisystem ( Double Indemnity (1944) ), ein das Individuum bedrohende Staatsorgan ( The Big Heat (1953) ) oder die innere Leere eines tristen bürgerlichen Lebens, die zu einem Ausbruch führt (Scarlet Street (1945) ).
Aber dennoch wird deutlich, daß der Film Noir sich zum größten Teil mit der Einstellung der amerikanischen Gesellschaft bezüglich der Frauenrolle beschäftigt, indem er klar macht, wo der Platz einer Frau zu sein hat - nämlich in der Familie.
Sylvia Harvey hat sich intensivst mit der Rolle der Frau innerhalb der Familie beschäftigt und den komplexen Zusammenhang zwischen der Darstellung von Frauen, Familie und Gesellschaft im Film, aufgezeigt:
[...]
Arbeit zitieren:
Katrin Shams-Eddien, 2001, Das Frauenbild des Film Noir, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
"Put the blame on mame" - Die Darstellung der Frau im amerik...
Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen
Hausarbeit, 44 Seiten
Demokratie-Grundlagen, ihre Anwendung in Deutschland sowie ihre Vor- u...
Hausarbeit, 18 Seiten
Sean O'Casey's Dublin Trilogy: A closer look on how social set...
Seminararbeit, 18 Seiten
Thematische Strukturierungen und kommunikative Ordnungen im Unterricht
Referat (Ausarbeitung), 10 Seiten
Rainer Werner Fassbinder - Die BRD-Trilogie
Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen
Hausarbeit, 16 Seiten
Presenting and Teaching Vocabulary in the EFL Classroom
Englisch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Seminararbeit, 19 Seiten
20 Jahre Lindenstraße. Der Erfolg einer Familienserie im deutschen Fer...
Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen
Hausarbeit, 17 Seiten
Punk - Entstehung einer Jugendkultur gekennzeichnet durch Protest und ...
Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Vordiplomarbeit, 32 Seiten
Planung einer Unterrichtseinheit
Englisch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Seminararbeit, 15 Seiten
Schreibmodelle: HAYES & FLOWER und MOLITOR-LÜBBERT
Hauptseminararbeit, 25 Seiten
Männlichkeit in der Krise in Jaques Tourneurs 'Out of the Past'...
Hausarbeit, 17 Seiten
Lese-Rechtschreibschwierigkeiten - Ein Einblick in die Problematik
Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Hausarbeit, 21 Seiten
Katrin Shams-Eddien hat den Text Das Frauenbild des Film Noir veröffentlicht
Katrin Shams-Eddien hat einen neuen Text hochgeladen
0 Kommentare