Inhaltsverzeichnis
Einleitung 3
1. Historischer Hintergrund 3
2. Leben des August Hermann Francke 4
3. Gründung der Anstalten 4
4. Seine Pädagogik 6
a) Die Erziehung der Kinder zum wahren Glauben. 6
b) Erziehung zur rechten Arbeit 8
5. Ordnung der Anstalten 9
6. Gewinnbringende Institute 10
7. Bewertung 12
Literaturverzeichnis 14
2
Einleitung
August Hermann Francke war ein Mann, der in seiner Zeit Großes geleistet hat. Er war Christ mit ganzer Seele, ein Mitbegründer einer neuen Glaubensrichtung. Er war Gelehrter und Pädagoge. Und genau dort vollbrachte er sein größtes Werk. Er revolutionierte die Pädagogik seiner Tage und schuf eine Schulstadt riesigen Ausmaßes.
Doch nicht allen erscheint Franckes Pädagogik als positiv.
„Den einen gilt sie als der Inbegriff christlicher Erziehungsweisheit, den anderen als finsterer Methodismus, als Vergewaltigung des Individuums, als pädagogischer Krampf“ 1
Im folgenden soll nun das Werk Franckes betrachtet und bewertet werden .
1. Historischer Hintergrund
Das ausgehende 17. Jahrhundert war stark geprägt von den Anfängen der Aufklärung. Die Naturwissenschaften hatten durch die Theorien von Kepper, Galilei und Kopernikus große Fortschritte erlebt, im sozial-pädagogischen Bereich hatte der böhmische Bischof Johann Amos Comenius (1592-1670)neue Denkmuster eröffnet. Er vertrat die Auffassung, dass jeder die Möglichkeit zur Bildung erhalten müsste und dass die theoretischen Lerninhalte durch praxisbezogenes Lehren erweitert werden sollten.
Kinder und Jugendliche wurden zu dieser Zeit zum ersten Mal als solche anerkannt und nicht wie kleine Erwachsene behandelt.
Im kirchlichen Bereich entstand aus Protest gegen die Scheinheiligkeit der lutherischen Orthodoxie eine neue Richtung: der Pietismus. Er verlangte nach dem lebendigen Glauben, der nicht bloß aus leeren Formeln bestand. Man wollte durch Nächstenliebe und der Entsagung von weltlichen Versuchungen das Reich Gottes auf Erden schaffen.
Die Pietisten hatten viele Gegner, nur in Preußen fanden sie Zuflucht, da der König früh erkannte, welchen Nutzen er aus deren Potential konnte. Francke war einer der wichtigsten dieser Leute und, von all dem fortschrittlichen Geist seiner Zeit geprägt, hinterließ er uns ein großes Werk.
1 Deppermann S.91 Z.2ff.
3
2. Leben des August Hermann Francke
Als Sohn eines Juristen am 22.03.1663 in Lübeck geboren, wuchs August Hermann Francke in Gotha auf. Sein Vater hatte hier eine Stelle am Hofe des Fürsten Ernst des Frommen inne. Francke kam dabei in Berührung mit den dort vor sich gehenden Versuchen einer pädagogischen Reform.
Schon im Alter von 14 Jahren erhielt Francke seinen Gymnasialabschluss und begann zwei Jahre später in Erfurt das Studium der Theologie und Philosophie. Er wechselte weiter nach Kiel und Hamburg, wo er zusätzliche Studien in hebräischer, französischer und englischer Sprache betrieb. Seinen Abschluss als Magister machte er schließlich 1685 in Leipzig. Hier arbeitete er bis zu einer für seinen späteren Lebensweg wichtigen Reise nach Lüneburg.
Bei der Vorbereitung einer Predigt, erlebte Francke dort eine entscheidende persönliche Wandlung und fand zu seinem wahren Glauben.
Einige Zeit nach diesem Wiedergeburtserlebnis, kehrte er nach Leipzig zurück, wo er aber bald aufgrund seiner pietistischen Bestrebungen entlassen wurde. Das gleiche Schicksal erlitt er in seiner nächsten Stelle als Pfarrer in Erfurt. Durch die Vermittlung seines Freundes und Vorbildes Spener, dem eigentlichen Begründer des Pietismus, erhielt er schließlich 1692 die Pfarrstelle in Glaucha, einer äußerst verkommenen Vorstadt Halles.
An der 1694 gegründeten Universität in Halle wurde er zunächst Professor für Orientalische Sprachen, ab 1698 Professor der Theologie. In Glaucha selbst gründete er nach einigen Anfangsschwierigkeiten die „Hallischen Anstalten", eine revolutionäre Schulstadt, in der er bis zu seinem Tod am 08.06.1727 seine großen pädagogischen und sozialen Leistungen vollbrachte.
3. Gründung der Anstalten
Bis es allerdings zur Gründung der Anstalten kam, hatte Francke noch einige Hindernisse zu überwinden.
Schon vor seinem Amtsantritt verfassten die lutherische Orthodoxie und Gegner aus dem Adel Hetzschriften gegen ihn.
Auch der katastrophale Zustand Glauchas machte ihm zu schaffen. Die Nachwirkungen des 30-jährigen Krieges und der Pest im Winter 1682/83 hatten das Gesicht der Vorstadt stark verändert.
Es herrschte große Armut, nur ein Drittel der Bevölkerung hatte die Pest überlebt,
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Arbeit zitieren:
Katharina Albrecht, 2002, Die Pädagogik des August Hermann Francke und wie sie in den Frankeschen Anstalten angewandt wurde, München, GRIN Verlag GmbH
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Philipp J. Spener, Johannes Wallmann, Udo Sträter, Veronika Albrecht-Birkner
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