I
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis I
Abk ürzungsverzeichnis II
1. Einleitung. 1
1.1. Problemstellung 1
1.2. Ziel 1
2. Grundlagen. 2
2.1. Arbeitzeitkonten 2
2.2. Organisation und Infrastruktur 3
2.3. Anwendung. 3
3. Arbeitszeitmodelle 4
3.1. Abendschichten und flexible Teilzeitschichten 4
3.2. Altersteilzeit 5
3.3. Arbeit auf Abruf. 6
3.4. Halbtagesarbeit. 7
3.5. Individuelle Arbeitszeit 7
3.6. Jahresarbeitskonten 8
3.7. Job-Sharing 9
3.8. Langzeitkonten / Lebensarbeitskonten 10
3.9. Modulare Arbeitszeit 11
3.10. Roulierende Arbeitszeit. 11
3.11. Sabbatical 12
3.12. Servicezeiten 13
3.13. Telearbeit. 14
3.14. „Time - Care“ Modell 15
3.15. Turnuszeiten 16
3.16. Vertrauensarbeitszeit. 16
3.17. Vier-Tage-Woche. 17
3.18. Zeitautonome Arbeitsgruppen 18
4. Fazit. 20
5. Literaturverzeichnis 21
6. Internetquellen 22
II
Abkürzungsverzeichnis
TzBfG - Teilzeit- und Befristungsgesetz
1
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
Grundsätzlich bilden in jedem Unternehmen die Kosten für den Faktor Arbeit den größten oder zumindest einen der wichtigsten finanziellen Posten. Aus diesem Grund ist der optimale Einsatz des Faktors „Arbeit“ in Bezug auf Arbeitszeit und Entlohnung einer der wichtigsten Punkte, die beachtet werden sollten. Weiterhin bilden optimal angewandte Arbeitszeitmodelle die Grundlage für die Motivation der vorhandenen und der einzustellenden Mitarbeiter. Allerdings ist hierbei fraglich, welches Arbeitszeitmodell für welchen Bereich das Idealste ist.
1.2. Ziel
Ziel dieser Arbeit ist es, einen Überblick über vorhandene Arbeitszeitmodelle aufzuzeigen und darzustellen, in welcher Form die Anwendung in bestimmten Unter- nehmen sinnvoll oder nicht sinnvoll erscheint.
2
2. Grundlagen
In Deutschland hat in den letzten Jahren ein deutlicher Wandel statt gefunden. Von den bisher starren Arbeitszeitmodellen wurde in Richtung der flexiblen Arbeitszeiten abgerückt. Inzwischen arbeiten in Deutschland annähernd 85 % aller Arbeitnehmer in den verschiedensten Formen der flexiblen Arbeitszeitmodelle. Diese Zahl verdeutlicht die Wichtigkeit und den Erfolg der flexiblen Arbeitszeitgestaltung 1 .
Allerdings sind hierbei die einzelnen Voraussetzungen und Auswirkungen der jeweiligen Modelle zu beachten. Nicht jedes Modell ist in jedem Unternehmen anwendbar. Um das vermeintlich richtige System auf ein vorhandenes Unternehmen anzuwenden, bedarf es einer genauen Analyse des Tagesablaufes, des Bedarfes an Mitarbeitern zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort mit festgelegter Qualifikation.
Beispielsweise ist derzeit eine Zunahme der Zeitarbeit, aufgrund der von den Arbeitgebern als einengend empfundenen Gesetzgebung, zu verzeichnen. Ein Argument für Zeitarbeit ist es die Kapazitätsauslastung zu verbessern. Hierbei wird allerdings unterschätzt, dass ein Zeitarbeiter, dessen Aufgabengebiet regelmäßig wechselt, in der Regel nicht die identische Produktivität zeigt, wie ein festangestellter Mitarbeiter 2 .
Um bestimmte Arbeitszeitmodelle auch tatsächlich verwirklichen und effektiv einsetzen zu können, sind weiterhin bestimmte infrastrukturelle Grundlagen nötig.
2.1. Arbeitzeitkonten
Arbeitszeitkonten bilden für die meisten Arbeitszeitmodelle die Basis. Sie sind die Grundlage für die Anrechnung und Verwaltung, der von den Mitarbeitern erarbeiteten Arbeitsstunden. Dabei erfassen die Konten nicht den Umstand der erbrachten Arbeitsleistungen. Sie können im Einzelnen nicht darstellen unter welchen Umständen oder für welches Produkt diese Arbeitsleistungen aufgewendet wurden.
1 Vgl. Abruf EBZ - Beratungszentrum vom 04.01.2007, o.S.
2 Vgl. Abruf EBZ - Beratungszentrum vom 04.01.2007, o.S.
3
Diese Tatsachen werden durch die eigentlichen Arbeitszeitmodelle bzw. Arbeitspläne festgelegt. Allerdings bilden die vorhandenen Arbeitszeitkonten den Rahmen für mögliche Arbeitszeitmodelle 3 .
2.2. Organisation und Infrastruktur
Die Grundlage für die erfolgreiche Anwendung von Arbeitszeitmodellen bilden die Bereitstellung und richtige Anwendung organisatorischer Mittel. Eine entsprechende Personalabteilung mit Planungskapazitäten. Weiterhin setzen viele Arbeitszeitmodelle eine gewisse technische Infrastruktur (z.B. EDV gestützte Arbeitszeitkonten) voraus und sind nur in bestimmten Unternehmen, Unternehmenszweigen, Abteilungen oder Teams umsetzbar.
Vor einer möglichen Einführung / Umsetzung sollten Führungskräfte gezielt in das entsprechende System eingearbeitet werden. Führungskräfte sind durch ihre Position in der Lage, bei eigenem Verständnis, solche Maßnahmen den Mitarbeitern näher zubringen und Ablehnung zu vermeiden oder zu verringern.
2.3. Anwendung
Aufgrund der vielfältigen Möglichkeiten der Arbeitszeitgestaltung, sollte die Auswahl nicht voreilig getroffen werden. Grundsätzlich sollte eine genaue Analyse der Unternehmensbedingungen und des vorhandenen Systems erfolgen, Änderungsmöglichkeiten identifiziert werden und deren mögliche Auswirkungen festgestellt werden. Ist die Entscheidung für ein Modell gefallen, ist die Umsetzung zu planen und durchzuführen. Dabei muss geklärt werden, welche infrastrukturellen und organisatorischen Bedingungen erfüllt und welche noch bereitzustellen sind.
Bedacht werden sollten allerdings nicht nur wirtschaftliche und organisatorische Aspekte, sondern auch die Wünsche der Mitarbeiter und deren Motivationsaussichten. Ein System, welches von den Mitarbeitern abgelehnt wird, sollte auch nicht eingeführt werden. Ein Arbeitszeitmodell ist letztlich nur so gut, wie es Mitarbeiter nutzen und umsetzen werden.
3 Vgl. Abruf EBZ - Beratungszentrum vom 04.01.2007, o.S.; Abruf Zeitzeichen vom 04.01.2007, o.S.
4
3. Arbeitszeitmodelle
3.1. Abendschichten und flexible Teilzeitschichten
Abendschichten und flexible Teilzeitschichten werden grundsätzlich dann eingesetzt, wenn eine Ausweitung auf eine weitere volle Schicht nicht sinnvoll erscheint. Besonders wenn kurzfristige Produktionsspitzen überbrückt werden müssen, wobei der Umfang absehbar und die personellen Ressourcen begrenzt sind, ist dieses Modell sinnvoll. Sie dienen vorrangig der Verlängerung der Betriebszeit, um z.B. längeren Öffnungszeiten (Supermarkt) oder einer verstärkten Produktion gerecht zu werden. Grundsätzliche Vorraussetzung ist hierbei ein vor-handener Schichtbetrieb bzw. die Umstellung auf einen solchen 4 .
3.1.1. Vorteile / Nachteile
Abendschichten und flexible Teilzeitschichten verlängern die Betriebszeit und intensivieren die Nutzung der Produktionsanlagen. Kurzfristig bleibt der Organisationsaufwand überschaubar, vorhandene Mitarbeiter können zielgerichtet eingesetzt und Produktionsmittel voll ausgeschöpft werden.
Langfristig ist allerdings zu bedenken, dass der Organisationsaufwand deutlich ansteigt, Organisationsmittel und Arbeitsplätze vorhanden sein müssen oder bereitgestellt werden müssen. Andernfalls sinkt die Motivation der betroffenen Mitarbeiter durch eine dauerhafte Überbelastung deutlich. Die erhoffte bessere Nutzung der vorhandenen Mittel kehrt sich ins negative 5 .
3.1.2. Mögliche Anwendungsgebiete
Abendschichten und flexible Teilzeitschichten lassen sich sehr gut im produzierenden Gewerbe und im Handel einsetzen, allerdings nur in bestimmten Bereichen, wie z.B. im produzierenden Gewerbe in der Fertigung und im Einzel-handel im Kassenbetrieb.
4 Vgl. Abruf Arbeitswelt vom 04.01.2007, o.S.
5 Vgl. Abruf Arbeitswelt vom 04.01.2007, o.S.
Arbeit zitieren:
Sebastian Baethge, 2007, „Personalmanagement“ - Arbeitszeitmodelle , München, GRIN Verlag GmbH
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