Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung 3
II. Motive, die bei Jugendlichen zum Interesse von Risiko- und Erlebnissport führen 5
1. Gesellschaftlicher Aspekt: 5
2. Biologisch-entwicklungsspezifischer Aspekt: Sensation-Seeking: 7
III. Fazit 9
IV. Literatur: 10
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I. Einleitung
Im Rahmen des Seminars "Wagniserziehung im Sport" beschäftigt sich meine Hausarbeit mit der Frage, warum Jugendliche so interessiert an Risiko- bzw. Erlebnissport sind. Also werde ich nach den Motiven suchen, die sie dazu bewegen, sich nach der Schule in Cliquen zu treffen um in Büsche zu springen, sich von Häusern herabzulassen oder sogar Wände hinaufzulaufen. Auch "altgewohnte" Risikosportarten, wie Extremsnowboarden, Skateboarden und Extreme Skating sind bei Jugendlichen sehr beliebt. Ich werde diese Gegebenheiten einerseits unter dem Aspekt der allgemeinen Risikobereitschaft der Jugendlichen beurteilen und der veränderten Lebensbedingungen, die den Jugendlichen als Motivator für ihr Verhalten dienen. Dabei sind Stichworte, die den gegenwärtigen gesellschaftlichen Wandel: Individualisierung, Aufgabe familiärer Strukturen, Dienstleistungs- , Bindungs- und Orientierungslosigkeit, Vereinsamung der Städte und Banalisierung unseres Alltags in einer langweiligen, routinierten, vorgefertigten, austauschbaren, monotonen Welt - aber auch: die Suche nach tiefen Erlebnissen, Sehnsucht nach spontanem Glück und Bedürfnis nach Spannung und Aktion. Gesellschaften wie die unserige, die immer rationaler und damit körperloser werden, erzeugen ein zunehmendes Wunschpotential nach intensiven, körperbetonten, ,,authentischen" Erlebnissen. Wie schon am Anfang erwähnt, stehen den Menschen speziell den Jugendlichen unzählige Angebote bereit, um ihre Bedürfnisse dementsprechend zu befriedigen.
Andererseits sollte man bei der Betrachtung nach den Motiven für solch ein risikobehaftetes Verhalten nicht allgemeine Charakteristika des Lebensabschnitts, in dem sich die Jugendlichen befinden, vergessen werden. Denn genau in dieser Lebensphase steht die Suche und die Entwicklung der eigenen Identität im Vordergrund. Es werden bewusst Risiken eingegangen um sich selbst und seine
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eigenen Grenzen zu testen. Jugendliche setzen sich öfters gesundheitsriskanten Erlebnissen aus, überschreiten somit häufig von der Gesellschaft gesetzten Normen und Verhaltenweisen (Raithel, 2004). Man kann also sagen, dass die Jugendphase der Einstiegspunkt für verschiedenste Formen des Risiko- bzw. Problemverhaltens ist. Obwohl das Risikoverhalten in der Jugendzeit von der breiten Gesellschaft als normativ eingestuft wird, nimmt es doch einen großen Einfluss auf die späteren Lebensstile.
So werden der Umgang mit dem eigenen Körper oder der Umgang mit bestimmten Konsummitteln (Kleidung, Ernährung, Alkohol, Drogen) geprägt. Das mag nicht heißen, dass dieses Verhalten nur negative Konsequenzen mit sich fährt. Es wirkt sich auch positiv aus, wenn der Jugendliche seine Grenzen kennt, seinen Körper selbst einschätzen kann. Er besitzt somit die notwendige Handlungskompetenz, in risikobehafteten Situationen angemessen zu reagieren. Unter den beiden genannten gesellschaftlichen und der biologisch-entwicklungsspezifischen Aspekten werde ich in meiner Ausarbeitung Gründe für den speziellen Drang der Jugendlichen nach Risiko- und Erlebnissport aufzeigen.
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Arbeit zitieren:
Franziska Maresch, 2006, Motive für jugendliches Wagnisinteresse - Risiko- und Erlebnissport bei Jugendlichen, München, GRIN Verlag GmbH
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