UV Stunde HSU: Weihnachten in anderen Ländern
Inhaltsverzeichnis
1. Klassenanalyse 4-5
2. Klärung des Sachzusammenhangs 5
2.1 Thema: Klärung des Sachverhalts S.5-6
2.2 Passung 6
3. Einordnung in den Lehrplan 6
3.1 Amtlicher Lehrplan 6-7
3.2 Sequenzplanung 7
4. Ziele 7
4. 1 Übergeordnete Stundenziele 8
4.2 Kompetenzen 9-10
5. Begründung der methodischen Maßnahmen 10-12
6. Unterrichtsverlauf 12-13
7. Verwendete Literatur 14
8. Anhang
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1. Klassenanalyse
Die Klasse 3 unter der Leitung von Frau xxx setzt sich aus insgesamt 19 Kindern, wovon 11 Jungen und 8 Mädchen sind, zusammen.
In dieser Klasse erteile ich eigenverantwortlichen Unterricht im Fach Kunsterziehung und Förderunterricht, sowie für einige Kinder eine Stunde Förderkurs pro Woche. Gelegentlich hospitiere ich in dieser Klasse während des Gesamtunterrichts und nehme daran zur Unterstützung der Lehrkraft aktiv teil.
Die Sitzanordnung setzt sich normalerweise aus 4 Reihen mit jeweils drei Schulbänken frontal zur Tafel zusammen. Für diese Unterrichtsstunde allerdings wurde aus organisatorischen Gründen die Sitzordnung aufgelöst und zu Gruppentischen umformiert. Die Schüler sitzen in meiner Stunde an Gruppentischen zu je drei bis fünf Kindern, wobei sich die Sitzanordnung aufgrund der Stationenarbeit ständig ändert, den Kindern aber genug Raum bleibt ohne Hindernisse frei von einem zum anderen Tisch zu wechseln.
Insgesamt haben die Schüler im Klassenzimmer ausreichend Platz, da viele Materialien in Einbauschränken verstaut sind.
Für Differenzierungsmaßnahmen gibt es an der Schule weitere Räume, so dass die schwächeren und stärkeren Schüler getrennt werden und so ihren Ansprüchen gemäß individueller gefördert werden können. Die Klassenzimmergestaltung ist sehr ansprechend.
Bunte, selbst gemalte Bilder und Zeichnungen, und der stets den Jahreszeiten angepasste Fensterschmuck schaffen ein angenehmes und geborgenes Lernklima.
Das große Angebot an Freiarbeitsmaterialien oder auch Hüpfseilen dürfen die Kinder vor dem Unterricht und in der Pause ungefragt nutzen und mit den anderen Klassen teilen. Ein starkes Leistungsgefälle zeigt sich besonders bei einem Schüler, dem auch eine Leserechtschreibschwäche diagnostiziert wurde. Dieser nimmt zwar meist ebenso aktiv am Unterricht teil, ist aber noch sehr unkoordiniert, arbeitet mit mangelhafter Ordnung und Sauberkeit und wird daher im wöchentlichen Förderkurs besonders wenn es um Lesetexte und Rechtschreibung geht gesondert unterrichtet.
Jedoch zeigt sich jetzt schon bei einigen Schülern in ihrem Lernverhalten und ihrer schnellen Auffassungsgabe vor allem bei einigen Mädchen Potenzial für den Übertritt ans Gymnasium.
Die Schüler dieser Klasse sind begeisterungsfähig und zeigen große Wissbegierde. Bisher traten noch keinerlei Disziplinschwierigkeiten auf und auch untereinander kommen die
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Kinder schnell in Kontakt und sind sowohl der Lehrkraft, wie auch den Mitschülern gegenüber sehr hilfsbereit. Erwähnenswert scheint mir die Tatsache, dass die Klassengemeinschaft sehr gut ist. Sicher gibt es eine gewisse Trennung zwischen Jungen und Mädchen, aber jeder wird akzeptiert und die Grundstimmung ist als gut zu bezeichnen.
2. Klärung des Sachzusammenhangs
Das Thema der Stunde sind Weihnachtsbräuche und der produktive Umgang mit Sachtexten hierzu. Zunächst soll es um eine theoretische Grundlage des Themenfeldes gehen, um am Ende mit der Passung und der didaktischen Reduktion zu schließen.
2.1 Sachanalyse
Auf der ganzen Welt freuen sich die Menschen auf das Weihnachtsfest. Alle Christen weltweit feiern diesen Tag. Für uns in Deutschland gehören zum Weihnachtsfest ganz selbstverständlich der geschmückte Tannenbaum, das Festessen, die Weihnachtslieder, die Geschenke und für die Kinder das Christkind oder der Weihnachtsmann.
Die Gestaltung der Weihnachtszeit und der Ablauf des Weihnachtsfestes weisen jedoch in vielen Ländern der Erde zum Teil große Unterschiede zu den deutschen Traditionen und Weihnachtsbräuchen auf.
Weihnachtsgeschenke kennt man auf der ganzen Erde, aber natürlich sind sie zum einen verschieden und zum anderen werden sie von verschiedenen Personen zu unterschiedlichen Zeitpunkten gebracht.
Das Thema berührt folglich die Lebenswelt der Kinder. Für die Schüler ist es spannend, Unterschiede und Gemeinsamkeiten bei der Weihnachtsgestaltung verschiedener Länder zu entdecken und zu deuten.
Bei den Weihnachtstexten handelt es sich um Fachtexte aus Sachbüchern. Die Originaltexte sind jedoch teilweise sehr ausführlich und komplex. Aus diesem Grund wurden sie vereinfacht und möglichst kindgerecht umgeschrieben, sowie gekürzt.
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Die Texte wurden nach Ländern unterteilt, so dass eine Gruppe für ein Land und dessen Weihnachtsbräuche zuständig ist.
Hierbei wurden die Länder Italien, Frankreich, Spanien, Schweden, Griechenland und Russland ausgewählt, da sie mir am ansprechendsten und interessantesten für die Kinder erschienen und sich auch insbesondere für „Spezialaufgaben“ der Stationen eignen.
2.2 Passung
Um den Schülern das Thema „Kinder der Welt“ nahe zu bringen, ist es angebracht Unterrichtinhalte zu wählen, die in der Lebenswirklichkeit der Kinder von großer Bedeutung sind. Da Weihnachten bald vor der Tür steht und die Kinder diese feierliche Zeit kaum noch erwarten können, scheint es sinnvoll hier anzuknüpfen und die Kinder mit verschiedenen Weihnachtsbräuchen aller Welt vertraut zu machen. Zwar sind alle Schüler dieser Klasse deutscher Nationalität, aber vielleicht ist gerade das ein Anküpfpunkt, um nach den Gebräuchen anderer Kinder zu fragen. Überdies hinaus hat sich die Zusammensetzung unserer Gesellschaft im Allgemeinen in den letzten Jahren stark verändert. Diese Veränderung ist auch für die Kinder von Bedeutung, da sie spätestens nach dem Übertritt mit anderen Kindern in näheren Kontakt kommen, die vielleicht schon einen Migrationshintergrund mitbringen.
3. Einordnung in den Lehrplan
Die Grundlage allen Lernens in der Schule ist der amtliche Lehrplan. Deshalb soll die Stunde Weihnachten in anderen Ländern anhand des Lehrplans für die Bayerische Grundschule begründet werden.
3.1 Amtlicher Lehrplan
Begründung findet die Thematik im Bildungsauftrag der Schule 1 in dem Lernfeld „Leben in Europa und in der Welt“ das von den Schülern selbst gewählt wurde. Hier steht das interkulturelle Lernen im Mittelpunkt. Die Kinder sollen sich unter anderem mit Menschen in andren Ländern beschäftigen, verschiedene Lebensformen kennen lernen und Anderssein nicht nur kennen, sondern auch verstehen lernen als Basis für
1 vgl. Lehrplan für die Grundschule 2000. S. 35.
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die Entwicklung einer Haltung des Respekts und der Akzeptanz gegenüber allem, was ihnen fremd erscheint. Die Schüler erfahren, dass der Austausch zwischen den Kulturen eine Bereicherung der Erfahrungswelt ist und Fremdes keine Bedrohung darstellt. Außerdem erleben die Kindern, dass alle Kinder dieser Erde sind und dass es Gemeinsamkeiten und Unterschiede gibt 2 .
3.2 Sequenzplanung
Diese Unterrichtseinheit steht am Anfang des komplexen Themas „Kinder der Welt“, dass sich die Schüler zu Beginn des Schuljahres herausgesucht haben. Es zählt somit zu 3.1 Unser eigenes Thema 3 , das aus der aktuellen Interessenhaltung der Schüler seinen Eingang in den Unterricht findet und exemplarisches Lernen ermöglicht,
„den Schülern zugänglich, für ihr Leben bedeutsam und von der Sache her ergiebig ist. Es bietet sich an, Schülerideen aufzugreifen, kreative Lernwege zu gehen und auch fächerübergreifend Vorhaben durchzuführen.“ 4 Da die Frage nach den Weihnachtsbräuchen bei ausländischen Kindern von den Schülern selbst vor wenigen Wochen kam, bietet sich diese Unterrichtseinheit als Einstig in das Thema an. Ebenso dem Querverweis in die katholische Religionslehre, dem Deutschunterricht unter Einbezug der Sachtexte und dem Fach Kunsterziehung wurde Rechnung getragen, indem auch hier zum einen Weihnachten und zum anderen verschiedene Gebräuche thematisiert wurden.
4. Ziele
Die Auseinandersetzung mit Unterrichtszielen bzw. Lernzielen ist unerlässlich. Dabei soll im Folgenden die Stufung vom übergeordneten Richtziel zu konkreten Feinzielen stattfinden. Ganz allgemein beschreibt ein Lernziel einen angemessenen Lernfortschritt bzw. eine angestrebte Kompetenzerweiterung des Schülers 5 .
2 ebenda.
3 vgl. Lehrplan für die Grundschule 2000. S. 191.
4 ebenda.
5 vgl. Maras 2003, S. 62.
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4.1 Übergeordnetes Stundenziel
Richtziel
Die Schüler sollen ein Grundwissen über verschiedene Weihnachtsbräuche ausgewählter Länder erwerben.
Grobziel
Die Schüler sollen Gemeinsamkeiten und Unterschiede mit anderen Kulturen der Welt erfahren.
Feinziele 1) Wissen: Die Schüler sollen
• wissen, dass es neben ihrer eigenen noch weitere Kulturen und Weihnachtsbräuche gibt
• ein Grundwissen über die Lage verschiedener Länder der Erde und deren Bewohner erhalten
• einen Einblick in ferne Länder, fremde Kulturen und Denkweisen erhalten
2) Können und Anwenden: Die Schüler sollen
• sich mit Menschen aus anderen Ländern und deren Lebensformen beschäftigen
• die eigenen Lebensbedingungen mit denen von Kindern und Erwachsenen aus verschiedenen Ländern der Erde vergleichen
• Achtung und Toleranz gegenüber unterschiedlichen Kulturen, sowie Offenheit und Neugierde gegenüber Neuem und Fremden entwickeln
• eine angemessene Arbeitshaltung entwickeln
• sicherer im Umgang mit der Gruppenarbeit bzw. dem Stationentraining werden
• Gesprächs- und Arbeitsregeln auch in offeneren Sozialformen befolgen
• Wichtige Informationen aus dem Text herausfiltern
• Schriftliche und Mündliche Kommunikationskompetenz erweitern
• die Aufgaben an den Stationen bewältigen können
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3) Produktiv denken und Gestalten: Die Schüler sollen • die kreativen Aufgaben der Stationen bewältigen können
4.2 Kompetenzen
Die Schüler bearbeiten das Thema situations- und handlungsorientiert sowie von seinen verschiedenen fachlichen Perspektiven her und wenden erforderliche sach-und fachgemäße Arbeitsweisen wie die Gruppenarbeit und das Stationentraining an. Hierbei werden Sachtexte verwendet, um Informationen auf einfachem Wege zu übertragen, mit der Voraussetzung, dass die Schüler gewillt sind, diese auch zu lesen.
Die Schlagworte Leseinteresse und Lesebereitschaft, genauso wie die Fähigkeit zum sinnentnehmenden Lesen sind nicht nur in der Schule präsent und zentral, sondern genauso für die spätere berufliche Laufbahn und beschränkt sich damit nicht nur auf das Fach Deutsch. Sachtexte bieten ihrerseits sehr viele Möglichkeiten diesen Zielvorstellung zu entsprechen.
„Sachbücher werden heute vielen Erwartungen gerecht, die Leserinnen und Leser an ihre Lektüre stellen. Sie informieren kenntnisreich, aber auch unterhaltend und spannend, ermöglichen durch gute inhaltliche Strukturierungen und
abwechslungsreiche Illustrationen sowie grafische Gestaltungen schnelle und vielfältige Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten beim Lesen." (Baurmann 2005, S. 8)
Baurmann resümiert, dass einerseits durch die mittlerweile ansprechende Gestaltung vieler Sachbücher und Sachtexte die „Hemmschwelle", ein solches zu lesen, von vornherein sinkt. Ein weiterer Vorteil ist die „Bedürfnisbefriedigung" der Kinder, da ein Hineintauchen in fremde Welten Lust und Spannung beim Lesen versprechen und so eine positive Einstellung zu Texten allgemein entsteht 6 . Er schließt mit der Feststellung:
„Profitieren könnten [von Sachtexten] alle Leserinnen und Leser, wahrscheinlich aber insbesondere diejenigen, die wir in unserem bisherigen Deutschunterricht nur schwer oder kaum erreichen konnten." (Baurmann 2005, S. 13)
6 vgl. Baurmann 2005, S. 12 f.
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Die Frage stellt sich, welche andere Textsorte dieses Potential mit sich bringt. Kombiniert man nun die für Schüler interessante Sachtexte mit dem eigenen Handeln, also mit dem produktiven Umgang mit dem Ausgangstext, so stellt man Lesen in einen realistischen und erfahrbaren Alltagskontext, der die Sinnhaftigkeit der Basiskompetenz Lesen, Sprechen und Handeln zusammenbringt.
„[Einerseits den vielfältigen, durch praktisches Handeln und den aktiven Gebrauch der Sinne bestimmten Umgang mit gegebenen Texten und andererseits das produktive Erzeugen von neuen Texten bzw. Textteilen und Textvarianten. ... [D]er Begriff produktionsorientiert meint dagegen die stärker das kognitive Vermögen beanspruchende Erzeugung von neuen Texten." (Haas 2000, S. 8)
Die geistige Verarbeitung des Textinhaltes eines jeden aus der Gruppe, das Sprechen über das Gelesene und über die eigenen Erfahrungen und abschließend das Beantworten der Fragen zu den einzelnen Stationen und zum Teil auch einer künstlerischen Ausgestaltung, entspricht dem oben genannten Prinzip und wirkt nebenbei entsprechend motivierend.
In dieser Stunde ist es ebenso wichtig, dass die Schüler ihre bis jetzt gewonnen Erfahrungen und Kompetenzen im Umgang mit der Gattung Sachtexte möglichst vielfältig anwenden und weiter vertiefen. Es geht darum, enthaltene Informationen gezielt herauszulesen, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden. Wie im Lehrplan gefordert, erfüllt dieses Vorgehen in besonderer Weise auch grundsätzliche Leitlinien des Lehrplans, nämlich das gemeinsame Lernen (2.5) für das Fach Deutsch.
5. Begründung der methodischen Maßnahmen
Methodisch ist hier in besonderem Maße die Abwechslung der Sozialformen zu nennen.
Am Beginn der Stunde steht die Einstimmung auf das Rahmenthema Kinder in aller Welt. Dies geschieht im Sitzkreis auf dem Lernteppich vor der Tafel. Das schafft zum einen eine besondere Lernatmosphäre, zum anderen sind die Kinder motivierter was jetzt wohl kommen mag, da dort nur zu besonderen Anlässen unterrichtet wird. Begonnen wird mit einer kurzen Lehrererzählung von einer Unterhaltung mit einem türkischen Mädchen, das nachgefragt hat, wie hier in Deutschland Weihnachten
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gefeiert wird. Das liefert ein zusätzliches Rahmenthema, außer Weihnachten, nämlich die Erzählungen von Kindern aus anderen Ländern. Anschließend dürfen die Schüler kurz ihre Erfahrungen einbringen und werden somit persönlich angesprochen.
Die anfängliche Erzählung bildet auch die Hinführung bzw. den Übergang zum Stationentraining.
Nach der Erläuterung der Stationen, sowie des Stationenumlaufs, befassen sich die Kinder mit den Weihnachtsbräuchen der ausgewählten Länder. Dies geschieht durch die Aktivierung verschiedener Kanäle, um einem Lernen mit allen Sinnen gerecht zu werden.
So wird an jeder Station ein Sachtext zum jeweiligen Land ausgelegt, den es aufmerksam durchzulesen gilt, damit die dazugehörigen Fragen beantwortet werden können. Diese sind auf ein Leporello geklebt, das jedes Kind mit sich führt, um so immer die passenden Fragen zum jeweiligen Text parat zu haben und zum anderen dient es als eine Art Laufzettel, folglich zur Kontrolle für die Schüler (und später für die Lehrkraft) welche Stationen schon durchlaufen wurden. Durch die Verschiedenfarbigkeit dieser Faltkarten wird der Anfang des Stationenumlaufs vorab geregelt.
Die Texte an den Stationen sind in Briefform geschrieben. Ein Kind des jeweiligen Landes erzählt kurz in der Ich-Form vom Ablauf seines Weihnachtsfestes und wann es gefeiert wird. So wird der eigentliche Sachtext für die Schüler ansprechender gemacht, das Leseinteresse gefördert.
Ebenso werden die Kinder immer wieder neu motiviert durch die verschiedenen Aufgaben, die bei jeder Station zu bewältigen sind, bei denen immer neue Sinne angesprochen werden. Zum Beispiel das Schmecken und Essen eines landestypischen Gebäcks, das Riechen an diversen Weihnachtsgewürzen und das Betrachten von Fotos bzw. Bildern eines Weihnachtsbrauches, auf welchen ein Detail herauszufinden ist.
Bei einer weiteren Station werden die Kinder haptisch angesprochen, da sie aus einem Schuhkarton unterschiedliche Nusssorten fühlen, erkennen und bezeichnen sollen (diese wurden zuvor im HSU Unterricht gelernt).
Nicht nur visuell, auch akustisch sind die Kinder gefordert, um Antworten auf ihre Fragen des Laufzettels zu erhalten.
So sind in undurchsichtigen Döschen verschiedene Weihnachtsdinge hineingepackt, die es mit Hilfe ihres Klanges zu identifizieren gilt.
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In einer weiteren Station gilt es selbst kreativ zu werden, da die Schüler Merkmale eines Weihnachtsbrauches zeichnerisch darstellen sollen. Eine genaue Bildbetrachtung ist an der nächsten station verlangt, in der von den Schülern ein Detail gefunden werden muss.
Für besonders schnelle gibt es eine Ausweichstation, mit einem aktuellen Zeitungsartikel der örtlichen Lokalpresse. In diesem erzählen Mitbürger verschiedener Nationalität von ihrem Weihnachtsabend. Dies stellt ebenso eine kleine Zusammenfassung dar, denn an diesem Tisch kann ein Kreuzworträtsel mit den wichtigsten Begriffen aller Stationen gelöst werden. Auf einer Europakarte können die Kinder mit Hilfe kleiner Fähnchen das Land des jeweiligen Brieffreundes suchen, finden und einordnen.
Somit wird das Lernen mit allen Sinnen praktiziert und die Schüler werden gleichsam immer wieder aufs Neue motiviert.
Das Lernen in Stationen ist für die Kinder dieser Klasse neu, somit ist es umso wichtiger, das diese neue Art der Wissensaufnahme für die Kinder erfahrbar gemacht wird.
Den Abschluss bildet die Hausaufgabe das eigene Weihnachtsfest zu Hause bewusst mitzuerleben und schriftlich, ebenfalls in Briefform den Ablauf zu beschreiben.
6. Unterrichtsverlauf
Für die Unterrichtstunde werden benötigt:
7. Literaturverzeichnis
Baurmann, Jürgen u.a. (2005): Sachbücher und Sachtexte lesen. In: Praxis Deutsch. Zeitschrift für den Deutschunterricht. Seelze: Friedrich Verlag, S. 6-1 3.
Haas, Gerhard u.a. (2000): Handlungs-und produktionsorientierter
Literaturunterricht. In: Praxis Deutsch. Zeitschrift für den Deutschunterricht. Sonderheft. Seelze: Friedrich Verlag, S. 7-15.
Maras, Rainer u.a. (2003): Handbuch für die Unterrichtsgestaltung in der Grundschule. Planungshilfe. Strukturmodelle. Didaktische und methodische Grundlagen. Donauwörth.
Staatsministerium für Unterricht und Kultus (Hrsg.) (2000): Lehrplan für die Bayerische Grundschule. München.
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8. Anhang
Weihnachten in anderen Ländern
1. Aus welchem Land kommt dein Brief?
_______________________________________________ 2. Wer bringt den Kindern die Geschenke? _______________________________________________ 3. Wann bekommen die Kinder die Geschenke? _______________________________________________ 4. Was isst man in dem Land am liebsten zu dem Fest? ________________________________________________ 5. Wie heißt der Weihnachtsgruß in der Landessprache? ________________________________________________ 6. Welche Besonderheiten gibt es in diesem Land? ________________________________________________
Platz für die Zusatzaufgaben:
ITALIEN
Liebe Kinder der Klasse 3,
ich heiße Antonio und komme aus Rom, das ist die Hauptstadt von Italien. Ich möchte euch erzählen, wie ich in meiner Familie Weihnachten feiere. Am 24. Dezember stellen wir einen Weihnachtsbaum auf, schmücken ihn und stellen eine Weihnachtskrippe dazu. Den ganzen Tag essen wir nichts, wir fasten. Erst am Abend essen wir gemeinsam, meistens Fleisch. Am 25. Dezember feiern wir das Fest „Il Bambinello Gesu“ (das heißt Christkind).
Geschenke bekommen wir erst am 6. Januar. Sie werden von der lieben Hexe Befana gebracht, die auf einem Besen durch die Luft reitet und durch die Schornsteine klettert. Den braven Kindern bringt sie Geschenke, den Bösen Kindern bringt sie Kohle und Asche. Ich wünsche euch „Buon Natale!“ Euer Antonio
Zusatzaufgabe:
Male die Hexe Befana, wie sie auf dem Besen Geschenke verteilt! (auf dein Leporello)
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FRANKREICH
Liebe Kinder der Klasse 3,
ich heiße Yvonne und komme aus Paris, das ist die Hauptstadt von Frankreich. Ich möchte euch erzählen, wie ich in meiner Familie Weihnachten feiere. Am Weihnachtsabend, den 25. Dezember bringen meine Geschwister einen Holzklotz von einem fruchttragenden Baum ins Haus. Wir brennen ihn am Kamin an.
Mein Vater gießt ein Glas Wein darüber du spricht einen Segen. Dann essen wir Ente und Ganz am Weihnachtstisch.
Unter dem Baum liegen viele verschiedene Nussarten, die wir erst dann öffnen dürfen, wenn wir unsere Geschenke ausgepackt haben. Diese hat der Weihnachtsmann, Père Noel gebracht. Dann wünschen wir uns gegenseitig: „Joyeux Noel!“ Liebe Grüße, Yvonne
Zusatzaufgabe:
Strecke deine Hand vorsichtig in einen der beiden Fühlkisten! Was spürst du? Weißt du was darin liegt? Schreibe es auf dein Leporello!
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SPANIEN Liebe Kinder der Klasse 3,
ich heiße Carlos und komme aus Madrid, das ist die Hauptstadt von Spanien. Ich möchte euch erzählen, wie ich in meiner Familie Weihnachten feiere. Weil Spanien ein warmes Land ist, gibt es kaum Christbäume, nur die Reichen können sich welche kaufen.
Am 24.12. findet ein großes Familienessen statt, mit Fleisch, Fisch, Truthahn und jede Menge Nudeln. Das Christkind bringt uns dann die Geschenke. Ganz toll ist der Weihnachtsumzug. Dort gibt es viel Musik mit Gitarren und wir tanzen alle ganz fröhlich.
Wir Kinder verkleiden uns als Hirten und singen Hirtenlieder, bis es ein großes, buntes Feuerwerk gibt. „Feliz Navidad!“ euer Carlos!
Zusatzaufgabe:
Schüttele ganz vorsichtig die Döschen und halte sie an dein Ohr! Was hörst du? Weißt du was darin liegt?
Tipp: Tannennadeln, Watte, Gewürznelken, Tee, Rosinen Schreibe es auf dein Leporello!
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GRIECHENLAND
Liebe Kinder der Klasse 3,
ich heiße Maria und komme aus Athen, das ist die Hauptstadt von Griechenland. Ich möchte euch erzählen, wie ich in meiner Familie Weihnachten feiere. Am 24. Dezember gehen wir von Haus zu Haus und singen Weihnachtslieder bei den Nachbarn. Am Abend gibt es ein Festessen mit Feigen, Rosinen und viel Gemüse. Zum Nachtisch essen wir jede Menge Gebäck, das duftet so herrlich! Das Christkind bringt uns Geschenke und wir zünden ein Weihnachtsfeuer an. Wir wünschen uns in der Kirche „Kala Christougenna!“ Liebe Grüße, eure Maria
Zusatzaufgabe:
Öffne die Döschen und rieche vorsichtig daran! Was riechst du? Weißt du was darin liegt? Schreibe es auf dein Leporello!
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Schweden
Liebe Kinder der Klasse 3,
ich heiße Lara und komme aus Stockholm, das ist die Hauptstadt von Schweden. Ich möchte euch erzählen, wie ich in meiner Familie Weihnachten feiere. Am 13.Dezember wird das Lucia- Fest gefeiert. Weißgekleidete Mädchen ziehen am Vorabend des Luciatages mit einem grünen Kranz auf dem kopf und brennenden Kerzen von Haus zu Haus. Sie bringen licht, weil es in Schweden manchmal schon um 15 Uhr dunkel wird.
Am Morgen gibt es dann Geschenke der heiligen Lucia und leckere Safranbrötchen zum Frühstück. „Glad Jul!“ Eure Lara
Zusatzaufgabe:
Probiere wenn du möchtest von dem leckeren Safranbrot? Was schmeckst du heraus? Ist es nach deinem Geschmack? Schreibe es auf dein Leporello!
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RUSSLAND
Liebe Kinder der Klasse 3,
ich heiße Vladimir und komme aus Moskau, das ist die Hauptstadt von Russland. Ich möchte euch erzählen, wie ich in meiner Familie Weihnachten feiere. Bei uns sind die Weihnachtstage normale Arbeitstage, es gibt und passiert nichts Besonderes. Nur der Baum erinnert an Weihnachten, das wird allerdings nicht gefeiert.
Aber am 1. Januar wird der Baum geschmückt und wir feiern das neue Jahr, verkleiden uns, sagen Gedichte auf, singen und tanzen. Natürlich gibt es jede Menge zu essen, meistens Wurst und Fleisch.
In der Nacht zum 2. Januar bringen der russische Weihnachtsmann Väterchen Frost und Babuschka dann Geschenke. „Srozhedestwom Kristovym!“ euer Vladimir
Zusatzaufgabe:
Betrachte das Bild genau! Wer könnte das sein? Was hält er in der Hand? Welches Muster ist auf seinen Handschuhen? Schreibe es auf dein Leporello!
Toll, du hast richtig schnell gearbeitet!
Aber hast du auch alle Stationen richtig ausgefüllt und befolgt? Dann lese dir den Zeitungsartikel aufmerksam durch und löse das Kreuzworträtsel!
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Arbeit zitieren:
Andrea Schlafke, 2007, Unterrichtsstunde: Weihnachten in anderen Ländern, München, GRIN Verlag GmbH
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