Inhaltsverzeichnis
1 Analyse des Bedingungsfelds 2
1.1 Daten zur Schüler- und Klassensituation. 2
1.2 Analyse der Kompetenzen der Lehrkraft. 3
1.3 Analyse der Lehrer-Schüler-Situation 3
1.4 Analyse der sonstigen Rahmenbedingungen. 3
2 Didaktisch-methodische Konzeption 4
2.1 Analyse der curricularen Vorgaben. 4
2.2 Makrostruktur der Unterrichtseinheit 4
2.3 Analyse der Thematik. 4
2.4 Auswahl- und Reduktionsentscheidungen der Lerninhalte 6
2.5 Lernziele und angestrebte Kompetenzen. 7
2.6 Methodische Konzeption des geplanten Unterrichts 8
2.7 Geplanter chronologischer Unterrichtsverlauf 10
3 Literaturverzeichnis 12
4 Anhang 13
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1 Analyse des Bedingungsfelds
1.1 Daten zur Schüler- und Klassensituation
Bei der BR 73 handelt es sich um eine einjährige Berufsfachschulklasse - Wirtschaft - für Realschulabsolventinnen und Realschulabsolventen (Höhere Handelsschule). Die Klasse besteht aus zehn Schülerinnen und elf Schülern. Alle Schülerinnen und Schüler verfügen mindestens über den Sekundarabschluss I - Realschulabschluss-. Eine Schülerin besitzt bereits den Erweiterten Sekundarabschluss I. Die Lernenden sind zwischen 16 und 18 Jahre alt.
1.1 Analyse der vorhandenen Kompetenzen
Fachkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler der BR 73 haben bereits den Annahmeverzug als Störung der Auftragsabwicklung kennen gelernt. Der Annahmeverzug wurde am Beispiel des Modellunternehmens Calenberger GmbH thematisiert. Hier wurde aufgrund eines gültigen Vertrages die Ware geliefert, jedoch die Annahme durch den Kunden verweigert. Die Ware wurde auf dem Rückweg beschädigt. Die Schülerinnen und Schüler haben auf Grundlage von Informationen erkannt, dass sie auf Abnahme und vollständige Bezahlung der Ware bestehen sollten.
Im Hinblick auf das heutige Thema, haben einige Schülerinnen und Schüler bereits Erfahrungen aus Sicht einer in Zahlungsverzug geratenen Privatperson gesammelt. Es ist jedoch nicht anzunehmen, dass sie die grundlegenden Voraussetzungen sowie die resultierenden Rechte kennen. Es ist aber wohl anzunehmen, dass sie intuitiv richtige Aspekte nennen können.
Die schriftlichen Leistungen der Schülerinnen und Schüler sind befriedigend bis genügend. Der Notendurchschnitt der letzten Klausur lag bei 3,6 und war damit um 0,3 schlechter als bei der ersten Klausur. Dabei gab es zuletzt ein sehr breites Mittelfeld. Kamuran hat als einziger Schüler eine gute Leistung erzielt während Robert mit einer mangelhaften Note die schlechteste Leistung gezeigt hat. Robert gleicht diese Leistung jedoch durch eine befriedigende Beteiligung aus. Die mündliche Beteiligung am Unterricht ist mäßig und nur bei Martin D., Martin B., Mete, Eldan, Robert und Özlem zufrieden stellend. Eine sowohl qualitativ gute als auch quantitativ gute Beteiligung zeigt Kamuran. Vor allem die Schülerinnen sind sehr zurückhaltend. Marcel macht häufig durch seltsame Bemerkungen auf sich aufmerksam.
Methodenkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler haben im Rahmen ihrer Einführungstage zu Beginn des Schuljahres an einem Methodentraining teilgenommen. Dabei wurden u. a. Präsentationstechniken geübt. Bei den Präsentationen von Arbeitsergebnissen ist es jedoch immer wieder notwendig, sie auf Fehler hinzuweisen. Die Schülerinnen und Schüler haben in den vergangenen Unterrichtsstunden praxisorientierte und problemhaltige Arbeitsaufträge in Einzelarbeit, Partnerarbeit und Gruppenarbeit gelöst und diese anschließend im Klassenplenum präsentiert. Dabei wurden sie
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systematisch seit Schuljahresbeginn an die eigenständige Informationenerarbeitung aus dem Lehrbuch oder aus Informationstexten herangeführt. Die Schülerinnen und Schüler sind noch nicht damit vertraut, ihre Arbeitsschritte selbständig zu planen. Da sie mit der selbständigen Erschließung von Gesetzestexten nicht vertraut sind, ist anzunehmen, dass ihnen dies Schwierigkeiten bereiten wird. Dies werde ich für den geplanten Unterricht berücksichtigen.
Sozialkompetenz
Das Klassenklima kann ich aus meiner Sicht als gut bezeichnen. Es gibt Anzeichen für Abneigungen zwischen Franziska und Daniel N., die sie jedoch nicht offen zeigen. Alle Schülerinnen und Schüler sind offensichtlich in die Klassengemeinschaft integriert. Trotz zurückhaltender Beteiligung ist die Motivation der Schülerinnen und Schüler zufrieden stellend. Dies führe ich auf die praxisnahe Konzeption der Unterrichtseinheit zurück. Arbeitsaufträge werden von allen befriedigend ausgeführt, wobei es zum Ende der Stunden meist etwas unruhiger wird und die Schülerinnen und Schüler ermahnt werden müssen. Da die Konzentrationsfähigkeit der gesamten Lerngruppe eher als gering einzuschätzen ist, sollten Informationstexte nicht zu lang sein.
1.2 Analyse der Kompetenzen der Lehrkraft
Ich unterrichte das Lernfeld 3 „Leistungen kundenorientiert anbieten und erbringen“ zum ersten Mal. Mit der Problematik der „Nicht-Rechtzeitig-Zahlung“ wurde ich im Rahmen meiner beruflichen Tätigkeit konfrontiert. Hier habe ich Erfahrungen im Bereich kaufmännisches und gerichtliches Mahnverfahren gesammelt. Ich habe Erinnerungsschreiben an säumige Kunden verfasst und Anträge auf Erlass eines gerichtlichen Mahnverfahrens gestellt.
1.3 Analyse der Lehrer-Schüler-Situation
Die Klasse BR 73 unterrichte ich seit Beginn des Schuljahres im Rahmen meines Ausbildungsunterrichts eine Doppelstunde pro Woche. Ich werde dabei von Frau Jünemann als Ausbildungslehrerin betreut. Ich fühle mich von den Schülerinnen und Schülern als Lehrkraft persönlich und fachlich akzeptiert und empfinde die Zusammenarbeit insgesamt als gut und angenehm.
1.4 Analyse der sonstigen Rahmenbedingungen
Der Unterricht im Lernfeld 3 umfasst drei Unterrichtsstunden wöchentlich. Ich unterrichte die Klasse davon jedoch nur zwei Stunden wöchentlich. Dies erfordert eine genaue Absprache zwischen mir und der Klassenlehrerin. Eine Aufteilung der Makrosequenz ist nicht angebracht, da diese prozessorientiert entwickelt wurde. Der Unterrichtsbesuch findet strategisch zu einem ungünstigen Zeitpunkt statt. Zum einen hat die Klasse in der letzten Stunde vor den Ferien eine Klausur geschrieben, zum anderen ist dies meine erste Stunde nach den Ferien in der Klasse. Wegen des Unterrichtsbesuchs wird darauf verzichtet, die Klausur zurückzugeben. Es ist anzunehmen, dass den Schülerinnen und Schülern die Inhalte der letzten Stunden nicht mehr präsent sind, so dass ich in einer kurzen Wiederholungsphase darauf eingehen werde.
3
2 Didaktisch-methodische Konzeption
2.1 Analyse der curricularen Vorgaben
Grundlage für die Planung des Unterrichts bilden die vom Niedersächsischen Kultusministerium herausgegebenen Rahmenrichtlinien für die fachrichtungsbezogenen Fächer in der einjährigen Berufsfachschule - Wirtschaft - für Realschulabsolventinnen und Realschulabsolventen (Höhere Handelsschule), Stand April 2005, sowie der schulinterne Arbeitsplan.
Als zeitlicher Rahmen sind 80 Unterrichtsstunden für das Lernfeld 3 „Leistungen kundenorientiert anbieten und erbringen“ vorgesehen. Die Schülerinnen und Schüler sollen Störungen im Absatzprozess bearbeiten und die daraus resultierenden Folgen nennen können. Bei der Entwicklung der Lösungen für die Kaufvertragsstörungen, wie z.B. die verspätete Zahlung, sind die rechtlichen Regeln unter Berücksichtigung der Kundenorientierung zu beachten 1 .
Auf Grundlage der curricularen Vorgaben hat die Fachgruppe der BBS 11 für das genannte Lernfeld aktuell zwei Makrosequenzen sowie Unterrichtmaterialien entwickelt. Die erste Makrosequenz umfasste 20 Unterrichtsstunden. Darin wurden die rechtlichen Grundlagen des Vertragsrechts behandelt. Die Entwicklung der zweiten Makrosequenz ist noch nicht abgeschlossen. Sie wird etwa 30 Unterrichtsstunden umfassen. In dieser aktuellen Makrosequenz steht der Prozess der Kundenauftragsbearbeitung im Mittelpunkt. Dazu gehört auch die Bearbeitung der möglichen Störungen Annahme- und Zahlungsverzug.
2.2 Makrostruktur der Unterrichtseinheit
Die Makrostruktur wurde in einer Tabelle dargestellt und ist dem Anhang zu entnehmen 2 . Grundlage der geplanten Makrostruktur ist der Prozess der Kundenauftragsbearbeitung. Schwerpunkte sind dabei die Bearbeitung der Kundenanfrage, das Erstellen von Angeboten, die Bearbeitung der Bestellung, der Kaufvertrag als Verpflichtungsgeschäft, die Abwicklung des Kaufvertrages mit der Erstellung der Rechnung und der Versendung der Ware. Daran knüpfen die Störungen Annahme-und Zahlungsverzug an.
Die Inhalte des Lernfeldes „Leistungen kundenorientiert anbieten und erbringen“, wurden anhand des Modellunternehmens Calenberger GmbH erarbeitet. Die Calenberger GmbH wurde auch in die aktuelle Makrosequenz einbezogen.
2.3 Analyse der Thematik
Die Inhalte der geplanten Unterrichtsstunde „Nicht-Rechtzeitig-Zahlung“ weisen unterschiedliche Verflechtungen auf, die im Folgenden kurz dargestellt werden.
1 Vgl. Niedersächsisches Kultusministerium (2005), S. 16.
2 Vgl. Anhang 1: Makrostruktur
4
Die juristische Dimension bildet den Schwerpunkt der thematischen Analyse und wird im Folgenden stichwortartig skizziert 3 :
Die Nicht-Rechtzeitig-Zahlung zählt zu den Pflichtverletzungen im Erfüllungsgeschäft und ist im BGB sowie im HGB geregelt.
Auf Grundlage des § 433 II ist der Käufer verpflichtet, dem Verkäufer den vereinbarten Kaufpreis zu zahlen.
Die Zahlung hat sofort, spätestens zu einem bestimmten Termin oder einem bestimmbaren Termin zu erfolgen (§ 271 BGB).
Voraussetzungen für das Eintreten der Nicht-Rechtzeitig-Zahlung ist die Fälligkeit der Zahlung, eine verspätete bzw. unvollständige Zahlung sowie das Verschulden des Käufers (§§ 271, 276, 286 I BGB)
Der Schuldner gerät nach dem Eintritt der Fälligkeit in Verzug oder wenn der Käufer durch den Verkäufer gemahnt wurde. Eine Mahnung ist entbehrlich, wenn die Leistungszeit kalendermäßig bestimmt oder bestimmbar ist, der Schuldner die Leistung verweigert oder besondere Gründe vorliegen (§ 286 BGB).
Die Rechte des Gläubigers auf Schadensersatz neben/statt der Leistung, Ersatz des Verzugsschadens, Verzugszinsen und Rücktritt vom Vertrag bestimmen sich nach den §§ 280, 281, 288, 323, 325, 346, 349 BGB und §§ 353, 376 HGB. Die betriebswirtschaftliche Dimension:
Auf eine Nicht-Rechtzeitig-Zahlung erfolgen in der Praxis im Rahmen des kaufmännischen Mahnverfahrens eine Zahlungserinnerung und bis zu drei schriftliche Mahnungen. Damit ergibt sich auch die Verbindung zum kaufmännischen Schriftverkehr.
Ein Unternehmen ist darauf angewiesen, dass Forderungen rechtzeitig beglichen werden. Das Ausbleiben der Zahlungen führen zur Verringerung der finanziellen Mittel. Dies kann zur Folge haben, dass kurzfristige Bankkredite in Anspruch genommen werden müssen. Zudem wird die eigene Ausnutzung von Skonto beim Begleichen von Verbindlichkeiten erschwert. Im schlimmsten Fall gerät das Unternehmen selbst in Zahlungsschwierigkeiten. Die volkswirtschaftliche Dimension:
Die Bedeutung ist an dieser Stelle nicht unerheblich, da im Schnitt in Deutschland über 30 Prozent der Rechnungen nicht pünktlich beglichen werden. 4 Nicht - Rechtzeitige -Zahlungen oder das Ausbleiben von Zahlungen können sich auf die Kalkulation von Verkaufspreisen und Einkaufspreisen in Form von Wagniszuschlägen auswirken. Eine Verteuerung der Preise hätte wiederum Einfluss auf die Inflation. Die Berücksichtigung der Inflationsrate in Lohnverhandlungen wiederum kann durch die Lohn-Preis-Spirale den inflationären Prozess verstärken. Dies wiederum hat Einfluss auf die Finanzmärkte.
3 Vgl. BGB (2005) und HGB (2007)
4 Vgl. dnbgermany.de, Stand 04.01.2008
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Die rechnerische und buchhalterische Dimension:
In der Buchhaltung werden sowohl Güter- als auch Geldströme erfasst. Der erbrachten Leistung steht eine offene Forderung gegenüber. Bleibt der Zahlungseingang ungewiss oder tritt sogar ein endgültiger Forderungsausfall ein, ist dies buchhalterisch durch Abschreibung der Forderung oder Einzelwertberichtigung zu erfassen. Dabei kann die bereits gezahlte Umsatzsteuer erst berichtigt werden, wenn die Forderung tatsächlich ausfällt. Umgekehrt muss die Zahlung einer abgeschrieben Forderung ebenso erfasst werden. Hierbei besteht auch eine Beziehung zur Prozentrechnung und zur Zinsrechnung. Die ethische Dimension:
Gegenseitiges Vertrauen bildet die Grundlage menschlichen Zusammenlebens und ist somit auch eine wichtige Geschäftsgrundlage. Wenn Leistung und Gegenleistung zeitlich nicht zusammenfallen, so muss sich der Gläubiger der Leistung darauf verlassen können, dass der Schuldner die Leistung bis zum vereinbarten Termin erbringt. Wird dieses Vertrauen gestört, wird der Gläubiger sich gegen eine zukünftige Geschäftsbeziehung entscheiden. Für die Schülerinnen und Schüler hat die Thematik neben der beruflichen auch eine subjektive Bedeutsamkeit. Die Nicht-Rechtzeitig-Zahlung ist eine der häufigsten Kaufvertragsstörungen. Statistisch gesehen ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass nahezu jeder beabsichtigt oder unbeabsichtigt in Zahlungsverzug gerät.
Der Thematik ist auf Grund ihrer vielfältigen Verflechtung ein hoher Komplexitäts- und Schwierigkeitsgrad zuzuordnen.
2.4 Auswahl- und Reduktionsentscheidungen der Lerninhalte
Aufgrund des hohen Komplexitäts- und Schwierigkeitsgrades der Thematik „Nicht-Rechtzeitig-Zahlung“, ist entsprechend RHEINHARDS der Komplexitätsgrad durch die horizontale Reduktion dem Wissens- bzw. Könnensstand der Lernenden anzupassen. Dabei wird der Lerngegenstand auf ein typisches repräsentatives Beispiel zurückgeführt, das die Schülerinnen und Schüler weder übernoch unterfordert 5 .
Ben Schirmer ist kaufmännischer Auszubildender in der Calenberger GmbH und etwa im gleichen Alter wie die Schülerinnen und Schüler. Genau wie Ben streben sie eine kaufmännische Berufsausbildung an. Die Nicht-Rechtzeitig-Zahlung ist einer der Kaufvertragsstörungen, die häufig im Geschäftsleben auftritt. Es ist also sehr wahrscheinlich, dass die Schülerinnen und Schüler damit konfrontiert werden. Für die zu behandelnde Kaufvertragsstörung wurde daher eine für betriebswirtschaftliche Unternehmen typische Situation ausgewählt. Den zugrunde liegenden Geschäftsprozess kennen die Schülerinnen und Schüler, da sie ihn ausgehend von den Anfragen verschiedener Kunden bis hin zum Verfassen der als Beispiel vorliegenden Rechnung selbst bearbeitet haben.
5 Mathes (2006), S. 45.
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Im Rahmen der vertikalen Reduktion soll die Komplexität des Lerngegenstandes vereinfacht werden. Deshalb erarbeiten sich Schülerinnen und Schüler die Grundlagen wie Voraussetzungen und Eintritt des Zahlungsverzugs aus dem Lehrbuch. Die Erarbeitung mithilfe von Gesetzestexten würde die Lerngruppe überfordern. Die aus einem Zahlungsverzug resultierenden Rechte werden sie mithilfe von ausgewählten und von mir gekürzten Gesetzestexte erarbeiten. Dazu erhalten sie eine Auswahl typischer Situationen bei denen die Anwendung von nur einem Recht sinnvoll erscheint. Zudem erhalten sie auf dem Arbeitsblatt einen Hinweis mit den relevanten Paragraphen. Ziel ist es, dass sie die verschiedenen rechtlichen Möglichkeiten in Ansätzen kennen. In der Praxis werden diese jedoch selten sofort ausgenutzt. Vielmehr wird aus Gründen der Kundenorientierung ein höfliches Erinnerungsschreiben im Rahmen des kaufmännischen Mahnverfahrens verfasst und dem Kunden zugesandt. Hier findet die betriebswirtschaftliche Dimension Berücksichtigung. Die Lernenden sollen ein Schreiben formulieren, welches den säumigen Kunden an die Zahlungsverpflichtung erinnert. Die buchhalterische Dimension der Thematik wird im Lernfeld 5 „Geschäftsfälle kontieren, buchen und kostenrechnerisch zuordnen und auswerten“ erfasst und hier nicht berücksichtigt. Die mathematische Dimension findet ebenfall ihre Berücksichtigung, da für einen Fall die Verzugszinsen zu berechnen sind.
2.5 Lernziele und angestrebte Kompetenzen
Stundenziel: Die Schülerinnen und Schüler erweitern ihre fachliche Handlungskompetenz, indem
Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler…
FK 1: … unterscheiden den Zeitpunkt der Fälligkeit der Zahlung und den Zeitpunkt des Zahlungsverzuges, indem sie beides auf verschiedene Zahlungsbedingungen anwenden und
FK 2: … nennen die Rechte, die ein Gläubiger grundsätzlich bei einem in Zahlungsverzug geratenen Kunden geltend machen kann.
FK 3: ... ordnen die aus dem Zahlungsverzug resultierenden Rechte den vorliegenden Situationen unter Zuhilfenahme der entsprechenden Paragraphen zu.
FK 4: … begründen, warum für den vorliegenden Fall keine Fristsetzung notwendig ist. FK 5: … berechnen die Verzugszinsen für die Beispielsituation mithilfe des vorgegebnen Paragraphen und wenden dabei die Zinsformel an.
FK 6: … beurteilen die Anwendung der Rechtsfolgen des Zahlungsverzugs kritisch und nennen gängige Alternativen aus der Praxis.
7
Arbeit zitieren:
Dipl. Handelslehrerin Jacqueline Weiler, 2008, Die 'Nicht – Rechtzeitig – Zahlung': Anwendung auf eine Fallsituation im Modellunternehmen Calenberger GmbH , München, GRIN Verlag GmbH
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