Inhaltsverzeichnis
Einleitung 2
1 Definition Assessment 2
1.1 Die Bedeutung des Assessment im Regelkreislauf 2
2 Fallbeispiel 4
2.1 Zielsetzung und konkrete Durchführung des Assessment am Fallbeispiel 4
3 Hilfsmittel, Kenntnisse und Kompetenzen des Case Managers 5
3.1 PIE-System als Mittel zur psychosozialen Diagnostik 5
3.2 Kenntnisse und Kompetenzen 7
4. Methodische und praktische Herausforderungen 9
Literaturverzeichnis 10
1
Einleitung
Case Management ist eine Methode innerhalb von Sozial- und Gesundheitsdiensten, mit der im Einzelfall die notwendige Unterstützung, Behandlung und Versorgung von Klienten möglichst effektiv und effizient und in einem Versorgungszusammenhang (continuum of care) organisiert und durchgeführt wird. Zur Ablauforganisation des Case Managements gehören diverse Phasen und Schritte, die in ihrer Summe, den Case-Management-Regelkreislauf bilden. Nachdem in der ersten Phase des Regelkreislaufs, der Identifikation bzw. dem Intake, geprüft wurde, ob das vorhandene Klientel für ein individuelles Case Management geeignet ist, folgt daraufhin die zweite Stufe des Regelkreislaufs: Das Assessment bzw. die Bedarfserhebung. (vgl. Stimmer, 2000, S. 117 f.)
1 Definition Assessment
Assessment leitet sich aus dem englischen Begriff „to assess“ ab, welcher den Vorgang einer präzisen Beurteilung und Bewertung einer Sachlage bezeichnet. Assessment im Case Management bedeutet eine möglichst gründliche Erfassung und Erhebung der sozialen Situation einer Person bzw. Familie. (vgl. Wendt, 2001, S. 108) Es ist ein systematischer, ausführlicher Vorgang, in dem die objektiven Versorgungsschwierigkeiten, die individuellen Versorgungsbedürfnisse und die vorhandenen Ressourcen des Klientels berücksichtig werden. Das Ermitteln von Daten bzgl. Fragen zu aktuellen sozialen Rolle, zur vorhandenen Lebenswelt, zum sozialökonomischen Status sowie zu kulturellen wie auch religiösen Präferenzen vervollständigen die Erhebung des Gesamtbildes. (vgl. Lebow / Kane 1992, Hare / Clark 1992, Witkin / Altschuld 1996, Schaeffer 2000 zit. n. Ewers, 2005, S. 75 f.) Die Ressourcenanalyse ist aus sozialarbeiterischer Sicht von besonderer Bedeutung, impliziert sie doch zwei sozialarbeiterische Postulate, zum einen, dort anzufangen, wo der Klient steht, und zum zweiten das Prinzip, die Stärken des Klienten zu fokussieren. (vgl. Haye / Kleve, 2006, S.110)
1.1 Die Bedeutung des Assessment im Regelkreislauf
Das Assessment ist von zentraler Wichtigkeit für das Gelingen von Case Management. Es bildet die Grundlage und ist die entsprechende Vorraussetzung für das erfolgreiche Gestalten eines Versorgungsplanes für den Klienten. Eine gute, umfassende Erhebung trägt dafür Sorge, dass ein Versorgungsplan individuell, bedarfsorientiert und angemes-
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sen entwickelt werden kann. Möglichst alle Beteiligten sollten zur Gesamtschau beitragen. Dabei ist es u. a. die Aufgabe des Case Managers die Informationen entsprechend zu organisieren, zu sammeln, zu koordinieren und zu dokumentieren. (vgl. NASW 1992 zit. n. Ewers, 2005, S. 75) Der festgestellte Bedarf bestimmt in der nächsten Stufe des Regelkreislaufes, der Entwicklung eines Versorgungsplanes, die Ziele die gemeinsam entwickelt werden, sowie die Mittel und Wege, wie diese Ziele konkret erreicht werden können. Dabei sind die im Assessment erhobenen Informationen von leitender Bedeutung. Maßnahmen, welche entscheidende Faktoren im Leben des Klienten nicht berücksichtigen, bleiben unwirksam bzw. erzeugen unnötig Widerstand. (vgl. Wendt, 2001, S. 118 f.) Nachdem der Versorgungsplan mit dem Klienten zusammen fertig gestellt wurde, ist es nun die Aufgabe des Case Managers innerhalb der vierten Stufe des Regelkreislaufes, der Implementierung des Versorgungsplanes, das Leistungsgeschehen zu koordinieren und mit den entsprechenden Leistungsanbietern in Verhandlung zu treten. (vgl. Quinn 1993, Payne, Grundböck 2000, zit. n. Ewers, 2005, S.77) Das Assessment ist kontinuierlich und muss auf veränderte Situationen bzw. Bedarfslagen reagieren und somit ständig erneuert und aktualisiert werden. In der fünften Stufe des Regelkreislaufes, dem Monitoring und Re-Assessment, wird der Versorgungsverlauf überwacht. Inhalt des Re-Assessments sind dabei der Klientenstatus sowie der Interventionsplan. (vgl. NASW, 1992 zit. n. Ewers, 2005, S.77 f.) Der Regelkreislauf des Case Managements endet mit der letzten Phase, der Evaluation. Hierbei wird erneut eine Situationserhebung durchgeführt und die Ergebnisse mit dem Ausgangsassessment abgeglichen und das Erreichen der vereinbarten Ziele überprüft. Diesen Vorgang nennt man Effektivitätsüberprüfung. Des Weiteren findet eine Effizienzkontrolle, die Bilanzierung des Verhältnisses von Aufwand und Nutzen, statt. (vgl. Haye / Kleve, 2006, S. 122 f.)
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Michael Supp, 2008, Assessment im Case Management, Munich, GRIN Publishing GmbH
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