I
Inhaltsverzeichnis
INHALTSVERZEICHNIS....................................................................................................................... I
ABBILDUNGSVERZEICHNIS II
SYMBOLVERZEICHNIS III
1. EINLEITUNG 1
2. GARY S. BECKER. 2
3. KRIMINALITÄT. 4
3.1 KOSTEN DER KRIMINALITÄT. 4
3.2 DAS MODELL. 5
3.2.1 Kriminalitätskosten. 5
3.2.2 Angebotsfunktion der Verbrecher 6
3.2.3 Kosten für Verfolgung und Verurteilung. 7
3.3 OPTIMALITÄTSBEDINGUNGEN. 7
4. BESTRAFUNG. 11
4.1 DER PREIS FÜR VERBRECHEN 11
4.2 OPTIMALITÄTSBEDINGUNGEN. 12
4.3 ARGUMENTE FÜR UND GEGEN GELDSTRAFEN 13
5. ANWENDUNGEN 15
6. FAZIT. 17
LITERATURVERZEICHNIS 19
II
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Gleichgewicht, Seite 8.
Abb 1: Gleichgewicht, Quelle: Becker (1968)
III
Symbolverzeichnis
H = Schaden
G = Profite O = Verstöße D = Nettoschaden j = Index für Individuen p = Verurteilungswahrscheinlichkeit f = Höhe bzw. Härte der Strafe u = Restvariable für übrige Einflüsse C = Kosten A = Aktivität der Staatsmacht m = Personal r = übrige Ressourcen c = Kapital
b = Koeffizient, der f zu f’ überführt L = Wohlfahrtsfunktion ε = Elastizität Ô = optimale Anzahl von Straftaten V = monetärer Wert marginaler Strafen p opt = optimale Verurteilungswahrscheinlichkeit
1
1. Einleitung
Ziel dieser Arbeit ist die Darlegung, Erörterung und Präsentation der Intention und Vorgehensweise von Gary Stanley Becker in seinem 1968 erschienenen Aufsatz: Crime and Punishment: An Economic Approach.
Um die Zusammenhänge von verhaltenstheoretischen Annahmen und der traditionellen Ökonomie besser greifbar zu machen, wird zunächst das Leben und Werk des Nobelpreisträgers Gary S. Becker beleuchtet. Daraus resultierend ist das Vorgehen, die Kriminalität in ökonomischen Modellen zu beschreiben, sehr gut verständlich. Das von Becker entwickelte Modell kann als der ökonomische Ansatz, Kriminalität und Bestrafung zu erklären, gesehen werden und wird im folgenden Abschnitt genauer betrachtet. Zunächst werden das Grundmodell vorgestellt und die nötigen Annahmen und Bedingungen erläutert. Darauf aufbauend werden die modelltheoretischen Optimalitätsbedingungen dargelegt.
Im nächsten Abschnitt wird die Wirkung von Geldbußen als Bestrafung diskutiert. Hier wird zunächst auf die Wohlfahrtstheorie und das Anpassen von Preisen bzw. Preismechanismen an die Kriminalität eingegangen und auf diesen Annahmen gültige Optimalitätsbedingung aufgestellt. Aus diesen Überlegungen werden verschiedenste Argumente für und gegen Geldstrafen dargelegt.
Anschließend wird das theoretische Modell auf seine Anwendungspotentiale hin überprüft. Hier werden einige alternative Einsatzmöglichkeiten von Beckers Theorie aufgezeigt, darüber hinaus wird die Anwendung in einen aktuellen Bezug gestellt. Abschließend werden die Ergebnisse resümiert und einer kritischen Würdigung unterzogen.
2
2. Gary S. Becker
In diesem Abschnitt wird ein grober biografischer Abriss des Lebens von Gary S. Becker gegeben, um darauf aufbauend die Intention, sich mit der ökonomischen Herangehensweise an sozialpolitische Fragestellungen im Allgemeinen und dem Verfassen dieses Aufsatzes um die Kriminalität wirtschaftswissenschaftlich zu beleuchten im Speziellen, besser verstehen zu können. Diese alternative Erklärung von gesellschaftlichen Fragestellungen mit Hilfe ökonomischer Ansätze, Theorien und Formeln, führte indes auch dazu, dass Becker 1992 den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften in Stockholm entgegennehmen durfte. Gary S. Becker wurde am 2. Dezember 1930 in Pottsville, Pennsylvania geboren. Nach der Schule studierte er zunächst in Princeton Wirtschaftswissenschaften und ging nach erfolgreichem Abschluss an die Universität Chicago. Dort traf er auf Milton Friedman, der sein Interesse für die Mikroökonomik beflügelte. Seine Dissertation 1955 hatte die Diskriminierung von Minderheiten und deren Auswirkung auf ökonomische Größen, wie Löhne und Preise, zum Inhalt. Diese Arbeit zeichnet deutlich den Weg vor, den Becker eingeschlagen hat, nämlich die Verquickung gesellschaftspolitischer Fragen mit wirtschaftswissenschaftlichen Antworten. Auf diesem Feld trieb Becker die Forschung maßgeblich voran und veröffentlichte zahlreiche Aufsätze zu Themen wie zum Beispiel Humankapitalbildung, Theorie der Allokation der Zeit oder auch Theorien zur Entstehung, Auflösung und Zusammensetzung von Familien. Den Einfall, Kriminalität und Bestrafung ökonomisch zu betrachten, hatte Becker dem Umstand zu verdanken, dass man in den USA genau wie in Deutschland nicht überall ungestraft sein Auto parken darf. Als Becker vor der Wahl stand, sein Auto regelkonform im Parkhaus abzustellen und dafür zu zahlen und einen längeren Fußweg zu haben oder es regelwidrig am Straßenrand zu parken, auf die Gefahr hin, einen Strafzettel zu bekommen, machte er sich folgende Gedanken: „I calculated the likelihood of getting a ticket, the size of the penalty, and the cost of putting the car in a lot. I decided it paid to take the risk and park on the street. (I did not get a ticket.)“ 1 Dass diese Überlegungen nach wirtschaftswissenschaftlichen Überlegungen jeder potentielle Straftäter anstellen müsste, führte zu der Entstehung des hier zu behandelnden Werks „Crime and Punishment: An Economic Approach“.
1 Becker, (1992), S. 41.
Arbeit zitieren:
Sebastian Schuster, 2008, Kritische Betrachtung von Gary S. Beckers "Crime and Punishment: An Economic Approach", München, GRIN Verlag GmbH
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