Hochschule Bremen, Fachbereich 6
Vorwort
Die folgende Hausarbeit wird im Rahmen des Wochenendseminars Personalführung I am 06.-07.10.2007 in der Leitung von verfasst. Sie ist die Grundlage der Benotung für das Studienfach „Personalführung I“.
Die Arbeit soll 15 DIN A4 Seiten umfassen und handelt vom Thema „Ursache und Wirkung von Stress“.
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Inhaltsverzeichnis
1.0 Einleitung 4
2.0 Phänomen „Stress“ 5-7
2.1 Stress im Bereich „alltägliches Arbeitsumfeld“ 7-10
2.2 Kritische Bereiche im maritimen Umfeld „Bordalltag“ 10
3.0 Stressbewältigungsstrategien 10-11
3.1 Stress als Herausforderung des Führungspersonals 12-13
4.0 Burnout 13-14
5.0 Schlusswort. 14
Literaturverzeichnis 15
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1.0 Einleitung
Stress ist ein Alltagsbegriff geworden, man kann sich heute kaum mehr von ihm lösen. Die Anforderungen innerhalb der Familie wie im Berufsleben sind hoch, manchmal zu hoch. Stressbewältigungsstrategien gibt es reichlich, sie helfen uns, ob angeboren oder gelernt, mit Stress umzugehen (vgl. Kapitel 3.0).
Es kommen aber auch Situationen vor, die unsere Belastungsgrenze übersteigen, dann wird der Stress in Form von Befindlichkeitsstörungen sichtbar (vgl. Kapitel 3.0). Was ist nun Stress?
Allgemeingültig erscheint die Definition, dass Stressoren auf einen Organismus einwirken und in diesem eine Reaktion hervorrufen, die Stress heißt (vgl. Kapitel 2.0). Selye forschte auf diesem Gebiet und entwarf sein Stressmodell (Abb. 1, S.6), jedoch erläuterte er ausschließlich physiologische Zusammenhänge und bezog den Menschen als „denkendes, reflektives Wesen“ nicht mit ein.
Lazarus Modell der Stressreaktion erscheint vielschichtiger und besser übertragbar auf den alltäglichen Umgang mit Stresssituationen. Er prägt den Begriff „transaktionales Erklärungsmodell“ (vgl. Kapitel 2.1).
Das Berufsleben steht in direktem Zusammenhang mit Anforderung und Leistungserbringung, in ihm lassen sich Stressfaktoren gut untersuchen (vgl. Kapitel 2.1). In der Betrachtung der im Beruf auftretenden allgemeinen Stressfaktoren vermag man leicht, auch für das persönliche Berufsfeld „Seefahrt“ eine Bewertung über die Anzahl der „kritischen Bereiche“ vorzunehmen (vgl. Kapitel 2.2). Doch ist Stress nicht ausschließlich der Seefahrt vorbehalten.
Stress ist ein allgemeines Problem, er mindert Leistungsfähigkeit, schafft Unzufriedenheit, steuert zur Bildung von Krankheiten bei, das „Burnout- Syndrom“ ist hier das Stichwort (vgl. Kapitel 4.0).
Um dies zu vermeiden, haben Stressforscher einen Beitrag zum Thema „Personalpflege“ geleistet. Stressvermeidungsstrategien am Arbeitsplatz dienen nicht nur dem Mitarbeiter, sondern dem ganzen Betrieb.
Der Mensch ist nicht ausschließlich eine Ressource, er ist für die Produktivität eines Unternehmens mit verantwortlich (vgl. Kapitel 3.1).
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2.0 Phänomen „Stress“
Der Begriff „Stress“ stammt ursprünglich aus dem technischen Bereich. Man beschrieb eine Kraft, die auf ein Objekt einwirkt und in diesem eine vorübergehende oder verbleibende Veränderung bewirkt (Lazarus 1967).
Auf die Physiologie übertragen wird der Begriff durch Cannon (1915) und später von Selye in seinem biologisch orientiertem Stresskonzept (Selye 1946, 1950) aufgenommen. Nach Selye bezeichnet Stress die natürliche unspezifische (adaptiv- protektive) Reaktion des lebenden Organismus auf verschiedene äußere und innere Reize, sowie körperliche wie seelische Belastungen, die zu einer Störung des dynamischen Gleichgewichtes, der physiologischen, biochemischen sowie psychologischen Prozesse führen. Eine neuere Definition nach Zimbardo besagt: „Streß ist ein Muster spezifischer und unspezifischer Reaktionen eines Organismus auf Reizereignisse, die sein Gleichgewicht stören und seine Fähigkeiten zur Bewältigung strapazieren oder überschreiten. Diese Reizereignisse umfassen eine ganze Bandbreite externer und interner Bedingungen, die allesamt als Stressoren bezeichnet werden.
Ein Stressor ist ein Reizereignis, das vom Organismus eine adaptive Reaktion verlangt“ (Zimbardo 1995).
Selye wie Zimbardo arbeiten mit dem Adjektiv „adaptiv“, „sich anpassend“ (Bertelsmann Duden 1996) im Zusammenhang mit dem Organismus.
Die Reize, die auf den Organismus einwirken, werden mit „Stressoren“ benannt. Beide Wissenschaftler halten fest, dass es stets in der Betrachtung des Komplexes „Stress“ einerseits eine einflussnehmende Größe gibt, die Stressoren und der reagierende lebendige Organismus andererseits.
Selye (1950) betrachtet den lebendigen Organismus im Zustand der Anspannung, „Stresszustand“ und registriert, dass die geistige Aufmerksamkeit, die Muskelarbeit sowie eine Vielzahl andere Verhaltensweisen des Körpers in erhöhte Aktivität versetzt sind. Selye besagt, dass solange die Schwere der Stressoren sich innerhalb der Stresstoleranz des Individuums hält,, kann sich der Organismus der Situation anpassen und auch länger ertragen. Je mehr jedoch der Stress die individuelle Stresstoleranz überschreitet, desto kürzer wird die Zeit bis zur Erschöpfung des Organismus sein.
Arbeit zitieren:
Julia Knopp, 2008, Ursache und Wirkung von Stress, München, GRIN Verlag GmbH
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