Inhalt
1. Einführung. 3
2. Was ist eigentlich Schule und welchen Zweck erfüllt sie? 3
3. Was bedeutet Schultheorie und was soll sie bezwecken? 5
4. Überforderung der Schule bzw. der Schüler 6
5. Schlusswort 11
6. Literaturverzeichnis. 12
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1. Einführung
Schon lange befasst sich die Gesellschaft mit der Ausbildung ihrer Jugend, mit Schule, Erziehung und Weiterbildung, entsprechend dem jeweiligen Kulturkreis. Es wurden auch in historischen Zeiten immer wieder, zum Teil schultheoretische Überlegungen angestellt und Erkenntnisse gesammelt und niedergeschrieben, aber es gab bis etwa 1973 keine besonders ermutigenden Beiträge zur Klärung des Begriffes der Theorie der Schule, so dass W. Kramp zu dem Schluss kam, Theorie der Schule sei nur „Ausdruck unerfüllbarer Wunschvorstellungen und daher konsequenterweise aus dem Katalog pädagogischer Grundbegriffe zu streichen“ (Kramp, 1973, S. 76).
Theorie der Schule erschöpfte sich zu dieser Zeit in Beschreibungen, Beobachtungen, Analysen und Erfahrungen. Seit Mitte der 70er Jahre gab und gibt es immer wieder Veröffentlichungen, die sich explizit als „Theorie der Schule“ bezeichnen und sich zum Teil auch kritisch mit der schultheoretischen Diskussion befassen. Daher meint auch Kemper 1983, dass es sinnvoll sei, einen Theorieanspruch weiter aufrecht zu erhalten und zur Diskussion zu stellen.
1980 kann man nach Apel als gewissen Abschluss schultheoretischer Diskussionen sehen, die etwa von 1800-1980 dauerten, was letztlich zur heutigen Erkenntnis einer Theorie der Schule führte, die aber auch weiterhin bereit ist für Neuerungen und sich auf gesellschaftliche Veränderungen einzustellen vermag (vgl Apel, 1995, S. 42).
2. Was ist eigentlich Schule und welchen Zweck erfüllt sie?
Schule ist eine gesellschaftliche Institution, ein Ort der Erziehung und Bildung, der auf das Berufsleben bzw. das spätere Leben in der Gemeinschaft vorbereitet. Der Name Schule kommt ursprünglich aus dem Lateinischen, „schola“: Muße (Verzicht auf körperliche Arbeit). Ursprünglich war die Schule ein Ort, an dem etwas gelehrt wurde. Früher einmal war oft die Intention zu erkennen, das Wesen der Schule als etwas pädagogisch Eigenständiges auszuweisen, dass man gegen die Gesellschaft verteidigen müsse. Etwa im 17. Jahrhundert wurde die Schule als Ort der Belehrung und Erziehung entdeckt, auch Schulordnungen wurden erlassen. Schon Kant wies auf die Wichtigkeit der Schule (Erziehung
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und Bildung) in seinen pädagogischen Vorlesungen hin: „Der Mensch wird zum Menschen erst durch Erziehung“ (vgl. Apel, 1995, S.44). Im 18.Jahrhundert beginnt allmählich die moderne Sicht der Schule. Nach Reichwein geht es nicht allein um die pädagogische Arbeit, sondern er betrachtet die Schule schon im Zusammenhang mit dem Kulturganzen (vgl. Reichwein in Tillmann, 1993).
Zedler definiert Schule in seinem Universallexikon 1743 wie folgt: Schule ist „eine zur Erlernung guter und nützlicher Wissenschaften von der hohen Obrigkeit angerichtete Gesellschaft; oder aber der Ort, da die Jugend in nötigen Wissenschaften und guten Sitten erzogen und zum Nutz des gemeinen Besten zubereitet wird; insbesondere aber, wo die freien Künste, Sprachen und höhere Wissenschaften gelehrt werden“ (Zedler in Apel, 1995, S. 22). Erfahrungen mit Schule und Unterricht müssen in unserem Kulturkreis alle machen, diese sind aber individuell verschieden. Es stellt sich aber immer die Frage nach der richtigen Organisationsform, die in der Theorie der Schule gefunden und definiert werden soll. Schule ist ein gesellschaftlich bedingtes soziales System, das der Erziehung und Bildung junger Menschen dienen soll. Apel sieht den ursprünglichen Sinn der Schule folgenderweise: sie soll eine „Tradierung zwischen den Generationen ermöglichen in jenen Bereichen, die für die Erhaltung von Gattung und Lebensart für allgemein verbindlich und in dieser Verbindlichkeit nur durch Schule vermittelbar erachtet werden“ (Apel, 1995, S.8). Das heißt aber auch, dass die Schule nicht alle Bereiche des Lebens übernehmen kann und nicht für Erziehungsdefizite, moralische Defizite, politische Fahrlässigkeiten etc. zuständig ist, was aber in der heutigen Zeit immer mehr gefordert wird. Schule soll dazu da sein, dass ein Kind durch die vielfältigen Einwirkungen (Lob, Ermahnungen, Erfolg, Misserfolg, behaupten in der Klassengemeinschaft etc.) eine handlungsfähige Persönlichkeit entwickelt, durch schulische Sozialisation. Der Schüler soll in der Schule auch den Umgang mit anderen üben, den Gemeinsinn erlernen, die vorhandenen geistigen Anlagen sollen unterstützt und gefördert werden. Er soll eine gewisse Selbstständigkeit im Denken und Handeln erlernen (entwickeln) um später in der Gesellschaft, aber auch im Berufsleben bestehen zu können. Die Schule soll aber vor allem auch ein Ort der moralischen Bildung sein. Die Aufgaben der Schule stellt Fend in seinem Buch „Theorie der Schule“ folgenderweise dar. Er zeichnet ein Strukturmodell der Schule und ihren Funktionen in Form eines Häuschens. Und zwar stellt er die drei Primärfunktionen (Grundaufgaben) der Schule, wie Bildung (Personalisation), Ausbildung (Qualifikation) und Eingliederung (Sozialisation) in den Mittelpunkt, darüber liegt die Selektionsfunktion der Schule. Auch hat die Wirtschaftlichkeit und Verwaltung ihren
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Arbeit zitieren:
Rainer Hofmann, 2006, Theorie der Schule, München, GRIN Verlag GmbH
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