1
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis 2
Tabellenverzeichnis 3
1 Forschungsziel und -gegenstand 4
2 Das Baugewerbe - heute und morgen 5
2.1 Baukonjunkturelle Lage 5
2.2 Zukunftsaussichten und -prognosen 8
2.3 Welche Rolle nimmt der baugewerbliche Mittelstand ein? 10
2.3.1 Begriff 10
2.3.2 Wettbewerbliche Situation 10
2.3.3 Gründe für die Entwicklung und Ausblick 13
3 Der Schulsektor - wo liegt die Chance für die Privatwirtschaft? 15
3.1 Der Privatisierungsbegriff 15
3.2 Die öffentliche Aufgabe 15
3.3 Ausgangslage 16
3.3.1 Bisherige Praxis 16
3.3.2 Schulstatistik 17
3.4 Was kostet die Schule? 19
3.5 Ausgabenplanung 20
4 Umsetzung - Gestaltungsformen von Kooperationen mit praktischer Relevanz 22
4.1 Aufgabenspektrum bei einem Schulprojekt - was kann privatwirtschaftlich
realisiert werden? 22
4.2 Geeignete Kooperationsformen 23
4.2.1 Vorbetrachtung 23
4.2.2 Mittelstands-ARGE 24
4.2.3 Betreibermodell 26
4.2.4 Kooperationsmodell 29
4.3 Der Effizienzgedanke 32
5 Fazit 35
Quellen- und Literaturverzeichnis 39
Ehrenwörtliche Erklärung 43
2
Abbildungsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 2-1 Betriebe und Beschäftigte im Bauhauptgewerbe.
Abbildung 2-2 Geschäftsklimaindizes der alten (seit 1985) und neuen (seit 1990)
Bundesländer
Abbildung 2-3 Branchenvergleich für Ifo-Geschäftsklimaindex Sachsen seit 1998
Abbildung 2-4 Betriebe, Beschäftigte und Umsatz im Bauhauptgewerbe nach
Beschäftigten-Größenklassen
Abbildung 2-5 Umsätze pro Betrieb und Beschäftigten nach
Beschäftigten-Größenklassen
Abbildung 3-1 Häufigkeit von Schuleinrichtungen in Sachsen 2001/2002.
Abbildung 3-2 Finanzierungssaldo im sächsischen Schulsektor nach Häufigkeit der
Einrichtungen 2001.
Abbildung 4-1 Mittelstands-ARGE mit funktionaler Gliederung.
Abbildung 4-2 Betreibermodell.
Abbildung 4-3 Kooperationsmodell
Abbildung 4-4 Pyamide der effizienzsteigernden Faktoren.
Abbildung 4-5 Optimaler Risikotransfer
3
Tabellenverzeichnis
Tabellenverzeichnis
Tabelle 2-1 Ausgaben der öffentlichen Kommunalhaushalte für Baumaßnahmen
(1995-2000) 8
Tabelle 2-2 Kurzfristige Umsatzprognose für das Baugewerbe (Deutschland und neue
BL im Vergleich) 9
Tabelle 3-1 Schulen und Schüler in Sachsen (Schuljahr 2001/2002) 18
Tabelle 3-2 Ausgaben der öffentlichen Haushalte für Baumaßnahmen 2000 und 2001 20
Tabelle 3-3 Schulhausbauförderung des Freistaates Sachsen 21
Tabelle 4-1 Aufgabenspektrum bei einem Schulprojekt. 22
Tabelle 5-1 Pro und Kontra privatwirtschaftlicher Realisierungen 36
4 Forschungsziel und -gegenstand
1 Forschungsziel und -gegenstand
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit Ansätzen für Kooperationen mittelständischer Bauunternehmen zur privatwirtschaftlichen Realisierung von Sozialinfrastruktur-Maßnahmen in Sachsen. Insbesondere wird der praktische Bezug zum Schulsektor hergestellt, um spezielle Anwendungsmöglichkeiten für Schulhausbau- und modernisierung vorzustellen.
In Kapitel 2 betrachtet der Autor zunächst ausführlich die gesamtwirtschaftliche Lage im Baugewerbe unter Einbeziehung der bisherigen sowie der zukünftig prognostizierten Entwicklung. Ausgehend davon folgt eine nähere Analyse der wettbewerblichen Situation im Bausektor. Es werden die Ursachen für die gezeigte Entwicklung beleuchtet, wobei der Focus vor allem auf den mittelständischen Baubetrieben liegt. Nach einem kurzen Überblick über relevante schulstatistische Kennziffern befasst sich Kapitel 3 neben der Analyse der Kostensituation im Schulsektor mit der Quantifizierung des zukünftigen Investitionsbedarfes sowie mit der öffentlichen Haushaltsplanung für den Schulbereich. Vor dem Hintergrund der im Vorfeld aufgezeigten Potentiale folgt die Erläuterung der Modellansätze, die eine verstärkte Kooperation zwischen mittelständischen Bauunternehmen und der öffentlichen Hand ermöglichen könnten. Hierfür werden die in Frage kommenden, bisher staatlich regulierten Tätigkeitsfelder eruiert und hinsichtlich der praktischen Relevanz für mittelständische Baubetriebe diskutiert. Neben der Betrachtung verschiedener Zielvorstellungen der öffentlichen Hand bei Schulbaumaßnahmen wird außerdem eine Untersuchung hinsichtlich erfolgs- und effizienzsteigernder Faktoren einer privatwirtschaftlichen Maßnahme vorgenommen. Auf diese Weise soll im Ergebnis der Arbeit klar erscheinen, dass aufgrund der wirtschaftlichen und wettbewerblichen Situation im mittelständischen Baugewerbe ein vielfältiges Umdenken hinsichtlich Unternehmensstrategie, Leistungsangebot und Kooperationsbereitschaft unumgänglich ist zur Erschließung neuer Marktfelder. Dadurch wäre eine gewisse Stabilität der Unternehmen am Markt gewährleistet. Die vorliegende Arbeit soll zeigen, dass und wie die öffentliche Hand mit ihrem großen, noch zu bestimmenden Bauinvestitions- und Modernisierungsbedarf in Zukunft zunehmend auch für Mittelständler zum Auftraggeber werden könnte.
5 Das Baugewerbe - heute und morgen
2 Das Baugewerbe - heute und morgen
2.1 Baukonjunkturelle Lage
Nach dem Bauboom infolge der deutschen Wiedervereinigung ist seit nunmehr acht Jahren das Baugewerbe durch einen anhaltenden Wirtschaftsabschwung geprägt. Die jährlichen Bauinvestitionen gingen in diesem Zeitraum um 13,2 % zurück. Im vergangenen Jahr lag das absolute Bauvolumen mit 228,7 Mrd. ca. 6 % unter dem des Vorjahres. Im Vergleich stellt dies den größten Verlust der letzten zehn Jahre dar. Die gesamtwirtschaftliche Wachstumsrate des BIP (zwischen 1994 und 2001: 11,8 %) wurde in dieser Zeit durch die 1 anhaltende Baurezession um ca. 4 Prozentpunkte gedrückt.
Während das deutsche Bauhauptgewerbe 1995 noch einen Jahresumsatz in Höhe von 91,7 Mrd. erzielte, lag diese Kennzahl im Jahre 2001 nur noch bei 66,6 Mrd. . Die Umsätze in der ersten Jahreshälfte 2002 summieren sich auf 32,2 Mrd. , eine Trendwende ist nicht 2 in Sicht.
An die Entwicklung der Umsatzzahlen angelehnt verlaufen die Zeitreihen für die Betriebs-und Beschäftigtenzahlen im Bauhauptgewerbe, aufgezeigt in Abb. 2-1 anhand der Monatsstatistik für Betriebs- und Beschäftigtenzahlen im deutsche Baugewerbe.
1 Vgl. Verband der Bauindustrie für Niedersachsen (Hrsg.) 2002, S. 17ff.
2 Vgl. ifo Institut 2002 (Hinweis: Es handelt sich hierbei und im folgenden um unveröffentlichte Daten und
Zeitreihen aus einer internen Datenbank, die erhoben wurden vom ifo Institut für Wirtschaftsforschung
und dem Autor zur Erstellung der Arbeit von der ifo Niederlassung in Dresden freundlicherweise zur
Verfügung gestellt wurden).
6 Das Baugewerbe - heute und morgen
Beschäftigte Betriebe
Abbildung 2-1 Betriebe und Beschäftigte im Bauhauptgewerbe
Quelle: ifo Institut 2002.
Sowohl bei der Anzahl der Betriebe als auch bei den Beschäftigten kam es seit Anfang 1995 bis 2002 fast zu einer Halbierung der Anfangswerte. Das ifo Institut für Wirtschaftsforschung gibt unter anderem für die Baubranche regelmäßig eine Konjunkturprognose ab. Hierfür werden monatlich ausgewählte Unternehmen der Branche nach folgenden Einflussgrößen befragt: 1.) Beurteilung und Entwicklung im Berichtsquartal, insbesondere Beurteilung der derzeitigen Geschäftslage - Umsatzgegenüber Vorquartal - GegenwärtigesAuftragsvolumen -
2.) Umsatzerwartung für das nächste Quartal - Zahlder Beschäftigten im nächsten Quartal - Erwartungder Geschäftsentwicklung im nächsten Halbjahr -
Aus Vorbote für die wirtschaftliche Entwicklung in der jeweiligen Branche gilt. Abb. 2-2 zeigt die Verläufe der Indizes für die Baubranche in den alten und neuen Bundesländern auf. Ganz deutlich ist der Boom in den Jahren 1990 bis 1992 zu erkennen. Diese Höchststände wurden seither nicht wieder erreicht.
7 Das Baugewerbe - heute und morgen
Abbildung 2-2 Geschäftsklimaindizes der alten (seit 1985) und neuen (seit 1990) Bundesländer
Quelle: ifo Institut 2002.
In Abb. 2-3 wird der jüngste Verlauf des Geschäftsklimaindex für die sächsische Bauwirtschaft mit dem Verarbeitenden Gewerbe und dem Handel im Branchenvergleich gegenübergestellt. Das Geschäftsklima ist im Baubereich seit Jahren deutlich im negativen Bereich und liegt auf viel niedrigerem Niveau als die Vergleichsbranchen sowie der Gesamtindex.
1 / 1998 3 / 1998 5 / 1998 7 / 1998 9 / 1998 11 / 1998 1 / 1999 3 / 1999 5 / 1999 7 / 1999 9 / 1999 11 / 1999 1 / 2000 3 / 2000 5 / 2000 7 / 2000 9 / 2000 11 / 2000 1 / 2001 3 / 2001 5 / 2001 7 / 2001 9 / 2001 11 / 2001 1 / 2002 3 / 2002 5 / 2002 7 / 2002
Abbildung 2-3 Branchenvergleich für ifo-Geschäftsklimaindex Sachsen seit 1998
Quelle: ifo Institut 2002.
Arbeit zitieren:
Patrick Woletz, 2003, Potentiale für die mittelständische Bauwirtschaft bei Schulbauvorhaben am Beispiel des Freistaats Sachsen, München, GRIN Verlag GmbH
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