Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis II
Symbolverzeichnis III
Abk ürzungsverzeichnis. IV
1 Einleitung 1
2 Grundlagen und Zielsetzung wertorientierter Steuerung. 2
3 Bewertung als Basistechnik der wertorientierten Steuerung 4
3.1 Unternehmensbewertung mit dem Discounted Cash-flow Ansatz 4
3.2 Bestimmung des Eigenkapitals im Equity Ansatz 5
3.3 Bestimmung der Cash-flows. 5
3.4 Bestimmung des Restwerts 9
3.5 Bestimmung des nicht betriebsnotwendigen Vermögens 10
3.6 Bestimmung der Eigenkapitalkosten 10
3.7 Andere Ansätze zur Bewertung 11
4 Schlussbetrachtung 12
Literaturverzeichnis 14
1 Einleitung
Wertorientierte Steuerung orientiert sich primär am Konzept des Shareholder Values, welcher als Marktwert des Eigenkapitals bezeichnet wird. Der „Shareholder-Value-Gedanke“ befasst sich damit, dass das Management sämtliche Maßnahmen und Strategien auf eine Maximierung des Unternehmenswertes und damit auch der Eigentümerrendite ausrichtet. Schon seit Jahrzehnten wird, besonders durch die bekannten grundlegenden Arbeiten von RAPPERPORT 1 , dieses Konzept in der betriebswirtschaftlichen Theorie und Praxis intensiv diskutiert. Es verlor nie an Aktualität, da insbesondere in den letzten Jahren das Thema Shareholder Value durch Medienpräsenz auch im öffentlichen Interesse steht.
Im Rahmen aktueller versicherungswissenschaftlicher Forschung ist wertorientierte Steuerung von Versicherungsunternehmen eines der zentralen Themen. 2 Auch in der Unternehmenspraxis gewinnt, aufgrund wachsender Komplexität der Unternehmen und deren Entscheidungen, die wertorientierte Steuerung als risikoorientierte Methode der Unternehmensteuerung an Bedeutung. Viele Versicherungs- und Finanzdienstleistungsunternehmen, wie z.B. die Allianz SE 3 nutzen wertorientierte Steuerung und die Unternehmenswertsteigerung ist Teil der Unternehmensziele. 4
Es setzte sich die Erkenntnisse durch: „Die Notwendigkeit, Wertorientierung als Leitlinie der Unternehmensführung anzusehen, wird heute in der Assekuranz zumindest für Unternehmen in der Rechtsform von Aktiengesellschaften nicht mehr Bestritten.“ 5 Aus „praktischen Überlegungen“, sei es ein geeignetes Konzept für Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit. Für öffentlich-rechtliche Versicherer sei es „nicht nur aus praktischen sondern auch aus theoretischen Überlegungen“ ebenfalls ein geeignetes Konzept. 6 Aber, die Meinung die (Kaufmännische-)Versicherungswirtschaft sei für rein Shareholder Value maximierendes Denken ungeeignet, war auch unter Fachleuten nicht selten. 7 Diese Arbeit soll Einblick in die Nutzung der wertorientierten Steuerung als Konzept zur Unternehmensteuerung geben.
Zur Nutzung der wertorientierten Steuerung als Konzept bedarf es geeigneter wert-
1 SieheRappaport (1986) und Rappaport (1983).
2 Vgl. Koch (2006), S. 125.
3 Zu entnehmen dem Geschäftsbericht 2007 der Allianz SE.
4 Vgl. Pellens/Rockholtz/Steinemann (1997), S. 1933ff. und Fischer (2004) S. 319.
5 Wagner/Warmuth (2005), S. 1.
6 Schulenburg/Oletzky (1998) S. 76.
7 Vgl. o.V. (1997), S. 261.
1
orientierter Steuerungsinstrumente. Wichtige Bestandteile dieser Instrumente sind Kennzahlen und Kennzahlensysteme. 8 Die entscheidende Kennzahl ist der Unternehmenswert, denn dieser soll durch darauf abzielende Handlungen maximiert werden. Deshalb befasst sich diese Arbeit im Kern mit der Ermittlung des Unternehmenswerts. Ziel der Arbeit ist darzustellen wie, im Rahmen der wertorientierten Steuerung, Versicherungsunternehmen bewertet werden. Dazu werden ihre Grundzüge und Ziele aufgezeigt. Mit dem Zweck, die Bedeutung der Bewertung im Rahmen dieses Konzepts herauszuarbeiten. Im Anschluss wird die Grundmethode der Unternehmensbewertung dargestellt. Es wird insbesondere auf die Cash-flow-Ermittlung im Versicherungsunternehmen eingegangen. Zum Abschluss findet eine kritische Betrachtung der Ergebnisse statt.
2 GrundlagenundZielsetzungwertorientierterSteuerung
In diesem Abschnitt wird wertorientierte Steuerung, d.h. wertorientiertes Controlling, als Konzept dargestellt. Wertorientierte Steuerung ist ein konstruktivistisch-technomorphes 9 Führungssystem mit zwei Hauptfunktionen: Die erste Funktion ist die Informationsfunktion des Managements zur Beobachtung der Wertschöpfung über Perioden und die Zweite Funktion ist die Verhaltenssteuerungsfunktion zur Bildung der Managemententscheidungen. 10
Es ist eine an den Interessen der Eigentümer ausgerichtetes Führungskonzept, d.h. das Management nimmt als Richtschnur für seine Entscheidungen die Interessen der Eigentümer. 11 Dieses Interesse des Eigentümers ist Maximierung des Nutzens aus der der Investition, d.h. die Maximierung des ihnen als einzelner Eigenkapitalgeber zu Konsumzwecken zur Verfügung stehenden Stroms künftigen Einkommens. Diese Bestreben ist jedoch für eine Einrichtung von betrieblichen Steuerungssystemen nicht operational. Infolgedessen muss eine Umsetzung erfolgen die mit dieser generellen Zielsetzung einhergeht. 12
Theoretisch ist die Maximierung des Marktwertes des Eigenkapital die direkt daraus abgeleitete Zielsetzung, da der Marktwert des Eigenkapitals gerade der gleichgewichtige Preis ist, zu dem der aggregierte Einkommensstrom am Markt gehandelt
8 Vgl. Reichmann (2006), S. 18f.
9 Vgl. Koch (2006), S. 144.
10 Vgl. ebd., S. 134.
11 Vgl. Zietsch/Fürtjes (2005), S. 10.
12 Vgl. Oletzky (1998), S. 35f.
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Arbeit zitieren:
Frank Schuster, 2008, Bewertung von Versicherungsunternehmen im Rahmen der wertorientierten Steuerung, München, GRIN Verlag GmbH
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