I
Abkürzungsverzeichnis
Kosten auf Pfeil (i,j) oder Pfeil k = c j i c c ), , (
k ij
κ κ = obere Kapazitätsbeschränkung des Pfeils (i,j) ) , ( j i
ij bzw. beziehungsweise d.h. das heißt E Kanten- oder Pfeilmenge G Graph LKW Lastkraftwagen TPP Transportproblem TSP Traveling Salesman-Problem usw. und so weiter V Knotenmenge eines Graphen vgl. vergleiche WLP Warehouse Location-Problem z.B. zum Beispiel
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Logistikkette .........................................................................................................1 Abbildung 2: Kennzeichnung strategischer, taktischer und operativer Entscheidungen............3 Abbildung 3: Kategorien der ABC-Analyse ...............................................................................6 Abbildung 4: Kategorien der XYZ-Analyse ...............................................................................6 Abbildung 5: Varianten des Briefträgerproblems .....................................................................16 Abbildung 6: Transportabläufe ohne City-Logistik..................................................................19 Abbildung 7: Transportabläufe mit City-Logistik ....................................................................20 Abbildung 8: Verkehrliche Auswirkungen der City-Logistik ..................................................21 Abbildung 9: Beschaffungs- und Distributionslogistikprobleme .............................................22 Abbildung 10: Zeitliche Einordnung der Logistikprobleme.....................................................23
II
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung. 1
2. Entscheidungen. 2
2.1. Strategische Planungen und Entscheidungen. 3
2.2. Taktische Planungen und Entscheidungen. 4
2.3. operative Planungen und Entscheidungen 4
3. Beschaffungslogistik 4
3.1. Materialbedarfsplanung 5
3.2. Bestellmengen- und Losgrößenplanung 7
3.3. Transport- und Tourenplanung 8
3.4. Standort- und Strukturplanung. 8
3.5. Make-or-Buy-Entscheidung. 8
4. Distributionslogistik. 9
4.1. Standortplanung 9
4.1.1. Entscheidungsprobleme der betrieblichen Standortplanung. 10
4.1.2. Entscheidungsprobleme der innerbetrieblichen Standortplanung 11
4.2. Transport- und Umladeprobleme 12
4.2.1. Klassische und kapazitierte klassische Transportprobleme 12
4.2.2. Umladeprobleme 13
4.2.3. Verallgemeinerte Transport- und Umladeprobleme 13
4.2.4. Bottleneck-Transport- und Umladeproblem. 13
4.3. Rundreisen und Touren. 14
4.3.1. Eigenschaften von Tourenproblemen 14
4.3.2. Traveling Salesman-Problem. 15
4.3.3. Briefträgerproblem. 15
5. City-Logistik 16
5.1. Das Konzept der City-Logistik Kassel 17
5.2. Bewertung der City-Logistik in Kassel. 20
6. Zusammenfassung. 22
7. Literaturverzeichnis 25
1
1. Einleitung
Im Rahmen der Unternehmenslogistik sind eine Reihe von Entscheidungen zu treffen. Eine Logistikkette ist das logistische System eines Industrieunternehmens. Sie schließt den gesamten Güterfluss von den Lieferanten zum Unternehmen, innerhalb des Unternehmens und von dort zum Kunden ein. Die Logistikkette kann als eine Folge von Transport-, Lager- und Produktionsprozessen dargestellt werden. Da es bei den Entscheidungen immer darum geht, unter den gegebenen Bedingungen die optimale z.B. die schnellste oder kostengünstigste Lösung zu finden, sind Entscheidungen im Logistikbereich Optimierungsprobleme.
Die Logistikprobleme teilen sich in vier Bereiche ein. E s sind die Bereiche Beschaffungs-, Produktions-, Distributions-und Entsorgungslogistik. Die Beschaffungs-und
Produktionslogistik werden häufig unter dem Begriff Material-Logistik zusammengefasst.
Abbildung 1: Logistikkette 1
1 Quelle: FLEISCHMANN (2002, S.A1-5)
2
Ein logistisches Netzwerk kann nach DOMSCHKE und DREXL (1990, S.132) mit Hilfe eines gerichteten Graphen, dessen Knoten Lieferanten, Beschaffungslager, Betriebe,
Auslieferungslager und Kunden repräsentieren, dargestellt werden. Die Pfeile des Graphen stellen die vorhandenen Liefer- und Transportbeziehungen zwischen den Beteiligten dar. Somit können zur Lösung der logistischen Entscheidungsprobleme bekannte Lösungsverfahren der Graphentheorie angewandt werden.
In dieser Seminararbeit werden die wichtigsten logistischen Probleme aus den Bereichen der Beschaffungs- und Distributionslogistik erläutert. An Hand des Projektes City-Logistik in Kassel wird ein Konzept für die innerstädtische Belieferung von Kunden vorgestellt. Probleme der Produktions- und Entsorgungslogistik sind nicht Gegenstand der Seminararbeit.
2. Entscheidungen
Zur Gestaltung der Logistik eines Unternehmens sind eine Fülle von Einzelentscheidungen in unterschiedlichen Ebenen zu treffen. GUENTHER und TEMPELMEIER (2000, S.24) sehen zwischen ihnen enge wechselseitige Beziehungen. Typische Entscheidungen sind z.B. das Festlegen eines Produktionsprogramms, die Lieferantenauswahl, die Planung und Durchführung der Materialbeschaffung, die Planung der Transportmittel und -wege, der Personaleinsatz, die Lagerdisposition usw.
Bei den Entscheidungen liegen unterschiedliche Planungshorizonte von lang- über mittel- bis kurzfristig zugrunde. Die einzelnen Entscheidungen haben für ein Unternehmen sehr unterschiedliche Bedeutungen und die Entscheidungsträger befinden sich in den unterschiedlichen Managementebenen. Die zur Entscheidungsfindung verwendeten Daten werden auf einen problemadäquaten Aggregationsgrad verdichtet.
Abbildung 2: Kennzeichnung strategischer, taktischer und operativer Entscheidungen 2
2.1. Strategische Planungen und Entscheidungen
KRÜGER und STEVEN (2000 S.504) beschreiben, dass das Ziel der strategischen Logistikplanung darin besteht, logistische Erfolgspotentiale zu schaffen und zu bewahren. Im Mittelpunkt dieser Supply Chain Configuration, d.h. der Gestaltung der Wertschöpfungskette, steht die Planung und die Anordnung der verwendeten logistischen Netzwerkstruktur. Schwerpunkt der strategischen Planung ist die Schaffung und Sicherung der Leistungsfähigkeit am Markt.
Mit strategischen Entscheidungen werden langfristige (zwei bis 10 Jahre) Rahmenbedingungen geschaffen, unter denen sich ein Unternehmen erfolgreich entwickeln kann. Diese Entscheidungen haben eine hohe Bedeutung für das Gesamtunternehmen und werden auf hoher Managementebene getroffen.
2 vgl.: GUENTHER und TEMPELMEIER (2000, S.24)
4
2.2. Taktische Planungen und Entscheidungen
Taktische Entscheidungen haben die Aufgabe, die Infrastruktur des Unternehmens so zu gestalten, dass die Wertschöpfungsprozesse entsprechend den Vorgaben der strategischen Planung ablaufen können. Es werden Ressourcen den einzelnen Aufgaben in der Logistikkette zugeordnet, Leistungen gemessen und kontrolliert. FLEISCHMANN (2002, S.AI-9) beschreibt, dass die mittelfristige Planung die Rahmenbedingungen und Kapazitäten für die Produktions-und Logistikprozesse festlegt. Dies sind z.B. die Planung des Personalbestandes und der Arbeitszeiten, die Regelung großer Mengenflüsse mit zeitlicher Unterteilung und die Planung der Transportmittel samt der Transportwege. Der Planungshorizont ist mittelfristig (Reichweite mehrere Monate bis zu zwei Jahren) und die Entscheidungen werden auf mittlerer Managementebene getroffen.
2.3. operative Planungen und Entscheidungen
Die operativen Entscheidungen dienen der konkreten Gestaltung des Wertschöpfungsprozesses mit Hilfe der Ressourcen, die zuvor durch die taktischen Entscheidungen geschaffen wurden. Sie betreffen die regelmäßig ablaufenden Prozesse und umfassen kurzfristige Aufgaben. Schwerpunkt der operativen Planung ist die Realisierung der Leistung. Die kurzfristige (Planungszeitraum 1 Tag bis zu mehreren Monaten) operative Planung muss unmittelbar umsetzbare Vorgaben für die Steuerung der Logistikprozesse ergeben. Diese Entscheidungen werden von der niedrigen Managementeben getroffen.
3. Beschaffungslogistik
Nach PFOHL (2000, S.182) stellt die B eschaffungslogistik die Verbindung zwischen der Distributionslogistik der Lieferanten und der Produktionslogistik eines Unternehmens dar. Objekte der Beschaffungslogistik sind Güter, die dem Unternehmen bedarfsgerecht zur Verfügung zu stellen bzw. bereit z u stellen sind. Somit ist ein Unternehmen nach Art, Menge, Zeit und Ort zu optimalen Kosten zu versorgen.
5
Im Rahmen der Beschaffungslogistik ist zu entscheiden, was beschafft werden soll und welche Anforderungen diese Beschaffungsobjekte erfüllen (Qualität und Art der Verwendung) sollen. Es muss an Hand der Situation des Beschaffungsmarktes festgestellt werden, wer als potenzieller Lieferant in Frage kommt. Ebenso muss die Infrastruktur beleuchtet werden d.h. wo sind die Lieferanten, wo sind die Abnehmerstandorte der Produktion und zusätzlich muss untersucht werden, wie die Infrastrukturbedingungen sind. Ziel ist es somit, von jeder benötigten Materialart die richtige Menge zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu haben.
Informations- und Kommunikationssysteme unterstützen nach BUHL (2001, S.32), mit Bestandsinformationen, Lieferanteninformationen, Bedarfsinformationen und
Bestelloptimierungsverfahren die Beschaffung. Um bezüglich der Unternehmensziele optimale Entscheidungen zu treffen, sind eine Vielzahl von Informationen erforderlich. Es müssen Entscheidungen gefällt werden, wie z.B. die Bedarfsinformationen zusammengestellt und dem Lieferanten übermittelt werden. Geklärt werden muss, wie der Informationsfluss während der Versorgung aussieht.
Für den eigentlichen Transferprozess gilt es Antworten auf die Fragen zu finden: Wie kommen die Beschaffungsobjekte vom Lieferanten zum Unternehmen? Wie werden die Beschaffungsobjekte am Bedarfsort bereitgestellt?
Ziel der Beschaffungslogistik ist es somit die optimale Bestellmenge zu bestimmen, die Auswahl der Methoden zur Bedarfsermittlung und die Lieferantenbewertung festzulegen.
Ein weiterer Aspekt der Beschaffungslogistik sind die Make-or-Buy-Entscheidungen d.h. es müssen Entscheidungen über die Eigenerstellung oder den Fremdbezug von Materialien getroffen werden.
3.1. Materialbedarfsplanung
Bevor man für ein Material ein aufwendiges Planungsverfahren verwendet, sollte man feststellen, ob es den Aufwand überhaupt lohnt. Antworten auf diese Fragen geben die ABC- und die XYZ-Analyse.
Arbeit zitieren:
Antje Hamann, 2003, Logistische Entscheidungprobleme - ein Überblick, München, GRIN Verlag GmbH
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