Gliederung
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1 Einleitung. 1
2 Definitionen verwendeter Begriffe. 2
2.1 Die Hardware. 2
2.2 Die Software. 3
2.3 Die Interaktion. 3
2.4 Software-Ergonomie. 4
3 Der Computer bzw. die Software als Arbeitsgerät. 5
4 Grundlagen der Mensch-Computer-Interaktion und ihre Entwicklung. 7
4.1 Interaktionskanäle vom Computer zum User. 8
4.2 Interaktionskanäle vom User zum Computer. 9
4.3 Fazit. 13
5 Anforderungen an den Menschen bei der Arbeit mit Computern. 14
5.1 Lerntheoretisch-kognitive Anforderungen. 14
5.2 Physische Anforderungen. 16
5.3 Psychische Anforderungen. 18
6 Anforderungen an den Computer bzw. die Software. 20
6.1 Leistungstechnische Anforderungen der Ergonomie
an den Computer. 20
6.2 Bedienbarkeitsanforderungen und arbeitsergonomische
Anforderungen an Software. 21
7 Mögliche Folgen der Computer- bzw. Softwarenutzung
im Unternehmen. 27
7.1 Arbeitsindividuelle Folgen der Einführung Neuer Techniken
f ür den Mitarbeiter. 27
7.2 Organisationale, soziale und machtstrukturelle Folgen für
das Unternehmen. 29
8 Resumé 30
Einleitung
In etwa fünf Jahrzehnten seiner Entwicklung vom Großraumrechner zum Personal-Computer erlebte der Computer den Einzug ins Einzelmitarbeiterbüro, das Arbeitszimmer zu Hause und sogar ins Kinderzimmer. Anfangs noch ein Utensil, das aufgrund seiner Unerschwinglichkeit nur Universitäten, Forschungseinrichtungen, und teils sogar nur den Geheimdiensten und den staatlichen Verteidigungsinstanzen vorbehalten war, weil er wegen seiner enormen strategischen Bedeutung, etwa im kalten Krieg, im dem die Computerentwicklung ähnlich, jedoch mit geringster Publizität vorangetrieben worden war wie der Wettlauf um den Flug ins All bzw. zum Mond, unter eine hohe Geheimhaltung eingestuft wurde, ist der Personal-Computer mittlerweile ein Alltagswerkzeug für jederman, das den verschiedensten Anforderungen seines Benutzers gerecht werden kann. Egal ob als Textverarbeitungssystem, als Kalkulations- und Bestandssystem im betriebswirtschaftlichen Einzelunternehmen, als Bearbeitungssystem dreidimensionaler architektonischer Problemstellungen im Computer Aided Design, als platzsparendes Archivierungssystem, das die Ansammlung von räumefüllenden Ordnerregalwänden überflüssig macht, als multimediales, lokalvernetzendes Medium im Intranet oder weltweites Vernetzungsmedium im Internet, das Kommunikation und Interaktion der Menschen erheblich beschleunigt und erweitert oder einfach nur als Lern- und Unterhaltungsmedium für jung und alt, eroberte der Personal-Computer mithilfe seines Schöpfers Mensch sämtliche nur erdenklichen Nischen der möglichen Anwendungsspektren. In dieser Abhandlung soll es vornehmlich um die Untersuchung der Interaktion zwischen dem Computer und dem Menschen in seiner Arbeitsumgebung gehen. Es wird dabei differenziert zwischen dem Menschen und seiner Arbeitssituation auf der einen Seite und der Computerhardware und der Software auf technischer Seite und es wird die gegenseitige Einflußnahme der vier Komponenten untersucht. Hierfür wird nach kurzer Einführung einiger wichtiger, im Verlauf der Arbeit verwendeter Begriffe der Computer auf seine Werkzeugeigenschaft hin untersucht. Das vierte Kapitel behandelt die gegenseitigen Interaktionskanäle von Mensch und Computer und deren Entwicklung und bildet so die Grundlage für die in den Kapiteln fünf und sechs ausgearbeiteten Anforderungen, denen sich einerseits der Mensch in der Arbeitssituation mit dem Computer bzw. der Software gegenübersieht, und andererseits den hohen Anforderungen, die der
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moderne Personal-Computer und seine Software für die Bewältigung der Arbeitsaufgaben des Menschen erfüllen müssen. In Kapitel sieben werden unterschiedliche Aspekte und Prozesse der Computer- bzw. Softwarenutzung in einem Unternehmen nachgezeichnet und hierfür günstige Internalisierungsmaßnahmen vorgestellt, wonach das Kapitel acht mit einem Ausblick über den Nutzen, die Richtlinien und die Gefahren, die sich aus der Verwendung des Computers bzw. der Software im Unternehmen ableiten, diese Arbeit abschließt.
Abschließen sei erwähnt, daß in dieser Arbeit ausdrücklich zwischen der Verwendung eines Computers als solchem und der Verwendung von Software unterschieden wird. Dem wird regelmäßig dadurch Rechnung getragen, daß beides voneinander getrennt und gleichberechtigt genannt wird. Der Unterschied ergibt sich aus der Tatsache, daß mit der Verwendung eines Computers das Gerät an sich, also der Computer als „Hardware“ zu verstehen ist, und diese entsprechend andere Auswirkungen, wie etwa Vermeidungstendenzen und Reaktanz ggü. dem Computer als neuem Arbeitsgerät u.ä. nach sich zieht, als etwa die Einführung neuer Software in ein Unternehmen mit einem im EDV-Bereich bereits versierteren Personal.
2 Definitionen verwendeter Begriffe
Nachfolgend sollen einige technische Begriffe eingeführt werden, wie sie in den Informatik- bzw. Kommunikationswissenschaften üblich verstanden und verwendet werden. Die meisten Begriffe in diesem Bereich stammen aus dem Englischen und werden in der Deutschen Sprache auch so benutzt, weil die deutschen Entsprechungen überwiegend einer technisch-transkriptiven, oft mehrere Wörter umfassenden Beschreibung gleichen und somit aus Gründen der Vereinfachung üblicherweise, in Wissenschaft und auch auf dem Computermarkt, die englischen Begriffe Anwendung finden.
2.1 Die „Hardware“
Unter den Begriff der „Hardware“ fallen sämtliche hergestellten technischen Funktionskomponenten eines Computers, aus denen er letzt-
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lich besteht. Dazu zählen beispielsweise das Gehäuse, die Hauptplatine (engl.: „Mainboard“), der Prozessor oder CPU (Abkürzung für engl.: „central processing unit“), die Festplatte oder HDD (Abkürzung für engl.: „hard drive device“), der Monitor bzw. Bildschirm, die Tastatur (engl.: „keyboard“), der Drucker, usw.. Zur Hardware gehören also sämtliche faßbaren technischen Gegenstände, die zum Bau eines Computersystems benutzt werden.
2.2 Die „Software“
Als „Software“ bezeichnet man sämtliche Programme eines Computersystems, angefangen von Brtriebssystemen, Gerätetreibern, über Textverarbeitungs- und Tabellenkalkulationsprogrammen, Unterhaltungssoftware bis hin zu komplexen Steuerungsprogrammen von Industrie-Fertigungsrobotern und -anlagen. Software umfaßt also, anders als ihr Pendant „Hardware“, grundsätzlich alle physisch an sich nicht faßbaren Komponenten eines Computersystems.
2.3 Die Interaktion
Vor dem Hintergrund des hier zu erarbeitenden Themas bezüglich der Interaktion zwischen Mensch und Computer sollten wir uns ihrer Definition bedienen, wie sie die Sozialpsychologie verwendet. Interaktion wird hier verstanden als „durch Kommunikation vermittelte wechselseitige Beeinflussung von Individuen oder Gruppen hinsichtlich ihres Handelns“ (Arnold, Eysenck & Meili, 1993, S.1007). Fraglich erscheint hierbei, inwieweit sich der Computer als „Individuum“ im Sinne dieser sozialpsychologischen Interaktionsdefinition subsumieren läßt, handelt es sich hierbei doch nicht um ein lebendes Wesen. Maßgeblich für die Interaktion ist nicht die Beschaffenheit des Interaktionsteilnehmers, sondern vielmehr seine Fähigkeit, mit dem anderen Part durch Kommunikation in wechselseitige Handlungsbeeinflussung treten zu können. Der Mensch ist durch Eingabe von Informationen an den Computer in der Lage, diesen dadurch zu Handlungen bzw. Aktivitäten zu bewegen, die durch die Software des Computers bestimmt ist. Der Computer selbst ist durch die Möglichkeit, vom User Befehlsanweisungen und Daten über Eingabegeräte zu erhalten und sie gemäß seiner programmierten Software in entsprechende, auf die
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vom User erhaltenen Informationen bezogene Rückmeldungen um-zuwandeln, also durchaus über seine Ausgabegeräte in der Lage, mit dem User zu kommunizieren und diesen durch seine Informationen wiederum zu Handlungen seinerseits zu veranlassen, die sich auf diese Informationen beziehen.
2.4 Software-Ergonomie
Die Ergonomie ist als „[...] Wissenschaft von der Anpassung von Technik an ihre Benutzer [...]“ (Eberleh et al., 1994, S.1) zunächst einmal eine Wissenschaft der Arbeitsplatzgestaltung und muß als solche sowohl technischen wie auch sozialen Anforderungen Rechnung tragen, wie die folgende Abbildung 1 verdeutlicht.
Designs as the unity of: The technically
possible
Experience-based
technical knowledge
Technical tools
and materials
Technical standards
Abbildung 1: Perspectives of design. ( nach Corbett et al. 1991. Entnommen aus: Gill [Ed.], 1996, S.245)
Ergonomie ist ebenfalls dafür verwendbar, Software an ihren Anwender anzupassen. Nach Eberleh „beschäftigt sich Software-Ergonomie disziplinübergreifend speziell mit der benutzergerechten Gestaltung der Mensch-Computer-Interaktion (MCI), d.h. mit der Gestaltung der Teile eines interaktiven Computersystems, die von Software gesteuert werden und an der sogenannten Benutzeroberfläche wirksam werden.“ (ebenda, weiter unten). Als Hauptgegenstand der ergonomischen Softwaregestaltungsarbeit sieht Eberleh hierbei richtigerweise die Benutzeroberfläche, wie sie in allen heutzutage gängigen Softwarearten üblicherweise Verwendung findet, sei es in Betriebssystemen oder in Anwendungsprogrammen. Jedoch befaßt sich die Software-
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Ergonomie daneben auch mit der hinter der Benutzeroberfläche stehenden Funktionalität. Eberleh folgend gibt es vier Aspekte von Software-Gestaltung:
a.) die „menschengerechte Gestaltung“, welche die Aspekte des Anwenders berücksichtigt,
b.) die „aufgabenangemessene Gestaltung“, welche sich der zu-grundeliegenden Arbeitsaufgabe und der Arbeitsgestaltung unterordnet,
c.) die „technikbewußte Gestaltung“, die den unter ökonomischen-, ökologischen- und technischen Gesichtspunkten optimalsten Technikeinsatz finden soll und d.) die „organisationsgerechte Gestaltung“, welche die Mensch-Computer-Interaktion aufgrund der steigenden Verbreitung und Vernetzung der Computersysteme in ihrer organisatorischen Einbindung zu erfassen sucht (Eberleh [Hrsg.], 1994, S.1 f.).
3 Der Computer bzw. die Software als Arbeitsgerät
Von einigen Ausnahmen abgesehen, etwa der von Anwendungs- und Systemprogrammierern sowie -entwicklern, wird der Computer oder aber die Software von den Anwendern nicht um derentwillen benutzt sondern sie verfolgen übergeordnete Ziele, Arbeitsaufgaben, und bedienen sich des Computers hierbei zur Bearbeitung oder Lösung derselben. Um die Betrachtung ebendieser Anwender, der sog. „Endbe- nutzer [...], dieeine EDV-Anlage einsetzen, um ihre Probleme zu lösen, ohne daß sie die EDV-Anlage selbst interessiert [...]“ (Krause, 1982, S.3), soll es in dieser Ausarbeitung gehen. Untersucht werden, um es noch einmal zu rekapitulieren, die Interaktionen zwischen dem Computer bzw. der Software einerseits und dem arbeitenden Menschen in seinem Tätigkeitskontext auf der anderen Seite und deren beiderseitige Beeinflussung.
Das Einsetzen eines Computers durch einen solchen Anwender zu einer Aufgabenlösung verleiht dem Computer eine Art Werkzeugeigenschaft. Betrachten wir jedoch zunächst einmal herkömmliche Werkzeuge im allgemeinen und welche Eigenschaften sie aufweisen und vergleichen sie dann mit dem Computer. Angefangen beim einfa-
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Arbeit zitieren:
Norman Nicoll, 2002, Arbeits- und organisationspsychologische Aspekte der Interaktion von Mensch, Maschine und Software, München, GRIN Verlag GmbH
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