Inhaltsverzeichnis
1. Soziale Arbeit 3
1.1Definition von Sozialer Arbeit 3
1.2 Theorie der Sozialen Arbeit 3
1.3 Methoden der Sozialen Arbeit 3
1.4 Professionelle Soziale Arbeit in der Praxis 4
2. Was ist Psychoanalyse? 5
3. Psychoanalytische Sozialarbeit 5
3.1.Ernst Federn -Psychoanalytischer Sozialarbeiter 5
3.1.2 Ernst Federn über die Verbindung von Psychoanalyse und Sozialarbeit 6
3.2 Wo wird psychoanalytische Sozialarbeit eingesetzt? 7
3.2.1 Nebenbemerkung: Was ist Psychotherapie? 7
3.3 Psychoanalytischer Sozialarbeiter 7
3.3.1 Definition Supervision 7
4. Drei Dimensionen der psychoanalytischen Theorie für Soziale Arbeit 8
5. Ein Praxisbeispiel der Psychoanalytische Sozialarbeit an Hand von Kinder und
Jugendlichen mit psychotischen Störungen in Rottenburg 10
5.2 Die Mitarbeiter/ Bezugspersonen 10
5.3 Die Beziehung 10
5.4 Die Schule in der Einrichtung in Rottenburg 11
6. Zitat 12
7. Literaturverzeichnis 13
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Psychoanalytische Sozialarbeit
1. Soziale Arbeit
1.1 Definition von Sozialer Arbeit:
„Soziale Arbeit als Beruf fördert den sozialen Wandel und die Lösung von Problemen in zwischenmenschlichen Beziehungen, und sie befähigt die Menschen, in freier Entscheidung ihr Leben besser zu gestalten. Gestützt auf wissenschaftliche Erkenntnisse über menschliches Verhalten und soziale Systeme greift soziale Arbeit dort ein, wo Menschen mit ihrer Umwelt in Interaktion treten. Grundlagen der Sozialen Arbeit sind die Prinzipien der Menschenrechte und der sozialen Gerechtigkeit“ (vgl. www.sozialarbeit.at)
1.2 Theorie der Sozialen Arbeit:
Wissen aus dem Gebiet der Forschung und Praxis ist ein systemisches Wissen und bildet die Grundlage einer professionellen Sozialen Arbeit. Das Erkennen und Deuten der Beziehungen der Menschen miteinander und mit deren Umwelt ist ein wesentlicher Teil. Die Wissenschaften über die menschliche Entwicklung und die Soziologie sind die Basis für professionelle Soziale Arbeit um Situationen verstehen zu können und um weiters Veränderungen zum Beispiel kultureller, individueller Art zu erleichtern.
1.3 Methoden der Sozialen Arbeit:
„Methoden der Sozialen Arbeit thematisieren jene Aspekte im Rahmen sozialpädagogischer/sozialarbeiterischer Konzepte, die auf eine planvolle, nachvollziehbare und damit kontrollierbare Gestaltung von Hilfsprozessen abzielen und die dahingehend zu reflektieren und zu überprüfen sind, inwieweit sie dem Gegenstand, den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, dem Interventionszielen, , den Erfordernissen des Arbeitsfeldes, der Institutionen sowie den beteiligten Personen gerecht werden“ (vgl. Galuske,M. (1999) Methoden der Sozialen Arbeit. Eine Einführung. Juventa Verlag: München. S.25)
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Zu Beachten ist im Hinblick auf eine adäquate Methodenreflexion, dass aus dieser Definition sechs Perspektiven hervorgehen. 1) ihre Personenorientierung
Wird die Methode der jeweiligen betroffenen Person gerecht? 2) ihre Sachorientierung Wie wird die Methode den Problemen gerecht?
Welche Probleme sollen überhaupt mit diesen Methoden erreicht/bearbeitet werden? 3) ihre Zielorientierung
Welche Ziele sollen mit der Methode erreicht werden? 4) ihre Arbeitsfeld - und Institutionsorientierung Ist die Methode sinnvoll innerhalb der institutionellen Rahmenbedingungen anzuwenden? 5) ihre Planungsorientierung
Erlaubt die Methode die gezieltere Planbarkeit von Hilfsprozessen? 6) ihre Überprüfbarkeit
Lassen sich am Ende Aussagen darüber treffen, ob und wie die Methode gewirkt hat?
1.4 Professionelle Soziale Arbeit in der Praxis:
Die Praxis kann auf eine große Anzahl an verschiedenen Techniken und Methoden wie auch auf verschiedenen Möglichkeiten zu Handeln (von Menschen bis hin zu Umwelt) zurückgreifen.
Die Soziale Arbeit zeigt Grenzen, Ungleichheit und Ungerechtigkeit in der Gesellschaft und versucht auf Gefahren und Probleme verschiedenster Natur eine Antwort zu geben.
Professionelle Soziale Arbeit versucht vorzubeugen, zu intervenieren. Die Spannweite reicht von personenbezogenen psychosozialen Prozessen bis zur Anteilnahme an der sozialen Gesetzgebung, Planung und Entwicklung. Je nach Region, kulturellen, religiösen, historischen oder sozialwirtschaftlichen Bedingungen verlagert sich der Schwerpunkt der professionellen Sozialen Arbeit.
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2. Was ist Psychoanalyse?
Die Psychoanalyse ist eine umfassende Sicht des Menschen und seiner Gesellschaft. Diese Sicht ist durch historische Ereignisse geprägt. Die Psychoanalyse wird als ein Prozess des Lernens angesehen, der Mensch nimmt nach einer Phase der Unterbrechung seinen Wachstumsprozess wieder auf. Die Unterbrechung findet auf Grund des Aufkommens einer Neurose statt. Die Wiederaufnahme des Wachstumsprozesses bedeutet, dass der Patient nun wieder bereit ist sich mit einem emotionalen Prozess aus der Vergangenheit gegenwärtig (unter „besseren“ Umständen) auseinander zusetzen.
3. Psychoanalytische Sozialarbeit
3.1 Ernst Federn -Psychoanalytischer Sozialarbeiter:
Ernst Federn wurde am 26. August 1914 geboren. Er ist der Sohn von Paul und Wilma Federn, einer jüdischen Familie.
Sein Vater war Psychiater und Psychoanalytiker und ein enger Mitarbeiter von Sigmund Freud.
Paul Federn kam 1903 zum Kreis Freuds und wurde 20 Jahre später als dessen Stellvertreter, geschäftsführender Obmann der Psychoanalytischen Vereinigung bis diese 1938 aufgelöst wurde. Ernst Federn wurde somit schon sehr früh mit dem Thema Psychoanalyse indirekt konfrontiert.
Er machte nach seiner Zeit in Konzentrationslagern im Jahr 1951 an der Columbia Universität in New York das Magister Diplom.
In der Zeit in denen er in Konzentrationslagern gefangen war, wurde ihm sein bis dahin vermitteltes psychoanalytisches Wissen von Nutzen, er durchschaute und analysierte den Mechanismus und die Psychopathologie des Systems der Nationalsozialisten. Ernst Federn half vielen Mitgefangenen in den Lagern durch Aufklärung und Zuspruch.
Es gab noch eine weitere Vorgeschichte in seiner Familie die ihn auf dem Gebiet der sozialen Arbeit basierte. Ernestine Federn, seine Großmutter, Maria Hainisch und Maria Lang gründeten schon 1902 den ersten privaten Sozialverein in Österreich-
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den Verein Settlement, welchen seine Tante Else Federn weiterführte und indem er selbst Vizepräsident wurde.
Hermann Nunberg war sein Lehrer in den Vereinigten Staaten und „bildete“ ihn zum psychoanalytischen Sozialarbeiter aus.
Ernst Federn brachte die Psychoanalyse nach dem zweiten Weltkrieg nach Europa zurück, welche im Vorfeld größtenteils von Adolf Hitler und dem Nationalsozialismus „verbannt“ wurde. Laut Ernst Federn ist das Konzept der Vereinigung von Psychoanalyse und Sozialarbeit in ihm „verkörpert“
3.1.2 Ernst Federn über die Verbindung von Psychoanalyse und
Sozialarbeit:
Ernst Ferdern wurde kurze Zeit nach Absolvierung seines Studiums in New York bewusst, dass die Verbindung von Psychoanalyse und Sozialarbeit eine eher schwieriges Thema war.
Er wurde auch nicht als ein psychoanalytischer Sozialarbeiter angesehen, sondern Sozialarbeiter sahen ihn als Psychoanalytiker und umgekehrt. Ernst Federn beschreibt diese Verbindung als „unglückliche Ehe“ von der drei Arten existierten.
1. Eine Ehe bei der sehr bald erkannt wird, dass man diesen Partner nicht hätte heiraten sollen und sich trennen sollte.
2. Eine Verbindung zweier Menschen die sich das Leben gegenseitig nur schwer machen, denen man nicht helfen kann, die sich aber auch nicht trennen können /wollen.
3. Ehen die im Grunde zufrieden und glücklich sein könnten, würde nicht etwas/jemand Dritter stören und versuchen sie unglücklich zu machen. Diese Art der Ehe ist vergleichbar mit der „Ehe“ von Psychoanalyse und Sozialarbeit. Der störende Dritte war diesbezüglich ein historischer Ereignis und die dazugehörige Person nämlich Adolf Hitler. Die Psychoanalyse wurde (wie schon erwähnt) aus Europa in die Vereinigten Staaten getrieben.
In den Vereinigten Staaten fand die Psychoanalyse einen „neuen Ehepartner“
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3.2 Wo wird psychoanalytische Sozialarbeit eingesetzt?
In den Situationen wo Psychotherapie nicht mehr durchführbar und zielführend ist. Gründe dafür könne zum Beispiel sein, dass die Motivation stagniert bzw. nachlässt oder die soziale Gegebenheit. Das agieren nimmt den Hauptteil ein und lässt das verbale sich ausdrücken weniger- bis gar nicht mehr zu d.h. keine freie Assoziation ist mehr möglich.
In der psychoanalytischen Sozialarbeit wird sich bewusst und rege mit dem Patienten auseinandergesetzt. Es wird versucht die unbewussten Aspekte zu verstehen, die des Patienten sowie auch die eigenen. Diese sollen aufgearbeitet werden und in ein entsprechendes Handeln umgesetzt werden
3.2.1 Nebenbemerkung: Was ist Psychotherapie?
Psychotherapie ist die Behandlung von Problemen seelischer Natur mit der zu Hilfenahme von psychotherapeutischen Verfahren. Veränderungen sollen mit Hilfe von Gesprächen erfolgen. Verhaltenstherapie und Entspannungsverfahren sind zusätzliche Maßnahmen die je nach Bedarf eingesetzt werden könne.
3.3 Psychoanalytischer Sozialarbeiter:
Um als psychoanalytischer Sozialarbeiter tätig zu sein ist psychoanalytische Selbsterfahrung, psychoanalytische Supervisonen und Wissen in der Theorie der Psychoanalyse und weiters Berufsausbildung im sozialen Bereich die Vorraussetzung.
3.3.1 Definition Supervision:
Eine Supervison ist eine spezielle Beratungsform, die im beruflichen Tätigkeitsfeld als begleitende und unterstützende Maßnahme genutzt wird, der Supervisior/in gibt Unterstützung bei Fragen und Probleme, welche sich aus dem Berufsleben ergeben. Zusammen werden Fragen/Probleme erläutert, reflektiert und mögliche Arten und Wege zur Beantwortung der Frage oder Lösung/ Erleichterung des Problems (Handlungsmöglichkeiten) eben erarbeitet.
Mögliche „Einsatzgebiete“ bei denen eine Supervison hilfreich sein kann:
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-Begeleitung bei Prozessen der Veränderung -Klären und gestalten von Veränderungen -Hilfe bei der Bewältigung neuer Herausforderungen -Reflexions und Entscheidungshilfe bei aktuellen Anlässen
4. Drei Dimensionen der psychoanalytischen Theorie für Soziale
Arbeit:
Es gibt drei Dimensionen der psychoanalytischen Theorie die für die Sozial Arbeit gelten.
Die phänomenale, kausale und die aktionale Dimension/Perspektive.
1.) Die phänomenale Perspektive
Als Bezugstheorie in der Sozialarbeit gilt die Psychoanalyse vor allem Bezug auf die sozialarbeiterischen Interaktion.
Die Methode der Psychoanalyse nach Freud geht dem Phänomen des Helfens nach. Mit dieser Methode werden dem Patienten mit Hilfe des Psychoanalytikers unbewusste Konflikte in das Bewusstsein gebracht und mit der aktuellen Sichtweise behandelt. Ein wichtiges Instrument für die Hilfeleistung des Psychoanalytikers ist die von Sigmund Freud entdeckte Übertragung, welches auch die psychoanayltische Sozialarbeit benützt.
„Übertragung als zentraler Begriff psychoanalytisch orientierter Sozialarbeit beschreibt, dass „affektive Einstellungen oder Bindungen aus einer (zumal frühkindlichen) Beziehung in spätere, in irgendeiner Hinsicht ähnliche Beziehungen unbewusst ‚mitgebracht‘ und somit gegenüber Personen (oder Institutionen) reaktiviert werden, die‚eigentlich‘ nicht gemeint sind“. (vgl. W. Fuchs u.a. (1988). Lexikon zur Soziologie. Westdeutscher Verlag: Opladen, S. 802f.) Ernst Federn sagt über die Psychoanalyse in der Sozialen Arbeit:
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Psychoanalytische Sozialarbeit findet ihre Grundauffassung in der Psychoanalyse. Diese ist die Wissenschaft des Unbewussten, von der eine Anwendung die Behandlung seelischer und geistiger Erkrankungen ist. Diese Behandlung dient auch dem Heilen so genannter seelischer Erkrankungen, vor allem der Neurosen. (vgl. Ernst Federn (Hrsg.: Becker, S.) (1995) Einige Bemerkungen zur Bedeutung des Helfens. S.23) Die kausale Perspektive:
In der kausalen Perspektive erklärt die Übertragung erstens wie wichtig die frühkindliche Interaktionserfahrung ist für aktuelle und gegenwärtige Beziehungen. Zweitens erklärt die Übertragung weiter die Wiederholung vergangener Erfahrungen in Beziehungen in aktuellen bzw. gegenwärtigen Beziehungen und drittens erklärt sie die Bedeutung der helfenden Beziehung für die Diagnostik und die Behandlung von individuellen Interaktionsproblemen. Viertens erklärt die Übertragung, dass der Erfolg bzw. Misserfolg einer Hilfe mit der Formung der Übertragungsbeziehung zu tun hat. Wichtig dabei sind die Gegenübertragunsphänomene. Sie fordern Empathie und Akzeptanz vom Klienten. Eigene Gefühle und Erinnerungen werden genutzt um für Probleme/Störungen des Klienten Erklärungen zu finden bzw. diese zu verstehen.
Die aktionale Perspektive:
Die Psychoanalyse zeigt, dass jede Art von Hilfe auch die psychosoziale Hilfe eine Beziehungsarbeit ist.
Die Hilfe findet statt durch wiederholen, erinnern und durcharbeiten innerhalb einer helfenden Beziehung von Interaktionserfahrungen die in der Vergangenheit problematisch waren.
Durch die Psychoanalyse kann erkennbar werden, dass die Menschen die helfen wollen sich selbst genau und gut kennen sollten um zu wissen welche Art von Übertragung sie bei einem Patienten zulassen können. Weiters wird ersichtlich zu welchen Gegenübertragungen sie selbst von Patienten tendieren.
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Wie schon in unserer Arbeit beschrieben sind die Möglichkeiten um diese Art von Selbsterkenntnis zu erlagen sind speziell Supervisionen und berufsbezogene Selbsterfahrungen und eine eigene psychoanalytische Therapie.
5. Ein Praxisbeispiel der Psychoanalytische Sozialarbeit an Hand
von Kinder und Jugendlichen mit psychotischen Störungen in
Rottenburg:
5.1 Welche Kinder und Jugendliche werden in einer therapeutischen Einheit des Vereins für psychoanalytische Sozialarbeit behandelt? Kinder/Jugendliche die an einer symbiotisch-psychotisch oder autischtischpsychotischen Erkrankung leiden und weiters auch Kinder/Jugendliche mit schizophrenen Zügen, in der Form der ICH- Störung. Dies sind Personen, welche nicht in ihrem Zuhause sein können und auch eine Behandlung ambulanter Art die falsche ist.
5.2 Die Mitarbeiter/ Bezugspersonen:
Die Mitarbeiter müssen eine bereits fertige Berufsausbildung haben und weiters Minimum ein Jahr lang Erfahrungen in einer Abteilung der Psychiatrie Tübingen für Kinder und Jugend sammeln. Oder in einer Einrichtung in Rottenburg ein Praktikum absolvieren.
In dieser Zeit, in der Abteilung für Kinder und Jugendpsychiatrie, ist es notwenig an psychoanalytischen Einzel- und Gruppensupervisionen teilzunehmen. Noch Absolvierung dieses Prozesses können die Mitarbeiter Hauptbezugsbetreuer werden. Diese Mitarbeiter müssen eine psychoanalytische Objektkonstanz haben, d.h. sie müssen große Ressourcen ausgeprägte, persönlichkeitsangepasste Sensibilität, hohe Stabilität und Leidensfähigkeit verfügen. Durch ständig wechselnde Zustände des Ich´s der Patienten wird Flexibilität in der Fähigkeit ,des Mitarbeiters, sich anzupassen verlangt, Einfühlung in die seelischen Prozesse sind notwenig.
Dieses Hineinfühlen in den Patienten kann bei dem Mitarbeiter/ Bezugsperson -in Folge auch bei dem gesamten Team, Krisen zu Stande komme lassen.
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Die Belastbarkeitsgrenze sollte relativ hoch sein, trotzdem kann bzw. kommt es in der Praxis zum Angriff dieser.
5.3 Die Beziehung
Der psychoanalytische Sozialarbeiter muss sich an die Bedingungen des Kindes/der Patienten anpassen, damit das Kind Vertrauen aufbaut und eine Beziehung aufkommen lassen kann, die notwendig ist.
Diese Beziehung kann als parasitär-symbiotisch bezeichnet werden, vergleichbar mit der Beziehung zwischen Mutter und Baby.
Es soll eine stabile Beziehung aufgebaut werden, beiderseits, was ein langer, sich entwickelnder Prozess ist.
Der Patient darf in keinem Fall manipuliert werden. Eine wichtige therapeutische Einstellung ist, dass der Anspruch den Patienten zu kurieren, d.h. eben zu manipulieren, aufgegeben wird.
Wenn Ansprüche aufkommen, müssen diese lokalisiert werden und zunächst als Widerstand gegen die Entwicklungsmöglichkeiten, ausgehend von Patienten erkannt werden. Das heißt, Betreuer identifizieren sich als Doppelgänger des Patienten, die Erlebniszustände müssen anerkannt werden um als Gegenüber auftreten zu können, das gut genug ist den emotionalen Wachstumsprozess zu fördern.
Eltern werden je nach therapeutischer Maßnahme und Möglichkeit teilweise parallel zur Behandlung ihres Kindes selbst behandelt.
Beratungsgespräche wie auch Informationsgespräche finden zum Beispiel in Rottenburg kontinuierlich statt.
Auch die Besuche der Kinder bei den Eltern finden statt, ob mit oder ohne Begleitung der Hauptbezugsbetreuers ist individuell und ist weiters von Entwicklungsstand des Kindes abhängig.
5.4 Die Schule in der Einrichtung in Rottenburg:
Kinder erhalten hier, seit 1980 in der Klinikumsschule einen Unterricht, meist Einzelunterricht. Dies hängt immer von der Gruppenfähigkeit des Kindes ab und wird individuell entschieden. Weiters ist die Form des Unterrichts auf die Behandlung des Kindes zugeschnitten.
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6. Zitat
Am Ende möchten wir noch mit einem Zitat von Ernst Federn zusammenfassend sagen was psychoanalytische Sozialarbeit ist.
Die psychoanalytische Sozialarbeit ist jener Beruf, der das Soziale und das Individuelle miteinander verbindet und mit dem Wissen der Psychoanalyse die sozialen und psychologischen Probleme der Menschen zu lösen versucht. Das ist eine unerhört schwere Aufgabe, aber eine Aufgabe, die meiner Meinung nach immer nötiger werden wird.
Ernst Federn,1995 aus der Zeitschrift Kinderanalyse vom Juli 2004
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7. Literaturverzeichnis:
Becker, S. (1987) Psychoanalytische Sozialarbeit mit psychotischen Kindern und
Jugendlichen
Federn, E. (Hrsg.: Becker, S.) (1995) Einige Bemerkungen zur Bedeutung des Helfens.
Fuchs,W., u.a. (1988). Lexikon zur Soziologie. Westdeutscher Verlag: Opladen Galuske,M. (1999). Methoden der Sozialen Arbeit. Eine Einführung. Juventa Verlag: München.
Günter,M., von Klitzing, K. (2004). Kinderanalyse. Zeitschrift für die Anwendung der Psychoanalyse in Psychotherapie und Psychiatrie des Kindes und Jugendalters. Heft 3. Klett-Cotta:Stuttgart. www.sozialarbeit.at
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Arbeit zitieren:
Lisa Strobl, 2006, Grundlagen und Methoden der psychoanalytischen Sozialarbeit, München, GRIN Verlag GmbH
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