Inhaltsverzeichnis
1 Einführung in die Problemstellung 4
1.1 AUSGANGSLAGE 4
1.2 ZIELE UND AUFBAU DER ARBEIT 6
2 Kundenbindung im stationären Buchhandel 7
2.1 BEGRIFFSDEFINITION KUNDENBINDUNG 7
2.2 BEDEUTUNG DER KUNDENBINDUNGSMAßNAHMEN 8
2.3 BUCHLESER UND BUCHKÄUFER 9
2.4 BESONDERHEITEN DER KUNDENBINDUNG IM BUCHHANDEL 9
3 Instrumente der Kundenbindung im Buchhandel 10
3.1 ALLGEMEINER ÜBERBLICK 10
3.2 SERVICELEISTUNGEN ALS KUNDENBINDUNGSINSTRUMENT 11
Begriffsdefinition Funktion und Typologie 11 3 2 1
3.2.2 Servicearten im Buchhandel 13
3.3 KUNDENKARTE ALS NEUER LEISTUNGSBESTANDTEIL 15
3.3.2 Typologien von Kundenkarten 16
3.3.3 Vorteile und Nachteile von Kundenkarten 17
Kundenkarte am Beispiel Weiland 17 3 3 4
3.4 DAS INTERNET ALS INSTRUMENT DER KUNDENBINDUNG 19
4 Fazit 22
5 Quellenverzeichnis 24
5.1 LITERATUR 24
5.2 INTERNET 24
6 Abbildungs und Tabellenverzeichnis 25
6.1 ABBILDUNGSVERZEICHNIS 25
6.2 TABELLENVERZEICHNIS 25
1 Einführung in die Problemstellung
Die Thematik der Kundenbindung hat in jüngster Zeit in der Wissenschaft und vor allem in der Praxis an Bedeutung stark zugenommen. Anlass dieser Entwicklung ist die Verstärkung der Wettbewerbsintensität aufgrund der gesättigten Märkte. Durch den Übergang vom Verkäufer- zum Käufermarkt führen die bewährten Wettbewerbsstrategien der Unternehmen zu immer geringerem Erfolg.
Folglich entwickeln sich die Möglichkeiten der Kundenbindung kontinuierlich weiter und werden zu einer bedeutsamen strategischen Aufgabenstellung für marktorientierte Unternehmen. 1 Die Autorin der Studienarbeit wird die Wichtigkeit der Kundenbindung in der Buchbranche aufzeigen und eine Auswahl an Möglichkeiten zur Bindung der Kunden durch verschiedene Instrumente darlegen.
Durch den vorgegebenen zeitlichen Rahmen und der Gestaltung dieser Arbeit, werden verhaltens- und sozialwissenschaftliche Ansätze als Begründung der Aktualität des Themas (z.B. Bildungspolitik) nicht beleuchtet.
1.1 Ausgangslage
„Bücher zu schreiben ist leicht, es verlangt nur Feder und Tinte und das geduld’ge Papier. Bücher zu drucken ist schon schwerer; weil oft das Genie sich erfreut unleserlicher Handschrift. Bücher zu lesen ist noch schwerer von wegen des Schlafs. Aber das schwierigste Werk, das ein sterblicher Mann bei den Deutschen auszuführen vermag, ist zu verkaufen ein Buch.“ 2
Wie die aktuellen Zahlen einer jährlich durchgeführten Verbraucheranalyse zeigen, hat dieses Zitat an Glaubwürdigkeit verloren. Die Deutschen lesen wieder gern und der Buchmarkt stabilisiert sich.
„Bücher lesen“ ist als beliebte Freizeitbeschäftigung vom achten auf den sechsten Platz aufgestiegen. Der Buchhandel erwies sich folglich trotz konjunktureller Flaute als eine wirtschaftlich stabile Branche. Dabei stellt der stationäre Buchhandel mit einem Umsatzanteil von 54,3 % nach wie vor den wichtigsten Absatzkanal für Bücher dar. Dennoch ist der Gewinner unter den Absatzkanälen, wie auch schon in den
1 Vgl. HOMBURG/BRUHN, Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler, 2005, S.5-6.
2 FRIEDEMANN, Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler, 2006, S.5.
Jahren zuvor, der Versandbuchhandel, der seinen Umsatz um 4,9 Prozent auf fast 1,08 Milliarden Euro steigern konnte (vgl. Abbildung 1).
3,1%
17,6%
11,6%
Abbildung 1: Geschätzte Umsätze buchhändlerischer Betriebe zu
Neben dem Versandbuchhandel gewinnt das Online-Geschäft mit Büchern immer mehr an Bedeutung. So konnten nach Schätzungen des Börsenvereins 2006 rund 700 Millionen Bücher im Netz verkauft werden, elf Prozent mehr als 2005. Im Hinblick auf die weitere Entwicklung im Buchhandel kann jedoch nicht von einer Verdrängung des stationären Buchhandels durch den Online-Buchhandel die Rede sein. Auch Discounter, Supermärkte und Tankstellen, die sonstigen Verkaufsstellen der Buchbranche, konnten ihre Marktposition ausbauen. 4 Durch den Konzentrationsprozess, der sich in allen Vertriebswegen des Buchhandels abzeichnet, wird es für die einzelnen Sortimentsbuchhandlungen immer schwieriger sich ein Stück vom Umsatzkuchen abzuschneiden. Der umkämpfte Markt ist übersättigt und Neukundengewinnung kaum noch möglich. Infolgedessen ist die Erreichung einer hohen Kundenbindung zu einer bedeutsamen strategischen Aufgabenstellung der großen Filialisten der Buchbranche geworden. In der Praxis finden in den Unternehmen bereits zahlreiche Kundenbindungsinstrumente Verwendung. Grundsätzlich aber stellt sich die Frage,
3 In Anlehnung an den Börsenverein des Deutsches Buchhandels e.V., MVB Marketing- und
Verlagsservice des Buchhandels GmbH, 2007, S. 2-3.
4 Vgl. Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V., MVB Marketing- und Verlagsservice des
Buchhandels GmbH, 2007, S.7.
welches Kundenbindungsinstrument bzw. welcher Mix aus Instrumenten sich in der Praxis als besonders sinnvoll erweist.
1.2 Ziele und Aufbau der Arbeit
Diese Studienarbeit setzt sich mit den Kundenbindungsinstrumenten auseinander, die am häufigsten im stationären Buchhandel Anwendung finden. Aufgrund der zahlreichen Kundenbindungsinstrumenten muss an dieser Stelle eine Auswahl erfolgen.
Ziel dieser Arbeit ist es, eine allgemeine Übersicht zur Kundenbindung, zu den wichtigsten Begriffen und den Möglichkeiten der Kundenbindungsinstrumente im Buchhandel zu geben.
Zu Beginn bedarf es einer Begriffsdefinition und Erläuterung der Beutung der Kundenbindungsmaßnahmen im Handel. Vor diesem Hintergrund wird des Weiteren im zweiten Teil der Studienarbeit auf das Kaufverhalten eines Buchlesers und Buchkunden eingegangen, um schließlich die Besonderheiten der Kundenbindungsmaßnahmen im Buchhandel näher zu beleuchten. Den Schwerpunkt dieser Arbeit bildet das dritte Kapitel, in dem zunächst auf die erweiterten Serviceleistungen „rund ums Buch“, die Kundenkarte als Instrument der Kundenbindung, sowie das Internet als ergänzende Plattform für Services und als zusätzlichen Vertriebskanal eingegangen wird. Den Abschluss bildet das Fazit.
2 Kundenbindung im stationären Buchhandel
2.1 Begriffsdefinition Kundenbindung
Eine präzise Definition des Begriffs Kundenbindung zu ermitteln erweist sich als äußert schwierig. In der Literatur gibt es zahlreiche Begriffe, die mit Kundenbindung in einem falschen Zusammenhang dargestellt oder sinnverwandt verwendet werden. 5 Zu den Begriffen gehören Relationship Marketing, Retention Marketing, Geschäftsbeziehungsmanagement, Beziehungsmanagement, Markentreue und Produkttreue und Kundenzufriedenheit.
Nach Bruhn und Homburg wird Kundenbindung wie folgt definiert:
„Kundenbindung umfasst sämtliche Maßnahmen eines Unternehmens, die darauf abzielen, sowohl die Verhaltensabsichten als auch das tatsächliche Verhalten eines Kunden gegenüber einem Anbieter oder dessen Leistungen positiv zu gestalten, um die Beziehung zu diesem Kunden für die Zukunft zu stabilisieren bzw. auszuweiten.“. 6
Durch diese Begriffsdefinition wird deutlich, dass Kundenbindung aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet und definiert werden muss, damit keine irrtümliche Definition entstehen kann. Somit kann Kundenbindung aus anbieter- und käuferorientierter Sichtweise dargelegt werden. 7 Die Anbietersichtweise erweist sich als managementbezogene Perspektive mit methodischen Bindungstätigkeiten im Vordergrund.
Die käuferorientierte Sichtweise definiert Kundenbindung als Einstellung eines Kunden zu einer Geschäftsbeziehung mit einem Anbieter, die sich in einer Wiederkaufabsicht einstellt. 8 Diese Perspektive ist demzufolge verhaltensorientiert und bezieht sich auf das Kaufverhalten des Kunden.
Kundenbindung ist insofern der Aufbau und die Aufrechterhaltung einer Geschäftsbeziehung zwischen der Anbieter- und Nachfragerseite unter der Voraussetzung, dass auf beiden Seiten Gründe zur Fortführung der Geschäftsbeziehung bestehen.
5 Vgl. HOMBURG/BRUHN, Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler, 2005, S.8. 6 Vgl. HOMBURG/BRUHN, Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler, 2005, S.8. 7 Vgl. PETER, Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler, 2001, S.8.
8 Vgl. PETER, Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler, 2001, S.8.
Arbeit zitieren:
Katrin Schaffert, 2008, Möglichkeiten der Kundenbindung im Buchhandel, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Die Aufmerksamkeitsdefizit/ Hyperaktivitätsstörung bei Kindern
Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik
Zwischenprüfungsarbeit, 25 Seiten
Evaluation als Baustein der Qualitätssicherung
Funktionen, Grundformen und Ve...
Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik
Studienarbeit, 21 Seiten
Elterliche Sorge nach Trennung und Scheidung der Eltern
Seminararbeit, 15 Seiten
Der Begriff des Verbrauchers im nationalen und europäischen Recht
Jura - Europarecht, Völkerrecht, Internationales Privatrecht
Seminararbeit, 38 Seiten
Die pädagogische Bewegung am B...
Seminararbeit, 22 Seiten
Gesetze und Praxis eines umstr...
Hausarbeit, 17 Seiten
Der Verbrauchsgüterkauf unter besonderer Berücksichtigung der Nutzungs...
Jura - Zivilrecht / BGB AT / Schuldrecht / Sachenrecht
Seminararbeit, 21 Seiten
Die Beobachtung als grundlegende Methode der pädagogischen Diagnostik
Seminararbeit, 17 Seiten
Welche Anforderungen muss der ...
Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik
Hausarbeit, 19 Seiten
Selbstgesteuertes Lernen - Definition, Komponenten, Ansätze
Pädagogik - Pädagogische Psychologie
Hausarbeit, 30 Seiten
Möglichkeiten und Probleme bei der Früherkennung von ADHS
Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik
Seminararbeit, 15 Seiten
Reformpädagogik 1900 - Jugendbewegung und Bildung am Beispiel von Wald...
Pädagogik - Geschichte der Päd.
Seminararbeit, 14 Seiten
Aktuelle Fragestellungen im Bereich Ausbildung
Pädagogik - Berufserziehung, Berufsbildung, Weiterbildung
Wissenschaftlicher Aufsatz, 19 Seiten
Katrin Schaffert hat den Text Möglichkeiten der Kundenbindung im Buchhandel veröffentlicht
Katrin Schaffert hat einen neuen Text hochgeladen
Langenscheidt Praxiswörterbuch Verlagswesen und Buchhandel
Englisch - Deutsch / Deutsch -...
Monika Schlitzer
Kundenbindung im beratungsintensiven Einzelhandel
Eine empirische Untersuchung u...
Isabel Martin
Kundenintegration und Kundenbindung
Wie Unternehmen von ihren Kund...
Katja Gelbrich, Rainer Souren
0 Kommentare