I Inhaltsverzeichnis
I Inhaltsverzeichnis II
II Abkürzungsverzeichnis III
III Abbildungsverzeichnis IV
1. Abgrenzung der Themenstellung und Aufbau der Arbeit 1
2. Bestimmungsfaktoren des europäischen Luftverkehrs 2
2.1 Entwicklung des Verkehrs 2
2.2 Politische Wegbereitung des EU-Wettbewerbs 3
3. Hauptakteure des Luftverkehrs 4
3.1 Passagiere 4
3.2 Fluggesellschaften 5
3.2.1 Linienfluggesellschaften 5
3.2.2 Charterfluggesellschaften 6
3.2.3 Low-Cost-Carrier 6
3.3 Flughäfen 7
3.3.1 Unterschiedliche Flughafentypen 7
3.3.2 Kapazitätsengpässe als Wettbwerbsfaktor 8
3.3.3 Wettbewerb zwischen Flughäfen national und international 9
4. Wettbewerb unter Fluggesellschaften 11
4.1 Preise 11
4.2 Flugrouten-Konkurrenz 11
4.3 Kosten als Wettbewerbsfaktor 13
4.4 Konzentrationstendenzen 14
4.5 Konsolidierungen 15
4.6 Abkommen und strategische Allianzen 16
4.7 Eine Auswahl wettbewerbpolitischer Entscheidungen 16
4.8 Wettbewerb zu alternativen Verkehrsträgern................................................17
5. Beurteilung des Wettbewerbs im europäischen Luftverkehr Fazit 18
IV Anhang 1 Tabelle 1: Breakdown of EU-25 civil air fleet 31 12 2005 (in units) V
V Anhang 2 Abbildung 1: Die 8 Freiheiten der Luft VI
VI Literaturverzeichnis VIII
II
II. Abkürzungsverzeichnis
BMWi Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie
bspw. beispielsweise
bzw. beziehungsweise
ca. circa
DB Deutsche Bahn
EG Europäische Gemeinschaft
EU Europäische Union
EWG Europäische Wirtschafts Gemeinschaft
f. folgende
km Kilometer
max. maximal
Mrd. Milliarden
o.O. ohne Ort
OLG Oberlandesgericht
p.a. pro anno
SES Single European Sky
UK United Kingdom
VO Verordnung
z.B. zum Beispiel
III
III Abbildungsverzeichnis
Abb 1: Passenger transport (passenger-kilometres) 2004...............................................2
Abb 2: Evolution of passenger transport in the EU-25 1995-2004 3
Abb 3: Europas verkehrsreichste Flughäfen Abflüge 2007 8
Abb 4: Number of Scheduled Passenger Airlines on All Non Stop City Pairs 12
Abb 5: Europas verkehrsreichste Flughafenpaare 2007.................................................13
IV
1. Abgrenzung der Themenstellung und Aufbau der Arbeit
Der Fokus der vorliegenden Arbeit ruht auf dem europäischen Passagier-Luftverkehr. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass der europäische Güter-Luftverkehr, gemessen in Tonnen, für nicht mehr als vier Prozent des weltweiten Güter-Luftverkehrs und gerade einmal für einen Prozent des weltweiten Gesamt-Güterverkehrs verantwortlich ist 1 . Der militärische Teil des
europäischen Luftverkehrs, darunter z.B. der Wettbewerb unter Produzenten, wird ebenso nicht berücksichtigt wie der private und business-Luftverkehr, also der Verkehr mit kleinen Flugzeugen für bis zu zwanzig Personen, der hauptsächlich von Privatpersonen und großen Unternehmen genutzt wird.
Im Jahr 2003 existierten europaweit 4.004 verschiedene Flugrouten mit unterschiedlichen Stadtverbindungen, die von über 4.000 Flugzeugen bedient wurden. Auf 68 Prozent dieser Verbindungen bestand ein Monopol. Das bedeutet, die Strecke wurde von nur einer Fluggesellschaft bedient 2 . Ob dies ein erster Indikator für nicht vorliegenden Wettbewerb im
europäischen Luftverkehr ist, wird im Laufe dieser Arbeit untersucht.
Zum besseren Verständnis der aktuellen Marktsituation und als Einstieg in die vorliegende Arbeit werden zunächst die wichtigsten Verkehrskennzahlen mit Hilfe einiger wichtiger Grafiken erläutert. Die historische Entwicklung der Deregulierung und Liberalisierung innerhalb der EU gilt als Grundlage für die Entstehung eines einheitlichen europäischen Luftraums mit funktionierendem Wettbewerb und wird somit ebenfalls im zweiten Kapitel beleuchtet. Im Anschluss werden im dritten Kapitel die Hauptakteure des europäischen Luftverkehrs, namentlich Passagiere, Fluggesellschaften und Flughäfen, vorgestellt, sowie erste wettbewerbliche Tendenzen und Strategien untersucht. Kapitel vier beschäftigt sich mit konkreten Strategien der Fluggesellschaften, die ein langfristiges Bestehen am Markt sichern sollen. Dazu zählen Preisstrategien, Flugrouten-Diversifikation und Marktpenetration, aber auch strategische Zusammenschlüsse und Allianzen werden behandelt, sowie einige beispielhafte wettbewerbspolitische Entscheidungen aufgeführt. Die Arbeit schließt im fünften Kapitel mit einer Zusammenfassung und Beurteilung der Wettbewerbssituation im europäischen Luftverkehr und gibt einen Ausblick auf künftige Entwicklungstendenzen.
1 Vgl. DG Tren (2003) S.167 2 Vgl. DG Tren (2003) S.241
1
2. Bestimmungsfaktoren des europäischen Luftverkehrs
2.1 Entwicklung des Verkehrs
Im Jahr 2005 wurden ca. 706 Millionen Passagiere europaweit im Luftverkehr zwischen den EU-25-Mitgliedsstaaten befördert 3 . Die Initiative Luftverkehr geht in ihrem veröffentlichten
Dossier „Masterplan zur Entwicklung der Flughafeninfrastruktur“ von 1,23 Mrd. beförderten Passagieren für denselben Zeitraum aus 4 . Da das europäische Statistikamt in diesem Fall als
weniger befangen gilt, wird im folgenden mit den Zahlen von eurostat gearbeitet. Dem Verkehrsträger Flugzeug wird damit ein Anteil von acht Prozent am gesamten europäischen Passagier-Verkehr zugesprochen, ein deutlich höherer Anteil als der, den der Schienen- oder Wasserverkehr (5,8 % bzw. 0,8 %) ausmacht. Abbildung eins verdeutlicht diesen Modalsplit. Im Zeitraum von 1995 bis 2004 erhöhte sich das Passagieraufkommen um 49 Prozent 5 . Der
Luftverkehr weist damit das stärkste Wachstum im europäischen Passagierverkehr
**P2W: Powered two-wheelers
Abb. 1: Passenger transport (passenger-kilometres), 2004
Quelle: DG Energy and Transport, In: eurostat, S.5
auf (siehe Abb. 2) und wird bei der prognostizierten Entwicklung in wenigen Jahren die zweitwichtigste Personentransportart hinter dem Automobil sein. Westeuropa besitzt einen Marktanteil von ca. 30 Prozent am globalen Passagier-Luftverkehr 6 . Wie Tabelle eins in
Anhang eins zeigt, waren zum 31.12.2005 genau 4970 Zivilflugzeuge in Europa angemeldet, ohne Fracht- und Privatflugzeuge waren es 4075, wobei nur 250, oder 6 Prozent, auf Flugzeuge der 10 osteuropäischen Beitrittsländer des Jahres 2004 entfallen. Im Vereinigten Königreich 3 Vgl. De la Fuente Layos (2007) S.1 4 Vgl. Initiative Luftverkehr (2006) S.13 5 Vgl. Bialas-Motyl (2008) S.1 6 Vgl. Elders / Koch (2007) S.84
2
(UK) waren 809 Zivilflugzeuge und damit die größte Anzahl eines Landes in Europa angemeldet, dicht gefolgt von Deutschland mit 653 und Frankreich mit 452 7 . Die Top 30
Flughäfen in Europa, die 2005 für 60 Prozent des Passagierverkehrs verantwortlich waren, konnten gegenüber 1995 ihr Passagieraufkommen um über 60 Prozent insgesamt, oder
Abb. 2: Evolution of passenger transport in the EU-25, 1995-2004, on the basis of passenger- kilometres Quelle: DG Energy and Transport; In: eurostat, S.105
5 Prozent jährlich, steigern. Seit 1995 stieg das Aufkommen in Deutschland durchschnittlich um
4,2 Prozent pro Jahr und erreichte 2005 eine Höhe von insgesamt 169 Millionen Passagieren und damit in etwa die vierfache Menge von 1975. Laut der deutschen Zentrale für Tourismus reisen ca. 12 Millionen ausländische Passagiere jährlich über den Luftweg nach Deutschland ein 8 . Eine besondere Konzentration fällt dabei auf die beiden Hubflughäfen Frankfurt und
München, die sich für einen Anteil von 48 Prozent des deutschen Passagieraufkommens verantwortlich zeigen. Nach der gesamtdeutschen Luftverkehrsprognose werden für das Jahr 2020 insgesamt 307 Millionen beförderte Passagiere prognostiziert. Dies entspricht einer Steigerung von 82 Prozent insgesamt oder 4,1 Prozent jährlich.
2.2 Politische Wegbereitung des EU-Wettbewerbs
Bevor man sich bei Liberalisierungsgesprächen innerhalb der EU-Gemeinschaft auf eine schrittweise Marktöffnung verständigte, lag der europäische Luftverkehr hauptsächlich in den Händen nationaler, den einzelnen Staaten gehörender, Fluggesellschaften. Auf dem jeweiligen Heimatmarkt bestand für diese „national flag carrier“ ein weitgehendes Monopol, während der internationale Verkehr durch bilaterale Verträge geregelt wurde 9 . Alitalia war es bspw. bis 2007 7 Vgl. Eurostat (2007) Tabelle S.43 8 Vgl. Initiative Luftverkehr (2006) S.13-14 9 Vgl. Gerondeau (1997) S.197
3
untersagt, Flüge von Paris nach New York anzubieten, weil ein französisch-amerikanisches Abkommen solche Möglichkeiten verbot. Bilaterale Verträge dieser Art resultierten aus politischen Übereinkünften, nicht unternehmerischen 10 . Seit dem Open-Skys-Abkommen zwischen den USA und der EU sind Hürden in der Form obsolet 11 .
Die Grundlagen des internationalen Wettbewerbs im Luftverkehr beruhen auf den Abkommen der Chicagoer Konferenz von 1944. Hier wurden die acht Freiheiten der Luft beschlossen. Diese beinhalten z.B. die Hoheitsgewalt souveräner Staaten über ihren Luftraum, das Recht zur nichtgewerblichen Zwischenlandung einer Fluggesellschaft in einem Land, sowie Grundlagen des gewerblichen Verkehrs. Die letzten drei Freiheiten (6. – 8. Freiheit) entsprechen Kombinationen der ersten fünf „Grundfreiheiten“ 12 . Abbildung eins in Anhang zwei führt die
Freiheiten chronologisch auf.
Der Luftverkehr in Europa wurde in drei Liberalisierungsstufen geöffnet. Durch das heute höherrangige Recht der EU-Verordnungen gegenüber nationalem Recht sind die protektionistischen staatlichen Einflüsse eingeschränkt 13 . Funktionierender Wettbewerb entsteht
bei Konkurrenz zwischen mindestens zwei Marktteilnehmern, die nach einem Ziel streben. Ein höherer Zielerreichungsgrad des einen bewirkt dabei meistens einen geringeren Zielerreichungsgrad des anderen 14 . Daraus leiten sich die Ziele des EWG-Vertrages ab, die
unter anderem die Wahrung der Einheit eines gemeinsamen Marktes vorsehen. Die drei Liberalisierungsstufen vollzogen sich von 1987 bis 1993 und erreichten ihren Höhepunkt 1997 im Kabotagerecht, dem Recht europäischer Fluggesellschaften, innerhalb der EU grenzenunabhängig Flüge anbieten zu dürfen. 2003 wurde schließlich von den EU- Verkehrsministern und dem EU-Parlament die Vereinbarung zur Entstehung eines einheitlichen europäischen Luftraums getroffen (Single European Sky – SES), der eine gemeinsame Luftraumüberwachung ermöglichen soll 15 .
3. Hauptakteure des Luftverkehrs
3.1 Passagiere
Die Nachfrage im Passagier-Luftverkehr wird in der Hauptsache durch Privat- und Geschäftsreisende generiert. Beide Gruppen weisen unterschiedliche Ansprüche und Prioritäten auf, wobei der größte Unterschied in der Reisefinanzierung besteht. Die Nachfrage Privatreisender hängt vom verfügbaren Haushaltseinkommen ab, während Geschäftsreisende 10 Vgl. Jovanoviü (2005) S.816 11 Vgl. Hönighaus (2008) 12 Vgl. Wolf (1989) S.11-13 13 Vgl. Pompl (2006) S.359-361 14 Vgl. Schmidt (1999) S.1 15 Vgl. DG Tren (2003) S.17
4
Quote paper:
Markus Meier, 2008, Wettbewerb im europäischen Luftverkehr, Munich, GRIN Publishing GmbH
This text can be quoted and accessed from this url:
Embed
DOI
Controlling im Luftverkehr [Hausarbeit plus Präsentation]
Business economics - Controlling
Scholary Paper (Seminar), 53 Pages
Massenmedien - Medienwirkung - Medienrezeption - Kritische Erfolgsanal...
Termpaper, 14 Pages
Der Luftfrachtstandort Deutschland unter dem Einfluss der aktuellen En...
Transportation Science & Technology
Diploma Thesis, 93 Pages
Entwicklung und Zukunft des europäischen Luftverkehrs
Scholary Paper (Seminar), 32 Pages
Die Medienrevolution im 16. Jahrhundert: Der Buchdruck und die Folgen
Scholarly Paper (Advanced Seminar), 25 Pages
Peter Senges Konzept vom Organisationslernen
Sociology - Work, Profession, Education, Organisation
Scholarly Paper (Advanced Seminar), 31 Pages
Zur Bilanzierung von Start- und Landerechten nach IFRS
Business economics - Accounting and Taxes
Diploma Thesis, 48 Pages
Strategische Allianzen im Luftverkehr als Alternative zu Mergers und A...
Business economics - Miscellaneous
Scholary Paper (Seminar), 18 Pages
Flughäfen und Airlines im Wettbewerb - Partnerschaften als Chance in d...
Termpaper, 23 Pages
Bilanzierung von Zinsswaps nach IFRS unter besonderer Berücksichtigung...
Business economics - Accounting and Taxes
Scholary Paper (Seminar), 28 Pages
Die Bilanzierung der Sachanlagen dem Grunde (Ansatz) und der Höhe (Bew...
Business economics - Accounting and Taxes
Diploma Thesis, 109 Pages
Soziologische Theorie - Theorievergleich: Parsons und Garfinkel
Sociology - Classics and Theoretical Directions
Scholarly Paper (Advanced Seminar), 12 Pages
Einflussnahme der Medien auf Poltik und Wähler
Communications - Media and Politics, Politic Communications
Scholary Paper (Seminar), 15 Pages
Stand und Entwicklung des Luftfrachtmarktes in der Bundesrepublik Deut...
Engineering - Industrial Engineering and Management
Scholarly Research Paper, 58 Pages
Business economics - Accounting and Taxes
Scholarly Paper (Advanced Seminar), 34 Pages
Veränderung der Luftverkehrsstrukturen in jüngster Zeit
Geography / Earth Science - Tourism Geography
Bachelor Thesis, 59 Pages
Der Einfluss der Medien auf das Wahlverhalten
Communications - Media and Politics, Politic Communications
Termpaper, 13 Pages
Die Nutzung der Luftfahrt für den Gütertransport
Business economics - Supply, Production, Logistics
Scholary Paper (Seminar), 34 Pages
Markus Meier's text Wettbewerb im europäischen Luftverkehr is now available as a printed book
Markus Meier has published the text Wettbewerb im europäischen Luftverkehr
Markus Meier has uploaded a new text
Politik und Religion in der Europäischen Union
Zwischen nationalen Traditione...
Hartmut Behr, Mathias Hildebrandt
Wettbewerb und Risikostrukturausgleich im internationalen Vergleich
Erfahrungen aus den USA, der S...
Eberhard Wille, Volker Ulrich, Udo Schneider
Die Auswirkungen der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs auf ...
Olaf Scholz, Ulrich Becker
Hauptgutachten 2008/2009 - Mehr Wettbewerb, wenig Ausnahmen
Includes an English Summary
Monopolkommission
Festschrift zum 70. Geburtstag...
Stefan Bechtold, Joachim Jickeli, Mathias Rohe
50 Jahre EU - 50 Jahre Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs zu...
Franz Müntefering, Ulrich Becker
0 comments