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Gliederung
1. Einleitung 3
2. Wortbildung im Lehrplan 5
2.1 Klassenstufe 5
S. 6
2.2 Klassenstufe 6
S. 6
2.3 Klassenstufe 7
S. 7
2.4 Klassenstufe 8
S. 7
2.5 Klassenstufe 9
S. 8
2.6 Klassenstufe 10
S. 8
3. Wortbildung in den Lehrbüchern 9
3.1 Deutschbuch. Sprach- und Lesebuch 5
S. 9
3.2.1 Deutschbuch. Sprach- und Lesebuch 6
S. 11
3.2.2 Deutschbuch. Arbeitsheft 6
S. 12
3.3 Deutschbuch. Sprach- und Lesebuch 7
S. 13
3.4 Deutschbuch. Sprach- und Lesebuch 8
S. 14
4. Schlussbetrachtungen 15
5. Literatur 18
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1. Einleitung
Als angehende Deutschlehrerin bin ich mir bewusst, dass gerade das Thema des Sprachunterrichts ein Feld darstellt, was von den meisten ungern, unzulänglich und oftmals auch inkorrekt vermittelt wird. Ob es jetzt an der Komplexität des deutschen Sprachsystems an sich liegt oder der geglaubten „Trockenheit“ des Themas geschuldet ist, sei zunächst erst einmal dahin gestellt.
Auffällig wird dies auch in den didaktischen Werken zur Gestaltung des Unterrichts. Während der Literaturunterricht bis auf seinen Kreativhöhepunkt getrieben wird, was ihm nebenbei gesagt oft auch nicht gut tut, wird der Sprachunterricht nur spartanisch mit didaktisch innovativen Ideen versehen. Natürlich ist eine gewisse Begrenztheit verständlich, schließlich gilt es, die grammatischen und orthografischen Grundlagen der Sprache an die Schülerinnen und Schüler zu vermitteln, die wegen verschiedener Dinge nicht daran interessiert sein könnten: Da Deutsch in den Gymnasien als Muttersprache unterrichtet oder als dieses vorausgesetzt wird und man somit von einem relativ guten Sprachgefühl ausgehen kann, ist ein gewisses Desinteresse der Schülerinnen und Schüler an der Tiefenstruktur der eigenen Sprache mehr als verständlich. Des Weiteren muss ich als Lehrerin natürlich auch gegen die Vorurteile des vermeintlich trockenen Sprachunterrichts ankämpfen und vom Gegenteil überzeugen, während die Schülerinnen und Schüler sich mit wesentlich „wichtigeren Dingen“ in ihren pubertären Phasen zu befassen haben. Dennoch gilt es als beschriebenes Ziel, dass eben im Rahmen und mit Hilfe der Sprache die eigene Kultur begriffen wird, weil Sprache nicht nur Vermittlungsinstanz, sondern vor allem auch Spiegel der Kultur ist. Nur so kann ein das eigene Leben hinterfragendes Individuum heranwachsen; wobei dies abschließend formuliert wohl dem Bildungsauftrag aller schulischen Einrichtungen und Fächer entspricht und somit die Wichtigkeit des Faches Deutsch als generelles Basiselement der Bildung in Deutschland einmal mehr unterstrichen wird.
Ziel dieser Arbeit ist es, eine kurze Einführung in das Gebiet der Wortbildung im Deutschunterricht anhand einer Betrachtung des Lehrplanes zu gewähren und dann die Umsetzung in Schulbüchern exemplarisch an jeweils einer Ausgabe der Klassenstufen 5 - 8 „Deutschbuch. Sprach- und Lesebuch“ des Cornelsen-Verlags nachzuvollziehen. Das Hauptaugenmerk soll hierbei auf dem 6. Schuljahr liegen und deutlich werden durch die Hinzunahme des Arbeitsheftes „Deutschbuch. Arbeitsheft“ des gleichnamigen Verlags. Es
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soll nicht näher auf Ideen zur Gestaltung von Unterrichtseinheiten eingegangen werden, diese werden im Verlauf der Arbeit hier und da lediglich durchschimmern.
Durch eine zusammenfassende Erörterung, die im Anschluss stattfinden soll, will ich abschließende Denkanstöße geben, warum ich Wortbildung als sinnvollen Bearbeitungsgegenstand in der Schulbildung empfinde und wie jene Disziplin sich in so viele Bereiche des Deutschunterrichts spreizt, dass sie eigentlich eine stete neue (anwendende) Nische wo auch immer in der Deutschlehre auftut.
Literatur diente mir beim Verfassen der vorliegenden Arbeit größtenteils als richtungweisendes Instrumentarium, nicht aber als tatsächlich hier zugrunde liegende Diskussionsbasis.
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2. Wortbildung im Lehrplan
Zunächst will ich auf die Vorgaben eingehen, die uns der Lehrplan bezüglich des Bereichs der Wortbildung stellt. Vorweg ist zu sagen, dass der Wortbildung keine klassenstufenübergreifende Prägnanz zugeordnet wird, man die Wortbildung also lediglich einmal in einer hervorgehobenen Art und Weise findet und ihr gar ein eigener Bereich zugeordnet wird. Man trifft die Wortbildung lediglich in Verbindung mit anderen, das Sprachsystem des Deutschen betreffenden Kategorien unter dem so genannten Lernbereich 4. Der Lernbereich 4 wird im Lehrplan mit „Sprache thematisieren“ 1 beschrieben, zieht sich durch die gesamte Sekundarstufe 1 und erfährt je nach Klassenstufe unterschiedliche Gewichtung. In der 10. Klassenstufe findet man das Gebiet Sprache nur im Lernbereich 6 explizit wieder, wobei es sich dort vor allem um eine kritische, analysierende Betrachtung der deutschen Sprache handelt; eine Tendenz, die bereits ab der 7. Klasse deutlich im Lehrplan zu spüren ist.
Wichtig ist jedoch und dies findet sich auch in Formulierungen des Lehrplans zur vorgesehenen Struktur des Deutschunterrichtes, dass kein scharf abgegrenzter Sprachbereich mehr existiert. Von den Lehrerinnen und Lehrern werden „zentrierte Sequenzen konzipiert, in denen Ziele mehrerer Lernbereiche verwirklicht werden“ 2 , die fließend ineinander übergehen und so einen integrativen Deutschunterricht ergeben sollen. Eine völlig verständliche Richtlinie, denn eine Sprache zu lernen, bedeutet immer, sie im System und der Anwendung zugleich zu betrachten, da sich eine Trennung des einen vom anderen im tatsächlichen Gebrauch auch nicht so vollzieht oder vollziehen lässt.
Im Folgenden will ich zunächst kurz erörtert wissen, inwiefern der Lehrplan in welcher Klassenstufe sich des Themas der Wortbildung in welcher Ausprägung annimmt, um mich dann im anschließenden Teil der Umsetzung jenes Stoffes in den Lehrbüchern anzunehmen. Wie bereits erwähnt werde ich lediglich die Klassenstufen 5 bis 10 näher betrachten, da in diesem Bereich die Grundlagen gelegt werden oder, anders ausgedrückt, der „eigentliche Sprachunterricht“ stattfindet.
1 Lehrplan des Landes Sachsen, S. 3
2 ebenda
Arbeit zitieren:
Jessica Wildenauer, 2007, Der Bereich der Wortbildung in der Sekundarstufe I des Gymnasiums, München, GRIN Verlag GmbH
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