Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Der globale Kapitalmarkt und seine Entwicklung seit dem 2. Weltkrieg. 3
3. Akteure und Struktur der internationalen Finanzmärkte. 7
3.1. Akteure 7
3.2. Struktur 8
4. Politische Probleme. 10
4.1. Das Trilemma der Politik 11
4.2. Steuerung und Aufsicht durch staatliche Organe 12
4.3. Umverteilungsproblematik 13
5. Schlussbetrachtung. 15
Literaturverzeichnis. 17
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1. Einleitung
Neben der globalisierten Welt der Gütermärkte - beinahe täglich haben wir mit Waren aus anderen Ländern zu tun, seien es Sportschuhe aus Taiwan, DVD-Player aus China oder Kleidung aus Vietnam - existiert auch eine ebenso globalisierte Welt der Kapitalmärkte. Vielmehr hängen beide Märkte direkt zusammen. Kapital aus den damit reichlich ausgestatteten Industrieländern fließt heute beinahe überall hin, immer auf der Suche nach der besten Rendite, und dies fast immer ohne Einschränkungen.
Doch jede Entwicklung bringt Begleiterscheinungen mit sich. So positiv die Verbraucher die Produkte aus aller Herren Länder auch aufnehmen - sei es wegen deren ungekannter Vielfalt oder den günstigen Preisen - so sehr bedauern sie die damit einhergehenden Verwerfungen auf dem eigenen Arbeitsmarkt. Eine stattfindende Umverteilung zwischen Kapital und Arbeit sowohl in den Industrie- wie in Entwicklungsländern beschreibt diese Verwerfungen. Bevor auf die Ursachen und Mechanismen dieser Problematik, die vor allem innenpolitischer Natur sind, im zweiten Teil eingegangen werden wird, sollen aber die Probleme in Bezug auf die Steuerung und Überwachung der weitgehend freien Kapitalmärkte thematisiert werden. Diese eher rahmenpolitischen Fragen können in einem internationalen Umfeld nur international beantwortet werden. Doch hierbei existiert ein Trilemma der innerstaatlichen Ziele und die außenpolitische Abstimmung funktioniert, wegen teils ungeklärter Zuständigkeitsfragen, nicht reibungslos.
Wie jedoch hat sich nun nach der Zäsur des Zweiten Weltkrieges dieser internationale Kapitalmarkt überhaupt entwickelt, was waren die Auslöser und wie sieht er heute aus? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der nun folgende erste Teil der Arbeit ausführlich.
2. Der globale Kapitalmarkt und seine Entwicklung seit dem 2. Weltkrieg
Nach dem endgültigen Zusammenbruch des Systems von Bretton-Woods 1973, das durch feste Wechselkursen zwischen den Währungen der Welt geprägt war, geben zunächst die westlichen Industrieländer und später auch viele weitere Schwellen- und Entwicklungsländer ihre Wechselkurse frei. Damit einher gehen auch Lockerungen bzw. die völlige Freigabe von Kapitalbewegungen über die Landesgrenzen hinweg. Der freie Kapitalverkehr verzeichnet seither eine rasante Entwicklung und Steigerungsraten, die jene des weltweiten BIP deutlich überflügeln (vgl. Krugman / Obstfeld 2004: 824).
Ein Kennzeichen für diese Entwicklung ist im so genannten 'Off-Shore-Banking' zu sehen. Darunter versteht man die Geschäftstätigkeit einer Bank entweder in einem anderen Land als
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seinem Stammsitz oder die Annahme und Vergabe von Einlagen bzw. Krediten in einer exter-ritorialen Währung (z.B. die Vergabe eines auf US-Dollar lautenden Kredits einer Bank in Groß Britannien). Beim letzteren spricht man auch von 'Off-Shore-Devisengeschäften' (vgl.Krugman / Obstfeld 2004: 825). Diese 'Off-Shore-Aktivitäten' lassen sich schon in den 1950ern ausmachen, wobei ein schnelles Wachstum dieser mit der Einführung der Ausländerkonvertibilität durch die bedeutendsten europäischen Staaten im Jahr 1958 eintritt. Besonders London zeigt sich als Finanzplatz, der bis dahin schon hohe Dollarguthaben verzeichnen, und damit vom Wegfall von Beschränkungen beim Handel mit ausländischen Währungen profitieren kann (vgl. Ehrlicher 1984: 123f). Dieser historischen Gegebenheit verdanken auch alle Einlagen in der - bis zur Einführung des Euro 1999 - unangefochtenen Leitwährung US-Dollar in Gebieten außerhalb der USA die Bezeichnung 'Euro-Dollar'. Trotz der erwähnten europäischen Gemeinschaftswährung und der Tatsache, dass sich diese 'Euro-Dollar-Märkte' schon lange nicht mehr auf Europa beschränken - wichtige Handelsplätze sind beispielsweise Singapur, Hongkong oder die Bahamas - wurde die Bezeichnung bis heute beibehalten (vgl. Krugman / Obstfeld 2004: 825).
Die Ausweitung des Handels mit den beschriebenen Euro-Dollar lässt sich zunächst auf den gestiegenen Welthandel nach dem Ende des zweiten Weltkrieges zurückführen. Haupt-grund war der Bedarf nicht-amerikanischer und vornehmlich europäischer Unternehmen an US-Dollar zur Abwicklung ihrer Auslandsgeschäfte. Der Einfachheit halber und auch wegen der größeren Nähe zu ihren angestammten Hausbanken wandten sich die Unternehmen an diese, um an Dollar zu kommen. Dennoch lässt sich mit dem reinen, den Güterhandel tragenden Devisenumschlag nicht das Ausmaß des globalen Kapitalmarktes erklären. Hinzu treten politische Erwägungen sowie gesetzliche Vorschriften für die Geschäftsbanken, die die Euro-Dollar-Märkte anwachsen lassen.
Ein großer Teil der Dollar-Einlagen bei europäischen Banken ist darauf zurückzuführen, dass die Sowjetunion und die in ihrem Einflussbereich liegenden Staaten Osteuropas ihre bis dahin in den USA angelegten Gelder, die vornehmlich als Währungsreserven dienen, abziehen. Aus Furcht vor Beschränkungen bzw. dem Einfrieren der Guthaben durch die US-Regierung im sich zuspitzenden Antagonismus zwischen West und Ost und dem sich abzeichnenden 'Kalten Krieg' wollen jene Staaten ihre Guthaben lieber dem Geltungsbereich der amerikanischen Gerichtsbarkeit entziehen und setzen dabei auf die schon bestehenden Euro-Dollar-Märkte, allen voran in London (vgl. Krugman / Obstfeld 2004: 826; Ehrlicher 1984: 135f).
Bevor ich zu einem weiteren weltpolitisch motivierten Grund komme, US-Dollar außerhalb des eigentlichen Dollar-Währungsgebietes anzulegen, zunächst zu zwei regulatorischen Gründen, weshalb die Euro-Dollar-Märkte so stark wurden.
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Der eine ist darin zu sehen, dass der Vorkriegs-Leitwährung - das britische Pfund - durch eine Zahlungsbilanzkrise 1957 unter solchen Druck geriet, dass die britische Regierung den dort ansässigen Banken untersagte den nicht-britischen Außenhandel mit Pfund-Krediten zu finanzieren. Um sich dieses Geschäft nicht entgehen zu lassen, satteln die Banken in Groß Britannien auf Dollar um, für dessen Handel zudem im Vereinigten Königreich die strengen gesetzlichen Regelungen, die für das Pfund gelten, keine Anwendung finden (vgl. Krugman / Obstfeld 2004: 826; Ehrlicher 1984: 135).
Die in Groß Britannien fehlenden Regularien den Dollar betreffend erfahren darüber hinaus eine Aufwertung, da in den Vereinigten Staaten Vorschriften für die Annahme und Verzinsung von Dollar-Einlagen gelten. Die so genannte 'Regulation Q' sieht ein Verbot der Verzinsung von Sichteinlagen und eine Obergrenze für die Verzinsung von Termineinlagen mit relativ niedriger Obergrenze vor. Hinzu kommen besondere Regelungen für die Besteuerung der Zinsen. Da die europäischen Banken bzw. die dortigen Niederlassungen von US-Banken an diese Einschränkungen nicht gebunden sind, wird die Anlage von US-Dollar zu besseren Konditionen im Off-Shore-Markt attraktiv, und das ohne ein Wechselkursrisiko tragen zu müssen. Darüber hinaus gelten von 1965 bis 1974 Kapitalverkehrsbeschränkungen in den USA, um das US-Zahlungsbilanzdefizit zu bekämpfen. US-amerikanische Unternehmen umgehen dieses allerdings durch bilanztechnisches Verschieben der Gewinne auf ihre ausländischen Töchter. Ähnliche Vorschriften in den USA gelten auch für die Kreditvergabe, bei der die Bildung eines unverzinslichen Gegenguthabens von bis zu 20% der Kreditsumme gefordert wird. Auch dies gilt so nicht für Banken in London. Damit werden aber beide Bankentätigkeiten aus den USA verdrängt und stärken die Euro-Dollar-Märkte (vgl. Ehrlicher 1984: 134f; Krugman / Obstfeld 2004: 827).
Mit dem Ende des Bretton-Woods-Systems enden auch in weiten Bereichen die Kapitalverkehrskontrollen und die Freigabe der Wechselkurse erfolgt. Damit ist ein Antrieb für den Euro-Dollar-Markt gefallen. Zugleich ergibt sich aber ein erneuter politischer Grund für die Anlage von US-Dollar in Europa: Die beiden Öl-Krisen 1973/74 und 1979/80 bescheren den OPEC-Staaten Einnahmen in ungekannter Höhe. Da Öl in US-Dollar gehandelt wird, besitzen diese Staaten nun enorme Devisenreserven, die sie aber, aus ähnlichen Motiven wie 20 Jahre zuvor die Sowjetunion, nicht in den USA anlegen, sondern lieber bei europäischen Banken einzahlen. Das Wachstum der Euro-Dollar-Märkte geht also ungebremst weiter (vgl. Krugman / Obstfeld 2004: 827).
Die Folgejahre zeigen keine neuen Entwicklungsstufen. Vielmehr werden die nun vorhandenen Märkte in Anbetracht der Freigabe von Kapitalverkehr und dem freien Floaten der Währungen zueinander wie selbstverständlich genutzt. Neben der weitreichenden Entwicklungen in der Telekommunikationstechnik bleiben aber unterschiedliche regulatorische Maß-
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nahmen der Einzelstaaten die Triebfedern. Beispielsweise entfallen in Groß Britannien Min-desreservevorschriften, die für Pfundkredite sehr wohl gelten, für Einlagen in anderer Währung. Daher genießen Banken im Vereinigten Königreich einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Banken in den USA oder auch Deutschland, wo diese Vorschriften für alle Einlagen ähnlich beschaffen sind. Die Feststellung, dass solche Staaten zu Umschlagplätzen des internationalen Kapitals werden, in denen generell oder für Fremdwährungen vergleichsweise lockere Bestimmungen gelten, lässt sich auch am Beispiel Luxemburg ablesen (vgl. Krugman / Obstfeld 2004: 828). Die globale Integration der globalen Finanzmärkte, beginnend mit dem Devisenmarkt, setzt sich auch in den Folgejahren fort. Zunächst entsteht in den 1980ern ein globaler Markt für Anleihen. Dieser ermöglicht insbesondere ein breiteres Angebotsspektrum für die Finanzierung von Unternehmen abseits vom klassischen Bankkredit, der allenfalls durch unterschiedliche Zinssätze in den verschiedenen Staaten eine gewisse Auswahl bietet. Erst zu Beginn der 1990er erfolgt schließlich auch die Internationalisierung der Aktienmärkte mit Käufen von Unternehmensanteilen im großen Stil durch institutionelle amerikanische Anleger und die Listung von ausländischen Unternehmen an den US-Börsen (vgl. Cobbers 2005: 86ff).
Bis zu diesem Zeitpunkt Anfang der 1990er kann man allgemein von positiven Effekten der Internationalisierung der Kapitalmärkte sprechen, auch wenn der Zusammenbruch des Bretton-Woods-Systems einen ersten Eindruck vermittelt hat, welche Gefahren damit einher gehen. Augenfällig und markant werden diese Gefahren in den 1990er Jahren mit diversen Währungs- und Finanzkrisen rund um den Globus. Zu nennen sind hier die EWS-Krise 1992, die Mexiko-Krise 1994/95, sowie in deren Folge die Asien-Krise 1997 an die sich die Russ-land-Krise 1998 anschließt. Nicht alle Krisen sind allein im internationalen Kapitalmarkt begründet, dennoch wirken sich diese im Geflecht der Kapitalströme global aus (vgl. Eichengreen 2003).
Ins Blickfeld insbesondere der deutschen Öffentlichkeit dürften in diesen Zusammenhang jüngst die feindliche Übernahme der Mannesmann AG durch die britische Vodafone im Jahr 2000 sowie die 'Heuschrecken-Debatte' aus dem vergangenen Jahr gerückt sein, die den Aufkauf von Firmen durch meist ausländische Investment-Fonds und deren möglichst gewinnbringende Abwicklung thematisierte. Womit ich im nächsten Abschnitt zu Akteuren und Strukturen auf dem globalen Kapitalmarkt komme.
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3. Akteure und Struktur der internationalen Finanzmärkte
3.1. Akteure
Die internationalen Finanzmärkte sind im wesentlichen durch vier Akteure gekennzeichnet:
Die Geschäftsbanken stehen schon allein wegen der von ihnen durchgeführten globalen Abwicklung von Zahlungen und der Gewährung von Krediten im Zentrum. Schließlich sind sie die ersten Geschäftspartner von Unternehmen, Staaten oder auch Privatpersonen. Dabei sind die Geschäfte von Einlagen diverser Laufzeiten sowie von Krediten geprägt. Die Banken sind es, die Kundenaufträge auf globaler Bühne ausführen. Hinzu kommen Einlagen anderer Banken (sog. Interbankeneinlagen) oder die Bank ist selbst ein multinationales Unternehmen (Stichwort 'Global Player'), sodass sich schon allein daraus internationale Kapitalströme, obwohl eigentlich Bankintern, ergeben. Das Ent- und Bestehen multinantionaler Banken ist auch dem Umstand geschuldet, dass die Institute die verschiedenen gesetzlichen Regelungen in unterschiedlichen Ländern ausnutzen und selbst ihren Kunden anbieten wollen. Einen weiteren Akteur stellen Unternehmen dar, meist solche, deren Tätigkeit sich über mehrere Staaten erstreckt. Ihr Interesse ist es mit Hilfe des globalen Kapitalmarkts möglichst günstig Investitionen zu finanzieren. Dabei greifen sie auf Kredite bei Banken, die Ausgabe von Aktien oder von Anleihen zurück. Dies alles geschieht in der Regel in Kooperation mit einer oder mehreren Geschäftsbanken oder anderen institutionellen Vermittlern. Dennoch stellen (multinationale) Unternehmen aufgrund des vergleichsweise großen Kapitalbedarfs einen bedeutenden Faktor dar.
Neben den angesprochenen Banken existieren als dritter Akteur noch bankfremde Finanzdienstleister. Darunter sind beispielsweise Investmentfonds, Pensionsfonds oder auch Versicherungsgesellschaften zu verstehen. Dazu treten sog. Investmentbanken, die sich auf die Platzierung von Unternehmen oder Anleihen an den Börsen spezialisiert haben. Klassische Bankdienstelistungen bieten diese aber nicht an. Die Entstehung solcher Investmentbankenwie z.B. Goldman Sachs - ist auf den Umstand zurückzuführen, dass in den USA Banken das Wertpapiergeschäft untersagt war und erst in jüngster Zeit dieses Verbot gelockert wurde. Als vierten und letzten Akteur auf dem globalen Kapitalmarkt sollen zum Schluss noch die Zentralbanken genannt werden, die vor allem in Form von Devisenmarkttransaktionen auf dem internationalen Finanzmarkt in Erscheinung treten. In Verbindung zu diesen stehen aber auch weitere staatliche Stellen, beispielsweise die Regierung, die sich auf den globalen Kapitalmärkten verschulden (vgl. Krugman / Obstfeld 2004: 821f). Erwähnt sei in diesem Zusammenhang die erst kürzlich erfolgte Auflegung einer Dollar-Anleihe durch die Bundesregierung (vgl. von Heusinger 2005).
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3.2. Struktur
Nach den gerade dargestellten Akteuren auf den internationalen Finanzmärkten sollen nun die Strukturen dargestellt werden. Wie schon in der historischen Darstellung angemerkt, lassen sich die internationalen Finanzmärkte in drei Teilmärkte unterscheiden: Den Devisenmarkt, den Anleihenmarkt und den Aktienmarkt. Aus Sicht der Globalisierung ist der erste der älteste und der letztere der jüngste. In letzter Zeit lässt sich aber aufgrund diverser Finanzinnovationen eine zunehmende Vermischung der Teilmärkte ausmachen. Bedeutender ist jedoch die auch im Rahmen der Kapitalbilanz vorgenommene Unterscheidung zwischen Portfolioinvestitionen und ausländischen Direktinvestitionen. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass mit ersterem lediglich Renditeinteressen verbunden sind, wohingegen mit dem zweiten die Einflussmöglichkeiten auf dem ausländischen Markt im Vorder-grund stehen. Der globale Kapitalmarkt eröffnet somit ein breiteres Spektrum zur Anlage von Geldern als auf dem heimischen Markt, insbesondere in Form von Aktien. Umgekehrt gilt dies bei der Suche nach Krediten genauso. Der Schuldner kann sich aus dem weltweiten Kreditangebot von Banken das für ihn günstigste heraussuchen oder entsprechende Anleihen herausgeben. Zur Absicherung von Wechselkursrisiken greifen beide Gruppen dann auf die entsprechenden Angebote am Devisenmarkt zurück.
Welche Verteilung auf die genannten Bereiche und welches Ausmaß nehmen nun die internationalen Kapitalflüsse an? Festzustellen ist, dass die Anfangs wichtigste Gruppe der Kapitalflüsse - die Kreditvergabe über Grenzen hinweg - an Bedeutung verliert, stark angestiegen sind hingegen Portfolioinvestitionen, aber auch Direktinvestitionen. Eine Erklärung für den Rückgang der Bedeutung von Krediten ist darin zu sehen, dass heute zunehmend Nicht-Banken als Akteur auftreten und zudem die Handelbarkeit von Forderungen in Form von Anleihen im Vordergrund steht. Der Anstieg bei den Portfolioinvestitionen liegt darin begründet, dass Anleger sich nicht auf den Heimatmarkt bei der Suche nach einer guten Rendite beschränken. Im Bereich der Direktinvestitionen dürfte der Anstieg seinen Ursprung in den ebenfalls globalisierteren Handelsströmen mit Gütern und Dienstleistungen haben, sowie dem Interesse von Unternehmen auf anderen Märkten präsent zu sein (vgl. Tabelle 1).
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Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang dennoch, dass der Umfang der Kapitalströme gemessen am Welt-BSP lediglich knapp 10% beträgt, während die Rate der weltweiten Exporte mit mehr als 22% am Welt-BSP mehr als doppelt so hoch liegt. Der globale Kapitalmarkt ist ohne den globalen Devisenmarkt nicht denkbar. Alle Kapitalströme über Währungsgrenzen hinweg sind auf Devisengeschäfte angewiesen. Daher ver-wundert es nicht, dass auch an den Devisenmärkten ein starkes Wachstum festzustellen ist (vgl. Tabelle 2).
Festzuhalten ist bei der Betrachtung des Wachstums der internationalen Kapitalmärkte aber deren Entkoppelung vom internationalen Handel, für dessen reibungslose Abwicklung vor allem der Devisenmarkt und die Konvertibilität der Währungen von Belang ist. Erklärbar ist dies nur im Rückgriff auf die stark gestiegenen Portfolioinvestitionen, die - wie erläutertjeweils die besten Renditechancen auf dem Globus suchen (vgl. Sauernheimer 2001: 23ff; Krugman / Obstfeld 2004: 820f).
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4. Politische Probleme
Freier Kapitalverkehr als Grundlage für den globalen Kapitalmarkt bietet gesamtwirtschaftliche Vorteile, sowie - die andere Seite der Medaille - auch Risiken. Gesamtwirtschaftliche Fragen sind aber immer auch zugleich politische Fragen.
Zunächst zu den Vorteilen freien Kapitalverkehrs: Er eröffnet die Möglichkeit der effizienteren Kapitalallokation, als dies auf einem kleineren Binnenmarkt der Fall wäre. Das Kapital sucht sich gewissermaßen den Ort seiner bestmöglichen Rentabilität. Somit wird es auch in jenen Ländern verfügbar, die eine geringe Kapitalausstattung aufweisen und ermöglicht umgekehrt jenen Staaten eine höhere Rendite mit hoher Kapitalausstattung. So werden auch große Investitionen, die mitunter Skaleneffekte erst ermöglichen, auch in kapitalärmeren Staaten durchführbar. Ebenso als Vorteil ist eine spannungsfreie Leistungsbilanzfinanzierung zu zählen. Der internationale Kapitalmarkt hebt somit die Restriktion auf, Warenimporte mit Wa-renexporten bzw. den dadurch erwirtschafteten Devisen begleichen zu müssen. Der intertem-porale Handel wird möglich. Nicht zuletzt steigt mit dem freien Kapitalverkehr der Wettbewerbsdruck für alle. Dies gilt zuerst für den Bankensektor, aber auch für die Industrie und
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Privatleute und natürlich auch für staatliche Stellen und die Politik. Die Risiken im Zusammenhang mit nicht überwachtem Kapitalverkehr liegen zum einen in der Gefahr eine überhöhten Gläubiger-Schuldner-Position. Der Knackpunkt hierbei ist, weshalb Kapital in ein Land strömt, und wie es dort verwendet wird: Für Investitionen oder Konsum. Ersteres steht für solides Wirtschaften, das auch eine reale Rendite erwarten lässt, letzteres hingegen kann leicht in die Verschuldungsfalle führen, was sich weder für den betroffenen Staat noch für die Geldgeber auszahlt. Die Gefahr des globalen Kapitalmarktes besteht somit vor allem in der zu leichtfertigen Aufnahme und Vergabe von Krediten. Zum anderen kann es zu Instabilitäten an den Finanzmärkten kommen. Dies insbesondere dann, wenn Wechselkurserwartungen die Anleger dazu verleiten massenhaft in eine Währung zu investieren oder aus ihr zu flüchten, ohne dass realwirtschaftliche Daten dies unterfüttern. Verwerfungen an den Finanzmärkten können die Folge sein (vgl. Fröhlich 1989: 6ff; Müller 2000: 26ff).
4.1. Das Trilemma der Politik
Für einen Staat gibt es in Bezug auf den Kapitalverkehr ein Trilemma, denn nur zwei der drei folgenden Ziele können gleichzeitig umgesetzt werden. 1. ein fester Wechselkurs oder/und
2. die Geldpolitik zur Verfolgung innerstaatlicher Ziele oder/und 3. freier Kapitalverkehr
Eine Regierung, die zum Beispiel zwar freien Kapitalverkehr zulässt, zugleich aber einen festen Wechselkurs anstrebt, gibt somit die Geldpolitik als Instrument der Wirtschaftspolitik auf. Nach dem Zusammenbruch von Bretton Woods haben sich die westlichen Industrieländer, und mittlerweile auch viele andere, zur Aufgabe des ersten Ziels entschlossen, eine Ausnahme ist hier China, dessen Währung gegenüber dem Dollar fixiert ist. Eine weitere Ausnahme stellt die Euro-Gruppe dar. Sie hat sich für eine Währungsunion, also festen Wechselkursen entschlossen. Trotzdem bleiben die beiden übrigen Ziele bestehen, wenn auch unter Aufgabe des Instruments der Geldpolitik als Mittel für jede einzelne der zwölf Volkswirtschaften. Denn die Geldpolitik der EZB erfasst nur die kummulierte, virtuelle Euroland-Wirtschaft und nicht die Frankreichs oder Deutschlands. Da die entfallenen Wechselkurse Leistungsunterschiede nicht länger widerspiegeln können, wurde der Stabilitäts- und Wachstumspakt vereinbart (vgl. Krugman / Obstfeld 2004: 824).
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4.2. Steuerung und Aufsicht durch staatliche Organe
Neben dem Problem des Trilemma, bei dem von der Politik einmal eine Entscheidung zugunsten einer der drei Kombinationsmöglichkeiten getroffen werden bzw. diese immer wieder aufs Neue gerechtfertigt werden muss, stellen Steuerung und Überwachung des Banken-sektors die staatlichen Organe laufend vor neue Herausforderungen. Auf nationalstaatlicher Ebene gelten in Anbetracht der Erfahrungen der Vergangenheit (z.B. die Große Depression in den 1930ern) strikte Vorsichtsregeln, die auch verhältnismäßig einfach überwacht werden können. Dazu zählen Bestimmungen über Einlagensicherung, Eigenkapital- und Mindestreservervorschriften ebenso wie eine institutionalisierte Bankeaufsicht und die Möglichkeit für die Zentralbank im Fall der Fälle einer, von einer Liquiditätskrise betroffenen Bank, mit zusätzlichem Bargeld auszuhelfen, somit als 'Gläubiger der letzten Instanz' aufzutreten (vgl. Krugman / Obstfeld 2004: 830f).
Diese auf Nationalstaaten bezogenen Regelungen verlieren in Bezug auf den globalen Kapitalmarkt, dessen Merkmal ja gerade Finanztransfers über Ländergrenzen hinweg sind, schnell an Wirksamkeit. Nicht zuletzt erfuhr der internationale Finanzmarkt gerade seine Blüte in den 1970ern aufgrund der unterschiedlichen rechtlichen Behandlung von einheimischer und Fremdwährung beispielsweise in Bezug auf die Mindestreservevorschriften in Groß Britannien. Wenn, dann müssten derartige Vorschriften weltweit einheitlich geregelt werden, da sonst immer ein Land auf Kosten der anderen profitiert. Eine erfolgreiche Abstimmung muss aber als utopisch angesehen werden. Ähnlich verhält es sich bei Einlagensicherungen. Diewie oben aufgezeigt - enormen Kapitalmengen, insbesondere im Interbankenhandel, lassen sich realistischerweise kaum absichern. Der Bereich der Überwachung von Transaktionen im internationalen Umfeld bzw. der Durchsetzung von Vorschriften gestaltet sich problematisch. Welche Aufsichtsbehörde welchen Staates soll beispielsweise die Tochter einer französischen Bank mit Sitz in der Schweiz, die Einlagen lautend auf britische Pfund hält, überwachen bzw. nötige Sanktionen durchsetzen? Die gleiche Problematik ergibt sich auch bei Engpässen der Liquidität in solch einem Fall. Welche Zentralbank soll als 'Gläubiger letzter Instanz' auftreten? (vgl. Krugman / Obstfeld 2004: 832f).
Um diesen Problemen etwas entgegen zu setzen, arbeiten die nationalen Aufsichtsbehörden auf internationaler Ebene zusammen. Der Ort dafür ist der 'Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht und -regulierung'. Er dient vor allem als Koordinierungsstelle und ermöglicht die breite Durchsetzung gleichlautender Regularien. Jüngstes Beispiel sind die Kreditvergaberichtlinien, die unter dem Stichwort 'Basel II' bekannt sind (vgl. Krugman / Obstfeld 2004: 835f).
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4.3. Umverteilungsproblematik
Neben den Problemen bei der Überwachung und Steuerung ergeben sich aber auch innenpolitische Probleme. Ersichtlich ist diese beispielsweise an der hitzig geführten Globalisierungsdebatte und an globalisierungskritischen Gruppen wie attac. Tagtäglich beherrschen Meldungen von neuem Arbeitsplatzabbau die Nachrichten. Von vielen Menschen wird die Globalisierung dafür verantwortlich gemacht. Inbegriffen ist dabei natürlich, neben der Globalisierung der Warenmärkte, auch jene der Kapitalmärkte.
Aufgrund des freien Kapitalverkehrs kann das Kapital dorthin fließen, wo die höchste Rendite erwirtschaftet wird. Die Rendite auf Kapital ist gleich der Verzinsung, diese wiederum ist ein Maß des Preises für Kapital. Was geschieht nun mit diesem Preis und wie wirkt sich dies auf die Volkswirtschaft aus?
In Grafik 2 ist dies schematisch dargestellt. Auf der X-Achse ist das gesamte, in den beiden beteiligten Ländern verfügbare Kapital abgetragen. Von links das im kapitalreichen In-dustrieland vorhandene und verwendete (0 IL -A), von rechts das im kapitalarmen Entwick-lungsland vorhandene und verwendete (0 EL -A). Die beiden Graphen stellen das Grenzprodukt des Kapitals dar. Diese sind fallend, da eine zusätzlichen Einheit Kapital den Output nicht ebenfalls um eine Einheit steigert, beispielsweise aufgrund nicht im selben Maß vorhandener Arbeitskraft. Die Gesamtproduktion im Industrieland ist daher die Fläche 0 IL -A-B-C. Für das Entwicklungsland gilt folglich, dass die Gesamtproduktion der Fläche 0 EL -A-D-E entspricht. Ebenfalls erkennbar in der Grafik ist der Zinssatz: Im Industrieland beträgt er die Strecke A-
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B, im Entwicklungsland die Strecke A-D.
Da der Zinssatz im Entwicklungsland sehr viel höher liegt als im Industrieland (der knappere Faktor Kapital erzielt im Entwicklungsland einen höheren Preis), wird bei freiem Kapitalverkehr Kapital aus dem Industrie- ins Entwicklungsland abfließen. Dies geschieht so lange, bis sich die Zinssätze aneinander angeglichen haben, mithin der Weltzinssatz G-F gilt. Zugleich mit dem Transfer des Kapitals verändern sich im Zuge der veränderten Kapitalausstattung auch die Grenzprodukte des selben in beiden Ländern. Auch sie gleichen sich an (Schnittpunkt F).
Für die beteiligten Volkswirtschaften wirkt sich der Kapitaltransfer wie folgt aus. Die Produktion im Industrieland geht um die Fläche A-B-F-G zurück, im Entwicklungsland legt sie um die Fläche A-D-F-G zu. Somit steigt die gesamte Weltproduktion um die schraffierte Fläche B-D-F. Jedoch verliert das Industrieland nicht etwa den Wohlstand, der aus dem Rückgang der Produktion resultieren würde, vielmehr fließt ihm dieser nun in Form von Zinszahlungen aus dem Entwicklungsland zu. Denn das nun im Entwicklungs- statt im Industrieland eingesetzte Kapital gehört diesem ja nach wie vor und daher erhält es Zinsen (Fläche A-H-F-G), die vom Entwicklungsland gezahlt werden. Dem Entwicklungsland verbleibt damit als Zuwachs an Wohlstand die Fläche D-F-G. Während diese Betrachtung verdeutlicht, dass beide Länder und die Welt insgesamt vom Kapitaltransfer profitieren, verstellt sie zunächst den Blick auf die damit einhergehende Umverteilung innerhalb der Staaten (vgl. Sauernheimer 2001: 29ff).
Die gegenüber Grafik 2 um zwei schraffierte Flächen erweiterte Grafik 3 verdeutlicht die Umverteilungsvorgänge innerhalb der beteiligten Staaten zwischen den beiden Gruppen Kapi-
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talbesitz und Arbeitskraft, die für die produktive Verwendung des Kapitals erforderlich ist. Zunächst zum Industrieland:
Vor dem Kapitaltransfer betrug der Zinssatz die Strecke A-B. Somit steht den Kapitalbesitzern als Einkommen die Fläche A-B-L-0 IL zu, den Arbeitnehmern die restliche Fläche unter der Grenzproduktkurve (B-C-L). Durch die Kapitalübertragung ändert sich, wie dargestellt, der Zinssatz. Er steigt im Industrieland an und den Kapitalbesitzern fällt nun die Fläche G-F-K-0 IL als Einkommen zu, es steigt also an, zumal diesen auch noch die nun aus dem Ausland zustehenden Zinszahlungen der Fläche A-H-F-G zufließen. Den Arbeitnehmern hingegen geht die Fläche B-F-K-L verloren und sie können nur noch ein Einkommen von F-C-K erzielen, eine klare Verminderung.
Im Entwicklungsland stellt sich die Situation genau umgekehrt dar. Dort sinkt der Zinssatz gegenüber dem Zustand vor dem Kapitaltransfer von der Strecke A-D auf nun G-F. Das Einkommen der dortigen Kapitalbesitzer geht von der Fläche 0 EL -M-D-A auf nun 0 EL -N-H-A zurück. Die Arbeitnehmer sind hier die Gewinner, sie erhalten nun zusätzlich die Fläche N-M-D-F und verfügen damit über ein Gesamteinkommen von der Fläche N-E-F. Die durch den Kapitaltransfer erreichte Steigerung der Weltwohlfahrt verteilt sich demnach auf die Kapitalbesitzer des Industrielandes und die Arbeitnehmer im Entwicklungsland. So wie beim Modell von Heckscher-Ohlin für den Güterhandel, profitieren auch beim 'Handel mit Kapital' jene Gruppen innerhalb der Staaten, die den reichlich vorhandenen Faktor besitzen. Die politischen Probleme ergeben sich also vor allem auf Seiten der kapitalexportierenden Industriestaaten durch die organisierte Arbeitnehmerschaft und kaum in den Entwicklungsländern. Dort sind Proteste durch die meist einflussreichen Besitzer von Kapital zu erwarten, die aber nur eine Minderheit repräsentieren. Eine Entschädigung der Arbeitnehmer in den Industriestaaten wäre zwar denkbar, realistisch betrachtet erfolgt diese aber nicht. Auch deshalb erfahren globalisierungskritische Gruppen von Seiten der Bevölkerung in den Industriestaaten zunehmend Unterstützung.
5. Schlussbetrachtung
Wie aufgezeigt hat sich der globale Kapitalmarkt in den vergangenen 60 Jahren zu einem jeden betreffenden Phänomen entwickelt. Er ist die Grundlage für unsere heutige Welt, die von einem weltumspannenden Waren- und Dienstleistungsangebot geprägt ist. Nur mit seiner Hilfe können die dafür notwendigen Zahlungen geleistet, die nötigen Investitionen finanziert werden. Er leistet die in den alternden Industrienationen zur Bewältigung der demographischen Probleme erforderliche Diversifizierung bei der Kapitalanlage und ermöglicht damit zugleich die Entwicklung in den kapitalarmen Entwicklungsländern. Gänzlich neu und bis-
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lang einmalig ist diese Tatsache aber nicht, so waren auch schon zu Zeiten des Goldstandards vor dem Ersten Weltkrieg internationale Kapitalflüsse alltäglich und zum Teil weit aus umfangreicher.
Wie ebenfalls erwähnt, gehen mit dem freien und nahezu reglementierungsfreien Handel mit Forderungen auch Risiken für die globale Wirtschaftsordnung einher. Die Währungs- und Wirtschaftskrisen in den 1990ern führen diese vor Augen. Nicht zu vernachlässigen ist daher das nach wie vor hohe Leistungsbilanzdefizit der Vereinigten Staaten. Denn die negative Leistungsbilanz bedingt definitionsgemäß eine positive Kapitalbilanz, mithin den Import von Kapital und damit das Anhäufen von Auslandsschulden. Sollten die Gläubiger den Glauben daran verlieren, dass die US-Schuldner die Zinsen zahlen bzw. die Schulden begleichen können, so geriete der US-Dollar unter massiven Druck, eine neue Währungskrise stünde bevor. Da die Güter- und Kapitalmärkte stark miteinander verwoben sind, wäre dies Krise nicht auf den Dollar oder die USA begrenzt. Wahrscheinlich ist dieses Szenario aufgrund der Stärke und Dominanz der USA nicht, möglich jedoch schon.
Dies zeigt wie nötig die heutige Welt den globalen Kapitalmarkt braucht, es zeigt aber zugleich wie fragil er ist und welche Anstrengungen die Politik unternehmen muss, um die Bevölkerung dafür zu gewinnen und die Märkte stabil zu halten.
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Literaturverzeichnis
Cobbers, Christian (2005): Die Globalisierung der Finanzmärkte als wirtschaftsethische Herausforderung. Das Beispiel der Asienkrise. Onlinequelle, Stand: 11.06.2006:
http://www.iwe.unisg.ch/org/iwe/web.nsf/85174839e19c7d1ec125693800405cdf/ef28 c671e86193c6c1257014003f6b6e/$FILE/Die%20Globalisierung%20der%20Finanzm %C3%A4rkte%20als%20wirtschaftsethische%20Herausforderung.pdf Ehrlicher, Werner (1984): Entstehung und Rechtfertigung der Off-shore-Märkte. In: Bähre, Inge-Lore: Off-shore-Kreditmärkte, S. 122-152. Eichengreen, Barry (2003): Capital Flows an Crises. Cambridge, MIT Press. Fröhlich, Hans-Peter (1989): Freier Kapitalverkehr in Europa. In: Beiträge zur Wirtschafts- und Sozialpolitik, Heft 8/1990. von Heusinger, Robert (2005): Schuldenrepublik Deutschland. Onlinequelle, Stand 16.06.2006: http://zeus.zeit.de/text/2005/23/Dollar-Anleihen
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Sauernheimer, Hans (2001): Ausmaß und wirtschaftspolitische Konsequenzen der internationalen Kapitalmobilität. In: Politische Studien, Heft November/Dezember 2001, S. 22-36.
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Arbeit zitieren:
Christian Schneider, 2006, Der globale Kapitalmarkt - Entstehung, Struktur und politische Probleme, München, GRIN Verlag GmbH
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