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Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis....................................................................................................................... 2
Symbolverzeichnis 3
I. Einführung in die Thematik der geldpolitischen Strategien 4
II. Erläuterung und Abgrenzungen. 5
II A.) Time Lag in der Geldpolitik. 5
II B.) Indikatoren und Zwischenziele der Geldpolitik 5
II C.) Abgrenzung einstufiger und zweistufiger Strategien 6
III. Vier Geldpolitische Strategien 6
III A.) Geldmengensteuerung. 6
III B.) Wechselkurs als geldpolitische Zwischengröße. 8
III C.) Inflation targeting. 10
III D.) Taylor-Regel 12
IV. Vergleich der beiden wichtigsten Strategien: Geldmengen- vs. Inflationssteuerung 14
V. Fazit 16
Literaturverzeichnis 18
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Symbolverzeichnis
a, b = Koeffizienten zur Gewichtung der Arbeitslosigkeit im Vergleich zur Inflation i = nominaler Zins i* = nominale Zinsziel i t = nominalen Zinssatz M = Geldmenge M2, M3= Geldmengenaggregate P = Preisniveau = Inflationsziel p* u n = natürliche Arbeitslosenquote u t = Arbeitslosenquote und V = Umlaufgeschwindigkeit des Geldes Y = realer gesamtwirtschaftlicher Output 5 t = Inflationsrate
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I. Einführung in die Thematik der geldpolitischen Strategien
Die Wirtschaft eines Landes kann enorm von der Zentralbank, aufgrund der verschiedenen Möglichkeiten die ihr zur Verfügung stehen, beeinträchtigt werden. Daher ist es umso wichtiger, dass eine Strategie wohlüberlegt ausgewählt wird.
„Unter einer geldpolitischen Strategie, versteht man das längerfristig gültige Verfahren, nach dem über den Instrumenteneinsatz zur Verfolgung der Ziele entschieden wird. Die Endziele der Geldpolitik sind dabei in Form gesetzlicher Vorschriften vorgegeben.“ 1 Die geldpolitische Strategie kann prinzipiell als die konzeptionelle Vorgehensweise von Zentralbanken definiert werden, um ihre Endziele zu erreichen.
Im Allgemeinen gibt es zwei elementare Aufgaben, die eine geldpolitische Strategie erfüllen sollte. Zum einen, sollte sie, zur Erleichterung der Entscheidungen der geldpolitischen Verantwortlichen, bindende Rahmen und somit klare Strukturen bieten, und zum anderen, sollte sie zur Erhöhung der Glaubwürdigkeit der Geldpolitik, die Kommunikation mit der Öffentlichkeit und den Märkten verbessern. Verständlichkeit, ist für ein geldpolitisches Konzept besonders wichtig, dies heißt, dass es eine Heuristik liefern muss, welche die bestehenden Informationsmängel reduziert. Das spricht grundsätzlich für die Relevanz einer regelgebundener Zentralbankpolitik und gegen ein ausschließlich diskretionäres Handeln, bei dem alle möglichen Indikatoren weitgehend isoliert in den geldpolitischen Entscheidungsprozeß einfließen. Die Langfristigkeit einer geldpolitischen Strategie, fördert die Glaubwürdigkeit der Zentralbanken in der Öffentlichkeit und den Märkten. Voraussetzung für den Grundsatz der Kontinuität ist, dass die eingeschlagene Strategie widerstandsfähig gegenüber Veränderungen im Umfeld ist. 2
Eine stabilitätsorientierte Zentralbank sollte sich, an die im Rahmen der geldpolitischen Strategie festgelegten Regeln und Bedingungen halten.
Im Bezug auf diese Leitlinien, werden zunächst einmal in Kapitel II, Zwischenziele, Indikatoren und Grenzen der Geldpolitik erläutert. Anschließend werden in Kapitel III geldpolitische Strategien vorgestellt und schließlich werden in Kapitel IV die wichtigsten geldpolitischen Strategien miteinander verglichen.
1 Issing (1993), S. 240
2 Vgl. Sachverständigenrat „Auszug aus dem Jahresgutachten 2006/2007“
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II. Erläuterung und Abgrenzungen
II A.) Time Lag in der Geldpolitik
Die Auswirkungen der geldpolitischen Maßnahmen treten mit einer zeitlichen Verzögerung ein, und sind zudem auch noch meist schwer abschätzbar. Die auftretende zeitliche Verzögerung wird als Time Lag bezeichnet. Es gibt drei verschiedene Formen des Time Lag. Mit Inside Lag bezeichnet man die Verzögerung von Kenntnis der Situation bis zum Einsatz der geldpolitischen Instrumente.
Mit Intermediate Lag bezeichnet man die Verzögerung vom Einsatz der geldpolitischen Instrumente bis zum Eintreten spürbarer Wirkungen auf die Lage im Geschäftsbankenbereich. Mit Outside Lag bezeichnet man die Verzögerung vom Eintreten spürbarer Wirkungen auf die Lage im Geschäftsbankenbereich bis zur Auswirkung auf die gesamtwirtschaftlichen Zielvariablen.
Diese Drei Formen stellen die zeitliche Verzögerung der Auswirkungen der geldpolitischen Maßnahmen dar. 3
II B.) Indikatoren und Zwischenziele der Geldpolitik
Da es der Notenbank sehr schwer möglich ist, das Endziel der Geldwertstabilität direkt zu steuern, sind Zwischenziele nötig. Zwischenziele sind Größen, die im geldpolitischen Transmissionsprozess eine Zwischenstellung, zwischen den von der Notenbank steuerbaren Operating targets und den gesamtwirtschaftlichen Endzielen, einnehmen. Da zwischen Veränderungen des Operating target und den dadurch entstandenen Effekten zu einer Wirkungsverzögerung kommt, kann eine sich am Endziel orientierende Notenbank erst sehr spät darauf reagieren. Sie kann folglich erst dann reagieren, wenn eine Störung bereits eingetreten ist. Dadurch wäre ein rechtzeitiges Reagieren der Geldpolitik unmöglich. Aufgrund dessen ist eine indirekte Steuerung mittels einer Zwischenzielgröße empfehlenswert. Diese Zwischenzielgröße muss zum einen durch das Operating target gut steuerbar sein, und zum anderen muss sie in einem engen Zusammenhang mit der Endzielgröße stehen. Die Funktion einer Zwischenzielgröße besteht darin, dass sie der Notenbank als Orientierungshilfe dient, wie sie ihr Operating target einzusetzen hat. 4
3 Vgl. Jarchow (2003), S. 334 f.
4 Vgl. Bofinger/Reischle/Schächter (1996), S.246 ff.
Arbeit zitieren:
Jusof Emadzahdeh, 2007, Geldpolitische Strategien im Vergleich, München, GRIN Verlag GmbH
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