Management Summary
Mit der vorliegenden Arbeit zum Thema Open-Source-Software im Bereich Projektmanagement versuche ich die elektronischen Unterstützungsmöglichkeiten auf Basis von Open-Source-Software aufzuzeigen.
Unter Berücksichtigung des Lernstoffes meines Nachdiplomstudiums "Projektmanagement-Praxis" und der dabei erlernten Methoden habe ich mir zum Ziel gesetzt, diese Techniken sowohl mittels Softwareunterstützung als auch auf der Basis frei erhältlicher Software zu beurteilen.
Auf dem Markt sind zahlreiche gute, meist sehr umfangreiche Softwareprodukte zum Thema Projektmanagement erhältlich. Diese sind in der Regel kosten- beziehungsweise lizenzpflichtig. Nicht jederman kann bzw. will sich eine komplette und kostenintensive Softwaresuite leisten, wovon normalerweise sowieso nur ein kleiner Teil des angebotenen Umfanges genutzt wird. Deshalb habe ich primär einige Produkte auf Basis von Open-Source-Software zum Thema Projektmanagement begutachtet.
Meiner Meinung nach kann Softwareunterstüzung im Projektmanagemnt sehr hilfreich sein. Allerdings darf nicht vergessen werden: man muss die angewendeten Techniken verstehen. Nur so kann die gewählte Software eine effiziente Unterstützung bieten.
Vertiefungsarbeit „Open-Source-Software im Projektmanagement“ Seite 2 von 26
Inhaltsverzeichnis
1 These 4
2 Einleitung 4
3 Open-Source in der Projektarbeit 5
3.1 Problemstellung / Ausgangslage 5
3.2 Begriffsdefinitionen 6
3.2.1 Die Geschichte der Software 6
3.2.2 Open-Source 7
3.2.3 Software 8
3.2.4 Begriffe im Bereich Projektmanagement 9
3.2.5 Lizenz 10
3.2.6 GNU-Projekt 10
3.2.7 Free Software Foundation (FSF) 11
3.3 Ist-Sollvergleich, Problemanalyse 12
3.3.1 Dia 13
3.3.2 Doodle 13
3.3.3 Gantt-Projekt 13
3.3.4 Mind Map / Freemind 14
3.3.5 Open Office 14
3.3.6 Openproj 14
3.3.7 Open Workbench 15
3.3.8 PDF Creator 15
3.3.9 Weitere Software 15
3.4 Zwingende Open-Source-Produktanforderungen 15
3.5 Systemanforderungen 17
3.5.1 Softwareanforderungen für Betriebssystem 17
3.5.2 Hardwareanforderungen für Betriebssystem 17
3.6 Rahmenbedingungen 18
3.6.1 Support und Sicherheit 18
3.6.2 Kosten / Nutzen 19
3.6.3 Zielgruppen 20
3.6.4 Praxisrelevanz 21
4 Schlussfolgerungen 22
5 Persönliche Erkenntnisse 23
6 Literatur- und Quellenverzeichnis 24
6.1 Allgemeine Literaturhinweise zum Thema der Arbeit 24
6.2 Zitierte Literatur und Quellen 24
Vertiefungsarbeit „Open-Source-Software im Projektmanagement“ Seite 3 von 26
1 These
Ein transparentes, attraktives und zielorientiertes Projektmanagement, unter Anwendung elektronischer Unterstützungsmöglichkeiten auf der Basis von Open-Source-Software, erhöht das allgemeine Verständnis, die Faszination, die Effizienz und die Umsetzungsgeschwindigkeit für neue Projekte insgesamt oder zumindest für einzelne Arbeitsschritte.
2 Einleitung
Für die Arbeit mit Projekten steht auf dem Markt eine grosse Anzahl von Open-Source-Software zur Verfügung (Open-Source = nicht lizenzpflichtig).
Diese Untersuchung vermittelt einen Einblick in die Grundbedürfnisse des Anwenders, welche eine solche Software befriedigen sollte. Sie stellt auch die Faktoren dar, auf welche bei der Evaluation eines derartigen Produktes besonders geachtet werden muss. Der primäre Auftrag für das vorliegende Vertiefungsprojekt besteht im Kennenlernen der einzelnen Schritte und Methoden des Projektmanagements. Diese Abläufe werden im Präsenzunterricht fortlaufend behandelt.
Basierend auf diesen Erkenntnissen kann die angebotene Open-Source-Software anhand konkreter Kriterien analysiert und beurteilt werden.
Als Grundlage zu dieser Arbeit sollen sowohl Recherchen im Internet als auch in der verfügbaren Literatur dienen.
Vertiefungsarbeit „Open-Source-Software im Projektmanagement“ Seite 4 von 26
3 Open-Source in der Projektarbeit
3.1 Problemstellung / Ausgangslage
Für das Projektmanagement sind in den letzten Jahren zahlreiche elektronische Hilfsmittel entwickelt worden. Solche Medien werden in der Regel als Software angeboten. Eine Software wird geschrieben bzw. programmiert und im Anschluss produziert. Der Verkauf wird anschliessend in der Regel mittels oft aufwendiger Werbemassnahmen aktiviert. Leider bieten nicht alle Programme den erwarteten Erfolg. Man muss auch davon ausgehen, dass vom nomalen Nutzer bei gewissen Produkten oft weniger als ein Drittel der angebotenen Funktionen verwendet wird.
Dies ist eigentlich schade, kosten doch die guten und bedeutenden Produkte relativ viel. Darum darf man es als bedeutende Entwicklung bezeichnen, dass Open-Source Produkte auf dem Markt auftauchen und sich mit den "Grossen" anlegen. Ein Projektmanager auf der Suche nach einer Management-Anwendung für eine Desktopumgebung, insbesondere für wiederkehrende Themen, wie • Zielplanung • Zeit- und Terminplanung • Personalplanung und Personaleinsatzplanung • Budgetplanung • Risikoanalysen • Ressourcenverwaltung • Dokumentenverwaltung • Qualitätssicherung • Berichterstellung • Führung von Lasten- und Pflichtenheft • Notfallplanung • Projektumfeldanalyse
• Überwachung des Projektfortschritts (Meilensteine, Soll-Ist-Vergleich, etc.) • Netz- und Strukturpläne • Kritische Pfade
sollte meiner Meinung nach heute unbedingt auch ein Auge auf die Open-Source-Angebote werfen.
Folgende Themen werden gemäss PM Book (Projekt Management Body of Knowledge) in den 9 Hauptaufgabengruppen eines Projektes behandelt (Project Management Institute, 2004):
Vertiefungsarbeit „Open-Source-Software im Projektmanagement“ Seite 5 von 26
3.2 Begriffsdefinitionen
3.2.1 Die Geschichte der Software
In den Anfangsjahren der Computertechnologie verkauften Hersteller ihre Systeme inklusive kostenfreier Software. Der Kunde programmierte anschliessend auf dieser Basis selbst weiter. Der Wissensaustausch wurde von den Hardwareherstellern gefördert (Bsp. IBM). Erst in den 70er Jahren wurde Software kommerziell als eigenständige Produkte erstellt und vermarktet. Da aber die meisten Programme nach wie vor kostenfrei und quelloffen zur Verfügung standen, konnten sich proprietäre Produkte nur langsam etablieren. 1975 wurde "Microsoft" gegründet. Anfang der 80er Jahre brachte IBM den ersten PC auf den Markt, nahm das Projekt aber selbst nicht so richtig ernst und kaufte anfänglich Komponenten, wie z. B. Prozessoren und das Betriebssystem von aussen zu.
Mit dem PC und dem Entscheid von IBM, die Spezifikationen der Hardwarearchitektur zu veröffentlichen, begann ein tiefgreifender Wandel in der Computerlandschaft. Der Computer wurde zur Massenware; ein Industriestandard, unabhängig von einzelnen Herstellern und Unternehmen, war geboren.
Da IBM sich sehr früh auf das (zugekaufte) Betriebssystem MS-DOS festlegte und sicherstellte, dass alle Programme, die mit dem IBM-PC ausgeliefert wurden, nur mit diesem Betriebssystem funktionierten, dominierte MS-DOS innert kürzester Zeit den Markt und verdrängte das technisch bessere CP/M, das bis dahin überwiegend auf den "kleinen" Maschinen installiert war.
Ab dann entstand auch das Zeitalter der "Software aus der Schachtel". Massgefertigte Software für spezielle Anwendungs- und Aufgabenstellungen, erstellt von externen Dienstleistern und Firmen, verkauft über reine Vertriebsgesellschaften.
"Software" wurde zu einem Produkt, einem Endprodukt. Sie war nur noch für den bestimmten Anwendungsfall zu gebrauchen und bedurfte spezieller Strukturen, damit sie funktionierte. Der Kunde/Nutzer konnte keine Änderungen mehr selbst vornehmen, auch konnte er keine individuellen Anpassungen mehr hinein programmieren. Dadurch kann er diese Software nur noch nutzen und sich darauf verlassen, dass der Hersteller diese nach seinen Bedürfnissen und Vorstellungen funktionstüchtig erstellt hat. (Krumbein, 2005)
Vertiefungsarbeit „Open-Source-Software im Projektmanagement“ Seite 6 von 26
3.2.2 Open-Source
"Ich denke, dass jede allgemein nützliche Information frei sein sollte. Mit >frei< beziehe ich mich nicht auf den Preis, sondern auf die Freiheit, Informationen zu kopieren und für die eigenen Zwecke anpassen zu können. Wenn Informationen allgemein nützlich sind, wird die Menschheit durch ihre Verbreitung wieder reicher, ganz egal, wer sie weitergibt und wer sie erhält." (Stallmann, 1999)
Es wäre zu einfach und eigentlich auch falsch zu sagen: "Freie Software ist kostenlose Software", auch wenn Software häufig tatsächlich ohne Kosten bezogen werden kann. Der Begriff "freie Software" wird viel weiter gefasst und interpretiert. Falsch ist auch die Annahme, freie Software würde niemanden gehören, sei also quasi "frei". Auch freie Software "gehört" dem Urheber, mit allen Rechten und Pflichten. Nur er kann ursächlich bestimmen, was mit seinem Produkt geschieht.
Dies ist auch der Grund, warum aus dem englischen "free software" 1998 der Begriff "Open-Source" wurde und sich dieser Begriff heute durchgesetzt hat. Der Ausdruck "Open-Source" (was wörtlich übersetzt "offene Quelle" heisst) grenzt sich insofern leicht vom Begriff "free software" (freie Software) ab, als dass er nicht nur die vermeintliche oder tatsächliche Zweideutigkeit der Wortkombination mit "free" umgeht. ("Free", kostenlos, umsonst wird auch in Zusammenhang mit materiellen Gegenständen wie "Freibier" etc. verwendet.) Dies sowohl im übertragenen Sinn im ideellen Bereich für "freies Denken", "freie Rede" und so weiter -, als auch dass es einen wesentlicheren Aspekt der "freien Software" stärker betont: den offenen Quellcode.
Der Begriff "Open-Source-Software" wird übersetzt und synonym genutzt als "freie Software". Nun ist die Quelloffenheit allerdings eine notwendige, nicht aber hinreichende Voraussetzung für freie Software. Man denke zum Beispiel an die Möglichkeit, den Quellcode einer Software zwar einsehen zu können, aber keine Veränderungen daran vornehmen zu dürfen. Dies würde dem Gedanken hinter dem Begriff "Open-Source" nicht gerecht.
Heute definiert man vier Eigenschaften, der freie Software genügen muss, um als solche benannt zu werden: 1. Die Software darf ohne Einschränkungen benutzt werden. 2. Der Quellcode freier Software ist verfügbar. Er darf zitiert und aus ihm darf gelernt werden. 3. Sie darf ohne Einschränkungen und ohne Zahlungsverpflichtungen kopiert und weitergegeben werden. 4. Sie darf verändert und in veränderter Form weitergegeben werden. Erst diese Definition der Merkmale schaffte auch die Umgebung und Voraussetzungen, freie Softwareprojekte auf der Basis einer offenen, kooperativen Entwicklung und unter starker Beteiligung der Anwender zu realisieren. In diesen Projekten sind die beteiligten Entwickler in der Regel nicht auf der Basis von Verträgen (im Sinne von Arbeitsvertrag) gebunden und somit auch frei von Direktiven. Ein solcher Prozess wird natürlich auch durch die starke Verbreitung des Internets gefördert, da dadurch auch die räumliche Nähe der Beteiligten keine notwendige Beschränkung mehr darstellt. (Krumbein, 2005)
Vertiefungsarbeit „Open-Source-Software im Projektmanagement“ Seite 7 von 26
Arbeit zitieren:
Philippe Fleischlin, 2008, Open-Source-Software im Projektmanagement, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Methodenvergleich - Theorie & Praxis des Projektmanagements
Diplomarbeit, 76 Seiten
Die Gründung einer Naturheilpraxis
Betriebswirtschaftliche Aspekt...
BWL - Unternehmensgründung, Start-ups, Businesspläne
Diplomarbeit, 101 Seiten
Selbstorganisation für Projektleiter - So bewältigen Sie die Arbeits...
Seminararbeit, 25 Seiten
Blueprint zur Integration webbasierter PM (Projektmanagement-Tools) un...
Ingenieurwissenschaften - Wirtschaftsingenieurwesen
Masterarbeit, 120 Seiten
Kategorisierung von Open Source Projekten: Aufbau- und Ablauforganisat...
Diplomarbeit, 72 Seiten
Methoden des Multiprojektcontrolling: Möglichkeiten und Grenzen
Diplomarbeit, 69 Seiten
Entwicklung der virtuellen Organisation und und die Anforderungen der ...
BWL - Personal und Organisation
Seminararbeit, 27 Seiten
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Studienarbeit, 28 Seiten
Einsatzmöglichkeiten, Chancen und Nutzen von Web 2.0-Tools im Projektm...
Informatik - Wirtschaftsinformatik
Diplomarbeit, 92 Seiten
Einführung eines webbasierten Projektmanagement Tools am Beispiel der ...
Informatik - Wirtschaftsinformatik
Diplomarbeit, 103 Seiten
Organisation von Projekten - oder wie viel Organisation erträgt ein Pr...
BWL - Personal und Organisation
Diplomarbeit, 50 Seiten
Lernen 2.0 - Wie Social Software das Lernen und Wissensmanagement in G...
Masterarbeit, 222 Seiten
Verhaltenswissenschaftliche Aspekte des Projektmanagements
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Studienarbeit, 21 Seiten
Projektmanagement-Effektivität in Business-Organisationen
Diplomarbeit, 66 Seiten
Kennzahlen und Kennzahlensysteme
Mit dem Fokus auf Ziele der Re...
BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
Diplomarbeit, 26 Seiten
Transfernachweis zur Zertifizierung Projektmanagement-Fachmann (GPM)
Projektmanagement
Ingenieurwissenschaften - Wirtschaftsingenieurwesen
Projektarbeit, 68 Seiten
Körperliche Aktivität und deren Auswirkung auf Körper und Psyche des M...
Hausarbeit (Hauptseminar), 36 Seiten
Projektabschluss: Dokumentation der Projekterfahrung
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Hausarbeit, 32 Seiten
Philippe Fleischlin's Text Open-Source-Software im Projektmanagement ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Philippe Fleischlin hat den Text Open-Source-Software im Projektmanagement veröffentlicht
Philippe Fleischlin hat einen neuen Text hochgeladen
Interaktive Ambiente mit Open-Source-Software
3D-Walk-Throughs und Augmented...
Wolfgang Höhl
Towards A Trustworthiness Model For Open Source Software
How to evaluate Open Source So...
Davide Taibi
Geospatial Free and Open Source Software in the 21st Century
Proceedings of the first Open ...
Erwan Bocher, Markus Neteler
The International Free and Open Source Software Law Book
Shane Coughlan, Till Jaeger, Ywein van der Brande
Exploring Open Source Software Localization Methods
Assessing Business Value for L...
Ph. D. , Yurek K Hinz
0 Kommentare