II
INHALTSVERZEICHNIS
Abk ürzungsverzeichnis III
Darstellungsverzeichnis III
1 Einleitung 1
2 Terminologische Grundlagen. 2
2.1 Bustouristik 2
2.2 Kraftomnibus 2
2.3 Linienverkehr 3
2.4 Gelegenheitsverkehr 4
2.4.1 Ausflugsfahrten 5
2.4.2 Ferienzielreisen 5
2.4.3 Mietomnibusverkehr 6
3 Rückblick 7
3.1 Marktentwicklung 7
3.2 Angebots- und nachfrageseitige Situation 9
4 Gegenwärtige Situation 11
4.1 Marktentwicklung 11
4.2 Angebotsseitige Situation 13
4.2.1 Produkte. 15
4.3 Nachfrageseitige Situation. 19
5 Zukünftige Trends 23
5.1 Entwicklungsgründe 23
5.1.1 Änderung der Produkte 24
5.2 Zunehmende Substitution durch konkurrierenden Verkehr. 25
5.2.1 MIV (Motorisierter Individualverkehr) 25
5.2.2 Flugverkehr 26
5.3 Änderung der Demographie .................................................................. 28 5.4 Exkurs: Zukunftsvisionen....................................................................... 30 6 Schlussbetrachtung................................................................................... 32 Literatur- und Quellenverzeichnis................................................................. 34
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
bdo Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer e.V. DLR Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. F.U.R. Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e.V. GBK Gütegemeinschaft Buskomfort e.V. LCC Low Cost Carrier MIV Motorisierter Individualverkehr PbefG Personenbeförderungsgesetz RDA Reise-Ring Deutscher Autobusunternehmungen e.V.
DARSTELLUNGSVERZEICHNIS
Seite
Darst. 1 Reisearten des Gelegenheitsverkehrs nach § 46 ff. des PbefG 5
Darst. 2 Bustrends / Verkehrsmittelwahl, F.U.R. Reiseanalyse 2007 13
Darst. 3 bdo / Schadstoffausstoß 2004 16
Darst. 4 RDA-Auswertung der Reiseanalyse 2007 22
Darst. 5 Demographische Entwicklung 30
1 EINLEITUNG
Die Bustouristik kann sich seit Jahrzehnten am Reisemarkt behaupten und für den Deutschlandtourismus ist der Reisebus nicht mehr wegzudenken. Dennoch scheint die bisher stabile Positionierung der Bustouristik gefährdet. Der steigende Wettbewerbdruck durch Individual- und Flugtourismus als auch ein verändertes Freizeitverhalten und immer neue Reiseansprüche der Kunden spielen dabei eine entscheidende Rolle. Trotz dieser negativen Faktoren stehen die Chancen für die Bustouristik gut, möglicherweise auch weiterhin positiv in die Zukunft blicken zu können. Die zukünftige Entwicklung sowie Positionierung soll die folgende Ausführung beleuchten.
Diese Arbeit gibt einen Überblick über die zukünftige Entwicklung und Trends der Bustouristik. Zuerst werden zum besseren Verständnis des Begriffs Bustouristik die terminologischen Grundlagen erklärt. Im folgenden wird auf die geschichtliche Entwicklung der Bustouristik bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt eingegangen. Der Rückblick in die Branche ist dabei aufgeteilt in Marktentwicklung sowie angebots-und nachfrageseitige Situation. Ebenfalls wird die gegenwärtige Situation im Hinblick auf Marktentwicklung, Produkte, angebots- und nachfrageseitige Situation der Bustouristik erläutert. Der Hauptteil der Arbeit befasst sich mit den zukünftigen Trends der Bustouristik in bezug auf Entwicklungsgründe, Änderung der Produkte und die Substitution durch konkurrierende Verkehrsträger. Ferner folgt noch ein Abriss der Änderung der Demographie und deren Auswirkung auf die Bustouristik. Zuletzt noch ein Ausblick von Experten der Branche und ihre Visionen über die Bustouristik von morgen.
2 TERMINOLOGISCHE GRUNDLAGEN
2.1 Bustouristik
Um einen Überblick über die Bustouristik zu erhalten, werden in diesem Abschnitt der Arbeit zuerst die terminologischen Grundlagen erläutert. Dabei wird der Begriff Bustouristik im Allgemeinen definiert und im Folgenden werden die verschiedenen Verkehrs- und Reiseformen der Bustouristik aufgezeigt.
Die Bustouristik definiert sich durch die am Markt agierenden Busreiseveranstalter, die ein Gesamtpaket von Reiseleistungen, wie Transport, Unterkunft und Programm vor Ort, anbieten. Dabei spricht man auch von Fremdenverkehrsunternehmen. „Diese bieten überwiegend Leistungen Dritter zur Befriedigung des zeitweiligen Ortsveränderungsbedürfnissen und damit zusammenhängender anderer Bedürfnisse an“. 1 Die Leistungen werden zu einer neuen und eigenständigen Leistung verbunden und im Namen und auf Rechnung des Reiseveranstaltungs-Unternehmen angeboten.
Haupttransportmittel in der Bustouristik ist der Bus, der die Kunden vom Ausgangsort zum Ziel und wieder zurück befördert. Meist wird der Bus auch vor Ort für Rundfahrten, Besichtigungstouren und Transferfahrten eingesetzt. 2 Daneben sind Kombinationen aus Bus- / Flugreise und Bus- / Schiffsreise (Boom Kreuzfahrten) im Aufkommen, als Reaktion der Busunternehmen auf geänderte Reiseverhalten.
2.2 Kraftomnibus
Aus der Personenbeförderung der früheren Zeiten mit der Kutsche entwickelte sich mit Erfindung des Motors der Omnibus. Das Wort „Omnibus“ kommt aus dem lateinischen und bedeutet „für alle“. 3 Ein Kraftomnibus ist laut Statistischem
1 vgl. Aschenbrenner, Peter, Analyse von Einflussfaktoren auf die deutsche Bustouristik, 1.
Aufl., Berlin, 2002, S. 16.
2 vgl. Aschenbrenner, Peter, Analyse von Einflussfaktoren auf die deutsche Bustouristik, 1.
Aufl., Berlin, 2002, S. 16.
3 Bus-Training, RDA, Teil 1, http://rda.de/html/modules/Downloads/fachreisebuero/Bus-
Training_1.pdf, [28.01.2008]
Bundesamt in Wiesbaden definiert als ein mehrspuriges Kraftfahrzeug, das nach Bauart und Einrichtung zur Beförderung von Personen im Straßenverkehr bestimmt ist und über mindestens zehn Sitzplätze einschließlich Fahrersitz verfügt. Diese Definition ist unabhängig davon, ob die Kraftfahrzeuge ihre Antriebsenergie einer Fahrleistung entnehmen (Obusse) oder sie mit sich führen (Kraftomnibusse). Der Verband Deutscher Automobilhersteller (VDA) schließt alle Arten von Bussen mit ein, die in deren Zulassungsstatistiken erfasst sind.
Zu den Arten von Bussen der Beförderungsleistung im Personenverkehr zählen: • Kleinbusse ab 10 Sitzplätze (Mini- bzw. Midibusse) • Linienbusse • Überlandbusse • Reisebusse 4
2.3 Linienverkehr
Linienverkehr gibt es im Straßenverkehr beispielsweise als Buslinie und Straßenbahnverkehr, in der Schifffahrt als Fährverkehr und im Luftverkehr als Linienflug. Linienverkehr ist das fahrplangebundene Verkehren von Fahrzeugen für die Personenbeförderung oder den Gütertransport. Linienverkehr zeichnet sich durch eine regelmäßige Verkehrsverbindung zwischen bestimmten Ausgangs- und Endpunkten und festgelegten Strecken mit veröffentlichten Fahrplänen und angegebenen Haltestellen aus. Linienbusverkehr hatte bisher in Deutschland eine eher untergeordnete Rolle, da Linienbusse auf Grund einer praktischen und spartanischen Ausstattung für entfernter gelegene touristische Reiseziele ungeeignet waren. Durch Kombibusse, die eine Nutzung als Überlandverkehr sowie Gelegenheitsverkehr zulassen, kann mittlerweile auch Gelegenheitsverkehr von bisher reinen Linienbusunternehmen angeboten werden. 5
4 vgl. Aschenbrenner, Peter, Analyse von Einflussfaktoren auf die deutsche Bustouristik, 1.
Aufl., Berlin, 2002, S. 18.
5 Bus-Training, RDA, Teil 4, http://rda.de/html/modules/Downloads/fachreisebuero/Bus-
Training_4.pdf, [28.01.2008]
2.4 Gelegenheitsverkehr
Touristische Fahrten eines Busunternehmens werden als Gelegenheitsverkehr bezeichnet. 6 Nach § 46 des Personenbeförderungsgesetzes werden alle Beförderungen als Gelegenheitsverkehr bezeichnet, die nicht als Linienverkehr zu verstehen sind. Nach dem Personenbeförderungsgesetz dürfen laut
Unterwegsbedienungsverbot beim Gelegenheitsverkehr während der Reise keine Fahrgäste aufgenommen werden. Die Ausnahme dabei sind Nachbarorte oder in ländlichen Räumen bis zu 30 km entfernte Orte. 7 Nach der EU-Verordnung können jedoch auch im Gelegenheitsverkehr Fahrgäste an anderen Orten aufgenommen werden. Im genauen bedeutet dies, dass für Fahrten im deutschen Inland nach wie vor die Regelung des Personenbeförderungsgesetzes gilt, für Fahrten mit einem Ziel im Ausland gilt dagegen die Regelung der EU-Verordnung. 8 Nach den § 48 und 49 des PbefG wird der Gelegenheitsverkehr in drei weitere Formen aufgeteilt, in Ausflugsfahrten, Ferienzielreisen und Mietomnibusverkehr. 9 Abbildung 1: Reisearten des Gelegenheitsverkehrs nach § 46 ff. des PbefG 10
6 vgl. Mundt, Jörn, Tourismus, 3. Aufl., München 2006, S. 316.
7 vgl. Rudolph, Harry, Tourismus-Betriebswirtschaftslehre, 2. Aufl., München 2002, S. 215.
8 vgl. Mundt, Jörn, Tourismus, 3. Aufl., München 2006, S. 318-319.
9 vgl. Mundt, Jörn, Tourismus, 3. Aufl., München 2006, S. 316 f.
10 Eigenen Darstellung in Anlehnung an Aschenbrenner, Analyse von Einflussfaktoren auf die
deutsche Bustouristik, S. 11.
2.4.1 Ausflugsfahrten
Zu den Ausflugsfahrten zählen nach § 48 PbefG Tagesausflüge und touristische Reisen wie Kurzreisen von 2-4 Tagen, sowie Mehrtagesfahrten wie beispielsweise Städte- oder Rundreisen. 11 Ziele dieser Fahrten sind meist touristische Sehenswürdigkeiten mit Erlebnischarakter. Ausflugs- oder Tagesfahrten werden vom Reiseveranstalter geplant und bieten allen Teilnehmern den gleichen Nutzen. Meistens werden Fahrten in die nähere Umgebung in einem Radius von 200 km angeboten, wobei gastronomische Leistungen mit inbegriffen sind. Standardmäßig werden diese Fahrten in einem Reise- bzw. Fernreisebus mit Reiseleitung durchgeführt. 12 Die Ausflugsfahrt muss nach Ende der Reise wieder an den Ausgangsort zurückführen. 13
2.4.2 Ferienzielreisen
Ferienzielreisen können 5 Tage bis 3 Wochen andauern und beinhalten die Hin- und Rückbeförderung nach einem festgelegtem Reiseplan. Speziell für das Verkehrsmittel Bus beschränkt sich die Leistung dieser Reiseart auf den Transfer zwischen Abfahrts- und ausgeschriebenen Ferienzielort und das Reiseziel ist für alle Teilnehmer gleich. Beförderung und Unterkunft mit oder ohne Verpflegung sind im Reisepreis einer solchen Reiseart enthalten und meist ist ebenfalls eine Reiseleitung mit inbegriffen. 14 Ferienzielreisen dienen primär zur Erholung der Fahrgäste. Nach dem Reiserecht handelt es sich bei Ferienzielreisen um Pauschalreisen, bei denen der Busunternehmer gleichzeitig zum Reiseveranstalter wird. Sie bedürfen einer Genehmigung der entsprechenden Landesverkehrsbehörde, in deren Bereich das Unternehmen seinen Sitz hat. 15 Nach § 48 (2) des PbefG darf eine solche
11 vgl. Mundt, Jörn, Tourismus, 3. Aufl., München 2006, S. 317.
12 Bus-Training, RDA, Teil 4, http://rda.de/html/modules/Downloads/fachreisebuero/Bus-
Training_4.pdf, [28.01.2008]
13 vgl. Mundt, Jörn, Tourismus, 3. Aufl., München 2006, S. 317.
14 vgl. Bus-Training, RDA, Teil 4, http://rda.de/html/modules/Downloads/fachreisebuero/Bus-
Training_4.pdf, [28.01.2008]
15 vgl. Mundt, Jörn, Tourismus, 3. Aufl., München 2006, S. 317.
Arbeit zitieren:
Petra Kreinhöffner, 2008, Zukünftige Positionierung der Bustouristik, München, GRIN Verlag GmbH
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