I
Inhaltsverzeichnis
Abk ürzungsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis. III
1 Einleitung 1
1.1 Problemstellung und Zielsetzung. 1
1.2 Aufbau der Arbeit 1
2 Konflikte in Projekten 2
2.1 Ursachen von Konflikten 3
2.2 Konflikttypen 5
2.3 Schaden und Nutzen von Konflikten 7
2.4 Eskalationsdynamik von Konflikten 8
3 Konfliktbewältigung 11
3.1 Konflikterkennung 11
3.2 Mögliche Strategien zur Konfliktbewältigung. 12
3.3 Konfliktvorsorge 14
4 Fazit. 15
Anhang 16
Literaturverzeichnis 17
II
Abkürzungsverzeichnis
bzw. beziehungsweise f. folgende ff. fortfolgende S. Seite Vgl. Vergleiche z.B. zum Beispiel
III
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Konfliktursachen in Projekten
Abbildung 2: Stufen und Schwellen der Eskalation
1
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
Das Wort „Konflikt“ wird im heutigen Sprachgebrauch immer öfter für die unterschiedlichsten Situationen verwendet. Da wird vom Ehekonflikt gesprochen, vom Generationenkonflikt und vom Irak-Konflikt, Nahost-Konflikt et cetera. Der wohl aktuell am heißesten diskutierte Konflikt ist der Tarifkonflikt zwischen der Deutschen Bahn und der Gewerkschaft der Lokführer bezüglich eines eigenen Tarifvertrages und einer Erhöhung der Lokführerbezüge. Viele dieser Konflikte beruhen auf Meinungsverschiedenheiten, manche auf militärischen Auseinandersetzungen. Es kommt im Alltagsleben fast schon zu einer Konflikt-„Inflation“. Konflikte sind Erscheinungsformen, die in jeder Art von Lebenssituationen zu beobachten sind. Konflikte repräsentieren einen bestimmten Ausschnitt aus der alltäglichen Lebenspraxis. 1 Auch ein Projekt 2 kann ein Brandherd für die Entstehung von Konflikten sein, zum Beispiel wenn zwei Projektbeteiligte um den Posten des Projektleiters konkurrieren. Wie in dem folgenden Beitrag aufgezeigt wird, können diese Spannungen zu weitreichenden negativen Konsequenzen führen und sind deshalb nicht außer Acht zu lassen. Konflikte bieten allerdings auch Chancen für Veränderungen und Lerneffekte zur Weiterentwicklung.
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, dem Leser ein umfassendes Konfliktverständnis zu vermitteln. Dies beinhaltet das Verständnis über die Entstehung sowie die Auswirkungen von Konflikten. Des Weiteren soll dem Leser aufgezeigt werden, welche Möglichkeiten für die Konfliktbewältigung zur Verfügung stehen.
1.2 Aufbau der Arbeit
Der erste Abschnitt dieses Beitrages befasst sich zunächst mit den Grundlagen von Konflikten. Es wird unter anderem der Begriff Konflikt definiert, mögliche Ursachen für die Konfliktentstehung dargelegt und verschiedene Konflikttypen vorgestellt. Den Abschluss bildet das neun Phasenmodell der Konflikt-Eskalationsdynamik nach
1 Vgl. Oechsler, W.A. (1979), S. 9.
2 Nach Patzak/Rattay ist ein Projekt ein Vorhaben, welches durch die Einmaligkeit der Gesamt-
bedingungen gekennzeichnet ist. Vgl. Patzak, G./Rattay, G. (2004), S. 18.
2
Friedrich Glasl. Dieses gibt einen Überblick über die Steigerungsfähigkeit des Energiepotenzials von Konflikten. Im zweiten Teil gibt der Autor eine Einsicht in die Bewältigung von Konflikten. Eingangs wird aufgezeigt, welche Frühwarnzeichen auf die Bildung von Konflikten hinweisen. Anschließend werden mögliche Strategiemodelle zur Intervention vorgestellt. Abgerundet wird dieser Teil durch die Darbietung von Konfliktvorsorgemaßnahmen.
2 Konflikte in Projekten
Wo immer sich Menschen begegnen und zusammen arbeiten, können Spannungen in den Beziehungen entstehen. Diese treten auf, weil jede Person eigene Ziele, Bedürfnisse, Erwartungen und Wertvorstellungen hat, die er verwirklichen beziehungsweise befriedigen möchte. Die unterschiedlichen Auffassungen führen bei den Beteiligten zu verschiedenen Handlungen. Wenn die Vorstellungen des einen Beteiligten in Widerspruch stehen und unvereinbar sind mit den Ansichten der anderen Person, kommt es zu einem Konflikt. 3 Aus wissenschaftlicher Sicht existiert allerdings kein einheitlicher Konfliktbegriff. 4 Nach Ansicht von Tillet/French liegt ein Konflikt vor, wenn die Bedürfnisse und Wertvorstellungen von zwei oder mehreren Beteiligten voneinander abweichen. 5 Patzak/Rattay setzen sich mit diesem Begriff noch intensiver auseinander, indem sie folgendes hinzufügen: „Ein Konflikt ist eine Situation, in der unterschiedliche Erwartungen von Personen aufeinanderprallen. Zumindest eine Partei fühlt sich dabei in der Erreichung der persönlichen Ziele eingeschränkt. Daraus entsteht eine massive emotionale Betroffenheit, die eine sachliche Verhandlung unmöglich macht.“ 6 Zusammenfassend lässt sich aber festhalten, dass sich diese Definitionen zwar im Wortlaut unterscheiden, inhaltlich jedoch das gleiche ausdrücken. Gerade in Projekten sind Konflikte nicht selten, da schwierige Rahmenbedingungen und der mit Projekten verbundene Veränderungsdruck sowie die Neuartigkeit des Vorhabens und die Gegensätze zum Routinebetrieb viele Reibungsflächen ermöglichen. 7 Was aber sind konkrete Auslöser für die Entstehung von Konflikten?
3 Vgl. Heeg, F.J. (1992), S. 105.
4 Vgl. Schild, I./Heeren, A. (2002), S. 84.
5 Vgl. Tillett, G./French, B. (2006), S. 17.
6 Patzak, G./Rattay, G. (2004), S. 368.
7 Vgl. Patzak, G./Rattay, G. (2004), S. 368.
3
2.1 Ursachen von Konflikten
Tritt in einem Projekt ein Konflikt auf, muss dieser schnellstmöglich bewältigt werden. Um diesen professionell zu lösen, müssen zuerst dessen Ursachen erörtert werden. Ein Konflikt kann auf mehreren Ursachen beruhen. Abbildung 1 gibt einen Überblick über mögliche Konfliktauslöser in Projekten:
Quelle: in Anlehnung an: Cronenbroeck, W. (2004), S. 205.
Abbildung 1: Konfliktursachen in Projekten Konfliktursache: Interessen
In Projekten treffen Menschen mit unterschiedlichsten Charakteren aufeinander. Diese Personen verfolgen verschiedene Interessen. Somit ist in der Regel auch der Zündstoff für Konflikte gelegt. Interessen aus dem näheren Umfeld, wie beispielsweise die Vorstellungen des federführenden Unternehmens oder der einheimischen Vertragspartners, konkurrieren mit den persönlichen Interessen der Projektteilnehmer. Ein erhöhtes Konfliktpotenzial besteht zum Beispiel dann, wenn die Projektteilnehmer nicht die ihnen zustehende Anerkennung erhalten. Kommt dann noch Enttäuschung infolge vergangener ähnlicher Erlebnisse aus anderen Projekten hinzu, wird dieser Mitarbeiter zukünftig seinen Einsatzwillen und seine Leistungsbereitschaft erheblich reduzieren. Weitere Interessenskonflikte können unter anderem beim Einfluss, Gemeinwohl oder bei der Macht auftreten. Insbesondere verborgene Interessen sind konfliktträchtig, da hier Motive für ein bestimmtes Handeln oder Verhalten nicht
Arbeit zitieren:
Stephan Arndt, 2007, Konfliktmanagement in Projekten, München, GRIN Verlag GmbH
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Schon erstaunlich, wie unterschiedlich an den Fachhochschulen bewertet wird. Diese Arbeit wurde mit 1,3 bewertet, obwohl sie m. E. das Thema nicht ganz trifft. Es geht in dieser Arbeit in der Hauptsache um Konfliktmanagement, allerdings ohne besonderen Bezug zur spezifischen Projektarbeit. Zweimal ist in dem Text das Wort Projekt erwähnt worden, mehr nicht. Meine Arbeit im gleichen Semester mit ungefähr gleichem Umfang wurde an der PFH-Göttingen nur mit 2,3 bewertet, obwohl ich mindestens doppelt soviele Literaturnachweise angab und versuchte die Ansätze Konfliktmanagement und Projekte zu verbinden.
am Tuesday, September 20, 2011-