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Inhalt
Inhalt........................................................................................................................... 2
Einleitung. 3
1. Ein Definitionsversuch des Begriffes „Wort“ 4
2. Ein Kurzüberblick: la formazione delle parole und ihre Verfahren 5
3. Methoden der Wortableitung 6
3.1 Präfigierung. 6
3.2 Suffigierung 9
4. Kontrastive Betrachtungen: Die Derivation 11
4.1 im Vergleich zum Deutschen 11
4.2 im Vergleich zum Französischen 12
4.3 im Vergleich zum Lateinischen 13
5. Zur Bedeutung von Wortbildungsverfahren in modernen Sprachen. 15
Schlussbetrachtung : 16
Literaturverzeichnis 17
Monographien 17
Fachaufs ätze 17
Nachschlagewerke. 18
Internetseiten 18
sonstiges 18
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Einleitung
„Am Anfang war das Wort.“
So steht es in Joh. 1,1 geschrieben. Das Wort „Wort“ ist in aller Munde, jeder benutzt es täglich, aber kaum jemand vermag diesen Begriff stante pede korrekt und umfassend zu definieren.
< Слово, word, palabra, λόγος, mot, ,ةملك parola, VERBVM, ord, ,הלימ sana, Wort, … > Jede Sprache hat ihr eigenes Wort für den Begriff „Wort“, aber was ist das eigentlich? Jeder wird zustimmen, wenn man behauptet, eine Sprache lebt von ihren Wörtern und zugleich durch sie. Aber woher kommen Wörter? Wer oder was denkt sie sich aus oder erfindet Neue? Wie geschieht das?
Die vorliegende Hausarbeit möchte versuchen, zumindest einen kleinen Teilbereich des Mechanismus’ darzustellen, der für die Wortneuschöpfung verantwortlich ist: Die Wortbildung mittels Derivation 2 .
Dies vollzieht sie anhand der italienischen Sprache, wobei ein kurzer kontrastiver Ausblick sowohl auf seinen Nachbarn das Deutsche, seine romanische Schwester das Französische, als auch auf seine Mutter das Lateinische nicht fehlen wird. Sie versucht, einen kleinen Teil jener Strategien vorzustellen, die das Italienische entwickelt hat, bereit hält und mittels derer es der sich verändernden Umwelt und der damit einhergehenden Notwendigkeit, neue Bezeichnungen zu (er-)finden, entgegen tritt. Dies ist neben den Möglichkeiten von Bedeutungsveränderungen bzw.verschiebungen, sowie der Entlehnung aus anderen Sprachen nun einmal vornehmlich die Bildung neuer Wörter auf der Grundlage bereits bestehenden Wortmaterials. 3
Zu Beginn jedoch kommt man nicht umhin, den Versuch einer Definition dessen zu unternehmen, womit sich die Arbeit in ihrem Fokus befassen wird, weil es ganz einfach einer der zentralen Untersuchungsgegenstände der Morphologie 4 ist - Das Wort, oder besser gesagt: la parola.
2 „Von der Wortbildung durch Derivation zu trennen ist die Erscheinung der Konversion. Sie besteht in der Überführung eines Wortes in eine andere Wortart (bzw. Wortklasse) ohne Derivationsmorphem und gehört daher nicht zum Wortbildungssystem einer Sprache. Sie besteht in der ad-hoc-Substantivierung eines Wortes, auch eines Nicht-Lexems oder eines ganzen Syntagmas (…) und ist insofern prinzipiell als Verfahren der Rede zu betrachten (…).“ (GECKELER/DIETRICH, S. 105)
3 Vgl. hierzu GECKELER/KATTENBUSCH, S. 78.
4 „Die Morphologie ist diejenige Teildisziplin der Sprachwissenschaft, die sich mit der Struktur (dem ‚inneren Aufbau’) der Wörter befasst.“ (SCHPAK-DOLT, S. 1)
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Ein Definitionsversuch des Begriffes „Wort“ 5 1.
Eine einheitliche und allgemein akzeptierte Definition des Begriffes „Wort“ - selbst im isolierten Hinblick auf nur eine Sprache - existiert in dieser Form nicht. Daher wird auf den Begriff in der Forschung zum größten Teil zugunsten von Begriffen wie Morphem oder Lexem verzichtet.
Intuitiv verwendet man ihn umgangssprachlich, um so etwas wie eine sprachliche Grundeinheit zu benennen. Und hier liegt das Problem: Der Wortbegriff ist kein linguistischer Terminus, er ist vielmehr vorwissenschaftlich, und man versucht, ihn mit sprachwissenschaftlichen Kriterien zu beschreiben. Charakterisierungen liegen für den Begriff in folgenden Kategorien vor:
a) Phonetisch-phonologisch: Wörter sind kleinste Lautsegmente, die man theoretisch, z.B. durch Grenzsignale (Pausen) isolieren kann.
b) Orthographisch-graphematisch: Wörter sind Lautsegmente, die im Schriftbild durch Leerstellen von einander getrennt werden (→ grammatisches Wort als Teil eines Satzes).
c) Morphologisch: Wörter sind die Grundeinheiten von grammatischen Paradigmen (z.B. Beugung/Flexion) und somit in Abgrenzung von morphologisch charakterisierten Wortformen 6 zu betrachten. Sie sind nicht trennbar, man kann sie durch die Regeln der Wortbildung beschreiben und ihre Struktur ist stabil.
d) Lexikalisch-semantisch: Hiernach sind Wörter die kleinsten selbstständigen Bedeutungsträger, die im Lexikon aufgelistet sind (→ lexikalisches Wort/Lexem 7 als Teil des Wortschatzes).
e) Syntaktisch: Wörter sind die innerhalb eines Satzes kleinsten verschieb- und ersetzbaren Einheiten.
Allen Erläuterungsansätzen sind aber dennoch einige wenige Kriterien gemein: Ein Wort hat eine semantische und akustische Identität, durch die es mittels akustischer
5 Vgl. BUßMANN, S. 750.
6 „Wortform. Konkret realisierte gramm. Form eines Wortes im Kontext eines Satzes. Das dem → Lexem als der (unveränderlichen) abstrakten Basiseinheit des Lexikons entsprechende Wort der Oberflächenstruktur wird nach gramm. Kategorien (wie Tempus, Numerus, Kasus, Person u.a.) in abgewandelten W. realisiert (…)“ (BUßMANN, S. 754).
7 „Ein lexikalisches Wort (Lexem) ist die maximale Menge von grammatischen Wörtern, deren Stamm (genauer: deren Radikal) morphemisch gleich ist und die im gleichen Flexionsschema stehen.“ (SCHPAK-DOLT, S. 21)
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und orthographischer Isolation erkennbar wird, es ist morphologisch stabil und besitzt in seiner Rolle als Bedeutungsträger weitgehend syntaktische Mobilität.
2. Ein Kurzüberblick: la formazione delle parole und ihre
Verfahren
Grundsätzlich umfasst die Wortbildung 8 als Zweig der Linguistik Verfahren und Regeln der Schöpfung neuer lexikalischer Einheiten durch Neukombination von Morphemen 9 und/oder Wörtern auf der Basis bereits vorhandenen sprachlichen Materials. 10 Dies kann unter historisch-genetischem wie auch unter synchronischfunktionalem Fokus betrachtet werden. Bezüglich ihrer Produkte ist die Wortbildung der Lexik(-ologie) zuzuordnen, hinsichtlich ihrer Bildungsverfahren zur Morphologie (bestehend aus selbiger und der Formen- bzw. Flexionslehre). Innerhalb der romanischen Sprachen lässt sie sich grob in zwei Hauptbereiche unterteilen, nämlich in die Komposition 11 und in die Derivation, von denen letzterer vornehmlicher Hauptgegenstand dieses Aufsatzes sein wird.
Wortbildung leistet zum einen eine Klassifizierung allen sprachlichen Materials, das als Element zur Neubildung verwendet werden kann, z.B. sog. Grundmorpheme und Ableitungselemente (Suffix, Präfix, Infix, Zirkumfix, usw.). Zum anderen beschreibt Wortbildung die Modelle und Strukturtypen, mittels derer Wortneubildungen entstehen. Letztlich trifft die Wortbildungslehre auch Aussagen über semantische Aspekte bei der Neuschöpfung. Strukturell beschreibt sie sowohl Eigenschaften von Neubildungen (Neologismen) als auch die von bereits existierenden Wörtern. Derivation bezeichnet den Teilbereich der Wortbildung, in dem durch spezifische Affixe 12 , die an bestehende sprachliche Mittel, also (freie) Basislexeme, angehängt
8 An dieser Stelle ist zu bemerken, dass der deutsche Terminus „Wortbildung“ sowohl den Prozess der Neukreation, als auch das Produkt des Prozesses selbst bezeichnet.
9 „Das Morphem wird definiert als (…) ein Sprachzeichen, das nicht in weitere Sprachzeichen zerlegt werden kann.“ (FELIXBERGER/BERSCHIN, S. 52)
10 „Als Präzisierung sei hinzugefügt: In vielen (aber nicht in allen) Fällen führt die Wortbildung strenggenommen nicht von Wörtern zu neuen Wörtern, sondern von einfacheren zu komplexeren Wortstämmen.“ (SCHPAK-DOLT in: Handbuch Französisch, S. 228)
11 Komposition: „Zusammensetzung schon bestehender Wörter (…) zu einem neuen Wort (Kompositum) (…).“ (GECKELER/DIETRICH, S. 102 f.)
12 Der Begriff „Affix“ kommt vom lateinischen Verb affigere [ -o, -fixi, -fixum], was soviel wie „anheften“ bedeutet. Er bezeichnet als Sammelbegriff alle nicht frei vorkommenden, d.h. gebundenen Wortbildungs- und Flexionselemente. Die Unterteilung des Begriffs in Subkategorien erfolgt nach der Stellung der Elemente bezüglich des (Wort-)Stammes, an den sie angehängt werden: Präfixe werden dem Stamm vorangestellt, Suffixe (von lat.: suffigere/subfigere: „unten anheften/daranheften“) werden am Ende angehängt. Infixe werden in den Stamm selbst eingefügt, Zirkumfixe dagegen werden um den Stamm herum gruppiert. Die Kombination mehrerer Affixe unterliegt bestimmten Hierarchieregeln
Arbeit zitieren:
Hendrik Keilhauer, 2008, DE VERBORVM FORMATIONE - Über die Wortbildungsverfahren im Italienischen am Beispiel der Derivation, München, GRIN Verlag GmbH
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Die Vita Nova als metapoetischer Text - Dichtung über Dichtung
Romanistik - Italienische u. Sardische Sprache, Literatur, Landeskunde
Seminararbeit, 23 Seiten
Wortbildungsarten des Italienischen
Romanistik - Italienische u. Sardische Sprache, Literatur, Landeskunde
Hausarbeit, 16 Seiten
Hendrik Keilhauer's Text DE VERBORVM FORMATIONE - Über die Wortbildungsverfahren im Italienischen am Beispiel der Derivation ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
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