Inhaltsverzeichnis
I Einleitung 3
II Mehrheitseinfluss in Gruppen 3
1. Konformität 3
2. Experiment von Sherif (1936) Entstehung von Gruppennormen 5
3. Asch-Experiment (1956) 6
a) Versuchsaufbau 6
b) Ergebnisse 7
4. Auswertung der Experimente 8
a) Einfluss von Konformität 8
b) Ursachen von Konformität 9
III Einfluss von Minderheiten Nonkonformes Verhalten 10
1. Experiment von Moscovici et al (1969) 10
2. Müssen Minderheiten Einfluss üben 10
IV Fazit 11
Literaturverzeichnis 13
2
I. Einleitung
In meiner Arbeit beschäftige ich mich mit dem Phänomen der Konformität. Inwieweit beeinflusst das Denken der anderen in einer Gruppe das Denken eines jeden Einzelnen?
„Konformität ist ein zentrales Thema der Sozialpsychologie und auch der Gruppenforschung: Es kann keine Gruppe geben ohne die Einhaltung gewisser Normen und ohne einen gewissen Druck auf die Einhaltung dieser Normen.“ (Sader, 1998, S. 159)
Zunächst behandelt diese Arbeit die Experimente von Sherif aus dem Jahre 1936 und von Asch aus dem Jahre 1951, deren Untersuchungen völlig wertneutral mit dem Begriff der Konformität umgehen.
Nachdem ich auf die Ergebnisse und auf den Einfluss der Konformität eingegangen bin, versuche ich, die Ursachen der Konformität zu nennen. Ich stelle mir die Frage, ob der Mensch vielleicht oftmals gar nicht anders kann, als konform zu handeln.
Zuletzt beschäftige ich mich mit den Einflüssen von Minderheiten und führe dazu das Experiment von Moscovici et al. (1969) an. Meine Erläuterungen zu diesem Abschnitt beschäftigen sich mit dem Thema, ob Minderheiten nicht sogar Einfluss ausüben müssen.
Die Arbeit musste sich aufgrund der Fülle an Ausführungen, Experimenten und Meinungen darauf beschränken, die klassischen Experimente darzustellen und zu erläutern. Meine Ausführungen beziehen sich ebenfalls auf diese Untersuchungen, wobei es mir wichtig war, eigene Gedanken in diese Arbeit zu bringen und mich nicht nur auf die Darstellung der Literatur zu beschränken.
II. Mehrheitseinfluss in Gruppen
1. Konformität
Konformität (Mehrheitseinfluss) meint nach de Montmollin (1997) „eine Veränderung in Urteilen, Meinungen und Einstellungen eines Individuums als Ergebnis der Konfrontation mit den Urteilen, Meinungen und Einstellungen anderer Individuen (van Avermaet 1990, S. 369).
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Konformität meint im Allgemeinen häufig die Beeinflussung der Gruppenmitglieder in ihrem Denken und Verhalten in eine bestimmte Richtung, die von den Gruppennormen und Gruppenregeln vorgegeben wird (Sader, 1998, S. 159).
Die Teilnehmer der Gruppe stehen im stillschweigenden Übereinkommen, dass die anderen in der Gruppe bestimmte Erwartungen an sie stellen. Dass beispielsweise gewisse Verhaltensweisen erwünscht oder unerwünscht sind, dass ein Druck von der Gruppe auf das Mitglied ausgeht und es in seinem Handeln, Verhalten und Unterlassen beeinflusst.
In der Sozialpsychologie unterscheidet man zwischen zwei verschiedenen Arten bzw. Ebenen von Einflüssen.
Zum einen gibt es den informativen sozialen Einfluss, der dann geschieht, wenn der Betroffene nicht weiß, wie er am besten handeln soll. Diese Art der Reaktion findet sich normalerweise in neuen und unsicheren Situationen, wenn die Person die Situation nicht einschätzen kann. Das Verhalten anderer wird als wichtige Informationsquelle genutzt und für das eigene Verhalten herangezogen (Stürmer, S. 4). Hier handelt es sich um private Konformität, da sich das Individuum von der Mehrheit überzeugen lässt (van Avermaet, 1990, S. 374).
Der normative soziale Einfluss bewegt den Betroffenen zu einer Änderung in seinem Verhalten, um es den anderen anzupassen. Die Person passt ihr Verhalten an, um ein Teil der Gruppe sein bzw. bleiben zu können (Stürmer, S. 7). Hierbei handelt es sich um öffentliche Konformität, d. h. das Individuum ändert seine Meinung nach außen, nicht aber im Inneren (van Avermaet, 1990, S. 374).
In der Regel sind dies vom Teilnehmer subjektive Empfindungen, die oft nicht in oder von der Gruppe festgelegt sind; es gibt aber auch explizite Regeln, die von den Mitgliedern einzuhalten sind, wollen sie der Gruppe angehören (z.B. Diskussionsregeln, Arbeitszeiten etc.).
Trotzdem bleiben viele der Forderungen und Vorstellungen unausgesprochen. Diese führen dann zu einer gedachten Einheitlichkeit der Gruppe und gemeinsamen Zielen der einzelnen Mitglieder, die im Allgemeinen dann als Konformität, bzw. auch als Konformitätsdruck bezeichnet wird.
Für jede Gruppe ist die Einhaltung ihrer Normen existentiell, sie ist davon abhängig, dass die einzelnen Mitgliedern mit dem Gruppendenken übereinstimmen.
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Arbeit zitieren:
Stephanie Klingemann, 2006, Konformität in Gruppen, München, GRIN Verlag GmbH
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