Analyse von Michel Houellebecqs
Les particules élémentaires
Humboldt-Universität zu Berlin
Extreme Gegenwart - Der zeitgenössische französische Roman
Semester: 2. Semester
2
Kapitel Inhalt Seite
Einleitung....................................................................................................................................
1.
3
Zur Person Michel Houellebecq
2.
3
2.1 Seine Biografie 3
2.2 Seine Karriere als Schriftsteller 4
Les particules élémentaires ( Elementarteilchen )
3.
5
3.1 Der Inhalt 5
3.2 Interpretation 7
3.2.1 Interpretation einiger Motive 7
3.2.1.1 Brunos sexuelles Dilemma 7
3.2.1.2 Michels autistisches Leben 10
3.3 Houellebecqs Thesen 12
3.3.1 Die Mutter als Repräsentantin der 68er- und der Hippie-Generation 14
3.4 Ein Vergleich von Houellebecqs Biografie zu Les particules élémentaires 15
Stilanalyse...................................................................................................................................
4.
16
4.1 Zeitstruktur und Romanstil 16
4.2 Unterschiedliche Sprachstile 17
Mein Fazit 18
5.
Bibliographie..............................................................................................................................
6.
20
3
1. Einleitung
In meiner Hausarbeit „Analyse von Michel Houellebecqs Les particules élémentaires“ werde ich als erstes auf die Biografie von Michel Houellebecq eingehen, seine Karriere als Schriftsteller kurz umreißen, mich dann mit dem Inhalt und der Interpretation seines Romans „Les particules élémentaires“, der im Deutschen unter dem Titel „Elementarteilchen“ erschienen ist, befassen, eine kurze Stilanalyse machen und mich schließlich zu einer These Houellebecqs äußern.
Ich werde bei der Interpretation des Romans nicht auf jedes Detail eingehen können, da es den Rahmen der Hausarbeit sprengen würde, weshalb ich mich lediglich auf die Aspekte beschränke, die meiner Ansicht nach am auffälligsten und wichtigsten sind.
2. Zur Person Michel Houellebecq 2.1 Seine Biografie
Michel Houellebecq wird am 26. Februar 1958 in La Réunion, 1 vor der Küste Madagaskars, 2 geboren, wo er bis zum Jahre 1964 lebt, bis er schließlich von seinen Eltern, einer Anästhesistin und einem Bergführer, die sich immer weniger für ihn interessieren, zu seiner Großmutter väterlicherseits geschickt wird. Zwei Jahre zuvor bekommt Houellebecq eine Halbschwester 3 , die ein „vergleichbare[s] Schicksal“ 4 wie er selbst erleidet. Mit seiner kommunistischen Großmutter Henriette Houellebecq, deren Namen er als Pseudonym annimmt 5 , lebt er zuerst in Dicy, im Department Yvonne, und später in Crécy-la- Chapelle 6 . Im Internat des Lycée von Meaux verbringt er sieben Jahre seines Lebens und besucht daraufhin die Vorbereitungskurse für die Grandes Écoles 7 . Zum Militärdienst wird Houellebecq wegen seiner Morphiumsucht nicht zugelassen. 8 1978 stirbt seine Großmutter, zwei Jahre später erhält er sein Landwirtschaftsingenieur- Diplom 9 , beginnt ein EDV Studium 10 und heiratet noch im selben Jahr Jacintha, die Schwester
1
Vgl. http://www.houellebecq.info/deutsch.php3
2
Vgl. http://www.mythenmaschine.de/12_archiv/Houllebecq.htm
3
Vgl. http://www.houellebecq.info/deutsch.php3
4
http://www.france.diplomatie.fr/label_france/DEUTSCH/LETTRES/houellebecq/houellebecq.html
5
Vgl. http://houellebecq.fr.fm/
6
Crécy-la-Chapelle liegt im Department Seine-et-Marne auf der Ile de France (vgl. hierzu: http://www.tourisme.fr/ office-de-tourisme/crecy-la-chapelle.htm)
7
Die
Grandes Écoles
sind staatlich anerkannte Hochschulen (Anmerkung der Verfasserin)
8
Vgl. http://www.lyrikwelt.de/autoren/houellebecq.htm
9
Vgl. http://www.houellebecq.info/deutsch.php3
10
Vgl. http://www.autor-info.net/autoren-informationen_h/michel-houellebecq.html
4
eines Freundes. Daraufhin folgt für ihn eine lange Periode der Arbeitslosigkeit 11 , und er beginnt zu trinken. 12 1981 dann wird sein Sohn Étienne geboren 13 , 1985, nach einer 5-jährigen Ehe, lässt sich Houellebecq von seiner Frau scheiden und begibt sich, aufgrund seiner Depressionen, in Therapie 14 , bis er schließlich 1991 einen Posten als EDV-Fachmann in der Verwaltung der Französischen Nationalversammlung bekommt. 15 Außerdem beginnt er seine Mitarbeit als Literaturkritiker bei diversen Zeitschriften, wie etwa „L’Atelier du roman“ und „Perpendiculaires“, aus „dessen Redaktion er (...) ausgeschlossen wird“ 16 als der Roman „Les particules élémentaires“ erscheint, weil nicht auszuschließen sei, „dass diese [im Roman erwähnten] Ideen realen Standpunkten des Autors entsprächen.“ 17 1999 heiratet der Kettenraucher Houellebecq 18 Marie-Pierre Gauthier, mit der er seit Anfang der 90er Jahre eine Beziehung führt 19 , in Deuil-la-Barre 20 und wohnt heute, im Jahre 2002, mit ihr und einem Hund 21 in der Grafschaft Cork in Irland, nahe Dublin, wo er auch arbeitet. 22
2.2 Seine Karriere als Schriftsteller
Houellebecq startet seine literarische Karriere im Alter von 20 Jahren, und er „fréquente des cercles poétiques“ 23 . Als er 1985 den Herausgeber der „Nouvelle Revue de Paris“, Michel Bulteau, kennen lernt, ist dieser so fasziniert von Houellebecqs Gedichten, dass er sie veröffentlicht. Die beiden werden Freunde, und Houellebecq verfasst, auf Bulteaus Vorschlag hin, 1991 das Buch „Lovecraft, contre le monde, contre la vie“. Im selben Jahr wird „Rester vivant, méthode“ („Am Leben bleiben“) und ein Jahr darauf Houellebecqs erster Gedichtband „La poursuite du bonheur“ („Suche nach Glück“), der 1992 mit dem Tristan-Tzara-Preis ausgezeichnet wird, publiziert. 24
11
Vgl. http://www.houellebecq.info/deutsch.php3
12
Vgl. http://www.mythenmaschine.de/12_archiv/Houllebecq.htm
13
Vgl. http://www.houellebecq.info/deutsch.php3
14
Vgl. http://kultur.orf.at/orfon/kultur/020208-7229/7230txt_story.html
15
Vgl. http://www.autor-info.net/autoren-informationen_h/michel-houellebecq.html
16
http://kultur.orf.at/orfon/kultur/020208-7229/7230txt_story.html
17
http://www.genepeace.ch/new/dummkoepfe.htm
18
Vgl. http://www.freitag.de/2001/38/01381701.php
19
Vgl. http://kultur.orf.at/orfon/kultur/020208-7229/7230txt_story.html
20
Vgl. http://houellebecq.fr.fm/
21
Vgl. http://kultur.orf.at/orfon/kultur/020208-7229/7230txt_story.html; http://www.freitag.de/2001/38/01381701.php
22
Vgl. http://www.lyrikwelt.de/autoren/houellebecq.htm
23
http://houellebecq.fr.fm/
24
Vgl. http://kultur.orf.at/orfon/kultur/020208-7229/7230txt_story.html
5
Mit seinem ersten, einem „schwarzen, verzweifelten, aber gleichzeitig humorvollen Roman“ 25 „Extension du domaine de la lutte“ („Ausweitung der Kampfzone“) von 1994, erreicht Houellebecq eine wesentlich größere Leserschaft als zuvor, da er in mehrere Sprachen übersetzt wird. 26 Zwei Jahre später erhält er den Prix de Flore 27 für seinen zweiten Gedichtband „Le sens du combat“ („Die Bedeutung des Kampfes“), und 1998 wird ihm der Grand Prix national des Lettres Jeunes Talents für sein Gesamtwerk verliehen. 28 Im selben Jahr erscheinen „Interventions“ („Die Welt als Supermarkt“), eine Sammlung von Kritiken und Chroniken, wie auch sein zweiter Roman „Les particules élémentaires“, der in über 25 Sprachen übersetzt wird und für den er den Prix Novembre 29 erhält. 30 1999 überarbeitet Houellebecq mit dem Regisseur Philippe Harel seinen Roman „Extension du domaine de la lutte“ für eine Verfilmung, und ein neuer Gedichtband mit dem Namen „Renaissance“ entsteht außerdem. 31 Neben seinem Debüt-Album „Présence humaine“, das im Frühjahr 2000 erscheint und auf dem er „mehrere seiner Gedichte in der Vertonung von Bertrand Burgalat“ 32 singt, veröffentlicht er im selben Jahr ein Buch über Lanzarote und über die Kanarischen Inseln. 2001 kommt sein dritter Roman „Plateform“ („Plattform“) in die Buchhandlungen. 33
3. „Les particules élémentaires“ („Elementarteilchen“) 3.1 Der Inhalt
Der Roman „Les particules élémentaires“ von Michel Houellebecq aus dem Jahre 1998 handelt von den zwei Halbbrüdern Michel und Bruno, die von unterschiedlichen Vätern stammen aber die selbe egoistische, lieblose und auf ihre sexuelle Freiheit bedachte Mutter haben. Beide Männer sind einsam und unfähig wirklich zu lieben. Während Bruno zum Opfer seiner sexuellen Gelüste wird, führt der Molekularbiologe Michel ein zurückgezogenes
25
http://www.houellebecq.info/deutsch.php3
26
Vgl. http://www.houellebecq.info/deutsch.php3
27
Der
Prix de Flore
wurde 1994 ins Leben gerufen und zeichnet vielversprechende Autoren aus. Vgl. hierzu: http://www.amazon.fr/exec/obidos/tg/feature/-/65555/ref%3Ded%5Fcp%5F2%5F11%5Fb/171-2761842-5534668
28
Vgl. http://kultur.orf.at/orfon/kultur/020208-7229/7230txt_story.html
29
Der
Prix Novembre,
der neuerdings
Prix Décembre
heißt, wurde 1989 ins Leben gerufen, ist mit 200 000 Francs dotiert und „a toujours fait figure d’anti-Goncourt“. Vgl. hierzu: http://www2.tagesspiegel.de/archiv/1998/11/25/li- ne-15513.html und http://www.amazon.fr/exec/obidos/tg/feature/-/65555/ref%3Ded%5Fcp% 5F2%5F11%5Fb/171- 2761842-5534668
30
Vgl. http://www.houellebecq.info/deutsch.php3
31
Vgl. http://kultur.orf.at/orfon/kultur/020208-7229/7230txt_story.html
32
http://kultur.orf.at/orfon/kultur/020208-7229/7230txt_story.html
33
Vgl. http://kultur.orf.at/orfon/kultur/020208-7229/7230txt_story.html
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Hanna M. Stoll, 2002, Analyse von Michel Houellebecqs: Elementarteilchen (Les particules élémentaires), Munich, GRIN Publishing GmbH
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