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Analyse der konzeptionellen Ausgestaltung der Familienpolitik in Deutschland und deren Konsequenzen im europäischen Vergleich

Title: Analyse der konzeptionellen Ausgestaltung der Familienpolitik in Deutschland und deren Konsequenzen im europäischen Vergleich

Seminar Paper , 2007 , 27 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Dipl.-Kfm. Benedict Döpfer (Author)

Business economics - Economic Policy
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Diese Arbeit verfolgt die Zielsetzung, Erklärungsansätze für die unterschiedlichen Ausmaße der Fertilität innerhalb Europas zu ermitteln. Hierzu wird die Ausgestaltung der Familienpolitik ausgewählter europäischer Länder als Untersuchungsgegenstand näher betrachtet.
Das Kapitel 2 sorgt für die Verständnisgrundlage der Untersuchung, indem eine definitorische Abgrenzung des Untersuchungsgegenstandes vorgenommen wird und darauf aufbauend die finanzpolitischen Maßnahmen zur Unterstützung der Familie in Deutschland exemplarisch aufgeführt werden. Auf dieser Basis beruht die weitere Analyse der Wirkungen finanzpolitischer Maßnahmen auf die Familie im europäischen Vergleich, der sich Kapitel 3 widmet. Zur Einführung des Kapitels wird anhand von empirischen Daten die Entwicklung familiärer Strukturen innerhalb Europas dargelegt. Der Abschnitt 3.2 greift einige bereits erwähnte finanzpolitische Instrumente der Familienpolitik auf und geht dabei näher auf die Wirkungsweise dieser Instrumente in ausgewählten Ländern ein. Das Ende des dritten Kapitels bedient sich der vorherigen Erkenntnisse und versucht einen kausalen Zusammenhang zwischen der Ausgestaltung der Familienpolitik und der Fertilität aufzustellen. Letztlich zieht das Kapitel 4 ein kurzes Fazit zu den wesentlichen Aussagen dieser Arbeit und stellt in einem Ausblick mögliche Reformvorschläge vor.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Gang der Untersuchung

2. Grundlagen der Familienpolitik und deren Ausgestaltung in Deutschland

2.1 Definition des Untersuchungsgegenstandes

2.2 Finanzpolitische Maßnahmen zur Unterstützung der Familie

2.2.1 Maßnahmen zur Schaffung horizontaler Steuergerechtigkeit

2.2.2 Explizite und implizite familienpolitische Transferzahlungen

3. Wirkung finanzpolitischer Maßnahmen auf die Familie im europäischen Vergleich

3.1 Empirische Entwicklung familiärer Strukturen in Europa

3.1.2 Demographische Entwicklung europäischer Länder im Vergleich

3.1.2 Entwicklung des familiären Rollenverhaltens im europäischen Vergleich

3.2 Exemplarische Kosten und Opportunitätskosten durch die Familienpolitik in Europa

3.2.1 Einfluss des Ehegattensplittings auf das familiäre Rollenverhalten in Deutschland

3.2.2 Effekte von Subventionszahlungen der Kinderbetreuung in Skandinavien und Frankreich hinsichtlich der Rolle der Frau auf dem Arbeitsmarkt

3.3 Einfluss der Gestaltung der Familienpolitik auf die Fertilität in Europa

4. Schluss

4.1. Fazit

4.2. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der konzeptionellen Ausgestaltung der nationalen Familienpolitik und den unterschiedlichen Fertilitätsraten innerhalb Europas, um zu ermitteln, ob eine spezifische familienpolitische Struktur die Geburtenrate positiv beeinflussen kann.

  • Demographischer Wandel und Rückgang der Fertilität in Europa
  • Finanzpolitische Instrumente der Familienförderung in Deutschland
  • Einfluss des Ehegattensplittings auf Rollenbilder und Arbeitsmarkt
  • Vergleich der Effektivität direkter Transferleistungen und Infrastrukturinvestitionen
  • Strategien zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Entwicklung des familiären Rollenverhaltens im europäischen Vergleich

Die strukturellen Rahmenbedingungen, die durch die Familienpolitik in einigen europäischen Ländern wie auch Deutschland geschaffen wurden, haben sich am traditionellen Familienbild orientiert und damit das männliche Alleinverdienermodell gefördert (Wiedermann 2006, S. 20). Daraufhin haben sich Rollenfestschreibungen für die durchschnittliche Familie entwickelt, was weitgehend zu einer Fixierung der Perspektive der Frau als Hausfrau geführt hat.

Diese Rollenfestschreibungen haben sich allerdings im Laufe der letzten Zeit weitgehend aufgelöst, da eine gesellschaftliche Tendenz zur Gleichberechtigung, Chancengleichheit und Emanzipation festzustellen ist. Die Umsetzbarkeit dieser vorerst gedanklichen Entwicklung in eine moderne gesellschaftliche Struktur, die eine Gleichberechtigung ermöglicht, hat die politischen Systeme unter eine große Herausforderung gestellt. Das wesentliche Problem, mit dem sich die Regierungen diesbezüglich konfrontiert sehen, liegt in der Ausgestaltung der sozialen Strukturen, um eine „bessere Vereinbarkeit von Familientätigkeit und Erwerbstätigkeit“ für Familien zu ermöglichen (Wingen 1994, S. 60). Mit sozialen Veränderungen bezüglich zukünftiger Familienplanung junger Frauen ist zu rechnen, wie vorhandene Untersuchungen beweisen, da ein Teil der Frauen aufgrund längerer und besserer Berufsausbildung auf Kinder verzichten könnten, weil sie auf beruflicher Ebene mehrere Formen der Selbstverwirklichung erfahren (ebenda S.60). Empirische Studien konnten allerdings diese Sorge der negativen gesellschaftlichen Konsequenzen der Gleichstellungsbewegung widerlegen. Die Abbildung 2 stellt die Fertilitätsrate höheren technischen und naturwissenschaftlichen Bildungsabschlüssen je 1000 Frauen gegenüber und verdeutlicht anhand der Trendlinie, dass eine höhere Kinderzahl sogar mit einer stärkeren Ausprägung an Bildungsabschlüssen einhergeht. Dieses Ergebnis lässt darauf schließen, dass nicht die Emanzipation per se für das degressive Verhalten der Fertilitätsrate verantwortlich gemacht werden kann, sondern vielmehr die politischen Systeme, die nicht rechtzeitig auf diese Entwicklung reagiert haben, um entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen.

Kröhnert, van Olst und Klingholz kommen folglich in ihrer Studie zu der Schlussfolgerung „je schwieriger die Situation der Frauen, um so weniger Nachwuchs kommt zur Welt“ (Kröhnert/van Olst/Klingholz 2005, S.8). Der folgende Abschnitt widmet sich dieser Hypothese, indem die Kosten und insbesondere die Opportunitätskosten der Familiengründung in ausgewählten europäischen Ländern näher betrachtet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik des demographischen Wandels ein und stellt die Forschungsfrage nach dem Einfluss der Familienpolitik auf die Fertilitätsraten.

2. Grundlagen der Familienpolitik und deren Ausgestaltung in Deutschland: Es werden die begrifflichen Grundlagen definiert und das deutsche System der finanziellen Familienförderung, unterteilt in steuerliche und direkte Leistungen, analysiert.

3. Wirkung finanzpolitischer Maßnahmen auf die Familie im europäischen Vergleich: Dieses Kapitel analysiert empirisch die demographischen Entwicklungen sowie die Auswirkungen spezifischer Förderinstrumente auf das Rollenverhalten und die Fertilität.

4. Schluss: Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse und Ableitung von Reformvorschlägen für eine nachhaltige Familienpolitik.

Schlüsselwörter

Familienpolitik, Fertilität, demographischer Wandel, Ehegattensplitting, Kinderbetreuung, soziale Sicherung, Arbeitsmarkt, Rollenverhalten, Transferleistungen, Familienmodell, Europa, Vereinbarkeit, Geburtenrate, Emanzipation, Opportunitätskosten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Zusammenhänge zwischen familienpolitischen Maßnahmen in Deutschland und Europa und deren Auswirkung auf die Fertilitätsraten der jeweiligen Länder.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Fokus stehen der demographische Wandel, die Auswirkungen unterschiedlicher Steuersysteme (wie das Ehegattensplitting) sowie die Bedeutung von Kinderbetreuungsinfrastruktur.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu untersuchen, inwieweit die konkrete Ausgestaltung staatlicher Familienpolitik als ursächlich für die unterschiedlichen Fertilitätsniveaus innerhalb europäischer Länder angesehen werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende Analyse, die auf der Auswertung empirischer Daten zur Bevölkerungsentwicklung und zur Erwerbstätigkeit sowie auf bestehender ökonomischer Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der deutschen Familienförderung, die empirische Analyse familiärer Strukturen in Europa und die Untersuchung von Kostenaspekten der Familiengründung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Familienpolitik, Fertilität, demographischer Wandel, Ehegattensplitting und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Warum wird das deutsche Ehegattensplitting in der Arbeit kritisch betrachtet?

Das Instrument wird als traditionell bewertet, da es Anreize für die Hausfrauenehe schafft und somit die Opportunitätskosten für eine Erwerbstätigkeit von Frauen erhöht, was moderne Lebenskonzepte eher behindert.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor in Bezug auf erfolgreiche Familienpolitik?

Erfolgreiche Familienpolitik zeichnet sich dadurch aus, dass sie sich an moderne Lebensformen anpasst und vor allem direkte Investitionen in die Kinderbetreuung tätigt, anstatt nur indirekte finanzielle Anreize zu setzen.

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Details

Title
Analyse der konzeptionellen Ausgestaltung der Familienpolitik in Deutschland und deren Konsequenzen im europäischen Vergleich
College
Catholic University Eichstätt-Ingolstadt  (Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre,insbesondere Finanzwissenschaft)
Course
System der sozialen Sicherung in Deutschland
Grade
1,7
Author
Dipl.-Kfm. Benedict Döpfer (Author)
Publication Year
2007
Pages
27
Catalog Number
V112995
ISBN (eBook)
9783640125616
ISBN (Book)
9783640126415
Language
German
Tags
Analyse Ausgestaltung Familienpolitik Deutschland Konsequenzen Vergleich System Sicherung Deutschland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Kfm. Benedict Döpfer (Author), 2007, Analyse der konzeptionellen Ausgestaltung der Familienpolitik in Deutschland und deren Konsequenzen im europäischen Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/112995
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