Inhaltsverzeichnis
1 Hinführung zum Thema 3
2 Die wirtschaftliche Lage in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. 4
3 Die Soziale Marktwirtschaft als Konzept zum Aufbau eines funktionsfähigen
Deutschland. 5
3.1 Darstellung der Sozialen Marktwirtschaft 5
3.2 Umsetzung der Sozialen Marktwirtschaft 7
4 Schlussbetrachtung. 11
5 Literaturverzeichnis 13
2
1 Hinführung zum Thema
Auch wenn das Schlagwort Soziale Marktwirtschaft in Anbetracht der derzeitigen starken volkswirtschaftlichen Probleme in den Hintergrund rückte, so ist es dennoch eins der bekanntesten Markenzeichen Deutschlands. Weiterhin ist es ein Begriff der für den wirtschaftlichen Erfolg unseres Landes vor dem Hintergrund der am 8. Mai 1945 stattgefundenen Kapitulation zurückzuführen ist und der dadurch resultierende Zusammenbruch des dritten Reichs. Während des Krieges hatten sich die Menschen auf die Kampfmittelproduktion beschränkt und die Herstellung von Lebensmitteln stark zurückgestellt. Als Folge dessen musste die gesamte Gesellschaft in Deutschland von Krieg auf Frieden umgestellt werden, außerdem wurden mehrere Millionen Wohnungen zerstört, wobei dieses Problem durch die Vertriebenen aus dem Osten zusätzlich verstärkt wurde. 1
Nach Erhard ist die Marktwirtschaft die Wirtschaftsordnung, die ein Maximum an Produktivität, Wohlstandsvermehrung und persönlicher Freiheit verbindet. Selbstverantwortung, Freiheit und persönliche Initiative bei der Berufswahl, Erwerbstätigkeit und Konsum, die jedem als Produzenten und als Verbraucher die Wahrnehmung der wirtschaftlichen Chancen eröffnen, sind die Antriebskräfte, die in der Marktwirtschaft zu einem Höchstmaß an Produktion und einer Steigerung des Wohlstands der kompletten Bevölkerung führen. 2 Die vorliegende Arbeit im Fach Wirtschaftspolitik bezieht sich auf die soziale Marktwirtschaft vor dem Hintergrund der desolaten wirtschaftlichen Lage in Deutschland 1945. Sie hat zum Ziel die tatsächliche ideale Konzeption der Sozialen Marktwirtschaft in der Bundesrepublik Deutschland aufzuzeigen. Außerdem soll diskutiert werden, warum sie sich als ein tragfähiges wirtschaftspolitisches Konzept in Westdeutschland etablierte. Um den Entwicklungsprozess verständlich zu machen wird im 2. Kapitel zunächst die wirtschaftliche Lage in der Bundesrepublik Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg erläutert, woraufhin dann im 3. Kapitel intensiv auf die Soziale Marktwirtschaft als Konzept zum Aufbau eines funktionsfähigen Deutschland eingegangen wird. Innerhalb dieses Abschnitts wird der allgemeine Begriff Soziale Marktwirtschaft dargestellt und es wird aufgezeigt, wie sie umgesetzt
1 Vgl. Müller, H.-M., Geschichte, 1996, S. 310
2 Vgl. Erhard, L., Wirtschaftspolitik, 1962, S. 302
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wurde. Im 4. Kapitel erfolgt dann eine abschließende Betrachtung, die zudem einen zukunftsbezogenen Ausblick beinhaltet. Darüber hinaus werden in der Abschlussbetrachtung einige Probleme und Entwicklungen aufgeführt, die auf aktuelle Reformen zurückzuführen sind.
2 Die wirtschaftliche Lage in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg Um den wirtschaftlichen Erfolg in der Bundesrepublik Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg zu beschreiben wird nicht selten der Begriff Soziale Marktwirtschaft verwendet und dieser nimmt besonders an Bedeutung zu, wenn die Ausgangslage von 1945 bedacht wird.
Die alliierten Mächte Frankreich, Sowjetunion, Großbritannien und USA entmündigten Deutschland politisch nach der bedingungslosen Kapitulation im Mai1945 und damit verloren sie ihre Existenz als Staat. Des Weiteren sollten sie beispielsweise durch Produktionsverbote an einer Rückkehr zur Militär- und Wirtschafteinheit gehindert werden.
Es kam zu schwarzen Märkten, da schon vor dem Ende des Krieges Grundnahrungsmittel, Rohstoffe und andere wichtige Güter fehlten. Diese waren streng rationiert und nur auf Zuteilung erhältlich. 3 Die westlichen Siegermächte, insbesondere die USA, wollten nach der Spaltung Deutschlands in Ost und West durch die Berliner Blockade 1948, die Gründung eines westdeutschen Seperatstaates. Mit dieser politischen Veränderung wollten die westlichen Mächte ein Europa schaffen, dass politisch stabil war, um dem Expansionsdrang der Sowjetunion nach Westen entgegenzutreten. Die Bundesrepublik Deutschland wurde dann am 23. Mai 1949 durch die Unterzeichnung des Grundgesetzes gegründet. 4
Schon während und auch vor dem Krieg befassten sich einige Wissenschaftler eingehend mit der wirtschaftspolitischen und gesellschaftlichen Zukunft Deutschlands nach ihrer nationalsozialistischen Diktatur. Einig waren sich diese, dass die wirtschaftliche Not nur eine von mehreren Ursachen für den Krieg war. Vor allem aber waren die nationalsozialistische totale Lenkungswirtschaft und Zuteilung Ursachen für die Stagnation der Wechselwirkungen zwischen allen marktwirtschaftlichen Produktivkräften. 5
3 Vgl. Müller-Armack, A., Marktwirtschaft, 1988, S. 4
4 Vgl. Maibaum, W., Geschichte, 1998, S. 22
5 Vgl. Müller-Armack, A, Marktwirtschaft, 1988, S. 6
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Arbeit zitieren:
Diplomkauffrau Claudia Weß, 2006, Die Soziale Marktwirtschaft , München, GRIN Verlag GmbH
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