Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Heterogenität - Definition und aktuelle Bedeutungsbrisanz. 3
3. Die Sozialisation im Elternhaus und in der Schule 4
4. Präventivmaßnahmen 5
4.1. Zieldifferentes Lernen 5
4.2 Berichtzeugnis oder Noten? 5
4.3 Soziales Lernen 6
4.3.1 Sozialisation und damit verbundene Probleme 6
4.3.2 Sozialformen: Gruppenarbeiten 7
4.3.3 Gemeinsame Regeln. 8
4.3.4 Gemeinsame Rituale: Morgenkreis 8
5. Meine Eindrücke bzgl. der zwei Hospitationen in der GS Lange Striepen. 9
5.1 Beobachtung. 9
5.2 Befragung der Schüler und meine daraus gewonnenen Erkenntnisse. 9
6. Fazit. 11
Literaturverzeichnis : 12
2
1. Einleitung
Im Rahmen des Proseminars und auf Grund meiner Erfahrungen während der Hospitation habe ich mich dazu entschlossen, mich näher mit der Heterogenität in den Schulklassen, den damit verbundenen Schwierigkeiten und den Vermeidungsstrategien gegen den sozialen Ausschluss bestimmter Kinder zu beschäftigen und werde mein Augenmerk dabei besonders auf die „integrative Regelklasse“ lenken. Hierfür werde ich zunächst die Heterogenität näher definieren und danach ihre aktuelle Bedeutungsbrisanz näher beschreiben. Danach werde ich Präventivmaßnahmen gegen den sozialen Ausschluss bestimmter Kinder vorstellen und erörtern. Außerdem werde ich darauf eingehen, wie wichtig das soziale Lernen innerhalb der Schulklasse ist und werde die daraus abgeleiteten Erkenntnisse später in Beziehung zu meinen Beobachtungen und Schlüssen während und nach der Hospitation in der „Grundschule Lange Striepen“ setzen. Zu guter letzt werde ich ein Fazit ziehen, inwieweit sich die Bedingungen in den Schulen und das Lehrerverhalten ändern müssen, um auf die Heterogenität in den Schulklassen angemessen einzugehen.
2. Heterogenität - Definition und aktuelle Bedeutungsbrisanz
Die Heterogenität innerhalb der pädagogischen Institutionen hat in den letzten Jahrzehnten erheblich zugenommen. Der Begriff der Heterogenität beschreibt die Verschiedenheit der Schüler mit Hinblick auf verschiedene Merkmale, die als lernrelevant eingeschätzt werden. 1 Dazu gehören primär die unterschiedlichen Formen der Begabungen und der z.T. migrationbedingte soziokulturelle Unterschied zwischen den Kindern, die unterschiedlichen Sozialisationsformen, die zum Einen mit der sozialen Schicht und zum anderen mit einem differierenden kulturellen Hintergrund zusammenhängen. Außerdem spielen in die Heterogenität auch psychisch-mentale und physische Unzulänglichkeiten hinein. Die immer stärker zunehmende Heterogenität in der Gesellschaft verlangt insbesondere von der Grundschule andere Rahmenbedingungen und von den Lehrern eine andere pädagogische Handlungskompetenz als früher. In diesem Zusammenhang ist es von Nöten, dass man Grundschulklassen eingerichtet hat, in denen die Schüler nicht bereits in den ersten Schuljahren nach Begabung, Behinderung und diversen anderen Faktoren ausgesondert werden. Dazu gehört zum einen die Integrationsklasse, die es in Hamburg seit 1982 gibt, und zum anderen die integrative Regelklasse, die in sozialen Brennpunkten entstanden ist. Durch
1 vgl. Den Text über Heterogenität (Pädagogik) bei www.wikipedia.de
3
eine verbesserte personelle Ausstattung sollte vermieden werden, dass die Kinder zu früh in der Sonderschule eingeschult werden. 2
Momentan verhält es sich in vielen Schulen (sowohl in der Grundschule als auch in den höheren Schulen) nicht adäquat genug wie auf die Heterogenität innerhalb der Klassen eingegangen wird, d.h. diese wird quasi ausgeklammert und die Gruppe wird vom Lehrer als „homogen“ betrachtet und auch behandelt.
3. Die Sozialisation im Elternhaus und in der Schule
Die primäre Sozialisation, die vor einigen Jahrzehnten ausreichend im Elternhaus stattfand, muss heute oft weitestgehend in der Schule aufgearbeitet bzw. sogar völlig nachgeholt werden. Dies trifft zum Beispiel auf soziale Brennpunkte zu - wg. der hohen Arbeitslosigkeit, Gewalt, mangelnder Integration von Ausländern (durch Sprachprobleme), was zu einem Teufelskreis führt. An dieser Stelle stellt sich die Frage, wie man es als Lehrer in heterogenen Klassen vermeiden will, dass nicht zwangsläufig viele Kinder „auf der Strecke bleiben“, aus den Klassengemeinschaften auf Grund ihres mangelnden Sozialverhaltens oder ihrer schlechten schulischen Leistungen und ihrer generellen Demotivation ausgeschlossen werden?
„[...] ich muss wollen, dass jedes Kind es schafft.“ 3 Dies erreicht man als Lehrer jedoch nicht, wenn man nicht auf das soziale Lernen der einzelnen Kinder achtet und ebenso wenig, wenn man nicht erkennt, wer in der Klassengemeinschaft zum „Sündenbock“ degradiert wird. Das Kind sollte sich in der Schule, in seiner Klassengemeinschaft und trotz der Heterogenität wohl fühlen und keine generelle Schulangst hegen. Ohne jedoch bestimmte Präventivmaßnahmen einzuleiten, werden leider viele Kinder in sozialer und auch in lernspezifischer Hinsicht langfristig in die Randständigkeit gedrängt.
Des Weiteren ist anzumerken, dass es ein Leben nach der Kindheit gibt 4 d.h., dass man Erziehungsfehler, die die Eltern oder das soziale Milieu bei einem Kind in der frühen Kindheit in einer der sensitiven Phasen begangen haben, durchaus später noch wieder „ausgebügelt“ werden können, sofern man dem Kind wohlwollend und mit Achtung begegnet
2 an dieser Stelle habe ich das Material verwendet, das uns Frau Schulz-Robinson während des Proseminars
ausgegeben hat.
3 Dieses Zitat habe ich einem kleinen Abschnitt entnommen, den Frau Schulz-Robinson während des
Proseminars ausgeteilt hat.
4 Vgl. Kagan, Jerome, Es gibt ein Leben nach der Kindheit, Psychologie Heute 03/00
4
Arbeit zitieren:
Nadine Richters, 2007, Wie vermeidet man die soziale Ausgrenzung von Schülern in heterogenen Klassen?, München, GRIN Verlag GmbH
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