Inhaltsverzeichnis 2
Abbildungsverzeichnis 4
Tabellenverzeichnis 6
1 Einleitung 7
2 Die Klimaklassifikation 8
2.1 Allgemein 8
2.2 Die Anfänge der Klimaklassifikation 9
2.3 Genetisch - dynamische Klimaklassifikation 10
2.3.1 Genetisch - dynamische Klimaklassifikation
nach H. Flohn 14
2.3.2 Genetisch - dynamische Klimaklassifikation nach
E. Kupfer 16
2.3.3 Genetisch - dynamische Klimaklassifikation nach
W.H. Terjung und S.S.F. Louie 18
2.4 Effektive Klimaklassifikation 20
2.4.1 Effektive Klimaklassifikation nach W. Köppen 22
2.4.2 Effektive Klimaklassifikation nach C. Troll / K.H. Paffen 29
2.4.3 Effektive Klimaklassifikation nach A. Penck 36
2
2.5 Ökologische Klimaklassifikation 39
2.6 Vorteile, Nachteile, Verwendungen 47
Literaturverzeichnis 49 Anhang 51 A.1 Begriffsbestimmung 51 A.2 Klimasystem 52 A.3 Allgemeine Klimatypen 53
3
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1:
Gliederung der Erdoberfläche In Klimaprovinzen nach A. Supan 1884,
Hupfer , Peter (1991): Klimasystem der Erde, Diagnosen, Modellierung,
Schwankungen und Wirkungen, S. 222 10
Abbildung 2:
Die unterschiedliche Erwärmung,
Haber , Heinz (1971): Unser Wetter,S. 29 11
Abbildung 3:
Hypothetische Luftströmung bei stehender, nichtgekippter Erde,
Blij , H.J. / Muller, P.O. (1996):
Physical Geography of the Global Environment 12
Abbildung 4:
Hypothetische Luftströmung bei sich drehender, nichtgekippter Erde,
Blij , H.J. / Muller, P.O. (1996):
Physical Geography of the Global Environment 12
Abbildung 5:
Aufstieg und Abfall der Luftmassen
Briggs , D. / Smithson, P. (1994): Fundamentals of Physical Geography 13
Abbildung 6:
Die genetische Klimaklassifikation nach Flohn auf der
hypothetischen Klimarübe
http ://www.geographie.uni-muenchen.de 15
Abbildung 7:
R äumliche Verteilung der Klassen der genetischen
Klimaklassifikation nach H. Flohn, Liljequist, G.H. / Cehak, K. (1990):
Allgemeine Meteorologie 17
4
Abbildung 8:
Energie-Input-Output-Klimate der Erde nach W.H. Terjung und S.S.F. Louie in vereinfachter Fassung, Hupfer, Peter (1991): Klimasystem der Erde, S.263 20 Abbildung 9:
Rübe mit der Verteilung der Köppen´schen Klimazonen, Blij, H.J. / Muller, P.O. (1996):
Physical Geography of the Global Environment 27
Abbildung 10:
Vegetationsorientierte Klimate der Erde nach W. Köppen 1936 in der Neukartierung von R. Geiger 1961, Hupfer, Peter (1991): Klimasystem der Erde, S. 228 28 Abbildung 11:
Klimatische Vegetationszonen nach Troll 1948, Zienert, Adolf (1981): Eindeutige Bezeichnung für Klimazonen. S.86 29 Abbildung 12:
Klimazonen der Erde Troll / Paffen 1964, Lauer, Wilhelm (1993): Das geographische Seminar, Klimatologie, S. 196/197 32 Abbildung 13:
Klimatische Bereiche der Erde auf Basis der Klassifikation von Penck, Lauer, Wilhelm (1993): Das geographische Seminar, S. 199 38 Abbildung 14:
Diagramm der theoretischen täglichen Sonnenscheindauer, Lauer, Wilhelm (1993): Das geographische Seminar, S. 202 40 Abbildung15:
Westseitenklima, http://www.supplement.de/geographie 55
5
Abbildung 16:
Ostseitenklima, http://www.supplement.de/geographie 55
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1:
Troll / Paffen Klimaklassifikation, http:// klimadiagramme.de 33 Tabelle2:
Vergleich einiger Klimaklassifikationen, Schönwiese, Christian - Dietrich (2002): Klimatologie, S. 240 39 Tabelle 3:
Klimazonen und Klimatypen nach Lauer / Frankenberg http://www.payer.de/entwicklung 43 Tabelle 4:
Klimazonen, Siegmund, Alexander / Frankenberg, Peter (1999): Klimatypen der Erde, S. 498 47 Tabelle 5: eigener Entwurf 48
6
1 Einleitung
Klima! Ein Begriff, der die Menschen schon immer bewegt, interessiert und auch fasziniert, weil das gesamte Leben auf der Welt mehr als abhängig von ihm ist. Die Klima-Thematik im Allgemeinen steht besonders heutzutage, mehr denn je, im öffentlichen Interesse.
Begriffe, wie Klimaschwankung, Klimaveränderung, Klimaentwicklung, Klimaproblem etc. sind in aller Munde und ein jeder hat dies schon in gewisser Art und Weise am eigenen Leibe gespürt. Gerade seit den letzten Jahren sind Wetterphänomene wie z.B. El Nino, vermehrt aufkommende Stürme und Hurrikans, Überschwemmungen und Unwetter beinahe täglicher Bestandteil der Berichterstattung der weltweiten Medien. Auch Politiker fast aller Länder treffen sich zu Kongressen, die sich um das globale Klima drehen und bei denen über die Situation, die weitere Entwicklung und mögliche Klimaschutzmaßnahmen diskutiert wird. Der Mensch hat durch, z.B. Abholzung der Regenwälder, Verstädterung, Ausstoß von CO2, Eingriffe in den Wasserhaushalt und andere ‚Umweltzerstörende Maßnahmen’, aber auch durch Land- und Forstwirtschaft etc., großen Einfluss auf das Klima und somit auch auf die Klimazonen genommen. Trockengrenzen und Wüsten denen sich beispielsweise langsam aber stetig aus.
Klimageographische Forschung und deren Klassifikation wird bereits seit dem Altertum betrieben und hat zum Verständnis der Entstehung der verschiedenen Klimate auf der Erde gedient. Darüber hinaus dient sie heute vor allem auch als Grundlage für zahlreiche natur- und kulturräumliche Fragestellungen. Aber erst im vorigen Jahrhundert hat man damit begonnen, klimatologische Erscheinungen wie Temperatur, Niederschlag, Winde und Wolken systematisch zu messen und aufzuzeichnen, womit eine genauere Definition von Wetter, Witterung und Klima erst möglich wurde.
Die Lehre vom Klima und dessen räumlicher und zeitlicher Veränderung ist Forschungsobjekt von vielen wissenschaftlichen Fachbereichen, die es somit, gerade heute, im Zeitalter des technischen Fortschritts und immer besseren Entwicklung von
7
Erkundungs- und Rechentechnik, zu einem immer aktuelleren und exakterem Forschungsgebiet werden lässt.
Viele der Klassifikationsentwürfe sind, obwohl sie, nach wie vor, wichtige Grundlage bleiben, natürlich nicht nur allein durch Klimaveränderungen, sondern einfach aus wissenschaftlicher Sicht zum Teil überholt, da sie teilweise nicht objektiv nachvollziehbar sind und/oder auf veraltendem Datenmaterial basieren. Fachdidaktische Aspekte sind weitestgehend vernachlässigt oder haben nur sekundäre Bedeutung.
Im weiteren Verlauf möchte ich allgemeine klimatische Begriffe klären, eine Übersicht über die Klimaklassifikation im Allgemeinen und im Speziellen geben und die wichtigsten und bekanntesten älteren und neueren globalen Klimaklassifikationen vorstellen.
2 Klimaklassifikation
2.1 Allgemein
Zunächst einmal bedeutet Klimaklassifikation, eine Einordnung verschiedener örtlicher Einzelklimate nach einem bestimmten Ordnungssystem auf der Oberfläche der Erde. Dazu müssen die charakteristischen geographischen Unterschiede des Klimas typisiert werden. Als Typisierungsgrundlage für die verschiedenen Einzelklimate werden auf die im Anhang beschriebenen Klimaelemente und Klimafaktoren zurückgegriffen.
Die so entwickelten Klimatypen werden mit Hilfe kartographischer Darstellungsmittel in Form von Klimagebieten, Klimagürtel, Klimazonen, etc. veranschaulicht. Man muss sich jedoch immer vor Augen halten, dass eine Grenzziehung im eigentlichen Sinne immer falsch ist, da es keine festen Grenzen, sondern höchstens Übergangsbereiche, zwischen den, auf der Erde vorhandenen Klimaten gibt. Mit Berücksichtigung auf die Übersichtlichkeit sollte bei globalen Klimaklassifikationen laut M. Hendl auch nicht mehr als 25 Klimatypen erfasst
8
werden. Ebenfalls sollten sie selbstverständlich objektiv nachvollziehbar, gut begründet und eine klare Unterscheidung der Klimazonen aufweisen. Bis zum heutigen Tage wurden, besonders im 19. und 20. Jahrhundert, zahlreiche Klimaklassifikationen verfasst. Dabei wurden oft, geleitet durch fachspezifische Anliegen, sehr unterschiedliche Ansätze und Vorgehensweisen benutzt. Die heutigen Klimaklassifikationen lassen sich grob in vier Arten unterteilen: − Genetisch - Dynamische Klimaklassifikation − Effektive Klimaklassifikation − Ökologische Klimaklassifikation, und − Deskriptive Klimaklassifikation
Die rein deskriptiven Klimaklassifikationen lasse ich im weiteren Verlauf außer Acht, denn sie beruhen ausschließlich auf den Klimaelementen Temperatur und Niederschlag im Jahres- und Tagesverlauf. Hierbei gibt es keine sinnvollen Abgrenzungen der einzelnen Regionen, da diese eher willkürlich vorgenommen werden. Allerdings treten deskriptive Klimaklassifikationen oft als Mischform zusammen mit der effektiven Klimaklassifikation auf.
2.2 Die Anfänge der Klimaklassifikation
Die ersten Versuche eine klimatische Gliederung der Erdoberfläche aufzustellen machte A. Supan im Jahre 1884.
Dabei grenzte er, nach klimatischen Merkmalen, eher gefühlsmäßig, meist ohne quantitative Benennung benachbarte Erdräume voneinander ab, die er Klimaprovinzen nannte (Abb. 1). Diese Klimaprovinzen (z.B. 2.1. Westeuropäische Provinz, vgl. Abb. 1) existierten auf der Erde somit nur einmal. Daher bot dieser Klassifikationsversuch keine Möglichkeiten „Gemeinsamkeiten im Klima weit voneinander entfernter Erdräume aufzudecken und dadurch die Existenz klimatischer
9
Typen und deren gesetzmäßige räumliche Anordnung auf der Erdoberfläche zu erkennen.“ (Hupfer, 1991, S. 223)
Abbildung 1: Gliederung der Erdoberfläche in Klimaprovinzen nach A. Supan 1884, Hupfer, 1991, S.
222
2.3 Genetisch - dynamische Klimaklassifikation
Die genetische Klimaeinteilung, die als wesentlichen Bestandteil die dynamischen Vorgänge (die zu den Klimaten führen, z.B. planetarische Zirkulation) umfasst, geht von der Entstehung (Genese = Entstehung) der Klimate aus. Genetisch - dynamische Klimaklassifikationen beziehen sich somit auf die beiden klimagenetischen Hauptfaktoren, den Strahlungs- und Wärmehaushalt der Erdoberfläche und die atmosphärisch - ozeanische Zirkulation (dreidimensionales Windfeld) oder atmosphärische Luftmassencharakteristika. Hauptproblem dieser Klassifikation ist die kartographische Abgrenzung. Die Grundlage der genetisch - dynamischen Klassifikation ist besonders das Verständnis der allgemeinen atmosphärischen Zirkulation. Atmosphärische Zirkulation
„Der ständig wiederkehrende Ablauf weltweiter Austauschvorgänge in der Lufthülle der Erde. Dieser mittlere Zirkulationsmechanismus wird durch die erdgeometrisch bedingte, unterschiedliche Zufuhr von Strahlungsenergie in Gang gehalten. Er führt
10
zu einem weltweiten horizontalen und vertikalen Austausch von Luftmassen in der Troposphäre und zu einem Ausgleich der Bewegungsenergien.“ (Leser, 2001, S. 26) Auf Grund der oben genannten „erdgeometrisch bedingten, unterschiedlichen Zufuhr von Strahlungsenergie“ (vgl. Abb. 2) ist die Strahlungsbilanz am Äquator positiv und eine Temperaturerhöhung die Folge. An den beiden Polen ist die Strahlungsbilanz hingegen negativ und somit ist die Abkühlung der Luft und des Bodens groß. Diese Temperaturdifferenzen sind die Grundlage für die globale Zirkulation der Atmosphäre.
Durch die Erwärmung im Äquatorialgebiet steigt dort die warme Luft auf, womit der Luftdruck dementsprechend fällt. Dieses thermische Tiefdruckgebiet wird als Äquatoriale Tiefdruckrinne oder auch Innertropische Konvergenzzone (ITC) (Boden-und Luftströmung) bezeichnet. Am Pol sinkt die kältere Luft nach unten. Hier entsteht das so genannte Polarhochgebiet.
Abbildung 2: Die unterschiedlich Erwärmung, hervorgerufen durch ein Sonnenstrahlbündel gleichen
Querschnitts am Äquator und in der Arktis, erklärt sich aus der Erdkrümmung: die Energie des
Strahlenbündels muss in der Arktis eine viel größere Fläche versorgen, Haber, 1971, S. 29
11
Arbeit zitieren:
Miriam Paffen, 2004, Klimaklassifikation im Überblick, München, GRIN Verlag GmbH
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