Inhaltsverzeichnis
Abstract 2
1. Definitionen 3
2. Erklärungsansätze 3
2.1 Gesamtgesellschaftliche Deutungsmuster 3
2.1.1 in der heutigen Zeit 3
2.1.1.1 Akzeptanz und Verständnis von Gewalt 3
2.1.1.2 Gesellschaftliche Integrationsmöglichkeiten für den Einzelnen 4
2.1.1.3 Auswirkungen kultureller und religiöser Traditionen 4
2.1.2 zur Zeit des Nationalsozialismus 4
2.1.2.1 Klare Befehlsstruktur bewirkt Wertewandel 4
2.1.2.2 Mechanisierungen der Taten als psychologischer Schutz 5
2.2 Soziale Situation der Täter 5
2.2.1 Persönliche Faktoren 5
2.2.2 Umweltbedingte Auslöser 6
2.3 Individuelle psychische Disposition 6
2.4 Sonstige Einflussfaktoren 7
2.4.1 Physische Erkrankungen 7
2.4.2 Intoxikationen 7
3. Aktuelle Tendenzen 7
4. Zusammenfassung 8
Literatur - und Quellenverzeichnis 10
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Abstract
Ursprünglich war vorgesehen, dass sich diese Studienarbeit ausschließlich auf die Zeit des Nationalsozialismus bezieht. Dies ergab sich aus der Gestaltung der Lehrveranstaltung und der einschlägigen Literatur von Harald Welzer.
Während der Vorbereitung dazu wurde mir die Aktualität des Phänomens „Massenmord“ bewusst. Es ist erstaunlich, wie häufig man bei bewusster Betrachtung der Medien mit entsprechenden Gewalttaten konfrontiert wird. Dies sind beispielsweise gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen verfeindeten Gruppen auf anderen Kontinenten oder Amoktaten im eigenen Land. Auffällig ist, dass man dabei schnell dazu neigt, die von den Medien propagierten Gründe unreflektiert übernimmt.
Allerdings lassen sich bei genauerer Betrachtung eine Vielzahl weiterer auslösender Faktoren finden. Bei deren Bewertung sind die in der Zeit des Nationalsozialismus relevanten Auslöser auf die heutige Zeit durchaus in Teilen übertragbar. Die Grausamkeit der damaligen Taten soll durch die Auseinandersetzung mit den aktuellen Geschehnissen nicht abgeschwächt werden. Es ist aus meiner Sicht gerade deshalb wichtig, sich mit den Auslösern zu befassen, um weiteren Taten vorzubeugen.
In den nachfolgenden Ausführungen befasse ich mich zunächst mit den gesamtgesellschaftlichen Deutungsmustern und im Anschluss daran mit der sozialen Situation der Täter. Daneben gehe ich kurz auf die individuelle psychische Disposition der Täter, sowie sonstige Einfluss-faktoren ein. Bevor ich mit einer Zusammenfassung ende, stelle ich noch die aktuellen Tendenzen dar.
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1. Definitionen
Zum leichteren Verständnis wird im Folgenden eine Reihe von zentralen Begriffen definiert. Dies soll auch dazu dienen, eine gemeinsame Basis für die folgenden Seiten zu schaffen. Begrifflichkeiten, die auch zur Zeit des Nationalsozialismus verwand wurden, werden durch aktuelle Definitionen ergänzt.
Die Enzyklopädie Wikipedia (2008) fasst für den Begriff Massenmord Folgendes zusammen: „Unter Massenmord versteht man den Mord an einer großen Anzahl von Menschen durch einen Staat, eine Gruppe oder eine Einzelperson. Der Massenmord ist zu unterscheiden vom Serienmord, bei dem eine Mehrzahl von einzelnen Personen, oftmals mit ähnlichen Eigenschaften, in Zeitabständen ermordet werden. Im Gegensatz zum Völkermord erfolgt beim Massenmord die Auswahl der Opfer nicht in erster Linie nach einer ethnischen Gruppe oder einer Volkszugehörigkeit; ….“ Das amerikanische „Bureau of Justice Statistics“ definiert laut Wikipedia einen Massenmord als den Mord an mindestens vier Personen am selben Ort zur selben Zeit.
Für die Definition des Täters findet man im Meyers Online Lexikon:
„Täter, Strafrecht: derjenige, der die Tat selbst (eigenhändige, unmittelbare Täterschaft) oder durch einen anderen (mittelbare Täterschaft) oder mit einem anderen gemeinschaftlich (Mittäterschaft) begeht (§ 25 StGB)….“ Für den Begriff der Gewalt ist dort Folgendes zu finden: „Gewalt, die Anwendung von physischem oder psychischem Zwang gegenüber Menschen. […] Die Psychologie befasst sich mit Gewalt im Sinne individuellen Angriffsverhaltens unter dem Begriff Aggression. Dabei ist die Aggression eine Angriffshaltung gegenüber Tieren, Menschen oder Gegenständen oder Einrichtungen mit dem Ziel, sie zu beherrschen, zu schädigen oder zu vernichten; […]“
Schließlich noch die Definition des Begriffes Amok durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO):
"Willkürliche, anscheinend nicht provozierte Episode mörderischen oder erheblichen (fremd) zerstörerischen Verhaltens".
2. Erklärungsansätze
Im Folgenden wird anhand unterschiedlicher Aspekte und Sichtweisen eine Erklärung dafür gegeben, wie aus ganz normalen Menschen Massenmörder werden können. Dabei muss erwähnt werden, dass diese Arbeit keine vollständige Aufzählung aller wichtigen Ursachen enthält, sondern ausgewählte Aspekte darstellt, die für das Töten als Erklärung dienen können. Unterschiedliche Ursachen machen eine Trennung zwischen der Gegenwart und der Zeit des Nationalsozialismus sinnvoll.
2.1 Gesamtgesellschaftliche Deutungsmuster
2.1.1 Gesamtgesellschaftliche Deutungsmustern der heutigen Zeit
2.1.1.1 Akzeptanz und Verständnis von Gewalt
Das Verständnis einer Gesellschaft von Gewalt und damit auch die Akzeptanz bzw. die möglichen negativen Sanktionen haben einen starken Einfluss auf das Verhalten der Gesellschaftsmitglieder. Ist der Besitz von Waffen in Deutschland in der Regel bestimmten Gruppen (Schützen, Jäger, usw.) vorbehalten, so ist es in Amerika fast normal, eine eigene Waffe
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Arbeit zitieren:
Stephanie Kaiser, 2008, Wie werden aus ganz normalen Menschen Massenmörder?, München, GRIN Verlag GmbH
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