INHALTSVERZEICHNIS II
INHALTSVERZEICHNIS
INHALTSVERZEICHNIS. II
ABBILDUNGSVERZEICHNIS. 3
TABELLENVERZEICHNIS 3
1 Einleitung 4
2 Räumliche Einordnung und naturgeographische Grundlagen 5
3 Die Landwirtschaft zu Zeiten der DDR 8
3.1 "Junkerland in Bauernhand" - Die Bodenreform in der SBZ. 8
3.2 Die zweite Enteignungswelle: Die Kollektiiverung der Landwirtschaft 9
3.3 Die DDR Agrarstruktur im Jahre 1989. 11
4 Transformationsprozess der Landwirtschaft nach der Wende. 13
5 Entwicklung der Landwirtschaft bis heute 17
6 Zukunftstrends in der ostdeutschen Landwirtschaft 22
7 Beitrag der Landwirtschaft zur Regionalentwicklung Ostdeutschlands 25
8 Resümee 27
LITERATURVERZEICHNIS 28
TABELLENVERZEICHNIS 3
ABBILDUNGSVERZEICHNIS
Abb. 1: Ostdeutschland 5
Abb. 2: Natürliche Produktionsvoraussetzungen in der BRD mit zwei 6
ausgewählten Raumbeispielen
Abb. 3 Betriebsgrößen in der ostdeutschen Landwirtschaft von 1945-1990 10
Abb. 4: Deutsche Landwirtschaft im Wandel 19
Abb. 5: Entwicklung der Unternehmensformen in den neuen Bundesländern von 20 1992-2000
Abb. 6: Entwicklung der Unternehmensgrößen in den neuen Bundesländern von 21 1992-2000
Abb. 7: Steigende Nachfrage an alternativen Kraftstoffen 22
Abb. 8: Ökologischer Landbau in der BRD 23
TABELLENVERZEICHNIS
Tab. 1: DDR- und BRD-Agrarstruktur im Vergleich (1989) 12
Tab. 2: Die Agrarstruktur der alten und neuen Bundesländer im Vergleich (2003) 18
1 Einleitung 4
1 Einleitung
„Junkerland in Bauernhand!“. Mit dieser Parole und weiteren politischen Entscheidungen wurden in der damaligen Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) sowie in der DDR die Weichen für die heutige Agrarstruktur Ostdeutschlands gestellt. In dieser Arbeit sollen zu Beginn genau diese Weichenstellungen kurz umrissen werden, damit die Geschehnisse im weiteren chronologischen Verlauf aber auch die Unterschiede in der Agrarstruktur zur westdeutschen Landwirtschaft vor diesem Hintergrund verstanden werden können. Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt jedoch auf dem Transformationsprozess einer sozialistischplanwirtschaftlichen Landwirtschaft in eine marktwirtschaftlich agierende Landwirtschaft sowie auf der weiteren Entwicklung der Agrarstruktur Ostdeutschlands, in der auch in immer stärkerem Maße der Einfluss der EU-Politik sichtbar wird. In dem folgenden Kapitel werden die markantesten Zukunftstrends der ostdeutschen Landwirtschaft aufgezeigt. Im Anschluss daran soll der Frage nachgegangen werden, inwiefern die ostdeutsche Landwirtschaft die Regionalentwicklung peripherer Räume Ostdeutschlands beeinflussen kann, bevor zum Abschluss dieser Arbeit ein Resümee gezogen wird.
Aber warum sollte man sich heutzutage, in einer modernen, postindustriellen Dienstleistungsgesellschaft überhaupt mit dem Themenfeld „Landwirtschaft“ befassen? Die Antwort auf diese Frage kann der Bedeutung der Landwirtschaft für die Gesellschaft entnommen werden: Der Anteil des primären Sektors 1 an der Bruttowertschöpfung der BRD betrug im Jahr 2005 zwar nur 1,0 %, jedoch ist die volkswirtschaftliche Relevanz der Agrarwirtschaft wesentlich größer. Mit 45,5 Milliarden Euro im Jahr 2005 erzielte die Land- und Forstwirtschaft sowie die Fischerei mehr Umsatz als beispielsweise die Textilindustrie. Nicht zu vergessen ist, dass die Landwirtschaft die Nahrungsgrundlage für den Menschen bereitstellt. So ernährt ein deutscher Landwirt im Schnitt 143 Personen und liefert damit die Basis, ohne die es die heutige Dienstleistungsgesellschaft in dieser Form nicht geben würde. (vgl. INFORMATION.MEDIEN.AGRAR e.V. 2007: 5).
1 Unter dem primären Sektor wird nach der Theorie der drei „klassischen“ Hauptsektoren Fourastiés (1969) die Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Fischerei, Jagd, Bergbau und die Gewinnung von Steinen und Erden verstanden (vgl. HEINEBERG 2004: 97f.).
2 Räumliche Einordnung und naturgeographische Grundlagen 5
2 Räumliche Einordnung und naturgeographische Grundlagen
Um die Landwirtschaft Ostdeutschlands zu beschreiben, sind eine räumliche Einordnung sowie eine reflektierte Verwendung des oftmals inflationär benutzten Begriffes „Ostdeutschland“ nötig. Der Terminus „Ostdeutschland“ wird in diesem Kontext synonym mit dem Begriff der „neuen Bundesländer“ verwendet. Somit umfasst er das rund 107.000 km 2 große Gebiet der fünf deutschen Bundesländer Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen (vgl. Abb. 1).
Abb. 1: Ostdeutschland [Quelle: Eigene kartographische Darstellung nach ECKART 2001: 24]
Die Landwirtschaft ist wie kein anderer Wirtschaftszweig sehr eng mit den physiogeographischen Grundlagen verbunden. Insbesondere die klimatischen und edaphischen Gegebenheiten bedingen ganz wesentlich die Nutzungsgrenzen und das Agrarpotential einer Region. Für Deutschland lässt sich festhalten, dass die Voraussetzungen für den Anbau landwirtschaftlicher Produkte in den alten und
2 Räumliche Einordnung und naturgeographische Grundlagen 6
neuen Bundesländern im Durchschnitt gleichwertig sind. So sind Gunst- und Ungunsträume gleichermaßen über Ost- und Westdeutschland verteilt. Es ist lediglich eine stärkere Polarisierung in den neuen Bundesländern zu beobachten, d.h. Standorte mit guten und schlechten Bedingungen liegen oft nur wenige Kilometer voneinander entfernt. Die Qualität landwirtschaftlicher Nutzflächen lässt sich zur besseren Vergleichbarkeit mit Hilfe der Bodenklimazahl 2 auch quantifizieren und kartographisch darstellen (vgl. Abb. 2).
Abb. 2: Natürliche Produktionsvoraussetzungen in der BRD mit zwei ausgewählten Raumbeispielen [Quelle: Eigene kartographische Darstellung nach ECKART 2001: 199]
2 Die Bodenklimazahl ist eine Verhältniszahl und umfasst den Wertebereich von 1 bis 100, wobei der Wert 100 den Boden mit dem höchsten Ertragspotential kennzeichnet (vgl. SICK 1993: 43). Die Erträge aller anderen Böden werden zu diesem Ertragspotential in Beziehung gesetzt und so deren Güte als Bodenklimazahl quantifiziert (vgl. ECKART 2001: 199).
2 Räumliche Einordnung und naturgeographische Grundlagen 7
Anhand zweier exemplarisch ausgewählter Regionen, zum einen die Magdeburger Börde (vgl. Abb. 2; grün markiert), zum anderen die Sander- und Altmoränenstandorte Südwestmecklenburgs (vgl. Abb. 2; rot markiert), lassen sich die unterschiedlichen natürlichen Produktionsvoraussetzungen veranschaulichen: Während die Magdeburger Börde als größte Lössregion Deutschlands mit ihren Schwarzerdeböden eine der fruchtbarsten Regionen der BRD darstellt, sind die Sander- und Altmoränenflächen Südwestmecklenburgs aufgrund ihrer sandigen Böden eher als unfruchtbar einzustufen.
3 Die Landwirtschaft zu Zeiten der DDR 8
3 Die Landwirtschaft zu Zeiten der DDR
3.1 „Junkerland in Bauernhand“ - Die Bodenreform in der SBZ
In der Übergangszeit zwischen dem 2. Weltkrieg und der Gründung der Deutschen Demokratischen Republik im Jahre 1949 (DDR) wurde Ostdeutschland als sowjetische Besatzungszone (SBZ) von der sowjetischen Militäradministration (SMAD) regiert. Im Juni 1945 trafen Stalin und die Führung der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) die Entscheidung, den landwirtschaftlichen Großgrundbesitz zu liquidieren. Unter der Losung „Junkerland in Bauernhand“ wurden neben den Großgrundbesitzern (Junkern) mit mehr als 100 ha Landfläche auch Kriegsverbrecher und Anhänger der NSDAP enteignet.
Das Land wurde in einen Bodenfonds eingebracht und dann an „durch den Krieg ruinierte und besitzlos gewordene Bauern“ (SCHÖNE 2005: 58), Landarbeiter, Handwerker und Vertriebene verteilt. So wurden von Beginn der Bodenreform am 11. Juni 1945 bis zum 1. Januar 1950 mehr als 14.000 Betriebe enteignet (vgl. BUSSE 2001). Ein Teil der liquidierten Landfläche wurde in volkseigenen Gütern und Betrieben (VEG/VEB) verstaatlicht. Der Großteil der in den Bodenfonds überführten Landfläche wurde jedoch an rund 560.000 Privatpersonen verteilt (vgl. SCHÖNE 2005: 60), sodass jeder etwa eine Fläche von acht Hektar erhielt. Die kleinen landwirtschaftlichen Nutzflächen konnten jedoch nur in
Subsistenzwirtschaft, aber nicht ökonomisch gewinnbringend bewirtschaftet werden. Auch die Einrichtung von Maschinen-Ausleih-Stationen (MAS) und die Gründung der Vereinigung gegenseitiger Bauernhilfe (VdgB) konnten die desolate Lage im ländlichen Raum nicht entscheidend verbessern. Die Ineffizienz der ostdeutschen Landwirtschaft steht der damaligen Bedeutung des primären Sektors diametral gegenüber: Nach dem Ende des 2. Weltkrieges musste die Bevölkerung durch die Erzeugnisse aus der Landwirtschaft ernährt werden. Durch die Bodenreform büßte die Landwirtschaft jedoch an Produktivität ein, sodass die Grundversorgung der Bevölkerung nicht mehr gesichert war (vgl. BUSSE 2001: 11). Die in der Geschichte auch als erste Enteignungswelle bezeichnete Bodenreform wurde also nicht aus ökonomischen, sondern vielmehr politischen Zielen durchgeführt. Die KPD versuchte durch die Verteilung des Landes an
Arbeit zitieren:
André Schuhmann, 2008, Die Landwirtschaft in Ostdeutschland in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, München, GRIN Verlag GmbH
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Die Agrarpolitik der DDR in den 80er Jahren
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