Die Unternehmenskultur und ihr Einfluss auf das Innovationsmanagement Dirk Göller
INHALTSVERZEICHNIS
INHALTSVERZEICHNIS I
ABBILDUNGSVERZEICHNIS. II
1. EINFÜHRUNG 1
1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit 1
1.2 Methodik der Arbeit 2
2. BEGRIFFLICHE GRUNDLAGEN UND ZUSAMMENHÄNGE 3
2.1 Die Innovation 3
2.1.1 Begriffserklärung und Definition 3
2.1.2 Der Innovationsprozess. 6
2.2 Innovation als Managementaufgabe. 7
2.2.1 Begriffserklärung und Definition 7
2.2.2 Abgrenzung zum F E- und Technologiemanagement 8
2.2.3 Einflussgrößen des Innovationsmanagements. 9
3. DIE UNTERNEHMENSKULTUR UND IHRE BEDEUTUNG
F ÜR DAS INNOVATIONSMANAGEMENT 12
3.1 Die Unternehmenskultur. 12
3.2 Die Funktionen der Unternehmenskultur 15
3.3 Die Wirkungen der Unternehmenskultur. 17
4. DIE INNOVATIONSKULTUR. 20
4.1 Innovationsfeindliche Kulturausprägungen. 20
4.2 Innovationsförderliche Kulturausprägungen 21
5. DER SCHRITTWEISE WANDEL ZU EINER INNOVATIONSFÖRDERLICHEN
UNTERNEHMENSKULTUR 26
5.1 Herausforderungen beim Wandel der Unternehmenskultur 26
5.2 Der Kultur-Wandlungsprozess. 28
6. ZUSAMMENFASSUNG 32
LITERATURVERZEICHNIS 34
I
Die Unternehmenskultur und ihr Einfluss auf das Innovationsmanagement Dirk Göller
ABBILDUNGSVERZEICHNIS
Abbildung 1: Innovationsarten
Abbildung 2: Hauptphasen des Innovationsprozesses
Abbildung 3: Reichweite des Innovationsmanagements
Abbildung 4: Interne und externe Einflussfaktoren
Abbildung 5: Drei-Ebenen-Modell nach Schein
Abbildung 6: Positive negative Effekte einer starken Kultur
Abbildung 7: Innovationsförderliche Kulturausprägungen
Abbildung 8: Phasen der Kulturentwicklung
Abbildung 9: Die Komponenten des Unternehmens.
II
Die Unternehmenskultur und ihr Einfluss auf das Innovationsmanagement Dirk Göller
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1. Einführung
Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
1.1
Will ein Unternehmen heute und in Zukunft erfolgreich sein, ist ein schnelles Anpassen an die sich wandelnden Umfeldbedingungen erforderlich. Diese stellen neben dem Zusammenwachsen der weltweiten Märkte auch die damit in Verbindung stehende Intensivierung des Wettbewerbs, die Individualisierung der Kundenwünsche sowie die prinzipielle Beschleunigung der technischen und wissenschaftlichen Entwicklungen dar. 1
Im Allgemeinen gilt in vielen Unternehmen die gezielte Entwicklung und Umsetzung von neuen Produkten oder Verfahren - sogenannten Innovationen - als ein Erfolgsschlüssel, um diesem immensen Druck zu begegnen. Der durch Innovationen erzielte wirtschaftliche Nutzen hängt letztendlich stark von deren Umsetzung im Unternehmen ab. Ein in sich schlüssiges und ganzheitliches Management von Innovationen ist daher erforderlich.
Auf Grund von internen sowie externen Widerständen scheitern jedoch viele Unternehmen daran, Ideen in am Markt erfolgreiche Produkte umzusetzen. Diese Widerstände können sich aus der Strategie, der Struktur sowie aus der Kultur des Unternehmens ergeben. Ebenso können Abläufe bzw. Prozesse oder gar die Beschäftigten dafür verantwortlich sein. 2
Aus diesem Spektrum, so geht aus Studien und Literatur hervor, gilt vor allem die Unternehmenskultur als besonders wichtiger und erfolgsprägender Faktor für Innovationen. 3 Im Rahmen dieser Arbeit soll deshalb herausgestellt werden, welchen Einfluss die Unternehmenskultur auf die Innovativität bzw. das Innovationsmanagement eines Unternehmens hat. Dabei werden Antworten auf die drei folgenden Fragen gegeben:
1 Vgl. Vahs/Burmester (2005), S. IX; Stern/Jaberg (2007), S. 2 f.
2 Vgl. Disselkamp (2005), S. 49; Engel/Nippa [Hrsg.] (2007), S. 2; Stern/Jaberg (2007),
S. 20.
3 Vgl. Kanter (1983), S. 35 ff.; o. V. (2005), S. 31; o. V. (2007), S. 6.
1
Die Unternehmenskultur und ihr Einfluss auf das Innovationsmanagement Dirk Göller
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• Welche Funktionen besitzt die Unternehmenskultur und wie stehen diese in Beziehung zum Innovationsmanagement?
• Was charakterisiert eine innovationsfreundliche Unternehmenskultur?
• Wie kann der Wandel von einer für Innovationen hinderlichen Kultur zu einer förderlichen Kultur vollzogen werden und welche Probleme treten dabei auf?
Methodik der Arbeit
1.2
Die vorliegende Arbeit ist in sechs Kapitel untergliedert. Beginnend mit einer kurzen Erklärung von Problemstellung sowie Zielsetzung der Arbeit im ersten Kapitel, wird im darauf folgenden zweiten Kapitel ein einheitliches Verständnis für die Begriffe Innovation und Innovationsmanagement geschaffen.
Anschließend werden in Kapitel 3 das Konstrukt der Unternehmenskultur sowie ihre Funktionen und Wirkungen verdeutlicht. Hierbei wird vor allem bei der eingehenden Erläuterung der Kulturfunktionen der direkte Bezug der Unternehmenskultur zum Innovationsmanagement dargestellt. Zu diesem Zweck werden vor allem verhaltenspsychologische Aspekte des Menschen betrachtet, welche einen Aufschluss über das menschliche Handeln und Tun geben.
Kapitel 4 widmet sich vordringlich den Charakteristika einer innovationsförderlichen Unternehmenskultur, stellt aber auch innovationsfeindliche Merkmale dar. Zur besseren Veranschaulichung der förderlichen Elemente werden bereits hier einzelne praktische Maßnahmen genannt, die veranschaulichen, wie eine Innovationskultur zu gestalten ist.
Im folgenden fünften Kapitel werden die Herausforderungen beim Wandel der Unternehmenskultur gezeigt und der Prozess der Kulturgestaltung näher beschrieben.
Die Arbeit schließt in Kapitel 6 mit einer Zusammenfassung der wesentlichen Tatsachen.
2
Die Unternehmenskultur und ihr Einfluss auf das Innovationsmanagement Dirk Göller
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2. Begriffliche Grundlagen und Zusammenhänge
Die Innovation
2.1
Begriffserklärung und Definition
2.1.1
„Innovativ zu sein ist die Parole der Zeit.“ 4 Beschäftigt man sich mit Innovationen, so ist gleich zu Beginn festzustellen, dass keine allgemeingültige und einheitliche Definition des Innovationsbegriffes existiert.
Einen Einstieg zur näheren Bestimmung des Begriffs Innovation bietet uns sein etymologischer Ursprung. Das Wort ist von den beiden lateinischen Begriffen novus und innovatio abgeleitet. Übersetzt heißt es demnach nicht einfach nur „das Neue“ für novus, sondern „das neu Geschaffene“ für innovatio. Mit Hilfe dieser Herleitung erhalten wir bereits den wichtigsten Gesichtspunkt der Innovation: Die Neuartigkeit. Ebenso sind Innovationen durch Unsicherheit (z. B. über den zu erwartenden Erfolg) sowie einen hohen Grad an Komplexität (bspw. durch die zahlreichen Beziehungen zu anderen Teilbereichen im Unternehmen) charakterisiert. Aus den drei bereits genannten Merkmalen resultiert letztendlich der Konfliktgehalt einer Innovation. Konflikte entstehen immer dann, wenn verschiedene Neigungen oder Interessen unvereinbar miteinander sind. 5
Generell lassen sich Innovationen anhand verschiedener Merkmale kategorisieren. Auf Grund der zum Teil stark divergierenden Angaben, wie Innovationen einzuteilen sind, wurde eine Auswahl der nach Meinung des Autors wichtigsten Kategorien getroffen. 6 In Abbildung 1 ist die gewählte Einteilung nach dem Gegenstandsbereich, dem Auslöser, dem Neuheitsgrad sowie dem Veränderungsumfang zu sehen. Meist steht die Klassifikation nach dem Gegenstandsbereich, mit der Unterteilung in Produkt-, Prozess-, Sozial- und Strukturinnovationen, im Vordergrund der Literaturbe-
4 Bergmann/Daub (2006), S. 3.
5 Vgl. Vahs/Burmester (2005), S. 51 ff.; ebenso Strebel [Hrsg.] (2007), S. 31 ff.
6 Für weitergehende Informationen, vgl. Vahs/Burmester (2005), S. 72 ff.; oder auch
Hauschildt/Salomo (2007), S. 3 ff.; ebenso Lange (1994), S.12 ff.
3
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__________________________________________________________________________________ trachtungen. 7 Infolgedessen wie auch aus Platzgründen, soll daher nur diese näher erläutert werden.
Produktinnovationen sind, wie der Name zum Teil bereits sagt, neue Produkte, Dienstleistungen oder Konzepte. Dadurch, dass sie in der Lage sind Kundenbedürfnisse zu befriedigen, finden sie Absatz am Markt und tragen somit zum Erfolg des Unternehmens bei. Prozessinnovationen führen zu einer Verbesserung der Leistungserstellungsprozesse des Unternehmens. Dies können z. B. logistische oder auch informationelle Prozesse sein. Sozialinnovationen betreffen das Humansystem, d. h. die Mitarbeiter 8 einer Unternehmung. Sie haben bspw. eine Verbesserung der Arbeitszufriedenheit, des Unfallschutzes oder auch der Unternehmenskultur zum Ziel. Strukturinnovationen, als letzte Gruppe, betreffen die Aufbau- und Ablauforgani-
7 Vgl. Vahs/Burmester (2005), S. 72.
8 Allein auf Grund der besseren Lesbarkeit wird im Folgenden ausschließlich die männliche
Bezeichnung bzw. Anredeform verwendet, der Autor bittet die Leserinnen dafür um Verständnis.
4
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sation des Unternehmens. Sie stehen im engen Zusammenhang mit den vorgenannten Innovationsarten und befassen sich u. a. mit geeigneten Abteilungsbildungen, dem Hierarchieaufbau oder dem Beziehungsaufbau zu anderen Unternehmen. 9
Im Bezug zum Veränderungsumfang bzw. der Neuartigkeit einer Innovation ist zu beachten, dass Innovationen durchaus nicht nur als etwas vollständig Neues (sog. radikal-revolutionäre Innovation) zu interpretieren sind, sondern ebenso eine kontinuierliche Verbesserung oder Erneuerung (sog. inkremental-evolutionäre Innovation) darstellen können. 10 Mehrere Literaturquellen betrachtend, stellt z. B. Hauschildt fest, dass „Innovationen...[im Ergebnis] qualitativ neuartige Produkte oder Verfahren [sind], die sich gegenüber einem Vergleichszustand ‚merklich‘...unterscheiden.“ 11
Oftmals wird im Zusammenhang mit etwas „Neuem“ von einer Idee oder Erfindung (Invention) gesprochen und dies mit einer Innovation gleichgesetzt. Hierzu ist anzumerken, dass eine Idee zumeist Grundlage einer Invention ist - sie geht ihr voraus. Eine Invention wiederum ist „...die durch Forschung und Entwicklung entstandene erstmalige technische Realisierung einer neuen Problemlösung.“ 12 Mündet jene Invention in einer ersten wirtschaftlichen Anwendung, und findet das Ergebnis Akzeptanz bei ihren Nutzern, so ist damit der Schritt zur Innovation getan. 13 Bei dieser er-gebnisorientierten Sichtweise des Begriffs Innovation steht das Resultat des Neuerungsprozesses, also die Neuerung selbst im Mittelpunkt. Innovationen können hierbei eine Neuheit in Form von Produkten, Verfahren, Vertragsformen oder Vertriebswegen darstellen. 14 Im Gegensatz dazu rückt bei der prozessorientierten Sichtweise der Neuerungsprozess an sich in den Fokus der Betrachtung. 15 Dieser Prozess, der eine wichtige Bedeutung für das Management von Innovationen besitzt, soll nun im Folgenden beschrieben werden.
9 Vgl. Vahs/Burmester (2005), S. 72 ff.; Bergmann/Daub (2006), S. 68.
10 Vgl. Disselkamp (2005), S. 16 f.; Vahs/Burmester (2005), S. 44 f.
11 Hauschildt/Salomo (2007), S. 7, (im Original hervorgehoben).
12 Pleschak/Sabisch (1996), S. 6, (im Original kursiv).
13 Vgl. Pleschak/Sabisch (1996), S. 6; als auch Bergmann/Daub (2006), S. 56; sowie
Strebel [Hrsg.] (2007), S. 20.
14 Vgl. Vahs/Burmester (2005), S. 44; Corsten/Gössinger/Schneider (2006), S. 11.
15 Vgl. Gussmann (1988), S. 13; Vahs/Burmester (2005), S. 44.
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Dirk Göller, 2008, Die Unternehmenskultur und ihr Einfluss auf das Innovationsmanagement, München, GRIN Verlag GmbH
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