Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis 3
Abk ürzungsverzeichnis 4
1. Einleitung 5
1.1. Zielsetzung der Arbeit 6
1.2. Abgrenzung des Themas 6
1.3. Aufbau der Arbeit und Methodik 7
2. Hauptteil I - Finanzierung Alternative Finanzierungsmodelle 7
2.1. Der Begriff der Finanzierung 8
2.2. Systematisierungsansätze der Finanzierungsformen 8
2.3. Außenfinanzierung 11
2.3.1. Beteiligungsfinanzierung 11
2.3.1.1. Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) 11
2.3.1.2. Aktiengesellschaft (AG) 12
2.3.1.3. Kommanditgesellschaft auf Aktion (KGaA) 13
2.3.2. Kreditfinanzierung 14
2.3.2.1. Langfristige Kreditfinanzierung 15
2.3.2.1.1. Schuldverschreibungen 16
2.3.2.1.2. Schuldscheindarlehen 16
2.3.2.1.3. Langfristige Bankkredite 17
2.3.2.1.4. Langfristige Darlehen von nicht institutionellen
Kreditgebern 17
2.3.2.2. Kurzfristige Kreditfinanzierung 18
2.3.2.2.1. Handelskredite 18
2.3.2.2.2. kurzfristige Bankkredite 19
2.3.2.3. Kreditsubstitute 20
2.3.2.3.1. Factoring 20
2.3.2.3.2. Asset Backed Securities 20
2.3.2.3.3. Leasing 21
2.4. Innenfinanzierung 22
2.4.1. Selbstfinanzierung 22
2.4.1.1. Offene Selbstfinanzierung 23
2.4.1.2. Stille Selbstfinanzierung 23
2.4.2. Finanzierung aus Abschreibungen 24
2.4.3. Finanzierung aus Rückstellungen 24
2.4.4. Finanzierung durch Kapitalfreisetzung 25
1
3. Hauptteil II - Zur Lage der Liga 26
3.1. Allgemeines 26
3.2. Erträge der Bundesligisten 27
3.3. Aufwendungen der Bundesligisten 29
3.4. Das Risiko des sportlichen Erfolgs 31
3.5. Die Bilanz der Bundesligisten 35
4. Hauptteil III - Bewertung der Finanzierungsalternativen für die Bundesliga 38
4.1. Bewertung der Beteiligungsfinanzierung 38
4.2. Bewertung der langfristigen Kreditfinanzierung 39
4.3. Bewertung der kurzfristigen Kreditfinanzierung 40
4.4. Bewertung der Kreditsubstitute 41
4.5. Bewertung der Innenfinanzierung 41
5. Fazit 42
Literaturverzeichnis 43
2
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Beliebtheit der Sportarten in Deutschland in % 5
Abbildung 2: Gesamtertragsentwicklung im deutschen Profifußball absolut in T€ 5
Abbildung 3: Finanzierungsalternativen nach Mittelherkunft - Grobgliederung 9
Abbildung 4: Finanzierungsalternativen nach Mittelherkunft - Außenfinanzierung 10
Abbildung 5: Finanzierungsalternativen nach Mittelherkunft - Innenfinanzierung 10
Abbildung 6: Bekanntheit der Fußballwettbewerbe in Deutschland in % 26
Abbildung 7: Zuschauerschnitt pro Spiel 27
Abbildung 8: Entwicklung der Ertragsarten in der Bundesliga in % 28
Abbildung 9: Entwicklung der Ertragsarten in der Bundesliga in Millionen Euro 29
Abbildung 10: Entwicklung der Aufwandsarten in der Bundesliga in Millionen Euro 30
Abbildung 11: Finanzielle Auswirkungen für Auf- und Absteiger in Millionen Euro 31
Abbildung 12: Durchschnittliche Erträge der Bundesligisten nach Platzierung in Millionen € 32
Abbildung 13: Durchschnittliche Aufwendungen der Bundesligisten nach Platzierung in Millionen € 34
Abbildung 14: Durchschnittliche Bilanzentwicklung (Aktiva) der 1. Bundesliga in Millionen € 35
Abbildung 15: Durchschnittliche Bilanzentwicklung (Passiva) der 1. Bundesliga in Millionen € 36
Abbildung 16: Durchschnittliche Verbindlichkeiten der Bundesligisten in Millionen € 37
3
Abkürzungsverzeichnis
AG Aktiengesellschaft
Abb. Abbildung
ABS Asset Backed Securities
AktG Aktiengesetz
Aufl. Auflage
bzw. beziehungsweise
d.h. das heißt
DFL Deutsche Fußball Liga
e.V. eingetragener Verein
EURIBOR European Interbank Offered Rate
f folgende
ff fortfolgende
FC Fußball Club
FIFA Fédération Internationale de Football Association
GmbH Gesellschaft mit beschränkter Haftung
GuV Gewinn- und Verlustrechnung
HGB Handelsgesetzbuch
KGaA Kommanditgesellschaft auf Aktien
LIBOR London Inter Bank Offered Rate
s. siehe
S. Seite
SPC Special Purpose Vehicle
TNS Taylor Nelson Sofres (London)
TV Television
UEFA Union of European Football Associations
US United States (of America)
usw. und so weiter
VAG Versicherungsaufsichtsgesetz
Vgl. vergleiche
z.B. zum Beispiel
4
1. Einleitung
Fußball - die mit Abstand beliebteste Sportart in Deutschland. Laut einer repräsentativen Umfrage von TNS Infratest, in der über 2000 Personen ab einem Alter von 14 Jahren befragt wurden, liegt das Interesse an der Sportart Fußball im Jahr 2007 in Deutschland bei erstaunlichen 53% und damit noch einmal um 4% höher als noch 2002 (49%) 1 . Damit hat der Fußball als einzige der populären Sportarten in diesem Punkt noch zulegen können. Lag z.B. die Formel 1 im Jahr 2002 noch mit dem Fußball in Sachen Beliebtheit gleichauf bei 49%, so war dieser Wert bis ins Jahr 2007 auf 40% gesunken.
60
40
30 20
10
0
Abb. 1: Beliebtheit der Sportarten in Deutschland in % (TNS Infratest 2007) - eigene Darstellung Das wachsende Interesse führt zwangsläufig zu höheren Umsätzen durch steigende Zuschauer- und höhere Werbeeinnahmen, da die Preise für Werbung dem Prinzip von Angebot und Nachfrage unterliegen 2 . Dem entsprechend sind die Preise für Werbeflächen im Profifußball stark von dem Interesse der Öffentlichkeit an dieser Sportart abhängig, was wiederum bedeutet, dass die Preise mit dem Interesse der Öffentlichkeit und damit der Vergrößerung der möglichen Zielgruppe steigen. All das führt zu einer Professionalisierung des Fußballsports 3 .
Warum Professionalisierung? Um in diesem wachsenden Markt bestehen zu können, bedarf es entsprechender Investitionen von Seiten der teilnehmenden Vereine. Stadionneubauten oder -erweiterungen, Aufbau und Betrieb einer konkurrenzfähigen Mannschaft, Beschaffung von Merchandisingprodukten sowie Bereitstellung weiterer zusätzlichen Dienstleistungen. Dabei werden inzwischen sehr hohe Summen von den 36 Mitgliedern der 1. und 2. Fußballbundesliga (Profifußball) umgesetzt.
1550000
1500000 1450000 1400000 1350000 1300000 1250000 1200000 1150000
4 Abb. 2: Gesamtertragsentwicklung im deutschen Profifußball absolut in T€
1 Vgl. DFL Bundesligareport 2007, 2007, S. 28
2 Vgl. Kubat, Der Markt für Spitzensport, 1998, S. 9ff
3 Vgl. Horch, Professionalisierung im Sportmanagement, Band 1, 1999 4 Vgl. DFL Bundesligareport 2007, 2007, S. 49
5
Bei einem Gesamtertrag von über 1,5 Milliarden Euro, also durchschnittlich fast 42 Millionen Euro pro Mitglied der 1. und 2. Bundesliga wird deutlich, dass solche Umsätze ohne professionelle Strukturen kaum noch zu bewältigen sind. Diese Entwicklung wird auch daran deutlich, dass eine Vielzahl der eingetragenen Vereine (e.V.), die noch vor wenigen Jahren die deutliche Mehrheit im Profifußball darstellten, inzwischen ihre Profifußballabteilungen ausgegliedert haben und diese nun in Form von Kapitalgesellschaften (z.B. als GmbH oder AG) als alleiniger oder Hauptanteilseigner führen.
Die Vorteile und Gründe für die Ausgliederung sind vielfältig. Sie reichen von der einfachen Begründung des Unwillens sich von der, in vielen Vereinsatzungen verankerten, Gemeinnützigkeit zu distanzieren über die Reduzierung des finanziellen Risikos für den Verein bis hin zu den bereits angesprochenen benötigten professionellen Strukturen. 5 Ein Kernaspekt für die Notwendigkeit dieser Professionalisierung liegt darin begründet, dass Umsätze wie sie der Profifußball erzielt, entsprechend verwaltet werden müssen. Das „Unternehmen Profifußball“ benötigt einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb 6 , besonders um die speziellen Risiken die im Profifußball vorherrschen abzuschätzen und in geeigneter Weise in die Finanzplanungen dieser Fußballunternehmen einfließen zu lassen.
1.1. Zielsetzung der Arbeit
Die Zielsetzung der vorliegenden Arbeit besteht in der Untersuchung der vorherrschenden Finanzierungsformen im Profifußball.
• Welche alternativen Finanzierungsformen stehen im Allgemeinen zur Verfügung? • Wie risikobehaftet ist das Geschäft mit dem Fußball und wie lässt sich diese besondere Risikostruktur mit den risikobezogenen Eigenschaften der einzelnen Finanzierungsformen in Einklang bringen?
• Wie also sollten die Profifußballklubs im Bezug auf die Wahl der Finanzierungsalternativen vorgehen, und wie tun sie es tatsächlich? Dies sind Fragen mit denen sich diese Arbeit im Folgenden befassen wird, deren Beantwortung Handlungsempfehlungen für die Klubs darstellen können und letztendlich ein Beitrag zum wachsenden Untersuchungsfeld der Sportökonomie sein sollen.
1.2. Abgrenzung des Themas
Das Themengebiet der Sportökonomie ist ein mindestens ebenso weitläufiges wie das jedes anderen Teilgebiets der Wirtschaftswissenschaften. Daher ist für diese Arbeit eine exakte Abgrenzung des Themas von besonderer Bedeutung.
Eine erste Abgrenzung erfolgte bereits durch die Wahl des Untersuchungsgegenstandes innerhalb der Sportökonomie, wonach diese Arbeit Finanzierungsmodelle am Beispiel der Fußball Bundesliga untersuchen wird. Doch selbst diese bereits durch die Themenwahl vorgenommene Einschränkung lässt noch ein breites Spektrum an möglichen Untersuchungsgegenständen offen und bedarf weiterer Abgrenzung.
5 Vgl. Klein/Jones, The Future of Sport Business - More Than Just a Game, 2001
6 Vgl. Handelsgesetzbuch, 40. Aufl., 2003, HGB 1, §1
6
Die erste Abgrenzung soll hierbei auf der wirtschaftswissenschaftlichen Seite dieser Arbeit vorgenommen werden. Zwar werden im Folgenden systematisierte wirtschaftstheoretische Einteilungen und Erläuterungen zu alternativen Finanzierungsmodellen vorgenommen, doch sind sie nicht der Kern dieser Arbeit und sollen vor allem als Grundlage für die folgenden Untersuchungen und damit dem Leser zum besseren Verständnis dienen. Diese Arbeit erhebt daher nicht den Anspruch sämtliche mögliche Ausprägungen der dargestellten Finanzierungsalternativen im Detail zu erläutern.
Eine weitere Einschränkung muss aufgrund der Datenlage bezüglich der Allgemeingültigkeit statistischer Daten zur Lage des Profifußballs in Deutschland gemacht werden. Zwar lagen zur Erstellung dieser Arbeit sowohl statistische Daten der Deutschen Fußball Liga (DFL) als auch Primärdaten in Form von Befragungsergebnissen einzelner Bundesligisten vor, doch können gerade die Daten der Primärbefragung nicht als allgemein für alle Bundesligisten gültig angesehen werden, da sich lediglich ein Teil von Ihnen zur aktiven Mitarbeit an dieser Untersuchung bereiterklärt hatte. Die ermittelten Primärdaten sind daher als exemplarisch zu werten.
Weiterhin wird diese Arbeit nicht auf Themen wie die Auswirkungen der FIFA Fußballweltmeisterschaft auf die Lage des deutschen Profifußballs oder ähnliche, das Thema dieser Arbeit berührende Randthemen eingehen. Auch wenn diese im Lichte der aktuellen Ereignisse durchaus von Bedeutung erscheinen, würden sie doch den Rahmen dieser Arbeit sprengen und sollen daher bei der hier zu erarbeitenden Zusammenführung von Theorie und Praxis vernachlässigt werden.
1.3. Aufbau der Arbeit und Methodik
Im ersten Hauptteil der Arbeit wird zunächst eine systematische Annäherung an den Begriff der Finanzierung selbst erfolgen, gefolgt von der Erläuterung einzelner alternativer Finanzierungsformen, die anhand der zuvor erarbeiteten Systematisierung abgearbeitet werden. Weiterhin wird in diesem Teil der Arbeit eine Aussage zu den risikobezogenen Eigenschaften der einzelnen Finanzierungsformen erfolgen.
Der zweite Hauptteil wird sich daraufhin mit der aktuellen Lage der Fußballbundesliga im Sinne der Ist-Situation der Finanzierung befassen. Zu diesem Zweck werden sowohl Daten einer Primärbefragung der Bundesligisten sowie Sekundärdaten der Deutschen Fußball Liga (DFL) ausgewertet werden.
Im dritten Hauptteil werden die erarbeiteten Ergebnisse des ersten und zweiten Hauptteils zusammengeführt und münden schließlich in entsprechenden Handlungsempfehlungen.
2. Hauptteil I - Finanzierung & Alternative Finanzierungsmodelle In diesem Teil der Arbeit werden zunächst die theoretischen Grundlagen zum Begriff der Finanzierung an sich, sowie der Zusammenhang zwischen der Wahl einer alternativen Finanzierungsform und dem damit verbundenen Risiko erarbeitet. Zur weiteren Vertiefung seien dem interessierten Leser hier besonders die Werke von Drukarczyk (Finanzierung) und Perridon/Steiner (Finanzwirtschaft der Unternehmung) empfohlen.
7
2.1. Der Begriff der Finanzierung
Zur systematischen Annäherung an die einzelnen Finanzierungsformen muss zunächst der Begriff der Finanzierung selbst näher untersucht werden. Im klassischen Sinne geht der Finanzierungsbegriff vom bilanziellen Kapital als abstrakter Wertsumme aus. 7 Dieser klassische Ansatz lässt sich allerdings bereits in unterschiedlichen Arten auslegen. Im engsten Sinne kann als Finanzierung lediglich die langfristige Kapitalbeschaffung bezeichnet werden. 8 Im weiteren Sinne kann der am abstrakten Kapital orientierte Finanzierungsbegriff allerdings auch die kurzfristige Kapitalbeschaffung sowie die Rückzahlung beinhalten. 9 Limitiert man den Begriff „Finanzierung“ allerdings, wie im am abstrakten Kapital orientierten klassischen Ansatz vorausgesetzt, auf eine rein externe Kapitalaufbringung, so wäre unterstellt, dass jede interne Kapitalaufbringung für anstehende Investitionen oder Zahlungen im Allgemeinen keine Finanzierung im eigentlichen Sinne darstellen würde. Bezieht man nun die interne Kapitalaufbringung durch Gewinne, Mittelfreisetzungen, Abschreibungen usw. in den Finanzierungsbegriff ein, bezeichnet man dies als am Realkapital orientierten Finanzierungsbegriff. 10
Weiterhin hat sich noch ein dritter Ansatz durchgesetzt, der so genannte monetäre Finanzierungsbegriff, der sich im Gegensatz zu den zuvor genannten nicht am Kapital und Vermögen orientiert, sondern Finanzierung als die Summe aller Zahlungsmittelzuflüsse, sowie der beim Zugang nicht monetärer Güter vermiedenen sofortigen
Zahlungsmittelabflüsse beschreibt 11 . Dieser Begriff orientiert sich also an den Zahlungsströmen.
2.2. Systematisierungsansätze der Finanzierungsformen
Die verschiedenen Formen der Finanzierung lassen sich nach unterschiedlichen Kriterien einteilen 12 :
1. Nach der Rechtsstellung des Kapitalgebers… … lassen sich Eigen- bzw. Fremdfinanzierung unterscheiden. Unter Eigenfinanzierung versteht man hierbei die Zuführung und Erhöhung des Eigenkapitals, z.B. durch Einlagen, oder nicht entnommene Gewinne. Fremdfinanzierung beschreibt dem nach die Zuführung von Fremdkapital.
2. Nach der Fristigkeit der Finanzierungsvereinbarung…
… kann man in kurz-, mittel-, und langfristige Finanzierungsformen unterscheiden. Verbindliche Grenzen für eine solche Einteilung fehlen zwar, doch werden im Allgemeinen Kredite mit einer Laufzeit von unter einem Jahr als kurzfristig und solche mit einer Laufzeit von einem bis 4 Jahren als mittelfristig bezeichnet.
7 Vgl. Perridon / Steiner, Finanzwirtschaft der Unternehmung, 13. Aufl., 2004, S. 359
8 Vgl. Liefmann, Beteiligungs- und Finanzierungsgesellschaften, 4. Aufl., 1923.
9 Vgl. Schmalenbach, Beteiligungsfinanzierung, 9. Aufl., 1966.
10 Vgl. Rössle, Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, 5. Aufl., 1956.
11 Vgl. Köhler, Finanzierungsbegriff, 1969.
12 Vgl. Perridon / Steiner, Finanzwirtschaft der Unternehmung, 13. Aufl., 2004, S. 360ff
8
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Stefan Kaiser, 2007, Finanzierungsmodelle am Beispiel der Fußball Bundesliga, München, GRIN Verlag GmbH
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