Kurzfassung
Die Ausarbeitung zum Thema „Prioritizing Web-Usability“ befasst sich mit der Problemstellung, einen Überblick über Usability, Web-Usability und Methoden und Verfahren zum Web-Usability-Engineering zu geben. Ziel ist es, einleitende Informationen für die systematische Entwicklung von flexiblen Benutzerschnittstellen in der Web-Entwicklung bereitzustellen. Um in das Thema näher einzuführen, ist es erforderlich, übliche Fachtermini zu klären und voneinander abzugrenzen. Für die erfolgreiche Gestaltung von Web-Anwendungen ist es notwendig, Web-Usability-Aspekte zu kennen und bereits vor der Entwicklung in das Design einzuplanen. Diese Arbeit gibt keine ad-hoc Anleitung wie und an welcher Stelle bestimmte Elemente auf einer Website platziert werden müssen, sondern greift Ergebnisse aus der Usabi-lity-Forschung auf und beleuchtet diese. Eine Priorisierung der Usability-Probleme bildet die Brücke von der Planung zur Entwicklung und Evaluation. Allgemeine Software-Evaluations-Methoden und -Verfahren lassen sich für Web-Anwendungen verwenden und geben Verbesserungsmöglichkeiten des Usability, bevor die Seite online geht. Mit der rasanten Entwicklung des Internets, haben sich bereits eigene Methoden zur Evaluation von Internetseiten entwickelt. Mit Hilfe dieser Methoden ist es möglich, Evaluationstests verteilt über das Internet durchzuführen. Die Beachtung der Usability-Aspekte innerhalb der Planungsphase und der Einsatz von Methoden und Verfahren in-, während- und nach der Entwicklung, führen systematisch zu guter Benutzbarkeit von Web-Anwendungen und sollen in dieser Arbeit vorgestellt werden. Schlagwörter
Usability, Web-Usability, Usability-Engineering, Jakob Nielsen, Usability-Aspekte, Usability-Testing, heuristische Evaluation, Guidelines, Checklisten, Experten-Walkthrough, Thinking-Aloud, Quick-Card-Sorting, Blindtext, Greeking, Log-File-Analyse, Remote-Usability- Testing
Grundlagen des Usability-Engineering
Inhaltsverzeichnis
Kurzfassung 3
Abbildungsverzeichnis 6
Tabellenverzeichnis. 7
Abk ürzungsverzeichnis. 8
1 Einleitung. 9
1.1 Motivation. 10
1.2 Aufbau und Ziel der Arbeit. 11
1.3 Vorgehensweise 11
1.4 Begriffserklärung und -Definition. 12
2 Web-Usability-Aspekte. 15
2.1 Verhalten und Eigenschaften der Nutzer 15
2.2 Kriterien des Web-Usability 17
2.3 Priorisierte Web-Usability Probleme 18
3 Web-Usability-Testing. 21
3.1 Allgemeine Usability-Methoden und -Verfahren 21
3.1.1 Expertenzentrierte Methoden. 22
3.1.2 Nutzerzentrierte Methoden 23
3.1.3 Kombiniertes Verfahren. 26
3.2 Spezielle Methoden für das Web-Usability 27
3.2.1 Quick-Card-Sorting für Menü-Strukturen 27
3.2.2 Blindtext/Greeking für Design-Entwürfe 29
3.2.3 Weitere Methoden. 30
4 Fazit Ausblick 32
4
Kurzfassung
Anhang A: Usability-Labor. 33
A.1 Übersicht 33
A.2 Foto. 33
Literaturverzeichnis. 34
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Grundlagen des Usability-Engineering
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Priorisierte Web-Usability Probleme nach Nielsen JN06a, S.132
Abbildung 2: Eyetracking-Ergebnis Bei05
Abbildung 4: Bsp. für eine Website mit Blindtext Vog03, S. 240
Abbildung 5: Übersicht des Usability-Labors Bec06
Abbildung 6: Foto des Usability-Labors Bec06
6
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Priorisierte Web-Usability-Problemkategorien in Tabellenform...................19
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Grundlagen des Usability-Engineering
Abkürzungsverzeichnis
WWW World Wide Web IuK -Branche Informations- und Kommunikationsbranche
8
1 Einleitung
Usability kann eine Frage von Leben und Tod sein. Im Krieg hat ein Kampfpilot einen entscheidenden Vorteil, wenn die Benutzeroberfläche zur Zielerfassung und zum Abfeuern der Waffen in seinem Flieger nur eine Sekunde schneller ist als die des Gegners.
Das Zitat von Nielsen [Nie06b, S.121] beschreibt die Bedeutung und den Einfluss von Usability als ein Extrem, trifft aber dennoch mit seiner Aussage genau den Kern. In den 80-iger Jahren veranlasste die Europäische Union eine Richtlinie über die Arbeitsbedingungen bei der Bildschirmarbeit. Am 4. Dezember 1990 wurde diese Bildschirmverordnung in nationales Recht umgesetzt. Diese beschränkt sich nicht nur auf klassische Faktoren wie z.B. Bildschirm, Schreibtisch, Arbeitsstuhl und Arbeitsumgebung, sondern thematisiert auch die Mensch-Maschine-Schnittstelle. Diese gesetzliche Regelung von Benutzbarkeit von Software stieß anfangs vielfach auf Skepsis [Abe07, S.V]. Dennoch entwickelten sich die Richtlinien und das Usability mit dem stetigen Wachstum der IuK-Branche und dem Dot-Com-Boom im Internet Anfang der 90-iger Jahre.
Heute ist Informations- und Kommunikationstechnologie aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken und dient uns als Arbeitserleichterung. Untersuchungen zufolge nutzten im Jahre 2005 fast 54% der deutschen Beschäftigten mindestens ein Viertel ihrer Arbeitszeit den Computer. Davon 40% Email und Internet [Eur07]. Aber nicht nur während der Arbeit wird auf das Internet und den Computer zurückgegriffen. 75 Prozent der 16- bis 24-jährigen Deutschen nutzen das Internet fünf bis sieben Tage die Woche in ihrer Freizeit (beim TV lediglich 66 Prozent). Somit nahm, im Laufe der letzten 30 Jahre, die IKT stetig mehr Platz in unserem Leben ein und veranlasste sich intensiver und tiefgründiger mit dem Thema Usability zu beschäftigen, im Speziellen mit Web-Usability.
Eine besondere Beschleunigung der Beschäftigung mit diesem Thema erfuhr den Internet-Fachleuten mit dem Buch „Designing Web Usability: Erfolg des Einfachen“ (Markt+Technik, 2000) von Jakob Nielsen. Seine Erkenntnisse, über die Bedeutung der ‚Benutzbarkeit von Webseiten‘, sollte den Programmierern, Website-Betreibern und anderen Fachleuten zum nachdenken anregen und die bisher beliebten „Killer-Websites“ ablösen [Nie06b, S.xix]. Bis heute hat sich an diesem Trend nichts geändert. Der Nutzer der Website steht im Vordergrund und soll mit Hilfe einer bestmöglichen Benutzerschnittstelle zur Erledigung seiner Aufgaben unterstützt werden.
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Grundlagen des Usability-Engineering
Usability beschäftigt sich mit der Gestaltung von Benutzeroberflächen von Software, Hardware und Internetseiten. Die Fokussierung des letzten Punktes wird als Web-Usability bezeichnet. Das Entwickeln von Web-Usability erfordert das Einhalten wichtiger Web-Usability Aspekte, sowie die Anwendung von Methoden der Evaluation.
1.1 Motivation
Die Benutzbarkeit (Usability), der in der heutigen Zeit so wichtig gewordenen Computer-Technik, sollte so einfach wie möglich sein und der Erleichterung und nicht der Erschwerung der Aufgabenbewältigung dienen. Dabei muss die Einfachheit des Gebrauchs in Relation zu dem Ziel, welches man erreichen möchte, gesehen werden. Laut Nielsen gibt es mehr als 80 Millionen Internetseiten [Nie06b, S.xx]. Die Zahl steigt täglich. Da neben den vielen Hobby-Seiten auch Seiten mit finanziellen Erwartungen online gehen, ist besonders für diese Seiten ein gutes Usability unerlässlich.
Dies betrifft besonders Seiten des E-Commerce. Aufgrund des großen Konkurrenzkampfes um die große Anzahl von Käufern im WWW ist es notwendig den Bedürfnissen des Nutzers bestmöglich entgegenzukommen. Falsche Design-Entscheidungen können zum Verlust von Geschäften führen. Auch für Web-Seiten von Unternehmen ist es wichtig ihre Informationen unter gutem Usability anzubieten. Nutzer sind sehr ungeduldig und befinden sich lediglich durchschnittlich 27 Sekunden auf einer Webseite, beim Suchen nach einer bestimmten Information mit Hilfe einer Suchmaschine [Nie06b, S. 20]. Steht die Information nicht gleich bereit (z.B. ob das Unternehmen auch Spezialanfertigungen anbietet) sucht der Internetnutzer sich lieber eine andere Seite als auf der Seite weiterzusuchen. Das Selbe gilt für Seiten von gemeinnützigen Organisationen, Regierungsbehörden und persönliche Seiten. Letztendlich geht es um alle Seiten, die bestimmte Informationen an ihre Nutzer weitergeben wollen. Schafft es bspw. eine gemeinnützige Organisation nicht oder nur schlecht über ihre Prinzipien und Vorhaben zu informieren, könnte das letztendlich den Verlust von potentiellen Spendern nach sich ziehen.
66% der User finden auf Web-Seiten nicht die Information die sie letztendlich benötigen und verlassen die Seite. Nur 12% der User, die aus diesem Grund eine Seite verlassen haben, kehren auch wieder zurück [Nie06b, 21]. Das Problem ist somit nicht nur, dass Informationen auf der Seite gar fehlen, sondern vielmehr, dass Informationen nicht gefunden werden können bzw. die Suche sich als zu schwierig, ineffizient oder langwierig herausstellt. Usability beschäftigt sich mit dieser Problematik, gutes Usability löst diese Problematik. Das
10
Arbeit zitieren:
B.Sc. Marcel Thum, 2008, Grundlagen des Usability-Engineering, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
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