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Grafik 1: Internet-Nutzung. Reichweitenentwicklung seit Beginn des GFK Online-Monitors 5
Grafik 2: Internetnutzung nach Zugangsort 6
Grafik 3: Entwicklung der Zahl der Online-Käufer 8
Grafik 4: Entwicklung und Prognose des Umsatzes im Online-Handel (b2c) 9
Grafik 5: Vergleich der Internet-User und der Nutzer von Online-Shopping mit der Gesamtbevölkerung nach Altersklassen 9
Tabelle 1: Top 10 der meistbesuchten Online-Shops 10
Grafik 7: "Haben sie in den letzten 12 Monaten eines der folgenden Produkte online bestellt" 11
Grafik 6: Am häufigsten online nachgefragte Produkte 12
Grafik 8: Umsatzbedeutung nach Produktgruppen 12
Tabelle 2: Was den Kunden am Online-Shopping stört 14
Grafik 9: Entwicklung des Einzelhandelsumsatzes in Deutschland 16
Grafik 10: Anteil der Betriebe nach Branchen, die im Online-Handel (bc2) Gewinne erzielen 17
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Der Einzelhandel in der Bundesrepublik Deutschland leidet seit 1992 unter der schwachen Konjunktur und insgesamt geringen Reallohnverlusten (GIESE 1999, 45; GFK 2001d) und jetzt zusätzlich noch unter der Einführung des Euro. Laut einer Umsatzprognose des HDE wird der Einzelhandelsumsatz in 2002 nur um 0,5% wachsen (O.V. 2002), aber auch diese Prognose dürfte nach den jüngsten Zahlen nicht zu halten sein. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, liegt der Umsatztrend für die ersten vier Monate des Jahres 2002 bei nominal -1,6% und real bei -3,0% (LANGENSDORF DIENST 2002).
Gleichzeitig erhöht sich die Verkaufsfläche in Gewerbegebieten und Einkaufszentren am Stadtrand, ein Verdrängungswettbewerb zwischen dem Einzelhandel in den zentralen Innenstädten und der "grünen Wiese" findet statt. Ein weiterer Wettbewerb entsteht durch den Bau von sogenannten "Shopping Malls" - zum Teil auch nach der ein solches Center betreibenden Managementfirma als ECE-Center bezeichnet - in innenstädtischen Randlagen mit meist deutlich mehr als 10.000 qm Verkaufsfläche und der Errichtung von Factory-Outlet-Centern (FOC) an i.d.R. nicht integrierten Standorten.
In den letzten Jahren hat zusätzlich das Internet als Kommunikationsmedium rasant an Bedeutung gewonnen (vgl. Kapitel 2). Neben dem Versenden und Empfangen von Emails, sogenannten elektronischen Briefen, und dem Abrufen bzw. Lesen von Nachrichten, welche derzeit den Großteil der Internetnutzung darstellen (vgl. GFK 2000a, 14; GFK 2001a, 26), gewinnt der elektronische Handel sowohl zwischen Firmen als auch direkt mit dem Endverbraucher zunehmend an Bedeutung. Online-Shopping kann daher als direkter Konkurrent des traditionellen Einzelhandels, als Konkurrent der Innenstädte gesehen werden, da Kaufkraftabflüsse aus diesem Bereich zu erwarten sind.
In dem hier vorliegenden Oberseminarreferat möchte ich allgemein der Fragestellung nachgehen, wie sich der Bereich des Online-Shopping (OS) - was unter diesem Begriff zu verstehen ist wird in Kapitel 3 erläutert - auf den innerstädtischen Einzelhandel auswirkt. Dazu werde ich zunächst erst einmal die Möglichkeiten und Potentiale des elektronischen Handels - wobei ich mich auf den Handel mit dem Endverbraucher (Business to Consumer) in Deutschland beschränken möchte - aufzeigen und näher auf dessen Bedeutung eingehen (Kapitel 4). Im zweiten Teil der Arbeit werde ich mich dann mit den möglichen Auswirkungen auf den stationären innerstädtischen Einzelhandel beschäftigen (Kapitel 5). Zunächst möchte ich jedoch kurz die wachsende Bedeutung des Internet als Kommunikationsmedium skizzieren (Kapitel 2).
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Wie bereits mehrfach erwähnt, besitzt das Internet eine weiter stark zunehmende Bedeutung als Kommunikations- und Informationsmedium. Was aber ist unter dem Begriff Internet zu verstehen?
Das Internet wurde 1969 von einer Abteilung des US-Verteidigungsministeriums entwickelt und diente der Vernetzung der an der US-Rüstungspolitik beteiligten Akteure. Im Jahre 1989 wurde eher zufällig am Kernforschungszentrum CERN in Genf das World Wide Web (WWW) erfunden und dieses wenig später von Computerprogrammierern weiterentwickelt. 1992 erfolgte dann durch die amerikanische National Computer Security Association die Freigabe des WWW für alle Internet-Nutzer. Seit diesem Zeitpunkt wuchs das Internet explo-
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sionsartig; durch die Entwicklung von sogenannter Browser-Software wie zunächst Mosaik und später z.B. Netscape Communicator (NC) und Microsoft Internet Explorer (IE), wurde auch für "Laien" die Nutzung des Internet ohne größere Probleme möglich (BECKER 1999, 25f.).
Auch wenn das WWW oftmals mit den Internet gleichgesetzt wird, ist lediglich ein Teil des, bzw. eine Anwendung im Internet, ein dezentral strukturiertes graphisches Informationssystem (BECKER 1999, 28). Weitere Anwendungen im Internet sind z.B. Electronic Mail, kurz Email, Internet-Telephonie, u.v.m. 1 .
Der Zugang zum Internet geschieht entweder über Forschungseinrichtungen, Unternehmen (vom Arbeitsplatz aus) und Universitäten oder über einen kommerziellen Online-Dienst (OLD) bzw. Interet-Service-Provider (i.d.R. vom PC zu Hause). Online-Dienste (OLD) sind Telekommunikations-Mehrwertdienste, die von Dienstleistungsunternehmen gegen Bezahlung geschlossen Nutzergruppen zur Verfügung gestellt werden. Die Marktführer im Bereich der Online-Dienste sind derzeit T-Online, eine Tochter der Deutschen Telekom AG und als zweiter America Online (AOL) (vgl. GFK 2000a, 16; GFK 2001a, 12).
Laut einer Studie der OECD verfügten 1999 11% der deutschen Haushalte über einen eigenen Internetanschluss und im Jahre 2000 waren es bereits 16,5% (vgl. USA 28% bzw. 46%) (O-ECD 2001a). Damit liegt Deutschland zwar nur im letzten Drittel der 17 untersuchten OECD-Mitgliedsstaaten, aber nach Aussagen der International Development Cooperation (IDC) ist Deutschland der größte Wachstumsmarkt (ERNST & YOUNG 2001, 86).
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Quelle: GFK 2001a, 9
Wie den Ergebnissen der regelmäßig durchgeführten Befragung im Rahmen der Studienreihe "GFK-Onlinemonitor" 2 (Grafik 1) zu entnehmen ist, ist die Reichweite des Internet stetig an-
1 EineErklärung der hier genannten Begriffe und der weiteren Anwendungsmöglichkeiten des Internet ist z.B. zu finden bei BECKER 1999, 25ff.
2 Seit der 5. Befragungswelle werden mit einem Stichprobenumfang n= 8000 Personen per computergestütztem Telefoninterview danach befragt, ob sie das Internet nutzten und wenn ja wie und wofür. Ein Internet-Nutzer
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Arbeit zitieren:
Dipl. Geogr. Christian Momberger, 2002, Die wachsende Bedeutung des Online-Shopping und die Auswirkungen auf den stationären Einzelhandel, München, GRIN Verlag GmbH
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