Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis III
1 Einleitung 4
2 Motivation für den Kinderwunsch 5
3 Sozialstrukturelle Daten zur Kinderlosigkeit 6
3.1 Vorbemerkung. 6
3.2 Eckdaten zur Kinderlosigkeit 7
3.3 Bildungsniveau und Kinderlosigkeit. 9
3.4 Partnerschaft und Kinderlosigkeit. 10
4 Besondere Problematik der ungewollten Kinderlosigkeit. 13
4.1 Definition und Eckdaten 13
4.2 Ursachen der ungewollten Kinderlosigkeit 14
4.3 Psychosoziale Aspekte der ungewollten Kinderlosigkeit 15
4.4 Diagnostik und Therapiemöglichkeiten 17
5 Resümee 19
Literaturverzeichnis 21
II
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Kinderlose nach Partnerschaftsstatus und Geschlecht
2003 ................................................................................................................. 11 Abbildung 2: Permanenz von Partnerschaften Kinderloser Männer und
Frauen zwischen 2000 und 2003 ................................................................ 12
III
1 Einleitung
Die Alterung der Bevölkerung ist aktuell ein intensiv diskutiertes Thema. Die Enquete-Kommission des Bundestags `Demographischer Wandel´ stellte im März 2002 nach fast zehn Jahren Arbeit ihren Abschlussbericht vor. Diesem Bericht zu Folge ist in Deutschland mit einer erheblichen Verschiebung des Altersaufbaus der Bevölkerung zu rechnen, also mit einer Verschiebung des quantitativen Verhältnisses zwischen Alten und Jungen. Diese Ergebnisse flossen in die Arbeit der durch die Regierung eingesetzten `Rürup-Kommission` ein, die im August 2003 zusammengefasst folgende Ergebnisse präsentierte: 1 „Aufgrund der stagnierenden Geburtenraten bei steigender Lebenserwartung müssen die sozialen Sicherungssysteme umgebaut werden, um die Abgabenlast der Erwerbstätigen zu mildern und die wachsende Zahl der nicht mehr Erwerbstätigen vor Altersarmut zu bewahren.“ 2 Diese Botschaft liefert seither der Politik die Legitimation sozialer Einschnitte, die weite Bevölkerungskreise unmittelbar trifft beziehungsweise beschäftigt. Ferner erhielt die Kinderlosigkeit als wesentlicher Aspekt des demographischen Wandels Raum in der gesellschaftlichen Diskussion. 3
In dieser Arbeit soll daher betrachtet werden, wer in Deutschland aus welchen Gründen Kinderlos bleibt und welche Gegensteuerungsaspekte existieren. Dazu wird zunächst die Motivation für den Kinderwunsch betrachtet. Dem folgend werden die Sozialstrukturellen Daten zur Kinderlosigkeit dargestellt und ferner die Problematik der ungewollten Kinderlosigkeit betrachtet.
1 Vgl. Schmitt, C., Winkelmann, U., Wer bleibt Kinderlos?, 2005, S. 1. 2 Schmitt, C., Winkelmann, U., Wer bleibt Kinderlos?, 2005, S. 1. 3 Vgl. Schmitt, C., Winkelmann, U., Wer bleibt Kinderlos?, 2005, S. 1.
4
2 Motivation für den Kinderwunsch
Die Gründe für einen Kinderwunsch können ganz unterschiedlicher Art und Herkunft sein. Ebenso ist die Intensität des Kinderwunsches ganz individuell geprägt. Eine Unterteilung lässt sich beispielsweise vornehmen in traditionelle, kulturelle und psychosoziale Gründe. 4 N Traditionelle Gründe
Für viele, insbesondere für Frauen, wird eine Schwangerschaft eng verbunden mit einer Heirat und einer Familie im traditionellen Sinne. Die Vorstellung eine Familie zu gründen, ist teilweise seit der Kindheit eine selbstverständliche und unangezweifelte Überlegung. Für viele Frauen stellt diese Vorstellung den zentralen Bezugspunkt ihres Lebensentwurfes dar, an den oft Entscheidungen in anderen Lebensbereichen gebunden sind beziehungsweise waren. So wird zum Beispiel die Wahl des Berufes, des Wohnortes oder des Partners mehr oder weniger stark von ihr beeinflusst. 5 N Kulturelle/Gesellschaftliche Gründe
In vielen Kulturen stellen Kinder die Altersversorgung in manchen sogar den Reichtum der Familie dar. Auch in Deutschland ist das Thema Al-tersversorgung und Geburtenrückgang wie bereits in der Einleitung dargestellt in der Diskussion - politisch aktuell beispielsweise das Elterngeld und die Betreuungsmöglichkeiten wie Krippenplätze. Ferner können sich auch religiöse Gründe hinter dem Kinderwunsch verbergen. So ´dient´ in manchen Religionen der Sexualverkehr ausschließlich der Fortpflanzung. Im Katholizismus z. B. wird die Verhütung immer noch untersagt. 6 N Psychosoziale Gründe
Auch in unserer heutigen Gesellschaft wird die Weiblichkeit einer Frau noch stark mit ihrer Gebärfähigkeit verbunden. Mit der Geburt eines Kindes wird die Weiblichkeit bestätigt und die Frau entspricht den gesellschaftlichen Normen und Standards. Ebenso wird die Männlichkeit mit der Zeugungsfähigkeit verknüpft. Oft entsteht der Kinderwunsch erst
4 Vgl. Fränznick, M., Wiener, K., Ungewollter Kinderlosigkeit, 1996, S. 17ff. 5 Vgl. Fränznick, M., Wiener, K., Ungewollter Kinderlosigkeit, 1996, S. 17ff. 6 Vgl. Fränznick, M., Wiener, K., Ungewollter Kinderlosigkeit, 1996, S. 17ff.
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auf Druck des sozialen Umfeldes indem sich beispielsweise die Eltern ein Enkelkind wünschen oder im Freundes- und Bekanntenkreis Kinder geboren werden und sich deren Alltag entsprechend verändert - hier entsteht der Kinderwunsch um weiterhin dazuzugehören. Mitunter ist es einfach das menschlichste Bedürfnis nicht allein zu sein, insbesondere im Alter. Eher vereinzelt wird den Frauen ein weiblicher Urinstinkt für den Kinderwunsch unterstellt. 7
3 Sozialstrukturelle Daten zur Kinderlosigkeit
3.1 Vorbemerkung
Im Mittelpunkt der Analysen und Diskussionen zu den möglichen Ursachen steigender Kinderlosigkeit stehen die Frauen. Diese bekommen immer später Kinder. Den Angaben des Statistischen Bundesamtes zufolge liegt das mittlere Alter bei Erstgeburten inzwischen bei 29 Jahren. Während die Kinderlosigkeit von Frauen unter den Aspekten Egoismus, Karrierestreben, Unvereinbarkeit von Familie und Beruf sowie allgemeiner Kinderfeindlichkeit der Gesellschaft diskutiert wird, wurde bisher kaum nach den fehlenden Vätern gefragt. Es existiert immer noch das traditionellen Rollenverständnis, demzufolge Frauen für Kinder zuständig sind und somit wohl auch für die Kinderlosigkeit. 8 Des Weiteren erfolgt eine Fixierung auf die Frauen bezüglich der Elternschaft im Zuge der amtlichen Datenerhebung, da der Mikrozensus ausschließlich die aktuelle Haushaltssituation erfasst. Das bedeutet, wer zum Zeitpunkt der Befragung nicht mit einem Kind im gemeinsamen Haushalt lebt - das trifft auf Väter nach Trennung oder Scheidung in den meisten Fällen zu - erscheint in der amtlichen Statistik als kinderlos. Berechnungen auf Basis der amtlichen Statistik zu Fertilität und Kinderlosigkeit basieren demnach ausschließlich auf der Erfassung der Mutterschaft. Da sowohl der Anteil kinderloser Männer und Frauen als
7 Vgl. Fränznick, M., Wiener, K., Ungewollter Kinderlosigkeit, 1996, S. 17ff. 8 Vgl. Schmitt, C., Winkelmann, U., Wer bleibt Kinderlos?, 2005, S. 2.
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Arbeit zitieren:
Dipl. Kffr. (FH) Christine Bönig, 2007, Kinderlosigkeit in Deutschland, München, GRIN Verlag GmbH
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