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Gliederung:
1. Einführung S.3
2. Geschichtlicher Hintergrund der Eroberung Mexikos S.5
2.1. Der Traum vom Gold: Hernán Cortés und der Aufbruch nach Zentralamerika S.5
2.2. Das Reich der Azteken S.7
3. Der Kontext der aztekischen Textproduktion S.11
3.1. Wissenschaft und Schriftkultur S.11
3.2. Von der Mündlichkeit zur Schriftlichkeit: die Überlieferung. S.12
4. Inhaltsüberblick - der Hergang der Eroberung aus indianischer Sicht S.13
4.1. Die Ankunft der Spanier im Mexiko S.14
4.2. Das Vordringen der Spanier auf das Festland S.16
4.3. Die Eroberung Tenochtitlans S.17
5. Sprachliche Analyse S.20
5.1. Beachtung der Texte in der Forschung S.20
5.2. Stilistische Merkmale S.21
5.2.1. Deskriptivität, Wiederholungen und Rhythmisierung S.21
5.2.2. Umgangssprachliche Elemente und Unmittelbarkeit des Geschehens S.24
5.2.3. Emotionalität S.25
6. Schlussbemerkung S.26
Literaturverzeichnis S.28
Anhang 29
Eine wahre Sensation war es, als im 16. Jahrhundert in Europa die ersten Berichte aus dem neu entdeckten Amerika eintrafen. Bernal Díaz del Castillo ist nur einer von vielen Chronisten, die mit blumigen und detaillierten Schilderungen weit über die Grenzen der iberischen Halbinsel hinaus Leser in ihren Bann zogen. Ob es darum ging, die kriegerische Leistung der Spanier bei der Eroberung der fernen Territorien hervorzuheben, Flora und Fauna der Neuen Welt zu beschreiben, oder aber erste Eindrücke über die Begegnung mit den fremden Völkern und ihren Kulturen wiederzugeben: Schriften, deren Thema die Exotik des Neuen, Unbekannten war, faszinierten wie nur wenige andere zeitgenössische Texte. - Zu keiner anderen Zeit waren Reiseberichte ein so wichtiger Bestandteil der europäischen Literatur wie kurz nach der Entdeckung Amerikas.
Und doch darf man eines nicht vergessen: Nicht nur die Europäer sahen sich durch die Expansion des spanischen Reiches schlagartig mit einer neuen Welt konfrontiert, zeitgleich begegneten auch die amerikanischen Ureinwohner dem „Fremden“. Mit dem Eindringen der Spanier in ihr Land hatten auch sie sich mit einer ihnen völlig unbekannten Kultur auseinander zu setzen, und nicht nur dies: Mit Waffengewalt bezwungen, zu Untertanen eines fremden Königreichs erklärt, ihres Landes, ihrer Freiheit und ihrer Rechte beraubt, mussten sie miterleben, wie die europäischen Conquistadores innerhalb kürzester Zeit fast ihre gesamte Kultur schonungslos ausrotteten. Tempel wurden niedergerissen, heilige Stätten geschändet, Kultgegenstände zerstört und Schriftstücke vernichtet, die Ausübung jeglichen traditionellen Brauchtums schließlich, das der „Hispanisierung“ im Wege stehen könnte, untersagt. (Vgl. SIMSON 2001, S.30.)
Eines steht damit außer Frage: War schon für die Europäer die Eroberung Amerikas ein einschneidendes Ereignis, ist die Bedeutung, die sie für die amerikanische Urbevölkerung haben musste, in ihrer Größe kaum fassbar. Umso unbefriedigender erscheint daher die Tatsache, dass uns fast alle Zeugnisse der Geschehnisse der Conquista aus spanischer Hand überliefert sind. Fragen nach den Gedanken und Assoziationen der Indianer beim Eintreffen der spanischen Schiffe, ihrer Bewertung des Erscheinungsbildes der fremden Europäer und ihrer Sicht des Hergangs der Eroberung scheinen zwar brennend, konnten auf Grund fehlender Quellen aber immer nur sehr unzureichend beantwortet werden.
Umso wichtiger ist daher der Beitrag, den der mexikanische Philologe Miguel León-Portilla leistete, als er 1959 unter dem Titel „Visión de los vencidos“ zum ersten Mal eine Sammlung von Dokumenten veröffentlichte, die die Zeit der Eroberung Amerikas aus indianischer Perspektive
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beschreiben. 1 Es handelt sich hierbei um eine Antologie authentischer Texte verschiedener Stämme Zentralmexikos, die durch zwei Dinge in direkter Beziehung zueinander stehen: die gemeinsame Sprache des Náhuatl und das Leben unter der Vorherrschaft der Azteken, deren Kultur das gesamten Tal von Mexiko prägte. Von Ángel María Garibay ins Spanische übersetzt sind diese Zeugnisse heute in ihrem Wert kaum zu überschätzen, bieten sie doch den - gerade im Hinblick auf die vielen an den Indianern verbrochenen Grausamkeiten - insbesondere im moralischen Sinne notwendigen Gegenpol zu den auf europäischer Seite verfassten Chroniken.
Die vorliegende Arbeit hat sich daher das Ziel gesetzt, ausgehend von dieser Textzusammenstellung León-Portillas die indianische Sichtweise der Conquista - in diesem Fall speziell der Mexikos - nachvollziehbar zu machen. Anhand einer groben Zusammenfassung der Ereignisse nach indianischem Bericht, ergänzt durch kurze Auszüge aus den Originaltexten, soll dabei auf der einen Seite ein inhaltlicher Eindruck vermittelt werden; auf der anderen Seite wird es jedoch auch insbesondere darum gehen, den Blickwinkel auf spezifische sprachliche Eigenheiten der Texte zu erweitern, wobei dies besonders deshalb von Interesse erscheint, weil es sich, wie in einem eigenen Kapitel noch erläutert werden soll, bei fast allen Texten um Gedankengut handelt, das lange vor seiner schriftlichen Fixierung bereits oral tradiert wurde. Neben den allgemein erkennbaren sprachlichen Merkmalen soll so also besonders die Frage nach Spuren, die die mündliche Weitergabe in der Erzählweise hinterlassen hat, im Mittelpunkt stehen. Um diese Betrachtungen sinnvoll durchführen zu können, ist es jedoch zunächst notwendig, in einem kurzen Überblick noch einmal geschichtliche Umstände Revue passieren zu lassen: Wie kam es zu der Eroberung Mexikos? Welche Ziele standen hinter der so bedeutenden Expedition, welcher Charakter verbirgt sich hinter dem allseits bekannten Namen Hernán Cortés? Vor allem eine Frage soll aber eine eingehendere Beschäftigung wert sein, nämlich: Welcher Natur war die politische und kulturelle Situation, die die Spanier bei ihrer Ankunft im Tal von Mexiko vorfanden? Unbestreitbar war das Reich der Azteken zu Anfang des 16.Jhs zu seiner höchsten Blüte gelangt - worin genau aber äußerte sich dieser Höhepunkt von Macht und Herrschaft? Welche Organisation stand hinter dem grandiosen Aufstieg dieses einen Stammes, worauf gründete sich seine Kultur? Und vor allem: Welcher Stellenwert kam gerade Literatur und Geschichtsschreibung dabei zu? All dies ist ein Hintergrund, der bei der Beschäftigung mit den indianischen Texten, ihrem Inhalt und ihrer außergewöhnlichen Sprache keinesfalls fehlen darf, so dass ihm der erste Teil dieser Arbeit gewidmet sein soll.
1 LEON-PORTILLA, Miguel (Hg.): Visión de los vencidos, sp. Übers. aus dem Náhuatl von Angel Maria Garibay, Madrid 1985. - Eine deutsche Übersetzung erschien 1986 in Frankfurt/Main von Renate Heuer unter dem Titel Rückkehr der Götter. Die Aufzeichnungen der Azteken über den Untergang ihres Reiches.
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2. Geschichtlicher Hintergrund der Eroberung Mexikos
2.1. Der Traum vom Gold: Hernán Cortés und der Aufbruch nach Zentralamerika 2
Im Jahr 1504, bereits im Alter von 19 Jahren, brach Hernán Cortés von Spanien aus gen Westen auf, wobei ihn sein Weg zunächst auf die von Kolumbus auf dessen erster Reise entdeckte Insel Hispaniola führte. Hier wurde er vom dortigen, ihm bereits aus seiner Heimat bekannten Statthalter Nicolas de Ovando mit der Verwaltung eines Landgutes betraut - eine Aufgabe jedoch, die dem ehrgeizigen jungen Abenteurer, dessen eigentliche Ambition es war, früher oder später einen eigenen Eroberungsfeldzug durchzuführen, weil nur so die Bereicherung durch Goldfunde möglich schien, auf lange Sicht kaum genügen konnte. Schon bald ergriff Cortés daher bei Aus-einandersetzungen mit aufständischen Eingeborenen die Gelegenheit, kriegerisches Talent und Ausdauer zu beweisen, und nicht nur das: Als 1511 Ovandos Stellvertreter Diego Velázquez zur Eroberung Kubas aufbrach, nutzte er die sich ihm bietende Chance ohne Zögern und schloss sich freiwillig dessen Heer an. Bereits nach kurzer Zeit hatte Cortés sich auch hier durch außergewöhnliches Geschick im Kampf hervorgetan und gewann nicht nur aufgrund seiner Taten Respekt und Ehre, sondern erreichte darüber hinaus durch sein „scheinbar offenes, heiteres, herzliches Wesen", dass der Rest des Heeres in fanatischer Treue zu ihm stand (HEUER 1986, S.116). Von Velázquez zum Geheimschreiber und Vertrauten erhoben genoss der zukünftige Eroberer überdies auch bald das Privileg, dass ihm Einblick in sämtliche Pläne des Statthalters gewährt wurde, weshalb sein Aufenthalt auf Kuba in gewissem Sinne als „Vorübung“ für sein späteres eigenes militärisches Vorgehen angesehen werden kann (ebd).
Sieben Jahre nach seiner Ankunft auf Kuba - im Jahr 1518 - rückte für Cortés die Erfüllung seines persönlichen Traumes schlagartig in greifbare Nähe: Velázquez verlieh ihm den Oberbefehl über eine Flotte zur Eroberung des heutigen Mexikos. Schon seit längerer Zeit bestand Geometriewissheit darüber, dass westlich von Kuba ein größeres Festland lag, in dem bedeutende
2 Die Informationen des folgenden Kapitels beziehen sich auf HEUER 1986, S.115-22.
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Goldvorkommnisse zu finden wären, nicht nur Expeditionen früherer Jahre hatten dies bewiesen, 3 sondern auch ein höchst aktuelles Ereignis kam hinzu: Kurz zuvor, noch im selben Jahr, hatte Velázquez seinen Neffen Juan de Grijalva mit einer Entdeckungsfahrt an die Küste Mexikos beauftragt, von wo aus dieser einen reichen, im Tauschhandel mit dort lebenden Azteken erworbenen Schatz an Gold und Edelsteinen nach Kuba hatte schicken lassen. Der Gedanken an derart unermessliche Reichtümer hatte Diego Velázquez seither nicht mehr ruhen lassen, so hatte er einen Teil des Goldes an den Königshof schicken lassen und damit die Erlaubnis zur Eroberung und Besiedelung der Gebiete Zentralamerikas erbeten. Die Wahl Hernán Cortés’ als Flottenführer für ein Unternehmen solcher Größe schien angesichts dessen taktischer Fähigkeiten und seines außergewöhnlichen Eifers naheliegend.
Wie sehr Cortés dieser Gelegenheit entgegengefiebert hatte, und mit welcher Skrupellosigkeit er schließlich bereit war, sein Vorhaben gegen alle Hindernisse durchzuziehen, zeigen eindrucksvoll die Umstände seines Aufbruchs: Als kurzfristig bekannt wurde, dass Velázquez ihm den Oberbefehl trotz aller Planungen wieder entziehen wollte, verließ Cortés unvermittelt während der Nacht des 18.11.1518 in aller Heimlichkeit mit dem bereits vorbereiteten Geschwader den Hafen von Santiago de Cuba, ohne dem Statthalter, mit dem er schon in den vorhergehenden Jahren mehrere Male aneinandergeraten war, 4 die geringste Chance zu lassen, ihn aufzuhalten.
Sein Weg führte Cortés von nun an zunächst nach Macaca, und von dort aus nach Trinidad, wo
von wo aus er die Eroberung des Maya- und Aztekenreichs begann.
Da im Folgenden die Eroberung aus der Sicht der Eingeborenen dargestellt wird, soll an dieser Stelle auf die weitere Schilderung des Vordringens der spanischen Truppen verzichtet werden. Erwähnt seien lediglich in Kürze zwei weitere wichtige Ereignisse, die dem eigentlichen Eroberungsfeldzug vorausgingen und ihn entscheidend prägten: Zum einen ist dies der Besuch Cortés’
3 Bereits Kolumbus hatte während seiner letzten Reise am 30. Juli 1502 die Insel Guanaja im Golf von Honduras erreicht; acht Jahre später wurde südlich von Panama eine Kolonie gegründet, kurz darauf wurde ebenso die Halbinsel Yucatán bekannt - zunächst durch 1511 dorthin verschlagene Schiffbrüchige, 1517 dann durch einen Vorstoß Francisco Fernández de Córdobas. Vgl. HEUER 1986, S.117.
4 Der Verschwörung gegen ihn beschuldigt wurde Cortés von Velázquez zweimal gefangengenommen und sollte letztendlich sogar hingerichtet werden. Vgl. ebd., S.116.
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und seines Heeres auf der Yucatán vorgelagerten Insel Cozumel, der mit der Zielsetzung geschah, dort von Eingeborenen gefangen gehaltene Christen zu befreien. Auf diesem Wege gelangte Jerónimo de Aguilar zu Cortés’ Gefolge, ein Name, dem besonders aus sprachwissenschaftlicher Sicht große Bedeutung zukommt: In seiner langen Gefangenschaft hatte er genügend Kenntnisse des Maya erworben, um im Folgenden dem Eroberer auf seinen Feldzügen als Dolmetscher dienen zu können. Ein ähnlicher Glücksfall war es, als Cortés wenig später nach ersten siegreichen Kämpfen am Río de Tabasco zusammen mit anderen 20 Sklavinnen die aztekische Häuptlingstochter Malintzin (span.: Malinche) zum Geschenk gemacht wurde, die sich ebenfalls lange Zeit in Maya-Gefangenschaft befunden hatte und so in der Lage war, zwischen dem Maya und ihrer Muttersprache Náhuatl zu übersetzen. 5 Gerade im Hinblick auf das im Folgenden zu betrachtende Aufeinandertreffen mit den Indianern Mexikos ist diese „dreistufige“ Kommunikation mit den Sprechern des Náhuatl, die ihren Umweg über das Maya nahm, zu der also immer zwei Dolmetscher nötig waren, von großem Interesse.
2.2. Das Reich der Azteken 6
Bereits 1521 war es Cortés gelungen, das gesamte mexikanische
Territorium in seine Hand zu bringen, und doch scheint dies nahezu unvorstellbar, bedenkt man die Macht und Größe zu der das aztekische Reich zum Zeitpunkt der Ankunft der Spanier angewachsen war. Nicht nur die aztekische Kultur befand sich in voller Blüte, auch das Herrschaftsgebiet hatte seine maximale geographische Ausdehnung erreicht: Im Osten breitete es sich bis zum Pazifik aus, im Westen bis zur Golfküste, in Nordsüdrichtung umfasste es das gesamte Gebiet vom heutigen Zentralmexiko bis nach Guatemala. Wie war es möglich, dass ein einziger Stamm zu einer derartigen Vorherrschaft gelangt war? Was hatte gerade die Kultur der Azteken zu solch großem Prestige kommen lassen?
Im 13. Jh. von Norden her in das Tal von Mexiko eingedrungen, hatten die Azteken - in ihren Ursprüngen ein nomadischer Nahua-Stamm - sich 1325 auf einer Insel im dortigen „großen See“ niedergelassen und die Stadt Tenochtitlan gegründet, wurden aber vom ständigen Bestreben nach Vergrößerung ihres Herrschaftsgebietes geleitet. Mehrere Expansionsversuche sollten jedoch scheitern, bis es schließlich ein Jahrhundert später König Itzcóatl (1428-40) gelang, alle Stämme
5 Malintzin, bekannt durch ihre Klugheit und Schönheit und überdies Geliebte Cortés’, kam durch ihre genaue Kenntnis von Land und Sitten über die reine Übersetzungstätigkeit hinaus bald auch eine wichtige Funktion als Diplomatin und Beraterin zu. Vgl. HEUER 1986, S.121-22.
6 Die folgenden Informationen beziehen sich v.a. auf ebd, S.122-36.
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und Stadtstaaten des Tals von Mexiko zu unterwerfen. Das Reich wurde im Folgenden als „Staa-tenbund“ organisiert, dessen Basis ein mit den Städten Tezcoco und Tlacopan geschlossener Dreibund bildete, dessen weitere Mitglieder zu regelmäßigen Tributzahlungen verpflichtet waren. Lediglich der direkt benachbarte Stamm der Tlaxcalteken, der auch bei der folgenden Betrachtung der Textdokumente eine Rolle spielen wird, konnte durch einen Vertrag seine Unabhängigkeit sichern, wobei allerdings die aztekische Vorherrschaft auch für Tlaxcala nicht ohne Folgen blieb: Die Stadt fand sich in ihrem Territorium von aztekischem Herrschaftsgebiet eingeschlossen und war darüber hinaus zu regelmäßigem Kriegsdienst verpflichtet, was zu heftigem Groll und erbitterter Feindseligkeit den Mächtigeren gegenüber führte. So sollte es schließlich auch dazu kommen, dass die Bewohner Tlaxcalas in den spanischen Truppen willkommene Verbündete sahen, um gemeinsam die aztekische Vorherrschaft in die Knie zu zwingen.
hinterließen selbst bei den europäischen Eroberern einen tiefen Eindruck, wie anhand überschwänglicher, von Ungläubigkeit und Bewunderung gezeichneter Berichte nachzuvollziehen ist. „Aus allen Orten ragten die weißen Opfertempel wie Burgen über die Häuser mit ihren Söllern, über kleinere kapellenartige Bauten und über die Befestigungstürme hinaus. Es war ein einmaliger Blick.“, schwärmt zum Beispiel Bernal Díaz del Castillo über das Panorama, mit dem Cortés und sein Gefolge bei seinem ersten Besuch der Stadt nach der Erklimmung der Treppenstufen des Haupttempels belohnt werden, um daraufhin gleichermaßen das lebhafte Markttreiben zu bestaunen. „Dann besahen wir uns von hier oben aus noch einmal den Marktplatz mit seinem
7 Vgl. die Beschreibung Bernal Díaz del Castillos: „Wir sahen die drei Dammstraßen, die nach Mexiko führten (...).Wir sahen die große Wasserleitung, die von Chapultepec kommt und die ganze Stadt mit süßem Wasser versorgt, und die langen hölzernen Brücken, von denen die Dammstraßen unterbrochen waren, um die Verbindung zwischen den vielen Teilen des Sees zu ermöglichen. Auf dem See wimmelte es von Fahrzeugen, die Waren und Lebensmittel aller Art geladen hatten. Wir stellten einwandfrei fest, daß man Mexiko nur über die Zugbrücken oder in Kähnen erreichen konnte.“ (DÍAZ DEL CASTILLO 1981, S.218)
Arbeit zitieren:
Magistra Artium Verena Wenz, 2005, "Visión de los vencidos" - Die Eroberung Mexikos aus der Sicht der indianischen Urbevölkerung am Beispiel erhaltener Nahua-Aufzeichnungen, München, GRIN Verlag GmbH
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