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0. Gliederung
0. Gliederung 2
1. Abstract 3
2. Begriffsdefinition 3
3. Wahrnehmungsbasierte Wissensrepräsentationen 3
3.1. Theorie der Dualen Kodierung nach Paivio 3
3.2. Vergleiche zwischen verbaler und visueller Verarbeitung 4
3.3. Hirnhälftenspezialisierung 5
3.4. Mentale Bilder 5
3.5. Entsprechen visuelle Vorstellungen der visuellen Wahrnehmung 6
3.5.1. Experiment zur Unterscheidungsleistung 7
3.6. Chunks 7
3.7. Zusammenfassung zu mentalen Vorstellungen 8
3.8. Serielle Ordnungen 8
4. Bedeutungsbezogene Wissensrepräsentation 9
4.1. Das bedeutungsbezogene Gedächtnis 9
4.2. Episodisches und Semantisches Wissen 9
4.3. Modelle des semantischen Gedächtnisses 10
4.3.1. Das Modell des hierarchischen Netzwerks 10
4.3.2. Das Modell der sich ausbreitenden Aktivierung 10
4.3.3. Das Modell des Merkmalvergleichs 11
4.3.4. Unterschiede der Modelle 12
4.3.5. Propositionales Modell 12
5. Literaturverzeichnis 1 2
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1. Abstract
In der vorliegenden Hausarbeit werden Formen der Wissensrepräsentationen dargestellt. Nach einer kurzen Definition des Begriffes „Repräsentation“ stehen die Wahrnehmungsbezogenen Repräsentationsmöglichkeiten im Vordergrund. Im einzelnen soll hier zunächst die Theorie der Dualen Kodierung nach Paivio vorgestellt und Vergleiche zwischen verbaler und visueller Verarbeitung vorgenommen werden. In diesem Zusammenhang ist der folgende Punkt „Hirnhälftenspezialisierung“ wichtig, der im Anschluss beschrieben werden soll. Als nächstes folgen Ausführungen zu den Mentalen Bildern, insbesondere steht die Frage „Entsprechen visuelle Vorstellungen der visuellen Wahrnehmung“ und zur Verdeutlichung ein Experiment zur Unterscheidungsleistung im Vordergrund. Die Punkte „Chunks“ und „Serielle Ordnungen“, hier insbesondere der Anfangseffekt, runden den ersten Teil ab.
Im zweiten Teil der Arbeit geht es um die Bedeutungsbezogenen Repräsentationsmöglichkeiten. Nach einigen Ausführungen über das bedeutungsbezogene Gedächtnis wird der Unterschied zwischen episodischem und semantischem Wissen geklärt. Am Ende folgen drei Modelle des semantischen Gedächtnisses und eine Zusammenfassung, bevor einige Ausführungen über ein Propositionales Modell den zweiten Teil abschließen. Ein Literaturverzeichnis ist am Ende der Arbeit angefügt.
2. Begriffsdefinition
Repräsentationen sind mentale Organisationsformen, die nicht nur das individuelle Wissen umfassen. Mental bedeutet, dass diese Repräsentationen im Kopf jedes Menschen gespeichert sind. Das individuelle Wissen ist das spezifische Wissen, die besonderen und einzigartigen Erfahrungen jedes Einzelnen (z.B. „Was habe ich gestern abend gegessen?“).
Repräsentationen beinhalten Prozesse der Veränderung dieses Wissens. Zum Beispiel hat jemand als Kind eine gewisse Vorstellung zum Begriff „Universität“. Wenn das Kind nun erwachsen wird und selbst studiert, wird sich dieser Begriff verändern.
Aber nicht nur das bestehende Wissen ändert sich. Durch bewusste oder unbewusste Schlussfolgerungsprozesse und die Generierung von Handlungsplänen wird auch neues Wissen hinzugewonnen.
In der täglichen Auseinandersetzung mit Objekten, Situationen und Ereignissen schaffen wir uns ein inneres Modell, das auf die äußere Realität Bezug nimmt. Ohne diese inneren Abbilder sind wir nicht in der Lage verändernd auf unsere Umwelt einzuwirken. „Repräsentation“ ist somit der zentrale Begriff der Kognitiven Psychologie.
Man unterscheidet zwei Arten von Wissenrepräsentationen: wahrnehmungsbasierte und bedeutungsbezogene Wissensrepräsentationen. Bedeutungsbezogene Wissensrepräsentationen vereinfachen bzw. abstrahieren die über die Sinnesorgane aufgenommenen Eindrücke z.T. stark. (nach Anderson, Kognitive Psychologie, Kap.4 „Wahrnehmungsbasierte WIssensrepräsentation)
3. Wahrnehmungsbasierte Wissensrepräsentation
Als Vorbemerkung ist wichtig, dass die Theorien zur Wahrnehmungsbezogenen Repräsentation sich nur mit der Art und Weise befassen, wie Informationen verarbeitet werden. Die Art und Weise, wie das Gehirn diese Informationen enkodiert, spielt keine Rolle.
3.1 Die Theorie der dualen Kodierung nach Paivio
Eine Kernfrage bei der Wahrnehmungsbasierten Wissensrepräsentation ist, ob verbales Wissen und bildhaftes Wissen auf die gleiche Art und Weise gespeichert werden, oder ob es Unterschiede gibt. Dazu hat der Kanadier Allan Paivio eine Theorie entwickelt, die besagt, dass es zwei unterschiedliche kognitive Kodierungen für verbale und nicht-verbale Informationen gibt. Diese beiden Kodierungssysteme, ein verbales und ein imaginales (=bildhafte Vorstellung) System arbeiten zwar grundsätzlich unabhängig. Sie sind aber doch miteinander verknüpft und wirken zusammen. Bilder können sowohl bildhaft kodiert, als auch verbal benannt und entsprechend kodiert werden. Sprachliche Inhalte können sowohl verbal kodiert, als auch mit bildhaften Vorstellungen ergänzt und verknüpft werden. Man kann sich Wörter sogar besser behalten, wenn man sie mit einem
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entsprechenden Bild verknüpft. Beispiele wären die Begriffe „Haus“ oder „Rose“ die jeder mit einem Bild verknüpft.
Das verbale System bildet die linguistischen Informationen ab und verarbeitet sie. Linguistische Informationen sind Wörter, Sätze und Sprache. Das verbale System liefert auch eine Abbildung der zeitlichen Abfolge der Informationen.
Dieses System arbeitet sequentiell, also Schritt für Schritt, vergleichbar der einzelnen Glieder einer Perlenkette. Dies führt zu internen Repräsentationen, die der Wahrnehmung oder Produktion von Wortfolgen sehr ähnlich ist. Dieses System nimmt aber keine Bedeutungsextraktion vor. Die Einheiten in denen verbale Informationen gespeichert werden, nennt man Logogene.
Im Gegensatz dazu kodiert das imaginale System die Informationen räumlich parallel. Es liefert somit analoge (= räumlich parallele) Abbildungen perzeptueller Gegebenheiten. Auch hierbei wird keine abstrakte Verarbeitung, also eine Bedeutungsextraktion angenommen. Die Speicherung erfolgt in Imagenen. (nach Anderson, Kognitive Psychologie, S.104 ff.)
3.2. Vergleiche zwischen verbaler und visueller Verarbeitung
Wie das folgende Experiment von Santa (1977) zeigt, kann man bildhaftes Material besser behalten als verbales. Verbales Material wird dann besser behalten, wenn eine bildhafte Vorstellung dazu entwickelt wird.
Die Versuchspersonen sollten in Teil a) des Experiments die drei obersten geometrischen Figuren in den vier unten aufgeführten Grafiken wiedererkennen. Am schnellsten ging dies bei der identischen Grafik ganz links.
In Teil b) allerdings spielte die räumliche Anordnung der Wörter gar keine Rolle. Die Versuchspersonen interpretierten die Wörter sequentiell (der Reihe nach von links nach rechts) und fanden so am schnellsten die zweite Grafik von links – also die lineare Anordnung - als richtige Lösung. Bilder erschließen sich direkt in ihrer Ganzheitlichkeit, die Wörter hingegen müssen erst dekodiert werden um den Sinn zu verstehen.
Arbeit zitieren:
Eric Kolling, 2002, Wissen und Repräsentation, München, GRIN Verlag GmbH
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