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Inhalt
1. Einleitung Seite 3-4
2. Sportsprache Seite 5
3. Die Sprachanalyse Seite 6
3.1 Lexik Seite 6
3.2 Wortfelder Seite 7-10
a) Emotionalität
b) Mythik und Religion
c) Spannung und Sensation
d) Psychische Verfassung
e) Kampf und Gewalt
f) Spielerische Momente
g) Leistung und Technik
3.3 Stilmerkmale Seite 10-12
a) Superlative
b) Redewendungen und Phraseologismen
c) Umgangssprache
d) Fremd- bzw. Fachwörter
e) Ironie
4. Morphologie Seite 13-14
a) Komposition
b) Derivation
5. Syntax Seite14
6. Fazit Seite 15
7. Literaturverzeichnis Seite 16
- 3 - 1.Einleitung
Heutzutage ist es selbstverständlich, über große Sportereignisse durch die Medien informiert zu werden. Hierbei spielen Fernsehen, Radio, Tages- und Wochenzeitungen eine wichtige Rolle. Gerade durch die große Informationsmenge der Massenmedien hat der Sport immer mehr an Bedeutung gewonnen und die Aufmerksamkeit der Menschen geweckt.
„Die Zeitungssprache lebt vom Steigern, ja Übertreiben. Die Aufmerksamkeit des von so vielen anderen Anliegen stürmisch beanspruchten Lesers muss immer stärker aufgepeitscht werden. Dem geschwollenen Fettdruck der Überschriften entspricht das Anschwellen des Tones in den Aufsätzen selbst. Es gehört zum Wesen der Zeitung, alles, was sie schreibt, dem Leser wichtig erscheinen zu lassen.“ 1 Seit Beginn des 21. Jahrhunderts hat sich das Phänomen Sport in den Medien immer weiter entwickelt. Heute können wir täglich Berichte über die unterschiedlichsten Sportarten wie Fußball, Formel 1 oder Tennis lesen, sehen und hören, aktuelle Sportnachrichten auf dem Handy abrufen, zwischen mehreren Sportkanälen auswählen und über das Internet über Sportergebnisse informiert werden. Der Sportberichterstattung kann man sich somit kaum entziehen: An jeder Ecke begegnet uns das Thema Sport, welches Jung und Alt begeistert.
Sportberichterstattung ist weiterhin ein „hautnahes Medium zur Kommunikation von echten Gefühlen, Sehnsüchten, Bedürfnissen, Werten und Handlungsmaximen“ 2 und „Gefühle, denen ansonsten wenig Raum gelassen wird, dürfen ausgelebt werden.“ 3
1 Groth, Otto: Die unerkannte Kulturmacht. Grundlegung der Zeitungswissenschaft (Periodik), Band 2. Berlin: Verlag de Gruyter 1961.
2, 3 Schwier, Jürgen: Sport als populäre Kultur. Sport, Medien und Cultural Studies. Trend- sportwissenschaft Band 5. Hamburg: Zwalina Verlag 2000.
- 4 -Dies trifft vor allem auf die Fußballberichterstattung in den Printmedien zu. Dabei ist Fußball der Sport mit der wohl weltweit höchsten Medienaufmerksamkeit. Weiterhin ist Fußball der „Ort gemeinschaftlicher Identitätsfindung und gilt als wirksames Mittel gesellschaftlicher Integration, aber auch als Austragungsort von sozialen Kämpfen und Gewalt.“ 4
Die vorliegende Hausarbeit analysiert die Berichterstattung über die deutsche Fußballnationalmannschaft in den Printmedien nach der Niederlage im WM-Halbfinale 2006 gegen Italien. Hierzu wurden die Artikel aus den Tageszeitungen Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Rheinische Post, Westdeutsche Allgemeine Zeitung, BILD und Express vom 05. Juli 2006 herangezogen. Die sechs Zeitungen unterscheiden sich im Hinblick auf ihre sprachliche Ausdrucksweise: BILD und Express schreiben meist hoch emotional, die anderen Tageszeitungen bleiben meist sachlicher.
Genauer untersucht wurden die Zeitungsartikel im Hinblick auf die Sprache, insbesondere auf Lexik, rhetorische Mittel, Fachvokabular, Morphologie und Syntax. Zur besseren Einteilung wurde die Gliederung von Monika Fingerhut aus dem Buch „Fußballberichterstattung in Ost und West - eine diachronische Sprachanalyse“ 5 verwendet.
Nach einer allgemeinen Definition der Sportsprache geht es anschließend um die sprachliche Analyse der einzelnen Zeitungsartikel.
4 Schwier, Jürgen: Sport als populäre Kultur. Sport, Medien und Cultural Studies. Trend-sportwissenschaft, Band 5. Hamburg: Zwalina Verlag 2000.
5 Fingerhut, Monika: Fußballberichterstattung in Ost und West: eine diachronische Sprachanalyse. Europäische Hochschulschriften Reihe 1. Frankfurt am Main: Peter Lang Verlag 1991.
- 5 - 2.Die Sportsprache
Wer meint, dass es nur einige wenige Begriffe und Kombinationsmöglichkeiten von Ball, Tor und anderen Worten gibt, der irrt. Denn Fußball besitzt die wohl umfassendste Sondersprache des Sports. Nirgendwo sonst gibt es so zahlreiche Fachbegriffe, die teilweise aus den Zeiten der Kriegssprache stammen wie zum Beispiel der „Volltreffer“ oder die „Granate“.
Die Sportsprache benutzen meist die Sportler selbst, Fans, aber auch viele Nicht-Sportler. Daher ist die Sportsprache etwas Besonderes: Sie ist nicht einem bestimmten Kreis von Fachleuten vorbehalten, sondern sie wird von allen Sportinteressierten gesprochen und verstanden. Somit rücken soziale, finanzielle und berufliche Unterschiede in den Hintergrund. Nach Monika Fingerhut wird die Sportsprache von der Regelsprache, dem Jargon (Umgangssprache) und der Reportersprache beeinflusst. 6 Sportsprache und die spezifische Sprache des Sports sind jedoch nicht identisch, denn jede Sportart besitzt ihren eigenen Wortschatz und ihre eigenen Fachbegriffe innerhalb der Sportsprache. Dazu gibt es aber auch Wörter, die in mehreren Sportarten auftauchen, wie zum Beispiel Trainer, Schiedsrichter oder Titelverteidiger. Dennoch ist die Sprache des Fußballs die wohl herausragendste. Die Begründung ist, dass Fußball auf der ganzen Welt die beliebteste Sportart ist und die Massenmedien, sei es Fernsehen, Radio oder Zeitungen, dieser Sportart den größten Raum in der Sportberichterstattung geben.
6 Fingerhut, Monika: Fußballberichterstattung in Ost und West: eine diachronische Sprachanalyse. Europäische Hochschulschriften Reihe 1. Frankfurt am Main: Peter Lang Verlag 1991.
Arbeit zitieren:
Pia Reiners, 2006, Die Berichterstattung über die deutsche Fußballnationalmannschaft in ausgewählten Printmedien nach der Niederlage im WM-Halbfinale 2006 gegen Italien, München, GRIN Verlag GmbH
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Die 'eigenen Gesetze' der Sportsprache
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Praxishandbuch Deutsch. RSR 2006
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