Inhaltsverzeichnis
1) Einleitung 3
2) Hauptteil 3
2.1) Der Verfasser und seine Herkunft 3
2.2) Das Werk 4
2.2.1) Überlieferung 4
2.2.2) Quellen 4
2.2.3) Intention 5 Intention............................................................................................................5
2.2.4) Struktur und Aufbau 6
2.2.5) Saxo Grammaticus ein christlicher Autor 7
2.2.6) Ideologie und Geschichtsbild 8
2.2.7) Die Gesta Danorum eine Synthese von antiken und nordischen
Elementen 10 NA
2.2.7.1) Sprache und Stil 11
3) Schlussbemerkung 12
Literaturangaben 13 NA
2 NA
Die „Gesta Danorum“ des Saxo Grammaticus als Beispiel mittelalterlicher Geschichtsschreibung in Dänemark
1) Einleitung
Die „Gesta Danorum“ – „Die Taten der Dänen“ oder „Danernes Bedrifter“ – des Saxo Grammaticus entstanden um 1200 und stellen mit ihrer Sammlung von Sagen, Begebenheiten und historischen Quellen das Hauptwerk der mittelalterlichen Literatur in Dänemark dar. Kein anderer Verfasser vorher wusste Geschichtsschreibung so souverän mit Kunst und Poesie in Einklang zu bringen wie Saxo. Und obwohl dieser in erster Linie als Historiker betrachtet zu werden wünscht, so ist es doch offensichtlich, dass die „Gesta Danorum“ genau so sehr ein historiographisches wie ein poetisches, ideologisches und didaktisches Werk sind.
2) Hauptteil
2.1) Der Verfasser und seine Herkunft
Man weiß nicht viel von Saxo Grammaticus, dessen Geburtsdatum nicht genau bekannt ist, jedoch zwischen 1150 und 1160 angesetzt wird, und der um 1220 starb. Sicher scheint immerhin zu sein, dass er einer angesehenen und einflussreichen Familie entstammte. Im Vorwort der „Gesta Danorum“ berichtet Saxo, dass sein Vater und Großvater dem Hofe Valdemars des Großen (1157-1182) angehörten. Saxo selbst war Sekretär des bedeutenden Erzbischofs Absalon (1128-1201) und genoss offensichtlich dessen besonderes Vertrauen, da er von ihm den Auftrag erhielt, die „Gesta Danorum“, dieses bedeutende Geschichtswerk, zu verfassen. Man kann also davon ausgehen, dass Saxo umfassend gebildet war und im Ausland, höchstwahrscheinlich in Frankreich (Orleans, Paris oder Reims), studiert hat. Saxos Beiname „Grammaticus“ – der Gelehrte-, den er in der Mitte des 14. Jahrhunderts in der Jütländischen Chronik zum ersten Mal erhielt, deutet auf sein beträchtliches Wissen und seinen hochentwickelten Schreibstil hin.
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2.2) Das Werk
2.2.1) Überlieferung
Ein vollständiges Manuskript der „Gesta“ existiert nicht; unter den mageren Überbleibseln ist unter anderem ein Fragment bewahrt, welches 1863 in der französischen Stadt Angers gefunden wurde und seitdem als das „Angersfragment“ bekannt ist. Es wird als Saxos „Urschrift“ angesehen, da es unter anderem verschiedene Formulierungen ein und desselben Satzes beinhaltet.
Im allgemeinen beruft man sich heute auf die 1514 von Christiern Pedersen in Paris gedruckte Ausgabe. Eine erste Übersetzung des Werks vom Lateinischen ins Dänische fertigte Anders Sørensen Vedel im Jahre 1575 an; seitdem folgten bis heute eine Reihe weiterer Übersetzungen, unter anderem von N. F. S. Grundtvig 1818-1822 und Jørgen Olrik 1908-1912.
2.2.2) Quellen
„Paa dem støtter mit skrift sig, saa det er, som man ser, ikke ny og selvgjorte Frasagn jeg giver, men Oldtidens egne Ord; ti i dette Værk skal man ej finde Tant og tom Ordbram, men tro Kundskab om gamle Dage.“ 1 – Saxo selbst sieht sich als Historiker und möchte auch als dieser angesehen werden, aber sein Werk zeigt ihn vor allem als virtuosen Poeten und Metriker in der Tradition antiker Dichter. Saxo nennt als seine Quellen alte Lieder und Runeninschriften, „die fleißigen Isländer“ und Erzbischof Absalon. Die Forschung hat jedoch bewiesen, dass Saxos Werk sich auf ein Sammelsurium von antiken und mittelalterlichen, römisch-griechischen, altnordischen, dänischen (z. B. Dansage, Skjoldsage, Hamletsage) und europäischen, schriftlichen und mündlichen Quellen stützt. Jedoch formt und dichtet Saxo seine Quellen meisterlich um und macht sie so zu einem ganz eigenen Werk. Man könnte sagen, dass er sich das beste herausgreift und ihm durch seine künstlerische Hand einen ganz neuen Zusammenhang gibt.
Damit ist Saxo ein Pionier auf seinem Gebiet, denn es gibt nicht „das“ Werk, welches oder „den“ Autor, welcher für Saxo Pate gestanden hat. Saxo hat viele Vorbilder, und ist gleichzeitig so souverän, selbständig und frei, dass sein Werk trotz der vielen Quellen
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Nathalie Klepper, 2004, Die „Gesta Danorum“ des Saxo Grammaticus als Beispiel mittelalterlicher Geschichtsschreibung in Dänemark, Munich, GRIN Publishing GmbH
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