Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 3
2 Diagnoseformen in der Sozialen Arbeit 3
2.1 Sozialpädagogische Diagnose 4
2.2 Psychosoziale Diagnose 6
3 Potenziale und Problematiken beim Arbeiten
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mit Diagnose
3.1 Potenzial und Nutzen 7
3.2 Problematiken 9
3.3 Begriffsstreit im sozialpädagogischen Fallverstehen10
4 Alternativen zur Diagnose 11
4.1 Zentralorientierung 11
4.2 Verständnis 13
5 Fazit 14
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6 Literaturverzeichnis
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1. Einleitung
Bei dem gewählten Thema „Grundüberlegungen zum Thema Diagnose in der Sozialen Arbeit“ wird es zuerst einen kurzen Überblick über die vorherrschenden Diagnoseformen in der Sozialen Arbeit geben, um deren Unterschiedlichkeit zu verdeutlichen und aufzuzeigen. Kurz wird unter Punkt 2 auf die Abgrenzungsproblematik und den aktuellen Begriffsstreit eingegangen, welcher in Punkt 3.3 noch näher aufgegriffen wird. Anschließend wird deutlich, wo die Diagnoseformen im täglichen Arbeitsumfeld anzutreffen sind. Im Kapitel Sozialpädagogische Diagnose wird diese erst erläutert und dann darauf eingegangen, wie mit Hilfe dieser Diagnoseform der erzieherische Bedarf festgestellt werden kann. Die Psychosoziale Diagnose in der Sozialen Arbeit wird in Hinblick auf die Person und deren Umfeld erklärt. Das dritte Kapitel widmet sich dann ausführlich der Problematik, sowie dem Potenzial der Diagnose. Mich leiten dabei folgende Fragen: Wie kann Diagnose dem Klienten schaden und/oder nutzen? Ist es notwendig zu diagnostizieren? Welche Widersprüchlichkeiten muss der Sozialarbeiter dabei im Auge behalten? Wie ist es möglich einen Gesamtüberblick und damit Objektivität, weitestgehend von Interpretationen befreit, sicherzustellen? Aufgrund dessen richtet sich das Augenmerk der Problematik dabei auf Stigmatisierungen, Wahrnehmungsproblematiken und Interpretationen. Das Potenzial wird im Hinblick auf die Notwendigkeit der Diagnoseerstellung beleuchtet. Anhand derer dann Ressourcen entdeckt, die zur Prävention und Zielerreichung genutzt werden können.
Im darauf folgenden Kapitel werden zwei mögliche Alternativen zur vorherrschenden Form der Diagnose aufgegriffen und deren Unterschiede zur Diagnose erklärt.
2. Diagnoseformen in der Sozialen Arbeit
In den Punkten 2.1 und 2.2 werden exemplarisch zwei Diagnoseformen ausgewählt, die Anwendung im Alltag der Sozialen Arbeit finden.
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Eine Abgrenzung der beiden Diagnoseformen ist schwer möglich. Selbst die Bezeichnung Diagnose als solche ist fraglich und wird in der Literatur nicht selten als Fallverstehen umschrieben. Angemessene Bezeichnungen für fallanalytische Tätigkeiten in der Sozialen Arbeit sollen von der Psychologie/Psychiatrie stark abgegrenzt sein, um eigene sozialpädagogische Grundüberlegungen zu entwickeln. Die fachlichen Diskussionen um die „richtigen“ Begriffe, gehen einher mit verschiedenen Diagnosearten. Teilweise wurden diese in sozialpädagogischer Praxis entwickelt oder es wurden wissenschaftlich etablierte Verfahren adaptiert (vgl. Ader 2006: S. 30ff). Die beiden Diagnoseformen „Sozialpädagogische Diagnose“ und
„Psychosoziale Diagnose“ lassen sich nicht ganz klar voneinander trennen. Beide dienen der Erkenntnisgewinnung, dem Verstehen und Feststellen des individuellen Hilfebedarfs der Adressaten. Dennoch soll in den Unterpunkten die Unterschiedlichkeit herausgearbeitet werden.
2.1 Sozialpädagogische Diagnose
Das bayrische Landesjugendamt hat im Jahr 2007 mit der Arbeitshilfe „Sozialpädagogische Diagnose“ einen Leitfaden herausgegeben, welcher sich nur auf Kinder- und Jugendhilfe in Form der Hilfen zur Erziehung nach SGB VIII bezieht. Hier wird hauptsächlich mit Tabellen als Instrumentarium gearbeitet. Mit der Sozialpädagogischen Diagnose wird im Jugendamt und in anderen Bereichen gearbeitet, die sich mit der Feststellung des erzieherischen Bedarfs befassen. Hintergrund der Sozialpädagogischen Diagnose ist die Notwendigkeit eines transparenten, systematischen und unabhängigen Prozesses bei der Entscheidung für eine Form der Hilfen zur Erziehung nach SGB VIII. Ein weiterer zu beachtender Punkt sind die finanziellen Aufwendungen der öffentlichen Träger, die sich bei der Vermeidung kostenintensiver Hilfen (z. B. Heimunterbringung) zeigt. Es sollte bedacht werden, dass immer die Hilfe zur Erziehung am kostengünstigsten ist, die am besten geeignet ist Erziehungs-und Entwicklungsauffälligkeiten der Adressaten auszugleichen und gleichzeitig deren soziales und familiäres Umfeld fördern und stützen können. Hier setzt die Sozialpädagogische Diagnose an. Sie möchte ein Instrumentarium zur
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Verfügung stellen, welches die familiären und soziales Risiken und Ressourcen systematisch in den Blick nimmt und somit zur Interventionsplanung beiträgt. Die Sozialpädagogische Diagnose möchte eine Handreichung zur Problemlösung anbieten. Die systematische Erfassung aller beobachtbaren Merkmale, individuellen Entwicklungen und Sozialisationsbedingungen stellt die Grundlage und damit den Ausgangspunkt der Sozialpädagogischen Diagnose dar, welche direkt in das Hilfeplanverfahren mündet (vgl. Hillmeier und Sauter 2007: S. 3ff). Zu diesem Zweck werden Sozialpädagogische Diagnose-Tabellen verwendet, wodurch ein Bedarfsprofil entsteht. Hier wird der Blick auf über 200 Merkmale im Bereich der Risiken und Ressourcen gelenkt, fachlich begründet und festgestellt. Der erste Themenschwerpunkt ist die Tabelle „Erleben und Handeln des jungen Menschen“. Diese enthält 75 Merkmale über individuelle Stärken und Schwächen. Der zweite Themenschwerpunkt befasst sich mit den Risiken und Ressourcen des Lebensumfeldes des jungen Menschen. Diese Tabelle „Erziehungs und Entwicklungsbedingungen“ liegt in einer Lang- und einer Kurzfassung vor. Die Kurzfassung wird verwendet, um einen raschen Überblick zu gewinnen. Die Langfassung enthält zusätzlich Beispiele und altersspezifische Merkmale und wird damit konkreter und ausführlicher (vgl. Bayrisches Landesjugendamt 2007: S. 13ff).
Bei der Verwendung der Tabellen darf die eigenständige Verantwortlichkeit der pädagogischen Fachkraft nicht außer Acht gelassen werden. Ebenso muss bedacht werden, dass es sich nur um Momentaufnahmen handelt, welche im fortlaufenden Prozess immer wieder der Reflexion, Revision und Fortschreibung bedürfen Denn der Sinn dieser Tabellen ist es erzieherischen Bedarf anhand beobachtbarer Fakten nachvollziehbar und kommunizierbar zu dokumentieren. Damit können die angestrebten Hilfeleistungen genauer begründet werden und die Hilfeplanung soll hiermit Zeit- und Zielgerichteter erfolgen. Die ausgewählten Hilfen zur Erziehung sollen unter anderem bedarfsgerechter eingesetzt und zusätzlich in ihrer Wirksamkeit überprüfbar erbracht werden (vgl. ebenda 2007: S. 7)
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Arbeit zitieren:
Victoria Krebel, 2008, Diagnose in der Sozialen Arbeit, München, GRIN Verlag GmbH
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